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Kundenrezensionen

21
4,4 von 5 Sternen
Olympus M.ZUIKO DIGITAL Objektiv 17mm 1:1.8 Pancake silber
Farbe: silberÄndern
Preis:475,00 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juli 2014
Ich habe lange überlegt ob ich mir dieses Objektiv zulegen soll.
Im Internet ließt man häufig, dass die Abbildungsleistung eher mittelmäßig sei und die Schärfe zu wünschen übrig lasse.
Da dieses 35mm äquivalent für mich ein absolutes must have war, habe ich die Linse trotz dieser Meinungen und des hohen Preises einfach bestellt um mir selbst ein Bild davon zu machen.
Angekommen - begutachtet - der erste Eindruck passt. Ich war sehr begeistert und positiv überrascht von der hochwertigen Verarbeitung. Ich hatte vorher nur die Plastiklinsen von Canon/Tamron/Sigma in der Hand und wurde von der Olympus-Qualität regelrecht vom Hocker gehauen. Da es meine erste MFT-Linse ist, war ich ebenso begeistert von der "Größe" bzw. der Kompaktheit.

Also wurde das gute Stück voller Vorfreude an die kurz zuvor ausgepackte Olympus OMD-EM 10 angeschlossen und ausprobiert.
Erster Eindruck: Geiler Blickwinkel - Die Entscheidung für diese Brennweite war auf jeden fall die richtige.
Zweiter Eindruck: Schöne Spielereien mit der Schärfentiefe sind dank f1.8 kein Problem - trotz des kleinen MFT-Sensors.
Dritter Eindruck: Woher stammen diese Meinungen im Internet? Die Schärfe überragt sämtliche Objektive die ich an meiner Canon DSLR genutzt habe (35mm/f2, 17-50mm/2.8, 50mm/1.8, 10-22mm, 8mm/f.3,5).

In diesem Moment stand für mich fest: Wenn sich bei der ersten Fototour keine MASSIVEN Mängel zeigen wird das Teil mein "Immerdrauf". In den nächsten Tagen war ich viel unterwegs um das gute Stück genauer auszuprobieren.
Hier meine Eindrücke:

Schärfe: Die Beschwerden zur Schärfe kann ich wie gesagt nicht verstehen. Wie bei den meisten Objektiven ist es vor allem im Nahbereich enorm stark - und das ab Offenblende.

Bildfehler: Die Abbildungsleistung ist selbst bei Offenblende überragend. Sowohl Vignette, als auch chromatische Aberrationen sind absolut im Rahmen und nicht negativ auffallend.

Bedienung: Das Objektiv lässt sich sehr angenehm bedienen - besonders gefällt mir die Möglichkeit den Fokusring nach hinten zu ziehen und damit automatisch in den MF Modus zu wechseln, das ist wirklich eine sehr gute Idee. Der Fokusring lässt sich sehr angenehm drehen und bietet meiner Meinung nach perfekten Widerstand.
Etwas verwirrt hat mich der doch recht straffe Sitz am Kamerabajonett. Dies scheint aber wohl normal zu sein, was ich sehr begrüße, da ich bei größeren DSLRs immer leichtes Spiel am Bajonett beobachten konnte.

Haptik: Zur Haptik habe ich ja oben bereits geschrieben, dass ich sehr begeistert bin. Dem ist auch nichts hinzuzufügen - ich finde dieses Objektiv absolut perfekt verarbeitet.

Brennweite: Ja, die Entscheidung für eine Brennweite ist (für mich) meistens nicht einfach. Viele sind ebenfalls mit sich selbst im Konflikt, ob sie eher zum 17er oder zum 25er greifen sollen. Experten meinen natürlich "Nimm beide, jedes hat seine Berechtigung" - vergessen dabei aber oft, dass auch jedes seinen Preis hat ;)
Ich war auf der Suche nach einer Brennweite welche es mir gestattet Landschaft, Stadt, Menschen und Urlaub zusammen mit Freistellungspotential in einem Objektiv zu vereinen. Klingt eigentlich nach einer unlösbaren Aufgabe - aber 35mm KB sind meiner Meinung nach der einzig mögliche Kompromiss dafür.
Weitwinklig genug für Landschaften, normal genug um Menschen zu fotografieren, universell genug um es als Immerdrauf zu nutzen und mit einem Blickwinkel gesegnet der den Bildern den Bildern keinen "dabei-Effekt" sondern einen "mittendrin-Effekt" beschert.
Die Möglichkeiten die sich durch die Offenblende von f1.8 ergeben tuen ihr Übriges.

Fazit:
Für mich die absolut richtige Entscheidung gewesen. Dieses Objektiv ist so universell einsetzbar, dass meine Kaufpläne für weitere Objektive erstmal verschwunden sind. Ich habe absolut keine Kritik an diesem Prachtstück auszuüben, es ist genau das, was ich gesucht habe, was ich brauche, was ich nicht mehr missen will - in Perfektion gefertigt.
Absolute Kaufempfehlung.
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153 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. März 2013
Das neue 17mm von Olympus ist eines dieser Produkte, die schon halb totdiskutiert sind, bevor sie überhaupt in die Läden kommen. In diesem Fall gab es die eine oder andere positive Kritik und dann einen richtigen Verriss auf Lenstip.com. Die Wogen in den Foren waren gewaltig. Nicht zuletzt wegen des doch recht stolzen Preises. Seit einiger Zeit ist es nun erhältlich und ich habe mir gedacht: "probierst' es halt einmal aus!".
Nach einigen Wochen der Nutzung kann ich nur sagen "was für ein Glück!".

Zu Beginn fällt gleich mal wieder auf, wie klein Mu43-Objektive sein können. Die Verpackung ist regelrecht winzig. Ein Würfelchen von etwa 8cm Kantenlänge. Dafür ist dann in der Tat auch nicht besonders viel drin (doch dazu später mehr). Die sehr kompakten Ausmaße sind jedenfalls sicherlich den ersten Pluspunkt wert.

Wenn man es dann an die Kamera ansetzt, kommt mein erster Kritikpunkt. Ich finde, wer schwarze und silberne Kameras verkauft, sollte auch SCHWARZE UND SILBERNE Objektive dazu liefern. So schwer kann das doch nicht sein. Auf meiner schwarzen EM-5 sieht das relativ hochwertig wirkende und aus Metall gefertigte silberne Objektiv nicht gerade preisverdächtig hübsch aus. Noch unverzeihlicher allerdings finde ich, dass die Farbe auch nicht wirklich zu den silbernen Modellen von Olympus Mu43-Kameras passt. Jungs!

Nun ja, Äußerlichkeiten sind bekanntlich nicht alles. Irgendwann sollte man auch mal anfangen ZU FOTOGRAFIEREN.
Hierbei fällt sofort auf, dass der Bildwinkel besonders für Indoor-Aufnahmen von Menschen sehr angenehm ist. Nicht zu weit und nicht zu eng. Der Autofokus ist sehr schnell und sitzt meist präzise (und wenn nicht, dann wohl hauptsächlich weil die Fokusfelder bei Olympus so groß sind). Der manuelle Fokus funktioniert ebenfalls gut. Obwohl es kein echt manueller Fokus ist, hat man das Gefühl ziemlich direkt kontrollieren zu können, was läuft. Da freut es dann natürlich umso mehr, dass das Umschalten von Auto- auf manuellen Fokus bei dem 17er so super einfach geht. Einfach den Fokusring nach hinten ziehen und los gehts. Eine Entfernungsskala ist gleich auch noch dabei. So viel zu den technischen Aspekten.

Warum soll man sich aber überhaupt eine FESTBRENNWEITE im Bereich von 17,5 mm (=35mm im klassischen Format) besorgen?
Antwort:
Weil diese Brennweite zusammen mit den klassischen 50mm nicht von ungefähr als DIE REPORTAGENBRENNWEITE gesehen wird. Wer mit 35mm fotografiert, wird automatisch gezwungen, nah an das Motiv heranzugehen. Aufgrund der dadurch entstehenden Perspektive entsteht ein Bildeindruck, der auf den Betrachter des fertigen Fotos wirkt wie MITTENDRIN STATT NUR DABEI.
Das Objektiv ist sicher nicht die erste Wahl für Kopf und Schulter-Portraits und für manche Architekturaufnahme mag es auch schon zu lang sein.
Es gibt aber m.E. keine bessere Brennweite um SOZIALES MITEINANDER (oder manchmal auch Gegeneinander) besser einzufangen als 35mm. Klar, theoretisch kann man das natürlich auch mit einem Zoom-Objektiv erreichen. Das Problem ist nur: man tut es oftmals einfach nicht, weil man zu faul ist und zoomt. Außerdem.....

....lässt das Olympus 17mm 1.8 - obwohl es viel kleiner ist - VIERMAL SO VIEL LICHT IN DIE KAMERA wie ein KIT-Objektiv. Die Lichtstärke von f1.8 ist natürlich ein ganz wichtiges Argument für eine Festbrennweite. Abends kann man ISO 800 verwenden, wenn beim Kit-Objektiv schon ISO 3200 nötig wären. Außerdem sorgt ein Kit-Zoom mit einer Lichtstärke von f3.5-5.6 oder 6.3 natürlich immer für eine sehr hohe Tiefenschärfe. Wer eine gewisse Trennung seines scharfgestellten Motivs vom weichen Hintergrund wünscht, braucht mit einem Kit-Zoom bei Mu43 gar nicht erst anzufangen. Da geht nun wirklich nicht viel. Anders beim Oly 17 1.8. Wegen der recht kurzen Brennweite und des kleinen Sensors ist die Tiefenschärfe zwar immer noch recht hoch. Für eine Betonung des Motivs reicht es aber in den meisten Situationen trotzdem.

BILDQUALITÄT
Zu Hause am Rechner geht der Spaß weiter. Entgegen den Unkenrufen liefert das Olympus 17mm f1.8 durchgängig schöne Ergebnisse. Es ist scharf, liefert guten Kontrast und im Bereich feiner Texturen und Farbnuancen auch sehr guten Mikrokontrast. Das Olympus 17mm f1.8 ist eines dieser Objektive, die einfach "Spaß machen". Hören Sie bitte nicht auf diese Mäkler, die nur darauf rumreiten, dass es im Vergleich zu dem einen oder anderen Objektiv von Panasonic oder Olympus nicht die gleichen Auflösungswerte erreicht. Nach meiner Erfahrung spielt das in der Praxis überhaupt keine Rolle. Das Ding ist SCHARF (viel schärfer als das 12-50 Kit-Objektiv der EM-5), die Bilder des 17ers wirken knackig und glasklar. Was interessiert es mich da, ob ein Leica Summicron oder ein Zeiss Planar im Labor noch drei Linienpaare mehr abbilden kann?

ZUBEHÖR und PREISLEISTUNGSVERHÄLTNIS
Ich finde, dass das Olympus 17mm sehr teuer, wenn nicht sogar zu teuer verkauft wird. Wie bereits angedeutet, findet sich in der Packung außer dem Objektiv und etwas Papierkram NICHTS VON WERT. Eine Sonnenblende wird nicht nur nicht mitgeliefert, sie soll auch noch 65€ kosten. Das ist schlicht frech. Man kann sich zwar mit günstigeren Alternativen von Drittanbietern behelfen, die ihre Funktion ebenfalls erfüllen sollten.
Trotzdem: der Preis ist m.E. der Wermutstropfen bei dem Stück und auch der Grund für den Punktabzug.

ALTERNATIVEN
Wer sich überhaupt dafür entscheidet eine relative kurze Festbrennweite zu kaufen, der wird vermutlich auch noch ein zwei weitere Kandidaten ins Auge fassen. So z.B. das

- Panasonic/Leica 25mm f 1.4 Summilux
Diese Objektiv ist nach dem Olympus 17mm meinem Eindruck nach in optischer Hinsicht leicht überlegen. Leider ist es aber für Innenaufnahmen oftmals schon etwas zu lang. Von daher kann es das 17er nicht wirklich ersetzen. Auch wenn es weh tut: ich würde dringend dazu raten, BEIDE ZU KAUFEN! Der Schmerz vergeht die Freude bleibt.

- Panasoic 20mm f 1.7
Dieses gute Stück ist ebenfalls verdammt scharf. Vermutlich auch schärfer als das Olympus 17mm. Ich fand die Brennweite aber oft nicht wirklich passend. Außerdem lieferte es bei mir teilweise geradezu schlechte Kontrastwerte, was ich persönlich fast noch wichtiger finde als Schärfe.

- Olympus 12mm f 2.0
Auch nett. Allerdings wäre mir das 12er für den täglichen Einsatz zu weitwinklig. Wenn Sie Menschen an den Bildrand setzen, können die schon ganz schöne Eierköpfe bekommen wegen der Verzerrung.

SONSTIGES
Das Objektiv hat einen 46mm Filteranschluss. Das ist gut, weil dies genau die Größe etlicher Festbrennweiten im Mu43-System ist. So braucht man nicht für jedes Objektiv eigens passende Filter zu kaufen.

FAZIT
Das Olympus 17mm f 1.8 ist ein ungeheuer vielseitiges und wegen seiner Kompaktheit auch sehr praktikables Objektiv mit guten optischen Eigenschaften. Wenn der etwas überzogene Preis nicht wäre, würde man sich an den wundervollen Ergebnissen noch ein bisschen uneingeschränkter erfreuen.

Trotzdem Klare Kaufempfehlung
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Juni 2013
Auch ich hatte eine Weile das Pana 20er, bin aber trotz dessen hervorragender Schärfe mit den Bildern nie richtig warmgeworden, und der AF war mir an der OM-D zu langsam. Als Olympus daher die hier besprochene Linse brachte, habe ich sie mir angeschaut und letztlich zugeschlagen.

Mittlerweile ist diese Linse trotz sehr gut ausgebautem Objektiv-Zoo für ein gutes Drittel aller meiner Aufnahmen verantwortlich, vor allem wenn es um Aufnahmen von Personen und Kindern geht, was beim deutschen Wetter dann ja auch oft heißt, dass da Ganze im Haus stattfindet.

Hier spielt das Objektiv mit der hervorragenden Öffnung, seinem extrem schnellen AF und gutmütigem Gegenlichtverhalten seine Stärken voll aus. Das wichtigste aber sind am Ende die Bilder, und da ist es für mich so, dass die Bilder einfach stimmiger sind, auch aufgrund des sehr schönen Bokehs.

Schade nur, dass Olympus sich auch hier wieder erdreistet, keine Gegenlichtblende mitzuliefern.

Trotzdem aufgrund des hohen Nutzwertes der Linse 5 Sterne.
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 30. Oktober 2013
Dieses 17 mm (1.8) Objektiv ist für mich um Welten besser als das oft als Alternative beschriebene Panasonic 20mm/1.7. Vielleicht nicht für Pixelgucker (das Panasonic ist optisch eine erstklassige Linse, keine Frage!). Aber wofür kaufe ich mir eine schnelle Olympus Micro-43-Kamera (meine Kamera ist eine E-PM2), wenn ich dann eine gefühlte Ewigkeit warten muss, bis das Pana 20 (welches ich zuvor besessen hatte) scharf stellt? Das hier besprochene 17er stellt rasend schnell scharf. Mindestens DSLR-Niveau.

Habe den deutlich höheren Preis nie bereut. Benutze fast kein anderes Objektiv mehr.

Nachtrag:
Olympus liefert ja keine Sonnenblende mit. Die braucht man aber.
Die Gegenlichtblende LH-46GF (von JJC; auch über Amazon) passt sehr gut. Und ist viel billiger als das Original von Olympus.
Das ist insbesondere für Umsteiger vom Panasonic 20 mm eine gute Nachricht, dann kann die Gegenlichtblende zumindest weiterverwendet werden.
(Das ist ja vielleicht auch ein kleines Argument, um dem Lebenspartner die Neuanschaffung leichter verdaulich zu machen...)

Noch ein Nachtrag:
Mit oben genannter Gegenlichtblende funktioniert der original Olympus-Deckel nicht mehr. Weil man an den seitlichen Schnappmechanismus nicht mehr rankommt. Aber um diesen Deckel ist es auch nicht schade. Am besten gleich einen ordentlichen Deckel dazukaufen, zum Beispiel diesen hier: meymoon 46mm Qualitäts Objektiv Deckel mit Clip Verschluss Cap; Objektivdeckel mit Spannverschluss für alle Objektive mit 46mm Filtergewinde

Wenn Sie diese Rezension hilfreich finden, dann freue ich mich, wenn Sie mir dies durch Klick auf den unten stehenden Button anzeigen. Danke!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Oktober 2014
Wozu eine leichte Weitwinkel-Festbrennweite, wenn man ein großartiges PRO-Zoom mit 12-40 mm Brennweite an einer OM-D M1 betreibt? Dazu noch vergleichsweise teuer, und obendrein ohne Streulichtblende? Eine Frage, die ich mir lange stellen musste, bis ich dieses Objektiv gebraucht günstig erstehen konnte.

Wie zu erwarten, ist die optische Leistung nicht besser als beim hervorragenden PRO-Zoom. Aber auch nicht sichtbar schlechter. Also sehr gut! Minimale Abstriche werden Pixel-Peeper vielleicht im Randbereich sehen, denn wie so viele kompakte Objektive ist auch dieses softwareseitig deutlich korrigiert, was wohl etwas Auflösungsverluste zur Folge hat. Spielt nur in der Praxis keine wirkliche Rolle.
Die Lichtstärke von f/1,8 ist gegenüber f/2,8 des Zooms schon ein deutlicher Gewinn, der in Verbindung mit der kamerainternen Bildstabilisierung und dem erfreulich geringen Rauschen des Sensors der OM-D auch Nachtaufnahmen aus freier Hand möglich werden lässt.

Bei 17 mm Brennweite darf man natürlich keine großen Erwartungen an das gestalterische Spiel mit der Schärfeebene hegen. Gleichwohl lässt sich feststellen, dass auch hier die Anfangsöffnung von f/1,8 ein gewisses Plus an Freistellungsmöglichkeiten gegenüber dem Zoom bietet, sofern sich das Motiv im Nahbereich bis max. etwa 1,5 m befindet. Dabei ist die Hintergrundunschärfe (japanisch: Bokeh) angenehm ruhig und weich. Eine Eigenschaft, die mir auch schon beim M.Zuiko 25mm f/1,8 angenehm ins Auge fiel.

Nicht überzeugen kann mich die manuelle Fokussiermöglichkeit nach Zurückziehen des Schärferings. Außer im Nahbereich ist zur exakten Einstellung der Schärfe schon sehr viel Fingerspitzengefühl erforderlich, die Verstellung ist nicht so präzise wie bei einem rein mechanischen Objektiv, und leider - zumindest bei meinem Exemplar - ist die eingravierte Entfernungsskala überhaupt nicht verlässlich, d.h. eine Entfernungseinstellung nach Skala führt unweigerlich zu unscharfen Bildern. Schlussendlich darf man sich die Frage stellen, vor allem Eingedenk des hervorragenden, schnellen und leisen AFs, wozu dann überhaupt manuell fokussieren?

Ist dieses 17er dennoch eine uneingeschränkte Empfehlung wert? Ja, wenn man - wie ich - das "klassische Reportage"-35mm-Objektiv (Kleinbild-äquivalent) zur Standardbrennweite schlechthin zählt und sich bewusst darauf konzentrieren will. Ja, wenn man die Kompaktheit des MFT-Systems zu seinem größtmöglichen Vorteil ausspielen will. Ja, wenn man oft auch bei wenig Licht fotografieren möchte. Ansonsten ist man mit dem PRO-Zoom schon bestens bedient und kann sich die Investition sparen.

Einen Stern Abzug gibt's von mir wegen der unverständlichen Preispolitik (Streulichtblende!) und der wenig praxistauglichen manuellen Fokussiermöglichkeit.
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29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2013
Das 17er 1.8 ist sicher keine Ausnahmelinse wie das 75er aber ein solider Player im mft Feld. Das 20er pancake von panasonic ist etwas schärfer, knackiger Out of Cam bringt aufgrund der harten Kontrastabstimmung Lichter aber sehr früh zum ausreißen. Hinzu kommt ein sehr gemächlicher Autofokus, der das 20er gegenüber dem neuen 17er nur zur zweiten Wahl macht. Das 17er ist harmonischer, rasend schnell und einfach sexy. Mit seinem Blickwinkel ist es die ideale "Menschen im Kontext" Linse und für diesen Einsatzzweck ein Art immerdrauf. Es rundet die Trias 25er Leica (panasonic), 45er und 75er olympus nach unten ab, ohne das 25er obsolet zu machen. Zusammen mit einer OM-D und ein oder zwei FL-R Blitzen bekommt man eine Fotoausrüstung, die in einen kleinen fotorucksack passt und allen Anforderungen gewachsen ist. Habe mit dieser Kombi schon mehrere Hochzeiten, Veranstaltungen und Portraits geschossen und alle waren zufrieden. Nur manchmal wünsche ich mir das größere Freistellpotenzial vom Kleinbild zurück. Allerdings brauche ich das imgrunde nie, auf Veranstaltungen ist die größere Schärfentiefe von mft sogar von Vorteil und am Ende will ich keinen Rollkoffer durch die Gegend ziehen.

Schöne neue Fotowelt.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Februar 2013
Auf so ein Objektiv habe ich lange gewartet, ein bezahlbares Immerdrauf-Objektiv mit sehr hoher Lichtempfindlichkeit und toller Qualität das ich mir schon lange gewünscht habe! Leider hat Olympus es erst jetzt herausgebracht, aber nun mit den lichtstarken mFT Objektiven macht das Fotografieren mit den PENs langsam aber sicher richtig Spaß! Vorbei die Zeiten in denen man ein Stativ brauchte könnte man fast sagen. Selbst in vollkommener Dunkelheit trifft der Fokus meiner E-PL3 dank Fokushilfslicht noch sehr gut und die Bilder werden selbst bei Kerzenlicht noch ansehnlich. Nun kann man immer öfter auf ein Stativ verzichten und hat immer genug Reserven bei wenig oder ungünstigem Licht. Ich habe hierzu auch ein paar Beispielbilder eingestellt, die sehr gut zeigen wie viel Leistung gerade bei Dunkelheit man hiermit hat. Mit der OM-D ist das Ergebnis vielleicht sogar noch ein wenig besser, wer weiß.

Das Objektiv ist schnell, es holt auch aus Standardsituationen eine Menge zusätzlich heraus und der manuelle Fokusring ist ein echter Höhepunkt, weil er eine Entfernungsanzeige besitzt und nur in eine Richtung funktioniert. Bisher übliche mFT Objektive hatten oft einen Ring den man je nach Lust und Laune mal mit Links- und mal mit Rechtsdrehung belegen konnte. So ist manuelles Fokussieren viel einfacher geworden.

Was allerdings etwas nervt ist, dass der Fokusring relativ leicht zurückgeht. Holt man die PEN aus der Tasche und fasst dabei ans Objektiv, kann es sein dass sich unbemerkt der Fokusring in die manuelle Stellung verstellt und man zuerst ein wenig dumm dasteht weil der Autofokus nicht will. Hierbei habe ich leider schon ein paar Motive verpasst, aber mit etwas Erfahrung weiß man dass man vorher besser nochmals nachsieht.

Auch wenn manche bemängeln, dass die Schärfe nicht zufriedenstellend sei, ich für meinen Teil hatte das bislang noch sehr selten nachvollziehen können.

Zusammengefasst: Ein wunderbares Immerdrauf-Objektiv dass jede PEN bereichert, besonders wenn man gerne bei Nacht und Dämmerung aufnimmt! In Kombination mit dem Olympus 45mm mFT Objektiv nutze ich kaum mehr andere Objektive, die Kitobjektive bleiben immer öfter unbeschäftigt. Meine volle Empfehlung!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Mai 2013
Nun habe ich endlich auch das 1.8 17mm. Aufgrund der zahlreichen kritischen Kommentare und Testergebnisse zu diesem Objektiv war ich etwas skeptisch, bin aber froh, es trotzdem gewagt zu haben.

Die mechanische Verarbeitungsqualität meines 17ers steht der des (meines) 2.0/12mm in nichts nach. Der Snap-Fokus Ring funktioniert trotz der etwas geringeren Breite genauso hervorragend. Es lässt sich am Ende damit sogar noch besser arbeiten, da der manuelle Fokus wesentlich feiner gestuft ist als beim 12er.

Optisch gibt es natürlich wirklich noch etwas Verbesserungsbedarf. Die lateralen chromatischen Aberationen halten sich in Grenzen, aber die longitudinalen sind recht ausgeprägt. Das ist bei solch lichtstarken Optiken zwar nichts ungewöhnliches. Im Vergleich zum 2.0/12 und zum 1.8/45 sind die Längsfehler des 17ers bei Offenblende aber schon recht deutlich.

Bei Kontrast und Auflösung würde ich einigen meiner Vorredner durchaus zustimmen, dass das Panasonic 1.7/20 etwas besser ist, allerdings nicht so, dass ich es bevorzugen würde. Das hat vor allem etwas mit der Arbeitsweise an Olympus-Kameras zu tun. Das Olympus 1.8/17 fokusiert deutlich schneller und lautlos. Das hat mich beim 1.7/20 immer gestört.

Außerdem komme ich persönlich mit der 17mm Brennweite hervorragend zurecht. Das ist wirklich das sprichwörtliche "immer-drauf" Objektiv. Der Öffnungswinkel entspricht in etwa dem natürlichen Sichtfeld, so dass es beim Blick durch den Sucher selten Überaschungen gibt. Der Bildausschnitt stimmt einfach immer. Das hätte ich als langjähriger Zoom-Fotograf nicht für möglich gehalten. Und auch mit dem erwähnten 1.7/20er habe ich das so nicht erlebt.

Meiner Meinung nach das ideale Standard-Objektiv auf der OM-D oder PEN Kamera. Ergänzt um das hervorragende 1.8/45mm die ideale Grundausrüstung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2015
Ich habe jetzt knapp 450 Bilder mit diesem Objektiv geknipst. Vorher hatte ich bereits die Olympus Festbrennweiten mit 45 und 75 mm. Ich bin also etwas verwöhnt, was die Bildqualität betrifft. Das 17er soll nun meinen "Fuhrpark" nach unten erweitern... Und was soll ich sagen. Man kann an der Bildqualität absolut nichts aussetzen, die überragende Schärfe der beiden genannten längeren Brennweiten erreicht es jedoch nicht. Leider.
Bei hellem Tageslicht kann ich - bei Betrachtung am Retina Display meines MacBooks - eigentlich keinen Unterschied zum 14-42mm Kit-Objektiv feststellen. Mit einer Ausnahme: Gegenlicht. Ich hatte bei meinen Testaufnahmen das Glück, dass die Sonne so leicht durch die Wolken schimmerte, mal mehr mal weniger. Alle Aufnahmen, die ich fast direkt gegen diese gedämpfte Sonne geknipst habe, sind einfach der Wahnsinn geworden! Trotz des hellen Hintergrundes ist der Himmel nicht ausgebrannt und der Vordergrund detailreich und verschwindet nicht im Dunkel. Toll!

Bei Nachtaufnahmen spürt man natürlich deutlich die hohe Lichtstärke. Ich habe in ziemlich dunklen Ecken geknipst (in einer Stadt - also natürlich schon noch beleuchtet) und ich habe nicht mal ansatzweise an mein Stativ gedacht, alles ist knackescharf aus der Hand bei einem maximalen ISO von 1600.

Noch ein Pluspunkt: Schnelligkeit des Autofokus...

Alles in allem gebe ich eine Kaufempfehlung. Wäre das Teil nicht so unverschämt teuer, gerade im Vergleich zum spitzenmäßigen 45er, dann hätte ich sicher 5 Sterne vergeben. Aber doppelt so teuer bei weniger "Wow-Effekt"? Und auch wieder ohne Sonnenblende? Dafür ziehe ich einen Stern ab...
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Dezember 2013
Das 17mm 1.8er-Olympus ist mit seinen auf Kleinbild umgerechneten 34mm in der Tat DIE Allroundbrennweite, zumindest auf dem Papier.
Bisher war für mich das tolle 20mm-Panasonic meine Allzweckwaffe, an der es nicht viel zu mäkeln gibt.

Warum soll man dann das doch deutlich teurere Olympus kaufen?

Nun, zuallererst natürlich, weil die 6mm auf Kleinbild gerechnet tatsächlich einen Unterschied machen. Wer viel Reportage fotografiert, weiß wovon ich spreche.
Und die Bildqualität? Im Vergleich finde ich die Bilder mit dem Panasonic schärfer, detailreicher. Aber, was für mich das Olympus so interessant macht, ist Bildqualität an sich. Die Bilder haben das gewisse Etwas, haben einen wirklich eigenen Charakter. Das kann man leider schlecht mit Worten beschreiben und ist dazu sicher auch meine rein subjektive Meinung. Leica-Objektiven haftet ja diese von vielen so geschätzte Eigenart an und so möchte ich das auch hier vergleichen, ohne natürlich das Olympus auf eine Stufe mit den Leica-Objektiven stellen zu wollen. Aber speziell bei Bildern mit deutlichen Helligkeitsunterschieden bringt das Olympus stimmigere Bilder hervor.

Es hilft nix, wer beide Objektive im Fokus hat, muss sich seine eigene Meinung bilden.

Das Olympus-Objektiv ist auf alle Fälle top verarbeitet. Es fühlt sich sehr hochwertig an und das manuelle Fokussieren ist eine reine Freude. Das manuelle Fokussieren wird übrigens durch einfaches Zurückziehen des Drehrings aktiviert. Sehr schön umgesetzt und in der Praxis total intuitiv zu bedienen. TOP!

Warum dann nur vier Sterne?
Nun, der Mehrpreis gegenüber dem Panasonic ist nicht zu verachten. Wenn man dann noch sieht, das Olympus mehr als 60,-- Euro für die (zugegebenermaßen hochwertige) Gegenlichtblende veranschlagt, kommt man schon ins Grübeln.
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