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  • Argo
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am 26. November 2014
Für den Regisseur Lester Siegel(Alan Arkin) und den Maskenbildner John Chambers(John Goodman) scheint das eines der größten Probleme zu sein. Dabei hat Rettungsspezialist Tony Mendez(Ben Affleck) ganz andere Sorgen. Er soll zum Jahreswechsel 1979/1980 die vielleicht spektakulärste Rettungsaktion aus dem Iran organisieren. Die scheint auf den ersten Blick ein Himmelfahrtskommando und komplett irrsinnig zu sein, aber: Tony Mendez hat noch nie einen Menschen verloren, den er retten sollte...

Im Jahr 1979 wird die US-Botschaft in Teheran gestürmt. 69 Botschaftsmitglieder werden zu Geiseln. Sechs anderen glückt die Flucht in die Kanadische Botschaft. Die iranischen Sicherheitskräfte ahnen zunächst nichts davon. In Amerika werden hektische Pläne geschmiedet. Das C.I.A., unter Führung von Jack O'Donnell(Bryan Cranston) will, dass Tony Mendez die Rettungsaktion der sechs Amerikaner durchführt. In der kanadischen Botschaft können sie nicht lange bleiben. Mendez fasst einen irrwitzigen Plan. Er gründet eine Filmfirma und reist in den Iran, um dort Drehorte für seinen imaginären Science Fiction Film "Argo" zu suchen. Im Iran angekommen will er die sechs Botschaftsflüchtlinge, als Filmschaffende getarnt, aus dem Iran schmuggeln. Mendez geht ein hohes Risiko ein und die Besetzer der US-Botschaft merken bald, dass ihnen sechs Amerikaner "fehlen". Es beginnt ein Wettlauf auf Leben und Tod...

Ben Affleck lässt seinen -Argo- mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Iran beginnen. Dieser Kniff sorgt dafür, dass wir in unserer Beurteilung von Gut und Böse nachdenklich werden. Danach lässt Affleck sein Drehbuch wie einen Countdown ablaufen. -Argo- besitzt eine Spannungsschraube, die ihresgleichen sucht. Wenn man dann noch bedenkt, dass diese Story tatsächlich passiert ist, raubt es einem den Atem. -Argo- ist großes, anspruchsvolles Kino, bei dem die Unterhaltung nie zu kurz kommt. Dafür sorgen allein schon Darsteller wie Cranston, Arkin und Goodman. Mir hat das hervorragend gefallen.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. September 2015
...der Film erzählt über die Exzesse des Iran und den Verlust der Menschlichkeit. In wuchtigen und teilweise brutalen Bildern wird dieser Film (Beruht auf einer wahren Begebenheit) sehr Realistisch umgesetzt. Ich glaube ARGO ist einer der besten Filme der letzten Zeit. So bieder die Moral auch erscheint, wenn man sie auf ihre Kernaussage reduziert, so grandios ist sie in diesem Drama umgesetzt. Der Film bietet differenzierte Charaktere, die von grandiosen Schauspielern ergreifend dargestellt werden. Der Film ist dabei sehr gut besetzt und das bis in die Nebenrollen.

Dieser Film hat mich von der ersten bis zur letzten Minute total fasziniert. Hier wurde ein Meisterwerk mit Tiefgang geschaffen, dass völlig ohne Spezialeffekte auskommt. Bild und Ton können absolut überzeugen. Angesichts der Beschaffenheit des Films würde ich sogar so weit gehen und beides als sehr gut bezeichnen. Die vorliegende Collectors-Edition Box ist eine tolle Veröffentlichung. Allen dieses Filmgenres kann ich diese aufgrund der sehr guten technischen Umsetzung und der üppigen und sehenswerten Extras nur empfehlen.
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am 4. März 2015
Dieses Review wurde von mir ursprünglich für ein Online-Magazin geschrieben.

1979 fand im Iran eine Revolution statt, bei der das Volk den seinerzeit von den USA und Großbritannien inthronisierten Machthaber Reza Pahlavi stürzte. Dieser Schah hatte mehr als 20 Jahre lang den Einfluss des Westens im rohstoffreichen Land gesichert. Gleichzeitig herrschte er mit diktatorischer Skrupellosigkeit und versuchte parallel, der Bevölkerung einen westlichen Lebensstil aufzuzwängen. Unterdrückung und kulturelle Ignoranz führten das Land und seine Menschen schließlich in eine streng religiös geprägte Gesellschaft.

Story

Iran, November 1979: Die Revolution wird auch vor die Tore der US-amerikanischen Botschaft getragen. Die erzürnte Menge fordert vehement die Auslieferung des sich im amerikanischen Asyl befindlichen Ex-Premiers Pahlavi. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, beginnen einige Demonstranten mit der Erstürmung des Gebäudes und nehmen 50 Menschen als Geiseln. Sechs Mitarbeitern der Botschaft gelingt derweil die Flucht aus der eskalierenden Situation. Kurzerhand erklärt sich die diplomatische Niederlassung Kanadas bereit, den vom Mob gejagten Amerikanern Zuflucht zu gewähren. Fernab von Straßenschlachten brüten in den USA inzwischen Spezialisten möglichst raffinierte Exfiltrationsmöglichkeiten aus. Dem renommierten Fluchthelfer Tony Mendez (B. Affleck) kommt da eine besondere Idee: Eine fingierte Filmproduktion soll nach geeigneten Drehorten im Iran Ausschau halten und so die verfolgten sechs Amerikaner unbehelligt außer Landes schaffen.

Viele Filme werben mit Authentizität. Zumeist geschieht dies mit einem Slogan wie „Nach einer wahren Geschichte“. Argo, so verkündet es das Cover der Blu-ray, „basiert auf einer freigegebenen Geheimakte“. Und der Einstieg in Ben Afflecks neueste Regie- und Schauspielkombination nährt gleich den Verdacht, es hier mit einem astreinen Polit-Drama zu tun zu haben. Doch erfreulicherweise wird die Geschichtsstunde mit einem guten Schuss Action aufgepeppt, was aber zu keiner Sekunde erzwungen oder aufgesetzt wirkt. Das überragend inszenierte Finale ist gar ein Lehrstück in puncto perfekt arrangierter Dramaturgie und der unbestrittene Höhepunkt eines insgesamt überraschend spannenden Streifens. Erstaunlich, dass Affleck schon zu diesem Zeitpunkt solch eine punktgenaue Gratwanderung meistert. Nachdem der Mann erst 2010 mit The Town einen der besten Gangster-Thriller der letzten Jahre stemmte, bewegt er sich nun auch auf anderem Terrain äußerst zielsicher. Weitaus zurückhaltender, nüchterner agiert dagegen sein Alter Ego vor der Kamera. Dieser Tony Mendez ist kein großspuriger Held, vielmehr ein kühler Denker und Stratege. Sein durchaus patriotisches Handeln wird aber hier nicht überstrapaziert – der befürchtete US-Pathos-Overkill bleibt dankenswerterweise aus. Neben der Hauptfigur gibt es gleich mehrere interessante, weil gut ausgearbeitete Charaktere zu entdecken. Der Cast präsentiert sich homogen und hochwertig zusammengesetzt. Da fällt es leicht, sich auch an den Leistungen der vielen eher unbekannteren Gesichter zu erfreuen. Dass Routiniers wie Bryan Cranston (Breaking Bad) oder Oscar-Preisträger Alan Arkin ihre Rollen problemlos stemmen, ist beinahe eine Selbstverständlichkeit.

Aus naheliegend erscheinenden Gründen wurden die Szenen, welche im Iran spielen, in der Türkei abgedreht. Dem Gros des westlichen Publikums wird dieser Umstand nicht auffallen, zumal die Kamera auch das Land am Bosporus in großartigen Bildern eingefangen hat. Höhepunkte des Bilderreigens sind sicherlich die Aufnahmen inner- und außerhalb der berühmten „Blauen Moschee“, die einige fantastische Einstellungen liefern. Auch die Ausstattung überzeugt voll und ganz. Kostüme und Frisuren wurden mit viel Detailliebe auf das Jahr 1979 getrimmt. Hier wäre sicherlich auch eine Auszeichnung für die beste Ausstattung denkbar gewesen. Argo musste sich aber mit drei Oscars „begnügen“: Jüngst errang Afflecks Werk prestigeträchtiges Gold in den Kategorien Film, Drehbuch und Schnitt.

Bildqualität

Full HD im Format 2.4:1

gute bis sehr gute Bildschärfe

gelungene, jedoch keineswegs perfekte Durchzeichnung des Bildes

kühle Farbgebung zu Beginn als auch bei diversen Szenen im „Iran“

dezentes Graining

sauberer Transfer ohne jedwede Bildfehler

Die Bildqualität von Argo ist dezenten Schwankungen unterworfen. Die Schärfe des Materials erlaubt vielfach eine sehr hohe Detailklarheit, passagenweise liegt aber auch „nur“ ein gutes Ergebnis vor. Die eine oder andere Bildsequenz sieht ein wenig weich aus, allerdings halten sich diese Eindrücke in Grenzen. Stilistisch bedingt ist die Farbgebung mitunter recht kühl geraten, so dass phasenweise eine beinahe dokumentarische Bildsprache erzielt wird. So wie man es von einem aktuellen Release erwartet, ist der Transfer absolut sauber geraten.

Tonqualität

Deutsch Dolby Digital 5.1; Englisch DTS-HD MA 5.1

gut gelungener räumlicher Klang

vollständig synchronisierter Extended Cut vorhanden

sehr gut verständliche Sprachausgabe

exzellent integrierter Soundtrack, der sowohl moderne als auch orientalische Elemente beinhaltet
Besonders der action- und temporeiche Einstieg als auch das furiose Finale glänzen mit wunderbarer räumlicher Soundkulisse. Der Löwenanteil des Films wird dagegen von dialoglastigen Szenen getragen. In beiden Fällen überzeugt die deutsche Tonspur, auch wenn man sich hierzulande erwartungsgemäß mit Dolby Digital zufriedengeben muss. Umso erfreulicher, dass auch der knapp neun Minuten längere Extended Cut vollständig synchronisiert vorliegt.

Ausstattung

um neun Minuten erweiterter Extended Cut (vollständig synchronisiert)

PiP-Funktion: Augenzeugenbericht

Aus Teheran gerettet: Wir waren dort

Absolute Authentizität

Die Verbindung zwischen CIA und Hollywood

Flucht aus dem Iran: Die Hollywood-Option

Audiokommentar (u.a. Ben Affleck)

Das Bonusmaterial ist nicht nur umfangreich, es bietet auch in qualitativer Hinsicht keine gravierenden Kritikpunkte. Absolut sinnvoll wird der Hauptfilm ergänzt. Diverse Augen- bzw. Zeitzeugen kommen zu Wort und rahmen den Film in seinen historischen Kontext ein. Darüber hinaus werden vielfältige Einblicke in die Dreharbeiten gewährt. Sämtliche Features liegen in gelungener HD-Qualität vor und sind (mit Ausnahme des Audiokommentars) deutsch untertitelt.

Fazit

Eine gute, über weite Strecken gar sehr gute Bildqualität zeichnet dieses Release aus. Auch die deutsche Tonspur gefällt – trotz der Warner-typischen Beschränkung auf deutschen Dolby Digital-Ton. Argo ist bestes Politkino und umschifft die genretypischen Risiken mühelos. Der Film ist keine trockene Abwicklung über ein historisches Ereignis, sondern ein mit exzellenter Dramaturgie und handfester Action aufgepeppter Thriller. Die Realität schreibt vielleicht doch die besten Drehbücher.
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am 25. Oktober 2013
Die Geschichte ist schon kurios. Botschaftsmitarbeiter sollen als Filmteam getarnt aus dem Iran ausgeflogen werden. Dazu wird der entsprechende Film beinahe gedreht.
Die Story ist spannend, vor allem am Ende, wenn die Protagonisten am Flughafen stehen, verreißt es einen beinahe. Zu Beginn legt der Film ein mitreisendes Thema hin, wenn er mal kurz 10 Jahre iranische Geschichte in 2 Minuten erzählt. Die Beharrlichkeit mit der die Iraner die Botschaftsleute verfolgen ist faszinierend und erschreckend zugleich. Wenn dann Ben Affleck den anfangs absurd klingenden Plan zur Rettung vorlegt und anfängt in die Tat umzusetzen findet der Film auch eine witzige Komponente. Mit Hollywood-kritischen Sprüchen wird nicht gespart, um die Lage aufzuheitern. Aber um den humoristischen Part nicht überhand werden zu lassen, sieht man immer wieder die missliche Lage der Botschafts-Mitarbeiter deren Rettung ja im Fokus steht. Immer wieder müssen sie fliehen, weiterziehen, und geben sie einen guten Blick für den Zuschauer auf die brisante Lage in solchen Krisengebieten. Denn was sich in dem Film abspielt, der ja auf wahren Gegebenheiten beruht, steht eigentlich nur exemplarisch für viele Krisenherde, die eine politische Note haben. Argo stellt diese nicht zu melodramatisch dar, sondern schafft es die Geschichte unterhaltsam zu erzählen, ohne den Respekt vor der Dramatik zu verlieren.
Ein durchweg gelungener Film, der sehr gut unterhält, zum Nachdenken anregt, trotzdem seine witzigen Momente hat, auch kritische Untertöne über das Filmgeschäft enthält!
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am 9. April 2015
Ein Gruppe Amerikaner sitzt in einem tyrannischen Land im Nahen Osten fest, umzingelt von feindlichen Einheimischen. In den 80ern wäre das wohl ein Fall für Chuck Norris gewesen. Der rauscht dann mit Hubschrauber und Raketenwerfer an und räumt unter den Schurken auf. Aber die Zeiten haben sich geändert und immer mehr Amerikanern wird klar, dass die alten Söldner-Methoden mehr Probleme machen als lösen. So wie Ben Affleck und George Clooney, die mit „Argo“ ein anderes, bislang unbekanntes Bild der CIA zeigen. Ihr Thriller nach einer wahren Begebenheit erinnert damit an Filme wie „Syriana“ und „München“.

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung stürzen die Anhänger von Ayatollah Khomeini 1979 den Schah von Persien und rufen die Islamische Republik Iran aus. Die USA sind als enger Verbündeter des früheren Regimes das Feindbild der religiösen Revolutionäre. Wenig später stürmt ein staatlich gelenkter Mob die US-Botschaft und nimmt 66 Amerikaner als Geiseln. Das neue Regime fordert im Austausch die Auslieferung des Schah, damit der vor Gericht gestellt und hingerichtet werden kann. Es ist der Beginn eines monatelangen diplomatischen Tauziehens zwischen USA und Iran.
Unbemerkt sind aber sechs Botschaftsmitarbeiter der Gefangennahme entkommen und verstecken sich seitdem in der Villa des kanadischen Botschafters. Eine Flucht aus dem Land ist unmöglich, ihnen fehlen für so eine Operation die Ausbildung und die Mittel. Auf der Straße würden sie sofort auffallen, das Land ist im Aufruhr und vermeintliche US-Spione werden schon mal ohne Prozeß aufgehängt.
Zur selben Zeit arbeitet man bei der CIA an einem Plan zur Befreiung der sechs Flüchtlinge. An dieser Stelle entwickelt „Argo“ sich allmählich zur Politsatire. Die Ideen der CIA sind hanebüchen: So sollen die Botschaftsmitarbeiter auf Fahrrädern bis in die Türkei fahren. Oder in die US-Botschaft zurückkehren und auf die Befreiung durch das US-Militär warten. Umgesetzt wird dann aber ein noch absurderer Plan:
„Das ist die beste blöde Idee die wir haben“
Der Spezialist Tony Mendez (Ben Affleck, „Company Men“) will als vermeintlicher Filmproduzent in den Iran reisen, um dort nach Locations für einen angeblich geplanten Science-Fiction-Film zu suchen. Auf dem Rückweg will er dann irgendwie die Flüchtlinge als Mitglieder seiner Crew außer Landes schleusen. Um die Tarnung zu perfektionieren wird tatsächlich in Hollywood ein Filmprojekt aus dem Boden gestampft. Experten wie der Maskenexperte John Chambers (John Goodman „Extrem Laut Und Unglaublich Nah“) der schon früher mit der CIA zusammengearbeitet hat und der Produzent Lester Siegel (Alan Arkin, „Sunshine Cleaning“) werden angeheuert. Sie fungieren als glaubwürdige Fassade des Fake-Films. Sie kaufen ein Drehbuch und kündigen die Produktionen mit Parties und Presseartikeln lautstark an. „Argo“ heißt auch der Film im Film, passend zur Zeit Ende der 70er,als der „Star-Wars“-Boom losging, ist es ein Science-Fiction-Abenteuer, das sich dreist aus der griechischen Mythologie bedient („Jason Und die Argonauten“). Hier wird aus dem Politthriller eine Zeitlang eine extrem unterhaltsame Hollywoodsatire, die es mit „Wag The Dog“ aufnehmen kann. Genüßlich weist Affleck auf die Gemeinsamkeiten der professionellen Lügner beim Geheimdienst und im Filmmekka Hollywood hin.
Als Mendez schließlich im Iran landet,wird „Argo“ aber wieder zum schnörkellosen Spionagethriller mit den gängigen Problemstellungen: Wem kann man trauen ? Halten die falschen Papiere eine Überprüfung stand ? Können die Amerikaner sich lange genug vor den Häschern des Regimes verstecken ? Und kommen sie unerkannt durch die brodelnde Stadt, in der ein wütender Mob an jeder Straßenecke US-Flaggen verbrennt und vermeintliche Kollaborateure an Baukränen aufhängt?
„Wenn nicht ein Wunder geschieht, kriegen wir sie nicht da raus“
Mit „Gone Baby Gone“ und „The Town“ hat Ben Affleck sich als überaus fähiger Regisseur bewiesen, Affleck der auch hier die Hauptrolle übernimmt, spielt ordentlich, aber seine Figur ist ambivalent. Das ist aber vor allem eine Folge des Drehbuchs. Viel Spaß machen Alan Arkin und John Goodman als Hollywoodinsider, die mit sichtbarer Lust die Traumfabrik auf die Schippe nehmen. Die untergetauchten Botschaftsflüchtlinge, um die sich alles dreht, bleiben dabenen blass und austauschbar, ihre Anspannung,monatelang in einem kleinen Haus eingesperrt zu sein, überträgt sich auf den Zuschauer.
Viel Mühe wurde bei der Austattung und der Rekonstruktion der historischen Optik aufgebracht. Dadurch sieht „Argo“ schon sehr überzeugend aus. wirklich Einige Computeranimationen sind allerdings auch deutlich als solche erkennbar. Die Bilder sind jedoch retromäßig grobkörnig und besonders die Straßenszenen in Teheran, gedreht in Istanbul, wirken sehr authentisch. Dazu kommt ein typischer Sountrack mit Rockklassikern der Ära ,von Van Halen und Aerosmith bis Led Zeppelin.
"Ich habe noch nie jemanden zurückgelassen"
„Argo“ ist ein Spionagethriller der aus dem Rahmen fällt. Die Macher bemühen sich sichtlich um ein ausgewogene Darstellung, auch wenn die Geiseln um ihr Leben fürchten werden die iranischen Gegner nicht dämonisiert. Der religiöse Extremismus spielt hier etwa gar keine Rolle. Im Vorspann erzählt Affleck ausführlich und etwas lehrerhaft die Vorgeschichte des Iran. Wer die Krise damals nicht selbst erlebt hat, wird wohl trotzdem dankbar für die kleine Lektion sein: Der gewählte Präsident Mottassadeq wird in den fünfzigern mit CIA-Hilfe gestürzt und durch den Schah ersetzt, der das Land ausplündert und die Opposition terrorisiert. Um die Objektität und Akribie der Filmemacher zu belegen werden im Abspann einzelne Filmszenen offiziellen Pressefotos von damals gegenübergestellt, mit Erhängten in den Straßen und Kopftuchträgerinnen mit MG. Aber die gab es damals eben auch. Die Atmosphäre von Angst, Gewalt und Willkür wird nicht verschwiegen, aber man sieht auch wie modern die iranische Gesellschaft damals war.Kopftücher waren noch die Ausnahme, der religiöse Fanatismus stand erst am Anfang. Die Konflikte zwischen Amerikanern und Iranern werden nicht für den dramatischen Effekt auf die Spitze getrieben, die Gegner nicht dämonisiert. Dadurch mangelt es dem Film aber auch ein bißchen an Spannung. Was aber auch ein bißchen an der zwar wahren aber absurden Situation liegt, dass zu Tode erschreckte Büromenschen sich als Kinokönner ausgeben müssen und ihr Überleben an einem lächerlichen (und imaginären) Science-Fiction-B-Movie hängt.
"Wir sind für diese Menschen verantwortlich"
Der Film mit seinem Mix aus „Syriana“ und „Wag The Dog“ intelligente, solide inszenierte Kino-Unterhaltung,
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am 4. April 2015
Der Film spielt im Jahre 1979/1980.
Die US-Botschaft im Iran wird gestürmt. 6 Amerikaner können fliehen und verstecken sich im Haus des kanadischen Botschafters. Diese 6 Amerikaner sollen nun gerettet werden, Tony Mendez ist CIA-Agent, der sich auf Flucht Szenarien spezialisiert hat. Er hat einen riskanten Plan.
Er tut so, als ob er einen Film drehen will, einen Science Fiction Film. Er fliegt in den Iran und will die 6 Amerikaner als kanadisches Filmteam getarnt wieder ausschleusen.
Um das ganze super zu tarnen, muss alles gut vorbereitet werden, aber die Zeit läuft ihnen davon. Um das ganze in dieser kurzen Zeit richtig aufzuziehen, muss das Filmprojekt so verkauft werden, dass alle es glauben, also muss die Presse es verkaufen.
Sie veranstalten eine Lesung des Drehbuches, dass von der Presse natürlich sofort aufgenommen wird und das Projekt so realistischer wirkt, weil alle Welt glaubt, dass es dieses Filmprojekt wirklich gibt.
Tony fliegt also in den Iran und trifft die 6 Flüchtigen beim kanadischen Botschafter. In der Zwischenzeit setzen die Iraner geschredderte Akten und Bilder aus der US-Botschaft zusammen und finden irgendwann heraus, dass 6 Amerikaner geflohen sind.
Ich will natürlich nicht den ganzen Film erzählen, also die Geschichte nur bis hier hin.
Der Film wird ziemlich spannend. Schaffen es die 7 nun ins Flugzeug oder nicht? Fliegen sie rechtzeitig los oder werden sie vorher gefunden?
Das es auch noch eine wahre Geschichte ist, macht die Sache gleich umso spannender.
Am Ende des Filmes fiebert man richtig mit und man hofft, dass die 7 es wieder nach Hause schaffen.
Für alle die jetzt wissen wollen wie es weitergeht, schaut euch den Film an.
Er ist ABSOLUT zu empfehlen!
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am 11. Mai 2013
Dies ist Ben Affleck's dritte Regiearbeit,wurde 2012 gedreht und gewann dieses Jahr den Oscar für den besten Film,das beste
adaptierte Drehbuch und den besten Schnitt.Affleck selber erhielt einen Oscar als Koproduzent.
Die Rollen sind mit Ben Affleck,Bryan Cranston,Alan Arkin,John Goodman und Victor Garber erstklassig besetzt.
Der Film thematisiert die Befreiung von sechs US-Bürgern,welche vor der Stürmung vor der amerkanischen Botschaft in Teheran
1979,diese verlassen konnten und in dem Haus des kanadischen Botschaftlers Unterschlupf gefunden haben.
Ben Affleck,in der Hauptrolle,spielt Tom Mendez,den heute ehemaligen Geheimdiensoffizier des Nachrichtendienstes CIA.Dieser
soll die von der CIA gestartete Rettungsaktion Canadian Carper vorort in Teheran leiten.Die Umsetzung des Drehbuchs ist
detailgetreu,realistisch,spannend und historisch gesehen sehr interessant.
Der Film besitzt auch eine gute Menge Humor und coole Sprüche,für die sich vor allem Alan Arkin verantwortlich zeichnet.
Fazit:Einer der besten Filme der letzten Jahre und einer bis in die letzten Nebenrollen top besetzter Thriller.
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am 13. Dezember 2014
Ein außergewöhnlich guter Film, basierend auf einer wahren Geschichte. Große Unterhaltung, überzeugende Schauspieler - und ein ernster Hintergrund, der zum Nachdenken anregt.
Trotz eines tollen Spannungsbogens und etwas Action ein eher leiser Film für ein breites Publikum.

Uneingeschränkt zu empfehlen.
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am 29. Januar 2015
'Argo' wird hier in einer Rezensionen nachgesagt er wäre zu US-patriotisch. Das hätte mich beinahe dazu bewegt, den Film nicht anzusehen.
Nachdem ich 'Argo' nun gesehen habe, kann ich dieser Einschätzung nicht zustimmen. Und das, obwohl ich eigentlich sehr US-kritisch eingestellt bin. 'Argo' nimmt gerade kein Blatt vor den Mund sondern erklärt die Verbrechen der USA im Iran deutlich. Darauf wird auch nicht nur zu Beginn des Films, sondern auch im Film immer wieder Bezug genommen.
'Der Iraner' wird auch keineswegs als dumpf dargestellt - der Film zeigt Mobs und Gewalt in Menschenmengen - ohne aber m.E. den falschen Eindruck zu erwecken, dies läge an den Iranern.

Weiterhin gefällt mir die realistische Darstellung ganz hervorragend. Für mich ist ein solcher Film viel viel spannender als die durchschnittliche Hollywood-Kost, da ich eben nicht weiss, wie er ausgeht. Sicherlich, ganz schlecht wird es nicht enden: Aber schaffen es alle? Nur die eine Gruppe? Beide Gruppen, aber nicht die Unterstützer?

Kamera und schauspielerische Leistung ist hervorragend.
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am 2. Januar 2015
Der Film ist eine Meisterleistung an Dramaturgie, in jeder Minute spannend, und das bis zum Schluss. Gedreht wurde nach einer historischen Vorlage - der Erstürmung der amerikanischen Botschaft durch fanatisierte Anhänger des Mullah-Regimes im Jahre 1979. Die Erstümung einer Botschaft war bis zu diesem Zeitpunkt ein noch nie dagewesener Vorgang. Botschaftsangehörige wurden 444 Tage unter grausamen Umständen als Geiseln festgehalten.
Sechs Amerikaner, denen in letzter Sekunde die Flucht aus der Botschaft gelungen ist, versuchen, als Filmteam getarnt, das Land zu verlassen. Der Film ist nichts für schwache Nerven. Das ist Filmkunst auf allerhöchstem Niveau. Klasse!
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