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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Peter Grant ermittelt weiter und ist noch immer Zauberlehrling
Vorbemerkung

Man sollte den ersten Teil Die Flüsse von London: Roman gelesen haben, um die Lektüre von "Schwarzer Mond über Soho" ohne größere Irritationen auch wirklich genießen zu können.

Zum Inhalt

Peter Grant ist Polizist und Zauberlehrling. Sein Vorgesetzter und Lehrer in Magie, Nightingale,...
Vor 22 Monaten von H. Keller veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Behäbiges Zwischenspiel
"Die Flüsse von London" von Ben Aaronovitch bereiteten mir vor über einem Jahr fluffige Lesestunden. So freute ich mich sehr, als mein Brüderchen mir zum Geburtstag den zweiten Teil der fantastischen Krimireihe schenkte. Der schließt nahtlos an den Vorgänger an, so dass man diesen auf jeden Fall vorher gelesen haben sollte.
Wieder machte es...
Vor 11 Monaten von Sendorra veröffentlicht


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Peter Grant ermittelt weiter und ist noch immer Zauberlehrling, 2. Juli 2012
Von 
H. Keller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Vorbemerkung

Man sollte den ersten Teil Die Flüsse von London: Roman gelesen haben, um die Lektüre von "Schwarzer Mond über Soho" ohne größere Irritationen auch wirklich genießen zu können.

Zum Inhalt

Peter Grant ist Polizist und Zauberlehrling. Sein Vorgesetzter und Lehrer in Magie, Nightingale, kämpft noch mit den Folgen einer schweren Schussverletzung, so dass sein Schützling in den zwei aktuellen Mordserien weitestgehend allein ermitteln muss.

Es sterben in Soho verschiedene Jazzmusiker an scheinbar natürlichen Ursachen. Doch es ist Magie im Spiel. Deshalb ermittelt Peter Grant. Von der Mordkommission wird Peter gleichzeitig herangezogen, um nach einer mysteriösen Frau zu suchen, die ihre Opfer tötet, indem sie ihnen auf unerklärliche Weise die Geschlechtsteile abbeißt.

Bei seinen Ermittlungen dringt Peter tiefer in die Geschichte der Magie ein, erfährt einiges mehr über seinen Chef und die (noch immer viel zu) geheimnisvolle Molly, muss nebenbei Ash, dem Sohn von Vater Themse das Leben retten, begegnet Chimären und kümmert sich um seine entstellte Kollegin Lesley, die sich nur langsam von den schweren Gesichtsverletzungen erholt, die ihr während der Ereignisse um Covent Garden ein Magier zugefügt hat.

Peter Grant muss schließlich eine Entscheidung treffen und erkennen, dass es einige Dinge gibt, die er nicht beeinflussen kann und dass es andere Dinge gibt, die eintreten, wenn man fest an sie glaubt.

Meine Einschätzung zum Buch

Ben Aaronovitch lässt uns schon ein Bisschen mehr hinter die Kulissen schauen. Dennoch bleiben viele Fragen, die ich beim ersten Teil hatte auch im zweiten Teil unbeantwortet: Wer und was ist Molly? Welche Rolle kann der Hund Toby wirklich spielen? Wieso altert Nightingale nicht? Braucht es eine besondere Begabung für das Erlernen von Magie? usw. usf.

Die Täter der Jazzmusiker-Morde kann Peter ermitteln. In den anderen Fällen aber bleibt die Identität der Mörder vorerst ungeklärt. Im Gegensatz zu "Die Flüsse von London" weist Aaronovitch dieses Mal deutlicher auf eine Fortsetzung hin, indem er unseren Protagonisten mit einem mächtigen Gegenspieler konfrontiert, dessen Identität, Rolle und vor allem Absichten im Dunkeln bleiben aber für die nahe Zukunft viel Arbeit für den Polizisten und Zauberlehrling Peter Grant verheißen.

Schreibe und Wortwitz des Autoren sind auch in "Schwarzer Mond über Soho" super. Die vielen kleinen versteckten Anspielungen auf die Realitäten im aktuellen London finde ich super. Allerdings hatte ich an manchen Stellen den Eindruck, dass der Held Peter Grant in Gedanken gerne faselt und etwas zu viel plappert. Mein Lesefluss ist dadurch zum Stocken gekommen.

Bevor man sich versieht, ist die Geschichte auch schon durch. Ein richtiges Finale mit entsprechender Dramatik und Steigerung bleibt der Autor dieses Mal schuldig; vielleicht, weil ein Teil der Story im dritten Band weitererzählt werden soll. Eine Menge anderer Andeutungen in Nebenhandlungen muss auch weiter entwickelt werden, denke ich: Wie geht es weiter mit Lesley? Welche Konsequenzen hat ein Versprechen, das Peter einem Mädchen aus seiner Verwandtschaft gibt? Welche Rolle spielen noch die Flussgötter? Wird das Folly doch zu einem Anlaufpunkt für übersinnliche Wesen?

Fazit

Natürlich lesenswert. Etwas schwächer als der erste Band. Vermutlich vor allem als Übergang zum dritten Band vorgesehen. Habe trotzdem eine Menge Spaß beim Lesen gehabt.

Kaufempfehlung? Ja, doch man sollte den ersten Band gelesen haben und ein offenes Ende mit reichlich offenen Fragen hinnehmen können.

Vier Sterne sind verdient.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schrill, witzig abgefahren!, 22. August 2012
Von 
Edith Nebel "giora60" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
VORNEWEG: Es ist unbedingt zu empfehlen, Band 1, DIE FLÜSSE VON LONDON; gelesen zu haben, ehe man sich an den SCHWARZEN MOND ÜBER SOHO wagt, weil einen sonst die schiere Fülle merkwürdiger Fakten und das gewaltige „Personalaufkommen“ erschlägt. Rund 50 (!) mehr oder weniger menschliche Gestalten wuseln durch diesen Roman. Sie haben auf verschiedenste Weise miteinander zu tun werden demzufolge auch immer wieder erwähnt. Man sollte schon wissen, wer wer ist, um der Story folgen zu können. Leicht ist das nicht!

WAS MAN WISSEN MUSS: Die Geschichte spielt im London der Gegenwart. Constable Peter Grant, Sohn eines weißen, drogensüchtigen Jazzmusikers und einer aus Afrika stammenden Putzfrau, arbeitet bei einer geheimen Spezialeinheit der London Metropolitan Police, die sich mit übernatürlichen Ereignissen beschäftigt. Diese Einheit, genannt „Folly“, besteht aus zwei Personen: Der Chef ist DCI Thomas Nightingale, der nur so aussieht wie ein Mann um die 40, in Wahrheit aber Jahrgang 1900 ist. Für einen Magier nichts Ungewöhnliches. Der zweite Mann ist Zauberlehrling Peter Grant, der junge Polizist aus einfachen Verhältnissen, der bis vor kurzem noch gar nichts von seinem magischen Potenzial ahnte.

Die beiden Männer leben und arbeiten in einer alten Londoner Villa, zusammen mit Hund Toby, der spüren kann, wenn Magie im Spiel ist, und mit Haushälterin Molly, die nicht wirklich der menschlichen Rasse angehört. Sie spricht nicht, altert kaum, hat mehr Zähne als normal wäre und eine Vorliebe für rohes Fleisch. In diesem Band erfahren wir, wie Molly ins Folly kam.

Nach einer Schussverletzung, die er sich in Band 1 zugezogen hat, ist DCI Nightingale noch sehr geschwächt, und so bleibt der Löwenanteil der Arbeit an Azubi Peter hängen. In nichtmagischen Angelegenheiten hilft ihm gelegentlich seine Kollegin Constable Lesley May, die derzeit wegen einer schweren Gesichtsverletzung, die sie sich im letzten Fall zugezogen hat, im Krankenstand ist.

DIE AKTUELLEN FÄLLE: Derzeit beschäftigt sich das Folly mit einer ungewöhnlichen Häufung plötzlicher Todesfälle unter Londons Jazzmusikern. Der Kryptopathologe Dr. Abdul Haqq Walid, bekennender Schotte, hat Nightingale und Grant hinzugezogen. Auch Walid ist imstande das Vestigio, die Spuren, die magisches Treiben auf Gegenständen hinterlässt, wahrzunehmen. In diesem Fall erklang jedes Mal die Melodie eines Jazzklassikers aus den 30-er Jahren, BODY AND SOUL, wenn man sich über eine der Leichen beugte. Das ist ja auch nicht gerade normal.

Die polizeilichen Ermittlungen führen tief hinein ins Gangstermilieu. Dort geht es nicht nur um Drogen und Korruption, dort treiben Gestalten ihr Unwesen, die sich mit wesentlich fieseren Angelegenheiten beschäftigen. Da graust es sogar Peter Grant, und der ist einiges gewöhnt.

Auf einmal gibt es eine Querverbindung zu einem anderen Fall, den das Folly schon länger an der Backe hat: In den Clubs von London ist eine exotische Schöne unterwegs, die ihren Begleitern mit ihrer Vagina dentata das beste Stück abbeißt.

Kein Zweifel: Es ist schwarze Magie im Spiel. Aber wer übt sie aus? Schwer zu sagen. Niemand hat je das Gesicht des Schwarzmagiers gesehen. Auf einem Dachgarten in der Berwick Street kommt es schließlich zum hochdramatischen Showdown zwischen dem Folly und dem gefährlichen Unbekannten …

WAS ES SONST NOCH ZU SAGEN GIBT: Nicht alle Fälle, an der Peter Grant und Thomas Nightingale derzeit arbeiten, werden in diesem Band geklärt. Ein Fall löst sich auf tragische Weise, ein anderer wird uns schätzungsweise in den Band 3 begleiten. Genau wie die Fragen, die noch immer nicht beantwortet oder in diesem Band erst aufgeworfen wurden. Wer offene Fragen nicht scheut und sich mit einer komplexen, skurrilen Geschichte voll schrägen Humors anfreunden kann, bei der man am Schluss tatsächlich Mitleid mit Monstern und Massenmördern bekommt, dem seien die Abenteuer von Constable Peter Grant und seinen Kollegen ans Herz gelegt.

Die trockenen, teilweise schwarzhumorigen Dialoge sind überaus unterhaltsam. Ich-Erzähler Peter Grant, der sich für alles und jedes interessiert und nur seine Zauberübungen langweilig findet, kommt von Hölzchen auf Stöckchen und lässt keine Gelegenheit aus, über die Zustände in London oder Großbritannien im allgemeinen abzulästern. Irgendwie ist man hier permanent am Grinsen.

So schrill und abgefahren macht Urban Fantasy selbst solchen Lesern Spaß, die das Genre sonst nicht mit der Feuerzange anfassen würden. Nur, wie gesagt, das hohe Personenaufkommen ist ein bisschen anstrengend. Da kann man schon mal die Orientierung verlieren und den einen oder anderen Hinweis verpassen, weil man auf die Schnelle nicht weiß, wer dieser oder jener Kerl nun wieder ist.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolle Fortsetzung!, 20. März 2013
INHALT Innerhalb kürzester Zeit sterben zwei Jazzmusiker eines merkwürdigen Todes. Beide haben die gleiche magische Aura um sich. Peter Grant findet heraus, dass beide Musiker im gleichen Club gespielt haben. Besteht da ein Zusammenhang? Zeitgleich sterben aber auch noch andere Männer eines sehr grausamen und brutalen Mordes – auf der Toilette. So begibt sich der junge magische Constable auf Spurensuche quer durch Soho…

MEINE ERWARTUNGEN Ich habe den ersten Band aus dieser Reihe, Die Flüsse von London, derzeit an meinen Chef verliehen. Er war genauso fasziniert wie ich von diesem Roman. Das machte mir wieder Lust auf Peter Grant und Co. und so las ich los. Ich wollte wieder einen spannenden Krimi, mit einer Portion Magie, Witz und Kuriosität. Einfach gute Unterhaltung auf ganzer Bandbreite.

MEINE EINDRÜCKE Normalerweise sage ich ja nichts zur Aufmachung eines Buches. Aber seht euch dieses Cover an! Es ist bunt, poppig und passt wunderbar zum Inhalt des Buches. Denn dieser ist ebenso bunt und poppig, ein klein wenig skurril und schräg. Fast ein durchgeknallter Comic.

Die Handlung beginnt eigentlich erst recht harmlos. Sie knüpft an das Ende des ersten Bandes an, führt den Leser somit behutsam zurück nach London. Auch der erste Tote scheint noch nichts Ungewöhnliches zu sein, vielmehr dient auch er dazu, den Leser wieder in die magische Welt Peter Grants zurückzuführen. All die Begriffe und Besonderheiten werden wieder aufgegriffen und so taucht man langsam und genüsslich in die Handlung ein. Nach und nach nimmt die Geschichte dann an Fahrt auf, sie wird immer verzwickter und skurriler. Damit steigt aber auch die Spannung. Gleichzeitig präsentiert uns Ben Aaronovitch immer wieder tolle Häppchen seines schrägen Humors.
Neben alten bekannten Figuren wie Peter Grant, seinem Vorgesetzten Nightingale und seiner Kollegin Lesley fügen sich auch immer mehr neue Charaktere in die Geschichte ein. Ähnlich einem "normalen", skandinavischem Krimi bedarf es hier etwas mehr an Konzentration, um die Toten, Zeugen und Ermittler den zwei Fällen gut zuordnen zu können. Daher ist es auch nicht ratsam, längere Pausen zwischen den Lesestunden einzulegen, da man sonst leicht die Übersicht verlieren könnte. Alle Figuren sind aber liebevoll ausgestaltet, haben ihre ganz eigenen Macken und sind so unverwechselbar einmalig.

Der Schreibstil ist ähnlich dem in Die Flüsse von London. Manch ein Leser kommt damit nicht zurecht. Denn er ist manchmal etwas sprunghaft: so referiert Peter Grant zum Beispiel zwei Absätze lang über einen magischen Terminus und springt dann plötzlich zurück zum Fall. Aber daran kann man sich gewöhnen, vor allem wenn man ganz in die Geschichte eingetaucht ist. Das Besondere am Schreibstil ist mit Sicherheit der Humor. Ich empfinde ihn als sehr britisch, schräg und sarkastisch. Dabei überschreitet er aber nicht die Grenzen des Geschmackvollen, sondern ist immer an passenden Stellen eingesetzt.

Insgesamt habe ich wirklich nichts an Schwarzer Mond über Soho auszusetzen. Wem schon Die Flüsse von London gefallen hat, der wird auch die Fortsetzung mögen. Ben Aaronovitch ist für mich ein absolut moderner Schriftsteller, dem es wunderbar gelungen ist, genreübergreifend einen unterhaltsamen und fesselnden Roman zu schreiben. Ach, nicht nur einen…es sind ja jetzt schon zwei…

FAZIT Schwarzer Mond über Soho zeichnet sich durch eine gekonnte Mischung aus spannendem Kriminalfall, wunderbarem Humor und einer Prise Magie aus. Alles zusammen ergibt einen tollen Roman, der Lust auf die Fortsetzung macht!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Behäbiges Zwischenspiel, 8. Mai 2013
Von 
"Die Flüsse von London" von Ben Aaronovitch bereiteten mir vor über einem Jahr fluffige Lesestunden. So freute ich mich sehr, als mein Brüderchen mir zum Geburtstag den zweiten Teil der fantastischen Krimireihe schenkte. Der schließt nahtlos an den Vorgänger an, so dass man diesen auf jeden Fall vorher gelesen haben sollte.
Wieder machte es Spaß Zauberlehrling und Police Constable Peter Grant durch Londons magische Seiten zu begleiten. Doch leider reicht der zweite Band nicht an den ersten heran. "Schwarzer Mond über Soho" wirkt eher wie ein Zwischenspiel, das hauptsächlich auf den dritten Teil hinarbeitet.

=== Bleiche Ladys und böse Hexenmeister ===

Peter paukt weiter Latein, übt Werlichter und Feuerbälle, trainiert das magische Handwerk, welches sein Lehrmeister und letzter Magier Englands Detective Inspector Thomas Nightingale ihm näher zu bringen versucht. Nightingale leidet noch unter den Folgen seiner Schussverletzung, so dass sein Lehrling größtenteils auf sich gestellt den thaumaturgischen Verbrechen in London auf den Grund geht. Auch auf seine Kollegin Lesley muss der charmante Taugenichts die meiste Zeit verzichten, da sie noch mit ihrem - von einem bösen Geist zerstörtem - Gesicht laboriert.
Als nun gleich mehrere hochtalentierte Jazzmusiker bei ihrem Auftritt auf nur scheinbar natürlich Weise sterben, die penisabtrennende Bleiche Lady weiter ihr Unwesen treibt und sich Hinweise auf einen Magier mit zweifelhaften moralischen Beweggründen häufen muss Peter schauen, wie er zurecht kommt. Hach, und dann ist da noch die hübsche, leidenschaftliche Simone, die ihm den Kopf verdreht.

=== Es passiert nicht viel ===

"Schwarzer Mond über Soho" beginnt behäbig, fliest plätschernd an Mordfällen und Jazzkonzerten vorbei und steigert sich zu einem gemütlichen offenen Finale, das Neugierde auf den dritten Teil der Reihe weckt. Irgendwie passiert nicht viel. Im Vorbeigehen klären sich die Mordfälle auf und werden übermenschliche Wesen vorgestellt, die kurz darauf die Bühne auch schon wieder verlassen. Viel wird angerissen, wenig zu Ende gebracht. Allein der geheimnisvolle, richtig fiese Magier vermag Spannung zu erzeugen. Allerdings so spät, dass es diesen Band auch nicht mehr rettet. Das offene Ende dürfte dagegen viele Leser verärgern.
Buchhändler und Drehbuchautor ("Doktor Who") Ben Aaronovitch schrieb mit dieser 416-seitigen Fortsetzung kein Meisterwerk. Doch lässt sich das Buch flüssig und gut lesen. Als ironische, fluffig-trashige Lektüre mit einer angenehmen Portion schwarzem Humor weckt „Schwarzer Mond über Soho“ die Lust auf den dritten Band: "Ein Wispern unter Baker Street".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung, 3. November 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schwarzer Mond über Soho (Audio CD)
Den Inhalt bitte ich der Beschreibung bei Amazon zu entnehmen.

REIHE, AUFBAU

SCHWARZER MOND ÜBER SOHO ist der zweite Band. Im Gegensatz zu vielen modernen Krimis, die in sich geschlossen sind, rate ich hier dringend zu chronologischem Lesen. Der Autor nimmt sehr viel Bezug auf Teil 1, ohne dies zu erklären. Ohne Kenntnis der Charaktere und Vorgeschichte dürfte das Buch zwar verständlich aber reizlos sein. Der Autor geht direkt in die Handlung und hält sich nicht mit aufwändigen Erklärungen auf. Zugegeben, ich wünschte, ich hätte den ersten Teil nochmals kurz überflogen vor dem Lesen.

Das zweite Abenteuer wirkt auch mich ein bisschen wie ein Lückenfüller. Es werden neue Handlungsfäden begonnen, alte Fragen zum ersten Band werden nicht beantwortet. Auch endet das Buch ziemlich abrupt und bereitet ohne Umwege den Weg zum dritten Band, WHISPERS UNDER GROUND, der auf Deutsch bisher noch nicht erschienen ist.

GENRE, STIL, AUTOR, SPRACHE

Aaronovitch ist bekannt vor allem als Autor der Serie DR. WHO, und der Reihe um Peter Grant merkt man das Britische sehr schön an. Staubtrockener, intelligenter Humor, manchmal so subtil, dass man genau hinhören muss. Auch die Atmosphäre der Stadt London hat er wunderbar eingefangen, er vermag es Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen. Seine Reihe lässt sich klar der Urban Fantasy zuordnen, und seine Art des Umgangs mit der Magie gefällt mir sehr. Er hat etwas ganz Eigenes geschaffen, das ich seitdem oft zitiert habe und das mir seit dem Lesen des ersten Bandes immer wieder durch den Kopf spukte, sobald in anderen Büchern Magie praktiziert wird.

So humorvoll und unterhaltsam das Buch anmutet, ist es dennoch recht komplex und eignet sich nicht zum Nebenbeihören. Viel hintergründiger Humor (der ja den Reiz des Buches ausmacht) würde verlorengehen, außerdem werden wichtige Schlüsselszenen recht unauffällig dargestellt, sodass auch dem weiteren Verlauf des Buches schwer zu folgen ist, sobald man etwas überhört. Für meinen Teil muss ich sagen, dass ich beim dritten Band wohl wieder zum Buch greifen werde.

JAZZ

Schon im ersten Band klang sehr viel Jazz an, denn der Protagonist ist Sohn eines berühmten Musikers. Hier wird der Jazz quasi zum Hauptthema der Ermittlungen. Es wird sehr viel über die Musik, die Musiker, die Instrumente, die Stilrichtungen geredet, Variationen einzelner Songs werden auseinandergenommen, auch gibt es einige scherzhafte Anspielungen für Insider, das gesamte Buch eine große Hommage. Ich denke, man muss Jazz nicht mögen, und man muss sich auch nicht auskennen, wenn man dieses Buch liest. Aber es ist auf jeden Fall hilfreich ;-)

SPRECHER

Dietmar Wunder (Adam Sandler, Daniel Craig) wurde als Sprecher für das Hörbuch gewählt, und er passt hervorragend zur Rolle des Peter Grant. Er spricht den Text ruhig und mit der richtigen Prise Betonung an den wichtigen Momenten, auch sein Tempo ist ideal. Wie für Wunder üblich gelingt es ihm, sich zurückzunehmen und alleine den Inhalt wirken zu lassen. Auch, wenn ich zukünftig das Buch ungekürzt und zum Lesen statt Hören für mich wählen werde, hat der Verlag mit diesem Sprecher alles getan, das Bestmögliche aus dem Hörbuch herauszuholen.

FAZIT

Der zweite Band hat mir sehr gefallen, er wird der Reihe gerecht. Trotzdem wirkt er ein bisschen wie ein Lückenfüller für den folgenden Band und ließ mich etwas unzufrieden zurück. Ansonsten aber hat Aaronovitch mit Peter Grant ein kleines Meisterwerk geschaffen, das in vielerlei Hinsicht aus dem Mainstram des modernen Fantasy herausragt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Urban-Fantasy mit viel britischem Humor..., 10. September 2012
„Schwarzer Mond über Soho“ von Ben Aaronovitch (dtv) knüpft nahtlos an den ersten Band „Die Flüsse von London“ an. Dieses Mal gelingt es Ben Aaronovitch jedoch viel schneller, in die Handlung einzusteigen und somit zu fesseln. Wie auch im letzten Band gibt es zwei parallel verlaufende, sehr skurrile Kriminalfälle, die für Abwechslung sorgen und mit einigen blutigen Details aufwarten.

Gleichzeitig kehren alte Bekannte wieder, gibt es neue Informationen über die Hintergründe von Peter Grants Ausbilder Nightingale und seine Haushälterin, die aber das ganze noch geheimnisvoller machen, und es erscheint ein Bösewicht, der einiges an Potential zu bieten hat. Das alles verbindet Aaronovitch so entspannt, dass man beim Lesen nur so durch das Buch gleitet und den wahnsinnig witzigen Peter Grant liebend gerne auf seiner Reise durch berufliche und persönliche Katastrophen begleitet, während er irgendwie vom Anti-Held zum „Held der Herzen“ mit überraschenden Anflügen von Professionalität und Magie mutiert.
Vor allem lässt der Autor London im Allgemeinen sowie seine Stadtteile und Bewohner im Besonderen auf eine liebevoll-ironische bis bissige Weise so lebendig werden, dass man in die Atmosphäre eintaucht und den nächsten Trip passend zu den Büchern planen möchte.

Fazit: Die Mischung aus Krimi, Magie, skurrilen Charakteren und viel britischem Humor, bei dem man einige laute Lacher einfach nicht unterdrücken kann, macht die Reihe zu einem wahren Vergnügen – dieser zweite Band ist noch einen Ticken rasanter und fesselnder als der erste und kann, auch wenn einige persönliche Handlungsstränge durchlaufen, durchaus als Einzelband gelesen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwarzer Humor im magischen London, 14. August 2012
Von 
Birgit Goldenbow "Tigrib" (Meerbusch) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ungewöhnlich, ursprünglich und originell geht es weiter bei Constable Peter Grant. Im zweiten Buch hat es der einzige aktive Polizist für Morde mit magischen Komplikationen in London mit Jazzvampiren, einem gesichtslosen Mann und einer bleichen Lady zu tun.

Der Leiter der Abteilung für aussergewöhnliche, magische Fälle und Zaubermeister Nightingale fördert - wenn auch schwer verletzt - weiter Grant's magisches Talent. Inzwischen in der ungewöhnlichen magischen Welt zuhause ermittelt Grant im heutigen London Mordfälle, die nach Magie riechen. Dabei sind seine Mittel und Wege nicht immer gern gesehen - besonders wenn sie zu erheblichem Sachschaden führen - und seine Kollegen von der "normalen" Mordkomssion behandeln ihn mit Skepsis.

Wer sich von einer oder zwei weiteren ungewöhnlich erzählten magischen Mordserien in das heutige London einladen lassen will, in denen merkwürdige Kreaturen mit ebensolchen Angewohnheiten das Geschehen bestimmen, kann den skurillen Humor von Ben Aaronovitch auch in "Schwarzer Mond über Soho" genießen. Auch wenn immer noch viele Fragen offen bleiben, erhalten die Leser einen etwas tieferen Einblick in die Welt der magischen Entwicklungen des letzten Jahrhunderts, inklusive der Auswirkungden des zweiten Weltkrieges auf die Magie.

Fazit:
Originell mit viel Wortwitz erzählt und mit vielen kreativen Ideen gewürzt hält Aaronovitch auch im zweiten Buch seine Leser bei der Stange. Es empfiehlt sich allerdings zunächst das erste Buch "Die Flüsse von London" zu lesen, um einige Gestalten und ihre Rolle im aktuellen Buch verstehen zu können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zurück im London der Magie, 24. Juli 2012
Von 
"Schwarzer Mond über Soho" ist die Fortsetzung von "Die Flüsse von London", das mir aufgrund des subtilen englischen Humors schon ausnehmend gut gefallen hat.
In diesem Teil geht die Geschichte um Constable Peter Grant und Nightingale weiter - ein bißchen habe ich die Flussgeister vermisst, die mir doch sehr an Herz gewachsen waren, aber man kann wohl nicht alles haben.

Diesmal tauchen wir ein: in Soho, in Musik, besonders in den Jazz, so ist auch jede Kapitelüberschrift ein Jazzstück und paßt dennoch zum Inhalt des Kapitels - sehr gelungen, wie ich finde.
Peter will unverhofften Toden von Jazzmusikern auf den Grund gehen und natürlich steckt etwas magisches dahinter, wie könnte es anders sein?

Genauso flüssig und mitreißend geschrieben wie "Die Flüsse von London", konnte ich das Buch schon nach der ersten Seite kaum aus der Hand legen. In der zweiten Buchhälfte dann wird es erst richtig spannend und galoppiert so dem ersten Teil auch gleich davon! Wem "Die Flüsse von London" gefallen haben, der wird "Schwarzer Mond über Soho" lieben! Und allen anderen Liebhabern des englischen Humors kann man diese Bücher nur dringend ans Herz legen!

Ich will nicht zuviel erzählen, aber alle, die das Buch gelesen haben, werden mir zustimmen, dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem weiteren Teil rechnen dürfen, worauf ich persönlich mich schon jetzt freue!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mögen Sie unvollständige Krimiauflösungen und Cliffhanger?, 23. Juni 2012
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Dann sind Sie hier richtig. Zwar hat auch der erste Teil (Die Flüsse von London: Roman) dieser neuen magischen Krimiserien um den Londoner Detective Chief Inspector Thomas Nightingale und seinen frischgebackenen Assistenten Peter Grant ein paar Andeutungen gemacht, aus denen man auf das spätere Geschehen schließen konnte, aber immerhin wurden die zwei Haupt-Handlungsstränge (Auflösung der Mordserie und Revierstreitigkeiten der Flussgötter) klar und deutlich gelöst. Das ändert sich nun leider in diesem Folgeband. Um meine Meinung zu begründen werde ich das eine oder andere aus der Handlung erzählen. Wer also nicht zuviel wissen will, sollte diese Rezension besser NICHT lesen.

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S P O I L E R W A R N U N G
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Die Geschichte beginnt da, wo der Vorgängerband FLÜSSE IN LONDON (Englisch: Rivers of London; Amerikanisch: Midnight Riot) aufgehört hat. Dr. Abdul Haqq Walid, der in Zauberdingen erfahrene Arzt, hat diesmal jedoch eine etwas umfangreichere Rolle. Kein Wunder, sind doch Leslie, Peters fleißige Kollegin und Freundin, und sein Chef und Zaubermeister, der Detektive Chef Inspektor Thomas Nightingale, zunächst ausser Gefecht gesetzt. Beide leiden unter den Nachwirkungen der Zaubereien im ersten Band. Auch die bleichgesichtige Haushälterin, Molly, tritt kaum in Erscheinung. Immerhin erfährt man aber das eine oder andere aus ihrer Vergangenheit.

Todesfall Nr. 1 in diesem Band ist ein Musiker, der in einem Musikclub zusammen gebrochen ist. Oberflächlich schaut alles nach einem natürlichen Tod aus. Der Mann war ein Trinker mit Leberproblemen. Allerdings durchaus fit. Jedoch mit vergrößertem Herzen. Was Dr. Walids Aufmerksamkeit geweckt hatte, war jedoch das Vestigium, jener flüchtige Rückstand, an dem man die magischen Mächte erkennen kann. Klar und deutlich Musik! Jazz! Wie gut, dass Peters Dad Jazz-Musiker ist. Eigentlich also ein interessanter Beginn. Und es hat sich zunächst auch spannend angelassen. Man erfährt mehr von Peters Familie. Sogar sehr viel mehr! Denn es gibt da durchaus interessante Zusammenhänge.

Und natürlich gibt es auch noch weitere Handlungsstränge. Erinnern Sie sich an den Mann, der im ersten Band sein wertestes Teil verloren hat? Eine mit bisskräftiger Vagina ausgestattete Dame war daran schuld. Nun, in Teil 2 der Serie stirbt ein anderes, ähnlich mitgenommenes Opfer. Und das Vestigium? Kaum wahrnehmbar und doch, Peter findet es: Portwein, der Geruch von Kerzen und noch ein paar andere Dinge.

Kurz und gut: Peter ist fleissig am Recherchieren und Spuren verfolgen. Damit nicht genug, er bandelt auch noch mit einer Dame an, die mit Opfer Nr. 1 befreundet war. Wenn Leslie das wüsste ... Es geht jedenfalls drunter und drüber in diesem zweiten Teil und je weiter die Handlung fortschreitet, desto abenteuerlicher werden die Entdeckungen. Ben Aaronovitch hat sich wieder einmal jede Menge einfallen lassen. Soweit so gut.

ABER!

Der Schluss hat mich dann doch enttäuscht (UND ACHTUNG JETZT WIRD WIRKLICH GESPOILERT!!). Ein grandioser Showdown über den Dächern von London führt DIE Täter aus dem einen Handlungsstrang mit DEM Täter aus dem anderen Handlungsstrang zusammen. Das war es dann aber auch. Nachvollziehbare Erklärungen in Sachen "Jazztäter" erhält man leider nicht. Einst vor langer Zeit waren es nämlich ganz normale Menschen. Was genau sie in diese Kreaturen verwandelt hat, wird nur oberflächlich tangiert. Immerhin, sie kennen den ultimativen Bösewicht, der für Handlungsstrang Nr. 2 verantwortlich ist. ABER! Kein Name und schon gar kein Gesicht. Wusch, ist dieser Bösewicht entfleucht und man darf getrost davon ausgehen, dass er in späteren Folgen wieder auftritt.

Kurz und gut:

Ein völlig unbefriedigendes Ende!
Und als wäre das noch nicht genug, hat Ben Aaronovitch mit dem letzten Satz noch einen finalen Cliffhanger oben drauf gesetzt.

War da noch was?

Ach ja, die Götter ... Beverly Brooks hat zwar keine solch umfangreiche Rolle wie im ersten Teil, dafür taucht ein Filius von Papa Themse auf. Und natürlich ist Lady Ty, Mama Themse's Lieblingstochter, wieder mit von der Partie.

Mein Fazit:
Eine Lese-Empfehlung nur an all diejenigen, die auch mit halbaufgeklärten Handlungssträngen glücklich sind.

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Der Vollständigkeit halber: Gelesen und gekauft habe ich mir die englische Ausgabe dieses Buches -> Moon Over Soho. Da mich der erste Teil der Serie begeistert hat, mochte ich nicht so lange warten bis auch Teil 2 in meiner Muttersprache vorliegt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jazzige Ermittlungen in Soho, 3. Februar 2014
Von 
Hanna91 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Peter Grant, der derzeit einzige Zauberlehrling der Londoner Polizei, wird einige Zeit nach den Ereignissen von Convent Garden zu einem neuen mysteriösen Todesfall gerufen. Ein Jazzmusiker ist völlig überraschend verstorben, scheinbar an Herzversagen. Doch es ist ein Vestigium wahrnehmbar – das deutet darauf hin, dass bei seinem Tod Magie im Spiel war. Peter beginnt zu ermitteln. Kurz darauf wird ihm ein zweiter, deutlich blutigerer Fall zugetragen. Welches magische Wesen ist für so etwas verantwortlich?

Das zweite Buch beginnt einige Zeit nach den Ereignissen von „Die Flüsse von London“. Peter übt weiterhin an seinen magischen Fertigkeiten und hat schon einige neue Formae gelernt. Nach einigen Seiten steckt er schon wieder mitten in den Ermittlungen zum neuesten Mordfall.

In diesem Buch mangelt es nicht an Toten. Bald ermittelt Peter in gleich zwei Mordserien, bei denen immer wieder neue Opfer gefunden werden. So blieb das Buch interessant. Dabei hat mir der Handlungsstrang rund um die toten Jazzer sehr gefallen. Hier taucht Peter in die Jazzszene von Soho ein und das Buch konnte die Atmosphäre gelungen übermitteln. Der Handlungsstrang rund um das Monster, das Männer durch das Abbeißen ihres besten Stücks ermordete, war da schon um einiges unappetitlicher.

Ich hatte bei diesem Buch leider genau das gleiche Problem wie beim Vorgänger: Die Handlung ist sehr dicht und aufgrund der zahlreichen Toten gibt es zahlreiche Verdächtigte und Beteiligte. Bald gibt es auch Querverbindungen, und es war anstrengend, den Überblick zu behalten, wer nun was weiß und in was verstrickt war.

Was mir wieder sehr gefallen hat, waren die Charaktere. Peter konnte mich mit seiner ganzen Art unterhalten. Er schwankt zwischen scharfsinnig, tollpatschig, leichtgläubig und sarkastisch und hat mich mit seinen Entscheidungen immer wieder überraschen können. Nightingale ist zwar eigentlich noch krank geschrieben, kommt Peter im entscheidenden Augenblick aber immer zur Stelle. Auch über seine mysteriöse Vergangenheit erfährt man etwas mehr. Schließlich führt der Autor auch einige neue Charaktere ein, zum Beispiel die gut gelaunte Jazzband des ersten Toten und seine geheimnisvolle, gutaussehende Affäre Simone.

„Schwarzer Mond über Soho“ hat mich mit seinen interessanten Charakteren unterhalten können. Die Geschichte war erneut sehr dicht, was große Aufmerksamkeit beim Lesen erforderte. Die Auflösung der Fälle ist diesmal ein wenig unspektakulär, ein echtes Finale bleibt aus. Einige Fragen sind auch noch offen und werden hoffentlich im nächsten Band beantwortet. Ich empfand das Buch als etwas schwächer als den ersten Band, werde aber gerne im Folgeband „Ein Wispern unter Baker Street“ weiterlesen. Wer eine Mischung aus humorvoller Fantasy und spannendem Krimi sucht, dem kann ich die Serie und einen Einstieg mit dem ersten Band „Die Flüsse von London“ empfehlen.
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