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TOP 500 REZENSENTam 19. April 2016
Warner Classics, die Rechtsnachfolgerin des liquidierten EMI-Konzerns, hat in dieser 6 CD-Kassette sämtliche für EMI produzierten Konzertaufnahmen Otto Klemperers zusammengefaßt. Im einzelnen handelt es sich um Beethovens Klavierkonzerte samt Chorfantasie (Solist: Daniel Barenboim), Beethovens Violinkonzert (Solist: Yehudi Menuhin), Mozarts Klavierkonzert KV 503 (Solist: Barenboim), das Violinkonzert von Johannes Brahms (Solist: David Oistrach), das 1. Klavierkonzert von Franz Liszt und das Schumann-Konzert (Solistin: Annie Fischer) sowie die vier Hornkonzerte von W.A. Mozart (Solist: Alan Civil).
Nach einigen gemeinsamen Konzertauftritten in der Londoner Kingsway Hall faßten Otto Klemperer und der blutjunge Pianist Daniel Barenboim den spontanen Entschluß, eine Gesamtaufnahme von Beethovens Klavierkonzerten zu verwirklichen. Quasi als "Versuchsballon" wurde im Januar 1967 Mozarts großes C-Dur-Konzert KV 503 aufgenommen, und nachdem man diese Arbeit erfolgreich beendet hatte, begannen gleich die Aufnahmesitzungen für das Beethoven-Projekt.
Nun ist es sicher ungewöhnlich, wenn ein 82jähriger Dirigent sich mit einem 25jährigen Klavierspieler zusammentut, um eine solche Riesenaufgabe zu bewältigen. Zweifel waren angebracht, ob das zu einem guten Gelingen führen könnte, aber der EMI-Produzent Suvi Raj Grubb war der festen Überzeugung, daß Klemperer und Barenboim ein ideales, wenn nicht gar ein "Traumpaar" für dieses Vorhaben seien, zumal Klemperer höchstpersönlich Barenboim als Partner für diese Aufnahmen vorgeschlagen hatte. Grubb meinte, daß Barenboims Musikverständnis sich mit dem Klemperers durchaus messen könne. "Beide Künstler teilen dasselbe Stilgefühl, beiden ist dasselbe Bewußtsein vom architektonischen Aufbau und der getragenen Phrase zu eigen, beide legen besonderen Wert auf das musikalische Detail, wodurch der Partitur Aspekte abgewonnen werden, wie sie sich für gewöhnlich nicht offenbaren. Nicht zuletzt wird Barenboim, der Virtuose, von derselben Spontaneität, demselben Abenteuersinn befeuert, mit dem Klemperer, der Dirigent, ein längst vertrautes Werk so in Szene zu setzen versteht, daß seine Zuhörerschaft es zum ersten Male zu hören vermeint." So der Produzent im Vorwort zur ersten Ausgabe der originalen LP-Kassette.
Wie Grubb weiter berichtet, gab es zwischen den beiden Hauptakteuren während der insgesamt neun Aufnahmesitzungen kaum je eine nennenswerte Unstimmigkeit, nur einmal wollte Barenboim auf einen bestimmten Wunsch des Dirigenten nicht eingehen - und setzte sich schließlich gegen Klemperers starren Sinn durch.
Ich denke, es sind zwischen dem Oktober 1967 und dem Juni 1968 Aufnahmen entstanden, die noch heute im weiten Feld der kaum noch überschaubaren Angebotsfülle nicht nur mithalten, sondern eine Position im oberen Bereich der Skala einnehmen können. Und das ist nun wirklich nicht allein das Verdienst des Dirigenten, wie ein anderer Rezensent glaubt anmerken zu müssen. Barenboim hat ganz sicher den gleichen Anteil am Gelingen und Erfolg dieser Einspielung. Wie sonst wäre es zu erklären, daß sich Klemperer ausgerechnet diesen jungen, damals noch fast unbekannten Pianisten zum Partner erkoren hätte? Es mag ja sein, daß Barenboim noch nicht über den Erfahrungsschatz und die Abgeklärtheit eines Rubinstein, Kempff oder Arrau verfügte, doch das ersetzt er reichlich durch Spontaneität und jugendliche Spielfreude. Barenboim wählt übrigens grundsätzlich die Originalkadenzen des Komponisten, mit Ausnahme des 1. Konzertes, in dem er eine eigene wählt.
Ganz zum Schluß wurde zur Ergänzung noch die selten aufgeführte Chorfantasie op. 80 eingespielt, in der Barenboim noch einmal sehr überzeugend zeigen kann, was er spieltechnisch "drauf hat". Bei diesem Stück wirkt der großartige John Alldis Choir mit, er erledigt seine Aufgabe mit Bravour. Ich kenne außer den Versionen von Serkin (CBS), Solomon (EMI) und Brendel (Philips) keine, die sich mit dieser messen könnte.
Auch das Mozart-Konzert wird in großsinfonischer Form dargeboten, es ist eine Aufnahme, die noch heute aus der Überfülle des Angebots positiv herausragt. In dieser Lesart könnte es fast als frühes Beethoven-Konzert angesehen werden.
Mozarts Hornkonzerte hatte die EMI in der legendären Version mit dem im Alter von 36 Jahren tödlich verunglückten Dennis Brain mit Herbert von Karajan im Repertoire, doch leider waren die Aufnahmen noch in Mono produziert worden, weshalb der Produzent Walter Legge eine Stereo-Ausgabe anstrebte. Als Solist wurde Alan Civil, der im Philharmonia Orchestra den Platz des ersten Hornisten von Dennis Brain übernommen hatte, verpflichtet, und als Dirigent kam selbstverständlich nur Otto Klemperer in Frage, nachdem Karajan sich aus London verabschiedet hatte und fortan nur noch Aufnahmen für die DGG mit den Berliner Philharmonikern machte.
Vielleicht ist die Civil/Klemperer-Version nicht ganz so vollendet gelungen wie die berühmte Vorgänger-Platte, aber sie kommt auf jeden Fall dem Ideal recht nahe. Der Solist entlockt seinem Instrument einen lockeren, klaren Ton, und Klemperer dirigiert das Orchester mit leichter, aber souveräner Hand. Leider ist die Aufnahme nicht annähernd so populär geworden wie die berühmte Vorgängerin, doch sie kann sich im reichhaltigen Angebot durchaus behaupten. Sie entstand im Mai 1960 in der Londoner Kingsway Hall.
Ich gestehe, daß ich mich mit der Aufnahme von Beethovens Violinkonzert, die Yehudi Menuhin mit Klemperer im Januar 1966 erstellt hat, nie so recht anfreunden konnte. Bei allem Respekt vor den großartigen Künstlern kommt mir die langsame, um nicht zu sagen schleppende Gangart der beiden ein wenig befremdlich vor. Zweifellos ist es eine respektable Aufnahme, aber ich ziehe in diesem Fall die Versionen Heifetz/Münch und Szeryng/Schmidt-Isserstedt um einiges vor, während Menuhin und Klemperer mir zu sehr dem Geschmack des 19. Jahrhunderts verhaftet scheinen. Doch das mag Auffassungssache sein; es mag sicher Musikfreunde geben, die vielleicht gerade diese Auslegung besonders schätzen.
Hingegen halte ich die Aufnahme des Brahms-Konzertes mit David Oistrach, die 1960 in Paris entstand, für eine der besten im gesamten Tonträger-Repertoire. Beide Künstler gestalten das Werk in imponierender Größe, die Tempi sind verhalten, aber keineswegs schleppend, es gibt keine nennenswerten Temposchwankungen und erst recht keine Spannungsabfälle. Diesmal dirigiert Klemperer nicht "seine" Londoner Musiker, sondern das Orchestre National de la RDF. Es macht seine Sache ausgezeichnet. Ich stelle diese Version in eine Reihe mit der berühmten Aufnahme Szeryng/Monteux (RCA) aus dem Jahr 1958, die allerdings eine flottere Gangart bevorzugt. Beide Aufnahmen ergänzen sich auf geradezu ideale Weise.
Bleiben noch die Klavierkonzerte von Liszt und Robert Schumann. Das Liszt-Konzert wird sauber und virtuos vorgetragen, es gibt keine nennenswerten Schwächen, aber auch keine ausgesprochenen Höhepunkte. Die Aufnahme stellt aber keine wirkliche Konkurrenz zu der Spitzenversion Svjatoslav Richter/Kondrashin (Philips) dar, die doch erheblich mehr Pranke zeigt.
Schumanns einziges Klavierkonzert wurde, wie auch das von Liszt, 1960 in London produziert. Die Solistin ist die Ungarin Annie Fischer, eine begnadete Pianistin, die u.a. glänzende Aufnahmen diverser Mozart-Konzerte sowie von Beethovens Sonaten hinterlassen hat. Auch hier bewährt sie sich als kluge, souveräne Künstlerin, die dem romantischen Werk in jeder Weise gerecht wird. Bei der Überfülle der Aufnahmen dieses Konzertes hält sie vielleicht keine Spitzenposition (da liegen Lipatti/Karajan, Fleisher/Szell und Serkin/Ormandy klar in Führung), aber im Zusammenhang mit Otto Klemperer halte ich auch diese Version für kostbar.
Leider wurde der Kassette kein nennenswertes Textheft beigelegt, die Aufnahmedaten sind aber alle sorgfältig vermerkt. Für jeden Klemperer-Verehrer ist die Box eine lohnenswerte Anschaffung.
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am 19. April 2013
durchaus kein klemperer-verächter, schätze ich z.t. seinen (späten) strengen
zugriff aufs klassisch-romantische repertoire (brahms, bruckner, wenn es auch nur relativ kompatibel klingt
zu den wie immer insinuierten tempi der kompositionen, aber er vermittelt doch
wahre bruckner-wagner-strauss-mahler - einsichten.
diese späten interpretatorischen starrheiten zu seinen früheren, flexibler werk-
gerechten und allemal forscheren einspielungen, sind die crux
dieser neueren emi-konzert-veröffentlichung.

die beethoven-konzerte mit dem emi-youngster-barenboim empfand ich immer schon
als musical-misunderstanding, als ein manifest musikalischer unaus-
geglichenheit und frühen marketings.
auch die andren konzerte profitieren nicht vom klemperers spätem, allzu
unflexiblen, gewichtigen zugriff.

allenfalls die sinfonisch konzipierten violin-konzerte von beethoven und brahms
haben die musikalische substanz, eine so strenge interpretationshaltung, auch
diesseits hist. information, noch als akzeptabel erscheinen zu lassen.
insgeamt: eine als korrektiv plausible empfehlung zu besseren alternativen.
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