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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend realitätsnah - dank Prism & Co. topaktuell
Die einen nehmen es kaum ernst, denn „sie haben ja nichts zu verbergen“, für die anderen ist es eine der wohl größten Bedrohungen der menschlichen Freiheit: Die Kontroll-, Überwachungs- und Zensursysteme, welche auf fast der gesamten Welt immer weiter voran schreiten. Erst geriet die Vorratsdatenspeicherung in den Fokus der Kritiker,...
Vor 22 Monaten von Rene Daners veröffentlicht

versus
27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut gemeint ...
Den zweiten Stern gibt es für das topaktuelle Thema, mit dem sich das Buch kritisch auseinandersetzt. Schließlich sind wir ja mittendrin im totalen Überwachungsszenario.
Schon nach wenigen Seiten war mir aber klar, dass es sich hier um einen wirklich schlechten Autor handelt. Ich habe nicht aufgegeben, wie der andere Rezensent hier, der das Buch nach...
Vor 20 Monaten von Markus W. veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend realitätsnah - dank Prism & Co. topaktuell, 2. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Die einen nehmen es kaum ernst, denn „sie haben ja nichts zu verbergen“, für die anderen ist es eine der wohl größten Bedrohungen der menschlichen Freiheit: Die Kontroll-, Überwachungs- und Zensursysteme, welche auf fast der gesamten Welt immer weiter voran schreiten. Erst geriet die Vorratsdatenspeicherung in den Fokus der Kritiker, anschließend folgen Three-Strikes, biometrische Passfotos, immer mehr Chips und Videoüberwachung, INDECT, ACTA und viele weitere Möglichkeiten zur Überwachung der Bürger. Aktivisten wie Anonymous und WikiLeaks machten sich die Transparenz und Aufdeckung zu ihrem Ziel und selbst ganze Parteien wurden zum Zwecke der Überwachungsbekämpfung gegründet. Doch „Silent Control“ will uns darauf aufmerksam machen, welchen Zweck all diese Mittel wohl wirklich haben mögen.

Die Angst wird Realität
Thore D. Hansens „Silent Control“ erinnert dabei auf den ersten Blick vor allem an bekannte Genrevertreter, die teilweise längst zum Kult wurden. In neuerer Hinsicht erinnert uns der Thriller vor allem an Karl Olsbergs „Das System“ und schauen wir einmal einige Jahrzehnte zurück, so erinnern wir uns schnell an „1984“ von George Orwell. Auch er beschrieb bereits die Möglichkeiten zur totalen Überwachung und schaffte einen Staat, in dem die Meinungen und Gedanken praktisch vorgegeben waren. Heute jedoch sind die technischen Möglichkeiten längst weiter fortgeschritten und die mögliche Bedrohung reicht weit über das hinaus, wovor die Leute sich in „1984“ einst noch fürchteten. Gleichzeitig ist der Thriller dank politischer Sachkenntnis und einem gewissen EDV-Verständnis erschreckend realistisch und könnte so tatsächlich eintreffen. Eine furchteinflößende Story, die einerseits Verschwörungstheorie sein könnte, andererseits aber doch beängstigend real erscheint – zumal einige der Überwachungsmaßnahmen in Europa und den USA längst umgesetzt sind und die Bedrohung durch Drohnen auch heute mehr als aktuell ist.

Die Manipulation der Massen
„Silent Control“ stellt das kapitalistische System grundsätzlich in Frage. Die Regierungen scheinen allesamt korrupt und lassen sich von Lobbyisten und Großkonzernen schmieren, die allesamt daran interessiert sind, an der Macht zu bleiben und alte Strukturen aufrecht zu erhalten. Mit klassischen Medien noch ein leichtes Ziel, wird dies mit der freien Meinungsbildung durch das Internet immer schwieriger und freidenkende Bürger wollen sich gegen das System zur Wehr setzen. Nur die totale Überwachung und Kontrolle scheint da noch eine Lösung, die Massen mittels gezielter Manipulation „auf Linie“ zu bringen. Schlägt das Fehl, müssen härtere menschenverachtende Maßnahmen ergriffen werden. Der Bezug zur Realität wird vor allem daran verdeutlicht, dass „Silent Control“ auf Maßnahmen und Techniken aufbaut, die längst umgesetzt wurden. Ein Three-Strikes-Modell wird plötzlich zu einer On-the-Fly-Zensur, soziale Netzwerke liefern ihre Daten direkt an die Geheimdienste, biometrische Pässe und psychische Analysen werden zu einem angsteinflößenden Pre-Crime-Modell und Brain-to-Computer-Interfaces zur gedanklichen Steuerung von Anwendungen, die eigentlich für Behinderte interessant erscheinen, werden zu einer Gedankenmanipulationswaffe ausgebaut. Findet man dann noch die richtigen Zusammenhänge und glaubwürdige Motive – und das gelingt Thore D. Hansen – außerordentlich gut, wird sich so mancher Leser wohl fragen, welche Teile der Geschichte nicht vielleicht doch der Wahrheit entsprechen und längst in Planung sind. Die Sicherheitspolitik der EU-Länder deutet jedenfalls auch heute bereits darauf hin.

Ein genialer Außenseiter
Hansen schafft damit einen beklemmenden Thriller, der so nah an unserem eigenen Leben ist, dass wir schnell feststellen, dass wir längst von vielen der beschriebenen Maßnahmen betroffen sind. Wer einst noch der Meinung war, er habe doch nichts zu verbergen, könnte nach „Silent Control“ ganz schnell anderer Meinung sein. Kein Wunder übrigens, wenn man bedenkt, dass der Thriller so natürlich wie möglich beschrieben wurde. Die Figuren wirken absolut glaubwürdig und nachvollziehbar und könnten praktisch Menschen von nebenan sein. Denn wer kennt sie nicht, die stillen zurückgezogenen Nerds von nebenan, die ihre Freizeit lieber im Internet verbringen, statt mit Freunden zu feiern. Andererseits die rebellischen Andersdenkenden, die unbedingt gegen das System rebellieren wollen. Aber auch der systemkonforme Mitläufer, der täglich brav zu seiner Arbeit fährt und jegliche Systemkritik als paranoide Verschwörungstheorie abtut – und damit wohl etwa einem Durchschnitt der Bevölkerung entspricht. Gleichzeitig die brutalen Polizisten, die mit Gewalt gegen Demonstranten vorgehen, während die Medien der anderen Seite die Schuld in die Schuhe schieben. Alles Szenarien, die keineswegs unbekannt sind. Und gerade Torben Anström, der geniale Nerd von „nebenan“, fesselt uns mit seiner natürlichen gefühlvollen Art so sehr, dass wir uns fast tatsächlich mit ihm anfreunden wollen. Man hätte einen Thriller mit derartiger Thematik wohl kaum besser schreiben können, als es Hansen mit „Silent Control“ tat. In kaum einem Zukunftsthriller steckt womöglich so viel Wahrheit.

Fazit:
Der Zukunftsthriller von Thore D. Hansen nimmt den Überwachungswahn glaubwürdig unter die Lupe und schildert uns ein erschreckendes Szenario der totalen Kontrolle, das so real und beängstigend zugleich ist, dass so mancher seine Sicht der Dinge schnell überdenken könnte. Ein Meisterwerk voller Tempo, Realismus und Spannung.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rasanter Thriller sehr nahe der Realität, 12. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silent Control: Thriller (Kindle Edition)
Ich konnte meinen Kindle kaum weglegen so fesselnd war die Geschichte. Am Ende denkt man sich - was war nun Fiktion und was Real denn leider ist allzuviel sehr gut recherchierte Realtität.

Ich war sehr froh über die zeitnahe Verfügbarkeit der Kindleversion. Die e-Book Umsetzung ist gelungen und ist fast fehlerfrei.

Und was jetzt? Facebook und Google Account löschen bzw. wenigstens mit anderen Augen betrachten und warten auf das nächste Buch von Thore, ich hoffe es kommt bald :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft ist jetzt, 5. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Torben Arnström ist Mitte Zwanzig und arbeitet beim schwedischen Softwareunternehmen Saicom, die sich auf Computersicherheit spezialisiert haben. Torben ist ein Computergenie, hängt Tag und Nacht vor dem Bildschirm, ein echter Nerd also. In seiner Freizeit hat er ein Programm mit Namen Spygate entwickelt, das Datenklau sichtbar macht bzw. auch aufzeigt, welche Wege die Daten nehmen, die man selbst zur Verfügung stellt. Eines Tages gelingt es ihm, sich in die Datenbank des CIA zu hacken und dort einen Wurm zu platzieren. Doch seine Tat bleibt nicht unentdeckt, so dass sich Torben bald auf der Flucht wiederfindet. Sein Weg führt ihn erst nach Hamburg und dann mit gefälschten Papieren weiter in die USA. Doch der CIA hat die Verfolgung schon aufgenommen. Wen hat Torben mit seinem Programm gegen sich aufgebracht, welchem Gegner muss er sich stellen?
Thore D. Hansens Roman Silent Control" ist ein rasanter und spannender Thriller über ein sehr aktuelles Thema. Es geht um die Überwachung sämtlicher User im Internet und die totale Kontrolle von Daten. Gerade heute in Zeiten von Prism und NSA zeigt sich wieder, wie weit man technisch bereits ist. Man bekommt regelrecht Gänsehaut bei der Vorstellung, wie sehr man als normale Privatperson schon überwacht wird, eine Privatsphäre ist eigentlich nicht mehr gegeben. Der gläserne Mensch ist Realität geworden.
Die Protagonisten wurden vom Autor gut beschrieben, Torben wirkt dabei besonders sympathisch, eine Art Robin Hood in der Datenwelt. Ein unheimlich realer Roman, der einem die aktuelle Thematik einmal mehr verdeutlicht und den man unbedingt lesen sollte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Volltreffer", 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Ich hatte sogar Anfangs einen inneren Schweinehund das Buch in die Hand zu nehmen. Es hat mir sage und schreibe meine Mutter (76 Jahre jung) empfohlen. Und genau wie für sie, sind die Inhalte eigentlich nicht so wirklich meins. Drum habe ich mich auch Anfangs echt gewundert das meine Mutter auf Ihre alten Tage so ein Buch fasziniert. Spricht übrigens auch für das Buch. Ja, und dann ist es Eines dieser Bücher, das Verabredungen platzen lässt (weil man einfach nicht weg kommt und zu Hause mit dem Buch unterm Kinn nach 5 Stunden weg pennt und die Verabredung erst am nächsten Morgen wieder präsent hat)bzw. der Tag so geplant wird das genug Zeit am nächsten Abend bleibt um dieses mal 6 Stunden am Stück lesen zu können. Es ist einfach genial geschrieben, ab Seite 1, und jetzt kapier ich sogar wesentlich mehr worum es da draussen, aktuell sogar, gerade geht. Das Buch berührt aber auch nicht nur auf der "Kick" Ebene. Es geht viel tiefer, vor allem jeh weiter die Handlung läuft. Denn soweit ich jetzt nach erwecktem Interesse weiß, ist das Alles ziemlich nah an der Realität. Und das macht echt Nachdenklich. Und ich glaube es ist gut darüber nach zu denken wie weit dieser perfide Wahnsinn schon geht. Jetzt ist dann nur noch die Frage zu stellen: "Hm, und was jetzt?" Naja, vielleicht gibt's ja in einem der nächsten Bücher von Hansen eine brauchbare Antwort da drauf.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gut gemeint ..., 9. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Den zweiten Stern gibt es für das topaktuelle Thema, mit dem sich das Buch kritisch auseinandersetzt. Schließlich sind wir ja mittendrin im totalen Überwachungsszenario.
Schon nach wenigen Seiten war mir aber klar, dass es sich hier um einen wirklich schlechten Autor handelt. Ich habe nicht aufgegeben, wie der andere Rezensent hier, der das Buch nach 50 Seiten in die Ecke geworfen hat. Aber verstehen kann ich ihn. Denn der Autor hat leider überhaupt kein technisches Verständnis (auch wenn das andere Leser hier anders einschätzen, die aber selber nicht bewandert sein können) und leider auch nicht die Bereitschaft bewiesen, für seinen Roman hinreichend zu recherchieren, um ein plausibles Szenario zu erschaffen. Wo das politische Hintergrundwissen des Autors eingeflossen sein soll, konnte ich leider auch nicht erkennen. Wirklich jedes technische Detail, das er erwähnt, ist so falsch, dass ich gar nicht weiß, wo ich mit der Kritik anfangen soll. Vielleicht damit, dass die Rechenkapazität der NSA zu Totalüberwachung der Bevölkerung mit einer Größe angegeben wird, die (in der Realität jenseits von Thore Hansens Vorstellungskraft) heute von 200 Grafikkarten geleistet wird? Und Gehirn-Computer-Kommunikation wird hier durch Dioden als Schnittstellen hergestellt. Nein, das sind Elektroden, wie es weiter hinten im Buch dann auch ein paar Mal steht. Lektorat?
Jetzt will ich mal nicht so sein - da ich mir ja auch NCIS anschauen kann, ohne mich zu sehr über den informationstechnischen Schwachsinn zu ärgern, der dort gezeigt wird, und Spaß an der Story haben kann. Leider trüben hier auch der sprachliche Stil und die plump entworfenen Motivationen der Charaktere das Lesevergnügen erheblich.

Als Beispiel folgendes Zitat zur Einführung des CIA-Direktors (S. 72):

"Sollten die Aufstände nicht unter Kontrolle zu bekommen sein, hatte er noch einen Trumpf in der Hand, bevor jene Lobbyisten, die ihn an diese Position gebracht hatten, die Geduld verlieren würden. Alles musste schneller gehen, damit er als der Mann in die Geschichte einging, der nicht nur das Internet unter Kontrolle gebracht hatte, sondern die gesamte instabile Lage einer Welt, in der Millionen im Begriff waren, alles infrage zu stellen, ohne dabei eine gemeinsame Richtung zu haben.
[...]
>Scheißkerle<, murmelte er vor sich hin. >Ihr gehört alle auf den elektrischen Stuhl. Ich lass mir von euch nicht mein Lebenswerk kaputt machen.<
Clark war in der Bronx aufgewachsen, in einem sozialen Klima brutaler Härte. Dank seiner Intelligenz und nicht zuletzt wegen seiner in Straßenkämpfen seines Viertels erprobten Durchsetzungsfähigkeit hatte er sich zielstrebig hochgearbeitet."

Da muss ich mich der Rezension hier auf Amazon zu einem anderen Buch des Autors anschließen: Schüleraufsatz-Niveau.
Die Story ist vorhersehbar zusammengestückelt aus Motiven, die man aus mittelmäßigen Thriller-Filmen kennt, Protagonist kommt nach Hause, um festzustellen, dass die Bösen ihm schon auf den Fersen sind, geheimnisvoller väterlicher Freund versorgt ihn mit gefälschtem Pass, die Behörden setzen den besten Freund unter Druck, damit er ihn verrät ... und (SPOILER ON) zu guter Letzt knistert es natürlich zwischen dem Helden und seiner toughen Bewacherin vom CIA (SPOILER OFF).

Die Welt ist etwas komplexer, als sie hier dargestellt wird. Ich kann mir zwar auch mal einen schlechten Film anschauen, erwarte aber mir persönlich von einem 500seitigen Roman etwas mehr Substanz - und bin erstaunt, wie wenig Wortaneinanderreihungsgewissen der Autor zeigt.
Die vielen sehr guten Bewertungen und den Mangel an schlechten kann ich mir nur so erklären, dass die Leser mit ein wenig literarischem Anspruch das Buch nach kurzer Zeit zur Seite gelegt und so schnell wie möglich vergessen haben. Oder sind die positiven Rezensionen hier vom Verlag gekauft?

Bleibt nur die Quintessenz (S. 224): "Der Schutz vor Terrorismus rechtfertigt keine Gesellschaftssysteme, die auf Unterdrückung beruhen. Im Gegenteil. Diese Systeme provozieren den Terror ja erst."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend nah an der Realität, 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Inhalt
Tag für Tag hinterlassen wir Spuren, sei es im Netz oder durch das Auftauchen auf irgendwelchen Überwachungsvideos. Teilweise sind wir uns dessen nicht einmal bewusst. Roy Clark, der Chef der CIA, ist über diese Spuren mehr als erfreut, denn sie bringen ihn seinem Ziel näher. Alles, was sie Ziel, den "Silent Control", noch aufhalten könnte, ist das Programm des jungen schwedischen Hackers. Torben Arnström ahnt noch nicht, dass sein Programm ihn zum Feind der CIA macht und damit zu Gejagten. Schon bald wird ihm klar, dass seine Verfolger wirklich zu allem bereit sind. Kann er dem Wahnsinn entkommen? Ist es noch möglich "Silent Control" zu stoppen?

Meine Meinung
Mit "Silent Control" trifft Thore D. Hansen den Zahn der Zeit. Mit allem, was in letzter Zeit ans Licht gekommen ist, der Datenspeicherung und den Abhöraktionen etc., wird hier ein Szenario vorgeführt, dass das Resultat der Überwachung darstellen könnte. Es ist schrecklich sich vorstellen zu müssen, dass Hirnwäsche per Bestrahlung, Gedankenübertragung und Steuerung, und all die anderen beschriebenen Entwicklungen, tatsächlich schon heute möglich sein könnten bzw. schon heute zum Einsatz kommen könnten. Wie nah das Beschriebene an der Realität dran ist, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, schließlich würde die CIA so etwas ja nicht der Allgemeinheit offenbaren.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der junge Hacker Torben Arnström. Durch seine Computerkenntnisse steht er kurz vor einer Festanstellung in einer Softwarefirma, arbeitet aber auch an eigenen Projekten. Sein Traum ist ein freies Internet und um eine Durchsichtigkeit dessen zu ermöglichen, programmiert er einen Wurm, der alles offenbaren soll. Diese Durchsichtigkeit ist aber nicht von allen gewünscht. Sein Wunsch steht den Plänen einiger hochrangiger CIA Vertreter im Weg, dieser Wunsch macht ihn zum Gejagten. Als alles gegen ihn zu sein scheint, wird er von Anonymous eingeladen bei ihnen unterzutauchen, dazu muss er aber erstmal in die USA. Dies erscheint noch als der leichteste Part der Reise. Torben muss während seines Abenteuers nicht nur über sich hinauswachsen, er muss auch erkennen, dass Vertraute nicht immer die sind, von denen man es erwaten würde. Schon bald findet sich Torben in Lebensgefahr, er muss sich fragen, ob sein Programm all dies Wert war. Hat er noch eine Chance lebend aus der Sache rauszukommen? Kann er Clark und seine Pläne aufhalten?

Roy Clark ist mehr oder weniger der Gegenspieler von Torben. Als Chef der CIA hat er beinahe unbegrenzte Möglichkeiten. Clark hat ein großes Zeil, die Kontrolle über die Welt. Um dieses Ziel zu erreichen ist er bereit über Leichen zu gehen, Menschen unter Druck zu setzen und Instanzen im Dunkeln tappen zu lassen. Als Torben in sein Visier gerät, ahnt er, dass er durch den Jungen mehr als nur einen unliebsamen Gegner aus dem Weg räumen kann.

Thore D. Hansen offenbart mit diesem äußerst beklemmenden Thriller, dass unsere Geheimnisse lange nicht so sicher sind, wie wir sie gerne hätten. Das ganze kapitalistische System wird in Frage gestellt. Die Regierung wird als korrupt und mehr oder weniger als gewissenlos aufgezeigt. Auf erschreckende Art und Weise wird dem Leser vorgeführt, dass man als ahnungsloser Bürger kaum eine Chance hat. Unter anderem werden aber auch Szenarien vorgeführt, die tatsächlich aus der Realität gegriffen wurden, seien es die Demonstranten, die für eine Sache eintreten, oder die Polizisten, die gegen sie vorgehen und sich nicht scheuen Gewalt anzuwenden.

Hansens Charaktere sind glaubwürdig aufgebaut und deren Handlungen auch nachvollziehbar ausgestaltet. Es gibt die Seite der Zweifler, die anders denken und hinter den Vorhang blicken wollen um herauszufinden, was sich dort abspielt. Sie rebellieren gegen das System, das sie einengt. Andererseits aber auch sie Mitläufer. Sie glauben voll und ganz an das System und dessen Richtigkeit. Sie tun Verschwörungstheorien
als paranoid ab und denken gar nicht darüber nach. Genau dieser Mix der Charaktere, die mit ihrer natürlichen Art überzeigen, machen "Silent Control" zu einem herausragenden Thriller. Neben den Charakteren, sind auch die Settings realistische gestaltet. Besonders gelungen erschien mir der geheime Bunker mit all den Laboren und Ebenen. Glaubwürdige Motive und Entwicklungen dürften so manchen Leser zum Nachdenken veranlassen, schließlich scheint die Realität gar nicht mehr so weit von diesen Perspektiven entfernt.

Zum Ende hin, lässt der Autor eine Bombe platzen, die das Ganze Geschehen noch einmal umwirft. Hier wird klar, dass Torbens Abenteuer noch nicht vorbei ist. Eine neue Gefahr ist im Verzug und er könnte dabei helfen sie erneut zu stoppen. Da kann man nur hoffen, dass der Autor nicht all zu lange braucht um eine Fortsetzung zu schreiben.

Fazit
Ob Überwachungswahn oder Verschwörungstheorien, beängstigend real werden die Szenarien geschildert und lassen die totale Kontrolle so nah wie noch nie erscheinen. Actionreiches Tempo, Spannung und der Realismus lassen den Leser kaum Zeit zum Luft holen. So mancher dürfte nach der Lektüre eine ganz neue Sicht auf die Welt und die Regierung erhalten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschreckend real-ein Thriller der Extraklasse, 15. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Torben ist ein Nerd. Mitte Zwanzig, ohne Freundin, lakritzsüchtig- verbringt Tag und Nacht an seinem Computer, sowohl beruflich als auch privat. Er wagt das Unglaubliche und hackt sich in die Datenbanken der CIA, hinterlässt dort einen Wurm und ein Programm. Seither ist Torben auf der Flucht und entdeckt dabei das menschenverachtende Programm „Silent Control“.

Ich fand das Buch sehr spannend erzählt und es hat mich von der ersten Seite an absolut mitgerissen! Der Autor nimmt aktuelle Themen wie Aktivitäten von Anonymous und Occupy mit in seinem Roman auf, so dass die Handlung dicht an der Realität gewebt ist. Es ist erschreckend, wie realistisch dieses Buch ist! Gerade weil ich selbst in einer Menschenrechtsorganisation ehrenamtlich tätig bin, hat mich das Thema sehr in den Bann gezogen. Wesentliche Menschenrechte sind Freiheit und das Recht zur freien Meinungsäußerung-beides wäre durch die Operation „Silent Control“ nicht gegeben. Und in China werden immer noch einige westliche Seiten zensiert-eine Demokratie sieht anders aus.
Was den von einigen Lesern bemängelten technischen Aspekt angeht, so kann ich leider nicht mitreden. Ich denke auch nicht, dass man Hackerkenntnisse benötigt, um einen politischen Thriller zu lesen und mir ist es egal, sollten hier einige technische Fehler sein. Für mich zählt der Inhalt und die Botschaft des Buches. Es handelt sich ja um Unterhaltungsliteratur, nicht um Fachliteratur.

Der Protagonist Torben ist zwar ein Computergenie, aber ansonsten völlig normal. Ich mochte ihn vom ersten Augenblick an. Dass er auch noch Kung Fu kann-umso besser! Ich verstehe nicht, was daran unrealistisch sein soll. Unsere Generation Y ist eben nicht eindimensional!

Hansen thematisiert die Dystopie eines „gläsernen Menschen“, betont die Kehrseite von Facebook, Google Plus und Twitter. Natürlich ist es schön, Urlaubsbilder mit seinen Freunden zu teilen-aber müssen diese Bilder gleich sämtliche Behörden sehen? Beim Lesen des Buches musste ich an Edward Snowden, Frankenstein und Homeland denken-eine tolle Mischung!

Für das aufwühlende, brisante und hochaktuelle Meisterwerk vergebe ich die volle Punktzahl.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch zum Prism Skandal, 12. November 2012
Von 
Thomas Winter (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Es ist kaum zu glauben das dieser Thriller bereits im November erschienen ist, nimmt er doch den ganzen Skandal rund um die Abhörprogramme der NSA und des britischen Geheimdienstes vorweg und denkt einmal konsequent zu Ende wohin dieser Datenmissbrauch führen könnte. Auch das Schicksal der Hauptfigur Torben Arnström berührt und mag einen daran erinnern was einem Edward Snowden nun drohen mag.
Ein Buch mit einem unglaublichen Potenzial und Brandaktuell. Der Zukunftsthriller von Thore D. Hansen beschreibt ein erschreckendes, aber nun real greifbares Szenario der totalen Kontrolle, das beängstigend ist, voller Tempo und Spannung.

Hansens Thriller macht uns deutlich, dass wir längst von vielen der beschriebenen Maßnahmen gegen unsere Freiheit betroffen sind. Nach der Lektüre fragt man sich was der Staat alles mit unseren Daten anfangen kann. Der Thriller ist menschlich so natürlich wie möglich beschrieben und somit wirken die Figuren absolut authentisch. Wir kennen sie doch alle die Nerds von nebenan, die vielleicht auf die große Chance warten den Geheimdiensten eins auszuwischen. Torben Anström, der liebevolle Nerd, fesselt mit seiner glaubwürdigen Art, das man sich mit ihm anfreunden möchte. Ich denke einen Thriller so punktgenau zu landen ist schon selten und Hansen hat einen Zukunftsthriller hingelegt in dem mehr Wahrheit steckt wie man es vor dem Skandal hätte vermuten können.

Wer Spannung und Information miteinander verbunden lesen möchte kommt hier voll auf seine Kosten im Vergleich zu fiktiven Krimis. Plausibel erscheint auch die Entscheidung auf technische Details soweit zu verzichten das der ein oder andere Hacker vielleicht enttäuscht wird, dafür aber viel mehr Menschen erreicht, denen die Welt der Bits and Bytes Angst macht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Thriller, 28. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Ein Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite in Atem hält. Ein Thriller, der überdeutlich macht, welche Gefahren der Menschheit durch die inzwischen fast lückenlose elektronische Kontrolle droht. Insofern ein Roman zu ganz aktuellen Themen in der Datensicherheit und dem Verlust der Privatspähre. Die Gefahren der Manipulation des "Normalbürgers" und der drohende Verlust von Demokratie und Freiheit werden dem Leser in beklemmender Weise vor Augen geführt. Ein Roman, der nicht nur spannende Lektüre ist, sondern aufrütteln will.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich zeitnah, 15. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Silent Control (Broschiert)
Nach seinem Debüt "Die Hand Gottes" präsentiert der Autor wieder ein Buch, den man kaum aus den Händen legen will. Der Schwerpunkt dieses Thrillers ist zeitnah und realistisch, die Fakten einwandfrei recherchiert. Freiheit und Demokratie sind für uns selbstverständlich, so zeigt "Silent Control" jedoch, auf was für einem dünnen Eis sich diese Grundrechte befinden. Aktuelle Schlagzeilen in den Medien lassen erahnen, dass der Roman leider keine Fiktion mehr ist.
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Silent Control: Thriller
Silent Control: Thriller von Thore D. Hansen
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