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am 18. März 2014
Anders als andere Rezensenten vor mir, finde ich den Film wunderbar - und zwar aus exakt denselben Gründen, warum sie ihn scheußlich finden. Der Film ist kein Buch. Er versucht nicht einmal dem Buch gerecht zu werden. Und dafür bin ich ihm dankbar, denn das misslingt meist gründlich.

Stattdessen tut der Film, was ein Film tun soll: Er besinnt sich auf die Dinge, die nun eben ein Buch wiederum nicht kann. Er zeichnet uns eine opulente Welt der Farben und des Rausches. Er schwelgt in Faltenwürfen und Zimmerfluchten. Er überrascht uns mit optischen Tricks und Kniffen. Jetzt sind wir auf der Bühne, bald aber im richtigen Leben. Das ist interessant, wenn man sich darauf einlassen will.

Auch dass alle Schauspieler wie unter Drogen spielen - ich bestreite das nicht, aber ich fand, es passt zum Manierierten des Films. Ich bestreite auch nicht, dass das Casting nicht wirklich überall gelungen ist. Andererseits hab ich mich durch die Rollen verblüfft gesehen. Und auch das fand ich interessant - ebenso wie die Wendung, dass die arme Anna nicht nur Opfer und der böse Buhle nicht nur böse ist, sondern sich ernsthaft um eine Frau bemüht, die ihn für ihre eignen Fehlentscheidungen verantwortlich macht. Ich würde sagen, das bringt hier eine modernere Betrachtungsweise der Frau als denkendes und handelndes Wesen in die Handlung, die von der Objektivierung des Originals eher wohltuend abweicht.

Kurz: Wer von diesem Film eine exakte Wiedergabe der Literatur-Vorgabe erwarte, muss enttäuscht werden. Wer aber Lust auf eine rauschend Ballnacht hat und ein bisschen Feenstaub nicht fürchtet, wird gut unterhalten.
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TOP 500 REZENSENTam 18. Dezember 2012
Tolstois "Anna Karenina" ist und bleibt einer der ewigen Klassiker der Weltliteratur.
Ein rundes dutzend mal ist die Geschichte um die neben Madame Bovary wohl berühmteste Ehebrecherin der Literaturgeschichte bereits verfilmt worden, so daß Joe Wrights Version sich wohl oder übel an diversen Vorgängern messen lassen muss.
Insbesondere Greta Garbo, die die Rolle gleich in zwei früheren Verfilmungen spielte, hat das kollektive Bild der schönen Russin, die aus dem Korsett einer unbefriedigenden Ehe ausbricht, um mit ihrem Geliebten zu leben und einen hohen Preis dafür zahlen muss, so sehr geprägt, daß später sogar die zweifache Oscarpreisträgerin Vivien Leigh (nicht ganz zu Recht) an diesem Vergleich gescheitert ist.
Nun präsentiert uns Joe Wright zum dritten Mal (nach "Stolz und Vorurteil" und "Abbitte") seine Muse Keira Knightley in einer Hauptrolle.
Diese ist zweifellos eine schöne Anna, die ihre traumhaften Kostüme mit Haltung und Grazie durch die edlen Kulissen des Filmes trägt.
Die Gelassenheit und Würde einer nicht mehr ganz blutjungen Ehefrau und Mutter, die gemäß Tolstois Vorlage genug Reife und Lebenserfahrung besitzt, um mit Klugheit und Bedacht die Ehe ihres Bruders zu retten, fehlt Keira Knightley jedoch leider völlig.
Stattdessen sehen wir ein hübsches junges Püppchen, was vom Typ her einfach nicht so recht zur Rolle passt und dazu führt, daß man ihr weder die Mutter noch die geachtete Dame der Gesellschaft wirklich abnehmen mag.
Wenn man ihr wenigstens einen brauchbaren Wronski an die Seite gestellt hätte, der die erforderliche Ausstrahlung hat, um in einer verheirateten Frau das Feuer zum lodern zu bringen, hätte Keira Knightley möglicherweise zumindest in den Szenen mit ihm punkten können, denn ich mag sie ja eigentlich und fand sie zum Beispiel in "Abbitte" sehr gut.
Leider aber gibt Aaaron Taylor-Johnson einen recht charismafreien Operettenoffizier ab, so daß in den gemeinsamen Szenen von Liebe oder gar Leidenschaft nichts zu spüren ist und die Frage, was Anna so sehr an diesem Mann reizt, leider ein Rätsel bleibt.
Überraschend gut fand ich dagegen Jude Law als Karenin, der seiner Rolle sogar einige Facetten verleiht, die diverse seiner Vorgänger in früheren Verfilmungen so nicht hatten, denn während man Karenin dort mehrfach als vollkommen verknöcherten und unerbittlichen älteren Herrn jenseits jeglicher Gefühle darstellte, gelingt Jude Law hier eine überraschend vielschichtige Darstellung eines Mannes, der seine Frau auf seine Art durchaus sehr zu lieben scheint und offenbar selber nicht ganz glücklich darüber ist, sich nicht aus dem strengen Korsett seiner Erziehung und der Konventionen seiner Zeit und seines Standes befreien zu können.

Das mit Abstand Interessanteste an dem Film ist jedoch seine künstlerische Gestaltung.
Über weite Strecken wird er im Stil einer Theateraufführung inszeniert, man sieht Kulissenwechsel auf offener Bühne,
während einige Personen in einer Spielszene gezeigt werden, sieht man andere durch die Theaterkulissen laufen,
Türen öffnen sich und führen direkt von der Bühne ins Freie, selbst ein Pferderennen findet in einer Theaterkulisse statt.
Auch sonst zelebriert der Film eine bewusste Künstlichkeit, was insbesondere bei den Zugszenen zu einer ganz eigenwilligen Theaterästhetik führt.
Dazu gibt es berauschende Ballszenen, in denen Anna und Wronski durch zu Standbildern erstarrte andere Figuren tanzen, Stempel, die im Rhythmus der Musik klappern, eine Szene, in der Anna alias Keira Knightley genau wie Monets "Frau mit Sonnenschirm" auf einer blühenden Wiese ins Bild gesetzt wird - das alles ist bemerkenswert kreativ, oftmals tatsächlich ein Fest fürs Auge und tröstet über so manche Schwäche des Filmes hinweg.

Fazit: Ein schwierig zu bewertender Film.
Wer in Unkenntnis der Romanvorlage und vorheriger Verfilmungen unbefangen an diese neue Version herangeht und sich für schöne und fantasievolle Bildgestaltungen sowie originelle Regieeinfälle begeistern kann, wer vielleicht auch Baz Luhrmans "Moulin Rouge" mochte, an den mich "Anna Karenina" gestalterisch teilweise ein wenig erinnert hat, der wird den Film möglicherweise sehr mögen.
Gestalterisch hat der Film alleine schon durch seine kreative Machart und edle Ausstattung einige Achtungspunkte verdient, denn schön anzuschauen ist das Ganze über weite Strecken durchaus.
Tolstoi ist es aber leider nicht.
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am 29. Juni 2014
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich das Buch nicht gelesen habe. Daher kann ich nicht sagen, ob die Umsetzung gelungen ist. Ich war positiv überrascht von dem Film. Vor allem von Keira Knightley als Anna Karenina. So ausdrucksstark habe ich sie noch nicht gesehen. Aber auch Jude Law setzt sich gekonnt in Szene. Man darf nicht vergessen, in welcher Zeit der Film spielt. Fremd gehen war nicht die Tagesordnung. Die Gesellschaft hat Anna ihre volle Verachtung spüren lassen. Man hat ihr förmlich angemerkt, wie sie daran zerbricht, wie sie zerrissen ist. Sie möchte ihre Liebe leben, aber ihr Kind nicht verlieren. Der Zwiespalt zwischen Gefühl und Vernunft wird immer größer bis es irgendwann in Verzweiflung endet.
Mir hat das Bühnenbild und die Kameraführung gefallen. Ist jedoch sicherlich Geschmackssache. Auch die Kostümierungen fand ich gelungen. Ich kann den Film nur empfehlen.
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am 1. September 2013
Wohl wegen des hohen "Kitschfaktors" von Tolstois Buch "Anna Karenina" hat der Regisseur seine Inszenierung überdreht. Meistenteils ist sie als Bühnenaufführung angelegt, was funktioniert, wenn das Augenmerk ausschließlich auf Effekte gelegt werden soll. Tolstois inhaltlicher Vorlage wird man auf diese Weise überhaupt nicht gerecht. Wer eine ernste, auf die Tiefe der Gefühle Wert legende Auseinandersetzung mit dem klassischen Thema unmöglicher Liebe bevorzugt, sollte auf Filme wie "Jane Eyre" zurückgreifen.
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am 16. Juni 2016
Zum einen möchte ich sagen, dass der Film sehr künstlerisch dargestellt ist und an ein Theaterstück erinnern soll - wer sowas nicht mag ist hier leider falsch. Zum anderen: Das Buch von Tolstoi hat über 1000 Seiten und viele Handlungsstränge, um es also "buchgerecht" zu verfilmen bräuchte man mindestens zwei Filme oder eher drei. Diese Verfilmung schafft es also nicht die genaue Handlung des Buches wiederzugeben, aber sie schafft es die Geschichte authentisch auf die Leinwand zu bringen!
Der Film macht alles richtig, es ist nämlich ein Film und nicht ein Buch und da gibt es massive Unterschiede ...das vergesse ich selbst leider oft.

Ich empfehle diesen Film den Leuten die auch das Buch gelesen haben, denn sonst könnte es schwierig werden das Handeln mancher Figuren nachzuvollziehen - oder den wahren Grund ihres Handelns zu erkennen.
Zum Film: Die Kameraführung, die Bühnenbilder und die Kostüme sind einfach nur wunderschön! Die Schauspieler sind auch allesamt hervorragend (Auch wenn sie nicht alle 100% zu der Figurenbeschreibung im Buch passen, aber das ist ja leider häufig der Fall).
Ich habe zwei negative Kritikpunkte: 1. Man merkt dem Film an dass er schnell zum Ende kommen muss und das ist sehr schade. 2. Die Figur des Konstantin Dmitrijewitsch Lewin kommt sehr dumm rüber, aber vielleicht liegt das auch an der deutschen Synchronstimme, ich muss ihn mir mal auf englisch anschauen. Wer das Buch gelesen hat weiß, dass Lewin ein studierter und intelligenter Mensch ist/sein soll - im Film sieht man davon allerdings gar nichts und da hätte ich mehr erwartet.
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am 2. September 2013
Wer einen opulenten Ausstattungsfilm erwartet wird ein wenig enttäuscht sein; der Rahmen eines Theaters hingegen verdichtet die Sichtweise auf die Hauptpersonen und führt zu einem spannenden Psychodrama um eine Frau, die schließlich an ihrer leidenschaftlichen Liebe zerbricht. Hinreißend ist Kira Kneightley in der Titelrolle, die glaubhaft die Entwicklung dieser schönen, jungen und unglücklichen Frau verkörpert. Herausragend auch Jude Law als Karenin, während Wronskij ein wenig zu weiblich und so gar nicht schneidig wirkt, was die Entscheidung von Anna zu seinen Gunsten ein wenig seltsam anmuten lässt.
Insgesamt ein sehr guter Film, der äußerst sehenswert ist.
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am 24. Juli 2015
Ich hatte den Film schon länger im Regal stehen, wollte ihn aber erst sehen nach dem ich das Buch zu Ende gelesen habe und das war auch gut so.

Die ersten Minuten des Filmes habe ich immer wieder erwartet das Johnny Depp singend ums Eck kommt bzw habe ich auf die DVD Hülle geschaut ob vielleicht Tim Burton Regie geführt haben mag? Ich wurde ziemlich überrascht.
Die Art wie der Film aufgebaut ist war schon was besonderes, etwas neues das ich bis daher noch nicht kannte eine Mischung aus Theater und Film. Kulissenwechsel und Garderrobenwechsel im laufenden Film, allerdings am Ende nicht mehr so stark wie am Anfang, ungefähr nach 2 dritteln wurde es um einiges schwächer und im 3ten hörte es fast ganz auf.

Besonders macht den Film wie eben erwähnt die Aufmachung und die schönen Bilder, negativ muss ich sagen das ich von der Schauspielerischen Leistung nicht sonderlich Begeistert war, bzw von ein paar Figuren.
Anna Karenina/ Keira Knightley Perfekt da braucht man nicht viele Wörter verlieren sie gibt den Film das gewisse Etwas
Alexei Karenin/ Jude Law spielt auch eine sehr gute Rolle, allerdings war mir der Karenin im Buch ein wenig Sympatischer, ständing in einem inneren Konflikt der im Film halt nicht zur Geltung kam, irgendwie hatte er zu wenig Zeit sich selber zu verwirklichen.
Wronski/ Aaron Taylor-Johnson hmmmm schwer, im Film hat man vielleicht gerade mal ein drittel des wahren wronski`s kennen gelernt und der gefiel mir so gar nicht, Oberflächlich und unreif kam er rüber.... wirklich schade, da wird ein ganz falsches Bild vermittelt.
Matthew Macfadyen/ Fürst Stepan Arkadjewitsch Oblonskij Bereits in den ersten Minuten dachte ich mir Oh mein Gott... was soll der darstellen? Eine Parodie von sich selber? Die am schlimmsten dargstellte Rolle, weniger wegen der Schauspielerischen Leistung viel mehr wie er dargestellt wurde, fast wie ein Dorfttrottel.
Alicia Vikander/ Jekaterina Alexandrowna Schtscherbatzki KITTY bekamm genau wie Ljewin nur eine Nebenrolle, obwohl sie zusammen einen ganzen Roman ausfüllen.
Ljewin: wurde Gut gespielt, kam aber auch nicht an den Ljewin heran den ich aus dem Buch kannte, im Film war er einfach nur ein Trotziger Bauer der keine Ahnung von Leben hat, was man zumindest mitbekommen hat.

Wenn ich das Buch vorher nicht gelesen hätte, hätte ich auch nicht viel vom Film verstanden, die Übergänge zb, wären überhaupt nicht verständlich gewesen bzw wo sie sich gerade befinden in Moskau? in St. Petersburg? Am Land bei Wronski?
Wie bereits erwähnt eine sehr abgespeckte Version von Anna Karenina, wer den Film gesehen hat darf/ kann nacher halt nicht behaupten Anna Karenina von Tolstoi zu kennen, da mehr als 2 Drittel einfach weggelassen wurde, eine Light version von Tolstoi wenn man so will.

Die Erste Hälfte vergeht wie im Flug macht Spass, ist schön zum ansehen, die zweite Hälfte wird dann ein wenig mühsam.
Selbst das Finale auf das Tolstoi 1200 Seiten lang hinarbeitet wird nur so beiläufig erwähnt, echt schade da hätte man ein bisschen mehr machen können.

Fazit: Schöner Film, den man sich beiläufig anschauen kann ohne viel zu versäumen bzw konzentriert zuschauen kann ohne etwas zu verstehen, mal was anderes eben, von mir gibts 4 Sterne.
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am 25. Mai 2015
Was ist das?
Wahnsinn. Mein absoluter Lieblingsfilm.

Kaum habe ich mich damit zurechtgefunden, dass Tolstois "Anna Karenina" von Joe Wright auf eine künstlerische und sehr schöne Weise verfilmt wird, so werde ich abermals durch künstlerische kleine tricks und optische Wundersamkeiten überwältigt. Mal spielt die Szene auf einer Bühne - mal nehme ich gar nicht wahr, dass das Büro von Karenin (Jude Law) sich im Zuschauerraum eines Theaters befindet. Dann bemerke ich es, die Kamera zoomt und sobald ich die Szene wieder im Vollbild betrachten kann, ist das Theater verschwunden. Ich kann mich von diesen kleinen abstrakten und wundervollen Verzierungen berauschen lassen - kann sie aber auch vollkommen ignorieren und der Handlung folgen, die durch die großartige Besetzung der Anna Karenina (Keira Knightley) zu einem wahren Traum wird.

Das Russland des 19. Jahrhunderts wird durch die tolle Kameraführung, die wunderbaren Kulissen und die grandiosen Schauspieler unfassbar gut dargestellt. Es gibt kein Gut und kein Böse, wir leiden mit und verachten mit, wir spüren den Rausch der St.Petersburger Festsäle und die Qual der Moskauer Straßenbettler. Wir sehen die Charaktere mit anderen Augen, sehen ihre Schattenseiten und ihre Schönheit. Wir belachen und verstehen Kittys (Alicia Vikander) Verhalten, lieben und hassen Anna, und blicken sowohl auf zu Vronsky (Aaron Taylor-Johnson) als auch verächtlich auf ihn herab.

Es wird die Schrecklichkeit der Liebe, der Hingabe der menschlichen Triebe auf eine Art dargestellt, die Tolstoi persönlich bestimmt gefallen hätte. Kontrastreich sehen wir die Charakterzüge in der Kleidung, dem Auftreten und dem Gemüt der Personen, wir sehen Verzweiflung, Angst und dummes Glück, das nur zum Unglück führen kann.

Wer die Kunst dieses Films selbst beurteilen will, wer selbst sehen will, wie sich dieser Anna Karenina-Film deutlich von den anderen Verfilmungen der Geschichte abgrenzt und wer selbt diese unglaubliche Hingabe der Geschichte Keira Knightleys, Aaron Taylor-Johnsons, Jude Laws bewundern will; der sollte sich dieses Kunstwerk so bald wie möglich ansehen.
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am 11. Juni 2013
Dieser Film von Joe Wright ist in jeder Beziehung wunderbar. Wegen der merkwürdigen Kritiken habe ich mir die DVD erst so spät gekauft. Filmkritiker sind für mich jetzt endgültig nicht mehr ernst zu nehmen, ich werde zukünftig keine Kritiken mehr lesen, sondern mir immer selbst ein Bild machen.Da ich Tolstoikennerin bin, kann ich behaupten, dass der Film den Roman - was ja immer sehr schwer ist - wirklich in seinem Ton und in seiner Tiefe voll erfasst hat. Keira Knightley spielt die Anna durchaus stimmig, trotz ihrer Zartheit und Schlankheit, sie taucht voll in die seelische Dimension der Anna ein. Und der Schauspieler des Wronski ist der beste, den ich je in dieser Rolle sah. Die sexuelle Obsession zwischen Anna und Wronski wird so beklemmend klar wie noch nie in einer Verfilmung . Natürlich glänzt Jude Law als Karenin - er spielt den betrogenen Ehemann in dessen ganzer seelischen Zerrüttung. Schade ist nur, dass am Schluss nicht gezeigt wird, dass Wronski lebensmüde in den Krieg zieht, um den Tod zu erwarten - er kommt über Anna`s Entscheidung nicht hinweg ........... er schaut in dem Film nur erschrocken in die Kamera, wie ein ertappter Übeltäter ...
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am 12. August 2013
von 'schreckenslangweilig' bis 'absolut enttäuschend' ist da alles dabei, dies sind wohl eher diejenigen, die einen klassischen 'Hollywoodfilm' erwartet haben.
Für all jene, die schon 'Abbitte' und 'Stolz und Vorurteil' mochten, wird dieser Film keine Enttäuschung darstellen. Die dritte Zusammenarbeit des Regisseurs Joe Wrights (der sowohl gute 'Der Solist' als auch schon schlechte 'Wer ist Hannah' Filme abgeliefert hat) mit Keira Knightley ist anfangs etwas anstrengend, hat man sich aber an die 'Theateridee' gewöhnt, wird man mit tollen Kostümen, Musik und phantastischen Tanzszenen belohnt.
Jude Law spielt herausragend stoisch, Keira Knightley ist bezaubernd und die aus 'Die Königin und ihr Leibarzt' bekannte Alicia Vikander weiß auch zu überzeugen.
Die Blu-Ray Qualität ist zudem über jeden Zweifel erhaben und bietet noch jede Menge interessanter Extras, für meine Begriffe höchst empfehlenswert.
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