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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen77
4,4 von 5 Sternen
Farbe: matt schwarz|Ändern
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Liest man die Artikelangaben des M-100, so hält sich V-Moda nicht gerade bescheiden zurück. Um so beeindruckender lässt es sich natürlich lesen:

"..Der M-100 wurde von den Menschen selbst gestaltet - über 200 Audiophile, Herausgeber, Musiker, DJs und Musiker, die den Grammy gewonnen haben, haben jahrelang bei der Abstimmung und den Merkmalen der Serie zusammengearbeitet. V-MODA hat Hunderte von Prototypen eingesetzt, um Feedback von den klugen Köpfen unter den Besten in der Branche zu erhalten, damit dieser vielseitige und durch Crowdsourcing entwickelte Kopfhörer gestaltet werden konnte..."

Namen werden keine genannt, aber die Frage vergisst man ganz schnell, denn es geht weiter mit Begriffen wie "V-Strap; V-Cork; CliqFold; SpeakEasy; SharePlay; BoomPro und CoilPro". Da wird einem ganz schwindelig. Und dann ist V-Moda immer noch nicht fertig und beschreibt noch die außergewöhnliche Verarbeitungsqualität. Bis zu 70mal hält der Kopfhörer Stürze aus 2m Höhe auf Beton aus. Mehr als 10 Kopfbandbiegungen und mehr als 1000000 Kabelabknickungen. Ja für wen hat man diesen Kopfhörer denn entwickelt? Natürlich tritt dann noch die bescheidende Frage auf, warum er nicht auch wasser- und staubdicht ist. Zielgruppe? Stuntmen, Soldaten, Bauarbeiter, Menschen mit zu langen Schnürsenkeln, Goofy, Narkoleptiker, Kopfhörer-Mörder usw...

Verarbeitung und Extras:
V-Moda fängt schon sehr früh damit an, den Kunden zu beeindrucken. Dies beginnt nämlich bereits bei der außergewöhnlichen Verpackung, die mit Nieten und Kunstlederlaschen verkleidet wurde. Ein rotes Band versiegelt das Ganze. Die Prämiere wird mit einem Schnitt der Schere eröffnet und der Inhalt darf gespannt empfangen werden. Dann kommt ein dickes "WOW", denn man erblickt das außergewöhnlich designte, schwarzmatte Exoskelet-Case. Es wirkt schon irgendwie außerirdisch. Und es ist so klein! Nachdem man den Reißverschluss geöffnet hat, erblickt man den zusammengefalteten M-100. Die beiden Audiokabel sind sorgfältig zusammengewickelt durch Gummibänder an beiden Innenseiten befestigt. Nochmal ein "WOW!
Und dann hält man den M-100 in der Hand und wundert sich über sein geringes Gewicht, über seine verdammt gute Anfassqualität.
Selbst die beiden mitgelieferten Kabel sind hervorragend mit Gewebe verstärkt worden. Das Kevlar-Mikrofon-Kabel, welches man auch über Android und iOS als Steuereinheit für Songwechsel und Telefonaten verwenden kann, darf ebenso als Haupt-Audio-Kabel angesteckt werden, wie auch das Share-Play-Kabel, welches erlaubt, einen zweiten Kopfhörer mittels Klinke anzuschließen. So können zwei Personen an einer Musikquelle lauschen.
Aber nun das absolute dritte WOW: Der Crossfade M-100 besitzt nicht nur links, sondern auch rechts einen Audioeingang. Schließt man also dort eine weitere Klangquelle an, hört man zwei Songs simultan. Dabei werden beide Signale miteinander vermischt. Man hört also nicht links den einen Track und rechts den anderen, sondern beide Stücke gleichzeitig in Stereo. Nicht nur für DJ's optimal, es macht auch riesigen Spaß, wenn man einen Partner mit dranhängt und zusammen experimentiert (z.B. mit zwei MP3 Playern oder Smartphones).

WOW Nr.4 - Verarbeitungstechnisch gibt es rein gar nichts zu bemängeln. Ganz im Gegenteil. Nichts klappert, wirkt dünn, hohl, billig oder scharfkantig. Ich habe einen so robust verarbeiteten Kopfhörer in der Preisklasse unter 300€ noch nie in den Händen gehalten.

Tragekomfort:
Der Crossfade M-100 sitzt fest und sicher auf den Ohren. Sein Anpressdruck wirkt aber nicht unangenehm. Der eingesetzte Memory-Schaum, der für die Füllung der Ohrpolster Verwendung findet, zeigt dabei enorme Wirkung. Das Ohr wird komplett umschlossen und selbst leicht abstehende Löffel werden im Innenraum nicht zusammengepresst. Die Wärmeentwicklung ist nicht all zu hoch. An warmen Tagen wird jedoch die Feuchtigkeit nicht optimal abgeleitet.
Der Kopfhörer kann ohne Beschwerden längere Zeit getragen werden. Ein Audio-Technica-ATH M50 sitzt dagegen sogar etwas unbequemer.

Frequenzgang:
Im Artikeltext wird klar, dass V-Moda mit der Entwicklung des Crossfade M-100 keinen linearen Klang erzielen wollte. Den Entwicklern ging es um eine ganz eigene Signatur, die gewisse Ansprüche gerecht werden sollte. Als "modern audiophil" bezeichnet der Hersteller diese Klangsignatur. Nun, was bedeutet das? Ganz klar: zu allererst ein kräftiger, tiefer Bass und einen angenehmen, homogenen Grundton. Ob der Begriff "Audiophil" hier letztendlich passt oder nicht, sei einer Diskussion würdig.
Dennoch zeigt das Frequenzgang-Diagramm abenteuerlich aussehende Werte: Ab 300Hz (untere Mitten) beginnt eine Steigung, die bei 100hz (Oberbass) einer gleichbleibende Erhöhung von 5dB konstant standhält und bis zum nicht mehr wahrzunehmenden Frequenzende von 20Hz reicht.
Die Mitten erfahren eine leichte Senke zwischen 1000 und 2000Hz von etwa 3dB. Zwischen 4 und 8Khz fällt der Fequenzgang um etwa 15dB ab. Die berühmte Kerbe, die viele Kopfhörer in ihren Signaturen tragen, lässt den Grundton etwas wärmer und angenehmer klingen. Oft mit guten Ergebnissen (beim Audio-Technica ATH M50 fällt diese Beuge nur halb so stark aus), denn bei etwa 4 kHz erreicht die Hörschwelle des Menschen den Punkt der höchsten Wahrnehmungsempfindlichkeit. Sie wird passenderweise etwa 15dB stärker wahrgenommen. Somit sieht zwar die Senke zwischen 4 und 8KHz erst einmal unlinear aus, ergibt aber, unter Berücksichtigung der Hörschwelle, rein akustisch Sinn und bildet somit eine natürliche, örbare Linearität.
Die Hochtonspitze erreicht der M-100 von 9-10Khz (0dB Mittelfeld). Er schließt somit die hörbare Grundton-Linearität ab und fällt dann wieder steil nach unten in den nicht wahrzunehmenden Frequenzbereich.

Uns wird klar, wir haben es mit einem leicht warm abgestimmten Kopfhörer für Bass-Heats zu tun. Ultrabreite Höhen? Nein, nicht wirklich. Aber der Hörtest wird das klären.

Höreindruck (nach eintägiger Einspielphase):

-Bass-
Hochwasser im Keller? Keineswegs! Der M-100 verleiht nicht nur seinen rabenschwarzen Tiefen deutlichen Druck, sondern auch dem Oberbass. Dabei klingt hier nichts dröhnend, schwammig oder in irgendeiner Form unpräzise. Was auf das Trommelfell knallt, ist Bass in seiner reinsten Form: Schnell, trocken, konturenscharf und tiiiief. Ich gehöre eigentlich zu den "Neutralhörern" und lege viel Wert auf linearen Klang. Um bassbetonte Kopfhörer mache ich in der Regel einen großen Bogen. Aber der M-100 stellt hier die bemerkenswerteste Ausnahme dar. In der Tat bekommen dadurch Rocksongs Live-Charakter. Gehen wir weiter zur elektronische Musik, wie z.B. Daft Punk, kann hier der M-100 mit absoluter Meisterleistung in Sachen Bass und Dynamik eine mitreißende Club-Atmosphäre schaffen.
Bei orchestralen Einsätzen zeigt der M-100 aber, eben aufgrund seiner Signatur, kleine Schwächen. Hier wirken Paukenschläge mit längerer Ausschwingzeit manchmal zu monströs.

-Mitten-
An erster Stelle seien die enorm authentischen Gesangstimmen zu erwähnen. Egal ob weiblich oder männlich, der V-Moda verleiht Stimmen Körper, Lebendigkeit und absolute Klarheit. Oft hat man bei bassbetonten Kopfhörern den Nachteil, dass Gesangstimmen zu voluminös, dumpf oder verfärbt klingen. Der M-100 scheint Stimmen völlig getrennt von der Bassanhebung zu behandeln. Ähnlich einem Boxensystem, welches den Tiefbass mittels Subwoofer gesondert ausgibt. Dabei stellt er den Sänger jedoch nicht völlig in den Vordergrund, was je nach Geschmack natürlich positiv oder negativ sein kann. Aber wie schaut es mit der Wiedergabe von Instrumenten aus?
Gitarrensaiten bekommen einen schönen breitbandigen und plastischen Klang, der mit unüberhörbaren Nachdruck des Basses begleitet wird.
Cellos und tiefspielende Bläser bekommen jedoch manchmal zu viel des Guten und wirken zu voluminös. Dies ist allerdings auch abhängig von der Abmischung der jeweiligen Aufnahme.

-Höhen-
Oh-oh! Der Frequenzbereich der am meisten drunter leiden muss, wenn der Hersteller die (ganz besonders junge) Kundschaft begeistern möchte. Entweder fehlen sie fast völlig oder sie wirken unausgewogen matt oder aggressiv. Der Frequenzgang lies schon Verdächtiges befürchten. Bitte aufatmen! Die Höhen des M-100 klingen durchaus brillant. Zwar nicht auf dem analytischen Niveau des Beyerdynamic DT990, aber man hat bei keinem Song das Gefühl, dass Glanz oder Brillanz fehlt. Um den M-100 so richtig auf die Probe zu stellen, habe ich ihn mit dem Stück "I pini di Villa Borghese" von Ottorino Respighi (Album: Pini di Roma, Feste romane, Fontane di Roma) gefüttert. Das klassische, orchestrale Werk ist recht tieftonarm, brilliert aber mit heiter spielenden Glockenspielen, Bläsern, Streichern und Becken. Hier lege ich die Messlatte hoch und nehme als Maßstab den Beyerdynamic DT990 und den Teufel Aureol Real. Beide sind wahre Hochton-Brillanz-Meister. Natürlich reicht der V-Moda nicht in diese Sphären, brauch sich aber auch keineswegs vor den beiden verstecken. In den Hohen modelliert der M-100 zwar nicht ganz so fein wie der mit chirurgischer Präzision arbeitende Teufel Aureol Real, aber auch er zeigt schillernde Klangfarben und rundet dabei sehr angenehm ab, ohne feine Details grob zu verschleiern. Keine Schärfen, keine Spitzen, kein Zischen. Hier wurden die Höhen absolut präzise zugeschnitten. Brillant und doch angenehm.

Räumlichkeit: In diesem Bereich hält der Hersteller fast das, was er verspricht und schafft einen schönen, wenn auch nicht all zu großen virtuellen Raum. Der V-Moda trennt Instrumente deutlich voneinander und behält selbst in komplexen Instrumentalpassagen die Übersicht. Er kann in Sachen Räumlichkeit zwar nicht den Beyerdynamic knacken, aber er ist dafür in seiner Detaillierung und raumfüllenden Tieftonwiedergabe etwas besser.

Verwendete Hardware: Samsung Galaxy S3 (PowerAmp), Cowon S9, Asus Xonar DG, Denon DCD 700AE
Verwendete Musik: Tron Legacy - Reconfigured (Daft Punk), Django Unchained (Soundtrack), Nightcall (Kavinsky & Lovefoxxx), Dark Knight Rises (Hans Zimmer), Four Seasons (Rekomposition von Max Richter), Glory (Soundrack - James Horner), Fisherman's Woman (Emiliana Torrini), Invicible (Two Steps from Hell), Songs von Alanis Morissette und Kings of Leon.

Fazit:
Die Angaben, mit denen V-Moda wirbt sind "audiophiler ausgeglichener Precision-Bass, lebhafte Mitteltöne, kristallklare, ultrabreite Höhen, 3D-Klangbild".

Audiophiler, ausgeglichener Precision-Bass? Audiophil und ausgeglichen - nein. Precision-Bass - ja.
Lebhafte Mitteltöne: Ja.
Kristallklare, ultrabreite Höhen? Kristallklar - ja, ultrabreit - nein.
3D-Klangbild? Räumlich - ja, 3D - eher nicht.

Der V-Moda ist leider kein Allrounder, da er einigen Musikstücken etwas zu viel Tieftonfundament verleiht ( vor allem in der Klassik ) und somit die nötige Transparenz für den audiophilen Genuss nicht immer gegeben wird - die Durchhörbarkeit wird dadurch etwas erschwert. Aber dafür wurde er nicht gemacht. Sein Spezialgebiet liegt auf der Hand. Beeindruckend kräftige, sehr tiefe und konturierte Bässe, detailreiche und leicht warme Mitten, authentische Stimmenwiedergabe, eine breite Bühne und sanft-brillante Höhen zeichnen seinen Klangcharakter aus.
Er ist der Hörer für's Grobe und man darf ihn ruhig aufbehalten, sollte man je mit einem Baseball-Schläger verprügelt werden.
Ich habe mich etwas schwer getan mit der Bewertung. Gebe ich ihm vier Sterne, wegen der etwas eingeschränkten Einsatzfähigkeit oder doch fünf, wegen des FunFactor? Es macht einfach riesigen Spaß fetzige Songs zu hören. Für die sanfte Klassik habe ich dafür den Teufel Aureol Real. Der M-100 eignet sich hervorragend für mobile Player, da er recht laut aufspielt und kompakt designed wurde. Leider lässt er etwas Musik in die Umgebung durchdringen. Dafür schottet er aber beim Musikhören gut genug von der Außenwelt ab. Solange die Musik spielt, nimmt man Laute aus der Umgebung nicht wahr. Schreiende Babys hört man aber trotzdem gerade noch.

Pro:
+ Klangqualität
+ Massive Verarbeitung
+ Stabiles Case
+ Kompaktes Design
+ 32Ohm und laut genug für mobile Abspieler
+ Crossfade-Funktion
+ Kabel nicht fest installiert
+ SharePlay (Anschluss eines zusätzlichen Kopfhörers)
+ Zwei stabile Audiokabel inkl.
+ Zwei Klinkenbuchsen-Schoner (Staubschutz) inkl.
+ Austauschbare Blenden in verschiedenen Farben erhältlich (ca. 25€)
+ Verpackung zu schön zum wegwerfen

Contra:
- Kein richtiger Allrounder
- Hoher Preis

*- Nicht wasser- und staubdicht, nicht Kugelsicher, kein Messer und kein Kompass eingebaut, nicht feuerfest*
99 Kommentare|50 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2013
Über 5 Jahre lang war ich auf der Suche nach dem oberen Ende der "on the go & at home" Over-Ear Headphone Evolution,
was vermutlich für jeden etwas anderes bedeutet, für mich heisst es, dass der Kopfhörer in folgenden Kategorien bestehen muss:
Möglichst brilliante Auflösung, kompaktes, schlicht-stylisches Design, welches sich für ein paar Stunden auf dem Kopf aushalten lässt,
abnehmbares Audiokabel und nicht zu kurz kommendem Bass,ohne dabei unnatürlich zu klingen. Oder kurz: Design, Sound, Komfort.

Als ich im Internet zum ersten Mal auf den M-100 stieß und etliche Rezensionen laß, war klar, dass ich ihn testen muss. Da für mich bestellen -> testen -> zurücksenden außer Frage stand, recherchierte ich auf V-Moda's Internetseite nach deutschen Retailern. Letztendlich landete ich bei "Zimmerli Sounds" in Düsseldorf, wo ich einen Termin zum Probehören bekam.

Der sehr nette und hilfsbereite Besitzer nutzt den M-100 in seinem Studio u.A. wegen der (patentieren) Doppel-Membran, was mir jedoch noch zu sehr nach Werbung klang. Meine Skepsis legte sich allmählich, als er mir zeigte, dass er selbst die Membran nutzt, um sie in eigens entwickelte Sound-Kissen zu verbauen. Was? Genau. Kissen aus denen Musik kommt. Dann ging es an den Kopfhörer.

Ich möchte kurz einen Satz zur Verpackung loswerden:
Die Wertigkeit der Verpackung steht ebenso ausser Frage, wie der Moment, in dem man die Stoffversiegelung zerschneidet;
doch das Marketing/Designteam wird der Verpackung des M-100 mit der Farbkombination weiss/orange ebenso wenig gerecht,
wie mit einer attraktiven Frau, die, neben dem Produkt, schwarze Federn in den Haaren trägt
und damit die Rückseite der Verpackung ziert.
Hübsch aber hä?

Als ich den M-100 aus dem kleinen, robusten Case holte,
bei dem man sich bewusst wird, dass hier jeder Zentimeter durchdacht ist,
hielt ich ihn nach dem wohklingenden Klicken der Scharniere endlich in der Hand:
Kurzum: Er fühlt sich noch viel besser und wertiger an, als es auf den Bildern wirkt.
Das Selbe gilt für die Transporttasche und das mitgelieferte Zubehör.
Das Design dieses Kopfhörers ist in meinen Augen konkurrenzlos.

Design/Qualitätstest: Inspired in Italy, Styled in Hollywood. ..Assembled in China. Na und? Bestanden.

Ein Wort zum (theoretischen) Klangbild: Was den Frequenzgang betrifft,
möchte ich auf die vorzügliche Rezension "The Specialist" von "MogwaiSoul" verweisen.
Jedoch: Wer, wie ich, visuelle Stimuli schätzt, suche bei google Bilder
"vmoda m100 graph pcgames", und wähle das erste Bild (HeadRoom Wasserzeichen),
welches den Frequenzgang des M100 sehr anschaulich unter anderem mit Beyerdynamic's DT990 vergleicht.

Die Hörprobe:
Einige der Testlieder:

Daft Punk - Fall
Boys Noize - Jeffer
Chvrches - Science/Visions
Biffy Clyro - 9/15ths
Kings of Convenience - Boat Behind
Minus The Bear - Pony Up!
Buena Vista Social Club - Chan Chan

Was mich noch noch mehr, als die Qualität des Produkts selbst, überraschte, war die Lautstärke, welche der M-100 ausgibt:
Mein iPod war zu 2/5 aufgedreht, womit ich mehr als genügend beschallt wurde.
Tendiert man dazu, seine Musik (wesentlich) lauter zu genießen, sei gesagt, dass der M-100 in Sachen Noise Cancelling (ob von innen oder außen)
nicht das Wahre ist, hier würde ich persönlich wahrscheinlich die Schulnote 2- geben.

Bei Daft Punk's "Fall" verwunderte mich direkt die Klarheit, mit der man die Streicher trotz des hämmernden Basses wahrnimmt,
welcher sehr präsent und knackig ist, jedoch nie so sehr punched, dass er die Mitten und Höhen verschluckt.
Bei "Jeffer" holt der M-100 weitaus mehr Detail als sonst hervor; die Background-Voice dringt wesentlich besser ans Ohr als mit anderen KH.
Lauren Mayberry's (Chvrches) verzaubernde Stimme hat mehr Körper und schwebt über dem düsteren Setting von Science/Visions,
ohne dem kristallklaren Keyboard, Synths und dem vorherrschendem Bass nachzugeben.

Die lebhaften Stimmen ziehen sich wie ein roter Faden durch alle getesteten Lieder und Genres:
9/15ths' Chor rückt ein ganzes Stück weiter auf Simon Neil zu, in "Boat Behind" scheint es ein Stück leichter, die so ähnlichen Stimmen der Kings of Convenience auseinanderzuhalten, während die Violine vibrierender und kraftvoller denn je klingt.
Meine erste Gänsehaut bescherrt mir die eindringliche, glasklare Gitarre bei "Pony Up!" in Kombination mit der L/R-Spielerei.
Schloss ich bei "Chan Chan" die Augen, war das ideale Kuba dieser musikalischen Utopie ein ganzes Stück näher.
Soweit so gut.

Einigen Rezensionen nach heisst es,
der M-100 sei ungeeignet für Klassik bzw Filmmusik, was ich nicht ungetestet lassen konnte.
Die Songs, die für meinen Klassik-Test herhielten, haben ihren Job in Sachen Auflösung meines Erachtens nach jedoch mit Bravur gemeistert,
auch wenn ich gestehen muss, dass noch Platz nach oben ist.

Death is the Road to Awe - The Fountain OST
[Klare Höhen, gute Auflösung, das Glockenspiel geht jedoch teilweise unter/könnte präsenter sein]
People of the North Pole - Final Fantasy X Piano Collections
[Keine Abstriche]
Apotheosis - Journey OST
[Sogar wesentlich detailierter wahrgenommen, die oberen Höhen sind nicht unangenehm grell aufgefallen]

Klangtest: Bestanden. Skeptisch? Warten Sie die Burn In Phase ab.

Nach meinem Test konnte ich sagen, dass der V-Moda M-100 nicht makellos ist:
Uneingetragen ist er sicherlich nicht der bequemste Kopfhörer; nach spätestens 2 Stunden will man eine Pause machen,
sei es wegen warmer Ohren, Auflagedruck oder beidem.
Doch, wie auch bei guten Schuhen, empfiehlt es sich, dem Kopfhörer ein bisschen Zeit zu geben,
sich an den Kopf anzupassen.

Komforttest: Mit Hinsicht auf viele Stunden des (Ein)tragens: Bestanden

Für mich ist ganz klar, dass ich gefunden habe, was ich lange suchen musste:
Die Perfektion aus Sound, Design und Qualität. Der Preis mag abschrecken (wenn auch mittlerweile deutlich gesenkt!)
Dieser ist jedoch, in Anbetracht dessen, was man dafür erhält, vollends gerechtfertigt.

Trotzdem wird es Menschen geben, die hiermit eher kein Vergnügen haben werden. Darunter sind eventuell
- Analytische Audiophile
- Klassik - Hörer
- Menschen mit großen Ohren (wobei V-Moda separate XL Pads anbietet)
- Menschen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht angestarrt werden wollen, weil sie ihre Musik gerne LAUT hören

Ansonsten: Klare Kaufempfehlung.
22 Kommentare|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. September 2014
Ich verwende die M100 zum Musik hören (EDM) und produzieren und sie sind der Hammer!!! Sound ist 1A klaar und der Bass ist auch sehr gut. Für alle Freunde der Electronic Dance Musik ist es ein Perfekter Kopfhörer der sehr robust und kompackt ist!
Anfangs habe ich mir überlegt ob ich mir so einen teuren Kopfhörer kaufen soll doch jetzt kann ich sagen, dass er es wert ist!!

Nachtrag 29.1.2015:
Habe die Kopfhörer am 13. September 2014 erhalten und alles war top doch jetzt sind die Kopfhörer wie ausgeleiert haben keinen druck mehr und bieten somit keinen halt.... schade!
Die kopfhörer rutschen somit beim Bewegen was sehr störent ist bei einem Produkt in dieser Preiskategorie für mich ein NOGO. Werder versuchen sie umzutauschen villeicht ist es ja nur bei meinen ein produktionsmangel.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Juli 2013
Farbe: matt schwarz|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Diese Rezension bezieht sich auf V-MODA Crossfade M-100

Bilanz aller bisherigen Amazon-Rezensionen zu diesem Produkt: 8 x 5* + 1 x 4* = 44*. Das ist absolute Spitzenklasse! Nun ja, ich zögere schon recht lange, meine Rezension zu schreiben, denn mich hat auch dieser teure Kopfhörer leider wieder nicht vom Stuhl gehauen. Das hatte ich inständig gehofft, um endlich meinen betagten und allmählich aus dem Leim gehenden "Vivanco SR2000 ifl" von 1993 aufs Altenteil schicken zu können. Aber ich werde ihn auch diesmal wieder nicht los...

Überlegungen zur Zielgruppe
Es ist relativ schnell klar: Dieser Kopfhörer richtet sich in erster Linie an Kunden, die außerhalb ihrer vier Wände unterwegs sind und dabei klangkomfortabel Musik hören wollen. In aller Regel sind dort die unerwünschten Nebengeräusche deutlich höher als daheim. Also gilt es, die Ohren vor bösblühendem Lärm zu schützen. Andererseits dürfte die Konzentration des Hörers sowie seine Wahrnehmungsfähigkeit durch mannigfaltige, zusätzliche Sinneseindrücke beeinträchtigt sein. Dadurch treten akustische Eigenschaften wie Frequenzspektrum und Transparenz sensorisch in den Hintergrund. Ähnlich verhält es sich z. B. bei einer Stereoanlage in einem Mittelklasse-Pkw: Ab 100 km/h verwischen tontechnische Feinheiten, und bodenständiger Sound tritt in den Vordergrund.

Edle Materialien, robuste Verarbeitung
Vor dem detaillierten Hörtest gibt es nichts zu meckern: das gesamte Produktdesign ist originell und wertig. Da wurde richtig rangeklotzt, selbst bei der Verpackung geizte der Hersteller nicht mit Aufwand. Und es geht munter weiter: Die Aufbewahrungsbox (Hardcase) mit Karabinerhaken (!) gibt dem Doppelhörrohr ein staub- und bruchsicheres Zuhause. Zwei unterschiedliche Anschlußkabel, ein vergoldeter Klinkenadapter und zwei Verschlußnippel sind beigepackt (siehe hierzu meine Fotos). Erster Kritikpunkt: Beide Kabel sind fürs Hören auf heimischen Polstern, also für meine Zwecke, definitiv zu kurz. Optional soll es ein längeres Anschlußset zu kaufen geben - ich konnte es bislang nirgendwo finden. Für Headphones-to-go ist die Konfektionierung optimal.

Äußere Detailbetrachtung
Noch immer halte ich den Kopfhörer nur in den Händen und registriere aufwendige Gestaltung in allen Details. Das generelle Design ist natürlich Geschmackssache; es wirkt eher nüchtern, sachlich, industriell. Entscheidender ist für mich die Verarbeitung: viel Metall, viele Schrauben, gediegende Materialien, wohin man auch schaut. Sehr pfiffig ist die Sache mit den beiden Anschlußmöglichkeiten für das Kabel ("duale Eingänge"), das deswegen natürlich auch abnehmbar ist. Und sehr wichtig: keine spezielle Hausnorm wird verwendet, ein herkömmliches Miniklinkenkabel ist anschließbar (sofern die Gummitülle des Kinkensteckers nicht zu dick ist). "SharePlay"-Buchse am Anschlußkabel: Hier kann man einen zweiten Kopfhörer einstöpseln. Aber Achtung: Wenn dieses Teil eine andere Impedanz (Innenwiderstand) hat, sind die parallel betriebenen Headphones (u. U. sehr) unterschiedlich laut!

Tragekomfort
Der Kopfhörer sitzt recht stramm, der Bügel drückt leicht auf meinen fast haarlosen Kopfdeckel, die Hörmuscheln sind für meine Ohren etwas zu klein geraten. Nach längerem Hören kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Das sind für mich aber alles keine KO-Kriterien, sondern persönliche Gegebenheiten. Die Schutz-Klebefolien auf den seitlichen Metallschilden sollte man alsbald abziehen (wenn man den Hörer nicht umtauschen will). Ansonsten besteht die Gefahr, daß sich der Klebstoff mit der Lackierung verbindet und nicht mehr rückstandsfrei abgeht.

Laß doch mal hören...
Nach all diesen Betrachtungen geht es jetzt um die Wurst! Wie klingt das Teil denn nun? Und an diesem zentralen Punkt wird meine Begeisterung über die äußeren Werte leider nicht unerheblich neutralisiert. Es gibt gewiß diffizile Meßverfahren, um die akustischen und elektrischen Eigenschaften von Kopfhörern zu versachlichen. Letztlich entscheidet aber stets das subjektive Empfinden, wie "gut" oder "schlecht" Headphones klingt. Und selbst dabei kommt es nicht zuletzt auf die Art der Musik an, die der einzelne Hörer gerade bevorzugt. Etwa: Klassik und Techno - das sind zwei ganz verschiedene Sphären! Schließlich mag der eine mehr knackige Bässe, die andere eher analytische Brillanz.
Ich beschränke mich beim Hörtest auf Musikstücke, die klanglich ausgewogen sind und die ich genau kenne. Da gibt es tausende, ich habe sechs davon spontan ausgewählt:
(1) Dvorak: Sinfonie Nr. 9, Rafael Kubelik (1973) Sämtliche Sinfonien 1-9 oder Dvorak: Sinfonie Nr. 8 + 9
(2) Tommy Dorsey: Tea For Two Cha Cha (1958) Tea for Two Cha Chas
(3) Beatles: Yesterday (1965) Help!
(4) Mendelssohn: Streichquartett Es-dur op. 12, Melos Quartett (1976) Mendelssohn: Die Streichquartette
(5) Bert Kaempfert: Tahitian Sunset (1966) Bye Bye Blues
(6) Blue Diamonds: Wie damals in Paris (In A Little Spanish Town) (1961) Ramona
Die akustischen Eindrücke haben mich - im direkten Vergleich mit meinem Vivanco- und meinem AKG K1000-Kopfhörer - nicht hinreichend überzeugt. Vielleicht liegt das teilweise auch an der Musikrichtung, aber das will ich nicht gelten lassen. Vor allem die relativ geringe Transparenz und die abfallenden Höhen (5 - 30.000 Hz laut Hersteller - ein theoretischer Meßwert) verweisen den V-Moda klar auf den dritten Platz. Speziell zur Wiedergabe von Klassik-Aufnahmen ist dieser Hörer gewiß nicht prädestiniert. Letztlich spielt die Stilrichtung keine alles entscheidende Rolle. Auch bei (6), einem Schlager mit hinreißendem Orchester-Arrangement und zugleich natürlichem und räumlichen Sound, dringt der V-Moda klanglich nicht zur Spitze vor.

Attribute und Wertungen
+ Materialien und Verarbeitung absolut erstklassig
+ Auswechselbare Metallschilde (optionales Zubehör, 40 Euro - teuer!) für die Außenflächen der Hörmuscheln, z. B. V-MODA Blendensatz
+ Wer das möchte: Auf der V-Moda-Homepage kann der Käufer ein individuelles Wunschdesign selbst gestalten
+ Anschlußperipherie ist gut durchdacht
+ Optionales Zubehör für weitere Funktionen erhältlich
+ Sehr laut, da niederohmige Wandler eingebaut sind (32 Ohm). High-End-Kopfhörer sind meistens hochohmig (ab 100 Ohm), erfordern also mehr Verstärkerleistung
+ kräftige Bässe
+ klare Mitten
o Werbeslogan "3D-Klangbild… erinnert an das Erlebnis eines Live-Auftritts" nicht erhörbar
o Ersatzpolster angeblich erhältlich, ich konnte sie im Internet nicht aufspüren
o Hoher Preis, der durch sehr aufwendige Verarbeitung jedoch gerechtfertigt erscheint
- Schwache Höhen
- Klangspektrum zu intransparent (semi-brillant) und zu wenig analytisch

Resümee
Wenn Sie einen durch und durch robusten Kopfhörer für unterwegs suchen, sind Sie mit dem V-Moda bestens bedient! Einen etwaig vorhandenen, "stationären" High-End-Hörer kann er jedoch nach meiner Einschätzung kaum ersetzen. Das ist aber wohl auch nicht Ziel des Herstellers gewesen. Das zeigen allein schon die individuellen Konfigurationsmöglichkeiten bzgl. des Designs (Farbe der Ohrpolster, Layout und Beschriftung der äußeren Metallschilde). So etwas ist daheim obsolet, unterwegs für manchen verlockend.
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22 Kommentare|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2015
Ich habe diese Kopfhörer als Alternative für meine Sennheiser Momentum 2 getestet. Der Sound ist wirklich nicht schlecht, jedoch fehlen mir zu viele Details. Man hört oft, dass dieser Kopfhörer für EDM Fans geeignet ist, was ich nur bedingt bestätigen kann. Jemand der wirklich auf viel Bass steht richtige Hardcore Musik hört hätte sicherlich Spaß an diesen Kopfhörern. Für mich, als EDM Fan, waren Sie jedoch nichts, da der Sound zu bassbetont - einseitig war. Ich bleibe bei den Sennheiser Momentum 2, die von der Akustik wesentlich mehr zu bieten haben und ebenfalls ordentlich Bass wiedergeben.
Was den Tragekomfort betrifft waren mir diese Kopfhörer zu eng. Der Druck war für mich persönlich zu groß und nach ca. 30 min fingen sie an zu stören. Die Ohrmuscheln haben so gerade gepasst.
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am 22. Mai 2015
Der Crossfade M-100 für Hörer gedacht, die sich einen bassbetonten, aber nicht höhenbetonten Kopfhörer für unterwegs wünschen, der die Mitten nicht verdeckt und eine sehr gute Auflösung bietet. Dies ist auch schon fast das Fazit meiner Rezension, das ich im folgenden detailliert erläutern werde. Im Abschnitt "Klang" gehe ich auch darauf ein, ob sich die Marketingbegriffe "modern audiophile", "3D Sound" und "ultrabreite Klarheit" in der Praxis bestätigen. Kleiner Spoiler: Ich halte sie trotz meiner Begeisterung für den Kopfhörer für grob irreführend.

Features

Der V-Moda ist mit sehr soliden Features ausgestattet, bei denen sich nur wenige Lücken finden.
Er ist sehr robust gebaut. Bei ungünstigen Stürzen können sich die Hörmuscheln vom Kopfband lösen, sie lassen sich dann aber ohne Probleme wieder einsetzen. Das Kopfband selbst ist aus dickem Stahl. Bei meinem schwarzen Modell zerkratzen die Zierblenden relativ schnell, da sie aus einem Sofatouch-Material bestehen. Dies erkennt man jedoch nur aus nächster Nähe, der Look wird meiner Ansicht nach nicht gestört.
Die Sprechfunktion funktioniert einwandfrei und mein Gesprächspartner hat mich durch das Headset sehr gut verstanden. Allerdings ist es natürlich ein merkwürdiges Gefühl, mit einem geschlossenen Kopfhörer zu telefonieren, da man seine eigene Stimme als laut und dumpf wahrnimmt.
Mit der 1-Tasten-Fernbedienung lässt sich Vor- und Zurückspulen. Allerdings akzeptiert sie Klicks hintereinander nur mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Dies hat einige Eingewöhnung erfordert, inzwischen gelingt mir die Bedienung aber gut. Leider lässt sich nicht die Lautstärke verstellen.

Isolierung

Der einzige wirkliche Kritikpunkt des Kopfhörers ist für mich die Isolierung. Streng genommen handelt es sich nicht um ein geschlossenes, sondern um ein Port-Design. Das bedeutet, dass sich kleine Schlitze auf der Außenseite befinden, um die Klangqualität zu verbessern. Dadurch gelangt natürlich auch mehr Schall nach innen. Mich stört das nicht, da ich mich dadurch nicht so abgekapselt von der Außenwelt fühle. Jeder, der für den Preis eine sehr gute Isolierung etwa auf Augenhöhe des ATH-M50 oder von IEMs erwartet, wird aber sehr enttäuscht sein.

Sound

Nun zum wichtigsten: dem Sound. Hier ist das Marketing von V-Moda meiner Ansicht nach besonders irreführend - die Schlagwörter 'modern audiophile', '3D Sound' und "ultrabreite Klarheit" rufen einfach falsche Assoziationen hervor.

Zunächst zur Abstimmung des Kopfhörers: Die Bässe sind bis in den Tiefbass hinein stark betont, und die Mitten weisen eine geringere Absenkung in dem Bereich auf, in dem das menschliche Ohr besonders empfindlich ist. Die Höhen sind zurückgenommen - mit Ausnahme eines kleinen Peaks im typischen Bereich.
Das Ergebnis ist ein Sound, der Bassfrequenzen, menschliche Stimmen und viele akustische Instrumente betont. Dabei werden die Mitten nicht überdeckt - absolut keine Selbstverständlichkeit - sondern tatsächlich noch zusätzlich in den Vordergrund geholt, ohne harsch zu wirken. Bässe und Mitten sind klar voneinander getrennt. Damit ist der Kopfhörer für reine 'Bassheads' sehr gut geeignet, die eine V-Charakteristik, bei der die Stimmen und Harmonien in den Hintergrund geraten, nicht mögen. Ich selbst fange bei starken Aufnahmen unweigerlich an, mit dem Kopf zu nicken. Dies ist größtenteils Genre-unabhängig; ob ich nun Gitarrenmusik, EDM oder gar Singer/ Songwriter-Songs höre, ist zweitrangig. Bei Rock- und Metallaufnahmen, die stark komprimiert und gleichzeitig oberbassbetont sind, kann jedoch manchmal ein unangenehmer, räumlich gepresster Eindruck entstehen. Durch den Bass-Boost erscheinen Gitarren, weibliche Stimmen etc. auch einen Tick 'bauchiger' und voluminöser - ich mag das. Menschen, die darauf allergisch reagieren, sollten sich wohl sowieso nach einem neutral abgestimmten Kopfhörer umschauen.
Für Hörer mit anderen Gewohnheiten sieht es natürlich ganz anders aus: Menschen, die sehr stark auf im Mix betonte Höhen, also 'Details' und einen weiten Raumeindruck ansprechen, kommt der Kopfhörer zu 'dunkel' vor. Meinem Vater und Schwager (beyerdynamic T70) beispielsweise gefielen die Abstimmung gar nicht.

Alle weiteren technischen Gegebenheiten befinden sich auf einem hohen Niveau, das dem Preis angemessen ist. So ist die Auflösung in allen Frequenzbereichen sehr gut. Besonders im Bassbereich fällt dies auf; die Auflösung ist hier wesentlich besser als beispielsweise beim ATH-M50X. Letzterer scheint dafür etwas mehr 'Punch' zu liefern. In den Mitten meine ich ebenfalls eine etwas bessere Auflösung als beim Audio Technica zu erkennen; der V-Moda scheint mir nicht ganz so 'harsch' zu klingen.
Der Raumklang ist Standard: eine gute zweidimensionale Trennung von links nach rechts, ohne wirklich dreidimensional zu wirken. Genau dies habe ich von einem quasi geschlossenen Kopfhörer erwartet; der Marketingbegriff '3D Sound' ist aber schlichtweg falsch.
Etwas anders sieht dies mit der Höhenextension aus: Diese bewirbt V-Moda ja ebenfalls explizit. Für mich wirken die Höhen zu keinem Zeitpunkt abgeschnitten, auch höchste Obertöne scheinen mir gut reproduziert zu werden. Auf der anderen Seite sind die Bässe und Mitten ja stark gegenüber den Höhen betont, insgesamt steht diese Höhenextension also im Mix nicht im Vordergrund und sorgt nicht für eine stärkere analytische Durchhörbarkeit oder einen weiten Raumeindruck. Auch hier werden also Käufer enttäuscht werden, die sich von der "ultrabreiten Klarheit" viel versprochen haben.

Fazit

Für mich ist der V-Moda ein einzigartiger, sehr emotionaler und involvierender Kopfhörer. Ich genieße damit unterwegs und zu Hause fast jede Aufnahme. Wenn Sie ebenfalls zu den Hörern gehören, die die Musik 'von unten' hören, die Beats-Abstimmung als zu zudeckend empfinden und mit der mittelprächtigen Isolierung leben können, werden Sie viel Freude mit dem Kopfhörer haben. Den damaligen Kaufpreis von 260€ halte ich nach wie vor für absolut angemessen, 280€ gehen auch gerade noch. Wenn Sie aber betonte Bässe UND Höhen mögen und keinen Wert auf präsente Stimmen und akustische Instrumente legen, sollten Sie zu einer V-Abstimmung (wie beispielsweise beim Sennheiser Momentum oder Audio Technica M50X) greifen.
Es versteht sich von selbst, dass der Kopfhörer ganz und gar nicht neutral abgestimmt wurde. Er befindet sich technisch auf einem hohen Niveau, "modern audiophile" ist jedoch völliger Quatsch. Jeder, der damit Klassik, akustischen Jazz oder andere akustische Livemusik hören möchte, sollte zu einem neutral (z. B. NAD Viso HP50) oder je nach Präferenz eventuell spitz abgestimmten Kopfhörer (wie dem beyerdynamic T70) greifen und einen weiten Bogen um diesen hervorragenden, aber ganz und gar nicht audiophilen Kopfhörer machen.

Einen Stern Abzug von den ansonsten wohlverdienten fünf Sternen gibt's für die hohe Preisempfehlung von 299€ und die irreführende Werbung. Nicht berücksichtigt bleiben dabei natürlich die geschmacklichen Präferenzen der Hörer - Klangabstimmungen lassen sich meiner Ansicht nach nicht objektiv vergleichbar bewerten.
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am 1. Februar 2016
-. Audio Quality: 4.5/5
-. Comfort: 4/5
-. Design: 4/5
-. Value: 5/5

Pros:
-. For mobile listening the bass seems just right to me
-. Bass has a chest-thumping kind of feeling
-. Midrange frequencies have a nice lush/organic sound to them that sounds very natural and tonally accurate; the upper-midrange has a slight emphasis (so instruments such as violins, and female vocals are more pronounced)
-. Highs have sparkle without being fatiguing
-. STEELFLEX headband can be hyper-extended/stretched so that it can be "bent" to fit your head better (flatten the headband to decrease the clamping force, twist the headband to make the earcups angled, etc.)
-. Excellent instrument separation (instruments are clearly defined within a song)
-. Very excellent build quality as a whole (lots of metal parts in important structural areas)
-. Minimal noise leakage despite semi-closed (V-PORT) design
-. Cables are replaceable and do not lock
-. Earpads are replaceable
-. Can be driven quite well with an iPod/iPhone (it does benefit from an amp though)
-. Accessories bundled with the M-100 are plentiful

Cons:
-. Midrange is laid-back in presentation relative to the bass and lower-treble (laid-back meaning they sound distant)
-. Upper-treble is quiet/not very good treble extension (likely due to V-MODA decreasing the treble peaks that cause hearing loss and fatigue)
-. Soundstage is deeper than wide, which presents instruments oddly
-. Earpads are shallow in depth and might be too small in size for people with larger ears
-. Earpads tend to get warm and moist/wet
-. Some cable noise/microphonics can be heard (with the SpeakEasy cable, a lot more is heard)
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am 21. Januar 2016
Pro:
Dieses Produkt bietet ein ausgezeichnetes Klangerlebnis. Es gibt keine klare Frequenzpräferenz, wodurch das Klangbild sehr sauber und stimmig ausfällt.
Die Höhen und Tiefen werden klar und sauber wiedergegeben und überschneiden sich auch nicht mit dem mittleren Klangfeld.
Alles in allem also ein Top-Headset, für jemanden der einen sehr guten Rundum-Klang haben möchte.
Klasse und wertige Optik. Ein Hingucker.
2 Anschlüsse für das Kabel. Wenn mal eines kaputt geht (wie bei meinen LP²), hätte man noch eine Ausfallbuchse.

Hier kommen wir nun zum "Aber":

Contra:
- Das Kopfband finde ich ein wenig klein dimensioniert. Für Leute mit einem größeren Kopf könnte es unter Umständen etwas schwieriger werden, die Kopfhörer bequem auf den Kopf zu bringen.
- Die Ohrmuscheln sind ein klein wenig klein geraten. Ich habe wirklich kleine Ohren, hatte aber durch das etwas kurze Kopfband ein wenig Mühe, die Kopfhörer bequem auf den Kopf zu bekommen, ohne dass sie mir meine Tunnel gegen das Ohr quetschen.

Nun zum wichtigsten:
Für das, was mit den Kopfhörern möglich ist, finde ich den Preis jedoch nicht angemessen.

Um zu erklären, warum ich dieses Gerät wieder zurücksenden "musste", eine kurze Vorgeschichte:

{{{ Ich war/bin Besitzer eines der Vorgängermodelle (LP²), das mir sehr an's Herz gewachsen ist.
Ja, das LP² bietet ein weniger sauberes Klangerlebnis wie die M-100.
LP² legt hier auch einen deutlichen Schwerpunkt auf einen tiefen und starken Bass. Unter Umständen kommt es hier tatsächlich dazu, dass der mittlere Frequenzbereich etwas überlagert und somit teilweise geschluckt wird.
Nun bin ich aber Audiophiler Musikenthusiast.
Mit entsprechendem AMP und den richtigen Filtern+Equalizer-Einstellungen gaben mir die LP² genau das, was ich von einem Kopfhörer wollte.
Satter, tiefer und wirklich überwältigender Bass und, durch Modifikationen des Klangbildes, eben auch den vormals geschwächten, nun aber sauberen mittleren und hohen Klangbereich.
Das tolle daran: Ich hatte über den AMP noch etwas Spielraum, auch was den Bass angeht. Hier hätte ich noch etwas mehr Dampf machen können, was dann aber mit der Zeit durch die starken Vibrationen unangenehm am Kopf wird.
Ich habe, und da bin ich ehrlich, c.a. 2 Wochen gebraucht, um das Klangbild so abzustimmen, dass ich zufrieden damit war. }}}

Nun aber zurück zu den M-100 Kopfhörern.
Ich hatte die Hoffnung, dass ich über den AMP und Filter/Equalizer ebenso viel Spielraum bei der Anpassung des Klangbildes habe, wie bei meinen LP².
Leider wurde ich enttäuscht.
Selbst mit allem, was der AMP hergab, reichte es nicht auch einen nur ansatzweise so eindrucksvollen Bass, wie bei den LP² zu erzeugen.
Der Bass war zwar "nett", aber das war auch schon alles.
Ich musste hier nun nichts mehr am mittleren und hohen Frequenzbereich ändern, vielleicht ein paar minimale Anpassungen. Dahingehend war der Klang wirklich hervorragend.
Aber ich kann, und erst recht nicht bei diesem Preis, mich mit diesem enttäuschenden Bass nicht zufrieden geben.

Ich habe so über 2 Tage versucht Anpassungen vorzunehmen und das Klangbild weiter zu optimieren. Leider ohne Erfolg.
Egal welchen Schalter ich auch umstellte, welchen Regler ich verschob, der Bass kam nie über eine bestimmte Schwelle hinaus.
Mir fehlte das Gefühl, bei bestimmten Musikpassagen vom Bass und der Kraft, die darin liegen sollte, mitgerissen zu werden.

Ich höre vorzugsweise Black-/Pagan Metal, aber eben auch Soundtracks und auch klassische Musik. Ich lege somit also hohen Wert auf ein Klangbild, dass in ALLEN Bereichen stimmig und auch so perfekt wie nur möglich ist.
Selbst wenn ich das Klangbild dafür anpassen muss, so ist mir das Recht, wenn das Endergebnis stimmt.
Leider war mir, aus technischer Sicht, hier jedoch die Möglichkeit verwehrt, das Klangbild auf meine Bedürfnisse anzupassen.

Für 250€ erwarte ich dann eben schon, dass ich da einen deutlich größeren Spielraum habe.
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am 6. Mai 2015
Auf meiner Suche nach einem bassbetonten "Spaßkopfhörer", der gut für Hip-Hop und Rap geeignet ist bin ich auf den Crossfade M-100 gestoßen. Aufgrund der vielen positiven Rezensionen und Empfehlungen habe ich mich schon sehr darauf gefreut.
Beim ersten Anspielen hat es mir dann auch gleich ein freudiges Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Der Hip-Hop Beat pumpte mit kräftigem Bass und knackiger Snare in meine Ohren. Wow, was für ein toller, druckvoller Sound. Doch als der Rap-Part begann kam die große Ernüchterung und meine Freude verflog. Im mittleren Frequenzbereich klafft ein riesengroßes Loch. Dies führt dazu, dass Stimmen extrem zurückgenommen und dumpf klingen. Der Rapper verschwindet hinter dem Beat und wird förmlich von ihm erdrückt. Für EDM und Musik bei der der Beat im Vordergrund steht ist der Crossfade M-100 sicher hervorragend geeignet. Wenn einem aber Sprache und Sprachverständlichkeit wichtig ist sollte man besser einen großen Bogen um den Crossfade M-100 machen.
Schade eigentlich. Verarbeitung, Optik, Portabilität und eigentlich alles an diesem Kopfhörer ist 1A. Nur was bringt das, wenn einem der Sound nicht zusagt. Daher werde ich ihn leider wieder zurückschicken.

+ hochwertige Verarbeitung
+ sehr bequemer Sitz
+ portabel
+ umfangreiches Zubehör
+ druckvoller Bass der Spaß macht
+ weiche Höhen
+ perfekt für EDM

- extrem zurückgenommene / dumpfe Mitten
- für Musik mit Fokus auf Stimmen (Sprache/Gesang) wenig geeignet
- Memory Cushions in Europa nur schwer zu bekommen
- das in der Produktbeschreibung angegebene, optionale 3-Button-Kabel gibt es nicht. Nicht einmal direkt über den Hersteller!
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am 17. Mai 2016
Habe mir über die Warehousedeals kurzerhand ein verbilligtes Exemplar der Crossfade M-100 geholt. Bei mir hat das Gerät bereits nach einem Tag folgende Geräte ersetzt:
- Bluetooth Headset (Sprachqualität laut meinen gegenüber sehr gut, keine Verbindungsabbrüche mehr; Hintergrundgeräusche rücken während des Gesprächs nicht mehr in den Vordergrund) im Büro.
- Headset/Lautsprecher am PC zu Hause
- Headset an der Xbox One
- In-Ear Kopfhörer am alten IPod.

In allen Disziplinen, aber vor allem beim Stundenlangen tragen im Büro, mach das Gerät eine sehr gute Figur. Die Klangqualität , die V-Moda sind bestimmt keine überneutralen Kopfhörer, weiß auch sehr zu gefallen. Die Kopfhörer eignen sich perfekt um im belebten Büro mit niedrigem Pegel Musik zu Hören; lassen aber auch bei lauterer Wiedergabe nicht zu viel Geräusch nach aussen dringen. Die für mich entscheidenden Kriterien (Tragekomfort, soldie Bauart, _ausreichende_ Geräuschisolation und die Tauglichkeit als Headset am Arbeitsplatz) sind somit voll erfüllt.
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