Fashion Sale Hier klicken b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
169
4,2 von 5 Sternen
Stil: für Canon Objektivbajonett|Ändern
Preis:734,79 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 50 REZENSENTam 4. September 2015
-- gekauft kurz nach Erscheinungstermin im stationären Handel --

Im unteren Brennweitenbereich war ich seinerzeit nur mit einem Zoom ausgestattet, welches zwar gut, aber nicht vollends überzeugend war. Viele Menschen sehen 50mm (am KB-Sensor) als "Standard" und universelle Brennweite - ich kann mit 50mm nichts anfangen, ist allerdings meine pers. Meinung.

[Wieso Sigma DG 35mm/1.4 HSM Art]

Für allgemeine Aufnahmen, die sozusagen einen Reportagecharakter haben, stellte ich fest, dass diese mit dem Zoom meist um den Bereich 28-35mm erstellt wurden (am KB-Sensor). Es musste also für den Brennweitenbereich ein Objektiv mit fester Brennweite und höherer Blendenöffnung sein.

Zur Auswahl standen:
- Das Canon EF 28/1.8 USM -> vom Bildwinkel wäre es perfekt ' allerdings haben das hohe Alter (1993) und die optische und mechanische Qualität mich abgeschreckt.
- Das Canon EF 35/1.4 L USM -> Jahrelang DAS Reportage-Objektiv im Canon-Segment, jedoch auch von 1998 und preislich höher als das Sigma.
- Das Canon EF 35/2.0 IS USM -> zeitgleich wie das Sigma erschienen und mit Bildstabilisator, allerdings eine Blendenstufe geringer (= halb so große Blendenöffnung/Lichtstärke)
- div. Festbrennweiten mit F2.8 in dem Bereich können auch mit einem Zoom abgebildet werden und daher nicht für mich von Bedeutung.
- Das Sigma DG 35/1.4 HSM Art -> in den Vorabtests wurde es sehr gut bewertet, preislich unter dem Canon, erstes Objektiv der neuen Art-Reihe.

[Lieferumfang]

Das Objektiv und Gehäusedeckel
Streulichtblende (Tulpenform)
Nylon-Köcher mit Schaumstoffaussparung und Gurtschlaufe

[Kompatibilität / Verarbeitung / Bildqualität]

Kompatibiliät:
Mit einer geliehenen EOS 1D-S Mark III und meiner EOS 5D Mark III alles einwandfrei.
Der AF ist schnell, recht präzise. Wenn er mal nicht getroffen hat, lag es eher an meinem vor-zurück-wackeln bei hoher Blendenöffnung. Auch bei wenig Licht (in Bars) an beiden Kameras griff der Fokus zuverlässig.
An einer APS-C habe ich die Optik nicht getestet, halte ich jedoch auch für unnötig, da es hierfür das kleinere/leichtere/günstigere DC 30/1.4 HSM Art gibt.
Das Objektiv gibt sich mit LensID 169 aus (Canon EF 17-35/2.8 L USM) und gilt damit als Gruppe-A Objektiv für den Fokussensor der EOS 5D Mark III (Zitat: "41-point cross-type AF, with five f/2.8 dual-cross AF points at the center; AF focusing is possible with 61 points. All
AF area selection modes can be chosen.) und ist damit in der selben AF-Gruppe wie das Canon-Pendant eingeordnet.

Verarbeitung:
Es ist durch die große Blendenöffnung knapp 1kg schwer und etwas kopflastig. Die mechanische Qualität ist durchweg sehr gut. Die Streulichtblende ist steif und stabil, der Fokusring fühlt sich angenehm an und lässt sich präzise stufenlos drehen. Es wirkt alles wie aus einem Guss ' ist kein Zeiss ZE ' ist kein Canon L ' fühlt sich allerdings beinahe so an ' kühl, glatt und optisch ansprechend.
Es ist innenfokussiert und die Frontlinse rotiert nicht ' ideal für Polarisations-, und Verlaufsfilter. Es besitzt zwar keine Gummiabdichtung auf dem Messing-Bajonett, allerdings habe ich es immer dabei, und egal ob in der Savanne, am Karibikstrand oder in den subtropischen Wäldern ' es kam zu keinem Dreck/Feuchtigkeitseinschluss zwischen Objektiv und Kamera, oder den Linsen selbst.
Die neue Art-Linie ist wesentlich hochwertiger, als die Sigma EX-Gehäuse (die gummierten EX Varianten waren schlimm, die glatten ok.)
Irgendwelche AF-Dejustierungen kann ich bei meinem Exemplar nicht teilen.

Bildqualität:
Ich finde es super ' keine störenden Farbsäume in Kontrastkanten, mit Streulichtblende keine Spiegelungen ' mit gewollten Ausnahmen ' kaum Verzeichnung (weniger als bei dem noch weitwinkligerem EF24/1.4 L USM), farbtreue, allerdings stärkere Randabschattungen welche abgeblendet sich bessern. Das lässt sich jedoch bei Bedarf in Profilen digital korrigieren, oder als stilistisches Mittel einsetzen.
Die kreisrunden Lamellen ergeben ein wunderschönes Bokeh (je nach Hintergrund/Abstand) und gepaart mit der hohen Lichtstärke sind Aufnahmen auch in spärlich beleuchteten Lokalitäten (Bars/Restaurants/Gartenfeiern/nächtliche Stadttour) möglich.
Scharf ist es definitiv, offen ist der Schärfebereich je nach Abstand äußerst gering. Abgeblendet überzeugt es auch für 'Staßenreportage' und auch bei Landschaft kann es überzeugen. Es lässt sich auf max. F16 abblenden.

[Anwendungsgebiete]

An KB nutze ich es als absolutes Allround-Talent, egal ob Landschaft am Tag, Momentaufnahmen von Festlichkeiten oder nächtlichem Stadtrundgang, das ein oder andere Gruppenfoto oder 'CloseUps' durch die 30cm Naheinstellgrenze.
Ich habe es (zsm. mit einem 85mm) überall dabei, in den engen Gassen von Toledo, den großen Plätzen von Madrid, den Maya-Stätten in Mexiko, an Sandstränden, in Museen, Landesgartenschauen, Tropfsteinhöhlen/Grotten etc. Es ist absolut für alles zu gebrauchen, nicht zu weitwinklig (24mm) oder zu eng (50mm). Es hat den Charakter, ähnlich des eigenen fokussierten Sichtfeldes.

[Empfehlung / Alternativen / Fazit]

Empfehlen kann ich es jedem, der ebenfalls sehr gut verarbeitetes Objektiv in dem Brennweitenbereich und hoher tauglicher Lichtstärke zu einem moderatem Preis sucht und an einer KB Kamera anwenden möchte.

Alternativen sind wie bereits im ersten Block erwähnt einige vorhanden. Die Frage ist, wird für die Brennweite wirklich ein IS benötigt? Reichen auch F2.0 (halbe Lichtstärke) oder gar F2.8 (viertel Lichtstärke) aus, die auch ggf. mit einem Zoom erzielt werden? Muss es unbedingt 'Canon zertifiziert' sein? Das können Sie nur selbst beantworten.

Fazit:
Für mich ein grundsolides, im mittelhohen Preissegment angesiedeltes Allroundtalent mit einem wunderschönen Bokeh, satten Farben und sehr guter Verarbeitung, sowie hoher Zuverlässigkeit. Inkl. Streulichtblende ist es ca. 14cm lang. Sigma gewährt nach Registrierung sogar 3 Jahre Garantie. Die Deutschland-Niederlassung befindet sich in Rödermark (ca. 30km südlich von Frankfurt am Main entfernt).
review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image review image
11 Kommentar| 69 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Lange habe ich mit mir gerungen, lange habe ich gezweifelt. Würde mein hobbymäßiges Anwendungsgebiet - meistens Partys und Abschlussbälle - eine derart große Ausgabe für das Nikkor 35mm f/1.4 rechtfertigen?
Schon beinahe am Bestellen und sich mental auf eine knapp 1600€-Ausgabe einstellend fielen mir plötzlich zwei, drei Testberichte auf, die ein neues Objektiv aus dem Hause Sigma behandelten:
Die ansonsten durch schlechte Endkontrolle auf sich aufmerksam machende Firma startete eine neue Produktlinie und brachte unter anderem ein 35mm-Objektiv heraus, das in sämtlichen Tests zu überzeugen wusste. Manche verglichen gar mit Zeiss und waren angetan von Schärfe, Kontrast und nicht zuletzt Haptik...

Aufgrund dieser eindrucksvollen Berichte - und wegen des Preises - dauerte meine Entscheidungsphase nicht lange.
Ein paar Tage später lag nun also das hübsche und durch das glatte, beinahe etwas glänzende Finish modern wirkende Sigma vor mir. Tolles Material, breiter Fokusring und mitgelieferte Sonnenblende überzeugten schnell. Zumindest auf den ersten Blick hatte mich Sigma also schon einmal gut erwischt.

Auch der zweite Eindruck war dann durchaus zufriedenstellend: Angeschlossen an der Nikon D300S mit Batteriegriff fühlt sich alles harmonisch und gewichtsmäßig aufeinander abgestimmt an. Noch gut zu halten, aber schwer genug, um wertige Stabilität zu liefern. Der runde Körper liegt gut in der stützenden Hand und die leicht geriffelte Unterseite des Tubus verhilft zu noch besserem Halt.
Der Fokusschalter ist schön groß, gut zu erreichen und rastet fest ein. Sollte man mal in die Gelegenheit kommen, manuell arbeiten zu müssen oder zu wollen, wird man hier vom großzügig dimensionierten und stramm (für manchen vielleicht subjektiv sogar zu stramm) laufenden Fokusring unterstützt.

Für den normalen Einsatz aber wird wohl der Autofokus aktiviert sein. Und dieser ist ausreichend zügig. Nicht ganz auf dem Niveau eines Nikkor AF-S 24-70mm oder 70-200mm - jedoch sehr gut mit dem 35mm-Nikonpendant zu vergleichen.
In der Ansicht am großen Bildschirm dann auch das überzeugendste Merkmal dieses Objektivs:
Die Schärfe! Die ist bei Offenblende tatsächlich so knackig, dass ich mich erst einmal versichert habe, ob ich wirklich mit f/1.4 fotografiert hatte.
Auch die chromatische Aberration bewegt sich auf einem hohen Standard. Zwar im Unschärfebereich leicht vorhanden, jedoch wirklich nur minimal. Flares konnte ich im praktischen Einsatz dagegen noch gar keine feststellen.

Doch wieso dann nur - wie oben erkennbar - 4 Sterne?
Mein Exemplar wies entgegen der vielen glücklichen Rezensenten einen Frontfokus von ~1cm auf nahe Distanz auf. Dieser war durch die kamerainterne Korrektur (maximal +20) nur auf knapp 3mm zu reduzieren und somit absolut nicht verschmerzbar.
Leider hatte ich mich vor diesem Punkt aber aufgrund der vielen positiven Punkte (im Speziellen die Schärfe bei manuellem Fokus) schon in das Objektiv verliebt und entschloss mich nach einem Anruf beim Hersteller, die Festbrennweite in Kombination mit der Kamera einzuschicken.
Im Nachhinein eine gute Entscheidung: Eine Woche später liegt das Duo nun wieder vor mir - und ich bin begeistert. Die Schärfe ist inzwischen auch bei Autofokus über alle Zweifel erhaben.

Bedauerlicherweise verschenkt Sigma leider so auch wieder maximale Punktzahl, da ich im Regelfall eigentlich nicht bereit bin, die Qualitätskontrolle im Nachhinein zu übernehmen. Jedoch stimmt bei diesem Objektiv ansonsten vieles - und so kann ich es trotzdem guten Gewissens weiterempfehlen.
Ob meiner nun ein Einzelfall war, wird sich vermutlich mit kommenden Rezensionen noch zeigen.

Fazit:

++ Offenblendenschärfe
++ Gegenlichtempfindlichkeit
+ wertiges, Stabilität vermittelndes Gewicht
+ gute Gegenlichtblende
+ breiter, recht stramm laufender Fokusring
+ mitgelieferte stabile Objektivtasche

o Autofokusgeschwindigkeit (vergleichbar mit dem Nikon-Gegenstück)
o fehlende Staub- und Feuchtigkeitsabdichtung am Bajonett

-- erst durch Sigma korrigierter Frontfokus (Einzelfall?)

-------------------------------------------------------------------------

Nachtrag vom 03.06.2013:
Nach vielen Gelegenheiten, dieses Sigma im praktischen Einsatz nun auch am Kleinbildsensor (D700) eingehend zu testen, möchte ich meine bisherigen weiteren Erfahrungen natürlich nicht für mich behalten:

1. Auch wenn es jedem klar sein sollte: Der Schärfebereich ist äußerst klein! Mein anfängliches Ziel, es gerade bei Dunkelheit und Hektik mit Offenblende einzusetzen (Partys, Hochzeiten), muss nun in den meisten Fällen wohl arg überdacht werden. Kleinste Wackler nach vorne oder hinten lassen Augen, etc. sofort in Unschärfe ertrinken und sorgen dafür dass man ab und zu doch an den Fokusfähigkeiten des Objektivs zweifeln kann.
Hier sollte man also in den meisten Fällen lieber ein wenig abblenden (wodurch die Schärfe noch einmal ansteigt und das Objekt dennoch wunderbar freigestellt wird) oder sehr ruhig durchatmen bevor man abdrückt ;-)
Da dies aber generell 1.4er-Objektive betrifft, sollte das nicht wertend und nur als Randanmerkung gesehen werden.

2. Bei Offenblende ist eine recht starke Vignette vorhanden, die erst ab ca f/5.6 komplett verschwindet. Dies war an der Crop-Kamera (D300s) vorher nicht aufgefallen, stört mich aber an Kleinbild wiederum kaum. Herausrechnen lasse ich diese auf jeden Fall nicht, da mir die entstandene Bildwirkung eigentlich sogar zusagt.
Erwähnenswert ist es aber natürlich trotzdem.

3. Der Autofokus mit diesem Objektiv ist bei Dunkelheit im Vergleich mit den Nikkoren AF-S 24-70mm und 70-200mm f/2.8 nicht vollkommen auf einer Augenhöhe. Man sollte dem Objektiv etwas mehr Zeit geben, sich präzise auf dem Ziel "einzupendeln", bevor man abdrückt.
Jedoch ist der Zeitunterschied nicht so entscheidend, dass dies negativ anzukreiden wäre. Man sollte es nur im Hinterkopf behalten, um im Nachhinein keine fehlfokussierten Bilder durch zu frühes Auslösen mit nach Hause zu nehmen. Gerade, wenn man in Kombination mit einer der genannten oder anderen sehr präzisen Linsen arbeitet.

Auch im zweiten Abschlussfazit komme ich aber dazu, diesem Objektiv meine beste Empfehlung auszusprechen, da ich noch immer davon überrascht bin, welche Schärfe sich schon bei Offenblende produzieren lässt. Diese fällt im Vergleich zur Bildmitte auch in den Randbereichen nur minimal ab und wird wohl Ihresgleichenn bei der Konkurrenz lange suchen müssen.

-------------------------------------------------------------------------

Nachtrag zum 25.07.2013:
Da inzwischen für persönliche Korrekturmöglichkeiten das Sigma USB-Dock herauskam, testete ich auch dieses einmal in Kombination mit dem 35mm-Objektiv - und konnte damit noch einmal etwas mehr Schärfe herauskitzeln.
Übrigens ein sehr empfehlenswertes Teil, wenn man schnell die ein oder andere Änderung an seinen neuen Sigma-Optiken ausführen möchte, ohne das Prozedere des Einschickens über sich ergehen lassen zu müssen. Dass dieses Zubehör Sigmas Endkontrolle nicht ersetzen soll, ist klar. Umso trauriger, dass die Firma in letzter Zeit bei Fokusfehlern oft auf dieses verweist (persönlich am Telefon erfahren).
Mehr dazu in der Rezension zum USB-Dock. Ein Link dorthin findet sich in den Kommentaren.
-- Danke an "N900 Fanboy" für die Anmerkung hierzu.

-------------------------------------------------------------------------

Aktualisierung 02.02.2014:
Auch nach nun beinahe einem Jahr Nutzung kann ich dem Objektiv meine Empfehlung aussprechen. Der Fokus sitzt seit der Korrektur noch immer auf dem Punkt, Abnutzungsspuren sind zwischenzeitlich keine aufzufinden und meine Einsatzhäufigkeit steigert sich stetig.
Kombiniere es derzeit für "schattenfreie" Effekt-Portraits sehr gerne mit dem RoundFlash Ringblitz-Diffuser. Hier passt meinem Geschmack nach der Abstand zum Model und der Bildwinkel einfach super. Auch die Größe des Objektivs ist hier sehr angenehm. Für Blitz-Interessierte also vielleicht eine lohnende Überlegung. Bei Nachfragen hierzu bin ich natürlich ebenso gerne bereit, mich diesen in den Kommentaren zu stellen.

-------------------------------------------------------------------------

Aktualisierung 16.05.2014:
Inzwischen wurde das Sigma auch an einer Nikon D800 getestet - und ich bin nach wie vor von der Offenblendenschärfe überrascht. Bilder mit 36MP sind ohne weiteres bei 100%-Ansicht verwendbar.
Freue mich jeden Tag wieder über diese grandiose Optik.

-------------------------------------------------------------------------

Anmerkung am 17.02.2015:
Inzwischen durfte sich das Sigma ausreichend unter Beweis stellen und kam nun auch an einer Nikon D750 zum Einsatz:
Komischerweise funktionierte hier der Autofokus im Liveview nicht - worauf mir der Support mitteilte, dass ein Firmware-Update nötig sei.
Für alle, die das selbe Problem feststellen, möglicherweise ein erwähnenswerter Punkt.
Das Update ist entweder über das optionale Sigma-USB-Dock oder auch beim Sigma-Service kostenlos möglich.
Bin ich noch mit dem 35mm ART zufrieden? Absolut. Auch nach knapp zwei Jahren Nutzung überzeugt mich das Objektiv jeden Tag aufs neue. Übrigens auch als Video-Objektiv sehr gut geeignet. Der große Fokus-Ring ist hier ein Genuss.
Vergleichbar oder besser wären für's Filmen aufgrund manuell verstellbaren Blende übrigens z.B. auch die günstigen Walimex/Samyang-Gläser.

__________

Sollten sich im Verlauf des praktischen Einsatzes noch Probleme ergeben, werde ich diese hier nachtragen.
Fragen und Anmerkungen beantworte ich in den Kommentaren jederzeit gerne.
Meine Rezension sagt Ihnen nicht zu? Bitte lassen Sie mich das wissen, bevor Sie ein "Nicht hilfreich" vergeben.
1414 Kommentare| 268 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. September 2014
Ich bin Schärfeverwöhnt, nutze ich seit vielen Jahren nur noch Festbrennweiten. Viele Linsen musste ich kaufen und wieder verkaufen bis ich irgendwann über einen Bericht stolperte der hieß "Der Herr der Ringe". Gemeint war damit das Canon 135mm f2. Angeblich das schärfste Objektiv welches man für seine Canon kaufen kann. Ich war neugierig...
Nach einiger Zeit konnte ich mir den Traum erfüllen und es kaufen. WAHNSINN! Bei Blende 2 so scharf, damit kann man sich rasieren. Niemals mehr würde ich es missen wollen.
Da ich als Fotograf für Hochzeiten tätig bin und ich mit dem 135mm f2 den leichten Telebereich abgedeckt habe musste nun nochmal etwas für den Nahbereich angeschafft werden. Nur was, wenn man so mit Schärfe verwöhnt wird?
Ein 50mm kam für mich nicht mehr in Frage. Erstens wollte ich etwas mehr auf das Bild bekommen und zweitens gab es kein 50mm welches mich bei offener Blende restlos Überzeugen konnte. Das 50mm 1.8 ist offen gut, vielleicht sogar sehr gut. Wenn der AF saß... In Lowelight Situationen (Kirche) eher Russisches Roulette. Desweiteren konnte ich das viel kritisierte 50mm 1.4 (version1) von Sigma mein eigen nennen. Ich war damit eigentlich sehr zufrieden, wenn man abblendet. Ab f2.8 war das Sigma konkurrenzlos. Aber ein 1.4 Objektiv nur ab 2.8 nutzen? Neeeeee. Ich habe es wieder hergegeben und mich die letzten paar Monate mit einem gebrauchten 50 1.4 von Canon über Wasser gehalten. Das war ab 1.8 gut zu gebrauchen. Aber auch eher schlecht als recht. Eine Hochzeit vor ein paar Wochen brachte mich dann zum umdenken. Ein Fotografen Kollege nutze dort das Canon 35mm 1.4 L. Ich konnte es mir für ein paar Aufnahmen ausborgen und ein paar Testbilder damit machen. Der Blick durch 35mm gefiel mir schon mal viel viel besser. Soll man gar nicht glauben wie viel mehr man doch aufs Bild bekommt. Das war aber auch schon alles was mir an der L Linse gefallen hat. Die Schärfe sowie Abbildungsleistung bei 1.4 sprachen mich überhaupt nicht an. Selbst 1.8 konnte mich nicht überzeugen. Die Aufnahmen wirkten eher matschig und alles andere als scharf. Dafür dann auch noch 1000.-Euro + für eine gebrauchte Version?
Ich habe mich dann mehrere Tage mit alternativen beschäftigt. habe Google, Youtube usw auf den Kopf gestellt. Schnell wurde ich im Sigma fündig. Canon bietet mit dem 35 f2 IS zwar eine sehr gute und auch günstigere Alternative, allerdings stand für mich fest das es 1.4 sein müssen.
Das ein und andere Objektiv musste weichen und ich konnte mir dieses 600 Gramm Schmuckstück kaufen. Allein schon die Haptik ist ein Traum. Es wirkt metallisch, sehr edel und wertig verarbeitet. Der AF Ring ist zwar nicht der größte, trotzdem gleitet er gut in der Hand und ist sehr griffig. Was noch sehr positiv auffällt ist das schon angegeben Gewicht. Über 600 Gramm bringt die Linse auf die Waage. Für eine Festbrennweite richtig ordentlich. Das sollte man unbedingt im Hinterkopf behalten. Ich persönlich mag das sehr. Es gibt mir das Gefühl (es ist ja auch sicher so) etwas sehr sehr hochwertiges in den Händen zu halten.
Nun musste ja etwas fotografiert werden. Blumen? Nö. Ein befreundetes Model angerufen, einen spontanes treffen vereinbart und ein paar Aufnahmen bei offener Blende gemacht. Ich habe mich in dem Shooting besonders auf die Augenpartie konzentriert. Im Shooting war ich schon sehr vom AF angetan. Super schnell (sehr kurzer AF weg) und unglaublich treffsicher. Wer einmal das 135 f2 testen durfte der weiss was ein guter AF ist. Der AF des 35mm braucht sich da nicht verstecken.
Ich begutachtete die Aufnahmen bereits regelmäßig auf dem Display, das sah schon ganz vernünftig aus. Zuhause in Lightroom kam dann der Schlag mit dem berühmten Hammer. Ich musste mich noch einmal in den EXIFS davon überzeugen das ich hier tatsächlich die Blende 1.4 eingestellt hatte. So eine Schärfe ist mir bei dieser Blende noch nie untergekommen. Kein matsch, kein "Schleier", einfach nur knackige Schärfe, dort wo sie sein sollte.
Abgeblendet auf 1.8 nochmal eine Steigerung in den Details. Unglaublich.
Mein Objektivpark habe ich jetzt radikal reduziert auf die wohl beiden schärfsten Optiken im Tele und Nahbereich.
Wie ich eingangs sagte habe ich bereits einige Objektive gekauft sowie verkauft. Diese Sigma Linse bleibt...
für immer.
11 Kommentar| 83 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2014
Da ich seit etwa zwei Jahren meine Zoomobjektive im Normalbereich Schritt für Schritt durch Festbrennweiten ersetze, kam ich an einer 35mm Festbrennweite nicht vorbei. Mir war allerdings die originale Canon 35mm FB immer zu teuer, alldieweil ich schon Wert auf eine hervorragende Optik lege und deswegen die einfacheren FB nicht unbedingt infrage kommen. Sigma bietet nun eine hochinteressante Alternative an, die mir mehr als nur einen Blick wert gewesen ist.

Vor der Anschaffung habe ich mich gründlich informiert, insbesondere auch was die Auflösung sowie Schärfe angeht - denn in diesem Bereich hatte meine existierende Objektivauswahl noch ein paar Schwächen. Wichtig sind mir zudem grosse Blendenöffnungen geworden und die f/4 meines Standardzooms genügten häufig nicht mehr. Gleichzeitig möchte ich nicht mehr als 2 Objektive mit auf die Reise nehmen, weswegen diese dann auch besonders gut sein sollten.
Das Sigma hat in nahezu allen Tests und Bewertungen ein Staunen ausgelöst - nicht zuletzt wegen der Schärfe bei Offenblende. Da man sich ein f/1.4 nur dann kauft wenn man auch besonders oft bei Offenblende fotografiert ist dies eine sehr wichtige Eigenschaft.

Nur um die Lichtstärke zu verdeutlichen: bei hellem Sonnenlicht und ISO100 wird ein Foto bei Blende 1.4 nahezu immer überbelichtet sein - ohne Abblenden oder Filter geht es bei starker Tageshelligkeit nicht.

1. MATERIAL UND HANDLING
Das Sigma wirkt nach Auspacken deutlich kleiner, jedoch auch länger als erwartet. Im Vergleich ist meine 50mm f/1.2 FB deutlich gedrungener konstruiert.
Es besteht aus einem guten Materialmix mit satinierten Metallapplikationen und wirkt insgesamt sehr wertig.
Das Design ist minimalistisch, und wirkt durch die schwarze Farbe zudem sehr edel.
Die Gegenlichtblende ist sehr schön konstruiert und lässt sich durch entsprechende Markierungen sehr leicht aufsetzen - etwas das man z.B. bei Canon nicht findet.
Angenehm ist zudem der mit 67mm moderate Filterdurchmesser welcher sich mit zahlreichen anderen Objektiven deckt.

2. KOMPATIBILITÄT
Einer der grössten Nachteile von Drittherstellerobjektiven ist die u.U. nicht 100%ige Kompatibilität zu den Algorithmen der verschiedenen DSLR. Im Vorfeld hatte ich gelesen, das es im Fall dieses Objektives zwar nicht mehr der Fall sein soll, dennoch habe ich es nach dem Auspacken erst einmal an der EOS 5D Mark III einem Fokustest mit Hilfe des Spyder LensCal Tools unterzogen. Es war ganz genau im Fokus und musste entsprechend auch nicht justiert werden - was bei der extrem schmalen Schärfezone bei f/1.4 wirklich eine Leistung ist.
Alternativ bietet Sigma ein USB Dock samt Software an, mit dem man jedes neuere Objektiv aus der A/C/S Serie genau auf sein Kameramodell abstimmen kann.
So kann ich zur Kompatibilität bisher nichts nachteiliges berichten.

3. BILDQUALITÄT
Ich werde das Objektiv ganz ausgiebig in den nächsten Wochen auf einer längeren Reise verwenden, habe aber nichtsdestotrotz bereits zahlreiche Bilder damit aufgenommen.
Die Bildqualität ist bereits bei Offenblende sehr gut, und wird bei leichtem Abblenden auf f/4-f/5.6 sehr beeindruckend scharf. Selbst feine Linien und Details werden aufgezeichnet, zudem sind Kontrast und Farbwiedergabe herausragend.
Die Vignettierung ist am KB Format deutlich zu sehen - gleiches kenne ich aber schon von anderen Kurzbrennweitigen Objektiven. Diese kann man rausrechnen oder als Stilmittel einsetzen.
Farbfehler sind sehr gut kontrolliert und nur an harten Kanten sichtbar. Mehr kann man glaube ich kaum verlangen, aber das muss man am besten selbst testen - ich sehe die Säume so gut wie gar nicht.
Insgesamt ist es von der Bildqualität her mein bisher bestes Objektiv in diesem Brennweitenbereich, es liefert eine Bildqualität die man eigentlich von einem wesentlich teureren Objektiv erwarten würde. Was auch die Messergebnisse von DXOmark beweisen: die einzige bessere FB im Bereich bis 70mm ist demnach das Zeiss Distagon Otus 55mm - aber preislich liegt es auf einem anderen Planeten und hat zudem keinen AF.

4. FAZIT
Ich freue mich sehr das ich nach längerer Recherche zu diesem Objektiv gekommen bin, und es zudem keine Kompatibilitätsprobleme mit dem Canon System mehr hat. Dies wird nun neben dem 50mm f/1.2 mein meist genutztes Objektiv sein da es mir durch die hohe Lichtstärke und den moderaten Weitwinkel einen sehr breiten Anwendungsbereich bietet. Besonders wichtig für mich, da ich den Blitz nahezu immer daheim lasse und eher mit leichtem Gepäck unterwegs bin.
So kann ich ohne weitere Kritikpunkte eigentlich nur noch einmal meine Zufriedenheit ausdrücken und empfehle jedem der sich für ein Reportageobjektiv interessiert und Interesse an dem Bereich von 35mm hat sich dieses Objektiv einmal anzuschauen. Sigma ist hier anscheinend ein grosser Wurf gelungen.

UPDATE v. 20.01.2014:
Auch nach mehreren Wochen Nutzung bin ich nun immer noch sehr zufrieden, und das Objektiv ist aufgrund seiner Schärfe, Auflösung und dem Abbildungsmassstab zu meiner neuen Standardbrennweite (ca. 50%) geworden, neben dem 50mm (40%) und dem 70-200mm Zoom (10%) welche ich parallel noch verwende. Nach mehr Weitwinkel verlangt es mich nicht mehr, und nach einem weiteren unsäglichen Zoomobjektiv mit undefiniertem Bildwinkel schonmal gar nicht mehr.

Es ist schon erstaunlich was man in den Bildwinkel des 35mm am KB-Format alles unterbringen kann, überwiegend ergeben sich sehr schöne Arrangements - wobei mir aufgefallen ist das ich mittlerweile deutlich weniger Ausschuss in meinen Aufnahmen habe.
33 Kommentare| 47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. November 2014
Ich war Sigma zuvor eher ambivalent eingestellt. Ich hatte Glück und auch Pech mit meinen bisherigen Sigma-Objektiven. Daher hab ich das 35er mit dem USB-Dock bestellt, um den (scheinbar üblichen) Autofokus-Problemen aus dem Weg zu gehen.
Nach den ersten 3 Tagen wollte ich die Linse schon fast wieder zurückgeben... Der AF wollte einfach nicht treffen was er sollte. Als Problem stellte sich aber am Ende doch der Idiot hinterm Okular heraus, und ich merkte bald, dass die Linse in praktischen Situationen und bei gutem Licht nahezu immer richtig traf.
Die Schärfe der Linse ist wirklich grandios. Ich kann mir mein 50mm 1.4 eigentlich sparen, weil die Bilder vom 35er gecroppt genauso scharf sind.
Ich mag auch das Handling und die Haptik des Objektivs sehr. Wunderbar ausbalanciert und wertig verarbeitet. Eben ein rundum gelungenes Objektiv.

Der Vollständigkeit halber möchte ich natürlich noch auf das "fast" eingehen. Mein einziger Kritikpunkt bisher ist, dass die Linse, wenn man sie manuell auf Anschlag unendlich einstellt, leider gar nichts mehr scharf stellt. Das macht nächtliche Aufnahmen vom Sternenhimmel etwas kniffelig. Aber gut... so oft mach ich das nicht. :)
review image review image review image
33 Kommentare| 38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. November 2014
aber leider nicht immer auf das Motiv. Keines der drei Exemplare, die ich hatte, fokussierte auf den Punkt. Die Schärfe meiner drei unfreiwilligen Testkandidaten (man tauscht ja erst mal voller Optimismus um) lag zweimal eins bis zwei Zentimeter hinter dem fokussierten Objekt und einmal davor. (bei 30cm Abstand) Da meine anderen Objektive(auch welche von Sigma dabei) durchaus auf den Punkt fokussieren, konnte es an meiner Kamera nicht liegen. Da könnte man bereits die ersten drei Sterne abziehen, aber das Objektiv ist es in meinen Augen wirklich wert, Kompromisse einzugehen und so ziehe ich auch nur einen ab.

Die Gründe:

Ein gleichwertiges Pendant von Nikon kostet quasi das doppelte und da ist auch nicht in jedem Falle gesagt, das der AF 100% sitzt.(hatte ich auch schon) Und ich rede hier wirklich von gleichwertig, denn was das Sigma an Auflösung und Schärfe zu bieten hat, ist mehr als beeindruckend. Es gibt einfach keine Alternative.

Man hat drei Möglichkeiten den Fokus an die Kamera anzupassen:
1
Die sicherste ist ..Kamera und Objektiv zu Sigma, dort wird das Objektiv kostenlos justiert. Kann natürlich bei allen die zwei oder mehr Gehäuse haben, an denen wieder daneben liegen, aber die Wahrscheinlichkeit ist gering. Mich hätte es genervt, also habe ich Variante zwei und drei angewandt.
2
In den Nikons ab Mittelklasse, kann man den AF in der Kamera feinjustieren und das Objektiv abspeichern. Funktioniert bei mir perfekt.
3
Man kann sich das USB Dock von Sigma holen und das Objektiv mit neuer Firmware versehen und den Fokus am Objektiv mittels Software selbst neu einstellen.
Kostet hier 39 Euro und ist es wert. Funktioniert bei mir ebenfalls tadellos. Damit wird das Objektiv nicht maßgeblich teurer und man kann es auch für andere Gläser von A, C und Sports nutzen.

Mit Variante drei braucht man dann nicht mehr darauf zu achten, welches Objektiv man an seiner Nikon hat und kann munter hin und her wechseln ohne umzustellen.

Variante vier wäre solange zu bestellen und zurückzuschicken, bis man ein Exemplar besitzt, dass passt. Etwas für den den sehr geduldigen Fotofreund oder einen ausgemachten Glückspilz.

Gehen wir mal davon aus, dass der AF jetzt sitzt und kommen zum Objektiv:

Schlicht, schick und gewichtig, macht dieses ART Objektiv Eindruck, wirkt solide und ist hochwertigst verarbeitet.
Die Bildqualität ist erhaben und man hat das Gefühl, dass es nicht besser geht. Selbst solchen Auflösungsriesen wie den Kameras der D800 Reihe ist es mehr als gewachsen und liefert gestochen scharfe Aufnahmen. Die Schärfe und Auflösung ist bei Offenblende schon sensationell, ab Blende 5,6 wird sie fast brutal. Ich habe noch nichts besseres an meiner D800(e) gehabt. Das Bokeh ist wunderschön, das Objektiv fokussiert leise und schnell. Für alle Detailverliebten und Schärfefanatiker eine wirklich gute Wahl, wenn nicht die beste.

Fazit: Wenn es Sigma gelänge die Fokus Unzulänglichkeiten bei manchen Serien in den Griff zu bekommen, dann hätte dieses Produkt sieben Sterne verdient. Gestochen scharf, super verarbeitet und absolut profitauglich. Diese Eigenschaften machen dieses Objektiv absolut alternativlos, wenn man auch den Preis in Betracht zieht. Da kann man in meinen Augen auch mit etwas Frontfokus leben, der sich einfach justieren lässt. Nur es tut einem in der Seele weh, diese super Objektiv deshalb total abzuwerten, wie manche es hier getan haben, weil es einfach sensationell ist, wenn alles passt. Ein Stern muss aber trotzdem herhalten, weil es ein Unding ist, dass man sich neue hochwertige Produkte kauft, bei denen man als Kunde erst einmal zum freien Mitarbeiter von Sigma wird und die Fehler ausbügelt.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2016
Für manche ein Immerdrauf, für mich zur Zeit eher ein super Spezialist. Im direkten Vergleich zu einem 1,7 50mm von Minolta fällt die erstaunliche Größe (und das Gewicht!) dieses Trums erst so richtig auf. Aber eben auch die Abbildungsleistung auch schon bei Offenblende (diverse Aufnahmen von Testcharts!)...Da macht das das schlanke alte Minolta keinen Stich, gar nicht! Also, für kräftige Nutzter, die ein auch bei Offenblende schon gut nutzbares, lichtstarkes 35er wollen, was abgeblendet dann auch wirklich keine Wünsche bezüglich der Abbildungsleistung offen läßt ist das Teil wirklich eine tolle Möglichkeit. Und im Bildeindruck sehr kontrastreich, es macht wirklich Spass, mit dem Teil mal das Maximum aus meiner Sony A99 rauszuholen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2015
Die Schärfe dieses Objektivs bei Offenblende hätte ich vor einigen Tagen noch für physikalisch unmöglich gehalten. Die geringe Schärfentiefe ist beeindruckend, das Bokeh hübsch und die Verarbeitung tadellos.

Leider fehlt dem Sigma der Feinschliff. Daher musste auch ich das USB-Dock bestellen und einige Stunden meiner Freizeit investieren. Das Ergebnis der Fokus-Korrektur liegt an meiner D800 bei 30cm:+8, 40cm:+7, 70cm:+9 und bei unendlich:+4. Die Ergebnisse bei 70cm und unendlich sind ein Kompromiss, sodass auch Motive mit 1m bis 4m Abstand scharf werden. Eine zusätzliche Einstellmöglichkeit wäre in dem Bereich hilfreich gewesen, da bei etwa 2m Entfernung des Motivs ein Frontfokus auftritt wenn man 0,7m und unendlich "optimal" einstellt. Leider muss man auch im Bereich unter 70cm einige Kompromisse eingehen. Zum Beispiel beeinflusst die vorherige Fokus-Einstellung das Ergebnis. Wurde zuvor auf nähere Motive scharf gestellt ergibt sich ein leichter Frontfokus. Wurde zuvor auf unendlich fokussiert ergibt sich relativ dazu ein Backfokus. Daher habe ich für jeden Abstand beide Möglichkeiten getestet und den besten Kompromiss für beide Fälle gesucht. Bei variablen Lichtverhältnissen und kontrastärmeren Motiven liegt die Trefferquote des justierten Objektivs leider deutlich unter der meines Nikkor 85mm 1,8.

Inzwischen bin ich mit zahlreichen Fokus-Tests vertraut. Dot-Tune und 45°-Testcharts haben bei mir keine wirklich genauen Ergebnisse gebracht. Letztendlich habe ich mir detailierte Motive gesucht (z.B. die Anleitung des Sigma USB-Docks), mit verschiedenen Fine-Tuning-Werten ausgelöst und die Schärfe in der 100%-Ansicht verglichen.

Wer bereit ist, diese Arbeit auf sich zu nehmen, der wird dafür mit einem Weltklasse-Objektiv entschädigt. Eine Trefferquote von 100% wird man aber auch mit Hilfe des USB-Docks nicht erreichen. Dieses Objektiv von vorne herein sauber eingestellt auszuliefern, wäre die Königsdisziplin gewesen. Aber für über 700€ kann man das wohl nicht erwarten ;)

Einen Stern Abzug gibt es für die Tatsache, dass das Objektiv an der D800 ohne Nachbessern einen in der Praxis auffälligen Fehlfokus aufweist.
Vier Sterne finde ich nicht angemessen, da ich auch mit Hilfe des USB-Docks zwischen 70cm und unendlich noch Kompromisse eingehen muss.
Trotzdem ist die optische Leistung bei f/1,4 so bemerkenswert, dass 2 Sterne diesem Objektiv nicht gerecht würden und ich das Objektiv behalten will.
Das Potenzial der D800 und des Sigma 35mm Art führen leider auch zu sehr geringeren Toleranzen, wenn man die mögliche Schärfe bei Offenblende voll ausnutzen will.

Fazit: Manuell bzw. im LiveView fokussiert ist das Objektiv nahezu perfekt.
Klare Kaufempfehlung für Experimentierfreudige mit viel Freizeit.
22 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. August 2015
Wer im Vollformat an z.B. einer 5D Mark III Portraits fotografiert, kann entweder mit z.B. 85mm oder mehr Brennweite perfekte Freistellungen erzielen. Oft möchte man jedoch ein bisschen Szene zeigen - und nicht nur vollständig weiche Backgrounds. Schön wäre es, wenn man also ein Weitwinkel Objektiv mit einem cremigen Bokeh bei Offenblende nutzen könnte.

Genau für solche Szenen habe ich mir das Sigma 35mm Art gekauft. Die Qualität der Optik ist bei meinem Exemplar fehlerfrei - der Fokus sitzt selbst bei Offenblende kristallkar und scharf auf den Augen. Aber Achtung: bei typischen Portraitabständen von Fotograf und Model (ca 1,5-2,0 Meter) liegt die Tiefenschärfe gerade mal bei insgesamt 15cm. Das klingt viel - aber wer gerne recomposed (Fokus bestimmen und danach die Kamera mit verriegeltem Fokus in einen anderen Ausschnitt bewegen), der kann sich bei derartigen Offenblenden schnell Unschärfen einhandeln. Die Verarbeitung ist gut - kommt jedoch nicht an die L-Qualitäten von Canon heran. Das ist schade, da z.B. ein Spritzwasserschutz fehlt - aber irgendwo muss ja auch die deutliche Preisdifferenz zu dem vergleichbaren L-Objektiv von Canon begründet sein.

An meiner 5D Mark III ist dieses Objektiv für Portraitfotografie meine bevorzugte Wahl, da bei relativer Offenblende (1.4 bis 2.8) ein herrlich softer Hintergrund abgebildet wird, der noch genug Zeichnung hat, um den Raum fotografisch zu beschreiben. Wer selber an dem Objektiv justieren möchte, sollte den Kauf des passenden USB-Docks in Erwägung ziehen.

5 Sterne für ein erstklassiges Objektiv.
review image review image review image
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Mai 2015
Nach meiner Entscheidung, auf lichtstarke Festbrennweiten umzusatteln, rückten die beiden Sigma Art Objektive 35mm 1.4 und 50mm 1.4 ins Zentrum meines Interesses. Nach dem Studium diverser Testberichte und dem Vergleich der vielen Rezensionen mit ihrem Für und Wider, habe ich dann doch den Kauf gewagt. Aufgrund der zahlreich geschilderten Autofokus-Probleme jedoch nicht über Amazon sondern in einem lokalen Shop, um etwaige Ausfälle sofort aussortieren zu können.

Äußere Qualitäten:
Ich halte mich kurz, und verweise auf die positiven Vorredner. Verarbeitung und Haptik vermitteln das Gefühl von Wertigkeit. Um Aussagen über die Robustheit im Dauerbetrieb machen zu können ist die Zeitspanne noch zu kurz.

Bildqualität:

Für mich sind Testcharts weniger wichtig als die Ergebnisse unter realen Bedingungen im Einsatz. Das Objektiv wird an einer Canon 5D III verwendet. Die Ergebnisse in Punkto Farben und Kontrast erfüllen alle Erwartungen, die Schärfe der Linse verschlägt einem jedoch - für ein WW-Objektiv- glatt den Atem. Als Vergleich dient mir für die Brennweite 35mm mein Tamron Zoom 24-70mm 2.8. Als Demonstration hier ein Bild mit einer Fliege auf einem Blatt unseres Walnussbaums: Blende 3.5, 1/320s, iso 100 (Alle Bilder jeweils als JPG Umwandlung der RAW-Datei "out of the Cam"und nochmal als 100% Crop des Fokus-Punktes im Sucher).
Wie schmal der Bereich der Schärfeebene bei Blende 1.4 ist, kann am Foto des Tannenzweigs veranschaulicht werden. Eine gewisse Ausschussquote muss man da schon einkalkulieren, denn das winzigste Abkippen der Kamera von der geplanten Schärfe-Projektionsebene zum Motiv hat gravierende Auswirkungen.
Das Bokeh ist für ein WW nach meiner Auffassung gelungen und erlaubt in Verbindung mit der Schärfe plastische Bildwirkungen. Auch bei Gegenlicht kann ich hier keine gravierenden Ausreißer feststellen.

Autofokus:

Der wohl interessanteste Punkt, der mich lange hat zögern lassen. Beim Kauf habe ich beide Objektive an meiner Kamera ausprobiert und konnte dort keinen Fehler am Autofokus finden. Um so überraschter war ich nach dem ersten Testshooting Outdoor. Da lag die Fehlerquote (Offenblende) bei über 70%. Also zu Hause noch einmal mit Stativ und Lensscaler exakt überprüft. Jetzt stellte ich doch eine Abweichung fest, die aber kameraintern korrigiert werden konnte. Bei beiden Objektiven etwa der gleiche Wert (Frontfokus, 4 Skalenwerte von 20).
Erneut raus zum Test, nun lag die Quote deutlich besser, aber es gab immer noch eine große Zahl von Ausreißern bei Offenblende, die ich mir nicht erklären konnte. Ich wäre bereit gewesen, dass Objektiv zur Justierung nach Sigma zu geben, denn die Bildqualität wäre es mir wert gewesen. Doch beim Ausprobieren der verschiedenen Modi des Autofokus an der Canon 5D stellte ich fest, dass diese Fehlquote nur bei einem bestimmten Modus auftrat. Neben dem Modus für die Fokussierung über einen einzelnen Fokuspunkt im Display gibt es bei Canon noch den Modus mit einem Punkt in dem Fokusfeld, wenn es nötig ist den Fokus sehr genau zu setzten, zum Beispiel beim Fotografieren eines Vogels der hinter Zweigen sitzt. Diesen Modus hatte ich gewählt, um ja möglichst präzise zu arbeiten. Nur damit scheinen die Sigma-Objektive nicht immer zurecht zu kommen. Ich hatte den Effekt bei dem 35er wie auch dem 50er. Sobald ich nur das einzelnen Fokusfeld ohne Punkt darin auswählte, gab es bei Offenblende so gut wie keine Ausreißer mehr.
Ich weis nicht, ob dies nun ein Effekt ist, der nur an meiner Cam auftritt, aber jeder, der Fokusprobleme mit den Art-Objektiven hat, sollte das mal überprüfen.

Fazit:

Von mir eine klare Kaufempfehlung für das Objektiv. Verarbeitung und Bildqualität sind für den Preis unschlagbar, und wenn jemand keine Korrekturmöglichkeit für den Autofokus in seiner Kamera hat, so würde ich das von Sigma empfohlene USB-Dock empfehlen. Selbst für den geringen Mehrpreis und den damit verbundenen Aufwand verdient das Objektiv 5 Sterne.
review image review image review image review image
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 35 beantworteten Fragen anzeigen