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766 von 841 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wahrscheinlich wunderbarste Buch, welches ich dieses Jahr bisher gelesen habe
Lou und Will könnten kaum unterschiedlicher sein. Lou ist eine 27-jährige Frau, die in sämtlichen Bereichen ihres Lebens festgefahren ist. Sie hat einen Job in einem Café, wohnt seit ihrer Geburt in dem gleichen Dorf bei ihren Eltern, ist seit sieben Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und ihr Dasein beschränkt sich im Moment einzig und allein...
Vor 15 Monaten von Stephie87 veröffentlicht

versus
586 von 675 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine berührende Geschichte, ein heikles Thema
Inhalt:

Louisa Clark ist mehr als geschockt als sie quasi über Nacht ihren Job verliert. Nicht nur wegen des Geldes, was sie und ihre Eltern zweifelsfrei dringend benötigen, sondern auch weil sie ihn gern gemacht hat. Sie mochte es in einem Cafe zu stehen, mit Leuten zu reden und Wünsche zuerfüllen. Und wenn es auch nur kleine waren, nach...
Vor 15 Monaten von Ste veröffentlicht


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766 von 841 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wahrscheinlich wunderbarste Buch, welches ich dieses Jahr bisher gelesen habe, 16. April 2013
Von 
Stephie87 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Lou und Will könnten kaum unterschiedlicher sein. Lou ist eine 27-jährige Frau, die in sämtlichen Bereichen ihres Lebens festgefahren ist. Sie hat einen Job in einem Café, wohnt seit ihrer Geburt in dem gleichen Dorf bei ihren Eltern, ist seit sieben Jahren mit dem gleichen Mann zusammen und ihr Dasein beschränkt sich im Moment einzig und allein auf diese Elemente. Die tägliche Busfahrt wird zur Routine und selbst die Besucher in ihrem Café gehören inzwischen zur alltäglichen Langeweile. Doch sie ist scheinbar zufrieden... bis zum Tag ihrer Kündigung, mit welcher ihr Leben eine Kehrtwende vollführt...
Will hingegen ist das Abbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Er steht in der Blüte seiner Jahre, hat keinerlei Geldsorgen, eine schicke Freundin zu Dekorationszwecken und ein Leben geprägt von Reisen, Abenteuern und Eindrücken jeglicher Art. Er ist lebenslustig und glücklich bis ihn eines Tages ein Motorradfahrer ergreift und in einen Rollstuhl befördert...

Die Geschichte von Lou und Will ist keine gewöhnliche. Liest man den Klappentext und betrachtet das Buchcover, so freut sich die Mehrheit der Leserschaft zunächst bestimmt auf eine Liebesgeschichte mit „erschwerten“ Umständen. Doch weit gefehlt, wird der Rezipient nicht mit einer klischeelastigen Romanze unterhalten, sondern sieht sich plötzlich mit schweren Themen wie Behinderung oder Freitod sowie der Lust am Leben konfrontiert. Dabei verfolgt er die Protagonistin auf ihrem Weg zu einem neuen Ich, glaubt sich eng an ihrer Seite, zeichnet Jojo Moyes ein derart liebevolles und einfühlsames Bild der jungen Frau, dass der Leser das Gefühl entwickeln wird, Lou persönlich zu kennen.

Die Autorin versteht es den Leser auf eine geschickte Art und Weise zu fesseln und bewirkt mit ihren teilweise witzigen aber auch immer ernstgemeinten Worten, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es ist ein seltsames Gefühl, dieses Werk zu lesen. Ich möchte dabei nicht allzu viel von der Geschichte verraten, aber es sei gesagt, dass der Roman widersprüchliche Gefühle weckt. Einerseits möchte man die Seiten eine nach der anderen umblättern und im Buch voranschreiten, hat man jedoch gleichzeitig Bedenken, dem unumgänglichen Ende entgegenzusehen aus Angst vor dem Finale. Es hilft nichts, man muss es einfach gelesen haben!
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586 von 675 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine berührende Geschichte, ein heikles Thema, 20. April 2013
Von 
Ste - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Inhalt:

Louisa Clark ist mehr als geschockt als sie quasi über Nacht ihren Job verliert. Nicht nur wegen des Geldes, was sie und ihre Eltern zweifelsfrei dringend benötigen, sondern auch weil sie ihn gern gemacht hat. Sie mochte es in einem Cafe zu stehen, mit Leuten zu reden und Wünsche zuerfüllen. Und wenn es auch nur kleine waren, nach Tee und Gebäck. Und sie mag den Ort in dem sie lebt. Eine Kleinstadt die nicht viel zu bieten hat, außer einer Burg die eher Touristen als Einheimische begeistert.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Jobcenter ihr auch nicht viel bieten kann. Nicht mehr als eine Stelle als Pole-Dancerin oder in einer Hühnerfabrik. Letzteres probiert sie sogar aus, mit Alpträumen als Folge.
Mit ein paar Umwegen und einigen Überredungskünsten landet Louisa schließlich im Haushalt der Traynors. Ihre Aufgabe besteht darin den Sohn der "Hausherrin" zu betreuen, oder vielmehr zu beobachten. Will Traynor. Will ist Tetraplegiker. Er kann sich nicht bewegen, während er bei vollem Verstand ist. An den Rollstuhl gefesselt müssen andere alles für ihn übernehmen. Zunächst versteht Louisa, Lou...ihre Aufgabe nicht. Denn die pflegerischen Notwenigkeiten werden vom medizinisch geschulten Nathan übernommen. Und Will scheint eindeutig kein Interesse an ihr, oder ihrer Gesellschaft zu haben. Im Gegenteil, er ist ziemlich unausstehlich und es dauert eine ganze Weile bis die beiden sich halbwegs aneinander gewöhnt haben.
Eher durch Zufall erfährt Louisa schließlich weshalb sie wirklich da ist. Sie ist nicht Beschäftigung für einen Behinderten, sondern der Babysitter eines Suizidgefährdeten. Denn Will hat eine Entscheidung getroffen, die ihn...wenn Lou es nicht verhindern kann...am Ende in die Schweiz führen wird. In ein Land, in dem ärztlich unterstützter Suizid legal ist. Und wie alle um Will herum, beginnt sie zu überlegen wie sie ihn umstimmen kann. Sie versucht sein Leben besser zu machen, ihm lebenswerte Augenblicke zu bescheren und ihn nicht nur an das Leben, sondern auch an sich zu binden. Denn innerhalb ihrer 6 Monate Dienstzeit...innerhalb eines ganzen halben Jahres....kommen die beiden sich so nah, physisch wie psychisch, dass Louisa sogar ihre 7jährige Beziehung beendet in dem Gedanken an ein Leben mit Will. Detailliert informiert sie sich über Möglichkeiten und Wege, Wünsche und Ziele, Gefühle und Gedanken....über alles was eine Tetraplegie anders oder schwieriger macht, einzig mit dem Ziel Will umzustimmen. Und als sie ihm schließlich ihre Liebe gesteht und ihm die Zukunft schildert wie sie sie sieht, mit all den Dingen die sie für ihn und für sich tun will, bittet er sie um etwas das ihre ganze Welt auf den Kopf stellen wird.

Meinung:

Als ich das Buch gekauft habe wusste ich nur zwei Dinge darüber. Das es ein Spiegelbestseller ist und was der Klappentext sagt. Ich wusste nicht auf was ich mich einlasse.
Ich fing an zulesen und war ziemlich schnell enttäuscht, weil es sich im ersten Augenblick anfühlte wie "Zwei ziemlich beste Freunde" und ich dachte der einzige Unterschied wird sein, dass diese Freunde sich am Ende lieben werden. Weit gefehlt... Es ging um viel mehr als Freundschaft oder Liebe, um etwas weitaus wichtigeres. Es geht um das Leben. Um den freien Willen. Um Entscheidungen und das Sterben. Um das was die Menschen ausmacht und die Dinge die der Geist will und der Körper einem verwehrt. Es geht um Zwischenmenschlichkeiten die tiefer gehen als Ozeane und um eine die Bitte die für den einen das Größte und für den anderen das Schrecklichste bedeuten.
Dieses Buch zwingt einen sich damit auseinander zusetzen was Leben ist. Und was unser eigenes, ganz persönliches Leben ausmacht. Auf was wären wir bereit zu verzichten und wo ist unsere Grenze zwischen lebenswert und nicht auszuhalten. was würde uns brechen? Und wenn wir an die denken die wir lieben, oder die uns lieben.... Wären sie genug zu bleiben, wenn uns sonst nichts bleibt?
Das Thema mit dem Moyes sich befasst ist schwere Kost und polarisiert mit Sicherheit. Aber sie hat es nicht als eine einzige Provokation verpackt. Sie bietet jeder Meinung Raum. Sie beschreibt Will's Wunsch und gleichzeitig die Gedanken all jener die damit leben müssten, wenn er es wirklich tun würde. Aber es findet zum Beispiel auch seine Mutter Gehör, die nicht will das ihr Sohn stirbt und aber dennoch nur das Beste für ihn will. Und muss nicht jeder selbst entscheiden was am besten für ihn ist? Moyes lässt nichts außer Acht und schreibt sogar Gedanken die man sich selbst verbieten würde. Denn einen Behinderten, vollkommen auf Pflege angewiesenen Sohn Zuhause zu haben, stellt Familien vor Herausforderungen und schränkt Leben ein. Nicht nur dem Behinderten selbst werden Freiheiten genommen, jeder opfert etwas... Aber darf man darüber nachdenken, dass diese Opfer nach einem Suizid nicht mehr nötig wären?
Ich möchte nichts dazu sagen wie die Geschichte ausgeht. Aber ich möchte sagen wie dieses Buch für mich geendet hat. Ich habe die letzte Seite zugeklappt und danach ganz still auf meinem Bett gelegen. Ich habe versucht mich nicht zubewegen. Ich wollte Will sein. Gefühlt habe ich es zehn Minuten getan. Tatsächlich waren es 3 Minuten. Wäre ich Will, mir käme ein ganzes halbes Jahr wie ein ganzes halbes Leben vor. Ob ich seine Gedanken deshalb verstehe? Das ist mein eigenes Geheimnis. Aber es lohnt sich, sich mit diesem Buch auseinander zu setzen weil es eine Auseinandersetzung mit seinem eigenen Leben ist.
Von mir gibt es trotzdem nur 3 Sterne, denn auch wenn es berührt....dieses Thema geht uns eigentlich alle an. Und es in eine Lovestory zu packen und in einem Einband zu verstecken der vermutlich zu 90% Frauen anspricht...das geht nicht. Und eigentlich geht es auch nicht, die Brisanz des Inhaltes mit keinem Wort auf dem Klappentextes zu vermerken. Denn Sterbehilfe ist nunmal kein Thema mit dem sich jeder auseinander setzen will. Und es ist kein Thema was man in einem Buch mit dieser Aufschrift und diesem Cover vermutet. Die Entscheidung sich damit und somit mit seinen eigenen Vorstellungen zum Leben auseinanderzusetzen sollte jedem selbst überlassen sein.
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213 von 253 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurig, witzig, emotional – bittersüß wie das wirkliche Leben, 15. April 2013
Von 
Marie C. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Inhalt:
Will führt ein tolles Leben auf der Sonnenseite. Er ist Teilhaber einer erfolgreichen Firma, hat eine hübsche Freundin, Urlaube verbringt er in den exotischsten Ländern mit allerlei Abenteuern. Bis zu diesem einen Tag, der sein Leben vernichtet. Übrig bleibt ein querschnittsgelähmter Mann, ein Tetraplegiker, der in allem auf fremde Hilfe angewiesen ist. Mit diesem Dahinvegetieren, als das er es empfindet, kann er sich nicht abfinden. Da will er lieber sterben.

Louisa stammt aus bescheidenen Verhältnissen, gibt sich mit wenig zufrieden. Mit 26 Jahren lebt sie noch bei den Eltern und jobbt in einem Café. Die Beziehung zu ihrem langjährigen Freund ist alles andere als aufregend oder romantisch. Doch Lou wäre nie auf die Idee gekommen, etwas an ihrem Leben zu ändern, wenn das Café nicht geschlossen worden wäre. Die von der Arbeitsagentur vermittelten Jobs sind alle nicht besonders toll. Da ist der Job als Pflegehilfe noch das geringste Übel, zumal er auf sechs Monate befristet ist.

Wird es Lou mit ihrer frischen, ehrlichen Art gelingen, Will aus seiner Lethargie zu holen und wieder für das Leben zu begeistern?

Meine Meinung:
Jojo Moyes‘ Roman enthält so viel mehr als eine Liebesgeschichte. Hier treffen zwei Menschen aufeinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Frau und Mann, Unterschicht und Oberschicht, lebensfroh und lebensmüde. Nach anfänglicher Abneigung sehen die beiden in ihrem Gegenüber allmählich auch das Positive, sie lernen sich schätzen und respektieren. Und obwohl Lou eingestellt wurde, um Will aufzumuntern, ist am Ende sie diejenige, die am meisten profitiert. Denn Will bringt sie dazu, endlich etwas aus ihren Fähigkeiten zu machen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Moyes thematisiert zum einen die alltäglichen Probleme von Behinderten, die man sich als Nichtbehinderter gar nicht bewusst macht, die man als Außenstehender vielleicht auch gar nicht erkennen kann. Zum anderen geht es um Sterbehilfe. Äußerst geschickt gelingt es der Autorin, diese sensiblen Themen in einen unterhaltsamen Roman einzubauen, ohne dass sie irgendwie aufgesetzt oder fehl am Platz wirken. Und ja, der Roman ist unterhaltsam. Es gibt witzige Dialoge und Szenen, wo man einfach grinsen muss. Und der Roman ist traurig. Ich glaube, ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem ich mehr geweint habe. Er ist emotional, und die Emotionen stehen nicht nur auf dem Papier, sie führen direkt in das Herz des Lesers, einfach wunderbar!

Die Charaktere sind tiefgründig beschrieben, vor allem natürlich Lou und Will, wobei der Hauptteil des Buches mit Lou als Ich-Erzählerin angelegt ist. Doch auch einige der Nebenfiguren kommen in jeweils einem Kapitel zu Wort, sodass man sich auch in sie gut hineinversetzen kann.

Sprachlich ist das Buch nichts wirklich Großartiges, aber es ist gut und einfach zu lesen. Die Handlung schreitet flott voran, es gibt keine Längen. Von Zeit zu Zeit ist eine kleine Überraschung eingebaut, so dass es immer spannend bleibt. Gefühle kommen nach und nach immer heftiger zum Ausdruck, und zwar Gefühle jeder Art, Verzweiflung, Hoffnung, Trauer, Liebe usw. Besonders das letzte Drittel ist so emotional geladen, dass man es fast nicht mehr aushält.

Fazit:
Ein ganz wundervolles, emotionales Buch, das noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Ich möchte es wärmstens empfehlen, nicht nur für Leser von Liebesromanen.
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91 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Buch, das ein Leben verändert, 4. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Schöner Titel, schöner Einband, Spiegel-Bestseller... dafür bin ich einfach anfällig.

Gut, ich wusste so in etwa was mich erwartet, setzte mich mit einem Kaffee auf den Balkon und fing an. Aber dass ich es nicht mehr weglegen konnte bis ich endlich das Ende kannte... damit hatte ich nicht gerechnet!!!!

Am Anfang fand ich mich in "ziemlich beste Freunde" (was nebenbei gesagt ein super Film war) reinkatapultiert. Ich dachte "And they lived happily ever after"! Aber Pustekuchen... mit jeder neuen Seite die ich las, konnte ich mich mehr in Will hineinversetzen, und wollte, dass sein letzer Wunsch in Erfüllung ging!!!

Gegen Mitte des Buches habe ich mich dann immer wieder dabei erwischt, wie ich sauer auf alle anderen wurde, die glaubten, sie wissen was das Beste für ihn ist.

So kam es, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Ich war sauer, ich war gerührt, ich war hin und hergerissen von Lous Welt, die meiner so gleich ist, und von Wills Welt, die ich (hoffentlich nie) kennen lernen werde und trotzdem so gut verstanden habe.

Letztendlich saß ich bis spät am Abend (inzwischen auf der Couch) und habe gelesen, geweint, und mich komischerweise auch gefreut.

Ja, das Buch hat tatsächlich ein bisschen mein Leben und meine Sicht auf mein Leben verändert!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch gebe ich nie nie nie wieder her!!!!! Taschentuchalarm!, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Cover:
Ein zauberhaftes Cover. Traurig süß, wenn man den Inhalt kennt. Ich habe ein Leseexemplar und muss sagen, dass dieses mir vom Material sogar noch besser gefällt, als die übliche Handelsausgabe. Der weiße Part ist beim Leseexemplar matt und rau, wodurch sich das glänzende Mädchen und der glänzende Buchtitel noch mehr abhebt. Liebe!

Meine Meinung:
Taschentuch-Alarm ganz extrem!!

Ich muss das Fazit gleich vorweg nehmen:
Ich habe wirklich schon lange lange lange nicht mehr bei einem Buch soooo geweint, wie bei diesem hier!
Nennt mich Gefühlskalt oder verquer, aber im Vergleich zu diesem hier, hat mich selbst "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green kalt gelassen.

Gott, ich weiß kaum, wie ich meine Gefühle zu diesem Buch in Worte fassen soll.

Aber von vorne:
"Ein ganzes halbes Jahr" wurde auf soooo vielen Blogs bereits besprochen. Ich weiß nicht wieso, aber ich hatte keine einzige Rezension gelesen. Erst eine Buchempfehlung per Kommentar brachte mich dazu, dieses Buch näher zu betrachten. Cover gefiel sofort - Klappentext klang nach einem Liebesroman. Das ist doch was für die kleine Nica, dachte ich mir ;)

Das Buch beginnt gleich mit einem tragischen Prolog. Zunächst lernt der Leser einen echten Abenteurer kennen. Will. Ein Anzug tragender Businesstyp der im Privatleben die Abenteuer sucht. Bunjeespringen, Surfen, auf Berge klettern, Motorrad fahren - nichts ist ihm zu gefährlich. Er liebt hübsche Frauen - besonders seine Freundin - seinen Job und das Leben. Bis zu dem schicksalhaften Moment, wo er zu Fuß unterwegs ist und ein Motorrad auf ihn zurast. Etwas geschockt entschloss ich mich aber sofort weiterzulesen.

Die Entscheidung wurde auch sogleich mit einer zauberhaften und Herz erwärmenden Protagonistin belohnt, die ich mir bildlich vorstellen konnte und die ich gleich auf meine imaginäre "Mit der wäre ich gerne befreundet-Liste" setzte. Eine Protagonistin, bei der man sofort merkt: sie ist irgendwie anders - trägt ihr Herz aber am rechten Fleck. Lou(isa) fällt in ihrer kleinen Heimatstadt auf wie ein bunter Hund. Eine Heimatstadt, in der der Dreh und Angelpunkt eine Burg ist und sich die kleine Stadt im Grunde mit den Einnahmen der Touris finanziert. Dort geht alles recht bodenständig zu und gerade die Jüngeren haben eigentlich den Wunsch, von dort wegzukommen - was zu erleben - die Großstadtluft zu atmen. Jedoch nicht Lou.

Lou ist es herzlich egal, was der normalo Bürger so anzieht oder über sie denkt. Durch ihren schrägen Kleidungsstil fällt sie auf wie ein Regenbogen-gemustertes Schaf in einer weißen Schafherde. Als sie ihren geliebten Job in dem kleinen Café wegen Schließung verliert, verliert sie zunächst auch den Halt unter ihren Füßen. Ist sie doch diejenige, die den größten Teil des Haushaltsgeldes verdient. Lou wohnt nämlich noch bei ihren Eltern. Ihre Mutter kann nicht arbeiten, da sie sich um den kranken - ebenfalls dort lebenden - Opa kümmert, ihr Vater ist kurz davor seinen Job zu verlieren, da Entlassungen ins Haus stehen und die Schwester hat einen kleinen Sohn und verdient als Blumenverkäuferin nun auch nicht viel.
So ist Lou gezwungen, den Job anzunehmen, der ihr angeboten wird.

Jetzt hatte ich - wie wohl viele Leser - ein kleines Déjà-vu: Sie wird Pflegerin bei einem Tetraplegiker: bei Will. Darauf war ich nicht vorbereitet, dass es Will SO schlimm getroffen hat. Doch vor kurzem hatte ich mir erst "Ziemlich beste Freunde" angeschaut, wo ein junger Mann der Pfleger eines Tetraplegiker wird. Tetraplegie = Querschnittsgelähmter, bei denen die Arme und Beine gelähmt sind, also praktisch vom Hals abwärts. Und so konnte ich mit dem Begriff bereist etwas anfangen und auch, wie schlimm es sein muss.

Doch wer jetzt denkt, er bekommt "Ziemlich beste Freunde" mit kleiner Liebesstory: Weit gefehlt. Pfleger und Tetraplegie...ja, aber dann hören die Gemeinsamkeiten beinahe auf und wir erhalten ein so wundervolles Buch, dass mich weinen und lachen ließ; dass mich grübeln ließ und mich unglaublich bewegt hat. Will und Lou sind zunächst wie Katz und Maus und liefern sich solch grandiosen Wortgefechte, dass ich mir teilweise Abends im Bett auf die Zunge gebissen habe, um nicht laut loszulachen und damit meine schon schlafende Familie neben mir zu wecken.

Jojo Moyes hat Charaktere mit unglaublich viel Tiefgang erfunden. Kein Charakterzug ist willkürlich gewählt. Selbst Lous eigenwilliger Kleidungsstil hat einen Hintergrund, von dem der Leser nach und nach erfährt. Mit ihren spritzigen und oft vor Sarkasmus triefenden Auseinandersetzungen haben die Beiden sich einfach absolut in mein Herz geschimpft und ich hatte wirklich noch niemals bei einem Buch so sehr Angst vor dem Ende. Und doch flogen dank des fantastischen Schreibstils und der absolut packenden und extrem emotionalen Geschichte, die Seiten nur so dahin. Und obwohl ich wirklich Taschentuch-Alarm hatte, empfinde ich "Ein ganzes halbes Jahr" als rundum perfekt und bin mit allem einverstanden... die Wendungen, die Empfindungen, das Ende. Auch wenn ich während des Lesens teilweise ganz anders gedacht habe, aber abschließend und nach ein paar Tagen Bedenkzeit, kann ich nur sagen: Wow.. perfekt. Geht nicht anders. Jojo Moyes: alles richtig gemacht.

Und ich habe wirklich viele viele Tage über dieses Buch nachgedacht und auch jetzt ist es noch nicht aus meinem Kopf heraus. Ich habe lange gebraucht, um ein neues Buch beginnen zu können und ich weiß, dass ich dieses Buch niemals niemals niemals wieder hergeben werde.

Das wohl emotionalste Buch, dass ich je gelesen habe. Voller Humor, voller Zweifel, voller Gefühle. Der Leser wird regelrecht "gezwungen" darüber nachzudenken, was für Hürden Rollstuhlfahrer im Alltag so haben - und das ist auch gut so! Man muss über seine Meinung zum Thema Sterbehilfe nachdenken, darüber, wie und ob man selber mit Tetraplegie weiterleben könnte und wollte. Auf der nächsten Seite wird man wieder mir einem tollen wortreichen Schlagabtausch überrascht und es wird auch ein klein wenig unkitschig romantisch.

"Ein ganzes halbes Jahr" ist aufmunternd, es ist zum lachen, es ist zermürbend, es ist tiefgründig, es ist.. unglaublich... und das alles gleichzeitig.
Kein Buch, dass einem so schnell wieder aus dem Kopf geht. Lou und Will haben für immer ein kleines Plätzchen in meinem Herzen ergattert. *schnief*
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein ganzes halbes Jahr, 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Ich habe das Gefühl, die ganze Welt hat dieses Buch schon gelesen und geliebt, also habe ich mich auch darauf eingelassen, ohne überhaupt zu wissen, worum es geht. Lou lebt eigentlich ein recht normales Leben in einer englischen Kleinstadt, ist schon lange mit ihrem Freund zusammen und hat keine besonderen Ambitionen. Als sie ihren geliebten Job in einem Café verliert, muss sie sich beruflich umorientieren und gerät in eine Situation, die ihr komplettes Leben verändert. Sie wird als Betreuerin von Will angestellt, der einst beruflich erfolgreich und abenteuerlustig war, doch jetzt nach einem schweren Unfall im Rollstuhl sitzt.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich zwar nicht wusste, um was es in diesem Buch geht, allerdings durch die ganzen begeisterten Rezensionen sehr hohe Erwartungen hatte. Das Buch wäre angeblich "ganz anders" und "so unvorhersehbar", war da auf diversen Blogs zu lesen, dass ich nicht mit dieser Menge an "Chick-Lit" gerechnet habe. Eigentlich handelt es sich nämlich doch um einen dieser Liebesromane, der alle Klischees bedient, wäre da nicht eine – zugegeben etwas unerwartete – Wendung, die ich natürlich nicht verraten möchte.

Lou bleibt als Charakter relativ flach, die einzige Eigenschaft, die sie auszuzeichnen scheint, ist ihr extravaganter Kleidungsstil, der in der Kleinstadt natürlich auffällt. Ihre Vorgeschichte, die man erst recht spät erfährt, fand ich sehr konstruiert und macht die Figur für mich nicht unbedingt glaubhafter. Gegen Ende des Buches gibt es einige Kapitel, die aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt sind. Warum die Autorin genau an der Stelle von der Ich-Erzählerin Lou abweicht und andere Figuren zu Wort kommen lässt, kann ich mir nicht erklären. Einen Mehrwert an Information bieten diese Kapitel nämlich nicht.

Insgesamt fand ich "Ein ganzes halbes Jahr" beim Lesen ganz unterhaltsam, wollte es kaum noch aus der Hand legen und unbedingt wissen, wie es mit Lou und Will weiterget. Im Nachhinein betrachtet war das Buch allerdings aus den schon genannten Gründen für mich nicht so herausragend. Man kann es schnell verschlingen und ich würde es als wenig anspruchsvolle Urlaubslektüre mit gewissem Tränendrüsendruck empfehlen, allzu hohe Erwartungen sind aber nicht angebracht.
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146 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dinge, die die Liebe nicht überwinden kann..., 15. März 2013
Von 
Misato "Misato" (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Will ist ein außergewöhnlicher junger Mann. Er ist beruflich erfolgreich, sehr sportlich, verreist für sein Leben gern und hat eine sexy Freundin. Seine Urlaube sind geprägt von Unternehmungen wie Bungiespringen, Steilwandklettern und Gipfelbesteigen. An einem regnerischen Tag lässt er sein Motorrad in der Garage und eilt zu einem wartenden Taxi, wobei er ausgerechnet von einem Motorrad, welches bei dem Regen nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, überfahren wird.

Lou(isa) liebt ihr Zuhause. Das kleine volle Haus, die gewohnten Abläufe, ihre Arbeit im Cafe um die Ecke. Sie liest gerne und verbringt gerne Zeit mit ihrem langjährigen Freund. Das einzige, was an Lou nicht extrem normal ist, ist ihr ausgefallener und teils sehr kontroverser Kleidungstil. Als Lou eines Tages früher von der Arbeit nach Hause kommt, muss sie ihrer Familie erklären, dass sie ihren Job verloren hat weil das Cafe schließt.

Als Lou sich auf ihrer Jobsuche als Pflegekraft/Tagesfrau für einen Tetraplegiker bewirbt und angenommen wird, stellt sie leider sehr schnell fest, dass der Mann, dem sie Gesellschaft leisten soll alles will, außer ihrer Gesellschaft. Will kann aufgrund eines Verkehrsunfalls eigentlich nur seinen Kop frei bewegen, seine Arme und Beine sind fast komplett bewegungsunfähig und er hat permanent Schmerzen.

EIN GANZES HALBES JAHR erzählt freiweg, offen und dabei sehr sympathisch von vielen Alltagssituationen, die einem Behinderten das Leben schwer machen. Von Entscheidungen, die nicht mehr seine zu treffen sind, von unbeinflussbaren Schicksalsschlägen, Ungerechtigkeiten, sozialen und persönlichen Unzulänglichkeiten und sozialen Tabus wie den Freitod. Alle Charaktere im Buch sind sehr liebevoll und tiefgründig beschrieben. Das Buch ist sehr glaubwürdig und liebenswert und nimmt einen total in Beschlag. Man fragt sich WAS WÜRDE ICH TUN? WÜRDE ICH DAS WOLLEN/KÖNNEN? und entwickelt dabei einen solchen Respekt für alle Betroffenen. Die lockere Schreibweise hilft oft über das schwere Schicksal Wills und das heftige Thema, dass Will in der Schweiz in einem Hospiz einen Giftcocktail schlucken will, hinweg. Ich habe während des Lesens oft gelacht, jedoch auch wie ein Schlosshund geweint.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu empfehlen, 23. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Kindle Edition)
Den Hype um dieses Buch kann ich nicht nachvollziehen.Sicher, es ist ein sehr gutes Buch. Da ich aber in der Pflege arbeite ist die erste Hälfte des Romans weniger interessant. Für andere allerdings sehr gut und realistisch geschildert. Erfrischend, wie unbedarft Lou sich an Will herantastet. Die zweite Hälfte ist deshalb so spannend, weil es im Leben eben nicht immer so läuft, wie man denkt. Und am Ende begreift man, was bedingungslose Liebe ist, auch wenn es keine Liebesgeschichte im eigentlichen Sinne ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das beste kommt immer zum Schluss?, 9. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Broschiert)
Aufgrund der vielen positiven Bewertungen und auch auf Empfehlung meiner Familie habe ich mich entschlossen, dieses Buch zu lesen (obwohl schon Titel und Einband einen Anflug von Melancholie vermitteln.).

Zum Inhalt an sich muss ich, denke ich, nichts mehr schreiben, da dies in den anderen Rezensionen schon ausführlich geschehen ist.

Ich habe also begonnen, dieses Buch zu lesen, und war begeistert, wollte es eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen weil man immer wissen möchte, wie es denn nun weiter geht. Mir persönlich hat Lou's Charakter sehr gut gefallen, ich fand ihre Gefühle, Hoffnungen und Gedanken wurden sehr schön beschrieben, sodass man sich gut in sie hinein versetzen konnte.
Also wie schon gesagt, ich fand das Buch klasse, auch noch, als zum ersten Mal das aufkam, dass Will sein Leben beenden möchte.
Okay, dachte ich mir, mal sehen wie es weiter geht. Durch die immer enger werdende Beziehung zwischen Will und Lou und auch Will's Veränderung dachte ich, es gibt vielleicht ein Happy End und alles wird gut - doch weit gefehlt.

Als ich die letzten Seiten gelesen hatte, saß ich erst einmal da und war zum Teil fassungslos, zum Teil aber auch sehr traurig und betroffen. Es ist nicht so, dass bei mir jedes Buch "gut" enden muss, und ich bin eigentlich auch nicht unbedingt ein Fan von "und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende". In diesem Fall hätte ich mir allerdings genau das gewünscht.
Meiner Meinung nährt die Story an sich auch diese Hoffnung, da Will sich immer mehr für Lou öffnet, die Ausflüge genießt und irgendwie ein anderer Mensch wird.

Dass "die letzten sechs Monate die schönsten seines Lebens waren", kann ich anhand seiner Entscheidung nicht so ganz glauben. Ich muss dazu sagen, dass ich einen Beruf habe, bei dem ich fast ausschließlich mit Menschen mit Behinderung zu tun habe und daher schon eine große Portion Verständnis für seine Situation mitbringe. Letztendlich kann man sich natürlich nicht in solch eine Situation hinein versetzen, wenn man gesund ist. Durch meine Arbeit lerne ich aber viele Familien mit einem solchen Schicksal kennen, ich treffe Menschen, denen es besser oder schlechter geht als Will, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie geben nicht auf, sie versuchen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Natürlich kann das der eine besser als der andere, das ist ganz klar.
Jedoch verstehe ich einfach nicht, dass Will die Zeit mit Lou so sehr genießt, wieder Freude am Leben hat, und sich dennoch weigert, es überhaupt zu versuchen. Er sträubt sich einfach nur dagegen, ein anderes Leben zu akzeptieren als das, was er davor hatte, er zieht es ja nicht einmal in Betracht. Sicher, das muss unvorstellbar sein, man kämpft wahrscheinlich darum, einen Tag nach dem anderen zu überstehen, aber meiner Meinung nach ist es einfach eine Frage der Einstellung und des Willens. Dazu sagen muss man auch, dass Will in der glücklichen Lage ist, finanziell abgesichert zu sein. Er könnte sich alles leisten und sich jede Behandlung etc. ermöglichen. Ich kenne viele Menschen, die nicht einmal mit ihren Angehörigen in den Urlaub können, weil sie sich die speziellen Freizeit-Rollstühle nicht leisten können (die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden), geschweige denn eigene Pfleger haben. Will könnte also allein durch seine finanziellen Mittel mehr sein Leben gestalten, als es andere können (ja, Geld ist natürlich nicht alles, aber es kann einem Vieles angenehmer und leichter machen). Schade fand ich zudem, dass man nicht mehr über Will's Gefühle für Lou erfährt, das hätte ich mir doch gewünscht.

Aus diesem Grund finde ich nicht, wie hier so oft geschrieben, dass das Ende so realistisch ist. Natürlich hat jeder eine andere Sicht auf die Dinge und ja, dieses Thema ist unglaublich prekär und es scheiden sich die Geister. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass er, wie Tausende andere Menschen auch, versucht, das Beste aus seinem Leben zu machen und die Zeit mit Lou zu genießen.
Mir persönlich gefällt es am besten, wenn ich ein Buch zu Ende lese, es zu klappe, und dann noch einige Minuten mit dem wohligen Gefühl, das sich häufig einstellt, weil die Reise zu Ende gegangen ist, dazusitzen. In diesem Fall kann ich aber nicht aufhören, über Will und Lou's Geschichte nachzudenken, sie spukt durch meinen Kopf wenn ich im Bett liege und macht es mir lange nicht möglich, einzuschlafen.

Einige finden meine Ansicht vermutlich blauäugig, naiv und fernab jeder Realität, ich jedoch glaube, dass nicht immer alles nur Schwarz oder Weiß ist und das Buch auch mit einem Happy End dem Thema hätte gerecht werden können.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leichte Literatur für die Winter Abende, 2. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes halbes Jahr (Kindle Edition)
Ich habe das Buch gekauft, weil es so viel gute Bewertungen hatte. Ich habe es zwar zu Ende gelesen, aber die Handlung war auch nicht schwierig zu erraten. Auch die Sprache ehe durchschnittlich. Thema auch nicht neu. Wenn man viel Zeit hat, durchaus lesbar.
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Ein ganzes halbes Jahr
Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes
EUR 12,99
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