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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Buch dreht den Spieß erneut um, 5. März 2013
Von 
Stefan Schröder "Libraraptor" (Ostentrop, Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gemälde von Sauropoden im Sumpf erregten damals die Gemüter. Ein wichtiges Zeichen des Dogmenwechsels in der Sicht auf Dinosaurier sind Gemälde von landlebenden, vor Selbstbewusstsein und lebendigkeit nur so strotzenden Sauropoden. Und dann kommt das Autorentrio daher, malt Opisthocoelicaudia schön gemütlich in einem Sumpf und fragt "Ja, warum denn nicht?"
Drei Protoceratops klettern schön locker auf einem Baum herum. Das Skelett selbst gibt keinerlei Hinweise auf eine Anpassung an diese Möglichkeit. Eben genau wie bei den heutigen Ziegen, denen zukünftige Paläontologen wohl einiges zutrauen würden, aber nicht, dass sie auf Bäume klettern konnten.
Ein verwirrter Stegosaurus fährt seinen langen Penis aus, um sich mit einem ebenso verwirrten etwa gleich großen Sauropoden zu paaren. Die Autoren sinngemäß "Man beobachtet heute beispielsweise brünftige, verwirrte Elefantenbullen, die versuchen, Nashörner zu bespringen".
Ein schlafender Tyrannosaurus.
Ein Hypsilophodon, der genüsslich an einem Tausendfüßer knabbert.
Vielerlei Kuriositäten warten in dieser Broschüre (ich nenne es bewusst nicht Buch) auf den Leser, und sie fallen in drei Kategorien:
Eine Kategorie zeigt Dinosaurier von uns vertrauter Gestalt in ungewöhnlichen Posen und Zusammenhängen, um sie von den einengenden Stereotypen zu befreien, in die die Branche der "Palaeoart" (ich finde keine gelungene deutsche Entsprechung für dieses Phänomen) sie gesteckt hat. These: Immer nur jagen, morden, Dramatik, das hielt das beste Urtier nicht aus. Meistens waren es ganz normale Dinge wie spielen oder schlafen oder fressen, die den Tagesablauf bestimmten.
Eine weitere Kategorie zeigt die Dinosaurier selbst mit ungewöhnlichem Aussehen und / oder Verhalten dargestellt. Anstatt Leaellynasaura, einen kleinen Ornithopoden aus Australien, das damals fast genau am Südpol lag, wie einen zweibeinig laufenden Leguan in eine Schneelandschaft zu stecken, machen die Künstler die mesozoische Entsprechung eines Schafes aus ihm. Das ist sehr vergnüglich anzuschauen. Weitere Beispiele: Ein Parasaurolophus, der richtiggehend fett ist oder einen Majungasaurus, der sich als Ast tarnt (!)
In der dritten Kategorie schlüpfen die Autoren in die Rolle zukünftiger Paläontologen, die die Knochenfunde rezenter Tierarten interpretieren. Eine Kuh wird megaschlang, eine Katze provoziert durch ihren Echsenlook, während anders herum ein Leguan voller Haare gezeichnet wird. Ein Pottwal erinnert eher an einen Ichtyosaurier. Komplett skurril wird es dann, wenn ein Grönlandwal dargestellt wird wie eine riesige, überdimensionale Kaulquappe mit schnappenden Fangkiefern (Barten fossilisieren möglicherweise nicht).
Das alles ist höchst vergnüglich anzuschauen und regt auch durchaus die Gedanken an. Die dem Buch zu Grunde liegende These, dass zwischen Skeletten und Körperumrissen von Tieren kein gesetzmäßiger Zusammenhang herrscht, wird mit vielen Beispielen gründlich und unterhaltsam zu Ende gedacht. Zoologen und im weitesten Sinne an der Paläontologie interessierte Leser finden hier eine Augenweide nach der anderen.
Allerdings: Die amerikanische Marotte, gleich vier Autoren, Zeichner und Irgendwie-noch-dazu-Pupslasser mit auf den Titel zu drucken und das Experiment so einzigartig selbst über den grünen Klee zu loben, nervt dann doch. Und für knapp 30,- Euro ist dieses Experiment eindeutig zu teuer ausgefallen. Entweder man macht die Broschüre wertiger (mehr Zeichnungen, hardcover), oder man verkauft sie günstiger.
Fazit: Gute Nische entdeckt und bedient, aber zu überambitioniert und teuer verkauft. Vier gute Sterne.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr kurzweilig, aber eben auch kurz, 15. Januar 2014
Von 
Andreas Grois "Nerd, und stolz darauf" (Ampflwang, Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Bildband bietet einen netten Einblick in die Arbeitsweise von Künstlern, die versuchen, auf Basis von Fossilien das Aussehen ausgestorbener Tiere zu rekonstruieren. Das Ziel, Arten von denen populäre Darstellungen existieren einmal anders, aber immer noch im Rahmen des Möglichen zu zeigen, hat der Band mit Sicherheit erreicht. Das letzte Kapitel, in dem heutige Arten nur auf Basis von Teilen des Skelettes "rekonstruiert" werden, um zu zeigen, wie sehr die künstlerische Darstellung von der Realität abweichen kann, ist sehr unterhaltsam.
Einziger Kritikpunkt: Wenn man mit dem Buch fertig ist, möchte man mehr davon ;-)
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