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4.0 von 5 Sternen Guter Start für eine neue Serie
"A Choice of Futures" stellt einen guten Start für eine neue Serie dar. Sie spielt in der Zeit nach Gründung der Föderation, also einige Jahre nach Star Trek: Enterprise. Die Charaktere sind meiner Meinung nach gut getroffen, aber leider ist die Handlung zwischenzeitlich etwas vorhersehbar. Außerdem gibt es für meinen Geschmack etwas zu...
Vor 13 Monaten von Martin veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lässt sich etwas langsam an
Gute Star Trek Lektüre für zwischendurch, besonders, wenn man am Schicksal der einzelnen Charaktere aus Star Trek Enterprise interessiert ist. Witzig, auf die Vorfahren bekannter Charaktere zu treffen - sehr nerdy. Allerdings lässt sich die Geschichte etwas langsam an und die Handlungsstränge laufen sehr lang ohne Verbindung nebeneinander her, was wohl...
Vor 13 Monaten von Anke Napp veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lässt sich etwas langsam an, 20. August 2013
Von 
Anke Napp (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gute Star Trek Lektüre für zwischendurch, besonders, wenn man am Schicksal der einzelnen Charaktere aus Star Trek Enterprise interessiert ist. Witzig, auf die Vorfahren bekannter Charaktere zu treffen - sehr nerdy. Allerdings lässt sich die Geschichte etwas langsam an und die Handlungsstränge laufen sehr lang ohne Verbindung nebeneinander her, was wohl daran liegt, dass hier auch auf eine mehrbändige Reihe konzipiert wurde. Sehr gut: der Zwiespalt der Sektion 31.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Start für eine neue Serie, 8. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Enterprise: Rise of the Federation: A Choice of Futures (Kindle Edition)
"A Choice of Futures" stellt einen guten Start für eine neue Serie dar. Sie spielt in der Zeit nach Gründung der Föderation, also einige Jahre nach Star Trek: Enterprise. Die Charaktere sind meiner Meinung nach gut getroffen, aber leider ist die Handlung zwischenzeitlich etwas vorhersehbar. Außerdem gibt es für meinen Geschmack etwas zu viele Cameo-Auftritte von diverser Vorfahren bekannter Persönlichkeiten etwa Kirk, Paris, Polanski.

Aber wie gesagt, im großen uns ganzen kann man bei Büchern von Christopher L. Bennett wie immer nichts falsch machen. Übrigens insbesondere "Watching the Clock" ist empfehlenswert, wenn man den Zeitreisen mag.
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4.0 von 5 Sternen alles bestens, 16. April 2014
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Hat alles zufriedenstellend funktioniert. Die storry ist manchmal sprunghaft, aber als echter Archer fan verzeihen ich das mit grosser Freude.
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3.0 von 5 Sternen Ein neuer Start für den Enterprise-Relaunch, 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Enterprise: Rise of the Federation: A Choice of Futures (Kindle Edition)
Achtung - Spoiler!

Vorbemerkung

Enterprise, bislang letzter Serienspross der Star Trek-Familie, unterschied sich in gleich zweifacher Hinsicht von den vier Vorgängerserien. Zum einen war sie wechselhafter als alle anderen Star Trek-Shows: In nur vier Staffeln erlebten Jonathan Archer und seine Crew einschneidende Veränderungen in der Mission ihres Schiffes. Zum anderen war Enterprise durch die frühzeitige Einstellung viele wichtige Antworten schuldig geblieben - allem voran auf die Fragen, wie es denn ganz konkret zur Entwicklung der Föderation kam und wie die Jahre des oft zitierten Irdisch-Romulanischen Kriegs aussahen, welcher untrennbar mit der Geburt der ruhmreichen Multispeziesallianz verknüpft ist.

Umso zufriedener war ich, als Pocket Books relativ rasch grünes Licht für einen eigenen Enterprise-Relaunch gab, der die Geschichte der NX-01 fortsetzen sollte. Damals wurden die gestandenen Star Trek-Autoren Andy Mangels und Michael A. Martin damit betraut, den Ball der Serie wieder aufzunehmen. Leider ging - im Gegensatz zu anderen Serien-Relaunches - bei der von vielen Fans sehnsüchtig erwarteten Enterprise-Fortsetzung allzu vieles schief: Zuerst wurde der Canon auf eine Weise zurechtgebogen, dass man als Leser unweigerlich das Gefühl bekam, hier ignoriere jemand geflissentlich die Vorgaben des Originals, nur um Trip Tucker aufwändig wiederzubeleben und ihn zu einem Geheimagenten zu machen (vgl. Last Full Measure bzw. The Good That Men Do).

Abgesehen von der Authentizitätsfalle, in die man sich begab, richtete das mehr Schaden als Nutzen an: Während Trips weitere Geschichte als Agent der Sektion 31 weit weniger spektakulär war als erhofft, wurde das soziale Gefüge auf der Enterprise auseinandergerissen - mit Folgen für die Figuren. Hinzu kam noch, dass uns mit der Darstellung des Irdisch-Romulanischen Kriegs ein weitgehend uninspirierter und blutleerer Neuaufguss des Dominion-Kriegs präsentiert wurde, der wenig Überraschendes bot (vgl. Beneath the Raptor's Wing) und bereits nach wenigen Bänden vor lauter Einfallslosigkeit durch den Zeitraffer gejagt wurde (vgl. To Brave the Storm).

Dann war es eine Weile still um die Frage, ob bzw. wie es mit Enterprise weitergehen sollte. Immerhin war am Ende von To Brave the Storm der Krieg beendet, und die Gründung der Föderation zeichnete sich ab. War alles Potenzial der Serie damit nicht schon ausgeschöpft worden? Es schien fast so. Erst nach einer kreativen Pause erfuhren wir davon, dass der eher unglückliche Enterprise-Relaunch seinerseits einen Relaunch erfahren sollte: Der Epos rund um Archer und seine Mitstreiter sollte fortgesetzt werden. Der Autorenstab wanderte von Michael A. Martin an Christopher L. Bennett, der fortan die Aufgabe hat, neue Abenteuer im 22. Jahrhundert aus dem Hut zu zaubern.

Die Idee ist schnell erzählt: Unmittelbar nach ihrer Gründung gibt es zwar formal eine Föderation, doch sie ist noch längst nicht jene interstellare Institution, die wir aus späteren Jahrhunderten so selbstverständlich kennen. Sie muss sich erst finden, muss mit Leben gefüllt werden, ihre Aufgaben und Zwecke definieren - und gegen Befürchtungen und Ängste vorgehen, die in ihren Mitgliedswelten trotz gemeinsamer Erfolge nach wie vor vorhanden sind. Und dann gibt es natürlich noch jene Mächte und subversiven Elemente, denen das Zustandekommen dieser neuen Großmacht im All ein Dorn im Auge ist, die sie belauern und am liebsten wieder zu Fall bringen wollen.

Anders als in den Kriegsbänden, so die Ankündigung, soll es diesmal deutlich stärker um Diplomatie gehen, innerhalb wie außerhalb der Föderationsgrenzen. Der Leser soll dicht mitverfolgen können, wie diese kritischen Jahre gestaltet werden; wie der blutjunge Völkerbund seine ersten Bewährungsproben besteht und sich ins Zeitalter von Supranationalität und Multilateralität aufmacht. Da dies weißgott kein leichter Weg ist, werden Archer und seine Leute wieder einmal dringend gebraucht. Vorhang auf für die zweite Phase des Enterprise-Relaunch: Rise of the Federation. Der erste Roman unter diesem Label ist A Choice of Futues.

Inhalt

Oktober 2162, ein Jahr nach Föderationsgründung. Die Enterprise ist Geschichte. Bei der letzten großen Auseinandersetzung im Irdisch-Romulanischen Krieg, der legendären Schlacht von Cheron, wurde ihr Hüllengerüst derart stark beschädigt, dass sie stillgelegt werden musste und fortan als Museumsschiff im Smithsonian zu besichtigen ist.

Das macht aber nichts: In der U.S.S. Endeavour hat Admiral Jonathan Archer, frisch zum Oberkommandierenden der Sternenflotte befördert, sein neues Flaggschiff gefunden. Besonders praktisch: Die Endeavour, ein funkelnagelneues Schiff der NX-Refit-Klasse (die jetzt auch über eine Sekundärhülle mit dem charakteristischen Hauptdeflektor verfügt), wird von seinem ehemaligen Ersten Offizier, Captain T'Pol, befehligt, und noch so einige andere seiner früheren Kollegen von der Enterprise befinden sich an Bord. Dieser Tage erhält Malcolm Reed das Kommando über sein eigenes Raumschiff, die U.S.S. Pioneer, und nimmt Travis Mayweather zu seinem neuen Stellvertreter. Ein Hauch von Nemesis (Riker und Troi wechseln auf die Titan) und Voyager-Relauch (Admiral Janeway hat ab jetzt mit hoher Sternenflotten-Politik zu tun, kommt aber ab und zu noch auf ihr altes Schiff) wird spürbar.

Bereits auf den ersten Seiten von A Choice of Futures wird klar: Wer glaubte, dass Archer nach der Etablierung der Föderation mehr oder minder die Hände in den Schoß legen und dem Anbruch der Zukunft zuschauen kann, der irrt gewaltig. Stattdessen muss hart um die positive Weiterentwicklung der Planetenallianz gerungen und neuen äußeren Gefahren begegnet werden. Letztere gehen vor allem von interstellaren Verbrecherkartelle wie den Malurianer aus, die im Zustandekommen der Föderation eine Gefahr sehen und sich das Ziel gesetzt haben, mithilfe von Intrigen den intergalaktischen Ruf des jungen Weltenbündnisses zu beschädigen. Archer hat gewissermaßen von Beginn an als diplomatische Feuerwehr alle Hände voll zu tun.

Innerhalb der neu gegründeten Föderation sorgt ausgerechnet der unerwartet große Erfolg des Planetenbündnisses für Diskussionen. Mehrere Welten haben bereits Anträge gestellt, in absehbarer Zeit dem Völkerbund beitreten zu wollen. Doch genau das ist Anlass für Sorgen: Man erinnert sich daran, dass auch die Perzeption einer bevorstehenden Allianz für die Romulaner ein triftiger Grund war, anno dazumal einen Krieg vom Zaun zu brechen. Jetzt keimt die Befürchtung, Mächte wie die Klingonen oder Tandaraner könnten die Föderation als Bedrohung wahrnehmen, wenn sie zu schnell expandiert. Archer kontert dagegen, ein Anwachsen der Föderation sei in Ordnung - wenn sie eine positive Vorstellung davon habe, wofür sie stehe und bereit sei, diese Vorstellung, diese Botschaft, auch in alle Richtungen des Weltraums zu kommunizieren, damit jeder wisse, wo er mit ihr dran sei.

An eben diesem Punkt beginnen erneute Debatten. Zwar gab es gerade auf der militärischen Ebene bemerkenswerte Vergemeinschaftungsprozesse - wie sich allem voran an der neuen Multispezies-Sternenflotte ablesen lässt -, doch darüber hinaus halten sich die Völker noch zurück. Die Föderation ist zu diesem Zeitpunkt also noch ein zwecknützig orientiertes, hauptsächlich intergouvernementales Bündnis, das sich in Sachen Supranationalität jenseits der Verteidigungspolitik schwertut. Genau das aber möchte Archer ändern. Er möchte den Blick weiten, nun da der Krieg vorbei ist, und die Potenziale der Föderation als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Friedensmacht entfalten, damit sie eine Art Leuchtfeuer im All wird und zugleich die Sorgen anderer Völker zerstreut, die die Föderation seit dem Krieg gegen die Romulaner primär mit Kampf und militärischer Macht assoziieren.

Zum Prüfstein, ob sich dieser Anspruch wirklich umsetzen lässt, wird bald schon ein Hilfeersuch umliegender, blockfreier Völker, deren Schiffe seit kurzem von einer neuen, unbekannten Spezies attackiert werden (später stellt sich heraus, dass es sich um die fremden Wesen aus der Enterprise-Episode Lautloser Feind handelt). Die Föderation willigt ein, militärische Unterstützung zu gewähren. Und doch muss sie ihre weiteren Schritte genau wägen, denn die Augen aller sind auf sie gerichtet. Dass die Föderation diesmal jedoch Opfer einer gegen sie gerichteten Verschwörung werden könnte, die hinter den Kulissen im Gange ist und sie gezielt in Misskredit bringen möchte, ahnen Archer und seine Leute noch nicht...

Kritik

Ich mache keinen Hehl daraus: Angesichts meiner Enttäuschung über den bisherigen Enterprise-Relaunch (und vor allem dessen Ausgang) bin ich sehr skeptisch an diese neue Miniserie herangegangen. Ich habe mich gefragt, warum so etwas wie Rise of the Federation jetzt noch nötig ist - zumal, wenn es das namensgebende Schiff der Serie ja im Grunde nicht mehr gibt und wir im Grunde wissen, dass die Föderation ein Erfolgsprojekt werden wird.

Zunächst die gute Nachricht: Ich kann mit einiger Erleichterung feststellen, dass der Wechsel von Michael A. Martin zu Christopher L. Bennett zumindest keinen Schaden angerichtet hat. Bennett hat einen kompakten und unkomplizierten Schreibstil und steigt relativ schnell ins Geschehen ein. Eine Stärke von A Choice of Futures ist, dass es mit vielen Gastfiguren aus der Serie, aber auch mit starken Rückbezügen auf die Entwicklungen aus den vorangegangenen Relaunch-Bänden jongliert, ohne in langweilige Rekapitulationen auszuarten.

Die Ära, in die Enterprise geschickt wurde, ist eine der wenigen verbliebenen weißen Flecken auf der polithistorischen Landkarte des Star Trek-Kosmos. Die Gründungsära der Föderation ist an sich mit Sicherheit kein unspannendes Thema, und Bennett gibt sich alle Mühe, hier den Fokus auf die ersten großen Schritte zu lenken und deutlich zu machen, wie weit die Föderation noch von einer gemeinsamen Wertevorstellung entfernt ist. Man bekommt als Leser einen Eindruck davon, dass verschiedene Kräfte innerhalb wie außerhalb versuchen, die Entwicklung der Föderation in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Interessant sind auch Bennetts Schilderungen, wie die neue Sternenflotte ihre eigene Multispezies-Flotte aufzubauen beginnt - erst mal am Reißbrett. Wir bekommen eine durchaus schlüssige Erklärung mitgeliefert, warum letztlich das irdische Design Pate steht für eine neue Ära von Schiffsklassen. Es ist einfach das vielseitigste, und eine erfolgreiche Sternenflotte wird früher oder später leistungsfähige Multizweck-Einheiten brauchen.

Auffällig ist, dass Enterprise nun deutlich dezentraler und reicher an Schauplätze und Figuren daherkommt. Es gibt zwei Protagonistenschiffe - die Endeavour und die Pioneer -, Archer hat ein sehr vielfältiges Aufgaben- und Aktionsfeld zwischen Diplomatie und Nachrichtendiensten, und viele alte und neue Gesichter spielen nun eine prominentere Rolle (wobei der Pioneer-Plot in der Geschichte eher schmückendes Beiwerk ist und die Handlung kaum voranbringt). Das ist durchaus eine Chance für eine dynamische Handlung.

Freilich hat diese Ausrichtung auch ihre Schattenseiten: Es muss schlicht viel mehr an Figuren in das Buch hineingepresst werden. Enterprise verliert sein Zentrum und wirkt versprenkelter als früher. Das Innenleben vieler Charaktere kommt dabei deutlich zu kurz. Das merkt man allem voran bei der relativ schmalspurigen Behandlung von Archer, Trip und T'Pol. Für Charakterszenen ist insgesamt nur sehr begrenzt Platz. Man beobachtet die alten Serienhelden zwar, wie sie um den Erhalt bzw. den Ausbau der neuen Föderation kämpfen, kann sich aber häufig nicht wirklich in sie hineinfühlen. Immer noch fremdelt man mit Tuckers Verwandlung zum Sektionsagenten und wie er alles, was ihn ausmachte, abwarf (hätte das nicht eher bei Reed gepasst?). Die Entscheidung, ihn weiter in den Schatten zu belassen, fand ich weniger gelungen und lastet zusätzlich auf dem Personaltableau.

Noch etwas problematischer als die Figurensache: Ich frage mich, ob das neue Storykonzept rund um Bewährungsproben für die gerade ins Leben gerufene Föderation wirklich längerfristig trägt. Beim aktuellen Buch würde ich da schon ein Fragezeichen setzen: Immerhin ist klar, dass es nicht mehr um einen neuen Krieg gehen wird, denn das wäre ja auch nur eine Wiederholung des Bisherigen. Und die Gefahren, die der Föderation drohen, schienen auch in diesem Buch am Ende nicht so dramatisch groß wie im Klappentext angekündigt. Das Vorgehen der Malurianer (die natürlich irgendwie auch mit den Orionern zusammenhängen) erinnert stark an jenes der Romulaner vor bzw. nach Entstehen der Koalition.

Insofern ist da die Bedrohungslage kaum eine andere: Jemand von außerhalb passt es nicht, dass so viele Völker kooperieren und will sie auseinanderdividieren, in diesem Fall eben Piraten, Freibeuter und anderes Gesocks, die um ihre Transaktionsrouten und Vorteile fürchten. Dass das jedoch nach Entstehen eines gefügten Blocks wie der Föderation deutlich schwerer geworden ist und ein Verbrechersyndikat, das erheblich weniger Macht hat als die Romulaner, hier eher geringe Erfolgschancen besitzt, liegt auch schnell auf der Hand. Insoweit ist die Handlung in diesem Punkt recht vorhersehbar und wenig mitreißend, umso mehr, weil die neuen Schurken nicht zu überzeugen wissen.

Am interessantesten ist noch die Frage, wie es im Innern der Föderation weiter geht, wie der Völkerbund sich entwickelt und welche Wege alle Beteiligten finden, ihre technologischen, politischen und kulturellen Differenzen auszugleichen. Bennett sammelt hier einige Pluspunkte, indem es ihm tatsächlich gelingt, einen wesentlichen Schwerpunkt des Buches auf Diplomatie und Verhandlung zu legen. Vor allem erscheint mir nachvollziehbar, dass es Strömungen in der Föderation gibt, die vor dem Hintergrund des Überlebenskampfes gegen die Romulaner dafür plädieren, militärisch dominant aufzutreten. Andere Strömungen wollen sich eher auf Exploration, Wissenschaft und ökonomische Kooperation verlegen. Hier muss das innere Lot also erst noch gefunden werden, und davon hängt ganz gewiss auch ab, wie die Föderation von außen gesehen wird. Aber ob man das allein zum Kern einer neuen Buchreihe machen kann? Die Frage lässt sich nach nur einem Buch schwer beantworten.

Noch eine kurze Anmerkung: Als hoch eigentümlich empfand ich die Szenen, in denen Phlox herausfindet, dass der Transporter offenbar genetische Schäden bei Crewmitgliedern verursacht hat, die ihn häufig frequentiert haben. Da wurde jahrelange gebeamt, was das Zeug hält, und niemand hat negative Effekte bemerkt? Und plötzlich soll der Transporter gesundheitsschädigende Auswirkungen haben - bis hin zur Unfruchtbarkeit? Irgendwie erschien mir dieser ganze Hinweis nicht nur viel zu spät, sondern auch belanglos für die Geschichte. Und dieses Beispiel zeigt schon, dass die zweite Relaunch-Etappe aufpassen muss, dass sie sich nicht am Ende in Skurrilem bis Trivialem verliert. Denn so könnte die Ära nach der Gründung der VFP auch sein: vollkommen gewöhnlich und öde.

Fazit

Für den Anfang ist A Choice of Futures - obwohl es manche Hypothek aus der ersten Phase des Relaunch weiterschleppt (wie zum Beispiel Trips eigenartiges Schicksal) - ein einigermaßen gelungenes Buch, das hier und da auch neue Akzente setzt, mich insgesamt aber nicht vom Hocker reißt. Ob sich Rise of the Federation noch steigern kann und gegenüber dem ersten Relaunch-Anlauf besser abschneidet, steht noch in den Sternen. Im Frühjahr 2014 erscheint der zweite Band.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal wieder ein empfehlenswerter ST-Roman, 27. Juni 2013
Von 
K. Beck-Ewerhardy "kgbeast" (Moers) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Enterprise: Rise of the Federation: A Choice of Futures (Kindle Edition)
Nachdem in den letzten Monaten die ST-Romane in der Regel auf TOS beschränkt gewesen sind und man dort immer wieder auf die Frage stieß, wie viel Geschichten man eigentlich noch aus diesem Cast herausholen kann, gibt es hier wieder größere Komplexität im Konzept zu bewundern.

Admiral Archer und einige seiner ehemaligen Crewmitglieder sind weitergewandert, nachdem die ENTERPRISE zu einem Museumsschiff geworden ist und sich bei Einige von ihnen Genschäden auf Grund der Transportertechnologie eingestellt haben. Archer selbst ist damit eigentlich aus neurologischer Sicht nicht mehr Kommando-fähig - zumindest im taktischen Bereich. Politisch kann er noch so Einiges bewegen - und tut dies auch.

Dieser Roman zeigt ausgiebig, wie die neuen Verbündeten in der frisch entstandenen Föderation nach dem Ende des Kriegs mit den Romulanern versuchen ihre technologischen und kulturellen Differenzen auszugleichen. Dabei steht vor allen Dingen die Frage im Raum, ob die Föderation in erster Linie ein militärisches Hilfsbündnis sein soll, oder doch eher etwas friedlicheres - wissneschaftlich orientierteres. Diese Fragen treiben Militärs und Politiker auf allen Seiten um, während von außen verschiedene Kräfte aus ihren eigenen Gründen versuchen, die Entwicklung der Föderation in eine ganz bestimmte Richtung zu drängen.

Während Admiral Archer auf dem diplomatischen Parkett - und im Bereich der Nachrichtendienste - unterwegs ist, haben T'Pol und Malcolm Reed jeweils ihre eigenen Kommandos bekommen und an Bord ihrer respektiven Schiffe finden sich Namen, die auch in späteren Inkarnationen des ST-Universums ein große Rolle spielen werden.

Ein erfreulich komplexer Anfang einer neuen serieninternen Mini-Serie, auf deren Fortsetzung ich mich richtig freue.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder ein Enterprise Roman, 21. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: Enterprise: Rise of the Federation: A Choice of Futures (Kindle Edition)
Die Geschichte geht weiter. Und wie. Freue mich schon auf die Fortsetzung. Dieser Schriftsteller hat alle Charaktere getroffen. Die Handlungen sind spannend und man trifft sogar einen alten Bekannten (dort noch sehr jung).
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