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Kundenrezensionen

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3,8 von 5 Sternen
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2005
Nachdem ich Philip Kerrs ersten Bernhard-Gunther-Roman eher verwirrend und unausgegoren fand, habe ich den zweiten Teil der Triologie lange unbeachtet im Regal stehen lassen. Zu Unrecht, wie ich jetzt feststellen mußte.
IM SOG DER DUNKLEN MÄCHTE hat alles, was ein fesselnder Thriller braucht. Und insbesondere die Schwächen des ersten Teils, nämlich die wahllose Überfrachtung des Romans mit historischen Schauplätzen und Ereignissen, der großtuerisch-unpassende Gestus des Ermittlers und die diffuse Bedrohungslage, sind hier in ein ausgewogenes, angemessenes Maß zurückgefahren.
Die Ausgangssituation indes erinnert an einen der großen Klassiker der amerikanischen Detektivliteratur, an den Malteser Falken: Gunthers Partner in der Detektei wird bei einer Überwachung ermordet und Gunther will diesen Mord aufklären. Daß dies in einer inzwischen bis ins Mark vom nationalsozialistischen Gedankengut durchtränkten deutschen Gesellschaft des Jahres 1938 nicht einfach wird, muß er bald feststellen.
Außerdem macht ein Massenmörder die deutsche Hauptstadt unsicher: Junge, arisch-archetypische Mädchen werden von einem scheinbar wahnsinnigen Psychopathen auf bestialische Weise gefoltert und umgebracht. Gunthers ehemaliger Vorgesetzter wirbt den aus der Behörde ausgeschiedenen Ex-Polypen für die Dauer der Ermittlungen als leitenden Kommissar an. Die Berliner Polizei „ermittelt“ durch die Personalpolitik seit 1933 nun auf SA-Niveau, die Polizeiarbeit ist von der Rekonstruktion von Tathergängen zur Erpressung von Tatgeständnissen übergegangen. Durch ein erpresstes Geständnis jedoch hören die Morde nicht auf. Und Gunther, der noch von seinem Ruhm als Überführer des Mörders Gormann zehrt, scheint trotz seiner aktenkundigen Abneigung gegen das Regime die einzig mögliche Wahl zu sein.
In der Folge vermengt Kerr auf faszinierende Weise noir-Elemente mit dem okkultistischen Spleen weiter Kreise der NSDAP-Anhängerschaft, er ergänzt das Whodunnit-Repertoire des Krimis mit bestechenden (und im Gegensatz zum Vorgänger deutlich glaubwürdigeren) Charakteren und zeichnet nebenbei ein Sittengemälde einer sich selbst zerfleischenden Gesellschaft, in der auch der Hauptcharakter nicht vermeiden kann, zum Wolf zu werden.
Eigentlich aber ist es nur ein Krimi. Ein wirklich lesenswerter. Ich bin schon gespannt auf den dritten Teil.
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am 5. April 2010
Berlin im Sommer 1938: auch die drückende Hitze kann die Kriegslust und den Rassenwahn der Nazis nicht bändigen. Während sich um das Sudetenland ein Konflikt anbahnt, erhält Bernhard Gunther von einem prominenten Erpressungsopfer den Auftrag, dessen Peiniger zu entlarven. Aus dem vermeintlichen Routineeinsatz wird schnell bitterer Ernst, als Gunther's Partner ermordet wird und kurz darauf Reinhard Heydrich persönlich mit dem dringenden Auftrag erscheint, eine Mordserie aufzuklären, der bereits mehrere junge Mädchen zum Opfer gefallen sind.

Wäre die Figur des Bernhard Gunther nicht so offenkundig fehl am Platz, hätte die Geschichte beinah die beste Bewertung verdient. Kaum ein anderer historischer Hintergrund bietet sich so sehr für einen düsteren Krimi an wie das Dritte Reich kurz vor dem endgültigen Fall aller Konventionen. Auch wenn der Detektiv, der zwischenzeitlich zum Kommissar befördert wird, nicht mehr ganz so sehr wie ein Anachronismus erscheint, wie dies noch in "Feuer in Berlin" der Fall war, so wird dennoch erneut durch sein unglaubwürdiges Verhalten ein bedeutendes Maß an Authentizität verspielt. Wenn es einen wie Gunther tatsächlich gegeben hätte, hätte man sich den 2. Weltkrieg sparen können, denn er hätte die Nazis zweifellos im Alleingang besiegt. Ansonsten bietet die Geschichte alles, was man sich von einem Krimi mit diesem Hintergrund versprechen darf. Angefangen bei Protagonisten mit geradezu monströsen Weltanschauungen in einer Umgebung, die aus allen Fugen zu geraten scheint, bis hin zu einem überzeugenden Spannungsaufbau, auch wenn das Ende nicht sonderlich überraschend ausfällt. Schließlich ist auch der deutsche Titel gut gewählt, denn an "dunklen Mächten" mangelt es der Handlung wahrhaftig nicht.
Kurzum, für einige kurzweilige Stunden ist das Buch absolut geeignet und stellt gegenüber dem Vorgänger eine Steigerung dar.
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am 31. Dezember 2014
Ich hatte schon drei andere Philip Kerr -Romane gelesen und war auch hier wieder sehr gefesselt, vom Anfang bis zum Ende. Wer den Schreibstil des Autors mag, wird hier wieder seine Freude haben. Unser Detektiv wird wie immer gut von seinen Charaktereigenschaften beschrieben. Auch wenn ich die Adlon-Verschwörung noch etwas spannender fand - ich war teilweise sprachlos von der beschriebenen Historie um die olymp. Spiele in Berlin - war auch diese Schilderung der Story vor dem historischen Hintergrund der Nazi-Zeit in Berlin wieder spannend und gut zu lesen. Ich konnte meine Kindle kaum weglegen. Wer also Bernhard Gunther mag, kann den Roman lesen.
Ich habe seit dem noch andere gelesen, wo auch immer wieder historische Wahrheiten mit eingebaut wurden. Ich habe dabei auch noch einiges an Geschichtskenntnissen dazu gelernt, obwohl ich glaube, bgzl. dieser Epoche gut bewandert zu sein.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. März 2002
"Im Sog der dunklen Mächte" war mein erster Roman der Gunther-Triologie den ich gelesen habe und ich weiß, ich werde die Anderen auf jeden Fall auch noch lesen! Kerr hat einen außergewöhnlichen Schreibstil und das Ende ist jedesmal absolut überraschend. Das gefällt mir. Trotzdem gibt es nur 4 Sterne, denn für den Roman braucht man schon ein sehr gutes Geschichtswissen. Es spielt im Nazi-Deutschland 1938, aber Hintergründe werden nicht eingehender erläutert, es ist also hilfreich, wenn man sich privat gerne mit diesem Teil unserer Geschichte beschäftigt. Noch zu sagen ist, dass die Morde sehr grausam dargestellt sind und deshalb ist dieser Roman nichts für Zartbeseitete!!!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2005
Der zweite Krimi seiner Berlin-Trilogie lässt Kerr im Jahre 1938 spielen. "Arische" Mädchen verschwinden und werden tot aufgefunden, Juden stehen unter Verdacht. Der Privatdetektiv und Ex-Polizist Gunther wird wieder in den Staatsdienst aufgenommen und hat es dann bei seinen Ermittlungen mit Staatsgrößen wie Heydrich, Himmler oder Streicher zu tun. Dazu noch bisschen Esoterik und fertig ist ein zwar unwahrscheinlicher, aber spannender Plot. Auch der Charme eines deutschen Marlowe kann Kerr aufrecht halten. Doch dass der Hauptprotagonist einen Mord begeht, der mit dem Nazi-Regime entschuldigt wird, ist nicht nur unglaubwürdig, sondern auch moralisch mehr als fragwürdig.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. September 2008
kann ich leider nicht vergeben. Mit diesem Zwitterding von Geschichts-Krimi (ist m.E. nach keins von beiden richtig) hab ich mich 2 Wochen schwergetan. Selten so was Kaltes gelesen.

Historisch zu seicht, thrillermäßig zu langweilig.

Vor allem weit und breit kein Sympathieträger. Der Held (Gunther) kommt so markig und kernig daher, als wolle er Philip Marlowe in einem film noir nachahmen. Es wird zwar immer betont, daß er gegen die Nazis ist, aber er ist trotzdem ein Ar.... "Moralisch fragwürdig" wurde hier schon gesagt. Bin gar nicht so pol. korrekt, aber das trifft für mich hier zu.
Es gibt eine Szene, wo er ein forsches BDM-Mädel (fast) vernascht, um ihr "eine Lehre zu erteilen" (was für eine Macho-Heuchelei-Szene !). Es gibt eine Szene (die einzig spannende), in der er ein Haus des nachts ausspioniert, und dann kommt folgendes (sry, das muß ich mal zitieren):

"Den Gestank in der Toilette zu ertragen war mir schwer genug gefallen, doch was jetzt folgte, war noch abscheulicher. Ich konnte weder genau erkennen, was passierte, noch ein Wort verstehen. Aber das Geräusch, das zwei Schwule verursachen, wenn sie sich lieben, ist unverkennbar und erfüllte mich mit einem Gefühl tiefen Ekels. Als sie ihre schmutzige Tätigkeit schließlich wiehernd zum Abschluß gebracht hatten und fortgingen, kichernd wie zwei verkommene Schuljungen, fühlte ich mich so erbärmlich, daß ich ein Fenster öffnen mußte, um ein wenig frische Luft einzuatmen."

Der Gipfel des Unsympathisch-Seins mit diesem Buch ist jedoch, daß es einem nicht ermöglicht wird, auch nur mit einem einzigen der Opfer mitzufühlen. Die Opfer bleiben bloße Schemen, ihre Eltern ebenso.

Die Ermittlungen werden bloß episodenhaft dargestellt. Gunther delegiert und delegiert an noch größere Kretins als er selbst einer ist, deckt den Mord seines Kollegen Becker an einem (womöglich verdächtigen) Flüchtenden, und exekutiert gegen Ende einen Bösewicht. Und geht eine (arschkalte) Affäre ein mit der Stiefmutter eines der Opfer.

Seine Getue mit Heydrich, seine "freche Schnauze", sein "Ruf" als bester Ermittler: pfui, drauf gepfiffen. Ein bißchen Angst, Demut, Bescheidenheit, Menschlichkeit, das alles fehlt.

Ein Ärgernis, dieses Buch. In jeder Beziehung eisekalt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. April 2001
Einer von drei spannenden Romanen über den Privatdetektiv Bernhard Gunther. Ein Serienmörder versetzt Berlin, kurz vor Kriegsausbruch, in Angst. Der kantige Privatdetektiv jagt den Mörder von fünf jungen Mädchen. Alle drei Bände von Philip Kerr lohnen sich zu lesen, vor allem auch für geschichtsinteressierte Krimi-Fans.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2003
Meiner Meinung das schwächste Buch in dieser Reihe. Überhaupt das schwächste Buch, daß ich von Philip Kerr gelesen habe. Das heißt nicht, daß ich es bereue, die Zeit dafür aufgewendet zu haben (schlechte Bücher lege ich nach einigen Seiten schon wieder weg), aber es gibt besseren Stoff von ihm.
Das Buch gehört in die Trilogie der Bernhard Gunther-Reihe und sollte auf jeden Fall gelesen werden, wenn Sie den ersten Teil auch gelesen haben.
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am 20. Mai 2013
Hier wird richtig gut ermittelt. Sehr gute Charaktere. Die Spannung wird gut aufgebaut und das von Anfang bis zum Schluss.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. September 2006
Darauf muss ein Autor erstmal kommen. Er platziert einen Privatdetektiv in das Berlin der Nazis der 30-iger Jahre. Allein diese Idee macht das Buch lesenswert. Kerr tut aber noch mehr. Er lässt den Leser eintauchen in eine Melange aus wahnhafter Ideologie und okkulter Obssesion, die teilweise atemlos macht. Das Ganze würzt Kerr mit einem Protagonisten
a la Marlow, der mit seiner Sicht durch die spannende Handlung führt. Durch diesen Trick entschärft Kerr den ernsten, politischen Hintergrund.
Dieses Buch ist Teil der Berlin-Trilogie. Sehr empfehlenswert!
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