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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tomas Milian in Hochform !
Von TEPEPA hatte ich vor dem Koch-Release noch nichts gehört. Die Besetzung mit Milian, Welles,Steiner und Wolff klang ja auch schon mal vielversprechend. Trotzdem war ich vor der Betrachtung des Films immer noch etwas skeptisch. Das hier sollte ja kein konventioneller Italo-Western sein, sondern eigentlich ein im Westerngewand daherkommender, politischer Film mit...
Vor 14 Monaten von JeffCostello veröffentlicht

versus
0 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen RE: DVD Tepepa mit Orson Welles, Tomas Milian, John Steiner
Die DVD ist enttäuschend ausgefallen.
Es handelt sich offensichtlich um (schlechte) Zusammenschnitte verschiedener Versionen des Films, der teilweise in englischer, spanischer und italienischer Sprache abläuft.

Der Film soll angeblich 127 min. laufen, bricht aber mittendrin ab und' 'ended' in einem Close-up Freeze frame von John Steiner,...
Vor 18 Monaten von jt veröffentlicht


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tomas Milian in Hochform !, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von TEPEPA hatte ich vor dem Koch-Release noch nichts gehört. Die Besetzung mit Milian, Welles,Steiner und Wolff klang ja auch schon mal vielversprechend. Trotzdem war ich vor der Betrachtung des Films immer noch etwas skeptisch. Das hier sollte ja kein konventioneller Italo-Western sein, sondern eigentlich ein im Westerngewand daherkommender, politischer Film mit sozialkritischen Aspekten. Au Backe, dachte ich.

Diese Befürchtung war überflüssig. Hier wird ein brillanter, absolut cleverer und zudem noch hervorragend gespielter Film geboten, der seinesgleichen sucht. Es werden alle Ansprüche die man an gute Unterhaltung hat bedient. Wir sehen hier kein stumpfsinniges Geballer, sondern emotional ergreifende Szenen mit wohldosierter, guter Action.
Es geht um einen jungen Revolutionsführer (Milian), der die Auseinandersetzung mit dem Militärdiktator (Welles) gewinnt, aber dann der Privatrache eines jungen Arztes (Steiner),dessen Freundin er geschändet hat gegenübersteht.

Beeindruckend finde ich Dialogpassagen, in denen Inhalte vermittelt werden, die heute immer noch aktuell sind. So sagt Tomas Milian zum Beispiel zu einem Offizier: "Ja, in diesem Land können nur Offiziere und Männer der Kirche Lesen und Schreiben. Das Volk soll dumm bleiben!"
Jetzt mal Augen auf, genau diese Situation ist aktueller denn je, nie wurden mehr TV - Zombies herangezüchtet als in unserer Zeit. Die Folge dieser permanenten nach US-Vorbild erfolgenden-TV Glotzerei führt letzten Endes zur Verdummung des Volkes. Genau das, was Obrigkeiten sich wünschen, damit noch mehr kleine Bürgerlein sich im Hamsterrad totlaufen und ohne nachdenken zu können dem Staat weiterhin brav die Taschen füllen. Hut ab !!! Ja und dabei gibt Tomas Milian eine seiner besten Darbietungen überhaupt ab.
Der Mann ist zwar immer gut, auch dann wenn einige seiner Filme Trash sind, aber in diesem Werk ist er nur super!

Dieser Film hat mir wirklich in jeder Hinsicht viel Freude bereitet. Technisch ist die Koch blu-ray voll auf der Höhe und bietet auch auf meiner 4,2 Meter messenden Leinwand ein knackscharfes Bild, über welches nur ewige Querolanten meckern können.
Hier und dort treten vielleicht sekundenweise Unschärfen in Details auf, was aber an der Originalvorlage des Kinofilms liegt. Der Ton geht für 1968 ebenfalls klar, es rauscht ein wenig, aber das ist auch etwas Nostalgie, so als wen man eine LP aus den 60ern auflegt und es am Anfang leicht knistert. Der Regisseur selbst sagt, dass die Originalversion des Films Englisch und nicht Italienisch aufgenommen wurde. Der Englische Ton kann sich ebenfalls gut hören lassen und verleiht dem Geschehen aus meiner Sicht noch etwas mehr Authentizität.

Aufgrund des tollen Films und der hervorragenden blu-ray bleibt mir keine andere Möglichkeit, als 5 Sterne zu vergeben.Für 10 Euro Neuerwerbspreis dürfte man sich meines Erachtens sowieso nicht beschweren.
Wer Leones Todesmelodie mit James Coburn und Rod Steiger mag, wird wahrscheinlich auch diesen Film lieben. Wer mehr auf klassische "Kamera durch die Beine" Italo-Westerneinstellungen steht, ist vielleicht etwas enttäuscht.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass der Soundtrack zwar von Morricone komponiert wurde, sich aber von den meisten seiner Werke für Italo-Western deutlich unterscheidet. Zu diesem Film passt er hervorragend.
So, die deren Interesse ich geweckt habe- bestellen und freuen! Viel Vergnügen !
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller Polititalo, 12. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tepepa (DVD)
Eins vorweg: ich beziehe mich hier auf die DVD.
Ich kann durchaus verstehen, dass dieser Italowestern nicht jedem zusagt. Das liegt vermutlich darin begründet, dass der Film eigentlich kein klassischer Italowestern im engeren Sinne ist. Das liegt vermutlich daran, dass dieser vom Regisseur nicht als solcher inszeniert wurde. Und da der gute Mann sowieso die Arbeit seiner anderen Kollegen mehr oder weniger zu ignorieren pflegte, ist es auch nicht verwunderlich, dass das Werk auch stilistisch nicht ganz das typisch Italowesternfeeling aufkommen lässt.
Dies bedeutet aber nicht, dass der Film unsicher inszeniert wäre. Handwerklich handelt es sich wirklich um einen sehr guten Film, nur erinnert wenig an einen Italowestern. und auch der Soundtrack von Morricone ist gelungen und relativ abwechslungsreich. Die wahre Stärke ist hier aber wirklich im Inhalt zu finden. Es handelt sich nämlich durch und durch um einen Politfilm. Und als solcher ragt er zwischen anderen Revolutionswestern heraus. Denn in keinem anderen wird das politische Thema derart intensiv behandelt, ohne dabei aber zum billigen Gleichnis zu werden. Gut die Handlung hätte etwas mehr roten Faden vertragen können, aber das wird durch die anderen positiven Aspekte wieder ausgeglichen.
Die Landschaften, vermutlich wieder Südspanien sind sehr überzeugend, die schauspielerischen Leistungen Orwels und Milians topp.
Zum technischen: Da die DVD zu den wenigen Neuveröffentlichungen innerhalb der Reihe gehört ist hier eine neues Menüdesign zu finden. Das ganze sieht sehr edel aus, obwohl hier nicht mit bombastischen Effekten gearbeitet wurde. Die Bildqualität ist für einen Italowestern sehr gut. Selbstverständlich stimmen hier auch die formalen Dinge wie Bildformat, was von anderen Firmen immer wieder verpatzt wird. Und dank Koch Media wurde hier wieder die Originalversion rekonstruiert, indem vorher rausgeschnittene Szenen im o-Ton wieder eingefügt wurden. Die Sprachwechsel muss man eben in Kauf nehmen. Dafür hat man eine anspruchsvollere Filmversion. Das Interview mit dem Regisseur rundet das Erlebnis ab und ist informativer als so manches bombastisches nichtssagende Make-off, die man auf herkömmlichen DVDs findet.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach der Revolution ist vor der Revolution., 16. Januar 2013
Von 
Holden - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tepepa (DVD)
Revolutionswestern: erstmals in der ungekürzten Version.

Mexico, nach der siegreichen Revolution hat sich nichts verändert. Die Bevölkerung Mexicos wird weiter ausgebeutet und Revolutionsgegner werden hingerichtet. Der schwache Präsident ist längst in den Händen der Armee, die wieder die Macht übernommen hat.
Der ehemalige Held Tepepa (Tomas Milian) wird gefangen genommen und wartet auf seine Erschießung. Als er bereits in die Läufe des Exekutionskommandos unter Oberst Cascorro (Orson Welles) blickt, wird er von Dr. Henry Price (John Steiner) gerettet, der mit der Rettung von Tepepa seine eigenen Ziele verfolgt.

Nach gekürzter Kinofassung und verstümmelter VHS, unter dem Titel "Der Eliminator", ist endlich eine ungeschnittene Version auf dem deutschen Markt erhältlich.
Die bisher fehlenden Szenen wurden in Originalsprache mit deutschen Untertiteln eingefügt.

Auf die Qualität von Koch-Media kann man sich verlassen. Das Bild ist sehr sauber und hat genügend Schärfe (2.35:1 16:9).
Die Tonqualität ist sehr gut und es sind folgende Sprachen vorhanden: Deutsch, Englisch, Italienisch und UT in Deutsch.

Extras:
Featurette mit Regisseur Giulio Petroni und Tomas Milian.
Audiokommentar, Trailer und Bildergalerie.
FSK-Logo ist abziebar.

Fazit:
"Tepepa" ist ein ausgezeichnetes Revolutionsdrama von Giulio Petroni ("Die Rechnung wird mit Blei bezahlt") mit der unvergesslichen Musik von Ennio Morricone. Tomas Milian als Revoluzzer und Orson Welles als Armeeoberst sind in ihren Rollen großartig.

Wem "Todesmelodie" oder "Töte Amigo" gefallen, sollte einen Blick riskieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen For US buyers, 15. März 2013
Von 
Amazon Customer (Los Angeles, CA United States) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Since this film is unavailable in the US on any media, I am posting this review for the benefit of US customers. The Blu Ray does contain an English language track, and is region free! It will play on any US player without problem. This is a genuine HD transfer and the image quality is as good as one can expect from a Techniscope picture. Techniscope only used half the image area of regular 35mm motion picture film to save cost and has therefore more grain. The later restored segments are only covered with an Italian language track, and German subtitles. This however is a minor issue compared to the quality this Blu Ray offers.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Revolutionswestern der besseren Art, 1. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tepepa (DVD)
Wer den klassischen amerikanischen Western mag, kann den zynischen, oft comichaften und überbrutalen Western italienischer Prägung meist wenig abgewinnen. Sie verhalten sich zu den Klassikern wie ein Bastardkind an Weihnachten zur engeren Familie: ungewollt, abgelehnt, manchmal bestaunt, manchmal fasziniert bestaunt. Sie machen es einem natürlich oft auch leicht: Schlechte Schauspieler in oft unergründlich kompliziert erzählten Handlungen, die - wie der Rezensent erst kürzlich in einem der unzähligen "Django"-Nachfolger ("Django spricht kein Vaterunser") einmal mehr feststellen durfte - dem geneigten und immer noch wachen Zuschauer eine endlose Abfolge genau jener Stunts vorführen, die man ansonsten bei den Karl-May-Festspielen des Nachmittags geboten bekommt. Daß man das dann natürlich nicht wirklich ernst nimmt, verwundert nicht. Anders in einigen der besseren Vertreter der Gattung. Und der vorliegenden Titel - "Tepepa" (zuvor auch in stark gekürzten Fassungen "Durch die Hölle, Companeros" oder "Der Eliminator") - gehört zweifellos dazu.

Was man dem italienischen Western zugute halten muß, ist, daß er - ganz auf der Höhe seiner Zeit, also in den linksbewegten 60er und den immer noch linksbewegten, aber zynischen 70er Jahren - explizit politisch wurde, v.a. all jene Bestandteile des Western ernst nahm, die im klassischen amerikanischen Western nur angedeutet wurden, die antikapitalistischen Impulse z.B. Dazu ging er nach Süden, schaute sich jenseits der Grenze zu Mexico um, das eine Revolution zu bieten hatte, in der ein wirklich und nachweisbar unterdrücktes Volk sich in einer (anders als die in sibirischer Kälte schlotternden Bolschewiki der russischen Revolution) nett anzusehenden Umgebung gegen einen Feudalherrscher und seine Kaste der Besitzenden auflehnte, gewann und dann verraten wurde, was der Sache natürlich den berühmten Dreh ins Romantische gab. Und dann war das ganze auch noch sozialistisch, ohne den strengen Regeln der reinen Parteilehre zu unterliegen, was natürlich für den amerikanischen Absatzmarkt nicht unwesentlich war. Die Italowestern gerade aus der Periode 1966 bis 1970/71 sind stark geprägt von diesen politischen Implikationen.

So auch dieser: Der englische Arzt Dr. Henry Price (John Steiner) rettet den Sozialrevolutionär Tepepa (Tomas Milian) vor dem Erschießungskommando. Tepepa kämpfte seinerzeit an der Seite des heutigen Präsidenten Madero, dessen Herrschaft jedoch nicht die Segnungen der Revolution über die Kleinbauern und Tagelöhner gebracht hat, sondern letztlich nur jenen Gewinnlern und Profiteuren wie den Oberst Cascorro (Orson Welles) nutzte, die schließlich einfach nur da weiter machten, wo sie vor der Revolution aufgehört hatten. Tepepa möchte den Arzt für seine Sache gewinnen, denn die Bauern brauchen jede helfende Hand. Der Arzt jedoch teilt Tepepa mit, daß er ihn ebenso zu töten gedenke, wie Cascorro dies wolle, da Tepepa für die Vergewaltigung und den anschließenden Selbstmord der Frau verantwortlich zeichnet, die Price einst liebte. Tepepa nimmt Price als Geisel. Nun will Tepepa in einem Brief an den Präsidenten die Gründe darlegen, die ihn und die seinen erneut auf die Barrikaden treiben. Madero schickt eine Einladung, die Tepepa annimmt, er und seine Leute machen sich auf, den Präsidenten zu besuchen. Dieser jedoch ist längst in den Händen der konterrevolutionären Armee, die unter der Führung solcher Männer wie Oberst Cascorro steht. Es kommt zu undurchsichtigen Schießereien zwischen Tepepas Leuten, die von dem jungen Paquito (Luciano Casamonica) mit Waffen versorgt wurden, die dieser mit dem Blutgeld zahlte, daß sein Vater für den Verrat an Tepepa nahm, und Angehörigen der Armee. Oberst Cascorro wird dabei festgesetzt und schließlich in einem Getümmel erschossen, nicht, ohne zuvor Tepepa schwer verwundet zu haben. Dr. Price ist aufgefordert, den Revolutionär zu retten, entfernt zunächst auch die Kugel, tötet Tepepa dann aber doch so, daß es aussieht, als sei dieser seiner Schußverletzung erlegen. Nur Paquito kennt die Wahrheit und tötet deshalb Price. Als eine Art neuer, jüngerer Tepepa reitet nun Paquito an der Spitze der Revolution.

Soweit die äußere Handlung. In der nun ungekürzt vorliegenden Fassung kann man langen Gesprächen lauschen, die sowohl Tepepa und Dr. Price miteinander führen, als auch solchen zwischen Oberst Cascorro und Tepepa, bzw. Price, in denen es sich immer wieder um das Für und Wider der Revolution und darum dreht, ob und wie man die herrschenden Verhältnisse verändern kann. Ungewöhnlich für einen Western generell sind diese dialogischen Exkurse in die Seminare der linken Politologiestudenten jener Zeit (1968/69 entstand der Film und wurde uraufgeführt), ihre Genauigkeit in den revolutionären Verhältnisse und Bedingungen machen sie glaubwürdig. Doch die Glaubwürdigkeit des Films besteht darin, daß er die Revolution vom Stadnpunkt 1968/69 aus nicht mehr unvoreingenommen betrachten kann, dies auch nicht tut und dadurch eine weitaus klarere Aussage zu Revolutionen aller Art trifft, als die meisten anderen Filme, die sich dem Thema widmen.

Wer in den späten 60er Jahren ernsthaft an Revolution dachte, der musste eigentlich auch das Scheitern selbiger in den meisten Fällen zur Kenntnis nehmen. Regisseur Giulio Petroni, der als Kommunist am italienischen Partisanenkampf gegen die Faschisten und die Nazis teilgenommen hatte, nimmt seine linken Anliegen äußerst ernst, doch verzichtet er darauf, in schwarz-weißen Bildern von edlen Helden und üblen Schurken zu erzählen. Tepepa wird als ein Held der Revolution gemalt, der sicher einst aus hehren Motiven seinen Kampf aufnahm, doch sehen wir - gerade in jenen Szenen, die den Brief Tepepas und die Augenzeugenberichte seines Handelns, den Cascorro Price vorliest, bebildern - daß Tepepa letztlich einer jener Männer ist, denen die Macht schließlich zu Kopfe steigt und die aus ihrer neuen Position heraus Unheil und Gewalt verbreiten. Tepepa behauptet, möglicherweise nicht der Mann gewesen zu sein, der Price' Geliebte damals vergewaltigte, doch die Bilder, die der Film dem Zuschauer anbietet, zeigen nur ihn. Und darüber hinaus belegen sie auch ein fürchterliches Massaker, daß Tepepas Leute offenbar an den Besitzern und Bewohnern einer Hazienda verübt haben. Auch der im Film gegenwärtige Tepepa wird nicht als einwandfrei geschildert - seine Methoden sind roh und nicht wesentlich anders, als jene, die Cascorro und seine Leute anwenden. Paquitos Vater, der keine Hände mehr hat, wird von Tepepa erst als Bote für äußerst gefährliche Missionen mißbraucht, schließlich einfach von hinten erschossen, als Tepepa merkt, daß der Alte ihn wohl verraten hat. Daß der junge Paquito diese "Hinrichtung" einfach hinnimmt und schließlich auch verdeutlicht, daß er mit Tepepas Verhalten einverstanden ist, indem er das Geld seines Vaters einsetzt, um Waffen für Tepepas Männer zu kaufen, verstört im Kontext des Films, verdeutlicht jedoch auch die Ambivalenz der Situation und derer, die in ihr gefangen sind.

Die Revolution frisst ihre Kinder - auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen.

Im Grunde ist das Ganze eine herkömmliche Rachegeschichte, was sich in Price Motivation manifestiert. Die Wendung, die Petroni dem ganzen gibt, ist denn auch sowohl historisch genau analysiert, als auch schlichtweg barer Zynismus: Tepepa fällt im Kampf, Price könnte ihn retten, tut dies nicht (verübt also seine - in diesem Kontext, nach allem, was wir gesehen haben, kleinliche - Rache), wird seinerseits dafür von Paquito getötet, der dadurch wiederum den Status des Rächers des Helden bekommt und somit an die Spitze der Revolutionäre rückt. Interessant in diesem Zusammenhang sind zwei Kleinigkeiten: Erstens die Haltung, in der der tote Tepepa aus der Hütte getragen wird, in der er starb: Es ist die Haltung des Gekreuzigten, was dem Topos des Revolutionärs als Erlöser, welchen der Italowestern häufig nutzt, einlöst, und zu dem ihn Price dann erst (unwillentlich?) gemacht hätte, zweitens die Antwort Paquitos auf die Frage, warum er Price getötet habe: Der, so Pquioto, habe Mexico nicht geliebt. Am Anfang des Films gibt es eine Szene, in der der zu diesem Zeitpunkt noch namenlose Paquito Price genau dies fragt: Lieben Sie Mexico? Und Price lächelt verächtlich und schüttelt den Kopf. So wird Paquitos Tat also zu guter Letzt in einen größeren Zusammenhang gestellt, wenn man ihn anschließend an der Spitze einer Horde Revolutionäre reiten sieht und dieses Bild mit dem Antlitz des lachenden Tepepa überblendet wird. Nicht nur wird hier geklärt, daß Paquito Tepepa den Mord an seinem Vater nicht verübelt (im Gegenteil, dies legt nahe, daß Paquito das "Opfer", das der Mord an seinem Vater so darstellt, gerechtfertigt und sogar notwendig war), nein, hier wird auch suggeriert, daß all diese Männer als einzelne vollkommen uninteressant und unwichtig seien, wichtig ist die Sache - Mexico.

Und damit nimmt Petroni nicht nur die Revolution wiederum sehr ernst, sondern in diesen Schlußbildern, die an sogenannte "dialektische" Einstellungen in Sergej M. Eisensteins Revolutionsfilmen der frühen Sowjetzeit erinnern, beruft sich Petroni auch auf ein großes Erbe.

Tepepa ist unter den Italowestern sicherlich einer der besten, unter den Revolutionswestern sicherlich mit Leones "Todesmelodie" (den er offensichtlich maßgeblich beeinflußt hat) DER beste. Lohnt sich alle Male.
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4.0 von 5 Sternen Revolutions-Western, interessant aber wenig spannend, 8. Juni 2014
Von 
Ich habe in letzter Zeit einige Italo-Western gesehen und gekauft (z.B. Töte Amigo, Navajo Joe, Lauf Um Dein Leben). Tepepa und Töte Amigo gefallen mir davon weniger.

Tepepa ist kein Western im klassischen Sinn. Er spielt Anfang des 20. Jahrhunderts in Mexiko und behandelt die Auswirkungen der Revolution auf das Land und dessen Bevölkerung. Auch nach der Revolution hat sich da nicht viel geändert. Das Volk ist immer noch arm, an der Macht in der Politik und beim Militär sitzen ähnliche Personen. Dazu machen sich die Reichen immer noch die Taschen voll. Das alles wird wunderbar damit geschildert, wenn Tepepa einen Brief an den Präsidenten diktiert.

Handwerklich ist der Film gut gemacht. Auch die Landschaft von Almeria wird gut in Szene gesetzt. Mittlerweile kenne ich da jeden Berg, obwohl ich noch nie da war. Da gibt es sehr markante Berge die immer wieder in Italo-Western auftauchen. Anscheinend hat man viele Italo-Western dort an ähnlichen Orten gedreht. So gibt es immer wieder diese kleinen Orte mit den flachen weißen Häusern die auch schon in den ersten beiden Leone-Western zu sehen waren, den runden Platz und auch die Stadt in der Tepepa am Anfang erschossen werden soll taucht später in Leones Todesmelodie auf.

Morricones Soundtrack ist auch wieder die halbe Miete.

Thematisch ist der Film neben der ganzen Revolutionsproblematik ein Rachefilm. Tepepa (Tomas Milian gefällt mir hier gut, da kein Overacting seinerseits wie so oft) will sich mit seiner Kampftruppe beim Militär rächen. Orson Welles (etwas lustlos, nicht gerade ein Highlight in Welles Karriere, zur Finazierung eigener Projekte spielte er aber alles) spielt da einen Oberst, den Tepepa ausschalten will.
Auf der anderen Seite gibt es eine Rachestory zwischen dem englischen Arzt und Tepepa. Der Arzt will sich an Tepapa rächen, da er eine Frau (seine?) vergewaltigt hat. Tepepas fragwürdige Meinung dazu, dass alle Frauen gleich und dafür da seien.

Ein Manko des Films ist, dass man mit den Figuren nicht so richtig warm wird. Tepepa ist der gewitzte Revolutionär, der aber auch vor Vergewaltigungen und kaltblütigen Morden nicht zurückschreckt. So erschießt er den handlosen Vater eines Jungen vor dessen Augen.
Die Figur des englischen Arztes (sehr blass John Steiner) und dessen Handlungsweise kann ich auch nicht so wirklich nachvollziehen. Wieso erschießt er Tepapa nicht schon früher (dann wäre der Film nach einer halben Stunde vorbei) wo er doch die ganze Zeit die Chance dazu hat und hilft ihm die ganze Zeit noch?
Besonders spannend ist Tepepa auch nicht. Er hat zwar einige herausragende Szenen (das Diktat, das Erschießungskommando, der Angriff auf die Kolonne, der Verlust des Autos und der Schluss), das wirkt alles irgendwie planlos aneinandergereiht. Die Rückblenden verstärken dieses Chaos nur noch. So richtig auf ein Ziel oder einen Showdown arbeitet er nicht. Da passieren die wesentlichen Sachen nebenbei. So sehr man auch Leone seine Langatmigkeit vorwerfen kann, wußte er aber wie man einen Showdown in Szene setzt. Diesbezüglich versagt Petroni etwas.

Zur Blu-ray:
Der Film liegt in vollständiger Fassung vor. Einige geschnittene Szenen (meistens mit politischem Dialog) liegen in italienischer Fassung mit deutschen Untertiteln vor. Das Bild ist etwas grobkörnig, was am Filmmaterial liegt, aber sehr scharf. Die Farben wirken sehr natürlich. Die Schlussszene (fehlte laut Petroni in vielen Fassungen) mit dem Lied scheint aus einer anderen Kopie zu stammen und wirkt im Vergleich zum Rest des Films etwas weichgezeichnet und weniger grobkörnig.
Der Ton ist etwas dumpf und verrauscht, aber klar verständlich.
Das Bonusmaterial bietet noch eine geschnittene (nicht genutzte) Szene, die aber nie vertont wurde, so dass man diese nicht einfügen konnte, dazu noch eine Doku, Audiokommentar des Regisseurs, einen alternativen Anfang, Trailer und eine Bildergallerie. Da gibt es also einiges zu bestaunen.

Fazit:
Innerhalb des Italo-Westerns ist Tepepa thematisch einer der interessantesten Filme. An der Umsetzung hapert es aber an so mancher Stelle. Als Prototyp des Revoltionswesterns (vgl. Todesmelodie) ist er aber knappe 4 Sterne wert. Auch das Bonusmaterial ist ordentlich. Bei meinem Kaufpreis von knapp 9 € kann ich mich auch nicht beschweren.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tepepa, 23. Februar 2013
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Special features aren't in English but film is. Can't complain too much. It arrived quickly, surprising as it travelled across Europe.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tepepa BluRay, 18. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Absoluter Genuss diesen Super Film endlich umgeschnitten und in Top Qualität sehen zu können ! Von mir gibt's volle Punktzahl....
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4 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tepepa!, 30. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Tepepa (DVD)
I have the Italian release (with soundtrack CD!) with some audio dropouts. It's a great movie, but it would be nice to watch it without the silences. Also Orson Welles is sometimes hard to follow, so subs would be a blessing!

The movie is 4 stars and KOCH will probably do a great job as always.
All I have to know is, will there be an English dub (like on the AYP release) available with the Italian bits subbed. Or Italian with English subs?
Most of the time this is the case, but I just have to know for sure!

Thanks!
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen echt geil, 20. Februar 2013
nette gute Story, super Musik, gute Darsteller, gewöhnliche Trash Dialoge, einfach Italo Western wer die liebt sollte sich die ganze Serie zulegen das ist es echt wert
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