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5.0 von 5 Sternen Klänge, die es eigentlich nicht geben sollte
Die Orgel in Ottobeuren gehört zu den Höhepunkten des barocken Orgelbaus, was Keith Jarrett auf diesem Instrument veranstaltet, ist höchst ungewöhnlich: Als Pianist und Nicht-Organist geht er unbefangen an das Instrument heran und probiert Dinge aus, die einem Organisten nicht in den Sinn kämen.

Er "schleift" Töne ein, indem er die...
Veröffentlicht am 15. Januar 2013 von Simon Sorge

versus
11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein unnötiger Re-Release
Vier der nun auf Doppel-CD wiederveröffentlichten zwei "Hymnen" und neun "Sphären" der ursprünglichen Doppel-LP von 1979 wurden bereits 1985 auf einer Einzel-CD neu herausgebracht. Aus meiner Sicht hätte es dieses erneuten, nunmehr kompletten Re-Releases nicht bedurft. Die "Spheres"-CD war für einen ersten Eindruck dieser ganz speziellen Musik...
Veröffentlicht am 11. Januar 2013 von Benno von Archimboldi


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klänge, die es eigentlich nicht geben sollte, 15. Januar 2013
Von 
Simon Sorge (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hymns/Spheres (Audio CD)
Die Orgel in Ottobeuren gehört zu den Höhepunkten des barocken Orgelbaus, was Keith Jarrett auf diesem Instrument veranstaltet, ist höchst ungewöhnlich: Als Pianist und Nicht-Organist geht er unbefangen an das Instrument heran und probiert Dinge aus, die einem Organisten nicht in den Sinn kämen.

Er "schleift" Töne ein, indem er die Tasten ganz langsam drückt, und das ist eine Spieltechnik, die im klassischen Orgelbau systembedingt eigentlich nicht vorgesehen ist; um einen konstanten und zuverlässigen Ton zu erzeugen, braucht die Orgelpfeife einen konstanten Luftdruck, deswegen gibt es auf der Orgel kein Glissando und auch keine Vierteltöne.
Viele Organisten haben auf ihren Instrumenten mit mechanischen Trakturen auch probiert (was das ist: [...]), Vierteltöne oder Glissandi zu erzeugen. Aber sie haben dann schnell festgestellt, dass das in einem Pfeifenregister nicht zuverlässig und tonal durchgängig funktioniert und mit verschiedenen Registern schon gar nicht - und deswegen haben sie es schnell wieder sein gelassen.
Diese Riepp-Orgel bildet hier eine sehr ungewöhnliche Ausnahme: Es funktioniert bei diesem Instrument bei einzelnen Registern, und da Keith Jarrett nicht weiss, was "man" als Organist tut oder nicht tut, spielt er einfach.

Der besondere Wert dieser Aufnahme liegt für mich genau in diesem Zusammentreffen eines Instrumentes von Weltrang mit einem Musiker (ebenfalls von Weltrang), der aus dem Instrument Klänge herauslockt, die es eigentlich nicht geben soll ...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich, das ursprüngliche Opus ist wieder da, 14. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hymns/Spheres (Audio CD)
Einen großen Dank an Manfred Eicher, die Jarrett-Orgel-Fans jetzt doch mit der gesamten ehemaligen Doppel-LP auf 2 CD's zu beglücken.

Jarrett's Hymns/Spheres sind nichts für Schnellhörer. Man muß sich den Zugang zu dieser Musik zuerst erarbeiten. Doch dann ist diese Musik - zeitlos - faszinierend.

Nach meinem erstmaligen Hören dieser Scheibe in den 80er Jahren fällte ich ein schnelles Urteil: Katastrophenmusik.
Nach ca 10-maligem Hören und sich herantasten hatte ich Strukturen, Fein- und Besonderheiten in den Harmonien und in der Melodik dieser Musik erkannt.

Heute zählen diese Improvisationen Jarrett's für mich zum Besten, was die moderne Orgelmusik in den letzten Jahren hervorgebracht hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtige Wiederveröffentlichung, 18. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hymns/Spheres (Audio CD)
Erstmals liegt die gesamte damalige Orgelaufnahme von Keith Jarrett in der Benediktiner Abtei von Ottobeuren komplett vor. Sie ist zudem anscheinend nochmals sorgfältig gemastered worden. Jedenfalls rauscht sie deutlich weniger als meine alte CD- und Vinylversion.

Sicher ist diese Aufnahme einer der sperrigsten Werke des Pianisten. Doch gerade sie zeigt Jarretts improvisatorische Begabung und weiten musikalischen Horizont (Ligeti, Messiaen etc.) wie kaum eine zweite. Den typischen Jazz-Hörer wird die Aufnahme natürlich eher verschrecken, ist sie sehr an modernen Klassik orientiert. Doch gerade deswegen ist dies eine wirklich wichtige Wiederveröffentlichung!

Meinen besonderen Dank an Steve Lake und natürlich an Manfred Eicher von ECM, der das Album seinerzeit produziert hat.
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5.0 von 5 Sternen Genial, 5. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hymns/Spheres (Audio CD)
Was soll man noch schreiben. Alles ist eigentlich schon geschrieben. Aber es schadet nicht, dass es wiederholt wird: Nie zuvor wurde eine Kirchenorgel so behandelt, gestreichelt, getreten, gefordert, geschunden, liebkost. Schlichtweg: Genial!
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4.0 von 5 Sternen zweimal hören, 4. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hymns / Spheres (MP3-Download)
man muss sich einlassen und etwas Ruhe mitbringen, aber das ist ja bei einigen Jarrett-Platten nötig... Er will, dass hingehört wird (und wird, wie beim letzten Konzert in Frankfurt, schnell ungehalten, wenn dem nicht so ist, oder er das mutmaßt)
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein unnötiger Re-Release, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Hymns/Spheres (Audio CD)
Vier der nun auf Doppel-CD wiederveröffentlichten zwei "Hymnen" und neun "Sphären" der ursprünglichen Doppel-LP von 1979 wurden bereits 1985 auf einer Einzel-CD neu herausgebracht. Aus meiner Sicht hätte es dieses erneuten, nunmehr kompletten Re-Releases nicht bedurft. Die "Spheres"-CD war für einen ersten Eindruck dieser ganz speziellen Musik eigentlich völlig ausreichend. Das wohl beste Stück der LP-Veröffentlichung, "Hymn Of Remembrance", ist zusätzlich auf dem "rarum"-Sampler von Keith Jarrett enthalten.
Bei einem Besuch in der Benediktinerabtei in Ottobeuren 1976 hatte sich Jarrett offenbar so sehr in die dortige monumentale barocke Kirchenorgel verguckt, dass er beschlossen hat, auf diesem Instrument die Kunst der freien Improvisation zu versuchen, die er auf dem Flügel so fabelhaft beherrscht. Entstanden ist dabei die erwähnte Doppel-LP "Hymns/Spheres". Aber die Stücke überzeugen nicht. Es sind in der Tat sphärische Klänge, die Jarrett der Orgel entlockt, und man kann sich sicherlich in eine Situation hineindenken, in der solche Musik passen mag (Dunkelheit, Kerzenschimmer, Rotwein...), aber letztlich geht, mir zumindest, die Musik über längere Zeit etwas auf die Nerven.
Jarrett und die Kirchenorgel, das passt einfach nicht zusammen. Vielleicht ist das Instrument zu sperrig für Jarretts oft impulsives und expressives, dann wieder filigranes und sanftes Spiel, das er am Klavier so unnachahmlich beherrscht. Hier scheint es eher so zu sein, dass die Kirchenorgel ihrerseits Jarrett die Grenzen aufzeigt und ihn in ein enges musikalisches Korsett zwingt. Beispiele hierfür sind etwa das 2., 3. oder 6. Movement der "Spheres". Aber auch die anderen Teile, außer vielleicht die feierliche Eingangshymne "Hymn Of Remembrance", lassen den Funken der Begeisterung nicht überspringen. Keith Jarrett ist auf der Orgel eben kein Johannes Elias Alder!
Wesentlich spannender wären qualitativ verbesserte, mit dynamischerem Sound versehene Neuveröffentlichungen der Konzertfilme "Vermont Solo" von 1977 und "Last Solo" von 1984. Hier kann man Jarrett auf den Höhepunkten seiner kreativen bzw. physischen Schaffenskraft in der freien Improvisation am Klavier erleben. Die Stücke auf "Hymns/Spheres" sind dagegen wohl nur etwas für eher unkritische Jarrett-Jünger.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitte auf CD veröffentlichen!, 22. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Hymns Spheres (Rec.1976) [Vinyl LP] (Vinyl)
Ich habe Keith Jarrett in den späten 70ern über seine Konzerte mit Jan Garbarek kennengelernt. Viel und gern gehört habe ich damals und später das berühmte Köln Konzert mit seinen genialen entspannten und phantasiereichen Improvisationen. "Hymns Spheres", eingespielt an der Riepp-Kirchenorgel in Ottobeuren, war für mich ein wie ein Orgel-Gegenstück dazu: Hier erforschte er ähnlich beeindruckend die Möglichkeiten und Klänge der Orgel und des Kirchenraums. Leider habe ich die Platte nicht mehr und seit Ewigkeiten auf die CD gewartet. Frage: Warum wird alles Mögliche und Unmögliche auf CD (wieder)veröffentlicht, aber nicht dieses wundervolle Album? Klar, einzelne Sätze tauchten auf CD auf, aber nie das Album in seiner gesamten geschlossenen Form. Bitte unbedingt wiederveröffentlichen!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wurde aber auch Zeit, verdammt nochmal ;) !, 16. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hymns/Spheres (Audio CD)
Nachdem Besitzer eines CD-Wiedergabegerätes bis zum 11.1.2013 hingehalten worden sind, wurde jetzt endlich das komplette Album "Hymns Spheres" von Keith Jarrett herausgebracht. Eine Veröffentlichungstaktik, die nur Teile von Werken an bestimmte Endnutzer ermöglicht ist schon grundsätzlich fragwürdig, gerade in diesem Fall aber gänzlich unverständlich.
Dass gerade dieses Werk endlich von den Limitationen des Vinyls befreit wurde, bringt mich in Feierlaune! Kein herumärgern mehr wegen der unvermeidlichen Knackserei; kein Wälzen der Idee, vielleicht einen Plattenspieler anzuschaffen für eine einzige Platte...

Also habe ich mich ca. 26 Jahre lang auf diese CD gefreut, was mich zu den positiven Seiten dieser kleinen Rezension führt, denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude - in diesem Fall aber ist auch die Freude nach Erhalt des Produktes noch immer sehr groß.

Bei "Hymns Spheres" scheint eine irgendwo tief bei ECM, oder Keith Jarrett (oder beiden) verwurzelte Hörigkeit gegenüber dem Medium Vinyl vorzuliegen, denn die nun herausgebrachte Gesamt-Edition huldigt im CD-Format der Doppel-LP, die mit dem bei ECM so wunderbaren Artwork ausgestattet war: Kartonhülle rundherum, die einzelnen CDs in extra angefertigten Innensleeves, fast exakt kopiertes Innenlayout. Es handelt sich also um einen richtigen Plattenreprint im Vintage-Format.

Glücklichweise aber sind die CDs nicht Schwarz, sondern im herrlichen Silber der ECM-Scheiben und beinhalten endlich das ganze Werk, das durch die frühere Auswahlselektion nur verstümmelt daherkroch (lediglich die Sphere Movements 1, 4, 7 & 9 wurden auf einer früheren Silberscheibe bereits veröffentlicht).

Also nun endlich: eine Hymne als Auftakt, die sich in barocker Spielfreude ergeht, die "Hymn of Remembrance". Mehr ein Opener für das folgende.
Darauf folgend die kompletten 9 Movements von "Spheres", die für Liebhaber von Orgelmusik eine Orgie darstellen, weil Jarrett die klanglichen Optionen des Instruments wunderbar ausreizt, ohne sich allzulange in bestimmten Ideen zu verlieren. Jedes Movement hat seinen eigenen Reiz und das kleine Fenster, das die bisherige Selektion geboten hat, wurde nun endlich ganz geöffnet - und der Orgelwind, der da hereinweht, ist erfrischend!
Anders als die bisherigen vier Selektionen sind in den weiteren fünf Improvisationen auch frischere Klangfarben und auch rythmischere Variationen zu hören. Der ganze Zyklus jedenfalls sollte unbedingt als Einheit gesehen werden und angesichts seiner Schönheit wird die Entscheidung immer diffuser nachvollziehbar, gerade hier mit einer Selektion das Werk zu beschneiden.
Die "Hymn of Release" beschließt das Werk würdig und rund, ein kurzes Stück, das wieder in den Barock zeigt (was bei einer Kirchenorgel ja nicht verkehrt ist).

Insgesamt also eine absolute Kaufempfehlung von einem "unkritischen Jarrett-Jünger" für ebensolche.
Kritische Hörer können ja mal reinhören und den Kauf überdenken, oder es gleich ganz sein lassen.
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Hymns/Spheres
Hymns/Spheres von Keith Jarrett (Audio CD - 2013)
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