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am 22. November 2007
So ging es mir schon mit anderen Romanen Van Cauwelaerts: Von der Grundidee war ich begeistert, von der Entwicklung eher enttäuscht. In "Das Findelkind" verliert der Autor meiner Meinung nach den interessanteren Erzählstrang aus den Augen. Das bei "Zigeunern" aufgewachsene Findelkind Aziz soll mit Anfang 20, aufgrund falscher Papiere fälschlich als Marokkaner mit abgelaufener Aufenthaltsgenehmigung identifiziert, aus Frankreich ausgewiesen, von einem "Attaché humanitaire" heimgeführt und resozialisiert werden. Der Attaché selbst ist mit der Aufgabe heillos überfordert. Für ihn soll die Reise initiierenden Charakter bekommen, ermöglicht sie ihm doch, den nötigen Abstand zu seiner Ex-Frau zu gewinnen, sich im Stillen mit seinen Eltern und seiner Herkunft auszusöhnen, sich noch einmal zu verlieben und schließlich ganz in seinen Träumen aufzugehen.

Die Geschichte, die man aber eigentlich hören will, ist die von Aziz. Schon allein seine Herkunft, seine Kindheit bei den Zigeunern und seine Jugend als Delinquent in einem Marseiller Vorort, bergen so viel Potenzial; da hätte Van Cauwelaert ganz weit ausholen müssen! Er hat fantastische Ideen, einen Sinn für verquere Biographien und Geschichten, aber unbegrenzte Fabulierlust packt ihn nie. So bleiben Charaktere und Geschichte in unzähligen Ansätzen stecken, bekommen nicht den Raum, der ihnen gebierte, und der Leser bleibt im Regen stehen. Noch dazu ist der Attaché, der in der zweiten Hälfte zum eigentlichen Helden des Romans gemacht wird, ein echter Unsympath: unreif, selbstmitleidig, dauernd kränkelnd, naiv, egoistisch, nervig. - Schade.

Nichtsdestotrotz machen die Romane (ich würde sie eher Erzählungen nennen) Van Cauwelaerts Spaß, sind unterhaltsam, humorvoll und manchmal herrlich schräg. Die Sprache ist einfach im besten Sinne des Wortes, frisch und voller Wärme für die Protagonisten.

Für Leute mit mäßigen Französischkenntnissen eignet sich Van Cauwelaert im französischen Original ("Un Aller simple") hervorragend als nicht allzu schwerer Einstieg!
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am 16. August 2003
Der Protagonist wurde als Baby in einem Ami 6 gefunden, woraus sich der Name Aziz ergab, wurde von den Zigeunern die in einem Stadtteil von Marseille leben, aufgezogen und zum Spezialist für Autoradios ausgebildet. Er erzählt sein Leben, wie er am Tag seiner Verlobung verhaftet wurde, wie er den "Attaché humanitaire" kennenlernte und mit ihm zusammen nach Marokko reiste, dem Land seiner vermeintlichen Herkunft, jedenfalls steht das in seinem gefälschten Pass. Da er noch nie über Marseille hinausgekommen war, nur in seinen Traumreisen, erfindet er ein Märchen über ein abgelegenes Tal mitten im Atlas-Gebirge. Die Reise entwickelt sich abenteuerlich, aus der geplanten Rückführung von Aziz in seine Heimat ergibt sich eine Liebesgeschichte, eine tiefe Freundschaft und ein Buch.
Man kann Aziz nicht anders als mögen, den stolzen Araber, der mit dem Herz dabei ist, der jedoch auch seine Prinzipien hat. Er weiss nicht viel über Gefühle zu sagen, doch zwischen den Zeilen liest man seine tiefen freundschaftlichen Gefühle für den "Attaché humanitaire" heraus, für welchen er sogar eine weite Reise durch die Wüste wagt, um ihm einen Traum zu erfüllen.
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am 26. August 2010
Man nimmt das Buch in die Hand und denkt so bei sich: Ach ja, noch ein Autor, der auf den interkulturellen Zug aufspringt, vielleicht schon ein bißchen ausgelutscht, die Thematik, aber eine ganz nette Idee, und weil man in Frankreich ohnehin nicht um eine Beschäftigung mit der Maghrebproblematik herumkommt, kauft man es schließlich doch. Und dann kommt etwas ganz anderes, wirklich Gutes und Interessantes: Ein Roman nämlich über einen scheinbar Fremden, Heimatlosen - das maghrebinische Findelkind Aziz - und den urfranzösischen Gegenpart - den attaché humanitaire, der Aziz in seine "Heimat" zurückbegleiten soll -, der kulturell scheinbar festverankert, verortet ist. Und doch ist er der eigentlich Heimatlose in dieser Geschichte. Im Laufe der Erzählung findet der französische Staatsbeamte seine eigentliche Heimat in den imaginary landscapes eines von Aziz beschriebenen, fiktiven Ortes in Marokko, während der vermeintlich wurzellose maghrebinische Immigrant Aziz konsequenterweise in das Land zurückkehrt, das seine eigentliche Heimat ist - Frankreich - und dort durch die Verwicklungen der Geschichte schließlich zu einem festen Platz in der Gesellschaft kommt.
Van Cauvelaert gelingt es, in diesem Roman zweierlei zu verbinden: Auf der einen Seite schreibt er einen psychologischen Roman, der uns tief in die kulturellen und persönlichen Identitäten und Identitätskrisen der Protagonisten entführt, auf der anderen Seite ist der Subtext dieses Buches ganz klar politisch und nimmt Stellung zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Probleme des gegenwärtigen Frankreichs. Beide Aspekte werden geschickt in eine durchaus gefällige Prosa eingewoben, ohne zu belehren oder zu moralisieren.
"Un aller simple" (dt. "Das Findelkind" - übrigens ein sehr unglücklich gewählter Titel) ist aber trotz der leichten Feder, mit der das Buch verfaßt ist, kein einfacher, kein leichter Roman, und er ist im Gegenteil in jeder Hinsicht vor allem ein tieftrauriger Roman, der sehr viel zu sagen hat.
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am 29. November 2012
Das muss man einmal alles in einem schaffen: van Cauwelaert ist ein echter Vollbluterzähler. Er hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht. Er spielt mit Klischees aller Art, spaziert auch am Rande des Kitsches, aber das Ganze ist so wunderbar ironisch, dass man nicht anders kann, als diesen Roman lieben. Und man spürt, dass der Autor die Menschen liebt. Denn auch, wenn er die Realität nicht ausspart, das Scheitern, das Schicksal der Ausgeschlossenen, so haben seine Figuren doch so viel Kraft, dass man gerne glauben will, dass jeder eine Chance auf Glück hat. Was mir daran besonders gefällt: dass man diese Botschaft auch ohne Pathos, mit viel Witz senden kann.
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am 6. August 2013
.... mais il est tres bien écrit. Rien à redire.
.... und sehr gut geschrieben.
J' ai beaucoup aimé le style, les images, tout! C' est vivant, les images sont coloriées, les dialogues, peut-être simples mais toujours "réels", l' ensemble est touchant, même émouvant. Tout ça avec un language "simple" qui évoque Camus.
Mir gefällt der Stil, die Bilder, alles! Trotzdem die Stimmung und Aussage aussichtslos bis trostlos bleiben.
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am 14. Oktober 2014
Ce livre m'a fasciné!
L'histoire implique certains faits philosophique, poétique, fabuleux...

J'ai étudié ce livre à l'école, et je dois admettre que je ne l'aurai jamais acheté avant. MAIS, même si c'est incroyable, aussi un roman proposé par le système étudiant peut être intéressant!
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am 29. Juni 2015
Histoire triste et ennuyante. Pourquoi ce livre a t il reçu le Prix Goncourt, c'est un mystère. L'histoire? Aucun interêt. L'écriture? Le style? Là encore, déception sur toute la ligne. Le langage est simple, le style narratif normal, rien de particulier.
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am 15. April 2015
Das Buch ist für den Französisch Unterricht in der Oberstufe wunderbar geeignet.
Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es eher nicht schön zu lesen ist.
Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, für mich ist das Buch einen Blick wert!
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am 18. Oktober 2014
Schnelle Lieferung, Versand ok, den Preis halte ich allerdings für etwas überhöht. Es handelt sich nur um eine Reclamausgabe! Wie immer für den Studierenden das adäquate Lektürenmaterial
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am 23. März 2013
Alles Super, vielen Dank. Gutes Buch. Qualität nichts bestens - sehr abgenutzt, aber nichtsdestotrotz kann man das Buch super lesen und der Preis war ja ohnehin super. Danke
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