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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Realitäten des Irrealen, 29. März 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hallucinations (Taschenbuch)
Oliver Sacks, der Neurologe, der in Gestalt von Robin Williams den bemitleidenswerten Robert de Niro aus seiner Parkinsonstarre erweckt hat, und dem wir auch das Wissen zu verdanken haben, dass man seine Frau mit einem Hut verwechseln kann, hat sich noch längst nicht aufs Altenteil zurückgezogen. Gottseidank nicht, gehört er doch zu der sehr zu lobenden Spezies von Wissenschaftlern, die nicht darüber erhaben sind, sich allgemeinverständlich auszudrücken. Wobei hier noch ein paar Abstriche zu machen wären, doch dazu gleich.

Sein neuestes Werk "Hallucinations" ist vielleicht nicht so kurios und amüsant wie das über den Mann mit dem Hut, bietet aber trotzdem einige erstaunliche Einblicke in die bunte Welt der Visionen, Mahre und Phantomschmerzen. Die, entgegen der immer noch weit verbreiteten öffentlichen Wahrnehmung, eher selten durch eine Geisteskrankheit im landläufigen Sinne ausgelöst werden, und so sind viele Erkenntnisse deshalb relativ neu, weil Patienten früher nur ungern über ihre Halluzinationen berichten, um einer Stigmatisierung zu entgehen. Es ist sicher ein Verdienst von Oliver Sacks, hier maßgeblich zum Umdenken beigetragen zu haben.

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie er sich die medizinische Vorbildung seiner Leser vorgestellt hat. Da er immer wieder darauf eingeht, auf welcher Stufe der "Bildverarbeitung" Halluzinationen entstehen, sollte einem die funktionelle Topologie des menschlichen Gehirns in Grundzügen vertraut sein, andernfalls wird sie es durch wiederholtes Googeln. Auch andere medizinische Fachausdrücke werden eher selten erklärt, und wenn, dann nicht immer an der Stelle, wo sie zum ersten Mal verwendet werden. Sacks setzt möglicherweise voraus, das die Leser von "Hallucinations" auch alle anderen seiner Bücher gelesen haben; die, auf die das nicht zutrifft, tun sich hier jedenfalls schwerer, und bei einem Buch, das eher nicht für die Fachwelt geschrieben ist, ist das etwas hinderlich.*)

Ein umfangreiches Kapitel widmet er übrigens halluzinogenen Drogen, insbesondere auch seinen eigenen Erfahrungen aus den wilden 60ern, die sich wie die Lebensbeichte eines Rockmusikers lesen, und man ahnt, dass er diese Zeit nur mit viel Glück gesund und in einem Stück überstanden hat. Dass er allerdings von diversen Spielarten von Halluzinationen selber betroffen ist, nährt den Verdacht, dass seine exzessive Drogenvergangenheit daran nicht ganz unschuldig ist.
__________________________

*) Das Gleiche gilt für die zahlreichen Fußnoten, die sich manchmal über mehrere Seiten erstrecken, und bei denen es sich meistens um Informationen handelt, die den Fließtext möglicherweise stören könnten. Ich meine, Fußnoten sollten ausschließlich der Quellenangabe dienen. Für alle anderen Anmerkungen gilt: Entweder man liest sie gleich, und dann sind sie im Fließtext doch besser aufgehoben, oder man liest sie, vielleicht weil man die hochgestellte Ziffer übersehen hat, erst wenn man unten angekommen ist, und dann stören sie den Lesefluss erst recht, oder man liest sie gar nicht, weil sie eben doch nur kleingedruckt sind, aber das ist dann sicher auch nicht im Sinne des Autors. Ich habe mich auch schon dabei erwischt, dass ich angesichts einer drohenden Fußnote die Seite erst mal nach der Nummer abgescannt habe, um die sie nicht zu übersehen, und das ist dann auch eine komische Art zu lesen. Kurz gesagt: in einem Buch für den interessierten Laien sollte man mit solch wissenschaftlichen Insignien äußerst sparsam umgehen; Q.E.D.
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5.0 von 5 Sternen Auch auf Englisch gut zu lesen, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hallucinations (English Edition) (Kindle Edition)
Dies war das erste Buch von Oliver Sacks das ich auf Englisch gelesen habe. Es enthält wie die meisten anderen seiner Bücher Fallgeschichten von Menschen mit neurollogischen Erkrankungen. Hier sind es Halluzinationen, nicht nur visuelle, sondern auch andere Sinneseindrucke können in Halluzinationen erlebt werden. Das Englisch ist gut zu verstehen, die Geschichten sind interessant und ich habe wie immer bei Olver Sacks viel gelernt.
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Hallucinations (English Edition)
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