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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bucks Meisterwerk
Ich verstehe die Verrisse hier nicht. Ich habe das Buch nicht gelesen und ich denke das ist ein Vorteil. So kann ich mich ganz auf den Film konzentrieren und muss mich nicht von Vergleichen ablenken lassen.
Genialer, tiefsinniger Humor (diese Zähne...), absolut umwerfende Bilder (die Ameise...) und geniale Schauspieler.
Ob sich der Film ans Buch oder...
Vor 13 Tagen von Holger Thies veröffentlicht

versus
84 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verpasste Gelegenheit
Ich möchte hier nicht das ewige, stets ermüdende Lamento über Literatur-Verfilmungen anheben, die angeblich immer schlechter als die jeweilige Buchvorlage sind. Nicht, weil es auch überzeugende Gegenbeispiele gibt (mir fällt da spontan die "Herr der Ringe"-Trilogie ein), sondern weil der Vergleich oftmals nicht fair ist.

Allein die...
Vor 17 Monaten von Buzz veröffentlicht


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84 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verpasste Gelegenheit, 1. April 2013
Von 
Buzz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte hier nicht das ewige, stets ermüdende Lamento über Literatur-Verfilmungen anheben, die angeblich immer schlechter als die jeweilige Buchvorlage sind. Nicht, weil es auch überzeugende Gegenbeispiele gibt (mir fällt da spontan die "Herr der Ringe"-Trilogie ein), sondern weil der Vergleich oftmals nicht fair ist.

Allein die grundverschiedenen Methoden, eine gute Geschichte zu erzählen, erzwingen beim Film eben oftmals eine andere Erzählweise. Dazu kommt das eigene, individuelle Kopfkino beim Lesen, an dem sich die spätere Verfilmung messen lassen muss. Deshalb will ich versuchen - trotz meiner mit dem Titel dieser Rezension vorweggenommenen Enttäuschung - nicht auch in diese Vorurteils-Falle zu tappen. Technische Aspekte sind am Schluss meiner Rezension zu finden.

Detlev Bucks "Vermessung der Welt" erzählt wie die schlichtweg geniale literarische Vorlage von Daniel Kehlmann die Geschichte zweier großer Deutscher - von Carl Friedrich Gauss ("Fürst der Mathematik") und des Forschers und Entdeckers Alexander von Humboldt über eine Zeitspanne von vielen Jahrzehnten. Doch während das ganze Buch von einem feinen, hintersinnigen Humor lebt, enthält man diesen hier dem Kinopublikum bis auf wenige Szenen schlichtweg vor. Als Surrogat darf hier wieder einmal viel nackte Haut dienen - augenscheinlich weil man wohl ausschließlich auf Besucherquote setzt (eine der Schönheiten ist ja schon in einem der Trailer zu sehen und gibt auf BluRay in der betreffenden Szene im wahrsten Sinne des Wortes tiefe Einblicke) und dem Publikum wenig zutraut. Nicht, dass es nicht erotisch anzusehen wäre - aber es hat nun mal mit dem Buch nichts zu tun.

Wenn man dann schon im Vorspann gezeigt bekommt, wie viele bundesdeutsche Förderinstitutionen und mit Zwangsgebühren finanzierte Geldgeber öffentlichen Rechts hier die Finger drin hatten, dann stellt sich mir die Frage, wie grandios dieser Film - mit mehr Mut zum Risiko und unabhängigen Geldgebern - hätte ausfallen können.

Und so reiht sich im Film eine Enttäuschung an die nächste - trotz der hervorragenden Bildsprache und der mit Recht fulminant zu nennenden Darstellung zahlreicher Charaktere. Aber leider kommen eben zu keinem Zeitpunkt diese Gänsehaut-Momente auf, wie sie das Buch doch so zahlreich enthält und wie sie auch ohne Einbußen in die Hörbuchfassung hinübergerettet worden waren. Alles, aber wirklich alles bleibt emotionslos.

Ein für so viele Stellen exemplarisches Beispiel ist die doch recht platte Kartenspiel-Szene am Schluss des Films, die das wehmütig-geniale Ende des Buches ersetzt. Gauss' Sohn Eugen darf auf der erzwungenen Schiffspassage nach Amerika seinen vom Vater erlernten Kartentrick vorführen, der ihm zwar den Zorn der anderen Spieler, aber anschließend auch die Gunst einer alleinreisenden Maid einbringt. Wie öde und banal ist das alles gegen die letzten Sätze des Buches: "Er stopfte den letzten Tabak in seine Pfeife, ging zum Bug und stand dort so lange mit vom Wind tränenden Augen, bis etwas sich im Abenddunst abzeichnete, durchscheinend zunächst und noch nicht ganz wirklich, aber dann immer deutlicher, und der Kapitän lachend antwortete, nein, diesmal sei es keine Chimäre und auch kein Wetterleuchten, das sei Amerika."

Störend war für mich auch, dass die beiden Protagonisten selbst noch als Greise ihre jugendhaften Stimmen behalten hatten. Das machte die Szenen unglaubwürdig. Apropos Stimme - Daniel Kehlmann als Sprecher aus dem Off sehe ich hier (bei allem Respekt vor dem Schöpfer der Geschichte) als glatte Fehlbesetzung.
Und wer um Himmels willen musste partout diesen belanglosen Popsong an das Ende des Films setzen?

FAZIT: Wer das Buch nicht kennt, wird in bester "Die Öffentlich-Rechtlichen ahmen Hollywood nach und schaffen es wie immer nicht"-Manier unterhalten. Für sich allein betrachtet ist der Film handwerklich solides Popkorn-Kino ohne Ecken und Kanten.

Wer jedoch die gedruckte oder auch die gesprochene Variante dieser faszinierenden Geschichte um zwei Genies des 19. Jahrhunderts kennen, schätzen und damit ganz sicher auch lieben gelernt hat, sollte sich auf eine Enttäuschung gefasst machen - denn der Film hat mit dem Buch fast nur noch die Grundzüge der Handlung gemein.

TECHNIK:
Die 3D-Fassung befindet auf einer separaten BluRay. Das Bild ist fast immer knackscharf und nahezu ohne Makel, dabei jedoch durch einen sehr harten Kontrast und viele damit einher gehende dunkle Bildbereiche gekennzeichnet. Hier wird dem häuslichen 3D-Equipment wirklich alles abverlangt. Die räumliche Staffelung des Bildes ist dabei stets hervorragend, einige sehr schöne Pop-Out-Effekte runden die fast schon Referenz-artige Darstellung ab. Hier wurde ganz offensichtlich geklotzt und nicht gekleckert.

Das Gleiche gilt auch für den Ton (DTS-HD Master Audio 5.1), der sich vor keiner Blockbuster-Produktion zu verstecken braucht - auch nicht in den leisen Szenen.
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62 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Buck und Kehlmann enttäuschen!, 16. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Die größte Enttäuschung ist Herr Kehlmann.
Warum lässt er es zu, dass es plötzlich Veränderungen seiner Szenen zum Schlechten gibt. Besonders ärgerlich die Szene, die jeder aus dem Buch kennt: Ein Zitteraal hat Humbold und seinen Getreuen mit Stromschlägen im Wasser malträtiert.
Im Film spielt die Szene plötzlich mit busenfreien kakaohäutigen eingeborenen Schönheiten die bei ihrem paradiesischen planschen plötzlich einem Zitteraal zum Opfer fallen.
Die Szene ist so eindeutig kinomässig in Richtung "Blanke Haut" verschoben, dass sogar der Wahrheitsgehalt in Mitleidenschaft gezogen ist. Schliesslich darf man annehmen, dass Indiofrauen genau wissen, wann sie das Risiko einer Begegnung mit einem Zitteraal zu fürchten haben.
Oder ein weiteres Beispiel.
Die nachlassende körperliche Spannkraft von Humbold, bei gleichzeitigem Erhalt seiner Abenteuerlust (sie erlebt man ihn im Buch in mehreren Szenen) wird im Film einfach platt dadurch ersetzt, dass er im Gespräch mit Gauss sein Wasser vor Aufregung nicht halten kann. Das ist zuviel des Guten und ersetzt nicht die schöne Differenziertheit mit der Kehlmann im Buch das Thema Altwerden von geistigen Koryphäen versieht.

Andere Szenen, die man für ein Kinoerlebnis in 3D dringend so klein wie möglich hätte gestalten müssen, werden mit einer Widerlichkeit gezeigt, dass man sich fragt, ob der Regisseur sein Publikum absichtlich abschrecken wollte.
Gemeint ist die Zahnarzt(-Klempner) Szene mit dem blutigen Ausrupfen des erst falschen und dann richtigen entzündeten Backenzahnes von Gauss.
Man kann sich denken, warum schon Kehlmann diese Szene geschrieben hat. Um auf die Diskrepanz des schon modern denkenden Gauss und der Mittelalterlichkeit seines Jahrhundert hinzuweisen. Dafür braucht es im Kino aber nicht Szenen dieses Kaliber in 3 D.

Einzig überzeugend:

Die Frische, die die Schauspielerin der Rolle der ersten Frau von Gauss dem Film verleihen kann.
Ansonsten bleibt nur der hervorragend besetzte Fürst in Erinnerung.

Die Figur des deutschen Kriegsherren mit Dreispitz, die nicht näher erklärt wird, sollte wohl eine Rolle für den von Buck geschätzten "Hitler" aus RubeldiKatz ergeben, fügt sich aber so gar nicht harmonisch funktionierend in den Film ein.

Bis weit über die Mitte des Buches hält sich der Film fast sklavisch an das Buch, um zum Schluss die ganze Russland Reise dem Zuschauer schuldig zu bleiben.

Somit fällt auch die schöne Ironie eines "alten" Humbold in Russland, dem alle Mitarbeiter vorrauseilen und seine Arbeit tun, weg. Mehr als schade.

Wenn dann auf dem Schiff sein Sohn bei der Überfahrt nach Amerika auch noch quasi pflichtschuldigst seine Liebste auf dem Schiff entdeckt und mit einem Zuzwinkern "Alles klar" ist, ist der Abgeschmacktheit genug und der schönen Ironie des Buches zu viel angetan worden.

Dass der Autor dies selber mitzuverantworten hat, ist eine ganz große Enttäuschung! Das Herr Buck dieses Buch nicht stimmig ins Medium Film übersetzten konnte, sondern es bei einem Bilderbogen-Reigen mit blassen Schauspielern und müder Fernsehdramaturgie belässt, ist eine weitere Enttäuschung.

Nur noch ein letztes Beispiel:
Wenn zu Anfang des Filmes die Sichtbarmachung der Zahlen, die Gauss im Sinn hat, als Staub, der sich in der Luft formiert hat, erleben, dann freuen wir uns noch auf das, was kommt. Doch an filmischer Auflösung ist es das dann auch schon. Und das, obwohl das Buch herrliche Vorlagen gibt, wie das Kapitel, in dem Gauss durch seinen vermessten Wald geht und überall nur Winkel und Linien sieht. Da kann man im Buch die filmische Übertragung fast greifen. Überall würde man Messlinien ein- und überblenden und man känn kurz in die Gauss'sche Welt aus Zahlen und Geometrie eintauchen. Doch die Szene wird einfach weggelassen...

Kurz und knapp gesagt:
So sieht der gute deutsche Film, den wir uns alle wünschen, nicht aus!
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67 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Anbiederung an den Zeitgeist aus Gewalt, Action und Sex, 21. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Dieser Film enttäuscht auf ganzer Linie. Er berichtet ohne Tiefgang, historische Verlässlichkeit und Niveau über zwei berühmte Forscher, die er mehr karikiert als erfasst. Das haben Humboldt und Gauß nicht verdient. Dass Kehlmann sich für ein solches Drehbuch hergibt, an dem er selbst mitgewirkt hat, schadet seinem Ruf als Autor des verfilmten Romans. Der Film ist nichts anderes als eine Anbiederung an den Zeitgeist, der sich aus Sex, Action und Gewalt auf niedriger Ebene speist. Sogar der Anspruch auf Humor bleibt im Sand stecken und ist an einigen Stellen geradezu peinlich.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Film der das Geld nicht wert ist!, 30. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Die Überschrift sagt eigentlich alles.
Der Film beinhaltet eine "Pseudobiographie" von Gauss und Humboldt, was sich im ersten sehr spannend anhört.
Allerdings ist der Ablauf im Film von beiden Charaktern, total verworren, die Szenen wild zusammengesetzt, ohne irgendeine Verbindung während des Films zum jeweils anderen aufzubauen.
Die Sets muten ziemlich seltsam an, Green/Blue Screen läßt grüßen. Die Schauspielerische Leistung ist wirklich unterirdisch.

Der Film an sich, ist aufgrund der komisch zusammengesetzten Szenen keinem zuzumuten. Nach knapp der Hälfte des Films dachte ich ernsthaft ich hätte mittlerweile eine Abspielzeit von 3 Stunden erreicht, dabei sind es insgesamt nur 118 Minuten. Aufgrund der total verworren erzählten Geschichte zieht sich der Film sehr lang. Aber niemals sehenswert.

Spart euch das Geld!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine schlechte Verfilmung eines "Autobiografischen Romans", 17. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt [Blu-ray] (Blu-ray)
Mann Mann Mann! Was habe ich mir nur dabei gedacht, mir einen Film über ein nicht autobiografisches Buch über Humboldt und Gauß zu bestellen!?

Erwartet hatte ich eigentlich einen Abenteuerfilm in der Richtung "In 80 Tagen um die Welt". Als ich dann - nachdem die Blu-Ray Disc fast ein halbes Jahr auf "Halde" geschlummert hat - den Film eingelegt hatte, wurde ich eines besseren belehrt.

Von einem meiner Mitschauer erfuhr ich dann und wurde darüber aufgeklärt, dass es sich um einen Film über Humboldt handelte. Als dann Gauß auch noch auftauchte, waren wir beide ein wenig verwirrt und ließen uns trotzdem auf dieses "Abenteuer" ein. Als dann aber viele Daten über Humboldt, wie auch über Gauß nicht stimmten, dann auch noch zu sehen war, dass sie die beiden getroffen haben und dann auch noch einige andere hahnebüchenden Behauptungen aufgestellt wurden, begann ich daran zu zweifeln das dies ein guter Film ist.

Zumal sich die Handlung mehr als dahinschleppt und wir uns immer mehr fragten: Was will uns der Film eigentlich sagen? Was hat Humboldt und Gauß für die Menschheit getan und haben die beiden das überhaupt getan, wenn das Buch, wie auch der Film sich überhaupt nicht am Leben der beiden orientiert oder gar Gerüchte verbreitet werden? Beide haben für die Menschheit unglaublich viel geleistet, aber nicht so, wie es in dem Film dargestellt ist!

Der Film plätschert, wie gesagt, so vor sich hin und ich habe nur darauf gewartet, was die beiden da im Endeffekt zusammen leisten werden, denn darauf - das ist das Einzige was vorhersagbar ist (das die beiden sich ein zweites Mal wieder sehen) - baut der Film auf. Aber selbst da wird man enttäuscht. Sie leisten NICHTS besonderes gemeinsames. Beide sterben, bevor irgend etwas gemeinsames - brauchbares - entsteht! Toll! Darauf haben wir uns gefreut!

Wenn man sich dieses Themas annimmt, dann doch gerne in zwei Filmen, in denen jeweils das Leben richtig und chronologisch dargestellt wird. Einzeln und nacheinander. Ein Mensch, der die beiden nicht kennt, nimmt sonst den Film für bare Münze und glaubt auch noch den Schwachsinn, der darin verbreitet wird! Das Buch muss ja dann ähnlich aufgebaut sein....

Da ich glaubte, durch den Audiokommentar noch an die ein oder andere wichtige Information zu kommen, habe ich mir den Film dann noch einmal angeschaut. Fazit: insgesamt 4 Stunden vergeudeter Lebenszeit. Der Audio Kommentar hat mich in meiner negativen Meinung nur noch mehr bestärkt! Daran rüttelt auch nicht, dass der Film in 3D gedreht wurde.

Einzig und allein die Disk 2 - die das Making of beinhaltet und erklärt wie man 3D Filme macht - rechtfertigt die knapp 8 Euro, die ich in diese Blu-Ray Disc investiert habe!

Ich habe noch niemals einen Film zerissen oder mir überlegt ihn weiter zu verschenken oder ihn schlicht und einfach wegzuschmeißen. Hier bin ich versucht genau das zu tun - bzw. tue dies gerade!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ersparen Sie sich diesen Film, 3. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Ich habe den Film durchgehalten! Alle Mitseher hingegen sind vorher ins Bett.
Dass dieses Machwerk historische Figuren ins Absurde karikiert und wie 'Volldeppen' und Knallchargen erscheinen läßt,
wurde ja schon hinreichend gesagt.
Alle Figuren sind so überzeichnet, dass, wie etwa das 'Verschlucken' des Herzogs,
oder beim Todesfluch von Humboldts Mutter,
keinerlei Ironie entsteht, es auch nicht komisch ist, sondern alles ins Peinliche umkippt.
Man sitzt betreten vor dem Bildschirm, ist befremdet und völlig aus dem Film heraussen und
fragt sich: Was soll jetzt dieser Schmarrn?
Man fängt an zu gähnen und schaut nach, wie lang der Film noch dauert.

Der Film zeigt alles zu explizit: Den Dreck auf der Straße, die gezognen Zähne, nackte, weilbiche Haut, falsches Grinsen, Militarismus, Mathematik in der Hochzeitsnacht, Schläge aufs Gesäß, dumpfe Sklavenhalter, dämliche Herzöge ...
und zwar so, als wäre der Zuschauer ein Kleinkind, das man mit dem Finger drauf stoßen müßte: Da, da schau hin!
Und das heißt: Man unterschätzt das Mitdenken des Betrachters, man hält ihn für blöd.
Man glaubt, ihm alles vordenken, alles vorspielen zu müssen, alles vorzukauen zu haben.

Ich glaube, deshalb ist dieser Film so schlecht: Jedes gute Werk, gleich ob Malerei, Belletristik oder Film hat mehrere Ebenen, mehrere Bedeutungsebenen, darin man zwischen den Zeilen lesen kann und dieser Zwischenraum erzählt manchmal eine ganz andere Geschichte, als das geschriebene Wort.
Von dieser Vielschichtigkeit lebt die Kultur.
Dieser Vermessungsfilm hier aber ist vollkommen positivistisch: Das, was er zeigt, meint er aus so. Es gibt kein Darüberhinaus. Es gibt keine Eigenleistung des Betrachters. Deswegen findet man sich als Zuschauer veräppelt.
Der Herzog z.B. wird als vollkommener Idiot dargestellt. Es ist aber nicht so, das man das als Betrachter nebenbei erkennt, sondern man bekommt diesen Deppen bereits als Deppen auf dem Präsentierteller vorgeworfen.
Das ist übelste Bevormundung des Rezeptionisten. Das ist autoritär.

Das ist genau das Gegenteil dessen, was Humboldt auszeichnet: Der weltoffene Geist, das neugierige Denken, die offene Welt, in Inhalt und Bedeutung noch unerschlossen und frei und totalitärer Bemächtigung noch nicht gänzlich unterworfen.
Deswegen ist dieser Film ein Verrat an den historischen Gestalten, die er abzubilden vorgibt.
Wenn er wenigstens wissenschaftskritisch wäre - aber selbst das schafft er nicht zu sein.

Darüberhinaus ist er geschäftsschädigend für Kehlmanns Verlag.
Weil, dieses Buch lese ich jetzt garantiert nicht mehr.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vermessen, 31. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Puhhh... mit der unvermeidlichen Kinoverwertung von Daniel Kehlmanns Welterfolg hat sich Detlev Buck nun wirklich übernommen und eine weitere mißglückte Literaturverfilmung geschaffen, die die Welt nicht braucht.
Ich halte Kehlmann für einen der geistreichsten Autoren unseres Breitengrads, der mit "F" eins der großartigsten Bücher geschrieben hat, die ich kenne. "Die Vermessung der Welt" fand ich persönlich zwar nicht ganz so überragend und es ist auch schon ein Weilchen her, dass ich das Buch gelesen habe, aber kaum eine Handlung des Films kam mir in der dargestellten Form bekannt vor, andere Szenen fehlten.
Am schwersten wiegt jedoch die erschreckende schauspielerische Qualität des Films. Komplexe, hervorragend geschriebene Romane gleichwertig zu verfilmen, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, allerdings dürfte man (bei einem Budget von über zehn Millionen Euro) vom kompletten Ensemble ein bißchen mehr erwarten, als mittelmäßiges Freilichtbühneniveau. Nebendarsteller leiern ihre Texte so uninspiriert herunter, als läsen sie Fürbitten in der Jugendmesse vom Blatt und auch Albrecht Schuch und - der generell völlig überschätzte - Florian David Fitz werden von ihren Rollen geradezu erdrückt. Zudem inszenierte der Rubbeldiekatz-Regisseur den Film in einer erbarmungslosen Gute-Laune-Stimmung, die wir leider aus zu vielen anspruchslosen Komödien kennen. Ein wenig mehr Ernsthaftigkeit und überzeugendere Akteure hätten der Verfilmung sicherlich gut getan.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Buck ist am Ende, 9. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Buck ist am Ende angelangt, der Mann ist fertig. Die paar guten Ansätze reichen nicht aus. Schon RubbeldieKatz ging daneben, war langgezogen und schlecht gemacht trotz Starbesetzung, aber dieser Film geht Richtung Frechheit. Muss ich mir wirklich anschauen in einem Film ab 12 Jahre, wie Gauss einen geblasen bekommt? Dauernd unnötig viel nackte Haut und Witze die nicht lustig sind. 6 - SETZEN!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einer der schlechtesten Filme, die ich seit langem gesehen habe, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Ich bin schon ein kleiner Filmnarr, kaufe und sehe sehr viele BluRays und DVDs und gehe auch oft ins Kino. Ich schaue sehr gerne nach nichht so bekannten oder nicht so erfolgreichen Produktionen, weil man durchaus den einen oder anderen Schatz entdeckt.

"Die Vermessung der Welt" wollte ich, trotz halbwegs negativer Kritiken, einfach mal sehen und entdecken, was Detlev Buck aus so einem Stoff macht. Und die Enttäuschung war groß. Die Gesamtleistung hat vorne und hinten nicht gepasst. Aus einem literarischen Weltbestseller wurde durch ein (vermutlich) schlechtes Drehbuch, miserable Regie und überwiegend nicht gerade überragende Schauspieler ein Machwerk des Schundfilms. Nur ein paar schöne Naturaufnahmen und die eine oder andere gute Einzelleistung haben mich über den Abend gerettet.

Also doch lieber einmal öfter auf Pönis Filmkritik hören ...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen was will uns dieser Film sagen....?, 6. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (DVD)
Gut, auch wir hatten das Buch nicht gelesen und ich erwartete eher so eine Art deutsche Version von "In 80 Tagen um die Welt". Aber als uns klar wurde, dass das wohl nicht so ist, dachten wir uns, dass uns ja wohl ein wenig Bildung am Abend auch ganz gut tut. Nur, ehrlich gesagt, weder ich noch mein Mann verstehen die 'Moral von der Geschicht'. Wir haben beide darauf gewartet, dass sich irgendeine Erkenntnis ergibt - nur, am Ende des Films haben wir uns wirklich beide gefragt: "Was will uns nun dieser Film eigentlich sagen?". Der Film plätschert vor sich hin. Die Charaktere wirken vollkommen überzeichnet. Man wartet die ganze Zeit auf den Clou, der aber nicht kommt. Für uns ist der Film weder Fisch noch Fleisch. Weder richtiger Abenteuer-, Liebes-, Historien- oder Bildungsfilm. Wir finden ihn ziemlich albern und weiterempfehlen können wir ihn nicht.
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Die Vermessung der Welt [Blu-ray] von Detlev W. Buck (Blu-ray - 2013)
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