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Kundenrezensionen

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am 10. Juli 2008
Nachdem ich das Buch gerade fertiggelesen hatte - und davon wirklich begeistert bin - wollte ich mir den Film dazu ebenfalls ansehen.
Meiner Meinung nach hält sich die Handlung im Film eng an die des Buches. Manche Dialoge sind fast wörtlich übernommen. Heathcliff wird von R. Fiennes großartig gespielt! Leidenschaft, Eifersucht, Hass - alle Gefühle stehen ihm stets ins Gesicht geschrieben. Trotz seiner brütenden, berechnenden Grausamkeit bleibt er stets ein geheimnisvoller und begehrenswerter Mann. Cathy - gespielt von Juliette Binoche - kommt allderdings zu brav daher. Im Buch ist sie wesentlich wilder, ungestümer und leidenschaftlicher, ja geradezu unbändig beschrieben. Ihre Wutanfälle waren gefürchtet. Davon konnte Binoche zu wenig transportieren. Ihr Gekicher war teilweise einfach unpassend für den Charakter der Cathy Earnshaw.
Die anderen Schauspieler sind durch die Bank gut gewählt und spielen ihre Parts authentisch zum Buch. Die wilde Landschaft, die Gutshäuser, so wie auch die Musik erzeugen stets die passende Atmosphäre.

Dem Film hätte eine längere Laufzeit gutgetan. Warum nicht 120 Minuten? Es wäre so mehr Zeit geblieben, die Motive und Handlungsweisen von Heathcliff dem Zuschauer näherzubringen - die glückliche Kindheit mit Cathy und die Leidensjahre unter seinem Stiefbruder Hindley - das ging für meinen Geschmack zu schnell um das spätere "grausame" Handeln gerechtzufertigen, bzw. zu erklären. Ich bin mir nicht sicher, ob der Zuschauer, der das Buch vorher nicht gelesen hat, immer in der Lage ist, der Handlung logisch zu folgen?
Alles in allem gesehen eine wunderbare Visualisierung des Buches. Die englische Originalfassung halte ich für eine gute Wahl. Den Untertiteln ist gut zu folgen, selbst mit eingerosteten Englischkenntnissen.
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am 19. August 2007
jedenfalls ging es mir so. Manche Filme, speziell Verfilmungen von Büchern, sind so, naja - ich will nicht sagen primitiv, aber halt eben ohne Tiefgang verfilmt, dass man sie anschaut und gleich danach abhakt. Nach dem Motto : gesehen, ist ok, mehr aber auch nicht. In Unkenntnis des Buches - das muss ich hier einschränkend erwähnen - habe ich mir u.a. aus Gründen des englisch-Lernens diese DVD gekauft und keine Sekunde gezweifelt, dass es eine gute Kaufentscheidung war ! Man kann prima mit den Untertiteln dem Film folgen, auch mit rudimentären Englisch-Kenntnissen, denn die Gestik und Mimik der Schauspieler hilft über so manch unbekanntes Wort. Von Emily Brontë habe ich bisher noch kein Buch gelesen (ich denke, das werde ich unverzüglich nachholen ! ) mir ist die DVD über Rezensionen aufgefallen und das Thema hat mich interessiert, von daher bin ich ganz unbefangen an den Film herangegangen. Ich muss sagen: SUPER !!! Ralph Fiennes ist natürlich untoppbar - superklasse mit der Rolle des Heathcliff besetzt und gespielt, der Mann ist ja ganz nebenbei sowieso eine Augenweide !!! Hm, hm... Und auch Juliette Binoche fand ich in ihrer Doppelrolle sehr gut, in ganz kurzen Momenten kam sie manchmal etwas farblos daher, aber das ist vernachlässigbar im Gesamteindruck des Filmes. Wunderschöne Bilder, Landschaftsaufnahmen, DIE Musik !! und die leise, eindringliche Stimme der Erzählerin, die Anfang, Mitte und Ende beschreibt. Da bekommt man echt Gänsehaut. Den Film habe ich mir schon mehrfach angesehen und jedes Mal wird er besser. Ich unterlasse hier jegliche Äußerung zum literarischen Wert, den tieferen Aspekt des damaligen gesellschaftlichen Abbildes etc. etc., dafür bin ich nicht so der Experte, das überlasse ich anderen. Für mich war es einfach ein wunderschöner Film und hier beim Schreiben bekomme ich schon wieder Lust, ihn mir ein weiteres Mal anzusehen, er ist einfach nur megafaszinierend.... Wenn ich also eine Empfehlung aussprechen darf .... schauen Sie ihn sich an, Sie werden es nicht bereuen!
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am 16. März 2004
Nach der nunmehr x-ten Verfilmung von Emily Brontes genialem Roman "Wuthering Heights" (dt. Sturmhöhe) verliere ich langsam den Glauben, dass sich das Buch originalgetreu umsetzen lässt. Vielleicht sollten im Buch gerade wegen ihrer blonden Haare beschriebene Menschen dann auch ebenso blondhaarig besetzt werden. Aber Catherine Earnshaw wird von Juliette Binoche gespielt; die zwar eine gute Leistung abliefert und redlich bemüht ist, sich gut zu verkaufen - doch wer das Buch gelesen hat, muss hier eine Fehlbesetzung feststellen. Heathcliff (Ralph Fiennes) wirkt überzeugender! Doch hätte gerade Fiennes mit etwas mehr Mühe einen besseren Heathcliff abgeben können - eben einen Fremden, mysteriöser Herkunft, der sich nie anpasst, nie seine Liebe zu Catherine verliert und in dem die Elementarkräfte Gut und Böse vereinigt sind! Aber dennoch, alles in allem ist schauspielerisch nicht viel auszusetzen; zumal Linton zum Beispiel so überzeugend wie in keiner mir bisher bekannten Verfilmung auftritt.
Leider hat Peter Kosminsky den Rotstift angesetzt und eine Menge essentieller Passagen gestrichen. Catherins Gefangenschaft, während ihr geliebter Vater im Sterben liegt - im Buch eine der dramatischsten und dichtesten Szenen - wird mehr oder weniger übergangen. Auch Heathcliffs Leiden unter Hindley Earnshaw - und seine spätere Rache an ihm - fallen raus! Auch das Ende hätte man etwas näher am Buch gestalten können. Kosminsky schafft es zwar, Atmosphäre zu erzeugen, in dem er zugegeben sehr bizarre Drehorte wählt, aber auch die finden ihre Equivalennte im Roman nicht. Es sind eben "nur" Gutshäuser in den Hochmooren - und keine kleinen Paläste oder bizarren Schlösser.
Es bleibt also weiterhin die Hoffnung, dass eines Tages ein Regisseur sich des Stoffes noch einmal annimmt, wieder an die Originalschauplätze geht, und Werktreue, Atmosphäre und gute, weil passende Schauspieler in die Waagschale werfen kann. Dennoch 4 Sterne von mir, da nicht jeder das Buch gelesen haben wird und der Film als solcher rundum gut gemacht ist und sicher Gefallen bei den Zuschauern findet!!!!
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am 18. Februar 2013
Der Film ist sehr nah an der Romanvorlage, leider nicht bei der Besetzung. Ralph Fiennes passt zwar gut, aber Juliette Binoche ist eine Katastrophe. Ich höre zwar als Nicht-Muttersprachler nichts von dem oft kritisierten französischen Akzent, frage mich aber, warum man überhaupt einen derart sinnlich-kräftigen Typ für die Cathy (und Catherine, Doppelrolle) besetzt und ob man in England niemand anderen finden konnte, so dass man auf eine Französin ausweichen musste. Cathy war zierlich, blond, englisch, Binoche ist viel zu derb. Sie passt supergut in ihren Rollen wie "Verhängnis", "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" oder "Die Liebenden von Pont-Neuf". Aber als ätherische Engländerin, nein, bitte nicht.

Und dann das Alter!! Laut Buch stirbt Cathy schon mit 18 oder 19. Binoche war beim Dreh aber 28, Fiennes 30. Da waren dann Szenen, in denen diese beiden +/- 30er in der Sonntagsschulbank saßen (im Buch spielte diese Szene, als Cathy und Heathcliff 9 und 10 Jahre alt waren) und Sätze sagten wie: "früher durften wir sonntags spielen"!! Und am Ende, 20 Jahre nach Cathys und kurz vor seinem eigenen Tod, sieht Heathcliff/Fiennes keinen Tag älter aus als in dieser Schulbankepisode.

Cathys Tochter Catherine (ebenfalls von Binoche gespielt) hat peinlich blond gefärbte Haare und eine Frisur wie ein geplatzter Pilz, aber trotz des hellrosa Kleidchens und der blonden Krusselfriese nimmt man einem dunkel-sinnlichen Typ wie Binoche die "English Rose" nicht ab.

Durch diese nicht sichtbaren Altersprozesse ist der Film für die, die das Buch/die Geschichte nicht wirklich gut kennen, leicht verwirrend. Auch finde ich, dass er, wie viele Filme, die sehr nah am Roman sind, irgendwie kalt bleibt. Die Leidenschaft der Protagonisten reißt mich nicht wirklich mit. Da war Laurence Olivier in schwarz-weiß irgendwie besser. Trotzdem: schöne Bilder, gute Darsteller, ich bereue den Kauf nicht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 1. Juli 2008
Wenn man bedenkt, dass diese englische Verfilmung von 1992 mit 101 Min. gerade einmal halb solang ist wie die italienische Fassung von 2003, ist es doch erstaunlich, dass, natürlich mit gewissen Kürzungen, hier die gesamte Geschichte über die drei Generationen dargestellt wurde und die Story nicht plötzlich, nur zur Hälfte erzählt, endet.
Die irische Sängerin Sinéad O`Connor tritt am Anfang und am Ende des Filmes als Erzählerin auf. Sie soll wohl Emily Bronte darstellen und übernimmt, an Nelly und Lokwood statt, die Erzählperspektive.

Zur Handlung: 1771: Der alte Earnshaw, Besitzer des Hauses Wuthering Heights, kommt von einer Reise nach Liverpool heim. Er bringt ein verwahrlostes Findelkind mit. Er nennt den Jungen Heathcliff und lässt ihn wie seinen Sohn aufwachsen. Die Tochter Cathy freundet sich bald mit Heathcliff an, deren Bruder Hindley hasst und quält seinen vermeintlichen Konkurrenten. Die Magd Nelly ist eine Ersatzmutter für Heathcliff und Cathy. Die beiden werden älter. Aus dem geschwisterlichen Verhältnis wird allmählich Liebe. Der heimliche Treffpunkt der beiden ist ein von Steinen umgebener einsamer Baum.
Dann tritt der vornehme Linton, der unten im Tal in der "Thrushcross Grange" lebt, in das Leben von Cathy. Sie verbringt zunehmend mehr Zeit mit den Lintons und genießt das vornehme Leben. Linton macht ihr recht bald einen Heiratsantrag. Heathcliff belauscht ein Gespräch Cathys mit Nelly, wo es um die evtl. bevorstehende Hochzeit mit Linton geht und dass er im Vergleich zu Edgar Linton ein Bauerntrampel wäre. Er fühlt sich zurückgestoßen und verlässt Wuthering Heights für mehrere Jahre. Zurück aus fernen Erdteilen hat Hethcliff viel Geld und den großen Hass mitgebracht.

Emily Brontës Roman hat Brüche, Ausbrüche, Ungebärdiges. Unterschiedliche Erzählperspektiven und eine generationenumspannende Breite und sehr kantige Helden. Dieser Roman ist nur sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich, als Film umzusetzen. Auch diesem Kinofilm gelingt dies nur im Ansatz. Die facettenreiche Gestalt des Heathcliff wird von Ralph Fiennes hervorragend umgesetzt und dargestellt. Er hat den richtigen diabolischen Blick und kann die Ambivalenzen von Liebe und Hass sehr gut darstellen. Allerdings identifiziert man sich als Zuschauer auch mit diesem Heathcliff, etwas zu sehr, als es der Geschichte eigentlich gut tut.
Die schöne Juliette Binoche wird von mir sowieso sehr verehrt und sie spielt ihre Doppelrolle recht gut: Cathy wird in ihrer charakterlichen Gegensätzlichkeit gut getroffen: zärtlich aber rücksichtslos, unvernünftig aber zielstrebig, ungestüm und sehnsüchtig. Manchmal blieb mir die Figur aber doch ein wenig zu blass für eine Cathy Earnshaw. Aber die Darstellung von Cathys Tochter Catherine, wird von Binoche - blonder, jünger und naiver- gut variiert. Da ich den Film leider nur in der deutschen Fassung sehen kann, stört mich auch ihr französischer Akzent nicht.
(Die beiden Hauptdarsteller Juliette Binoche & Ralph Fiennes trafen vier Jahre später noch einmal im Epos 'Der englische Patient' aufeinander)
Als hervorragend ist noch Simon Shepherd als toller! Edgar Linton aus der Schauspielerriege hervorzuheben.
Insgesamt warten alle Schauspieler, bis in die Nebenrollen hinein, mit sehr guten Leistungen auf, mir ist hier niemand negativ aufgefallen.

Die Landschaftsaufnahmen sind überwältigend, hier kommt wirkliches Englandfeeling und Hochmoorambiente auf! Ungestümes Heideland, knarzige, windgeformte Bäume und bizarre Felslandschaften. Immer wieder richtet die Kamera den Blick auf stürmisch dahinziehende Wolken und sanftes, schräg einfallendes Sonnenlicht zaubert Schatten und die gewünschte morbide Atmosphäre.
"Wuthering Heights" der ja eigentlich ein Gutshof ist, sieht fast aus wie ein altes Schloß ;-) und wirkt sowohl innen wie außen angemessen düster und verschlossen. Einzige Lichtquellen sind Kerzen und Feuerstellen. Und unten in der Grange, wo Linton residiert, strahlt "Thrushcross Grange" das richtige Quäntchen feudale Leichtigkeit aus. Die Kostüme sind ebenfalls ein Augenschmaus.
Die Musik, will ich auch erwähnen, sie unterstreicht das Ganze noch mit schönen, etwas irisch anmutenden, Klängen.

Fazit: Auch dies Fassung kommt nicht ohne Kürzungen und Schwerpunktverlagerungen aus, es sei aber verzeihen, denn es ist schon eine Leistung, bei einem Film mit nur 101 Min, das Wesen und den Geist einer solchen epischen und tiefgründigen Geschichte einigermaßen einzufangen. Zweifellos handelt es sich um die beste Portierung von Emily Brontes, als unverfilmbar geltenden Jahrhundertroman, der trotzdem schon als Grundlage vieler Drehbücher diente. Die ITV Sturmhöhe Verfilmung von 1999 (113 Min. Laufzeit), mit Matthew Macfadyen als Heathcliff kenne ich noch nicht und kann sie deshalb in mein Urteil nicht einbeziehen.

Übrigens: Bald soll es eine weiterer (britische!) Sturmhöhe Verfilmung geben, welche 2010 ins KINO! kommen soll. Da bin ich aber seehr gespannt. Und, wie ich eben erfuhr noch eine ITV Serie, welche noch 2008 in England ins TV kommt.

Cathy/Catherine - Juliette Binoche
Heathcliff - Ralph Fiennes
Ellen Dean - Janet McTeer
Edgar Linton - Simon Shepherd
Hindley - Jeremy Northam
und andere
Regie: Peter Kosminsky

Der Film mit der deutschen Fassung und ordentlicher deutschen Synchronisation (siehe Stürmische Leidenschaft [VHS]) ist gebraucht auch als DVD erhältlich (nicht bei Amazon), sie erschien 2005 als Beilage in einem Digital World Heft.
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am 11. Juli 2001
Ich habe den Film gesehen und danach das Buch gelesen. Die Charaktere werden im Film etwas anders dargestellt.Catherine kommt eher liebenswürdig rüber, was der Beschreibung im Buch eher nicht entspricht. Der schwerpunkt wird auf Heathcliff gelegt.Ralph Fiennes ist in meinen Augen die Traumbesetzung für die Rolle. Allein in seinem Blick kann man die lodernde Leidenschaft für Catherine lesen. Der Film hat mich sehr bewegt und es lohnt sich, ihn mehrmals zu sehen!
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am 5. Januar 2008
Von allen Adaptionen von "Sturmhöhe", die ich bis jetzt gesehen habe, finde ich die mit Ralph Fiennes und Juliette Binoche am besten. Ich habe schon die beiden von der BBC produzierten Versionen gesehen, doch die fallen einerseits durch theaterhafte Atmosphäre sowie extrem künstliche Darstellung der Charaktere auf, wie ich finde. Auch auf der emotionalen Ebene können die anderen nicht mit diesem hier mithalten. Es stimmt einfach alles: Stimmung, Schauspieler, Werktreue. Kleines Manko; Man hört teilweise den französischen Akzent von Juliette Binoche heraus, was zu einem DER englischssprachigen Klassiker nicht wirklich passt, aber das bügelt sie mit ihren sehr guten schauspielerischen Fähigkeiten wieder aus.

Sehr empfehlenswert, auch für Nicht-Fans des Buches!
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am 4. September 2008
Einer meiner Lieblingsfilme, den Ralph Fiennes spielt den Heathcliff mit solch einer Wucht das einem das Atmen fast vergeht:-)Juliette Binoche gibt ihm eine würdige Catherine und gemeinsam reißen sie sich in einen Strudel der von Leidenschaft, Schmerz und unerfüllter Liebe bestimmt wird. Ohne Rücksicht auf ihre Partner und Familien. Haltlos. Juliette Binoche fasziniert in einer Doppelrolle und auch die Nebenrollen sind perfekt.Ein Film der einfach leidenschaftlich ist und in schönen Bildern gedreht wurde.
" ...nur lass mich nicht in diesem Abgrund wo ich Dich nicht finden kann..."
Das richtige für stürmische Herbstage...:-)
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Die gute Nachricht: hier hat man einen Hauptdarsteller, der eigentlich eine schwierige Rolle wie Heathcliff "wuppen" kann. Die schlechte Nachricht: das Drehbuch und die Regie legen ihm dabei Steine in den Weg.

Es fängt alles so gut an: der klassische Einstieg mit Lockwood, der durchgefroren und tollpatschig in Heathcliffs Heim "Wuthering Heights" reinstolpert. Auftritt Ralph Fiennes, schmallippig, wortkarg, düster und misstrauisch. Woah. Jawohl. Endlich. Ja, endlich mal kein melodramatisches Gebabbel vonwegen "ich lebe hier allein mit meinen Hunden" a la Laurence Olivier. Fiennes/Heathcliff straft Lockwood, den Eindringling, stattdessen mit Missachtung. Na also, geht doch.

Dann aber kommt irgendwann die Rückblende und nun fängt es an, unangenehm zu werden. Wieder das alte Problem, dass man bei der Besetzung Geld sparen wollte (oder was auch immer der Grund sein mag) und die erwachsenen Schauspieler Szenen spielen lässt, die im Buch unter Kindern stattfinden.
Sprich: der schroffe Mann mit dem schneidenden Blick, den man eben noch erlebte, verwandelt sich plötzlich in einen dümmlich grinsenden Spaßvogel, dem es wohl als recht reifen Mann noch gefällt, mit einer auch nicht mehr ganz so jungen Frau durch die Heide zu hüpfen und Fangen zu spielen. Ach, und natürlich wurde auch nicht vergessen, dass die zwei dabei sehr oft "Cathy!" und "Heathcliff!" rufen, auch dies ist seit der alten US-Version ein "Muss" bei Bronte-Verfilmungen.
Merkt es eigentlich keiner schon mal bei Dreh, dass es unfreiwillig komisch wirkt, wenn sich zwei erwachsene Menschen wie Kinder benehmen? Und nicht einfach ihre Sachen packen und gemeinsam aus der für sie täglich leidigen Situation in die nächstbeste Stadt fliehen? Denn dass Cathy und Heathcliff unter dem tyrannischen Hindley ausharren, ist im Buch verständlich - sie sind halt noch Kinder, was sollten sie sonst tun?
Auch, dass sich der große und kräftige Heathcliff einfach so von Hindley verprügeln lässt, wirkt bizarr. Ja, ein zwölfjähriger kommt natürlich nicht gegen einen starken erwachsenen Mann an, aber die beiden sehen absolut gleichaltrig aus.
Um es zu einem Fazit zu führen: selbst ein so hervorragender Schauspieler wie Fiennes kann solch eine Widersprüchlichkeit nicht überzeugend darstellen.
Diese Szenen anschauen, hat fast etwas von Fremdschämen.

Die nächste Gurke ist, wie Heathcliff nach Jahren als reicher Mann zurückkehrt: er sieht genau so aus, wie früher, hat nur andere Sachen an. Also, wenigstens eine elegantere Frisur hätte man ihm doch gönnen können. Immerhin: Fiennes kann nun wieder einen Erwachsenen spielen.
Doch neben der fehlenden äußeren Umwandlung hat auch diese Version (wie eigentlich alle) Probleme, Heathcliffs innere Veränderung gemächlich und glaubwürdig zu zeigen. Irgendwas ist in ihm so beschädigt worden, dass er sich wie ein rächender Gott aufführt, wobei sein Verhalten rational nicht nachvollziehbar ist, denn er reißt nicht nur seine "Feinde", sondern auch seine einzige Liebe mit in seinen persönlichen Abgrund. Alle sollen leiden, wie er leidet (oder zu leiden meint).

Fiennes könnte das spielen, keine Frage. Man muss ihn nur in "Schindlers Liste" als Amon Göth gesehen haben, um das zu wissen. Aber auch in dieser Version darf Heathcliff nicht wirklich einfach bösartig sein, nein, er ist ein armer Kerl, der doch nur um sich schlägt, weil alle so gemein zu ihm waren. So haut er Edgar auch nicht mit dem Schürhaken, weil Cathy ihm kopfschüttelnd ein "du-du-du!" signalisiert.
Deswegen verdattert es fast, wenn man das Buch nicht kennt, warum dieser verwirrte, aber doch ganz nette Mensch, seine Frau Isabella grundlos misshandelt.
Warum man aus der DVD-Version die Szene herausschnitt, wie Heathcliff nach Cathys Tod seinen Kopf gegen einen Baum schlägt, ist nicht klar. Hätte es dafür tatsächlich eine höhere Altersfreigabe gegeben?

Wieder das Gute: der Film ist einer der wenigen, die das ganze Buch erzählen.
Dass Juliette Binoche beide Catherines spielt, mag auch angehen, eine andere Schauspielerin wäre aber besser gewesen. Dass der Film im englischsprachigen Raum schon allein deswegen durchfiel, weil Muttersprachler Binoches französischen Akzent heraushören, ist bekannt.

Eine sehr gute Besetzung am Schluss ist dagegen Jason Riddington als Hareton, der wirkt, wie direkt aus dem Buch gestiegen. Etwas phlegmatisch, aber nicht dumm, schlicht und gut aussehend, Heathcliff bedingungslos zugetan, dennoch mit einem Gefühl für Gerechtigkeit. Eine der besten Szenen im Film ist, als er Catherine Linton bittet, ihm gegenüber nicht über Heathcliff zu lästern, denn man lästere nicht über Väter. Auf ihr erstauntes: "Aber er ist doch gar nicht dein Vater!" antwortet er kurz: "Er ist mein wahrer Vater.", denn Heathcliff zog Hareton groß, seit er etwa sechs Jahre alt war. Wunderbar auf den Punkt gebracht, ohne Dramatik.

Trotz aller Einwände dennoch 4 Sterne, denn dies ist eben eine der besseren Verfilmungen.
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am 31. Juli 2015
Trist-sphärischer, dem düsteren Geschehen bemerkenswert angepasster, zumindest anfänglich noch Spannung versprechender Streifen, dessen eigentliche Story, die späte Rache eines ungeliebten, verstoßenen Waisenkindes, erst allmählich - und damit dramaturgisch noch vielversprechend entwickelt - fassbare Gestalt annimmt, bis zum Ende jedoch als nahezu einziges fesselndes Element fungiert.
Eine wunderschöne Juliette Binoche brilliert als Geliebte des ebenso begehrenswerten wie geheimnisvollen Heathcliff (von Ralph Fiennes exzellent umgesetzt), der, von schier unbändiger Leidenschaft getrieben, den Verlust seiner Angebeteten an den begüterten Widersacher nicht verwinden, fortan nur noch mit maßlos innewohnendem Hass, Brutalität und Verachtung antworten kann und selbst vor der unschuldigen Tochter aus dieser verabscheuten Verbindung (ebenfalls von J. Binoche verkörpert) nicht Halt machen will.
Leider kränkelt die eigentliche Faszination dieser Abfolge unter einer recht dominanten Platzierung von Erbarmungslosigkeit und Rohheit. Man muss sich sowohl von diesem Genre als auch der in düstere Umgebung platzierten und von permanenten Rachegelüsten beherrschten Geschichte angesprochen fühlen, um ein über weite Strecken vielfach von der schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller dominiertes Kino zu mögen.
Insgesamt dennoch ein sehenswerter Film, der mit grandiosen Akteuren, beeindruckender Kulisse und einer fesselnden Aura aufwartet!
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