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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traurig, gruselig und gut
Ich habe fast alle Bücher von Camilla Läckberg gelesen und auch bei diesem Buch war wieder das Gefühl da "alte Freunde zu treffen" und zu erfahren, was seit dem letzten Buch geschehen ist. Man ist schnell wieder drin und erkennt die Figuren wieder.

Der Start des neuen Buches ist traurig und man leidet mit Anna, Dan & Co. mit. Ein totes Kind, eine...
Veröffentlicht am 20. Februar 2013 von Ritja

versus
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Spannung hat gefehlt
Der Klappentext von Der Leuchtturmwärter verspricht ein spannender, atmosphärischer Krimi zu sein, der im wunderschönen Schweden spielt. Ein Krimi ist dieses Buch auch: jemand wird tot aufgefunden und das Ermittler-Team beginnt, sich auf die Suche nach dem Mörder zu machen.
Doch etwas Essentielles hat mir bei diesem Buch leider von Anfang an...
Veröffentlicht am 27. Februar 2013 von Zeilenblicke


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Spannung hat gefehlt, 27. Februar 2013
Der Klappentext von Der Leuchtturmwärter verspricht ein spannender, atmosphärischer Krimi zu sein, der im wunderschönen Schweden spielt. Ein Krimi ist dieses Buch auch: jemand wird tot aufgefunden und das Ermittler-Team beginnt, sich auf die Suche nach dem Mörder zu machen.
Doch etwas Essentielles hat mir bei diesem Buch leider von Anfang an gefehlt - die Spannung.

Im Gegensatz zu anderen Krimis, die ich gelesen habe, setzt dieses Buch nicht direkt mit dem Fund einer Leiche und den darauf folgenden Ermittlungen ein. Von Beginn an wird hier sehr viel Wert auf das Innenleben der einzelnen Charaktere und deren Beziehungen untereinander gelegt - für meinen Geschmack schon etwas zu viel. Denn bis es überhaupt zum Leichenfund kommt und die eigentliche Handlung einsetzt, dauert es ein Weilchen. Somit habe ich den Einstieg in das Buch leider als etwas beschwerlich empfunden und auch im weiteren Verlauf der Geschichte hat mir die Spannung schlichtweg gefehlt.
Es gibt sehr viele Charaktere in diesem Buch, die auch alle ganz toll ausgefeilt sind und die sicherlich alle eine Portion Aufmerksamkeit verdient haben. Mehrere der Charaktere stehen im Wechsel im Fokus und jeder hat mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Patrik und Erica mit der Geburt der Zwillinge, Ericas Schwester Anna muss mit dem Tod ihres Kindes zurecht kommen, Annie ist mit ihrem Sohn aus ihrer Heimat geflohen, die Eltern des Mordopfers mit dem tragischen Tod ihres Kindes, Vivianne und ihr Bruder scheinen nicht ganz ehrlich damit zu sein, wer sie wirklich sind, und so weiter. Man merkt, viele Charaktere und viele eigene, kleinere und größere Konflikte. Doch leider konnte ich zu keinem der Charaktere eine wirkliche Verbindung aufbauen. Und das aus dem einfachen Grund, dass mir die einzelnen Abschnitte zu kurz waren. Da hatte ich mich gerade in einen Charakter "reingelesen", konnte dessen Situation nachvollziehen und wurde mit ihm langsam warm, da war der Abschnitt auch schon vorbei und die nächste Person war dran. Dies hat einem als Leser zwar sehr viele Einblicke in die Charaktere gegeben, mich hat der ständige Wechsel allerdings eher verwirrt. Zusätzlich ist für mich die eigentliche Problematik der Geschichte - die Suche nach dem Mörder - durch die vielen anderen privaten Sorgen und Probleme der Personen in den Hintergrund gerückt.
Sehr interessant zu lesen fand ich hingegen die Einschübe aus dem 19. Jahrhundert, die von Emilie berichten, die nach ihrer Vermählung mit dem Leuchtturmwärter nach Graskär, der sogenannten Geisterinsel, zieht.

Die Lösung des Falls erweist sich als recht schwierig und die Ermittler geraten immer wieder in Sackgassen, beim Lesen habe auch ich immer wieder Vermutungen angestellt. Wie sich hinterher herausgestellt hat, lag ich hierbei gar nicht so falsch. Auch andere kleine Auflösungen am Ende, die nicht direkt mit dem Mord in Verbindung stehen, habe ich bereits sehr schnell geahnt und fand es schade, dass dieser Wow-Effekt bei Der Leuchtturmwärter für mich ausblieb. Besonders große Überraschungen hielt das Buch für mich daher leider nicht bereit.

Vielleicht hätte mir der Krimi besser gefallen, wenn ich die vorherigen sechs Bücher der Autorin, die von denselben Ermittlern und Personen handeln, vorher gelesen hätte. Vielleicht hätte ich die Charaktere dann bereits gekannt und mich hätten die kurzen Abschnitte nicht so massiv gestört. Da mir trotz der vielen Problemchen die Atmosphäre und der übrige Erzählstil in Der Leuchtturmwärter durchaus gut gefallen haben, werde ich mir diese Bücher sicher einmal genauer anschauen.
Aufgrund der fehlenden Spannung und des Mordes, der eher in den Hintergrund rückt, konnte mich dieses Buch aber nicht vollständig überzeugen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traurig, gruselig und gut, 20. Februar 2013
Von 
Ritja - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Ich habe fast alle Bücher von Camilla Läckberg gelesen und auch bei diesem Buch war wieder das Gefühl da "alte Freunde zu treffen" und zu erfahren, was seit dem letzten Buch geschehen ist. Man ist schnell wieder drin und erkennt die Figuren wieder.

Der Start des neuen Buches ist traurig und man leidet mit Anna, Dan & Co. mit. Ein totes Kind, eine traurige und verletzte Mutter, ein sich immer fremder werdendes Paar sind nicht so einfach zu beschreiben und doch macht Camilla Läckberg, bis auf einige wenige Passagen, ziemlich gut.

Ein anderer Handlungsstrang erzählt von Annie und Sam und ihre überstürzte Flucht. Der Leser wird nur langsam an die Geschichte von Annie herangeführt, doch was man erfährt, lässt einen immer wieder schwanken. Wer ist Annie wirklich? Was war passiert? Und was ist mit Matte los? Mats ist der Jugendfreund von Annie und ist nach Jahren wieder in seine alte Heimat zurückgezogen. Vorher wurde er misshandelt und sehr verletzt. Warum wurde er verprügelt? Und dann geschieht ein Mord. Patrick muss Erica und die Zwillinge alleine lassen, um ihn aufzuklären. Der Mord wirft so viele Fragen auf und doch gibt es kaum Spuren. Gibt es vielleicht Zusammenhänge mit Mats Vergangenheit? Warum weiß niemand etwas über ihn?

Neben den Handlungen im hier und jetzt, gibt es immer wieder Rückblicke auf das Leben von Karl, Julian und Emelie, die einsam und allein auf der Geisterinsel lebten. Karl war der Leuchtturmwärter und musste auf Drängen seines Vaters Emelie heiraten. Doch eigentlich empfindet er nichts für sie. Es wird erzählt, wie Emelie versucht sich in der Einsamkeit zurecht zu finden und schon bald kann sie die Geister hören und fühlen wie Annie.

Camilla Läckberg braucht diesmal etwas länger, um in Fahrt zu kommen. Am Ende hat sie aber wieder ein spannendes Buch geschrieben, welches durch seine vielen Handlungsstränge immer wieder in eine neue Richtung einschlägt. Man kann sich gut in die Geschichte einlesen und für die Erstleser (der Läckberg-Bücher) macht sie immer wieder Einschübe und erklärt die Zusammenhänge (Beziehungen zwischen den Charakteren, ehemalige Mordfälle usw.). Für den Fan der Bücher kann dies manchmal etwas nervig sein, da es wie eine Wiederholung wirkt. Ich würde generell empfehlen die Bücher der Reihe nach zu lesen, da man dann auch besser mit den Charakteren mitfühlen bzw. sie besser verstehen kann.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der Geisterinsel ..., 11. März 2013
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das Cover des neuen Romans von Camilla Läckberg sieht auf den ersten Blick harmlos aus mit dem Schaukelpferd am Strand vor dem hellblauen Wasser. Schaut man jedoch etwas genauer hin, fallen einem auch die dunklen Farben auf, wie der wolkenverhangene schwarze Himmel. Der Leser blickt aus einem zerbrochenen Fenster hinaus aufs Meer. Unter dem Schaukelpferd befindet sich eine Blutlache, und wie man es schon bei anderen Krimis aus dem List-Verlag kennt, sind auf dem restlichen Cover auch wieder rote Blutstropfen verteilt, die schon auf einen Krimi hindeuten. Fährt man mit dem Finger darüber, kann man die Tropfen auch fühlen. Das Buch umfasst nicht ganz 500 Seiten und erwähnenswert ist auf jeden Fall der Steckbrief der Protagonisten und die Beschreibung des Ortes Fjällbacka am Ende des Romans.

Der Leuchtturmwärter" ist bereits der siebte Band aus der Erica Falck und Patrik Hedström-Reihe. Alle Fälle sind in sich abgeschlossen. Allerdings haben gerade die Protagonisten von Camilla Läckberg sich enorm weiterentwickelt, sodass die Reihenfolge der Romane besser eingehalten werden sollte. Mir fehlen leider ein paar Bücher dazwischen und ich hatte doch etwas Mühe, mit der rasanten Entwicklung klarzukommen. Die vielen Namen und Verbindungen haben mir etwas Mühe bereitet, der Geschichte lückenlos zu folgen, da ich immer wieder zurückblättern musste, um wieder den Zusammenhang herzustellen. Gerade wenn Namen sehr ähnlich klingen wie in diesem Fall Annie und Anna, ist es wichtig, die Bände von Anfang an gelesen zu haben. Aber ich wusste ja bereits vorher, was auf mich zukommt und es hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan.

Camilla Läckberg ist ein Familienmensch und das wirkt sich auch auf ihre Romane aus. Dass Kinder ihr wichtig sind, merkt der Leser auf Anhieb. Die Verknüpfung zwischen dem Familienleben ihrer Protagonisten und der spannenden kriminalistischen Handlung ist ihr sehr gut gelungen. Dabei kommt sie ohne viel Blutvergießen aus, denn sie legt ihr Hauptaugenmerk auf die psychische Ebene. Schon ziemlich zu Beginn der Geschichte kommt der Unfall zur Sprache, der Erikas Schwester Anna das Leben ihres ungeborenen Kindes kostet. Viele Seiten des Buches widmen sich der Depression von Anna, die dadurch auch ihre komplette Familie vernachlässigt und keiner Gefühlsregung mehr mächtig ist. Die Situation ist dabei so authentisch geschildert, dass ich mich sehr gut in Annas Lage hineinversetzen konnte. Hier kommt der skandinavische Schreibstil mal wieder gut zur Geltung und entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Mir gefällt er jedenfalls ausgezeichnet.

Der Leuchtturmwärter" beinhaltet so viele Handlungsstränge, dass der Verdacht aufkommt, dass die Autorin sich nicht so recht entscheiden konnte, welcher Handlung sie nun den Vorrang geben sollte. In diesem Fall geht es um die junge Mutter Annie, die mit ihrem kleinen Sohn Sam vor ihrem gewalttätigen Ehemann auf eine einsame Insel flüchtet. Dass diese Insel unter den Einheimischen die Geisterinsel genannt wird, stört sie weniger, denn sie kennt diese Insel seit ihrer Kindheit und fühlt sich dort geborgen. Annie hat sich mit den Geistern arrangiert. Ihr einziger Kontakt zum Festland besteht mit den Eltern ihrer einstigen Liebe Mats. Sie bringen ihr Vorräte auf die Insel und kurz darauf bekommt Annie auch Besuch von Mats. Der Leser erfährt, dass Annie etwas Schlimmes getan haben muss, weil auf der Flucht das Blut ihres Ehemannes an ihren Händen klebte. Was genau geschehen ist, wird jedoch nicht verraten. Fakt ist, dass der kleine Sam schwer traumatisiert ist und während der ganzen Zeit auf der Insel nicht ein Wort spricht. Kurz darauf wird Mats brutal ermordet. Niemand kann sich vorstellen, wer diesen hilfsbereiten und freundlichen Menschen auf dem Gewissen haben könnte. Kommissar Patrik Hedström nimmt die Ermittlungen auf und wird dabei auch von seiner Frau Erica wieder tatkräftig unterstützt.

Ein weiterer Handlungsstrang ist die Geschichte um die junge Emelie, die im Jahr 1870 in Fjällbacka auf besagter Geisterinsel spielt. Sie ist kursiver Schrift gedruckt und eigentlich eine kleine Geschichte für sich allein. Am Anfang habe ich mich noch gefragt, wie sie sich in die Krimihandlung einfügen soll, weil der Zeitsprung einfach viel zu groß ist, als dass die Charaktere eine Verbindung zueinander haben könnten. Aber am Ende des Romans fügt sich alles zusammen. Mir hat die Geschichte in der Geschichte fast noch besser gefallen als der Krimi an sich. Camilla Läckberg versteht es einfach, die Spannung durchgehend zu halten.

Meine persönliche Jagd nach dem Mörder war nicht ganz so erfolgreich. Viele Spuren verliefen im Sande. Und mein (richtiger) Verdacht, den ich hatte und der sich erst ziemlich zum Schluss eingestellt hatte, ließ sich für mich nicht logisch belegen. Wie Camilla Läckberg das Ganze gelöst hat, war mich eine totale Überraschung. Dieser Krimi war genau das Richtige für mich. Aus diesem Grund vergebe ich auch gerne fünf Sterne.

Reihenfolge der Erica Falck u. Patrik Hedström-Bände:

1. Die Eisprinzessin schläft
2. Der Prediger von Fjällbacka
3. Die Töchter der Kälte
4. Die Totgesagten
5. Engel aus Eis
6. Meerjungfrau
7. Der Leuchtturmwärter
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Traurige Inselgeschichten, 2. Juni 2014
Wer dieses Buch liest, wird bald feststellen, die Autorin will nicht eine Geschichte erzählen, sie will gefühlte hundert erzählen. Davon handeln die meisten von verstörten, traumatisierten, enttäuschten oder/ und misshandelten Frauen. Frau Läckberg geht es dabei immer um die ganz schlimmen und brutalen Ereignisse, die Menschen wirklich berühren und betroffen machen. Gewalt in der Familie, Gewalt an Frauen- wirklich ein schwieriges Thema, das eine Menge psychologischer Fragen aufwirft. z.B. warum lassen die Frauen das mit sich machen; warum verlassen sie die Partner nicht? Wie geht man überhaupt mit traumatisierten Menschen um? Wer darauf eine Antwort erwartet, ist hier allerdings falsch, denn tiefgründig möchte das Buch nicht sein.
werden diese Probleme nur angerissen und durch die vielen schnellen Wechsel der Erzählstränge kann nicht näher darauf eingegangen werden. Alles bleibt oberflächlich: die Personen, ihre Empfindungen und Handlungen. Kaum wird etwas hinterfragt oder Ursachen für ihr Handeln gesucht. Es gibt nur gut oder schlecht, schwarz oder weiß, Täter oder Opfer. Bei dieser Thematik befriedigt das aber nicht. Der eigentliche Kriminalfall gerät auch immer mal in den Hintergrund und zieht sich in die Länge. Irgendwann habe ich angefangen quer zu lesen und versucht den Hauptstrang zu folgen (die Ermittlungsarbeit der Polizei). Zum Ende hin wird es auch etwas spannend, allerdings ist meines Erachtens der Plot nicht ganz logisch: Achtung-Spoiler! - ein ordentlicher Mann, der Drogen wegwirft in öffentliche Mülleimer und warum macht der das? Und wieso geht man da nicht gleich zur Polizei?
Was mich aber wirklich geärgert hat, war die Auflösung der alten Geschichte aus dem 19.Jh: warum prügeln Männer Frauen?
Weil sie- Achtung Spoiler!- schwul sind. Das lässt sich jedenfalls aus dem Ende schließen. Traurig! Übrigens kann man sich diese Geschichte auch für hinterher vornehmen und ganz ohne Perspektivwechsel lesen- einfach so und darüber nachdenken, warum diese Insel mit solch schrecklichen Ereignissen geplagt ist. Man wünschte ihr nur Gutes.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimnisse auf der Insel, 26. Januar 2013
Wieder einmal ist es Camilla Läckberg gelungen, mich von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen. Ich verfolge die Serie schon seit Beginn. Somit waren mir die Figuren aus Ericas Familie und die Mitarbeiter des Kriminalkommissariats Tanum bereits vertraut. Die Autorin führt aber alle Personen so ein, dass für das Verständnis des eigentlichen Kriminalfalles keine Vorkenntnisse aus früheren Büchern nötig sind. Die Ermittlungen rund um den Mord an Mats sind sorgfältig und gut nachvollziehbar dargestellt, so dass man leicht miträtseln kann. Mit der idyllischen und gleichzeitig unheimlichen Leuchtturminsel lässt die Autoren die zauberhafte Landschaft der Schäreninseln vor dem inneren Auge auferstehen. Ergänzt wird das Bild durch die geheimnisvollen Stimmen, die die Bewohner sowohl in der Rückblende 1870 als auch in der Gegenwart vernehmen.

Ericas Schwester Anna erlebt eine sehr schwere Zeit. Sie fällt in eine tiefe Depression und kümmert sich nicht einmal mehr um ihre Kinder. Ich finde es sehr beeindruckend, wie sensibel die Familie Anna beigestanden ist und wie Erica ihr letztendlich mit einer einfachen Idee geholfen hat, sich aus dem Lock heraus zu kämpfen. Mir gefällt sehr, dass nicht alle Protagonisten glücklich und erfolgreich sind, sondern dass es auch Menschen gibt, die es aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Erlebnisse einfach schwerer haben im Leben und dennoch oder gerade deswegen als Mensch ernst genommen und geliebt werden. Das strahlt auf mich eine sehr positive Haltung aus, was mir bei dieser Serie immer sehr gut gefällt.

Wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen, werde ich jetzt natürlich nicht erklären. Ich möchte nur soviel verraten, dass es die Autorin in souveräner Weise schafft, die einzelnen Fäden zu einem abgerundeten Ganzen zusammen zu fügen.
Einen einzelnen Strang, der für mich noch nicht so wirklich zu einem Ende gekommen ist, interpretiere ich jetzt mal als Cliffhanger für die Fortsetzung.

Dieser Band führt die familiäre Geschichte um Patrik und Erica auf glaubwürdige Weise weiter. Der Kriminalfall ist in sich abgeschnitten und wird gut nachvollziehbar gelöst. Ich fand dieses Buch von Anfang bis zum Ende spannend und es hat mich auch von den Gefühlen her angesprochen.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flach und wirr, 9. Februar 2013
Dies ist das siebte Buch einer allgemein offenbar enthusiastisch aufgenommenen Krimiserie und das erste, das ich aus der Reihe gelesen habe - mit großen Erwartungen, die leider enttäuscht wurden.

In diesem Roman gibt es gleich vier Handlungsstränge.

Strang 1: Polizist Patrik mit seiner Frau Erica und deren Schwester Anna, die gerade einen tragischen Autounfall erlebt haben, bei dem das Kind Annas gestorben ist. Vier Perspektiven - die vierte ist Don, Annas Mann.

Strang 2: Die Geschichte von Annie, die mit ihrem Sohn aus dem ehelichen Haus geflüchtet ist, wo sie den Ehemann tot zurückgelassen hat. Damit verbunden die Geschichte von Mats, ihrem Jugendfreund, und dessen Eltern. Zwei Perspektiven. Macht sechs.

Strang 3, den wir abwechselnd aus drei Perspektiven, nämlich aus der von Vivianne, von Viviannes Lebensgefährten und von Anders, ihrem Bruder, erzählt bekommen. Macht neun.

Strang 4 dann die Geschichte von Emelie, mit ihrem Sohn und ihrem Mann, dem titelgebenden Leuchtturmwärter, die um 1870 auf der Insel vor dem Handlungsort Fjällbacka gelebt hat, die von der Bevölkerung die "Geisterinsel" genannt wird. Macht zehn.

In all das sind noch mehrere Nebenhandlungen verflochten, die zusätzliches Personal ins Spiel bringen. Freunde, Ehegatten, Kinder, nochmal drei bis vier Perspektiven, macht so zirka dreizehn bis vierzehn: Zuviel! Wer ist jetzt mit wem verwandt, wer ist wessen Mutter, und welches Kind ist wem gestorben und warum und wobei? Welcher Mann gehört nochmal zu welcher Frau? Man blickt nicht durch, schon gar nicht, wenn man die vorigen Bände nicht kennt, und die Mängel dieses Romans machen es nicht einfacher.

Denn Mängel gibt es einige: In das teils überschwängliche Lob meiner Mitrezensenten kann ich nicht einstimmen. Wenigstens ist der Plot leidlich schlüssig, und da ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht und ob meine Vermutungen dazu stimmten, habe ich mich durchgelitten. Und zwar beträchtlich.

Nicht nur die oberflächliche Zeichnung der Figuren ("Das lag in ihrer Natur."), sondern vor allem der Stil waren überhaupt nicht mein Fall. Zu viele platte Dialoge; manche Gedankengänge der Protagonisten waren fast mitleiderregend dümmlich, sollten aber eigentlich Scharfsinn suggerieren; zu viel Kitsch ("Die Inschrift war für immer in ihr Herz geritzt.") und zu viel Idylle ("Himmel, war sie verliebt in ihren Mann!"); zu viel zuckriges Familienkinderglück und Mit-ein-bisschen-gutem-Willen-wird-alles-wieder-gut; zu viele strahlende Gesichter bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit; zu viel "irrsinnig", "wahnsinnig" und "unheimlich" in der wörtlichen Rede. So was wirft mich in jedem einzelnen Fall aus dem Lesefluss, also in diesem Buch quasi pausenlos.

Auch die Figuren waren nicht mein Ding, ich hab es gern etwas zwiespältiger und subtiler und konnte mit niemandem warm werden. Die Hauptfigur Erica Falck mit ihrer Trutschigkeit (der Zwillingskinderwagen als Fitnessgerät! Oprah Winfrey! Kochshows am Nachmittag!) hat mich total genervt, Patrik ist zum Gähnen gut, Matte so eindimensional nett, dass er konturlos bleibt. Dazu die bravste Sexszene (Patrik/Erica), die ich jemals gelesen habe. Hat Erica autobiographische Züge? Ich will es echt nicht hoffen. Sehr gestört hat mich auch, dass das Handeln der Personen sich oftmals nicht aus ihrer Psychologie erklärt, sondern im schlechtesten Sinne völlig überraschend kommt, wie bei dem Vater des Mordopfers Matte.

Der Plot funktioniert zwar, ging aber in dem Perspektiven- und Personenwirrwarr unter. Das Anliegen der Autorin, Gewalt gegen Frauen und die Machtlosigkeit des Gesetzes, kam aufgrund der flachen Psychologie nicht rüber. Die Auflösung fand ich einigermaßen schlüssig, in Teilen auch überraschend, wenn man ein paar Details außer Acht lässt, die psychologisch eher unwahrscheinlich wirkten, siehe oben. Immerhin, alle losen Fäden werden am Ende verknüpft, und die Autorin opfert sogar ein paar Figuren zugunsten realistischer Darstellung, es gibt also kein gar zu süßes Happy End. Dafür und für den Plot gibt es von mir zwei Sterne. Allerdings reicht das nicht, um mir ein weiteres Buch dieser Autorin anzutun.

Meine Meinung: Wer auf eine ausgefeilte Psychologie, knackige Dialoge und guten Stil zugunsten nebenwirkungsfreier Unterhaltung verzichten kann, ist mit diesem Roman sicher bestens bedient. Alle anderen lassen das Buch besser im Regal stehen und lesen zum gleichen Thema "Mia" von Liza Marklund.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der Geisterinsel, 22. Dezember 2013
Von 
~Inhalt~

Das Ehepaar Erika und Patrik Hedström versucht – nach Annas und Erikas schwerem Autounfall und Patriks Herzanfall – wieder in einen normalen Alltag zu finden. Anna versinkt nach dem Tod ihres Kindes in Depressionen. Das wiederrum sorgt dafür, dass Erika von großen Schuldgefühlen gegenüber ihrer Schwester geplagt wird. Denn im Gegensatz zu Anna konnte sie ihre Zwillinge nach diesem tragischen Unfall gesund zur Welt bringen. Es liegen noch viele Stunden der Kummers vor Annas und Erikas Familie. Doch es bleibt nicht viel Zeit, um zu trauern …

Patrik ermittelt in einem Mordfall um den jungen Controller Mats Severin. Dieser wurde erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Bei den Ermittlungen und der Rekonstruktion der letzten Wochen und Monate des Verstorbenen, stoßen Patrik und sein Team auf Mats einstige große Liebe Annie. Annie ist mit ihrem Sohn auf die Insel Graskär zurückgekehrt, die sich schon lange im Besitz ihrer Eltern befindet. Sie flieht vor ihrem Ehemann Frederik auf die sogenannte „Geisterinsel“, damit ihr 5jähriger Junge wieder ein bisschen zur Ruhe kommen kann. Auch Mats trifft sich noch vor seinem Tod mit der einstigen Freundin aus Jugendtagen. Die Ermittlungen gehen in verschiedene Richtungen, doch dann stellt sich heraus, dass Mats in der Vergangenheit einen Job in einer Organisation hatte, die sich für misshandelte Frauen einsetzt. Hat dieser Umstand etwas mit seinem Tod zu tun? Auf der anderen Seite scheinen die Methoden seines Arbeitgebers Erling und dessen Freundin Vivianne nicht immer rechtens zu sein. Konnte Mats irgendwelche Unstimmigkeiten in der Finanzierung des neuen Wellnesshotels Badis feststellen und musste deshalb sterben?

~Einschätzung~

„Der Leuchtturmwärter“ ist bereits der 7. Fall der Falck-Hedström-Krimireihe. Ich habe bisher nur den 6. Band „Meerjungfrei“ gelesen, der mich aber so beeindruckt hat, dass ich „Der Leuchtturmwärter“ natürlich unbedingt haben musste. Im Vorgängerbuch hatte ich noch große Mühe, sämtliche Personen unter einen Hut zu bringen. In ihrem aktuellen Kriminalroman ist es mir dann schon viel besser gelungen. Camilla Läckberg schafft es, all ihren Charakteren Besonderheiten zukommen zu lassen, die einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. So merkt man schnell, dass Erika – Patriks Frau – ein Familienmensch und Menschenliebhaber ist. Sie ist hilfsbereit, warmherzig – und natürlich auch neugierig. Der Autounfall von Erika und ihrer Schwester Anna ist großes Thema in dieser Story. So verlor Anna durch diesen Unfall ihr Baby und verbringt seither ihr Leben in tiefen Depressionen. Weder ihr Mann Dan, noch ihre Kinder können sie aus dieser tiefen Trauer befreien. Erika versucht Schritt für Schritt mit viel Liebe und Verständnis zu ihr durchzudringen. Überdies plagt sie ihr schlechtes Gewissen, weil ihre Zwillinge nach diesem schrecklichen Unfall unversehrt und gesund zur Welt kamen. Doch Anna ist nicht die einzige Person, um die Erika sich sorgen muss. Patrik, ihr Ehemann, hatte zeitgleich mit ihrem Unfall eine Herzattacke und ist seitdem noch immer nicht so belastbar, wie vor seiner Erkrankung.

Trotzdem ermittelt er in dem Mordfall an dem jungen Mats Severin, der erst vor kurzem in seine Heimatstadt Fjällbacka zurückgekehrt ist. Warum Mats in seiner eigenen Wohnung erschossen wurde, können sich auch seine Eltern Gunnar und Signe nicht erklären. Noch vor dem Tod von Mats Severin kehrte seine Jugendliebe Annie zurück auf die Insel Graskär, die der Bevölkerung als „Die Geisterinsel“ bekannt ist. Man sagt sich, dass alle Menschen, die auf dieser Insel gestorben sind, immer noch dort „leben“. Auch Annie hat etwas zu verbergen. Mit Blut an den Händen kommt sie mit ihrem 5jährigen Sohn Sam auf die einsame Insel zurück. Hat sie ihren gewalttätigen Ehemann Frederik getötet und musste deshalb flüchten? Ihr einziger Außenkontakt sind Mats Eltern, die sie netterweise mit Lebensmitteln versorgen und Mats, der sie kurz vor seinem Tod auf der Insel besucht. Jetzt heißt es für Patrik und sein Team den rätselhaften Tod um Mats Severin aufzuklären. Was haben Erlings Freundin Vivianne und ihr Bruder mit der ganzen Sache zu tun? Mats arbeitete bis zu seinem Tod als Controller für deren Projekt „Wellnesshotel Badis“. Gab es in den Finanzaufzeichnungen etwa Unstimmigkeiten und musste er deswegen sterben? Oder liegt das wahre Motiv noch weiter in der Vergangenheit des jungen Mannes zurück?

Zwischen den Erzählungen in der Gegenwart, gibt es auch immer wieder Erzählstränge in der Vergangenheit – beginnend mit dem Jahr 1870 in Fjällbacka. Wir erfahren mehr über die Geschichte der „Geisterinsel“ und deren Bewohner Karl, Julian und Emmelie. Diese teils auch düsteren Rückblicke fand ich einfach phänomenal! Gerne hätte ich noch mehr darüber gelesen.

~Fazit~

Ein Krimi, der für mich einfach perfekt ist! Camilla Läckberg schafft es auf wunderbare Art und Weise einen Kriminalfall in der Gegenwart, die Geschichten der verschiedenen Charaktere mit ihren alltäglichen Problemen, aber auch mit den tragischen Tiefschlägen des Lebens, und die mysteriöse Story rund um die „Geisterinsel“ geschickt miteinander zu verknüpfen. Hier findet man Spannung, Tiefgang und Emotionen! 5 von 5 Punkten und für mich ein ganz klares AMAZING! (SM)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geisterinsel, 6. Dezember 2013
Der Leuchtturmwärter, ein Kriminalroman von Camilla Läckberg in gewohnter Weise außerordentlich gut und spannend. Es ist bereits der 6. Roman um die Schriftstellerin Erica Falck und ihren Mann Hauptkommissar Patrik Hedström. Insofen ist es nicht nur ein Kriminalroman, sondern auch eine Familiengeschichte, die allein für sich schon lesenswert ist. Ericas frühere Schulfreundin ist mit ihrem kleinen Sohn Sam nach Fjällbäcka zurückgekehrt und wohnt nun auf der Insel Gräskär, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Im Volksmund heißt die Insel "Geisterinsel". Die Leute glauben, daß die früheren Bewohner dort herumspuken. Erica nimmt Kontakt zu Annie auf, die jedoch recht abweisend ist und das Gefühl vermittelt, daß sie vor etwas auf der Flucht ist. Patrik hingegen hat es zunächst mit einem Mord zu tun. Matts Severin wird in seiner Wohnung erschossen,und die Polizei vermutet, daß der Mörder aus der Drogenszene kommt oder einen Bezug zu "Freistatt" hat, einem Frauenhaus, in das sich Frauen vor ihren gewalttätigen Ehemännern flüchten. Die Ermittlungen erweisen sich als sehr schwierig. Die Polizei tappt lange im Dunkeln. Es gibt einen weiteren Toten, so daß ein Zusammenhang gesucht wird. Der Roman ist so vielschichtig. Viele Personen, die alle sehr genau beschrieben sind, tauchen auf, aber zum Schluß passen die einzelnen Handlungsstränge genau zueinander. Nur ist alles anders, als der Leser es erwartet hat.

Auch die Geschichte um Erica und ihre Familie geht weiter. Erica und ihre Schwester Anna hatten einen schweren Autounfall, und während Anna dabei ihr Baby verliert, kommen Ericas Zwillinge gesund auf die Welt. Bei Erica und Patrik geht es nun turbulent zu, während Anna sich immer mehr in sich zurückzieht. Sie kümmert sich weder um ihre Kinder noch um ihren Mann und auch Erica kann zunächst nicht zu ihr vordringen.

Sehr gut fand ich auch die Geschichte von Emelie und ihrer Familie, die um 1870 auf der "Geisterinsel" lebte und von der immer wieder in Rückblicken erzählt wird.

Ein sehr gelungenes Buch von Camilla Läckberg. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In Fjällbacka zieht der Alltag ein, 7. Mai 2013
Von 
Annie lebt mit Mann und Kind in Stockholm und war schon lange nicht mehr in Fjällbacka, dem Ort ihrer Kindheit und Jugend. Doch hier fühlt sie sich sicher und so bricht sie nach einer schrecklichen Nacht mit ihrem kleinen Sohn Sam auf zur Insel Gråskär um dort den Sommer zu verbringen. Sie ist nicht die einzige Heimkehrerin, denn auch ihr Jugendfreund Mats ist nun nach Jahren in Göteborg wieder in seinen Heimatort zurückgekehrt.
Als Mats ermordet aufgefunden wird, ermitteln Patrik Hedström und sein Team in alle Richtungen. Hat sein Tod mit seiner Arbeit in Göteborg oder für die Gemeinde in Fjällbacka zu tun?
Aber auch ohne die Kriminalfälle wird es nicht langweilig für Erica, Patrik und ihre drei Kinder, sowie Familie und Freunde.

Mit "Der Leuchtturmwärter" ist bereits der siebte Band der Reihe rund um Erica Falck und Patrik Hedström erschienen. Die Reihenfolge lautet:
- Die Eisprinzessin schläft
- Der Prediger von Fjällbacka
- Die Tochter der Kälte
- Die Totgesagten
- Engel aus Eis
- Meerjungfrau
- Der Leuchtturmwärter

Die letzten Bände waren für mich eine konstant gute Lektüre, die mich zwar nicht unbedingt mit den Kriminalfällen überzeugen kann, aber dafür mit den Figuren und Schauplätzen. So ist es auch wieder bei "Der Leuchtturmwärter", der einige interessante neue Figuren ins Spiel bringt und noch dazu mit Rückblenden ins 19. Jahrhundert für geheimnisvolle Szenen sorgt.
An Camilla Läckbergs Reihe ist es schon lange nicht der Mord und seine Aufklärung die mich reizen, sondern vielmehr die Neuigkeiten rund um Erica, Patrik, Paula, Mellberg und alle anderen die dem Leser inzwischen ans Herz gewachsen sind.
Der Kriminalfall ist gewohnt solide, bringt die eine oder andere unerwartete Wendung und konnte mich doch nicht wirklich überraschen.
Wer also nichts über kompliziertes Familienleben und den Dorfklatsch hören will, der ist bei "Der Leuchtturmwärter" ebenso falsch wie bei den Vorgängern.
Wer jedoch auch schon die anderen Bücher der Reihe mochte, der wird hier bestimmt nicht enttäuscht werden und die gewohnt gute Mischung aus Krimi und Roman vorfinden. Lesern die noch kein Buch aus der Reihe gelesen haben, empfehle ich zumindest bei Band vier oder fünf zu beginnen, wenn schon nicht ganz am Anfang.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flüssig, spannend und atmosphärisch, 26. Februar 2013
Der Leuchtturmwärter ist eine spannende Geschichte, die zudem noch an einem meiner Lieblingsschauplätze spielt: Schweden. Die Autorin hat es geschafft die Atmosphäre des Schärengartens vor Fjällbacka rüberzubringen, ich konnte beim Lesen die salzige Luft schmecken und den Seewind spüren. Anfangs war ich etwas verwirrt, da innerhalb der Kapitel die Schauplätze und Protagonisten wechseln, aber es hat nicht lange gedauert bis sich das Gefühl gelegt hat, ich habe die Geschichte gut verfolgen und nachvollziehen können.

Zunächst hatte ich überhaupt keine Ahnung, was es mit der Flucht von Annie und ihrem Sohn Sam und dem Mord an Mats Sverin auf sich hat, nach und nach bin ich immer ein Stückchen mehr in die Geschichte eingetaucht und wie ein Puzzle hat sich für mich ganz am Ende alles zusammengefügt. Ich liebe Geschichten, bei denen sich der Nebel nach und nach legt und erst am Ende aufgelöst wird was genau geschehen ist.

Ein ganz toller Aspekt ist der Blick in die Vergangenheit von Graskär, denn dort spielt sich die Geschichte um den eigentlichen Leuchtturmwärter ab. Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich kapitelweise ab und gewähren einen Einblick in die Geschichte von Emilie, die heiratet und ihrem Mann Karl und seinem Gehilfen Julian auf die Insel folgt, wo sie zum Einen das wahre Gesicht ihres Mannes kennenlernt aber auch schnell Trost bei den Geistern von Graskär findet, nicht umsonst nennt man die Insel auch Geisterinsel.

Es haben verhältnismäßig viele Leute eine mehr oder weniger wichtige Rolle in Der Leuchtturmwärter und er Autorin ist es sehr gut gelungen diese vor meinen Augen lebendig werden zu lassen, recht schnell habe ich für mich ausgemacht, wem ich Sympathie entgegenbringen konnte und wem nicht. Für mich war es das erste Buch, welches ich von der Autorin Camilla Läckberg gelesen habe, aber es wird sicher nicht das letzte bleiben, da mir der Schreibstil und der Handlungsort sehr gut gefallen.

Aufmerksam auf das Buch haben mich der Titel und das Cover gemacht. Zum Einen liebe ich Leuchttürme und zum anderen hat mich die Gestaltung des Schutzumschlags sehr angesprochen und nach dem Lesen muß ich nun sagen, es ist nicht nur interessant sondern auch sehr passend.

Wer Thriller und womöglich wie ich Schweden als Handlungsort mag, der sollte Der Leuchtturmwärter lesen, ich kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
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