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Kundenrezensionen

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am 8. Januar 2013
Vorneweg: Allemal ein sehenswerter Film, den die Stones anläßlich ihres 50jährigen Bestehens da Ende 2012 in London präsentiert haben und der jetzt hier für zuhause erhältlich ist. Hinterlegt mit aktuellen Interviewsequenzen im Vordergrund eine Flut von Bildern und Musik aus den ersten zwanzig Jahren der Bandgeschichte. Den meisten Betrachtern dürfte vieles davon bisher nicht bekannt gewesen sein, aber unabhängig davon: Der Schnitt des Films ist superb, dem Tempo der Bandgeschichte folgend. Hektisch und chaotisch die ersten Jahre, die z.T. rüden Britisch-Blues-Adaptionen, Eskalation, gestürmte Bühnen, Flucht vor der Teenie-Hysterie. Dann die retardierenden Momente, die reflektierenden Songs, der Gegenschlag des Establishments, das Abdriften und Ende von Brian Jones. Die Flucht in Drogen und nach Südfrankreich, die personellen Wechsel. Zuletzt der Restart mit Ronnie Wood, die Erkenntnis 'It's Only Rock'N'Roll' und der Beginn des Aufschwungs zur (un)umstrittenen Nummer eins im Business.

Ende des Films. Eine Augen- und Ohrenweide, die aktuelle Kommentierung, der persönliche Rückblick durchaus erkenntnisreich, aus berufensten Mündern, sehr persönlich. Deshalb ist der Film mit Sicherheit ein Geschenk an die Fans und eine gute Ergänzung zu '25x5: The Continuing Adventures of the Rolling Stones' aus dem Jahr 1989. So richtig zufrieden ist man am Ende dann aber doch wieder nicht. Sind 50 Jahre in zwei Stunden zu packen? Hält man die Zeit ab 1982 für ausreichend überliefert? Warum nicht auch mal ausgespielte Songs? Warum beauftragen Jagger und Richards nicht ähnlich den Liverpooler Kollegen eine Anthology, die die Band und ihre Musik (abschliessend?) dokumentiert? Da liegt noch ein weites Feld offen.
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am 14. Januar 2013
Zukünftige Käufer dieser DVD haben natürlich ein Recht darauf, zu erfahren, was sie NICHT zu erwarten haben.
Nicht zu erwarten haben sie eine vollständige Dokumentation aller relevanten und interessanten Aspekte der Stones. Nichts erfährt man über die musikalischen Einflüsse der Band, wenig über die Entwicklung ihrer eigenen Musik (angesprochen wird lediglich, wie sich die Stones vom reinen Covern auf Songwriting durch Jagger und Richards verlegten - dem Songwriting ist immerhin eine schöne Szene gewidmet, wo Jagger und Richards singend und Gitarre spielend beieinander sitzen) von den unglaublich vielfältigen 60ern bis zum Besinnen auf die Wurzeln 1968 mit Beggars Banquet, den nächsten vier Jahren voller Klassiker (immerhin wird Midnight-Rambler als typisches gemeinsames Produkt der beiden angesprochen), natürlich nichts über den langsamen musikalischen Niedergang ab Mitte der 70er. Sehr wenig ist auch über das Verhältnis der Mitglieder untereinander zu hören, gerade über die Beziehung zwischen Jagger und Richards: Hierbei scheint der Film regelrecht verzerrend zu sein, denn dass die Band mit Woods Eintritt für immer harmonisch geblieben wäre, ist schlichtweg falsch: Gerade dann begann der Konflikt zwischen Sänger und Leadgitarrist richtig gefährlich zu werden. Gar nichts auch über die für die Gruppe wichtigen Frauen, Faithfull, Pallenberg etc. Auch von Vollständigkeit ist der Film weit entfernt: So erfahren wir kaum etwas über das Zusammenfinden und die Gründung der Band, das Ende stellt die Some-Girls-Tour 1978 dar, als Abspann hören wir "All Down The Line" aus Scorseses "Shine a Light" und die neuesten Songs von "GRRR", "One More Shot" und "Doom and Gloom".

Dass all dies nicht in zwei Stunden zur Sprache kommen kann, ist jedoch kaum überraschend, weswegen die herbe Kritik und große Enttäuschung einiger Rezensenten kaum verständlich scheint. Es ist zu betonen, dass der Film weniger einer Dokumentation als einem Spielfilm entspricht. Richards bezeichnet die Geschichte als "Fairy Tale" und der Regisseur spricht von einer "Heldengeschichte". Und als "Held" wird die Band auch dargestellt, als junge, unerfahrene Typen, die von der Wucht, die ihre Konzerte, auslösen mitgerissen werden, die aus marketingtechnischen Gründen zu den "bösen, gefährlichen Beatles" stilisiert werden, diese Rolle des Outlaws schließlich nicht mehr nur spielen, sondern tatsächlich annehmen und damit, welche Ironie, endlich eine ungefährliche Mainstream-Band werden, mit der jeder irgendwie etwas anfangen kann.

Man könnte also sagen, dass es weniger um das Innere der Band (Musik, Beziehungen untereinander und zu Frauen) geht, als um das Äußere, d. h. ihre gesellschaftliche Relevanz, von einer Bedrohung in den 60ern zu einer Institution ab den 70ern.
Gerade die Darstellung der 60er, der kreischenden, die Bühne stürmenden Mädchen und mit der Polizei kämpfenden Burschen, gelingt dem Regisseur ausgezeichnet, und ist, wie er selbst sagt, sicherlich für Jüngere, die mit den Stones als Selbstverständlichkeit aufgewachsen sind, hochinteressant und neu. Hervorzuheben sind weiters erstaunlich rührselige Bemerkungen zu Brian Jones' Tod (die insbesondere für Jagger unerwartet sind) sowie die Schilderung der eigenen Sicht auf Altamont, die eine hervorragende Ergänzung zum berühmten "Gimme Shelter" ist.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Regisseur mit seiner Heldengeschichte zwar eine unzureichende und teilweise verzerrende Perspektive eingenommen hat, aber doch den für einen Kinofilm wohl fruchtbringendsten und gesellschaftlich interessantesten Aspekt ins Zentrum gestellt hat. Weniger ein Film für alte Stones-Fans also, als für jene, die es noch werden wollen
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am 6. Januar 2013
Um die Jahrtausendwende stellte die BBC zusammen mit den (damals) noch lebenden 3 Beatles eine ca. 11-stündige Filmdokumentation der Bandgeschichte auf die Beine, die kaum etwas zu wünschen übrig ließ und als Referenzproduktion gelten darf.
Etwas ähnliches hätte man zum "50th Anniversary" der Stones eigentlich auch erwartet. 'Crossfire Hurricane' kommt, verglichen damit, gerade mal in die nähe des Spielfelds gekrochen.
Unter dem -recht spärlichem- Bonusmaterial findet sich ein Interview mit dem Regiesseur Brett Morgen, das eine einzige Verteidigungsrede ist, warum der Film dies und das und jenes und das da auch nicht zeigt und behandelt. Der Regiesseur erweckt den Eindruck eines Studenten der bloß froh ist, seine Diplom/Master - arbeit hinter sich gebracht zu haben à la: " Natürlich kann im Rahmen dieser Arbeit nicht das gesamte Feld...", wenn man sowas liest/hört/sieht, weiß man: Klapp zu, bringt nicht viel.
Angeblich hätte er, als Mick Jagger ihn ansprach, eine Produktion ähnlich der Beatles Dokumentation erwartet. Jagger aber wollte nur einen Film in Spielfilmlänge.
Andere Besonderheit, die 'echten' Stones (alive !) hört man nur aus dem off, ähnlich dieser meist unsäglichen Regisseur/Hauptdarsteller - Kommentare während des Films. Begründung Brett Morgen: 1. sei das der Wunsch der Stones gewesen (?? - zu viele Falten ??) und 2. könnte der äusserliche Kontrast zu den flotten Jungs von damals irritieren (zu viele Falten !). Wieder Fragezeichen, ist das jetzt Alters-Eitelkeit oder barer Unsinn. Wie auch immer, dem Regiesseur ist nicht wohl in seiner Haut. Was aber bietet er denn jetzt fürs Geld ?
In einer - reichlich schluddrigen - Chronologie versucht er einige Schwerpunkte herauszustellen. Ausgangspunkt sind dabei wieder einmal die Beatles als Freund und Antagonisten gleichermaßen.
" The Beatles had the white hat on from the beginning, so we were supposed to wear the black hat" hört man Keith Richards aus dem off. Damit hat der Film sein Thema gefunden. In den frühen Jahren Randale Während und nach fast jedem Konzert, dann Psychdelic, Drogen, Drogen und Drogen, bis zum TotalMortalAbsturz von Brian Jones, das Funeral-Konzert im Hyde Park, Mick Taylor wird aufgenommen, Altamont, Drogenhöhepunkt: die Produktion von 'Exile on Main Street' in Keith Richards Chateaukeller in Südfrankreich, Mick Taylor verläßt die Band, weil er nicht - mit eigenen Worten - an Heroin sterben will, Keith Richard auf der Kanada Tournee wird erwischt mit - richtig ! - Drogen, erhält seine XXXte Chance und ist seitdem, angeblich, vielleicht, werweissdasschon..., Kurz wird noch 'miss You' angespielt - Schluß.
Und man denkt, "...was zum Teufel war das jetzt ?". Nichts zu herausragenden Alben, zum Hintergrund spezieller Songs, zur sehr speziellen individuellen wieauch kulturellen Seelenlage der 60er-frühen 70er.
Trotzdem noch 3 Sternchen, also 'Nicht schlecht' - der ganze Film wurde von den Stones produziert und offenbar war es ihnen ein Anliegen sich ein(füralle)mal zu ihrer dunkelen Seite zu bekennen und zu äußern, so hat man das noch nicht gehört. Einige Filaufnahmen, etwa aus der 'Exile on Main Street' Produktion, waren noch nicht zu sehen.
Insgesamt kann das aber nicht über die große, große Entäuschung hinweg helfen, daß das (zweit)größte Popkulturereignis des 20.Jahrhunderts genügen darin findet, sich den 'black hat' aufzusetzen und sich dann in die Ecke zu stellen.
Als Stones Bandgeschichte auf Video bleibt damit weiterhin Nr.1 die 25th Anniversary Doku: 25 x 5 - The continuing Adventures of the Rolling Stones - leider nur auf VHS.
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am 7. Januar 2013
Gespannt habe ich als alter Stones Fan diese Dokumentation erwartet. Hatte gehofft, sie würde enden mit den Proben in New Jersey,Mai 2012, die vom Regisseur Morgan gefilmt worden waren. Und dann das: Einfach aneinander gereihte Filmschnipsel.Man kommt sich vor, als würde man youtube nach seltenen Stones-Filmen durchklicken. "Selten" ist im übrigen nur ein Ausschnitt aus Robert Franks "Cocksucker Blues": Jagger mit nacktem Hintern im Dressing Room, wobei Richards heimlich auf Jagger's Vorderseite linst und wahrscheinlich die Erkenntnisse bekommt, die er Jahrzehnte später in seiner Biografie verarbeitet. Alle Stones Mitglieder geben -anscheinend völlig unvorbereitet- lustlos aus dem "Off" ihre mehr oder weniger inhaltslosen Kommentare ab: Charlie Watts kann sich sowieso an nichts mehr erinnern und meint, er hätte ja nie richtig reingepasst. Ron Woods Aussagen sind so inhaltsfrei, dass man seine Frage nach einem Feuerzeug auf der Tonspur gelassen hat, um überhaupt etwas von ihm zu erfahren. Keith Richards faselt mehrfach von einem "black hat", den man den Stones übergestülpt habe und endet mit seiner Uralt-Phrase, er hätte nie Probleme mit Drogen, sondern nur mit der Polizei gehabt. Mick Jagger zitiert einfach das, was Journalisten in den sechzigern über die Stones geschrieben haben: "Gefährlich, schmutzig und vulgär". Richtig ärgelich ist aber das plötzliche Ende des Films,Anfang der achtziger Jahre. Man hört noch einmal Jagger mit den Worten "plötzlich hatten uns alle lieb" und schon ist Schluss! Kein Wort zum "dritten Weltkrieg" zwischen Keith und ihm, kein Kommentar zu Bill Wymans Ausstieg. Das Ende des Films bestätigt alle Kritiker die der Auffassung sind, in den letzten 30 Jahren hätte es von den Stones nichts erwähnenswertes mehr gegeben! Zwei Punkte für den Höhepunkt des Films: Jaggers sentimentale Beschreibung über das Ende von Brian Jones, untermalt von dessen letzten musikalischen Beitrag in einer herrlichen, bisher unveröffentlichen Version von "No Expacactions". Fazit: Keine Struktur und kein Format in diesem Film! Selbst die nicht von den Stones autorisierte Doku "Just for the records" ist wesentlich besser. Erst recht die bereits erwähnte "25 x 5" Dokumentation aus dem Jahre 1989. Der magere Bonusteil passt dann auch zum Gesamteindruck!
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am 26. März 2013
Wer mehr über die beste Rockband aller Zeiten erfahren möchte , der sollte sich diese DVD zulegen .
Ich habe die Band von 1964 bis zum heutigen Tag verfolgt und kenne mich wohl ganz gut aus .
Einige Szenen in diesem musikalischen Lebenslauf sind mir auch noch nicht begegnet. Schöne Überraschung !
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am 8. April 2013
Gelunge Dokumentation über die Geschichte der Rolling Stones. Auch das schwärzeste Kapital der Stones -Altamont- wurde nicht ausgelassen. Man kann den damaligen Stand der Technik nicht verbergen - oder man wollte es auch gar nicht erst versuchen. Die Herschaft der Fans ist mit diesem Werk aber immer noch gut versorgt - nicht so ein absolut billiger Zusammenschnitt wie viele andere DVDs.
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am 30. Januar 2014
Toll zusammengefasste und wunderbar geschnittene Doku, die die unglaublich erfolgreiche und kreative Karriere der Stones von ihren Anfängen als Anti-Helden, bis hin zu ihrem Durchbruch als größte Band der Rock'n'Roll Geschichte beleuchtet.
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am 29. September 2015
Die Stones über sich selbst: Richards, Jagger, Watts, Wood sowie Wyman und Taylor plaudern mal so richtig aus dem Nähkästchen, was der Doku ein weit besseres Feeling gibt, als zahllose lieblos zusammengeschnittene Berichte über die Stones von dritten. Der Film behandelt schwerpunktmäßig die Mittsechziger bis Mittsiebziger und geht dabei mitunter richtig in die Tiefe, anstatt nur oberflächlich alles schnell abzuhandeln, klasse. Schade ist nur, dass über die 80er und 90er Jahre kaum berichtet wird, sicherlich gab es während dieser Zeit weniger (Zünd-)Stoff als in den so genannten Jones- und Taylorjahren, jedoch wirkt es so, als würde die Doku mittendrin aufhören. Wie wär's also möglichst bald mit "Crossfire Hurricane 2"?
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am 2. Januar 2014
Vielleicht nicht alle Jahre von 1962 bis 2012 ABER trotzdem viele viele wichtige Sachen und ein perfekter Einblick in die wilden Jahre. Auch an vielen Stellen witzig und naja THE ROLLING STONES ich glaube da weiß jeder was Sache ist. Das Geld lohnt sich auf jeden Fall!!! Lets Rock !
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am 6. Januar 2013
Eine DVD zum 50. Jubiläum der Stones, das ist natürlich ein Muss, also ein Muss, dass sie erscheint. Wenn man aber die Laufzeit von nur knapp 2 Stunden sieht, ist es auch ein Muss, sie zu besitzen oder zumindest zu sehen?

Die DVD startet und wir hören die Stones im Interview, aber wir sehen sie nicht. Stattdessen erklären Titel, dass es bei den Interviews keine Kameras gab. Jetzt wird's einem erstmal komisch. Wat soll dat denn? Wollten die Stones ihre Falten nicht zeigen, immerhin haben sie den Film (mit)produziert.

Um diese beiden einleitenden Fragen zu klären, müsste man eigentlich zuerst das Bonusmaterial sehen, denn da wird einiges erklärt. Also mach ich es jetzt gleich:

Die Kameras wurden weggelassen, weil man damit eine gewisse Intimität schaffen wollte, vor allem bei delikaten Themen wie Altamont und Brian Jones' Tod. Über beides sprechen die Mitglieder der Band recht ausführlich.

Es war allen Beteiligten klar, dass man die Geschichte der Stones nicht in zwei Stunden erzählen konnte, dazu hätte man ähnlich wie bei den Beatles eine Anthologie gebraucht, aber das wollten die Stones (oder Mick Jagger) nicht, sie wollten einen Film. Nach Aussage des Regisseurs Brett Morgen konzentrierte er sich also darauf zu zeigen, wie die Stones überlebt haben. Immerhin wurden sie wie kaum eine andere Band von Schicksalsschlägen (oder selbst verschuldet oder nicht) gebeutelt und wie keine andere Band (zumindest bis Mitte der 70er Jahre) angegriffen, weil sie gefährlich erschienen (Danach wurden sie auch noch angegriffen, aber aus anderen Gründen). Es geht auch um Verwandlung. Das alles kulminiert im Titel "Crossfire Hurricane", der seinen Ursprung im Song "Jumpin' Jack Flash" hat, denn da geht es eben darum: Verwandlung und Überleben.

Konsequenterweise hört die Geschichte dann auch etwa zur Zeit von "Some Girls" auf (auch wenn man im Bild noch Aufnahmen von etwa 1982 sieht). Für meinen Geschmack ist das auch aus einem anderen Blickwinkel bezeichnend, denn nach meiner ganz persönlichen Meinung endete hier die beste Zeit der Stones.

Auf der DVD sehen wir also die Zeit von ihren Anfängen (obwohl die absolute Urzeit auch ausgespart wurde) bis eben "Some Girls" und wenn man sich den Gesichtspunkt vor Augen hält, wie der Film aufgebaut wurde, ist das richtig klasse. Natürlich gibt es jede Menge Bildmaterial, das der gewiefte Stonesfan schon einige Male gesehen hat, wie von "Gimme Shelter" etwa, aber es gibt auch eine stattliche Anzahl von Film-, Bild-, und Tonmaterial, das man hier zum ersten Mal zu sehen, bzw. zu hören bekommt.

Das Ganze ist wundervoll miteinander komponiert, denn eigentlich entstand der Film da, wo normalerweise Filme aufhören, nämlich beim Schnitt, denn man musste aus Tonnen von Bildmaterial einen Film zusammenstellen, der dann mit Musik und den Interviews mit den Stones komponiert wurde.

Bild und Ton sind superb, wobei man bei den Bildern noch anmerken muss, dass die alten Aufnahmen zwar digital bearbeitet wurden, man aber wohl darauf verzichtet hat, einige Kratzer zu entfernen, um nicht die Illusion zu erwecken, sie wären eben nicht alt.

Beim Bonusmaterial findet man den ersten Auftritt der Stones in Deutschland am 11.09.1965 in Münster!

Fazit: Well Done oder einfach: Großartig!

Nachsatz: Natürlich kann man einwenden, dass man leider eben nicht die ganze Stonesgeschichte verfilmt hat, aber das Beste dazu lief sowieso nur mal im Fernsehen, nämlich bei Arte zum 40sten. Darauf warten wir tatsächlich noch.
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