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Kundenrezensionen

94
4,9 von 5 Sternen
Searching For Sugar Man
Format: DVDÄndern
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65 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2013
(Kinoversion)

Man kann es gar nicht oft genug sagen: die besten Geschichten schreibt immer noch das Leben selbst. Denn das, was der Schwede Malik Bendjelloul in seinem Erstlingswerk „Searching for Sugar Man“ erzählt, kann man einfach nicht erfinden. Es ist die unglaubliche - und wahre - Geschichte eines begnadeten Folk-Sängers und Songwriters, der trotz unbestreitbarem Talent und zwei veröffentlichten Alben in den USA komplett erfolglos blieb, in Südafrika allerdings zum Superstar wurde…ohne, dass er es wusste. Es entstand ein Mythos um den Sänger Rodriguez, der durch seinen angeblichen Tod auf der Bühne (wahlweise soll er sich mit Benzin übergossen und angezündet oder sich erschossen haben) genährt wurde. Doch durch die unermüdliche Suche zweier seiner größten Fans wurde Rodriguez schlussendlich doch noch das zuteil, was er verdient hat…

Sixto Rodriguez, ein in Detroit lebender Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln, begann in den 60er Jahren mit dem Singen und dem Schreiben eigener Songs. 1970 und 1971 brachte er dank der Hilfe der Studiomusiker Dennis Coffey und Mike Theodore, die ihn in einem kleinen Club entdeckten, und dem Produzenten Clarence Avant zwei Alben heraus, die allerdings beide floppten. Keiner von Rodriguez’ Förderern konnte dies verstehen, da Rodriguez sowohl über eine seehr gute Stimme als auch über außerordentliches Talent als Songwriter verfügte. Seine Texte waren so poetisch wie politisch, so kritisch wie melancholisch und wissen auch heute noch durch ihren Inhalt und die wunderbaren Melodien zu überzeugen. Da Rodriguez offenbar kein Erfolg beschieden war, zog der Musiker sich Anfang der 70er Jahre wieder aus dem Business zurück. Doch schon bald begannen sich Legenden um ihn zu ranken und Gerüchte von seinem spektakulären Bühnentod machten die Runde. Parallel zu seiner Erfolglosigkeit in den USA verlief seine Erfolgskurve in Australien, mehr aber noch in Südafrika gänzlich anders. Dort war Rodriguez ein Star, von den Südafrikanern wurde er nahezu kultisch verehrt, da seine Songs auf dem Höhepunkt der Apartheid genau den Nerv des Volkes trafen. Bedauerlich war nur, dass Rodriguez von seinem Erfolg gar nichts mitbekam. Der Erlös seiner Plattenverkäufe ging an sein ehemaliges Label, so dass Rodriguez nie etwas davon erfuhr. Erst 1996 machten sich zwei seiner größten Fans, der Plattenladenbesitzer Stephen „Sugarman“ Segerman aus Südafrika und der Journalist Craig Bartholomew-Strydrom auf die Suche nach der angeblich toten Legende. Ob sie sie gefunden haben, erfahrt Ihr in diesem wundervollen Film…

Malik Bendjelloul ist ein einzigartiger Film gelungen, der in nur 86 Minuten seine unglaubliche Geschichte erzählt. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob man sich großartig für Musik interessiert oder noch nie von Rodriguez gehört hat (Beides ist bei mir der Fall), diese Dokumentation ist fast eher ein spannender Thriller als eine Musiker-Biographie. Bendjelloul ist ein begnadeter Erzähler, dem es gelingt, den Zuschauer immer mehr in das sagenumwobene Leben dieses nahezu unbekannten Sängers hineinzuziehen, bis man es vor Spannung kaum noch aushält und unbedingt wissen will, ob Rodriguez nun noch lebt oder tatsächlich diesen spektakulären Bühnentod gestorben ist. Stück für Stück tasten sich zwei seiner größten Fans an sein Leben und seinen Werdegang heran, versuchen herauszufinden, woher Rodriguez kam und wohin er ging, wenn es denn nicht gen Himmel war. Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, da wirklich niemand etwas über Rodriguez zu wissen schien und das, obwohl man ihn in Südafrika mehr verehrte als Elvis Presley und ihn in einem Atemzug mit Legenden wie Jimi Hendrix nannte. Und das, obwohl Rodriguez nicht ein einziges Konzert in Südafrika gegeben hatte und seine Songs fast ausschließlich als Bootlegs unter dem Ladentisch erhältlich waren.

Der Zuschauer wundert sich, wie man von der Geschichte über einen Mann, von dem man noch nie gehört hat und der Suche nach ihm so gefangen genommen werden kann. Aber so ist es, schon nach kurzer Zeit ist man mittendrin in der spannenden Spurensuche nach einem Mann mit großem Talent als Sänger und vor allem als Songwriter. Seine immer wieder eingespielten Songs sind wirklich außergewöhnlich und bleiben sowohl ob Rodriguez’ Stimme als auch ob seiner verdammt guten Texte lange im Gedächtnis. Malik Bendjelloul gelingt hier in seinem ersten Film eine wirklich ungewöhnlich gute und perfekt getimte Dokumentation über einen Mann, den man so schnell nicht wieder vergessen wird. Er lässt sowohl in Südafrika, wo Rodriguez ohne sein Wissen zum Superstar wurde, als auch in seiner Heimat Detroit Fans und Weggefährten zu Wort kommen, die eindrucksvoll vermitteln, was für ein besonderer Mensch Rodriguez war und wie unverständlich es ist, dass er in Amerika trotz zweier grandioser Alben nie Erfolg hatte. Dank kleiner eingestreuter Zeichentricksequenzen und verschwommener Fotos, unscharfer Kameraaufnahmen und zunächst weniger Fakten über Rodriguez, gelingt es Bendjelloul, ein geheimnisvolles Bild dieses Ausnahmekünstlers zu kreieren, das einen von Minute zu Minute neugieriger und ungeduldiger macht, endlich die Wahrheit über Rodriguez’ Schicksal zu erfahren.

Über den weiteren Verlauf des Films lässt sich leider nicht mehr sagen, da man sonst verraten müsste, ob die Suche nach Rodriguez erfolgreich war. Wer sich nun mit dem Gedanken trägt, sich diesen Film anzusehen, sollte tunlichst vermeiden, weitere Rezensionen über ihn zu lesen oder bei Wikipedia, IMDb oder ähnlichen Nachschlagediensten nach Rodriguez zu forschen, denn dann wird man schon bald über die Auflösung stolpern, was dem Film viel von seinem spannenden Potenzial nehmen würde. Ich kann das Ansehen und vor allem das Anhören des dazugehörigen Soundtracks nur empfehlen, da ich „Searching for Sugar Man“ mal wieder für eine großartige Musiker-Dokumentation halte, die sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch voll überzeugt. Malik Bendjellouls hat seinen Film spannend, kurzweilig, berührend, faszinierend und einfach unglaublich gut inszeniert und so einem Mann ein Denkmal geschaffen, der es wirklich verdient hat, egal, ob die Welt nun schon einmal von ihm gehört hat oder nicht. Man sollte ihn (an)hören, diesen tollen Sänger und Schreiber Sixto Rodriguez, somit eine unbedingte Empfehlung sowohl für den Film als auch den grandiosen Soundtrack, den ich mir jetzt gleich mal zulegen werde. Volle fünf von fünf Legenden, in denen immer auch ein Körnchen Wahrheit steckt…
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. November 2013
Ich wusste nicht genau, was mich erwarten würde, als ich mir den Film bestellt habe.
Durch die positiven Kritiken in Presse und im Netz habe ich mich dann einfach zum Kauf entschieden. Die Platten hatte ich zwar, jedoch wusste ich nichts über Rodriguez selbst.
Doch was ich dann zu sehen und zu hören bekommen habe, hat mich einfach nur umgehauen. Ich kann nicht sagen, wann mich ein Film das letzte mal so sehr emotional bewegt hat...

Anschauen!!!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Januar 2013
Mit Abstand eine der besten Dokumentationen die ich je gesehen habe!

Absolut und unter allen Umständen ein MUST SEE für jeden der, wie mein Vorredner schon so treffend gesagt hat, auch nur annähernd etwas für Musik übrig hat!

Tipp: Nach dem Ansehen dieser Dokumentation empfiehlt es sich auch, mal den 14-minütigen Bericht von "60 Minutes" anzusehen. Der berichtet darüber wie diese Doku entstanden ist - und diese Geschichte ist nochmal eine kleine Sensation für sich!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2014
Haben sie schon mal von Rodriguez gehört?
Nein?
Dann geht es Ihnen wie mir.
Aber der Mann war ein Star, bekannter als Elvis und verkaufte von seinem Ersten Album "Cold Fact" mehr LP's als die Beatles zur gleichen Zeit (1972).
Allerdings nicht in Europa und auch nicht in Amerika, wo er ursprünglich herkommt und immer noch lebt, sondern in Südafrika!

Ich schaue mir leidenschaftlich gerne Dokus an und ich kann mit Recht behaupten DIESE ist eine der besten die ich bisher gesehen habe und ich bin nur durch Zufall auf dieses Goldstück gestoßen.

Die Geschichte erzählt den Musikalischen Werdegang von Sixto Rodriguez, Wohnhaft in Detroit - Arbeiterklasse mit Mexikanischen Wurzeln, welcher durch Zufall in Südafrika zum Idol wurde.
In Amerika floppte sein ersten Album "Cold Fact", leider auch sein zweites "Coming for Reality". Was jedoch nicht an den Texten lag, denn Rodriguez war zu dieser Zeit einer der besten Songwriter in den USA.
Es lag auch nicht am Sound, denn für diese Epoche war er zwar aussergewöhnlich, jedoch einprägend.
Es lag auch nicht an den Produzenten und Agenten, denn diese waren Weltberühmt und wussten was sie taten.

Trotzdem sollte es nicht sein.
Eine Plattform für seine erstes Album bekam er jedoch in Südafrika. Eher durch Zufall landete eine LP dort. Wurde gehört, sprach die Menschen an und wurde sofort "vervielfältigt" und wie im Süßwarenladen verteilt.

Cold Fact wurde innerhalb kürzester Zeit zum Soundtrack der Antiapartheidbewegung, was der Regierung selbstverständlich nicht gefiel, daher wurde die LP verboten.
Wie das aber nun mal mit den jungen Rebellen ist: Verbotenes ist gleich interessanter und so kannte schnell jeder Erwachsene und jedes Kind die Musik von Sixto Rodriguez.

Einige Jahre später (angestichelt durch das Booklet der CD von Coming for Reality) machten sich dann 2 Südafrikanische Fans auf die Suche nach Rodriguez, denn es gab irreführende Gerüchte das ihr Idol auf der Bühne Selbstmord begangen habe.
Nach langer Suche und vielen verschlossenen Türen fanden Sie eine Spur zu Rodriguez und durften voller Erstaunen feststellen das ihr Idol äußerst Lebendig ist und in Amerika völlig unbekannt...
Die Kontaktaufnahme glückte (über seine Tochter Eva) und Rodriguez wurde spontan für Konzerte in Südafrika eingeladen, welche er am 06.031998 auch hielt.
Die Hallen waren ausverkauft. Die Südafrikaner feierten Ihr Idol und Rodriguez bekam dort endlich die Anerkennung, auf die er in Amerika Jahrzehnte warten musste.

Persönliche Meinung:
Ich habe nun recht viel über die Doku erzählt, das letzte Drittel jedoch sollte sich jeder selbst anschauen und sein Fazit daraus ziehen.
Für mich ist Rodriguez einer dieser Menschen zu denen man aufblickt.
Einer aus der Arbeiterklasse. Einer der eigentlich gescheitert ist, sich davon aber nie hat herunterziehen lassen.
Ein bescheidener, schüchterner Mensch, der ein großes Geschenk gemacht hat von dem eindeutig zu wenige Menschen Kenntnis haben.

Ich habe bisher noch nichts vergleichbares gesehen und kann diese Doku einfach nur jedem an's Herz legen.
Egal ob Alt oder Jung. Hier gibt es keine Zielgruppe. Selbst wenn man kein Englisch kann stellt dies kein Problem dar, denn die DVD ist mit deutschen Untertiteln bestückt.

Der Aufbau geht von alten Bilder, eingebauten Originalsongs, über die eigenen Videoaufnahmen in Südafrika. Seine Manager, Freunde, Fans und die Familie erzählen seine Geschichte und ab der Hälfte spät kommt dann Rodriguez zu Wort.

Die Doku hinterlässt Spuren bei mir und wenn ich könnte würde ich 10 Sterne geben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juni 2014
... meint sich gut auszukennen, was sicher auch der Fall ist, und dann fällt mir etwas in die Hände, was unfassbar ist. Wenn hier das Leben nicht diese Geschichte geschrieben hätte, wäre ich schon längst wieder weg vom Thema, aber so...
Fangen wir von vorne an: Mir fällt, als Sammler und Musikfan seit den 70`ger des letzten Jahrhunderts, ein Sampler in die Hände, welchen ich zusammen mit anderen CD auf meinen MP3 setze, um sie beím Sport zu hören. Darauf ein Song, der mir im Ohr bleibt. Wunderschöne Stimme, tolle Melodie. Sugar Man summt mir im Kopf herum, und wird wieder vergessen. Dann, Monate später, ein Beitrag im TV, wo der Song im Hintergrung läuft. Ich bin wieder angetan, und nun forsche ich nach, und fall aus allen Socken. Was ist hier passiert, an mir vorbei gegangen. Einziger Trost; ich bin wohl nicht der einzige, wie die anderen Rezis zeigen. Was für eine Geschichte. Ich sehe den Film, und stelle fest, das es noch Legenden gibt. Dieser Film, eine Doku, untermalt mit der wunderbaren Musik des Sängers, um den es geht, nämlich Rodriguez, ist so spannend und berührend. Hier wird zwar erzählt, warum dieser Musiker es nicht geschafft hat, das seine Songs ihn zum Star gemacht haben, was mehr als angebracht wäre, aber begreifen kann man es irgendwie doch nicht. Ein besondere Persönlichkeit, mit Qualitäten, die weit über anderen Muisikern steht, welche jeweils Millionen Platten verkauft haben. Ein Mythos von seinem spektakulären Selbstmord, die politischen Umbrüche in Südafrika, die den Sänger dort berühmter als Elvis machten, das alles wird hier erzählt, mit einem berührenden Ende. Unglaublich. Was gibt es doch für Geschichten. Wer auf der Suche nach Besonderen ist, so wie ich, findet hier etwas Kostbares. Rodriguez hätte es verdiehnt, noch einen großen Durchbruch zu erleben, oder lieber doch nicht? Würde das diesem Kleinod eher schaden? Ich jedenfalls habe diese tolle Musik aus den frühen 70`ger Jahren für mich entdeckt, die mir nicht mehr aus dem Ohr geht...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juli 2013
Dieser Dokumentarfilm ist so spannend wie ein Krimi und absolut sehenswert. Bisher gibt es ihn nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln, was aber nichts macht. Die Musik haben wir uns gleich heruntergeladen und den Film mehrfach verschenkt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
... erhebt sich die Musik von Rodriguez über Jahrzehnte hinweg aus dem Vergessen. 1970 nahm der unbekannte Sänger in Detroit zwei Alben auf, ehe er in der Versenkung verschwand. Textlich genial wie ein Bob Dylan, musikalisch ausgereift wie ein Jim Croce und doch ohne jedweden Erfolg landet Rodriguez auf dem Bau und verdient sich dort sein tägliches Brot bis er irgendwann komplett aus dem Gedächtnis der Musikindustrie verschwindet. Man hört noch von einem Selbstmord auf offener Bühne und das war es dann auch. Gleichzeitig wird Rodriguez Album -Cold Fat- in Südafrika zum Chartstürmer. Wie die Musik dorthin kam, weiß niemand, doch das Land steht Kopf. Rodriguez Texte treffen die Probleme des Apartheidsregimes bis ins Mark und schenken all denen Hoffnung, die Freiheit und Gleichheit wollen. Eine halbe Million Platten werden verkauft und auch Rodriguez zweites Album -Coming from Reality- ist in Südafrika in aller Munde. Der Künstler weiß jedoch nichts davon. Er scheint tot, weit weg und unerreichbar.
Als die beiden Südafrikaner Stephen Segermann und Craig Bartholemew sich auf die Suche nach der wahren Geschichte um Rodriguez machen; und dabei eigentlich nur die genauen Umstände seines Todes herausfinden wollen, nehmen sie den Faden der unglaublichsten Geschichte auf, die je im Musikbusiness geschrieben wurde...

Regisseur Malik Bendjelloul hat für seinen "Searching for Sugar Man- den Oscar 2013 für den besten Dokumentarfilm erhalten. Und das vollkommen zu Recht. Der Film erzählt eine Geschichte, die so abenteuerlich ist, dass man sie eigentlich nicht glauben kann. Aber sie ist wahr. Tief bewegend, hervorragend erzählt, wunderbar fotografiert und mit Rodriguez Musik fantastisch untermalt, findet -Searching for Sugar Man- auf Anhieb unser Herz. Es sind Geschichten wie diese, die den Menschen Hoffnung und Lebenskraft schenken. Da kommt es auch nicht darauf an, dass erst Jahrzehnte vergehen müssen, ehe ein Rätsel gelöst wird. Mir hat diese Geschichte um den unbekannten Sänger aus Detroit, der am anderen Ende der Welt ein Star war, ohne es zu wissen, fantastisch gefallen. Deshalb gibt es von mir die absolute Empfehlung zum Anschauen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Oktober 2013
Story (5)
Als ich vor einigen Jahren mehr zufällig über die CD Cold Fact von Sixto Rodriguez gestolpert bin, war ich von Anfang an begeistert. Diese absolut harmonische, gut arrangierte Musik, die genialen Texte und diese ganz aussergewöhnliche Stimme haben mich schwer beeindruckt.
Klar, dass ich mir diesen Dokumentarfilm über ihn nicht entgehen lassen konnte.
Die Geschichte ist derart unglaublich um nicht zu sagen abstrus, dass man es kaum fassen kann. Der junge Regisseur hat es in seinem Erstlingswerk erstaunlich gut verstanden, durch wunderbare Bildkompositionen, stimmige dramatische Elemente und dem gegebenen Soundtrack eine unglaublich eindrückliche und homogene aber auch gleichzeitig sehr einfühlsame Biografie zu verfilmen.
Für mich einer der besten Musiker-Filme, die ich je gesehen habe - Einfach grossartig!

Bild (5)
Das Bildseitenformat liegt in 1.78:1 (16:9 Vollbild) vor.
Die Bildschärfe ist sowohl bei Close-Ups wie auch Totalen hervorragend. Ebenso sieht es mit den Kontrasten und dem Schwarzwert aus.
Die Rückblenden wurden im Retro-Stil (Super 8 etc.) gedreht und haben dementsprechend natürlich nicht die selbe Bildqualität. Das wurde aber als Stilmittel eingebaut und funktioniert hier sehr stimmig. Die Farben sind hervorragend. Für mich ein referenzwürdiges HD-Bild. So macht Blu-ray Spass!

Ton (5)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 (mit deutschen Untertiteln) vor.
Schon oft wurde ich gerade bei Musikfilmen enttäuscht, was die Tonumsetzung anbelangte -nicht so in diesem Fall. Auch Tontechnisch wurde hier alles richtig gemacht!
Die Monologe sind glasklar und die Surround-Abmischung sowohl bei den Effekten ( Gewitter etc...) wir vor allem auch bei der Musik ist unglaublich gut. Die Dynamik und auch die Tonbalance bewegen sich ebenfalls auf Referenzniveau.

Extras (4)
Obwohl mich Extras in der Regel nicht interessieren, habe ich hier mal eine Ausnahme gemacht und mir das Making of angesehen: Sehr informativ und interessant. - Schade, dass es nicht auch noch für ein Wende-Cover gereicht hat...

Fazit: Für mich einer der besten Musiker-Filme, die ich je gesehen habe. Wer etwas mit Cat Stevens oder Bob Dylan anfangen kann, wird an Sixto Rodriguez seine helle Freude haben. Und allen anderen kann ich den Streifen einfach nur wegen der unglaublichen Story ans Herz legen. Unbedingt ansehen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2013
Vor kurzem bin ich hier zufälligerweise auf "Searching For Sugar Man" gestoßen. Als erstes sind mir die durchweg positiven Bewertungen ins Auge gesprungen. Zudem haben mich der Name und das Cover wirklich neugierig gemacht.
Also da ich weder den Film kannte noch den Musiker um den es hier geht, habe ich mich erstmal einbisschen schlau gemacht.
Bei meiner kleinen Vorab-Recherche habe erfahren, dass der Film 2013 einen Oscar als beste Dokumentation gewonnen hat. Erst dachte ich mir "wow ein Oscar-Gewinner" und dann machte mich die Kategorie "Dokumentation" skeptisch. Aber warum eigentlich nicht? Dokumentation klingt für mich und vielleicht auch für manch Andere zunächst langweilig, aber das ist hier unbegründet. Der Film ist absolut wunderbar.

Die unglaubliche Geschichte vom Singer/Songwriter Sixto Rodriguez zu erzählen ist einfach perfekt gelungen. Wie bei einem Musikfilm zu erwarten werden Rodriguez' Lieder gespielt und sie verzaubern einen sofort. Dieser Mann den man am ehesten mit Bob Dylan vergleichen könnte schreibt überaus poetische Texte mit der Lebensklugheit eines einfachen Mannes ausgestattet. Die Songs machen einen fröhlich, traurig und nachdenklich. Ja alles gleichzeitig! Der Mann erklärt dir die Welt in paar kurzen Versen.

Dazu erzählt die Doku die ganz persöhnliche Geschichte Rodriguez. Wie der Musiker in Detroit aufgewachsen ist und in diversen, kleinen Absteigen gespielt hat und wie er zunächst kaum Anerkennung fand. Wie er unerwartet Teil einer Protestbewegung fernab der Vereinigten Staaten wurde. In dem Film stecken einige Überraschungen drin.

Warum der Oscar an diesen Film ging wird man dann am Ende schon merken: Das Zusammenspiel zwischen den Berichten von Wegbegleitern, Rodriguez Musik und nachgedrehter/filmischer Sequenzen z.B. von seiner verschneiten Heimat Detroit erweist sich als hervorragend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2013
Die Geschichte ist unglaublich aber wahr.

Musikgeschichte. Man hat noch viele Fragen und die Musik klingt nach. Der Film ist ein Muss im Filmjahr 2012/2013
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Searching for Sugar Man
Searching for Sugar Man von Rodriguez (Audio CD - 2012)

Cold Fact
Cold Fact von Rodriguez (Audio CD - 2008)

Coming From Reality (Bonus Tracks)
Coming From Reality (Bonus Tracks) von Rodriguez (Audio CD - 2009)