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4.0 von 5 Sternen Write-Jamming
Wer einmal Neil Young live zugehört hat - vorzugsweise mit Crazy Horse - der weiß, dass dieser Kopf nicht linear funktioniert. Er spult nicht irgendwelche Hits ab, sondern er erforscht seine Songs in teilweise sehr ausführlichen Exkursionen. Vor allem seine Solos auf seiner Black Beauty sind ein Kapitel für sich. Da weiß man fast nicht, wer hier...
Vor 20 Monaten von Michael Konitzer veröffentlicht

versus
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2.0 von 5 Sternen Waging a frustrating read
Paraphrasing, this is what reading this book feels like (just my opinion, of course):

"There is this great story about Briggs and me... he's my brother... it's a truly amazing and funny story, like so many... but I can't share it here... I know you'll understand... Lincvolt... I won't get into details about my career or most of the albums I recorded... but...
Vor 8 Monaten von tracejuno veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Write-Jamming, 18. Januar 2013
Von 
Michael Konitzer "mak" (Erding Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Wer einmal Neil Young live zugehört hat - vorzugsweise mit Crazy Horse - der weiß, dass dieser Kopf nicht linear funktioniert. Er spult nicht irgendwelche Hits ab, sondern er erforscht seine Songs in teilweise sehr ausführlichen Exkursionen. Vor allem seine Solos auf seiner Black Beauty sind ein Kapitel für sich. Da weiß man fast nicht, wer hier wen ins Sound-Nirvana treibt, die Gitarre und die Soundtechnik, oder der Gitarrist mit seinen Fingern.
Wie er singt und Gitarre spielt, so schreibt Neil Young auch. Exkursorisch, sprunghaft, mal profan, mal genial - aber auf alle Fälle authentisch bis auf die Knochen.
Das Faszinosum des unterhaltsam zu lesenden Buches sind glücklicherweise nicht so sehr die Reisen in die Vergangenheit, seine Kindheitstage in Kanada und seine Rock-Klassik-Zeiten mit Buffalo Springfield, mit Crosy, Stills, nash & Young - und dann den Frühzeiten seiner Solokarriere. Das kommt nicht zu kurz weg und räumt auf sympathische Weise alle Ansätze zur Selbstüberhöhung, zur Selbstbeweihräucherung weg.
Spannend ist Neil Young in seinen wirklich abenteuerlichen und manchmal fast schmerzhaften Schilderungen der schweren Prüfungen, die er in seinem privaten Leben ausgesetzt war - und wie er sie gemeistert hat. Eigene, lebensgefährliche Erkrankungen, zwei schwer behinderte Kinder, diverse Totalverluste seiner riesigen Sammlungen von Autos und Modelleisenbahnen. Das Ergebnis all dieser Ereignisse, die so manchen Menschen aus der Bahn geworfen hätten ist eine saloppe, souveräne, ja fast weise Lebenseinstellung, die in ihrer unprätentiösen Art Vorbildcharakter hat.
Und Neil Young ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Er spielt für Charity-Initiativen, er entwickelt sein perfektes Soundformat "Pure Tone", er entwickelt sein eigenes Elektroauto (natürlich ein Straßenkreuzer) und optimiert die Software seiner Lieblings-Modellbahnfirma. "Ein Spinner, der Neil", würde man in Bayern sagen. Und das wäre als großes Kompliment gemeint.
Ein Buch, das in seiner Unperfektion sehr viel Spaß gemacht hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Waging a frustrating read, 1. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Paraphrasing, this is what reading this book feels like (just my opinion, of course):

"There is this great story about Briggs and me... he's my brother... it's a truly amazing and funny story, like so many... but I can't share it here... I know you'll understand... Lincvolt... I won't get into details about my career or most of the albums I recorded... but here's something about my model trains (again)... Hey, Stephen Stills is a genius... But I won't go into details on that, either...Read all of the above another ten times."

Honestly, I am on page 173 and Neil Young just wrote this: "...I am not interested in form for form's sake. So if you are having trouble reading this, give it to someone else. End of chapter."

Somebody please tell me whether I should go on.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Mann mit Eigenschaften: Selbstgericht, 7. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Neil Young bringe ich wegen seiner Musik schon immer viel Sympathie entgegen, zumal er die älteren unter uns seit Jahrzehnten mit ihr begleitet.
Da war ich als begeisterter Hörer - aber auch Leser - sehr auf Youngs Autobiographie gespannt.
Das Buch besticht durch schöne Aufmachung und hochwertigen Druck auf schönem Papier. Young kann schreiben. Durch Zeitblenden schafft er ein spannendes und anregendes Leseerlebnis. Er besticht durch seine schonungslose Offenheit sich und seinen Obsessionen selbst gegenüber. Nun hat er vor einiger Zeit auf Anraten seines Doktors das Kiffen aufgegeben. Irgendeine Veränderung in seiner Hirnstruktur war sichtbar, Young blieb clean und schrieb zunächst erst mal keinen Song mehr, er fragte sich, ob er in nicht-bekifftem Zustand überhaupt Lieder schreiben könnte. Nun also das Buch, sozusagen anstelle von Liedern. Young zeigt sich unprätentiös als Mann vieler Eigenschaften. Dazu zählen

- seine Begeisterung für Eisenbahnmodellbau und Lokomotiv-Soundeffekte
- seine Faszination an Fahrzeugen allgemein und alte Autos im Besonderen
- Arbeit an einem Konzept für Elektroautos
- Entwicklung von Audiotechnik und Recording
- Filmschaffen
- Interesse an Medizin

Hier könnte nun die Gefahr des Sich-Verzettelns entstehen, Young beherrscht aber seinen Text. Lediglich die immer wiederkehrenden Betrachtungen zur schlechten Klangqualität von mp3, des Niedergangs von Klang durch iTunes, Spotify, die Entwicklung seines Pono-Players usw. hätten auch in einem eigenen Kapitel abgearbeitet werden können. Irgendwann hat man Lust Young zu sagen: Neil, ich habe nun kapiert, daß eine CD nur 15% der Informationen eines Studiomastern enthält, mp3 allenfalls 5%, und ich wußte das auch schon vorher. Deshalb habe ich mir einen High-End-CD-Player besorgt und mit mit Super-Bit-Mapping-remasterten CDs und den LPs eigentlich auch ganz zufrieden. In diesem Bereich langweilt Youngs Text und er erinnert an THC-geschwängerte Kiffersülze. Ebenso interessiert es wohl auch niemanden, wenn sich der Autor neue, lederne Wanderstiefel kauft (they kick ass) oder mit einem Auto samt kleinem Hund mit kochendem Kühler am Straßenrand liegenbleibt und das auch noch weit ausbreitet.

Fazit: Der Leser wird belohnt durch einen tiefen Einblick in Youngs Persönlichkeit und Leben. An die Chronicles von Dylan kommt der Text aber stilistisch nicht heran. Für musikhistorisch Interessierte eine Fundgrube. Angenehm zu lesen. Sehr offen und selbstkritisch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erinnerungen im Stream of Consciousness, 24. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
In den vergangenen Jahren erschienen einige Autobiografien von den ganz großen Namen der Musikbranche. Leute wie Bob Dylan, Eric Clapton oder Keith Richards, die allesamt die Musik nachhaltig geprägt haben, veröffentlichten ihre Memoiren. Nun gesellt sich auch Neil Young zu diesen Musikern. Der kanadische Songwriter und Sänger veröffentlicht mit „Waging heavy peace – Hippie dream“ seine Erinnerungen.

Seine Motivation erklärt er gleich zu Beginn: Er hat das Gefühl, dass sein Gedächtnis schlechter wird. Dementsprechend sollte so langsam alles festgehalten werden. Zudem fehlt ihm derzeit ohnehin die Inspiration um Lieder zu schreiben, was er darauf schiebt, dass er zum ersten Mal ohne die Hilfe von Drogen schreiben muss. Und dann kann er sich ja auch mal als Buchautor versuchen. Dabei scheint es, als würde Neil bei seinem Buch die gleiche Technik wählen, die er auch für einen Großteil seiner Lieder verwendet hat: Einfach gerade heraus, ohne lange daran herumzuwerkeln. Entsprechend ließt sich „Waging heavy peace“ eher wie ein Tagebuch, als eine konventionell strukturierte Biografie. Die einzelnen, mal kürzeren mal längeren Kapitel sind offenbar dem Bewusstseinsstrom folgend geschrieben, chronologisch in keiner geordneten Reihung und wenn Young in Erzählungen mal in diese und mal in jene Richtung abschweift, dann können auch schon mal kurze Kommentare zur Gegenwart einfließen, zum Beispiel, zu Dingen, die er noch erledigen möchte, wenn er das aktuelle Kapitel zu Ende geschrieben hat.
Dieser Stil erschwert es dem Leser natürlich, sich das Leben Neil Youngs vollständig und in richtiger Abfolge zu rekonstruieren, und man kann nach der Lektüre auch nicht einfach mal eben etwas nachschlagen (es gibt zudem weder Inhaltsverzeichnis noch Index), aber irgendwie passt dieser Stil eben auch zu Neil Young. Und das Lesen des Buches macht trotzdem Spaß.

Die verschiedenen Stationen in Youngs Karriere, von den Anfängen in Kanada über Buffalo Springfield, Solo-Alben, CSNY und Crazy Horse bis in die Gegenwart, wird Stück für Stück zusammengesetzt. Dazu kommen einige Geschichten und Anekdoten zu seinem Familienleben. Er schreibt über seine Frauen und seine Kinder, und das Leben als Familie. Einen sehr großen Teil des Buches nehmen seine weiteren Leidenschaften ein: Modelleisenbahnen, Autos sowie seine beiden aktuellen Projekte, das Energie-effiziente LincVolt Hybridauto und die neue Audio-Technologie PureTone / Pono. Als Fan von Youngs Musik kann man dabei den Eindruck gewinnen, dass er über seine Musik nicht ausführlich genug schreibt, doch muss man dies wohl akzeptieren, da seine weniger prominenten Leidenschaften eben trotzdem auch Leidenschaften sind, und er sie entsprechend einbinden möchte. Im Fall von PureTone / Pono kommt dazu, dass bisweilen der Eindruck erweckt wird, Young versuche das Buch als Werbefläche für dieses Produkt zu nutzen. Er selbst scheint sich dessen wohl auch bewusst (geworden) zu sein, da er ein Kapitel zu diesem Thema gleich mit „And now, another word from our sponsor, PureTone“ betitelt. Aber eben auch darüber kann man hinweg sehen, wenn man bedenkt, dass ihm dieses Projekt einfach am Herzen liegt.

Insgesamt ist „Waging heavy peace“ wieder einmal eine sehr interessante Biografie. Durch den Stil erhält der Leser wohl kein ganz so klares Bild des Lebensweges Youngs, aber andererseits ist es eben auch gerade dieser Stil, der etwas über das Wesen und die Person Youngs offenbart. Und letztlich wirkt das ganze Buch dadurch eher wie eine persönliche Erzählung, als ein fachmännisch zusammengesetztes und durchstrukturiertes Buch. Für Fans von Neil Youngs Musik ist es allemal interessant, und auch sonst werden einige Leser sicherlich einige Facetten im Leben von Neil Young entdecken von denen man vielleicht noch gar nichts geahnt hat.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I feel like goin' back, 2. Oktober 2012
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Im zweiten Anlauf hat es doch noch geklappt und Neil Percival Young hat seine Autobiographie geschrieben, womit er in die Fußstapfen seines Vaters gestiegen ist, des Schriftstellers Scott Young. Den ersten Biographie-Anlauf Shakey: Neil Young's Biography und vor allem "Sixty to zero" von Johnny Rogan Neil Young: Zero to Sixty wird dieses Buch nicht ersetzen, beide Titel sind unbedingt empfehlenswert!

In "Ein Hippie-Traum" kommt erstmal der Unternehmer Neil Young zu Wort, wirbt mal wieder für Verbesserungen an den Tonträgern, für sauberere Autos und spricht über den Niedergang von Lionel, die inzwischen ihre Modelleisenbahnen nicht mehr in den USA, sondern in China produzieren. Mit seiner Begeisterung für Lionel hatte es Neil ja sogar zu einem Zitat in der TV-Serie The Sopranos gebracht.

Bald kommt das neue Album von Neil Young & Crazy Horse Psychedelic Pill. Getourt wird vorerst in Nordamerika. Ein super Weihnachtsgeschenk wäre Teil 2 der Archives, aber bislang ist nichts in Sicht. Dafür kündigt Young "Homegrown" sowie weitere Projekte, wie etwa einen Roman an und ein Buch namens "Cars & Dogs". Letzteres ist vielleicht eher als Scherz gemeint.

Warum es in diesem Buch immer wieder schwarze Seiten gibt, habe ich nicht verstanden. Schön wäre ein Lesebändchen gewesen! Ich habe sie nicht gezählt, aber bei dem geschätzten zwei Dutzend Fotos sind echte Schätze dabei! Sehr willkommen wären ein Inhaltsverzeichnis und ein Register, da Young recht sprunghaft erzählt, wird es schwer gezielt etwas nachzuschlagen! Bei den Fotos fehlt leider die Klageschrift von Geffen für den Vorwurf "nicht Neil-Young-typische Musik aufzunehmen" - das würde ich mir so gerne rahmen!

Die Mutter, die seine Musik so sehr förderte wird ebenso gelobt wie der Vater.
Zum Sterben sei er noch nicht bereit, schreibt Young. Die Demenz seines Vaters und erste Anzeichen von Veränderungen in seinem Gehirn trieben den Kanadier offenbar dazu nun endlich seine Autobiographie zu veröffentlichen. Ohne Alkohol und Gras könne er sich nun auch viel besser konzentrieren, verrät er. Geschrieben ist das Buch dennoch eher wie seine Songs: Raus damit! Nicht ewig feilen, sondern den Moment einfangen! Es gibt lobende Wort für Stephen Stills, den er als seinen Bruder bezeichnet, manchmal wird es technisch und Young schwärmt von den Freuden etwas zu erschaffen. Viele Weggefährten sind bereits verstorben, das macht ihn nachdenklich. Überraschend offen wird über den Konsum von harten Drogen gesprochen. Immer und immer wieder wird der Verlust von Briggs bedauert, ein wesentlicher Mann im Schaffen Youngs.

Die Kapitel in diesem Buch sind kurz gehalten, manche tragen eine Überschrift: Etwa Ronald Reagan oder Religion.

In ihrem Buch hatte Astrid Young geschrieben, dass der Unterschied zwischen ihr und ihrem Bruder der wäre, dass sie in der realen Welt lebe. Neil bekennt in "Waging Heavy Peace", dass er sich schon mal als Auserwählten betrachtete, der die Welt mit seinen Schöpfungen beglücken sollte. Ironie nicht erkennbar und damit auch ein guter Hinweis darauf, wie sehr einen Ruhm, Erfolg und Aufmerksamkeit dazu bringen können in eine Scheinwelt zu entgleiten.

Der Kenner findet sich in diesem Buch in den verschiedensten Songs von Neil Young wieder, wenn es um Mort geht, hört man fast schon "Long may you run" im Ohr, "Harvest" erscheint nach dieser Lektüre ebenso wie "Tonight's the night" nicht unbedingt in neuem Licht, aber die Bindung wird durch Youngs Worte noch enger.

Interessanterweise hat die US-Ausgabe geringfügig mehr Seiten als die deutsche Übersetzung, was aber eher dem Layout als dem Inhalt geschuldet ist. Es gibt auch hier kein nützliches Register oder Inhaltsverzeichnis. Das Cover der US-Ausgabe glänzt und das Buch ist etwas größer und, das würde Neil gefallen, es wurde in den USA gedruckt!

Die Sprunghaftigkeit, die Neil in diesem Buch an den Tag legt, mag nicht jedem zusagen. Sicherlich ist es nicht weltbewegend zu erfahren, dass er von seiner elektrischen Zahnbürste fasziniert ist. Profanes reiht sich hier an wichtige Details aus seinem Leben. Er selbst kommentiert das durchaus selbstironisch. Ein Neil Young verweigert sich eben nicht nur bei der kommerziellen Rockmusik, sondern auch beim Bücherschreiben!

Zweifellos die Sensation für Neil Young Fans: Der Meister spricht zu uns! Unbedingt lesen!

Weitere Bücher zum Thema: die Biographie von Scott Young Neil and Me und Schwester Astrid Young Being Young.

502 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, s/w-Fotos, Blue Rider Press 2012
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4.0 von 5 Sternen Das Buch macht Spaß, 25. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Die negativen Rezensionen haben inhaltlich schon auch recht: einfache Sprache (ich mag kurze, unkomplizierte Sätze), es wird viel über materialistische Güter geschwärmt (gut so, Hippies sind irgendwie so Siebziger), ein bisschen geschrieben wie ein Blog (Blogs sind spitze).

Ich bin noch nicht durch, aber das Buch liest sich, als würde man mit Neil bei einem Preiselbeersoda in Hollywood sitzen und er erzählt einem von Angesicht zu Angesicht Geschichten aus seinem Leben, über seine Musik und seine aktuellen Ideen. Wie ein alter Kumpel. Sehr persönlich. Es fehlen die großen philosophischen Ergüsse, aber wer braucht die? Dafür dringt eine unglaubliche Begeisterungsfähigkeit dieses Mannes für alles, was er anpackt, durch. Die kann einem manchmal auch zum Schmunzeln bringen, denn manche der Projekte sind durchaus grotesk. Wer sonst kommt bitte auf die Idee, einen der größten und schwersten PKWs aller Zeiten in ein Biosprit-Hybridauto umzubauen?!?

Der Mann hat auch noch im reifen Alter eine Dynamik und Zielstrebigkeit, die ich nicht vermutet hätte. Alleine deshalb lohnt sich das Buch, es vermittelt viel positive Energie. Ein Stern Abzug, da das Buch für die, die sich noch nie mit Neil Young und seiner Musik auseinander gesetzt haben, doch weniger Wert haben wird.
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5.0 von 5 Sternen Waging Heavy Peace, 3. Dezember 2012
Neil Young’s Hippie Traum, wie die deutsche Ausgabe leider heißt (die Beibehaltung des englischen Originaltitels Waging Heavy Peace wäre definitiv besser gewesen!), ist ein kurzweiliges Buch. Ich selbst las es in 3 Stunden auf meinen Anschlussflug nach Tiflis wartend. Zwei oder dreimal macht Herr Young Andeutungen, dass er Lust und Material für ein oder zwei weitere Bücher hätte, her damit! Denn das Lesen macht süchtig: Die lockere, nicht chronologisch arrangierte Lebensgeschichte macht großen Spaß. Young beschreibt die Episoden seiner mittlerweile 65 Jahre beinahe assoziativ in einer Art ungeordneten Retropsektive, die ein wenig an ein chaotoisch geführtes Tagebuch erinnert. Immer wieder kommt er dabei zurück in die Jetztzeit, redet über sich selbst, was er denkt und fühlt, während er Waging Heavy Peache niederschreibt. Die verschiedenen Plattenproduktionen, Konzertanekdoten und Backstagestories nehmen, wider Erwarten, nicht den Großteil des Buches ein; vielmehr widmet sich Neil Young ausführlich seiner zahlreichen Nebenprojekte, wie Pure Tone (eine qualitative Alternative zu mp3) und LincVolt (der Versuch einen alten amerikanischen Straßenkreuzer in ein low emision vehicle umzubauen). Angenehm auch, dass sich das Buch, im Gegensatz zu anderen seines Genres, in Anekdoten über die Großen des Rock’n’Roll auspart. Auch Seitenlange Gruppiestories über die obligatorischen Sixtyexsesse fehlen. Dafür liefert das Buch ganz nebenbei ein Panorama der 60iger und 70iger Jahre und der Rezeption dieser Zeit durch einen gealterten aber nicht zur Ruhe kommenden Zeitgenossen. Ein Stück Zeitgeschichte also. Absolut lesenswert!

And once you're gone,
you can never come back
When you're out of the blue
and into the black.
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5.0 von 5 Sternen ...einfach gut!, 30. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Trotz des jahrzehntelangen Drogenkonsums wirkt Neil erstaunlich klar. Hier und da ein paar überwertige Ideen. Neil springt zeitlich sehr oft hin und her; das macht es etwas mühsam, den Überblick zu behalten.
Die Art, wie er über Menschen spricht; mit Liebe, Respekt, Dankbarkeit....
Selbst über die, welche er nicht mag, spricht er ordentlich und endet meist mit einem Versöhnungsangebot. Er nimmt sich sehr bewusst wahr, redet sich nicht schön.
Ein wirklich weiser Mann, der sich immer mit sich kritsch auseinander setzt und damit nicht aufhören will.

Das ist die eigentliche Botschaft, die Neil hier unbewußt vermittelt: Selbstreflektion, die Erkenntnis, dass man stets mit allem in Vorleistung gehen muß, bevor das Leben einen belohnt....

Das Buch hat mich sehr inspiriert und in meiner Lebenserkenntnis bestätigt. Abgesehen von dem Drogenthema ist Neils Lebensmodell ein Vorbild. Neil Young ist einer der wenigen Gutmenschen, welche unsere Welt besser machen...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Fans..absolut lesenswert, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Audio CD)
Wer etwas über die Geschichte der Musiker aus dem Laurel Canyon lesen möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Wer darüber hinaus etwas über über den Menschen Neil Young erfahren möchte - dies ist eine wirklich gute Gelegenheit. Mich hat das Buch berührt...und ich kann es für die Fans von CSNY gut empfehelen...
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2.0 von 5 Sternen A Materialist Dream, 20. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Waging Heavy Peace (Gebundene Ausgabe)
Seit dem Erscheinen besitze ich dieses Buch nun, bin noch nicht einmal bei der Hälfte angelangt und werde es vermutlich für immer bei Seite legen.
Als großer Freund von Neil Youngs Musik und ebenso großer Freund der 60er und 70er hatte ich mir interessante Geschichten aus seinem Leben gewünscht, Entstehungsgeschichten und Hintergründe der Songs, Einblicke in das Lebensgefühl, die Politik, die Drogen dieser Zeit, aus erster Hand eben. Ein paar solcher Anekdoten gibt es, sie sind aber leider Randerscheinungen.
Young schreibt einfach vor sich hin, in kurzen Sätzen und so gut wie nie mehrere zusammenhängende Absätze. Dabei nennt er übermäßig viele Namen und Orte, geht aber selten genauer auf irgendetwas ein, so dass man sich bald dabei erwischt, Sätze zu überfliegen. "Ramblings of an old man" wäre wohl die schmeichelhafteste Beschreibung. Das Ganze liest sich eher wie ein Internet-Blog als eine Hardcover-Autobiographie.
Besonders enttäuschend, gerade im Bezug auf den Titel "A Hippie Dream" ist der im Vordergrund stehende Materialismus. Young selbst schreibt von sich, er sei der materialistische Typ. Und so geht es ständig um Besitztümer: Autos, Modelleisenbahnen, Geld, Häuser. Auch sein Elektroauto und sein Musikformat werden oft erwähnt und beworben. All das ist das Gegenteil von dem was ich erwartet habe und mir fehlt auch der Zugang dazu.

Zwei Sterne weil er privat ein ganz netter Kerl zu sein scheint. Das Buch hätte er sich allerdings wirklich sparen können.
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