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am 19. Juni 2012
Ich habe diesen Film im schwedischen Original mit englischen Untertiteln gesehen und warte sehnsüchtig darauf, dass die DVD endlich auch in Deutschland erhältlich ist.

Kurz zum Inhalt:

Mia besucht mit ihrem frisch Verlobten Tim die Geburtstagsfeier ihres Vaters. Dort lernt sie Frida, die Tochter der neuen Partnerin ihres Vaters kennen.
Nach anfänglicher Befangenheit und Skepsis nähern sich die beiden schließlich Frauen an, es kommt zu einem Kuss und die beiden beginnen eine kurze aber intensive Affäre. Wie Mia bald erfährt lebt Frida bereits offen lesbisch, doch Mia kann nicht dazu stehen und fühlt sich außerdem ihrem Verlobten Tim verpflichtet. Hat ihre Liebe demnach überhaupt eine Chance?

Die Geschichte wird sehr zart in starken Bildern erzählt. Oft sieht man Nahaufnahmen und man hat das Gefühl die Dialoge bestünden eher aus Blicken und Gesten, als aus Worten. Vielleicht ist der Vergleich etwas weit hergeholt, aber mich hat die Bildsprache ein bisschen an "das Piano" erinnert. Und die passende unterlegte Musik hat mir mehr als einmal eine Gänsehaut beschehrt.
Was mich besonders gefreut hat, war, dass die Tatsache, dass es ein lesbischer Film ist eher in den Hintergrund rückt. Der Film beschreibt vielmehr, die zarte Liebe zwischen zwei Menschen, die sich plötzlich finden und wissen, dass sie füreinander bestimmt sind. Und zufällig sind diese zwei Menschen eben Frauen. Noch dazu bildschöne Frauen, die ihren Charakter perfekt verkörpern: Die etwas zurückhaltende und nachdenkliche Mia gegenüber der quirligen und lebenslustigen Frida. Dieser Film ist auch für die Heteros sehenswert ;)

Alle die auf Sinnlichkeit stehen, sind mit dem Film ebenfalls gut bedient, denn die intimen Szenen bekommt man auch zu sehen. Und hier nochmals das Lob sie nicht auf eine "pornografisch" angehauchte Art zu zeigen, wie es leider bei vielen Lesbenfilmen der Fall ist. Sondern die Liebesszenen werden so einfühlsam und sinnlich inszeniert, dass man für einen Moement vergisst einen Film zu sehen. Man hat das Gefühl, die Verbindung von Mia und Frida live mitzufühlen. Vielleicht stimmt auch einfach die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern. Aber was man einfach durchweg dem gesamten Film anmerkt ist, dass er den Filmemachern wirklich am Herzen lag.
Ich kann nur sagen ein wunderschön erzählter Film. Die Geschichte an sich mag nicht unbedingt neu sein, aber es geht eher darum WIE sie hier erzählt wird.
Also, Leute, anschauen!
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am 27. September 2012
Der Film erzählt von der Begegnung zweier Frauen über 30, deren Herzen sich - für beide überraschend - tief berühren. Dieser Film besticht durch eine wunderschöne Bildersprache und die brillanten Darstellerinnen und Darsteller, die in ihren Rollen - ausnahmslos - überzeugen. Allen voran Liv Mjönes und Ruth Vega Ferandez mit ihrer Darstellung der in einer Beziehung mit einer Frau lebenden Frida und Mia, welche ihren langjährigen Freund bald heiraten möchte. Dass dieses nicht neue Thema mit großer Ernsthaftigkeit bearbeitet" wird, macht diesen Film zu etwas Besonderem.
Mit derselben Ernsthaftigkeit und Sensibilität agieren Ruth Vega Fernandez und Liv Mjönes in ihren Rollen. Nichts wirkt oberflächlich - man nimmt den beiden Protagonistinnen ihre Betroffenheit genauso ab wie ihre stille Gewissheit, dass das, was zwischen ihnen geschieht, von Bedeutung ist, ja von Bedeutung sein muss.
Man leidet und liebt, lacht und weint mit Mia und Frida mit.

Mia und Frida sind zwei im Leben stehende, gereifte Frauen, die durch ihr Zusammentreffen emotional überrollt werden. Und sie gehen mit dem, was diese Begegnung an Konsequenzen mit sich bringt, mit großer Ernsthaftigkeit um. Es beeindruckt, dass beide - Frida und Mia - es sich mit ihren Gefühlen, ihrer Liebe nicht leicht machen. Sie sind überwältigt, durcheinander, leiden, sind traurig, sind verletzt und zeigen ihre Verletzlichkeit.

Es ist sehr schön anzusehen, mit welcher Behutsamkeit, Sensibilität und Aufrichtigkeit Frida sich ihrer Liebe zu Mia stellt. Frida ist eine Frau, die sehr klar und ehrlich um das kämpft, was für sie Bedeutung hat: zu sich selbst stehen, authentisch sein - mit allen Konsequenzen. Das ist sehr sympathisch und eine - wie ich finde - wichtige Aussage dieses Filmes. Liv Mjönes ist einzigartig in der Darstellung der Frida, sensibel und glaubwürdig. Wie sie in allen Szenen die Gefühlslagen von Frida darstellt, ist brillant und sehr bewegend.
Die nachdenkliche, in eigenen und Erwartungen Anderer befangene Mia wirkt mit ihrer Unsicherheit, Verwirrung, ihren Zweifeln, Fragen an sich selbst, ehrlich betroffen und sehr menschlich. Es ist spannend, zu sehen, wie Mia im Stillen ihre Emotionen zu ordnen versucht und zu sich selbst und zu ihren Gefühlen für Frida stehen kann. Dass es für sie (und alle anderen Beteiligten) keine einfache, oberflächliche und schon gar keine schnelle Lösung gibt, macht Mia, macht den ganzen Film so sympathisch.
Ruth Vega Ferandez gelingt es überzeugend, das Gefühlschaos von Mia differenziert darzustellen. Es ist faszinierend, wie sie die vielen Facetten von Emotionen aufzeigt.
Die Körpersprache - beider Darstellerinnen - ist im ganzen Film unglaublich beeindruckend und spricht für sich.

Liv Mjönes und Ruth Vega Fernandez berühren, bewegen durch ihr glänzendes, sensibles und perfektes Zusammenspiel. Ein Zusammenspiel, das wohl nur möglich ist durch große Sensibilität und Empathie der Schauspielerinnen füreinander. Die Ausstrahlungskraft der Beiden ist umwerfend.

Kiss me ist ein behutsamer und bemerkenswerter weil sehr ehrlicher Film über ein ,altes' Thema. Ein Film mit wunderschönen Bildern und exzellenten DarstellerInnen. Und ein Film, dem anzumerken ist, dass hier jemand mit viel Empathie und Liebe zu seinen" Rollen und seinen" SchauspielerInnen am Werk gewesen ist. Der Film ist für jedermann sehenswert, weil er so menschlich und ehrlich ist und voller Herzenswärme. Ein kleines Kunstwerk!
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TOP 500 REZENSENTam 15. Februar 2013
Im Film SHAKESPEARE IN LOVE wurde sinngemäß die Frage gestellt, ob man in einem Theaterstück die wahre Liebe zeigen kann. KÜSS MICH ist zwar ein Film und kein Theaterstück, aber dennoch beantworten Ruth Vega Fernandez (als Mia) und Liv Mjönes (als Frida) diese Frage mit einem mehr als deutlichen Ja!
Ich habe schon sehr viele Filme gesehen, darunter so manchen Liebesfilm, aber in keinem haben die Protagonisten die Liebe, die sie füreinander im Film empfinden, so authentisch gespielt. Ruth Vega Fernandez und Liv Mönjes müssen einen Heidenspaß gehabt haben, ein Liebespaar zu spielen. In nahezu jeder Szene, in der sie zusammen auftreten, knistert es gewaltig.

In den ersten 25 Minuten plätschert der Film noch etwas vor sich hin und man vermutet eher ein Familiendrama, denn eine Liebesgeschichte. Doch wie aus dem Nichts küssen sich Mia und Frida zum ersten Mal. Es symbolisiert, wie urplötzlich die Liebe, die sie angefangen haben für einander zu empfinden, mit aller Macht aus ihnen herausbricht und zu einem unglaublich sinnlichen und intensiven Kuss führt. Doch das ist nur der Anfang eines Feuerwerks der Gefühle, die sie erleben werden. Und als Zuschauer ist man mit einem Male mittendrin. Man sitzt von nun an nur noch gebannt vor dem Bildschirm und taucht ein in diese Gefühlswelt und empfindet in jeder Situation mit ihnen.
Doch nicht nur die beiden Protagonistinnen glänzen in ihren Rollen. Überhaupt ist jede Rolle nicht nur mit dem passenden Schauspieler besetzt, jeder spielt seinen Part traumhaft gut. Selten habe ich so gute Schauspielerleistungen wie in diesem Film gesehen! Hinzu kommt eine hervorragende Kameraarbeit und über weite Strecken eine gute Regie. Auch gibt es genügend Humor und Situationskomik. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen runden das weitestgehend positive Gesamtbild ab.

Zu jedem Film gehört auch eine Geschichte. Das mag bei Liebesfilmen vielleicht nicht ganz so wichtig sein, da hier ja "nur" die Frage beantwortet werden muss: Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? Für KÜSS MICH hat sich die Drehbuchautorin und Regisseurin Alexandra-Therese Keining allerdings eine interessante Konstellation ausgedacht.
Mia (Mitte 30, Architektin) und Frida (Anfang 30, Musiklehrerin) lernen sich auf der Geburtstagsfeier von Mia's Vater Lasse kennen. Anfänglich scheint Mia nicht viel Sympathie für Frida zu empfinden, zumal sie vermutet, dass Frida ein Verhältnis mit ihrem Bruder Oskar hat, was ihr nicht gefällt. So nimmt sie auch nur widerwillig an einem mehrtägigen Ausflug mit Frida und deren Mutter Elisabeth auf eine Insel teil, wo sie im Haus von Frida's Mutter wohnen. Doch mit der Zeit klären sich die Missverständnisse auf. Bei einem gemeinsamen Spaziergang überkommt Mia plötzlich das Bedürfnis Frida zu küssen. Frida erwidert diesen sehr innigen Kuss, den Mia plötzlich abbricht und alleine zum Haus zurückkehrt. Denn sie weiß, dass sie etwas getan hat, was sie nicht tun sollte und wollte. Und damit löst sie nicht nur bei sich ein Gefühlschaos aus. Denn so einfach ist es für die beiden Frauen nicht, eine Beziehung miteinander zu beginnen. Beide sind gebunden. Frida lebt seit ein paar Jahren mit Erin zusammen und Mia ist seit sieben Jahren nicht nur mit Tim (ebenfalls Mitte 30, Architekt) liiert, sie sind frisch verlobt und werden in 3 Monaten heiraten. Zudem haben sie sich auch eine gemeinsame berufliche Zukunft aufgebaut. Doch damit noch nicht genug sind Mia's Vater und Frida's Mutter ein Paar und die Geburtstagsfeier war zugleich auch deren Verlobungsfeier.

Also genug Zutaten für ein interessantes Liebesdrama. Doch dieses Potenzial ruft der Film nur teilweise ab. Schnell wird deutlich, dass die Drehbuchautorin sehr viel Wert auf Harmonie legt. Sicherlich gibt es den einen oder anderen Konflikt, doch kaum ist einer entstanden, ist er auch wieder beendet. Dieses Harmoniebedürfnis wird besonders an der Person von Mia deutlich. Zum einen muss sie sich zu keinem Zeitpunkt Frida ausführlich erklären, warum sie sich schwer tut, mit ihr eine Beziehung zu beginnen, zum anderen warum sie sich für wen am Ende entschieden hat. Hier geht Frau Keining leider einen zu einfachen Weg. Sicherlich mag das insoweit nachvollziehbar sein, dass der Zuschauer ungestört die Gefühlswelt genießen kann, doch bleibt dadurch die wichtigste Antwort des Films leider aus. Denn gerade Mia's Situation ist brenzlig. Entscheidet sie sich gegen Tim, muss sie sich eine neue berufliche Existenz aufbauen und hinterlässt gleichzeitig einen Scherbenhaufen, nicht nur wegen des zu brechenden Heiratsversprechens.

Fast bis zum Ende sind die einzelnen Szenen gut aufeinander aufgebaut. Mit der Zeit lernt man dadurch immer etwas mehr über die einzelnen Charaktere kennen, die keinesfalls oberflächlich dargestellt werden, auch wenn man sich manches Mal längere Dialoge gewünscht hätte. Vor allem bei Mia und Frida wechseln die Gesprächsthemen etwas zu schnell.

Mit dem Finale geht die Nachvollziehbarkeit einzelner Szenen leider verloren. So ist Mia's Vater, eben noch zu Hause in der Nähe von Malmö, plötzlich in Stockholm, wo Mia und Tim wohnen, und wartet in einem Hausflur auf seine Tochter. Am nächsten Morgen ist Mia in Malmö, weil sie eine Information benötigt. Diese bekommt sie dort nicht, so fährt sie zum Anwesen des Vaters, wo sie die Information erhält. Hier fragt man sich unweigerlich, wo hat Mia die zurückliegende Nacht verbracht? Sicherlich im Hause des Vaters, weil am sinnvollsten. Nur warum fragt sie dort nicht direkt, um die Information zu erhalten? So fährt sie erst nach Malmö, dann wieder zurück, um danach wieder nach Malmö zu fahren. Noch mehr fragt man sich aber als Zuschauer, warum Mia im Mobilfunkzeitalter nicht einfach das Handy benutzt.
Und am Ende findet Mia sogar die Stecknadel im Heuhaufen.
Dadurch wirkt diese Phase irgendwie konstruiert und künstlich dramatisiert, was der Film überhaupt nicht nötig hat. Schade, dass kein besseres Ende gefunden wurde.

Doch bei aller Kritik am Finale des Films, so muss ich dann auch wiederum die letzte Szene sehr positiv hervorheben. Im Gegensatz zu den allermeisten Liebesfilmen ist diese kein bisschen kitschig. Im Gegenteil, Regie, Kamera und die beteiligten Schauspieler zeigen noch einmal ihr ganzes Können!

Fazit: Auch wenn man kein Freund von Liebesfilmen ist, sollte man sich diesen Film wegen der überragenden Schauspielerleistungen nicht entgehen lassen. Denn genau deshalb ist KÜSS MICH ein absolutes MUSS!
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am 16. März 2013
Ich habe den Film gerade gesehen und bin wirklich begeistert.
Der Film berührt, obgleich er an der ein oder anderen Stelle vielleicht etwas zu dramatisch wird, greift Themen auf wie z.B. den Erwartungsdruck von Seiten der Familie, der Gesellschaft im Hinblick auf das Heiraten, Kinder kriegen etc.
Ich habe mit Mia mitgefühlt, die mit sich ringt und der es am Ende gelingt, das geregelte und lange aufgebaute und letztlich doch nicht erfüllende Leben mit ihrem Freund und Verlobten hinter sich zu lassen und zu Frida und ihrer Liebe zu Frauen zu stehen.
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am 6. April 2013
Nach einigen Kritiken war ich positiv überrascht von dieser schwedischen Produktion. Die beiden Schauspielerinnen sind sehr überzeugend und auch die Nebencharaktere verstehen ihre Arbeit. Die Chemie stimmt und die Geschichte ist gut erzählt. Besonders überzeugend fand ich die Liebesszene im Film. Gerade im Lesben-Genre wird diese gerade oft weggelassen oder wirkt gezwungen. Dies ist hier nicht der Fall. Von daher kann ich den Film nur empfehlen.
Einen Stern Abzug gibts, weil es nur die schwedische Tonspur mit deutschen Untertiteln gibt. Da man immer mitlesen muss, trübt das etwas den Filmgenuss.
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am 14. September 2013
Einfach nur herrlich!
Liebe auf den ersten Blick ist etwas wundervolles. Die Blicke der beiden sagen mehr als tausend Worte. Auch die Chemie der beiden ist perfekt, man spürt jedes Knistern. Dazu die sinnliche Musik in den passenden Momenten, die wunderschönen Aufnahmen. Mich hat schon lange nicht mehr ein Liebesfilm so sehr mitgerissen. Ich könnte ihn noch hunderte Male ansehen um jeden Moment der beiden auszukosten!
Schön zu sehen, was es bedeutet, wenn man urplötzlich Gefühle für eine Frau entwickelt und alles auf den Kopf gestellt wird. Die Entscheidung die Hochzeit hinzuschmeißen, seine berufliche Zukunft vorerst hinzuschmeißen und aber auch zu sich selbst und zu seinen Gefühlen zu stehen. Dieser Film ist ein wundervolles Beispiel dafür das man nicht ,,Mann oder Frau" liebt sondern die Person! Ich würde diesen Film jederzeit wieder kaufen! An die Untertitel muss man sich erst gewöhnen aber so kommen die Gefühle und der Ausdruck in der Stimme viel ehrlicher rüber und machen den Film so authentisch! Es lohnt sich allemal!!!!
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am 13. März 2014
Wir haben den Film zuerst im Kino gesehen und waren so begeistert, dass wir ihn danach sofort in Großbritannien bestellten, da er hier noch nicht erschienen war. Immer noch schauen wir ihn sehr gerne an!

Das Beste an "Küss mich" ist nämlich, dass er sich nach jedem Anschauen wieder neu darlegt. Man entdeckt immer neue Faktoren in der Körpersprache und Mimik der Akteure. Der gesamte Cast funktioniert so großartig auf so vielfältigen Ebenen miteinander. Keine Figur ist zuviel oder überflüssig. Die Schauspieler sind wirklich gut. Ich nehme jedem einzelnen seine Rolle ab. Als ob sie alle echt wären. Das hatte ich bisher echt selten bei Filmen.

Auch cinematografisch ist der Film Welten entfernt von den meisten anderen Werken dieses Genres. Kamera und Atmosphäre sind lebendig und berauschend. Nichts wirkt hier billig. Der Soundtrack unterstützt so viele Momente auf perfekte Art und Weise ohne kitschige Melodien.

Beim ersten Schauen hatte ich (wie einige andere hier auch), das Gefühl der erste Kuss käme aus dem Nichts. Aber nach dem zweiten und dritten mal habe ich allerdings gemerkt, dass sich Mia vom ersten Augenblick an zu Frida hingezogen fühlt. Aber sie ist zu gehemmt um es sich einzugestehen. Als Frida auf der Geburtstagsfeier mit Tim tanzt ist Mia nicht eifersüchtig auf Frida. Es stört sie nicht dass die beiden Tanzen. Sie schaut rüber weil ihr Frida gefällt. Solche kleinen Momente gibt es aber da der Film auf so wunderbar leise Art daher kommt fallen sie nicht direkt auf. Gerade das gefällt mir.

Großartig ist auch die Storyline der Eltern. Wie Lasse mit sich hardert und Elisabeth ihrer beider Beziehung in Frage stellt aufgrund seines Mangels an Verständnis. Ich mag ihre Dialoge.

Intelligente Dialoge, grandiose Schauspieler, toller Soundtrack, humorvoll und glaubhafte Emotionen.

Ich hoffe die Regisseurin legt noch nach!
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am 12. Januar 2014
ich habe den film gesehen und würde ihn immer wieder ansehen.

die darsteller sind sensationell. man meint, sie kennen sich sich seit jahren!

zualledem ist wallander auch dabei:-)

ich hätte aber dennoch etwas kritik.

und zwar:

am anfang hat das vater/tochter-problem zuviel gewicht, sodass man gar nicht dahinter steigt, dass mia frida toll findet. so gesehen wird man von der annäherung mias echt überrascht und kann es nicht so ganz glauben.
ich hätte mir noch 10 minuten mehr spannungsaufbau gewünscht, damit man der vermeintlichen hete dann den "umschwung" auch abnimmt. schließlich war sie auch eifersüchtig auf frida, die mit ihrem mann tanzt usw. wie auch immer, das hätte man besser machen können.

man bekommt im mittelteil des films auch nicht wirklich mit, wie es den beiden nach dem alle wieder zu hause sind, geht. also da hätte ich auch noch einen spannungsbogen reingemacht.
zum beispiel, mia will ihre nummer wählen, oder sucht ihre nähe. davon war erst was zu sehen, als der bruder von mia ganz zufällig gesagt hat, frida würde sich freuen, sie wiederzusehen (es gab so eine halbe einladung in eine schule)
ich konnte auch nicht genau sagen wieviel tage zwischen dem allen lag. vermutlich 2 wochen?!
der film hätte nämlich auch gerne noch 15 länger gehen können. hätte nichts dagegen gehabt. dann wäre evt. alles drin gewesen und der film perfekt.

ach so und dass der mann die beiden genau in der minute sieht, wo sie sich auf der auf der str. in der stadt umarmen, ist auch etwas seeeehr zufällig. und danach hat er nichts gesagt. erst viel später.
also ich wäre wahrscheinlich ausgestiegen und hätte gefragt, ob es noch geht??!

ach man, wenn diese drei sachen nicht wären.

aber der film lief schon 3 x und ich werde ihn noch öfter schauen. ich gebe trotzdem 5 sterne.

lg

letztlich ist es aber trotzdem ein toller film mit guter handlung.
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am 30. Januar 2013
Kurz zum Inhalt: Auf der Geburtstags- und gleichzeitigen Verlobungsfeier ihres Vaters trifft Mia zum ersten Mal ihre zukünftige Stiefschwester Frida. Kurze Zeit später geben Mia und ihr sympathischer Freund Tim auf derselben Feier ihre Verlobung bekannt. Alles scheint in geordneten Bahnen, bis sich Mia und Frida ineinander verlieben...

Die Thematik des Films ist nicht neu. Sich - trotz bestehender Beziehung - neu zu verlieben, ist etwas, das man schon millionenfach gesehen und gelesen hat.

Dennoch ist dieser Film empfehlenswert, weil er gut gemacht ist und das Anschauen Spaß macht. Es werden keine Klischees bemüht, die Landschaftsbilder sind ansprechend, die beiden Frauen harmonieren gut.

Interessant ist die Entwicklung der beteiligten Figuren im Laufe des Films, welche m.E. gar nicht so vorhersehbar ist. So sind es insbesondere Mia und ihr Vater, die sich schwer tun, aus altbekannten Mustern auszubrechen, Gefühle zuzulassen und in Worte zu verpacken.
Mia ist ja auch nicht wirklich unglücklich als sie Frida kennenlernt, sie hat sich mit Tim ein gemeinsames Leben aufgebaut, die beiden sind nicht nur beziehungstechnisch sondern auch beruflich verbunden.

4 Sterne für diesen gut gemachten, unaufgeregten Film über die Macht der Gefühle zwischen zwei Frauen im schönen Schweden.
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am 17. März 2014
Ich unterlasse es hier eine Inhaltsangabe des Films wiederzugeben, geschweige denn das Ende zu erzählen, aber zu dem Film selbst möchte ich mich schon äußern:

FANTASTISCHER FILM !!!

Wunderbare Schauspieler, nicht nur die zwei Hauptdarstellerinnen.

Ich versichere, ich bin kein Fan von tollen Landschaftsbildern und auch nicht von Filmen mit Untertiteln, aber ich bereue keine Sekunde dieses Films.

Der Untertitel spiegelt den Inhalt wunderbar wieder, hält sich in übersichtlichen Sätzen, sodass ich nie eine Szene verpasst habe. Und auch die Darstellung der Landschaft ist wirklich gelungen.

Ich kann den Film jedem empfehlen der vor seinem Coming Out steht, da er sehr viel Mut macht.
Aber ebenso jedem, der bereits mitten im homosexuellen Leben steht und einen nicht übertriebenen, aber einfühlsamen, ausdrucksstarken Film sehen möchte, der ans Herz geht und in dem man sich durchaus wiederfinden kann.

Nur nochmal zur Verdeutlichung: Ein wunderbarer Film!!!
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