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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bin Nichtjude und mir gefällts, darf ich das?
Dieses Hörbuch erhielt ich - welche Ironie - zu Weihnachten und damit hat mir mein Beschenker einen Volltreffer gelandet, denn ich höre auch gern mal Bücher (ääh...). Letztens ist es nun durchgehört worden und jetzt tue ich meinen Eindruck kund.
Dieses Hörbuch ist sehr autobiographisch geprägt und auch wenn Polak sich einen...
Veröffentlicht am 6. Januar 2010 von Johanna Gassner

versus
18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da ist ja mein Leben spannender
Oliver Polak wollte wohl eine Autobiographie schreiben, da er sein bisheriges Leben wahrscheinlich äußerst unterhaltsam fand. Aber die Biographie eines eher "unbedeutenden" jungen Mannes, deren Pointen darin liegen, dass ihm vor einigen Jahren ein Hoden entfernt wurde oder sein Vater gern telefoniert, würde sich vermutlich eher schlecht verkaufen. Da hat...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2010 von DonJuansohn


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich bin Nichtjude und mir gefällts, darf ich das?, 6. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Audio CD)
Dieses Hörbuch erhielt ich - welche Ironie - zu Weihnachten und damit hat mir mein Beschenker einen Volltreffer gelandet, denn ich höre auch gern mal Bücher (ääh...). Letztens ist es nun durchgehört worden und jetzt tue ich meinen Eindruck kund.
Dieses Hörbuch ist sehr autobiographisch geprägt und auch wenn Polak sich einen Namen in den Medien gemacht hat, so handelt es sich nicht eher darum, sondern um seine Kindheit und Jugend als einziges jüdisches Kind in Papenburg, Niedersachsen. Sei es nun das Thema Mama und Papa, Chanukkah in Papenburg, die Heimat selbst oder der Zentralrat der Juden in Deutschland, dieser Mann hat doch einiges zu erzählen und das ja mal gar nicht so schlecht.
Teilweise kommen einem die Geschichten so komisch (im positiven Sinne) vor, dass man sich fühlt wie im Hörbuch "Mein Vater, sein Schwein und ich" von Jana Scheerer. Doch sie machen den Charme des Hörbuchs aus. Ob jüdisch angehauchte Geschichten oder nicht: letztendlich sind sie normale Ereignisse im Leben eines Jungen, der eher ein Aussenseiterdasein führt, an diverse Legenden und Märchen glaubt, wie andere das Erwachsenwerden entdeckt und seine Heimatstadt nicht gerade für das Eldorado des Vergnügens hält.
Ich habe mich sehr amüsiert, auch wenn freilich einige düstere Punkte durchscheinen, auf die Polak hinsichtlich seines Glaubens aufmerksam macht (etwa, dass er vom Bundeswehrsoldatenschicksal verschont bleibt - weil sein Vater im KZ war). Dem gegenüber stehen Anekdoten, bei denen ich nicht anders konnte als herzhaft lachen.
Gelesen werden die Geschichten erfreulicherweise vom Autor Oliver Polak selbst, der sprechtechnisch durchaus Talent zeigt, wenn er andere Personen imitiert (ich kenn die Originalstimmen ja auch nicht, aber es klingt zumindest lustig ohne völlig albern zu wirken) oder auch mal sarkastisch wird. Übrigens hört man nur ihn. Andere Sprecher oder Musik gibts keine.
Hat dieses Hörbuch auch Mankos? Sicherlich, es hätten ruhig mehr Kapitel sein können und ich glaube daher, dass ich Polaks Werk in gedruckter Form auch recht schnell durchgelesen hätte.
Fazit: wie man auch zu diesem (Hör-)Buch stehen mag, im Titel hat Oliver Polak schon recht. Man mag sich nicht den Aufschrei vorstellen, den es gegeben hätte, wenn ein Nichtjude das Buch verfasst hätte. Warum? Hören Sie sich es mal an oder lesen Sie das Buch und beachten Sie all die Seitenhiebe auf unser finsteres deutsches Kapitel und Sie wissen, warum.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Judesein kann Spaß machen, 18. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
Oliver Polak hatte ich im Fernsehen irgendwie nie richtig registriert. Wahrscheinlich trägt er dort auch, wie auf dem Buch-Cover, Jogginklamotten in ausgebleichtem anthrazith und die welligen dunklen Haare teils nach oben, teils nach hinten frisiert. Falls ich ihn mal in einer Comedy-Sendung gesehen haben sollte, habe ich ihn vermutlich in die Schublade lebender Lachsack gesteckt.

Dieser Oliver Polak also hat ein Buch geschrieben, ein Buch, das sich wie eine Autobiographie liest. Der Aufmacher und rote Faden: Er ist Jude. Da steckt natürlich jede Menge Komik drin, wenn einer das nicht ernst nimmt, weil er als jemand auf die Welt gekommen ist, der nur eines kann: auseinandernehmen, was die Welt im innersten zusammenhält. Nämlich Disziplin, Bildung, Religion und ein ordentlicher beruflicher Werdegang. Dass ihm die Natur eine brachiale Antagonistin in Gestalt der jüdischen Mutter gegenübergestellt hat, macht das Aufbegehren in den Schulen des Nichtortes Papenburgs nicht einfacher. Aber komischer.

Die 180 Seiten sind äußerst dicht und kurzweilig erzählt. Oliver Polak spielt schlau damit, was er sich als Jude an Judenwitz erlauben kann. Nämlich alles. Er erzählt chronologisch, aber springt immer wieder in der Zeit zurück, weil jedes Kapitel ein Thema wie "Der Israeli verfolgt mich!" oder "Schmock aroun the clock" abhandelt. Die Kapitel lesen sich wie locker zusammenhängende Kurzgeschichten zwischen vergeblicher Erziehung, Beschneidung, sexueller Freizügigkeit im Judeninternat und TV-Karriere. Stilistisch ist das bombensicher und überzeugt vor allem durch Polaks konsequent selbstironischen Humor. Gut, am Handwerklichen wird der TV-Autor Jens Oliver Haas einen großen Anteil haben. Aber dass das Judesein gerade in Deutschland soviel Spaß machen kann, darf man getrost Polak selbst zuschreiben. Ein rundes, erfreuliches Werk.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Polemisch, politisch nicht korrekt, Polak., 6. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
Ein lesenswertes und höchst amüsantes Buch, das sicht nicht mit politischer Korrektheit aufhält sondern sich sogar über eben jene lustig macht. An der ein oder anderen Stelle driftet der Humor etwas ins comedyhafte ab (wer will es verdenken, der Autor entstammt schließlich diesem Genre), was jedoch nicht weiter stört. Polak darf das.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur noch ein "Generation-Golf"-Buch, 19. November 2008
Von 
Andreas Wendt (Bargfeld-Stegen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
"Ich darf das, ich bin Jude!" ist wieder mal eins von den Büchern, wo man bedauert, dass ein so großartiger Titel für ein so mittelmäßiges Buch hergegeben wurde. Wobei - welche Alternative hätte es für den Verlag gegeben? Er will Bücher verkaufen, da braucht man tolle Titel.

Polak erzählt auf amüsante Weise Geschichten aus seinem noch jungen Leben, von seiner strengen Mutter, seinem eher unsicheren Vater, Abenteuern mit anderen Jugendlichen, seiner ersten Band, dem Internat ...

Es erinnert ein wenig an die Schlusssätze von "Generation Golf", diese Generation sei so verunsichert, dass sie mit Anfang 30 schon Bücher über ihre Jugend schreibt. Nicht unkomisch, aber auch nicht nötig.

Zwischendurch erwähnt er immer wieder "Ach übrigens, wir sind Juden", aber für das, was ihm (angeblich) passiert ist, spielt das eigentlich keine Rolle. Die Neonazis in Papenburg wissen noch nichts von Juden, die Streiche mit dem türkischen Freund hätte ich als Christ in Hamburg-Steilshoop genauso erleben können, stundenlange Autofahrten über Land mit Udo-Jürgens-Dauerberieselung haben Kinder nicht nur auf dem Weg zum Talmud-Unterricht erlebt (von dem wir sonst nichts erfahren), strenge Internate, deren Regeln man bricht, sind nicht nur jüdisch.
Früher wurde man erst berühmt und veröffentlichte dann seine Memoiren, Polak versucht, durch seine Memoiren berühmt zu werden.

Gut und besonders wird das Buch eigentlich erst zum Schluss. Das Kapitel, wie er mit dem Neonazi im Fahrstuhl steckenbleibt, ist sehr gelungen, das über den Zentralrat der Juden, KdöR, auch noch ein bisschen.
Es gelingt ihm, den anderen Deutschen den Spiegel vorzuhalten über ihren Umgang mit Juden ("Er ist witzig und er ist Jude, wenn die Kinder nicht lachen, waren wir wenigstens politisch korrekt"). Das hätte er noch viel öfter tun müssen, damit a) das Buch richtig gut wird und b) der Inhalt zum Titel passt.

Also als Lesetipp: Vorwort und die letzten 3-4 Kapitel. Der Rest ist eher Durchschnitt.

Ein Nebengedanke: Es mag unfair sein, einen jungen Unterhalter mit dem Meister zu vergleichen. Aber wer in seinen Büchern bewusst mit seiner jüdischen Identität spielt, darf zumindest einmal kurz neben Ephraim Kischon gestellt werden.
Reich-Ranicki meinte mal, die Deutschen würden Kishon nur aus schlechtem Gewissen lesen. Kishon antwortete: "Das denk ich ja auch, aber was soll ich gegen die vielen Leser machen?"
Er darf das, er ist Jude! Polak scheint sich am Ende trotzdem nicht getraut zu haben, solche Spitzen zu bringen. Es scheint, er hatte Angst vor seiner eigenen Courage. Das wird ihm am Ende auch weniger Leser einbringen.
Schade, dass Kishon dieser Titel nicht eingefallen ist. Das wäre ein Buch geworden!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen da führt kein Weg vorbei, 8. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
..also es gibt ja die berühmte Frage, was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen. Naja, Ehemänner tut nicht so... Eure Ehefrauen vermisst ihr doch nicht wirklich oder? Jetzt habt ihr aber einen Grund warum die Einsamkeit ein Genuss werden kann.. das Buch "ich darf das, ich bin Jude" muss mit. Ist die Ehefrau eine Kann-Entscheidung, Oliver Polak ist ein muss... Also viel Spaß und Flaschenpost nicht vergessen.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da ist ja mein Leben spannender, 15. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
Oliver Polak wollte wohl eine Autobiographie schreiben, da er sein bisheriges Leben wahrscheinlich äußerst unterhaltsam fand. Aber die Biographie eines eher "unbedeutenden" jungen Mannes, deren Pointen darin liegen, dass ihm vor einigen Jahren ein Hoden entfernt wurde oder sein Vater gern telefoniert, würde sich vermutlich eher schlecht verkaufen. Da hat der Herr Polak sich wahrscheinlich an seine Religionszugehörigkeit erinnert und gedacht "jüdischer Humor hört sich gut an und ist in Deutschland eh ein brisantes Thema".
So schaut nämlich das gesamte Buch hinterher auch aus. Der junge Mann scheint nicht viel Aufregendes oder wirklich Erwähnenswertes erlebt zu haben. Den einzigen Bezug zu seinem Glauben erblickt man in der Schilderung seiner Vorlandung zur Musterung, trotz der Tatsache, dass er als Nachfahre von KZ-Insassen eh nicht zur Bundeswehr gemusst hätte. Ansonsten versucht der Autor krampfhaft irgendetwas jüdisches in seine Erzählungen einzubauen. Irgendwie kommt auch die einfache Bekenntnis durch, dass sein Religionszugehörigkeit kaum wirklich eine Rolle für den Autor gespielt hat.
Der Humor an sich ist eher flach und banal. Den ansonsten als intelligent bekannten jüdischen Humor à la Woody Allen erlebt man nicht mal ansatzweise.

All in all ist es folglich eine eher langweilige Autobiographie eines jungen Mannes, der nicht wirklich etwas interessantes zu melden hat und es mit ein Paar trivialen Witzen zu überspielen versucht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderes Buch, 10. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Kindle Edition)
Das Geschichte handelt von einem jungen jüdischen Mann, der sein Leben sehr interessant, manchmal mit schwarzem Humor beschreibt.
Des Buch ist zu empfehlen!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen guter titel - guter start - etwas zähes ende, 13. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
über den inhalt wurde hier schon genug geschrieben.

wer sich als jüdischer schriftsteller präsentiert, darf den vergleich mit kishon und torberg nicht scheuen. in punkto witz kann es das buch - und damit polak - zumindest streckenweise mit diesen beide grossen aufnehmen - und in der formulierung gehört er einfach einer anderen generation an - und einer anderen berufsgruppe: so kommt es nicht von ungefähr, dass das buch sprachlich eher brachial gehalten ist und ist polak daher auch nicht vorzuwerfen.

vorzuwerfen ist ihm aber, dass das buch im letzten drittel etwas zähe ist - man darf seine leser nicht langweilen - und auch oliver polak darf das nicht!
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich langweile sie, ich bin Jude., 9. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
Die Deutschen haben einen Judenknacks. Das wussten schon die 68er und seitdem hat sich die deutsche Berührungsangst gegenüber ihren "jüdischen Mitbürgern" zumindest nicht verringert. Da könnte es, so meint man, amüsant sein, die andere Seite zu sehen - sozusagen Deutschland und den hier lebenden Juden einmal amüsant den Spiegel vorzuhalten, das Verhältnis zu entkrampfen und nebenbei noch gut zu unterhalten.

Schade nur, dass man Dinge, die man zu sehr will, nicht erreicht. Polak gelingt es nicht, nicht im Ansatz, jüdisches Leben in Deutschland darzustellen. Was ihm wohl gelingt, ist, zu beschreiben, wie Deutsche sich jüdisches Leben in Deutschland so vorstellen, sofern sie je darüber nachgedacht haben. Das ist alles ganz nett und nicht weiter auffällig, aber eben nichts besonderes. Sollten Sie also Interesse an einem weiteren semi-witzigen Buch voller deutschem "Humor" und "Was-ich-sagen-kann-weil-ich-Jude-bin-und-du-nicht-weil-du-es-nicht-bist"-Gespitzel, dem wird dieses Buch sicher gefallen.

Alle anderen mögen den "koscheren Knigge"lesen. Der ist wirklich komisch und zugleich ziemlich realistisch.
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22 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen zum gähnen..., 29. Mai 2011
Von 
Maschinenkanone - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ich darf das, ich bin Jude (Taschenbuch)
Ich kann die Meinung der anderen Rezensienten gar nicht teilen. Der Autor bedient ein Klischee nach dem anderen. Gleich im ersten Titel erwähnt er die "Autobahnen des Herrn Hitler". Wenig später folgen Konzentrationslager und Neonazis. Der Holocaust war schlimm, ob das jemand in ein satirisches Buch einbinden sollte - selbst wenn er Jude ist - darüber sollen Rabbiner streiten. Ich finde es ... "geschmacklos" ist gar nicht das richtige Wort ... viel eher trifft es "einfallslos". Es hat für mich etwas von "Trittbrettfahrerei" auf Kosten eines so heiklen Themas. Preislage: "Aufmerksamkeit erregen um jeden Preis". Selbst um diesen.

Ansonsten ist das Buch eine permanente Aneinanderreihung von gähnend langweiligen und aus den Fingernägeln gesaugten Kalauern. Billigeren "Humor" habe ich in der Comedy-Welt lange nicht mehr gehört. Ich fange gar nicht an, Beispiele aufzuzählen. Am laufenden Band werden "lustige Bemerkungen" auf einem Niveau rausgepresst, das bestenfalls an einem Stammtisch nach ordentlich Bier erheiternd wirken könnte.
Ich finde es einfach gähnend langweilig ... und nach sehr kurzer Zeit nervend.

"Hodenamputation" ist ein weiteres furchtbar lustiges Thema, das "komödiantisch verwurstet" wird. Prost Mahlzeit. Selbstverständlich wird auch das Thema "Beschneidung" in marktschreierischem Exhibitionismus durch den Wolf gedreht und man erfährt alles über die verschiedenen "Vorhaut-Moden" in der jüdischen Glaubenswelt.

"Holocaust", "Krebs" und "Vorhaut" und dazu am laufenden Band billige Witze ... das muss sich ja gut verkaufen ... in einer Gesellschaft, in der (aufgrund von literarischer Anspruchslosigkeit) "Feuchtgebiete" zum Bestseller wurde!

Ein Stern für das Buch, weil es schade um die Zeit ist. Humor hat etwas mit "Geist" zu tun. Und der fehlt hier völlig. Alles wirkt konstruiert und ausgedacht und krampfhaft überzogen. Und der Titel des Buches scheint mir nichts anderes zu sein als eine verkaufsförderne Provokation, humoristisch gesehen auf ebenso billigem Niveau wie sich das ganze (Hör)Buch bewegt.

P.S.: Zur Veranschaulichung doch noch ein (repräsentatives) Beispiel für den "Humor" dieses Buches: Irgendwo erzählt der Autor, dass er früher mal mit seiner Freundin alleine in den Urlaub fahren wollte. Seine, von ihm als unerträglich übergreifend und autoritär beschriebene, Mutter kommentiert das mit: "Das kannst du machen wenn du achtzehn bist!" Er antwortet: "Aber ich bin doch schon einundzwanzig!" Und sie darauf: "Tja, mein Junge, dann hast du diese Chance eben verpasst!"
Zum Brüllen, oder? :o|
So "geistreich" sind alle Witze des Buches. Dieses erbärmliche Niveau zieht sich durch das ganze Buch. Schlag auf Schlag. Es nervt ... nervt ... nervt. :o(
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