Fashion Pre-Sale Hier klicken BildBestseller Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic GC FS16

Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen96
3,7 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 27. November 2012
Ich habe mich gestern Abend dazu überwunden, dieses Buch fertigzulesen, nachdem ich es vorher einige Male abgebrochen habe. Abbrechen tue ich für gewöhnlich nur, wenn die Bücher richtig schöner Mist sind den ich mir nicht antun möchte oder richtig schöne Schönheiten, wenn ich sie nicht enden lassen will. Jetzt war es keines von beidem, jetzt hatte ich einfach pure Angst, es fertig zu lesen. Normalerweise bin ich ja nicht so ein Angsthase, aber das ging mir teilweise zu weit... Die Schreibweise, wenn die Befragten reden, gespickt mit "ähm" oder ab und zu umgangssprachlicher Grammatik lässt die ganze Atmosphäre realer erscheinen als es mir lieb ist, man fühlt mit, lacht mit, zittert mit... Immer im Hinterkopf, dass es auf realen Ereignissen beruht. Die Idee ist so simpel aber so gut umgesetzt, dass dieses E-book schlichtweg genial ist. Einen Rat möchte ich noch geben: Wenn man es liest gelten folgende Regeln: Abends. Bei Dunkelheit. Im Bett. Vollkommene Stille. Dann ist das ganze überhaupt nicht mehr gruselig! Das macht alles viel besser! */ironie off
Ich geh mir kurz den Angstschweiß aus dem Shirt wringen...
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2013
Ja, "S3" ist ein Roman, aber noch viel mehr. Er begeistert durch seine ungewöhnliche Struktur und seine Realitätsnähe.

Zum Inhalt:
Im Gespräch mit einer Kommilitonin stößt Oliver Susami auf ein Faszinosum, das ihm Abstand zum wissenschaftlichen Alltag beschert. Im untersten Stockwerk "S3" der Bibliothek sollen unerklärliche, geradezu unheimliche Dinge vorgefallen sein. Durch Aushänge in der Universität trifft er auf Menschen, die ihm von ihren Erfahrungen dort berichten. "Etwas" scheint auf S3 tatsächlich zu wirken. "Etwas" Unfreundliches und Hämisches.

"S3" ist kein gewöhnlicher Roman, weil der Autor transkribierte Interviews mit einem personalen Erzähler kombiniert. Inwiefern man dem Erzähler Oliver Susami Glauben schenken darf, bleibt dem Leser überlassen, aber die Wahl der Struktur suggeriert Wahrheit. Und damit steigert der Autor in den Interviews und seinen eigenen Erlebnissen geschickt das Grauen, bis zum finalen, glaubwürdigen Akt.

Der Stil ist makellos und erdet das vermeintlich Übersinnliche zusätzlich in der Realität. Zudem ist diese Kombination so spannend, dass ich meinen Kindle kaum aus der Hand legen konnte. Ein gelungenes Experiment, würde ich sagen.

Fazit: Ein ungewöhnlicher, lesenswerter Roman, der von mir 4,5 von 5 Sternen bekommt. Denn ein bisschen vermisse ich doch die Nähe zum Erzähler. Nicht dass der Autor sie nicht erschafft, im Gegenteil, aber mir war es ein bisschen zu wenig. Ich erhoffte mir vielleicht mehr Privates aus dem Leben der Hauptfigur, die der Autor ja anscheinend ist, das ein noch stärkeres Gegengewicht zu den Interviews und den Recherchen gegeben hätte. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
0Kommentar|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2014
Ich muss sagen, ich gebe nicht so oft Rezensionen zu Büchern, aber bei diesem hier finde ich es angebracht.

Es ist Ewigkeiten her, dass ich ein so spannendes Buch gelesen habe und ich lese wirklich sehr viel! Gerade durch den personellen Erzähl Stil hat man das Gefühl, hautnah mit dabei zu sein. Die Interviews, welche Wort für Wort wiedergegeben wurden, steigern zusätzlich die Spannung und vermitteln Wahrheit und Nähe zur Realität.
Wenn man Begriffe wie "Übernatürlich" oder "Übersinnlich" liest, dann erwarten viele oftmals wirklich übertriebene Erlebnisse, welche man sich überhaupt nicht vorstellen kann.
Doch gerade, weil das in diesem Buch nicht der Fall ist und die Betroffenen Situationen erleben, die dem einen oder anderen von uns vielleicht auch schon mal passiert sind, hat man hier das Gefühl von Realität und gerade das hat mir teilweise eine gewaltige Gänsehaut verpasst.
Man konnte sehr gut die anfängliche Skepsis des Autors bezüglich der Geschehnisse in S3 mitverfolgen und auch wie sich nach und nach seine Ansichten verändert haben, seine anfängliche Neugier in Unwohlsein und schließlich in Angst.

Ich finde, dass der Autor all diese Gefühle und Eindrücke sprachlich sehr gut rüber gebracht hat und ich kann euch sagen, ich habe noch nie so unruhig geschlafen, wie gestern Nacht, als ich mit dem Buch durch war! :)

Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen und gebe deswegen 5 Sterne. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von Oliver Susami lesen, denn S3 hat mich wirklich überzeugt. ;) Als nächstes ist nun " Vierter Stock Herbsthaus" an der Reihe. Ich bin schon sehr gespannt!

Liebe Grüße
Melanie
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2013
Ich lese gerne und viel, aber bisher habe ich mich noch nicht zu einer Rezension auf Amazon hinreissen lassen. "S3" nun soll meine erste Buchrezension werden, denn es hat mir ein paar unruhige Nächte beschieden. Und wenn man gerne Gruselgeschichten liest, dann ist diese Tatsache doch die höchste Auszeichnung für eine ebensolche.
Der realistische Schreibstil - die angeblich geführten Interviews wurden auf Band aufgenommen und danach eins zu eins abgetippt inklusive aller umgangssprachlichen Redewendungen und ähs und hmms - ist wohl der Grund dafür, dass sich die Geschichte so realistisch liest. Dementsprechend unheimlich wird es, wenn die einzelnen Interviewpartner von ihren haarsträubenden Erlebnissen tief im unterirdischen Herzen der Bibliothek - der Abteilung S3 - berichten. Auch die Tatsache, dass keine blutrünstigen Monster auftauchen, sondern durchwegs Vorkommnisse der subtileren Art beschrieben werden, rücken die Geschichte in den Bereich des Möglichen.
Ich habe das Buch an drei Abenden verschlungen und danach wohl für drei weitere Abende eher unruhig geschlafen, weil ich immer damit gerechnet habe, dass im nächsten Augenblick etwas Ungewöhnliches in meinem dunklen Schlafzimmer vorgehen muss. Somit kann ich meine vollste Empfehlung abgeben - aber bitte alleine zu später Stund lesen!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Dezember 2015
Erwartet habe ich einen gruseligen Erfahrungsbericht, der einen nachts nicht schlafen lässt!
Das Buch besteht aus Erzählungen vom Autor selbst und aus seinen Interviews mit Studenten und Mitarbeitern. Dabei nehmen die Interviews den größten Teil ein.

Der Autor hat die Interviews original übernommen inklusive "ähs" und "ähms" etc. Mich persönlich hat das nicht gestört, oder meinen Lesefluss. Über so etwas kann ich ganz gut drüber weg lesen.
Für mich waren diese Interviews und was man dort erfahren hat zwar sehr interessant, aber nicht gruselig genug.
Ich musste mir auch mehrmals wieder in Erinnerung rufen, dass diese Dinge wirklich passiert sind, bzw. Personen es genauso erzählt haben. Es hat einen zwar schon zum Nachdenken angeregt und es war schon ziemlich merkwürdig und obwohl ich mich selbst eher als Angsthase bezeichnen würde, war es mir einfach nicht schaurig genug!

Die Interviews beinhalteten teilweise auch Wiederholungen und man hat einfach nichts Neues erfahren.
Zwischendurch erzählt der Autor von seinen eigenen Erlebnissen in der Bibliothek, diese Stellen haben mir gut gefallen.

Allerdings ist das Ende nicht so nach meinem Geschmack gewesen! Ich habe keineswegs mit einer Auflösung gerechnet, aber vielleicht eine ausführlichere Stellungnahme vom Autor mit Erklärungsversuchen.

Fazit: Für mich persönlich war der Gruselfaktor eher gering, aber es war schon unterhaltsam und hat sich von den anderen Büchern unterschieden, die ich sonst so lese.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. März 2013
Wow, also das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war extrem spannend. Ich würde sogar behaupten, dass es eins der spannensten Bücher war, das ich bislang gelesen habe. Der Gruselfaktor ist enorm. Gerade die Interviews, die in einem lockeren Umgangston verfasst wurden, tragen zur authentischen Stimmung bei. Das Buch besteht aus vielen Interviews und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie die Panik in einer solchen Lokalität stetig ansteigt. Der "echte" S3 -sofern ich mit meiner Vermutung der Örtlichkeit richtig liege- ist momentan wohl wegen Umbauten gesperrt....woran das wohl liegen mag.... ^^
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2015
Gegen 5 Uhr Morgens war ich mit dem Buch fertig. Alleine. Im dunklen Schlafzimmer. Effektiv war's auf jeden Fall, denn ich musste in der ganzen Wohnung Licht anmachen, um meine Katzen aus der Küche zu holen. Diese haben sich doch tatsächlich im Tiefschlaf befunden (wie oft kommt das schon bei Katzen vor?!), denn alleine wäre es für mich unmöglich gewesen einzuschlafen, obwohl ich alles andere als ein ängstlicher Mensch bin.

Jedem ist selbst überlassen, ob er diese Geschichte als Wahr oder Fiktion empfindet/sieht. Ich bin zugeneigt dem zu glauben. (Ich hatte/habe meine Gründe wieso ich ausgerechnet dieses Buch lesen wollte.) Vielleicht könnte man sich eher fragen, ob die Interviewten ganz die Wahrheit gesagt haben, aber wie gesagt, das ganze ist jedem selbst überlassen.

In diesem Buch finden sich zumal die Interviews mit Leuten die „etwas“ in der S3 Bibliothek erlebt haben und da diese genau so abgetippt wurden, wie sie aufgenommen wurden, kommen eben auch viele „Ähms“ und „Hmms“ neben der Umgangssprache vor. Diese haben das ganze für mich sehr greifbar und realistisch gemacht, kann sein, dass das nicht für jedermann was ist, aber spätestens nach dem Buch weiß man es ganz genau ;)
Zwischendurch erzählt der Autor auch von seinen Erfahrungen und Versuchen in S3.

Ich persönlich finde das Buch grandios und werde es gerne weiter empfehlen!
Unglaublich gute Unterhaltung, konnte kaum aufhören zu lesen, zudem ist der Gruselfaktor hoch zehn.
Nun.. Angst kann an auch bekommen. Ganz sicher. Ja.
Tatsächlich ist es so, dass ich gerne zu dem eBook mir wohl irgendwann noch die Taschenbuchausgabe besorge, weil ich gerne solch tolle Bücher zum anfassen gerne im Regal habe.

Die Katzen habe ich übrigens links und rechts neben mir, unter der Bettdecke deponiert und erst als sie schnurrten, war alles ok.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2015
Oliver Susami erzählt uns hier eine nette, kleine Geschichte, von der er behauptet, dass sie wahr wäre. Es geht um die Bibliothek der Uni, an der er studierte, und da speziell um eine Abteilung, die S3 genannt wird. Denn dort, so teilt er uns gleich zu Beginn mit, spukt es. Er hat es von mehreren Bekannten gehört und dieses Thema interessiert ihn so brennend, dass er beschließt, Nachforschungen über diesen Spuk anzustellen. Dazu hängt er Zettelchen an den Aushang der Uni mit der Bitte, dass sich Leute bei ihm melden, die tatsächlich selbst etwas erlebt haben.

Wider Erwarten melden sich einige Leute, und so trifft er sich jeweils mit ihnen, bewaffnet mit einem Aufnahmegerät und der Hoffnung, mehr zu erfahren. Diese Gespräche werden in dem Buch in Form der Interviews widergegeben, einschließlich aller "äh" und Pausen und grammatikalischen Fehlern, um die Authenzität hervorzuheben. Insgesamt handelt es sich um acht Leute, die bereit waren, von ihren Erlebnissen zu berichten, darunter Studenten, (ehemalige) Mitarbeiter der Bibliothek und einen arbeitslosen Flaschensammler, eine bunte Mischung aus alt und jung, männlich und weiblich. Ende April beschließt Susami schließlich, sich ein paar Nächte in der Bibliothek, speziell in der betroffenen Abteilung, um die Ohren zu hauen - und seitdem, so sagt er, hat er diesen Ort nicht wieder betreten: Zu schlimm war das Erlebnis, das er in der 3. Nacht hatte.

Das Buch wirkt durch die Interviews und die Behauptung, alles beruhe auf wahren Begebenheiten, eher wie ein Sachbuch als ein Roman. Tatsächlich sind einige der Berichte ernsthaft gruselig, gerade die Erzählung von Mara und dem Computerspezialisten wirkten direkt auf das Angstzentrum. Leider zerstört der Autor die aufkommende Spannung durch seine teilweise ernsthaft nervigen Fragen. Er wiederholt sich regelmäßig, fragt wirklich sinnloses Zeug und das Ende ist eher antiklimaktisch. Da, so gebe ich zu, hatte ich viel mehr erwartet. Ich bezweifle auch den Wahrheitsgehalt der Aussage, alles sei echt, aber falls ich mal nach Konstanz komme, werde ich zusehen, ob ich einen Weg in die Unibibliothek finde ... ;)

Fazit: Das Buch ließ sich durch seine Kürze und manche der Berichte sehr schnell lesen, war auch teilweise unterhaltsam, gar gruselig, störend wirken sich jedoch viele Wiederholungen und diverse Rechtschreib- und Zeichensetzfehler (außerhalb der Interviews!) aus.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2013
Ich bin zu diesem Buch gekommen, als ich zufällig über die Leseprobe des Autors stolperte. Ich war von der Story so mitgerissen, dass ich die ganze Geschichte lesen wollte, und (größtenteils) habe ich es nicht bereut.

Vorweg eine Warnung: Man darf sich bei diesem Buch kein zusammenhängendes Stück Prosa erwarten. Wie bereits aus der Leseprobe deutlich hervorgeht, handelt es sich vielmehr um lose zusammenhängende Interviewtranskriptionen, wobei alle paranormale Aktivitäten im Bibliotheksbereich S3 behandeln. Diese Transkriptionen sind natürlich keine ausformulierten Texte, sondern konzeptionell mündlich, lesen sich also etwas ungewöhnlich und zerhackt. Man sollte sich jedoch von den "ähs" und "ähms" nicht abschrecken lassen, ansonsten würde einem ein unterhaltendes Stückchen Lektüre entgehen.

Zur Rahmenhandlung: Der Ich-Erzähler (möglicherweise der Autor?)sammelt Berichte zum titelgebenden Universitätsbibliotheksbereich S3, nachdem er erfahren hat, dass sich dort ungewöhnliche Vorfälle häufen. Er sucht also nach Studenten und Bibliotheksmitarbeitern, die bereits unerklärliche Phänomene beobachtet haben, und zeichnet ihre Berichte auf Band auf. Neben den Transkriptionen dieser Gespräche, die das Buch beinahe vollständig ausmachen, gibt es immer wieder narrative Einschübe des Autors, in denen er beschreibt, was sich zwischen den Interviews zugetragen hat; auf diese Weise erhält der Leser ein solides Grundgerüst für die Geschichte.

Die Raffinesse dieses Buches besteht meines Erachtens in dem minimalistischen Stil, in dem das Ganze präsentiert wird. Schnörkellos werden dem Leser harte Fakten vor die Nase geknallt; Deutungen des Erlebten werden vermieden, der Leser ist also angehalten, sich selbst eine Meinung über die seltsamen Vorkommnisse in S3 zu bilden. Man fühlt sich dadurch involviert, stellt selbst Spekulationen über mögliche Zusammenhänge an und tastet die Zeugen auf ihre Glaubwürdigkeit ab.

Ein angenehmer Nebeneffekt dieses schlichten Stils ist natürlich, dass das Buch (vielleicht wäre "Büchlein" passender) sich sehr rasch liest. Für eine gemütliche Gruselstunde an einem verregneten Freitagabend ist es also wie geschaffen.

Ich habe die Lektüre in den ersten zwei Dritteln überaus genossen und wurde von der Handlung förmlich aufgesogen. Das Ende fand ich dann allerdings ziemlich enttäuschend. Der Spuk (oder was es war) bleibt ungeklärt, und was noch viel schlimmer ist: Der Autor wird seinem sachlichen Stil untreu, als der Ich-Erzähler persönlich in die Ereignisse involviert wird. Dieser Umschwung in der Handlung - vom passiven Beobachter zum aktiven Zeugen - lässt das gesamte Konstrukt, auf dem sich die Geschichte aufbaut, ins Wanken geraten, noch dazu, da der "Geist" gleich in die Vollen geht, um den Protagonisten für immer zu vergraulen. Hat er sich davor noch recht sittsam verhalten, so wird er plötzlich sehr stofflich und geradezu abstrus real, was einen unschönen Bruch innerhalb des Plots ergibt. Sollte es sich tatsächlich um eine reale Begebenheit handeln, wie der Klappentext dem Leser weismachen will, so wäre solch eine Inkonsistenz natürlich verkraftbar. Für die Fiktion war es in meinen Augen ein Genickbruch, und so konnte ich das Buch nicht mit einem positiven Gefühl beenden.

Im Großen und Ganzen kann ich "S3" durchaus an Freunde des gepflegten Grusels weiterempfehlen. Wer gerne Schauergeschichten lauscht, ist hier sicher gut aufgehoben.

Vielleicht möchte der Autor sich einmal um eine Hörbuchausgabe bemühen? Ich bin sicher, das auditive Medium würde die Spannung und Authenzität des Buches noch um ein Vielfaches intensivieren.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Januar 2016
Mich konnte das Buch größtenteils überzeugen.
Einige Dinge haben mir sehr gut gefallen. Gut finde ich zunächst, dass die Illusion, der reale Autor Oliver Susami habe das in dem Roman Erzählte tatsächlich selbst erlebt, konsequent gewahrt wird. Auch auf der Autorenwebsite wird nicht explizit erwähnt, dass es sich um ein fiktionales Werk handelt. Das macht das Leseerlebnis um einiges spannender und echter. Dieser Effekt wird durch den neutralen Bericht- und Interview-Stil, in dem der Roman geschrieben ist, verstärkt.
Im ersten Moment hat mir weniger gut gefallen, dass in dem Buch eigentlich relativ wenig passiert und ein wirkliches Ende, eine Auflösung fehlt. Die beschriebenen paranormalen Phänomene sind so harmlos, dass es mich beim Lesen nicht wirklich gegruselt hat. Trotzdem fand ich den Roman spannend und habe ihn innerhalb von zwei Tagen verschlungen, weil ich 1. immer dachte, "da komme noch was" und 2. auf die Auflösung gespannt war. Nachdem ich die Leseerfahrung ein wenig habe sacken lassen, finde ich es aber eigentlich gar nicht mal so schlecht, dass in dem Buch relativ wenig passiert und die Auflösung fehlt, da auch dies die Illusion stützt, der reale Autor habe das Erzählte tatsächlich erlebt. Wäre das Erlebte zu phantastisch gewesen, wäre die Illusion durchbrochen worden.
Als Thriller gelesen ist dieser Roman daher vielleicht nicht ganz befriedigend - als literarisches Experiment aber durchaus!
Der Roman enthält leider den ein oder anderen (mir sind jedoch höchstens fünf aufgefallen) Rechtschreib- bzw. Tippfehler. Der Roman scheint vom Autor selbst verlegt worden zu sein, daher wurde vermutlich am Lektorat gespart. Schlimm finde ich das nun nicht, aber wer sich an sowas stört, sei zumindest gewarnt.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

0,99 €
3,49 €