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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und dein so schönes Gesicht - schwebte der Traum wie Rosenblätter im Wind
Als 1937 Selznick seine Scarlett für "Vom Winde Verweht" suchte, pilgerten soviele junge Frauen nach Hollywood um diese Rolle zuergattern - jedoch vergebens!!! Nicht einmal die Topstars zur damaligen Zeit; wie Katharine Hepburn, Joan Crawford, Miriam Hopkins konnten diese Rolle ergattern. Sogar Top-Favouritin BETTE DAVIS gelang es nicht diese Rolle zubekommen...
Vor 16 Monaten von Film-Freak veröffentlicht

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fetischismus und wahre Liebe
Koch Media veröffentlicht den vorliegenden Film im Rahmen seiner Reihe ›Film Noir Collection‹. Nun mag »The Lost Moment / Briefe aus dem Jenseits« (1947) vieles sein, aber um einen Film noir handelt es sich sicherlich nicht. Auch kann man den Film wohl kaum – wie es auf dem Cover dennoch geschieht – als ›Klassiker‹ bezeichnen. Zu...
Vor 5 Monaten von Estragon veröffentlicht


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und dein so schönes Gesicht - schwebte der Traum wie Rosenblätter im Wind, 7. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Als 1937 Selznick seine Scarlett für "Vom Winde Verweht" suchte, pilgerten soviele junge Frauen nach Hollywood um diese Rolle zuergattern - jedoch vergebens!!! Nicht einmal die Topstars zur damaligen Zeit; wie Katharine Hepburn, Joan Crawford, Miriam Hopkins konnten diese Rolle ergattern. Sogar Top-Favouritin BETTE DAVIS gelang es nicht diese Rolle zubekommen.
Unter den Bewerberinnen befand sich auch das New-Yorker-Mode-Modell Susan Hayward - auch sie musste mit einer Enttäuschung klar kommen. Zwar nahm man dann die Schauspielerin bei Paramount unter Vertrag, doch es folgen nur viele unbedeutende Nebenrollen, die nicht der Rede wert waren. Doch dann nahm Wagner sie unter seine Fittiche und das mit Erfolg...
Später wurde Hayward sogar fünf mal für den Oscar nominiert und gewann diesen dann schließlich für das Todesstrafen-Drama "Lasst mich Leben"(und das mit Recht - ihre Darstellung war einfach meisterhaft).
Leider schaffte die Hayward niemals den sogannten Durchbruch, obwohl sie auch eine gewisse Anzahl an tollen Rollen in Filmen wie "Schnee am Kilimandscharo" oder "die Gladiatoren" spielte - war keine darunter, die ihr einen Platz unter den "Unsterblichen Stars" verschaffte und geriet eher in Vergessenheit. Ihre Schauspielkunst erwies sich eben nicht als so zeitlos wie die einer "Monroe" oder so dauerhaft wie die einer "BETTE DAVIS"....

So geriet auch dieser Film "Briefe aus dem Jenseits/The Lost Moment" mit ihr in Vergessenheit, obwohl Susan Hayward auch hier eine tolle Leistung bringt. Doch hat Koch-Media mit dieser DVD-Veröffentlichung einen "echten verschollenen Schatz" geborgen - womit man sicher niemals gerechnet hätte, dass dieser Film doch nochmal auf DVD herauskommt.
Vielleicht mag es daran gelegen haben, weil man diesen Film nicht so wirklich in eine bestimmte Filmkatergorie einordnen konnte. Er ist - man kann fast sagen - Grusel, Horror, Thiller, Film-Noir, Kostümfilm und Romanze in einem.
Doch lebt dieser Film allenvoran wegen der genialen Schauspielkunst von Susan Hayward & Robert Cummings und auch seiner dichten und romantisch-mysteriösen Atmosphäre wegen.
Ein Film, welcher die selben Kriterien erfüllt und ebenfalls ein Meilenstein der Filmgeschichte ist, wäre die Romanverfilmung von Wilkie Collins "Das Geheimnis der Frau in Weiß/Woman in White" aus dem Jahre 1948 mit Alexis Smith, Eleanor Parker, Sydney Greenstreet und Agnes Moorehead, welche auch in so vielen Filmen, mit eingeschlossen "THE LOST MOMENT", ihre tolle Schauspielkunst beweist....
(Einige Sätze von "meinem Vorwort" kann man auch wieder in dem dabei liegenden Booklet von Koch-Media finden!!!)

Doch nun zum Film:
Literaturagent Lewis Venable(Robert Cummings) reist in die Lagunenstadt Venedig, um im Haus einer über Hundertjährigen nach den Liebesbriefen des verschollenen Poeten Jeffrey Ashton zu suchen. Was er findet, lässt ihm jedoch die Gänsehaut zu Berge stehen. Denn des Nachts schlüpft Tina(Susan Hayward), die Nichte der alten Dame, in die Rolle der einstigen Geliebten, um ausgerechnet den Neuankömmling für den Dichter zu halten ...

Dieser Psychothriller mit einer gehörigen Portion Grusel war die einzige Regiearbeit des Schauspielers Martin Gabel, die er frei nach dem 1888 erschienenen Roman "The Aspern Papers" des US-Schriftstellers Henry James (1843-1916) stimmungsvoll in Szene setzte.
Vor der wunderbaren Kulisse von Venedig gibt Hollywood-Diva Susan Hayward die junge Nichte, die Hitchcock-Veteran Robert Cummings ("Saboteure", "Bei Anruf Mord") für den bewunderten Dichter hält.

Bild- und Tonqualität sind erstaunlich gut und verständlich für einem Film aus dem Jahre 1947.

Als Extras bietet diese DVD:
- eine Bildergalerie mit seltenem Werbematerial &
- ein ein sehr interessantes 12-seitiges Booklet

Film-Noir ist und bleibt mit eine der besten Kategorien des Film - vorallem wenn es sich dabei um Verfilmungen mit Stars des "ALTEN HOOLYWOODS" wie Veronika Lake, Edward G. Robinson, Bette Davis,... handelt.
Filme, welche es sicher noch verdient hätten, auf DVD veröffentlicht zu werden, wären die Film-Noirs "Scarlett Street" mit Edward G. Robinson & Joan Bennett, "Der Glässerne Schlüssel" mit Veronika Lake & Alan Ladd und "Der Schwarze Kreis" mit Bette Davis & Peter Lawford...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe, Geheimnis und Verrat in einem Venedig, das selten so stimmungsvoll war wie hier, 6. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Bei dem Namen Martin Gabel kommt selbst der der eine oder andere Filmfreund ins Schleudern, beschränken sich seine Filmauftritte doch auf relativ wenige Nebenrollen.
Daß seine Verfilmung des Henry James-Romanes Die Aspern-Schriften: Roman, "Briefe aus dem Jenseits", floppte und seinem Produzenten Walter Wanger hohe Verluste bescherte, dürfte wohl der Hauptgrund dafür sein, daß der Film seine einzige Regiearbeit blieb - ein Jammer, denn wenn man sich den überaus stimmungsvollen, atmosphärisch dichten und von Hal Mohr wunderschön fotografierten Film ansieht, ist es eigentlich nicht nachvollziehbar, warum der mit Susan Hayward, Robert Cummings und Agnes Moorehead obendrein prominent besetzte Film seinerzeit ein derartiger Reinfall war.
Umso schöner, daß dieser fast vergessene Film nun endich auf DVD erschienen ist.
Vorab jedoch eine kleine "Warnung" an alle Freunde des Film Noir, obwohl der Film in der Noir-Collection von Koch Media erscheint, ist diese Einordnung ein wenig irreführend, denn trotz einiger weniger Noir-Anleihen handelt es sich doch eher um eine klassische Gothic Novel.

"Briefe aus dem Jenseits" ist einer jener Filme, der Liebhaber des Genres bereits mit seinen ersten Worten und Bildern in seinen Bann zieht, nicht weniger als der berühmte Anfangsmonolog aus "Rebecca".
Die Kamera fährt durch ein altes Haus und bleibt an einer leeren Stelle in einem Bücherregal hängen, während der Verleger Lewis Venable (Robert Cummings) aus dem Off seine Erzählung beginnt:
Vor über dreißig Jahren, etwa um die Jahrhundertwende, erfuhr Lewis, daß Juliana Bordereau (Agnes Moorehead), die langjährige Geliebte des 1843 unter mysteriösen Umständen verschwundenen Schriftstellers Jeffrey Ashton, noch immer lebt und im Besitz von Liebesbriefen Ashtons sein soll, deren Auffinden und Veröffentlichung eine literarische Sensation wären.
Unter falschem Namen mietete sich Lewis im venezianischen Palazzo der inzwischen 105-jährigen Juliana und ihrer Nichte Tina (Susan Hayward), die dringend Geld benötigen, ein, um nach den Briefen zu suchen.
Als sich nach Wochen erfolglosen Suchens herausstellt, daß die tagsüber sehr spröde und ihm gegenüber feindselige Tina des Nachts in Kleidern und mit dem Schmuck Julianas durch den Palazzo wandelt, sich selber für Juliana und Lewis für ihren Geliebten Jeffrey zu halten scheint, lässt Lewis, zu allem bereit, um die Briefe in seine Hände zu bekommen, sich auf das gefährliche Spiel ein...

Henry James' Vorlage basiert lose auf dem Leben Claire Clairemonts, einer Stiefschwester Mary Shelleys und Geliebter Lord Byrons sowie ihres Schwagers Percy Shelley, dessen Briefe sie bis zu ihrem Tod aufbewahrte und nie der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Während Clairemont ihre letzten Lebensjahre mit ihrer Nichte jedoch in völliger Zurückgezogenheit in Florenz verbrachte, verlegt James den Handlungsort nach Venedig und es gibt wohl keine andere Stadt, die für ein Kostümdrama mit Gothic- und Mystery-Elementen besser geeignet wäre als das Venedig der Jahrhundertwende.

Obwohl der Film nicht an Originalschauplätzen gedreht wurde, gelingen Gabel und Mohr einige wunderschöne, stimmungsvolle Bilder der Lagunenstadt mit ihren alten Palazzos und verwunschenen Gärten - fast möchte man meinen, daß Venedig auf der Leinwand nie malerischer und geheimnisvoller war als hier, wenngleich die "Ausgeh-Szene" gegen Ende des Filmes doch ein wenig studiokünstlich wirkt.
Auch der Palazzo mit seinem Labyrinth aus Gängen und Treppen, Spinnweben und der langsam verfallenden Pracht vergangener Zeiten passt wunderbar zu der fesselnden Geschichte um Liebe, Eifersucht, Wahnsinn und ein Verwirrspiel um Identitäten.
Die von mir ohnehin sehr geschätzte spätere Oscargewinnerin Susan Hayward, die schon mit Anfang Zwanzig in der näheren Wahl für die Rolle der Scarlett O'Hara in "Vom Winde verweht" war, glänzt hier in einer relativ frühen Paraderolle als geheimnisvolle Schöne mit multipler Persönlichkeit und auch Robert Cummings, abgesehen von Hitchcocks "Saboteuren" eher aus besseren Nebenrollen, überwiegend in leichten Komödien, bekannt, überzeugt als von seiner Arbeit besessener Verleger, der für den Fund seines Lebens alle Warnungen des örtlichen Geistlichen in den Wind schlägt und zu allem bereit ist, um seine Überzeugung durchzusetzen, nach der die Hinterlassenschaften eines Künstlers nicht wenigen, sondern der Allgemeinheit gehören sollten - eine Thematik, die umso interessanter ist, als Henry James selber sein Leben lang die gegenteilige Auffassung vertrat, sein eigenes Privatleben strikt von der Öffentlichkeit abschirmte, den größten Teil seiner privaten Papiere einige Jahre vor seinem Tod verbrannte und auch seine Bekannten regelmäßig darum bat, seine Briefe nicht zu veröffentlichen beziehungsweise am liebsten zu vernichten.
Agnes Moorehead, seinerzeit erst Mitte Vierzig, ist in der Maske der 105-jährigen Juliana beim besten Willen nicht zu erkennen, liefert aber ebenfalls eine überzeugende Vostellung ab und wird von Regie und Kamera äußerst effektvoll in Szene gesetzt, indem man beispielsweise in ihrer ersten Szene nur eine ihrer Hände und erst später ihr Gesicht zu sehen bekommt.
Ausgesprochen gelungen auch der Spannungsaufbau, der, schon beginnend mit dem Anfangsmonolog des gealterten Lewis, immer wieder kleine Andeutungen vorwegnimmt, was die Spannung der ohnehin schon fesselnden Geschichte noch steigert - so bleiben zum Beispiel die Andeutungen des Geistlichen zunächst etwas nebulös und spätestens in dem Moment, als ein in den Palazzo verirrter Vogel gegen eine Wand fliegt und stirbt, ahnt man, daß dies nicht der einzige Tote in der düsteren Geschichte bleiben wird.
Unterstützt wird das Ganze von stimmungsvoller Musik von Daniele Amfitheatrof.
Ein wenig schade ist, daß das Ende von James' Romanvorlage etwas hollywoodtypischer abgewandelt wurde, aber letztendlich wiegt dieser kleine Wermutstropfen nicht schwer genug, daß ich hier ein Sternchen abziehe und so bleibt es bei knappen fünf.

Wer eine Schwäche für stimmungsvolle Kostümdramen mit ein wenig Mystery hat, wer zum Beispiel "Das Geheimnis der Frau in Weiß", "Rebecca" oder "Meine Cousine Rachel" mag, sollte sich diese kleine Perle des romantischen Mystery-Thrillers nicht entgehen lassen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Diese Welt birgt eine Fülle von Schönem ..., 6. März 2013
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Regie: Martin Gabel; mit: Robert Cummings, Susan Hayward, Agnes Moorehead, Walter Wanger Production, USA 1947;

... und tragischem Geschehen. Von verlorengegangener Schönheit", so die Stimme des alten Lewis Venable (Cummings) aus dem Off. Rückblickend erzählt er seine fanatische Suche nach den verloren geglaubten Liebesbriefen des Dichters Jeffrey Ashton (1787-1843) an Julianna Borderau (Moorehead). Im Jahre1843 verschwand er plötzlich ... und mit ihm die exquisiten Liebeszeugnisse. Mit einem Trick mietet sich Venable bei Julianna ein, die mittlerweise 105 Lenze zählt.
Und erhält den ersten Schock, als er die alte Dame leibhaftig sieht, denn die göttliche Julianna entpuppt sich als altes Gerippe ...

Er kommt in ein kaltes, abweisendes, aber zugleich wunderschön anzusehendes Haus. Ein Haus voller morbider Faszination, das aufgrund der Klammheit der Besitzerin dem Verfall nahe ist. So abweisend wie das Haus, ist auch Juliannas Nichte Tina (Hayward). Sie macht aus ihrer Abneigung zu Venable keinen Hehl und weißt ihm einen Platz im Haus, doch weitab des Geschehens zu. Und ein ums andere Mal wird der neugierige, junge Verleger so über den gläsernen Gang, der das Haupthaus mit seiner Wohnstätte verbindet, marschieren ... ein Gang voller Doppeldeutigkeiten, wunderbar und stimmig inszeniert. ebenso wie die träge Stimme Cummings, die einen von Anfang an in das längst vergangene (Studio-)Venedig hineinzieht.
Das Haus übt nicht nur auf Venable eine ganz eigenartige Faszination aus: "Die Tür zur Gegenwart schloss sich hinter mir." Und auf diese Reise, in die nicht ruhende, dem Wahnsinn anheimgefallene Vergangenheit, nimmt er uns Zuschauer mit. Man ahnt sofort, dass mit der strengen, spröden, altjüngferlich-viktorianischen Tina so einiges nicht stimmt. Schnell offenbart sich, wessen Leben Tina führt, und dass das Schicksal aller Anwesenden untrennbar mit den Haus verbunden ist.

So entwickelt sich in bester Gothic-Manier, mit einem Hauch Suspense und jeder Menge Mystery, ein period picture, verbunden mit viktorianischem Grusel, eine Geschichte um eine ganz besondere Liebe. Dazu Noir-Anklänge (Schatten; teils extremes Dunkel; Hell-Dunkel-Kontraste und eine Wendeltreppe, die ein schönes Sinnbild für die zu erlangende Erkenntnis ist. Dazu eine düstere Szenerie, die durch eine ausdrucksvolle Tapisserie wirkungsvoll unterstrichen wird. Bis ins kleinste Detail wunderbar inszeniert.

Manko m.E. ist allerdings stellenweise die Handlung, psychologisch hätte man das Leiden Tinas differenzierter und glaubwürdiger darstellen können. Stellenweise fand ich ihr Verhalten übertrieben und dadurch leicht unglaubwürdig.

Zur DVD: in gewohnter Aufmachung (mit Booklet) präsentiert Koch-Media #10 der Film-Noir-Reihe. Die Bildqualität überzeugt dabei mnicht durchweg -es reicht lediglich für ein GUT, mit Tendenz zu 2,5, zu viele drop-outs. Zudem gibt es KEINE UT! Interessante Extras auf der DVD sucht man auch vergeblich!

Fazit: Eine Welt voller Leidenschaften und Aberglauben. Stimmig und atmosphärisch sehr dicht, unterlegt mit gruseliger Musik - ein Film in bester Gothic-Manier!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus der Vergangenheit..., 12. Februar 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Ein Film besessen vom der Macht des Vergangenen, diese Vergangenheit ist geradezu wie ein Spuk, der alle verfolgt und nie wieder loslässt. Aber dies weiß der Verleger Lewis Venable (Robert Cummings) erst in der Rückschau, Jahre später als alter Mann erzählt er die Geschichte, die sich vor Jahrzehnten in Venedig ereignet hat.
Dort versucht der New Yorker an die Liebesbriefe des 1843 verstorbenen Dichters Jeffrey Ashton heranzukommen. Von seinem Bekannter Charles Russel (John Archer) erfährt er, dass die Empfängerin dieser Liebesbriefe noch lebt. Doch Juliana Bordereau (Agnes Moorehead), die große Liebe des Dichters ist inzwischen 105 Jahre alt. Unter dem Namen William Burton quartiert sich Ashton im Haus der steinalten Dame ein. Die Greisin wird von ihrer schönen, aber äusserst kalten Großnichte Tina (Susan Hayward) versorgt. Für viel Geld kann er dort für 3 Monate wohnen, somit hat er viel Zeit nach den Briefen zu suchen, die er irgendwo versteckt im Haus vermutet. Mit dem Dienstmädchen Amelia (Joan Lorring) freundet er sich schnell an, doch die Nichte bleibt weiterhin kühl und bisweilen sogar unfreundlich. Die alte Dame meint, dass sie nie sterben wird, solange sie im Haus bleibt. Bald macht Ashton eine Entdeckung: Ist Tina möglicherweise schizophren. Ein grusliges Spiel mit den Identitäten herrscht in dem alten Haus...
"Briefe aus dem Jenseits" von Martin Gabel und produziert von Walter Wanger enstand 1947 und floppte leider an der Kasse.
Vielleicht liegt es daran, dass man "Lost Moment" (nach einem Roman von Henry James) schwer in ein Genre einordnen kann. Er pendelt zwischen Gothic Horror, Kostümfilm und Melodram hin- und her. Sogar ein bisschen Noir schwingt mit, wenn man Susan Hayward als unterkühlte Schönheit mit fatalistischen Zügen als Femme Fatale begreift.
Genial ist die Verwandlung der Charakterdarstellerin Agnes Moorehead in eine 105 Jahre alte Gestalt, die weder richtig lebt noch sterben kann. Diese Konstellation der alten Dame mit Nichte und fremdem Eindringling erinnerte mich sehr an David Leans großartigen "Great Expectations", der einige Monate zuvor gedreht wurde.
"Briefe aus dem Jenseits" wurde leider nie zum Klassiker, daher ein dickes Lob an Koch Media, die den Film dennoch herausgebracht haben, wenngleich in der Reihe "Film Noir" und dort ist er natürlich nur bedingt ein Vertreter der schwarzen Serie. Wer aber mystische, geheimnisvolle alte Grusler mit psychologischem Anspruch mag, dem wird dieser neu zu entdeckende, im Lauf der Zeit aus den Gedanken verloren gegangene Film, sicherlich gut finden...vielleicht sogar von diesem atmosphärisch dichtenden Romantic Suspence Film ein bisschen begeistert sein.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fetischismus und wahre Liebe, 4. November 2013
Von 
Estragon - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Koch Media veröffentlicht den vorliegenden Film im Rahmen seiner Reihe ›Film Noir Collection‹. Nun mag »The Lost Moment / Briefe aus dem Jenseits« (1947) vieles sein, aber um einen Film noir handelt es sich sicherlich nicht. Auch kann man den Film wohl kaum – wie es auf dem Cover dennoch geschieht – als ›Klassiker‹ bezeichnen. Zu Recht spricht Thomas Willmann in dem sehr kenntnisreichen Essay, der im Booklet beigegeben ist, davon, dass der Film »weitgehend vergessen« sei.

»Briefe aus dem Jenseits« ist genremäßig nicht eindeutig zuzuordnen. Die stärksten stilistischen Einflüsse dürften aus dem Bereich der Gothic Novel stammen, wobei aber wiederum zu betonen ist, dass der Film auf nichts Übersinnliches Bezug nimmt. Der Film bedient sich des zu jener Zeit oft verwendeten Motivs des alten düsteren und verwinkelten Hauses, das die Last einer zumeist von moralischer Schuld und/oder traumatischen Ereignissen geprägten Geschichte repräsentiert. Häuser dieser Art bieten kein Heim, sondern sind unheimlich. Ihre Geschichte lastet auf den alten Bewohnern und wird zuweilen für Neuankömmlinge zur Bedrohung. Die Geister der Vergangenheit sind in dem vorliegenden Film aber nur metaphorischer Natur, und auch die im deutschen Titel angesprochenen Briefe stammen nicht wirklich aus dem Jenseits, sondern lediglich aus der Vergangenheit.

Von dem auf das Cover gedruckten Hinweis auf die Henry-James-Vorlage sollte man sich nicht zu sehr beeindrucken lassen. Das Drehbuch bezieht sich vage auf James’ Erzählung ›The Aspern Papers‹. Der Autor des Drehbuchs benutzt lediglich die Ausgangskonstellation, um sich dann zusehends von der Vorlage zu entfernen und Handlungselemente hinzuzuerfinden. Willmanns Versuch, zwischen Henry James und dem Film noir zumindest eine »Entwicklungslinie« zu postulieren, fällt wenig überzeugend aus.

Zur Story: Der Verleger Lewis Venable (Robert Cummings) erfährt, dass die legendären, aber als verschollen geltenden Liebesbriefe des als Klassiker gefeierten Dichters Jeffrey Ashton noch existieren. Mehr noch: Sie scheinen sich in der Hand der totgeglaubten einstigen Adressatin zu befinden, die als inzwischen 105-jährige Greisin (Agnes Moorehead in beeindruckender Maske) in einem großen alten Haus in Venedig wohnt. Unter falschem Namen und unter dem Vorwand, einen ruhigen Ort zum Schreiben zu suchen, mietet Venable ein Zimmer in dem düsteren und langsam verfallenden Haus. Man begegnet ihm dort mit Misstrauen, das gilt insbesondere für Tina (Susan Hayward), die verhärmte und gefühlskalte Nichte der alten Frau. Nach und nach findet Venable heraus, dass Tina ein Geheimnis umgibt: Sie ist eine gespaltene Persönlichkeit. Vermittels der Lektüre der Liebesbriefe, die sie ihrer Tante entwendet hat, verwandelt sie sich nachts in eine schöne und leidenschaftliche Frau, die glaubt, sie selbst sei die, die Ashton in seinen Briefen anspricht. Aber auch die eigentliche Adressatin der Briefe hütet ein dunkles Geheimnis.

Susan Hayward bewältigt die partielle Doppelrolle gut, auch wenn ihr die Regie zu viel Aufmerksamkeit widmet. Agnes Mooreheads Rolle ist überraschend klein. Man erhält Gelegenheit, die Maske zu bewundern, aber Moorehead selbst hat kaum Gelegenheit zu zeigen, was sie kann. Den schwierigsten Part hat meines Erachtens nicht Hayward, sondern Robert Cummings zu spielen. Obschon er die primäre Identifikationsfigur des Films ist, hat auch Venable etwas sehr Zwielichtiges an sich, das aber – anders als bei der Figur der Tina – nicht als pathologisches Phänomen auftritt. Ebenso wie Tina ist Venable in fetischistischer Weise auf die Briefe fixiert. Um dieser Objekte habhaft zu werden, instrumentalisiert er ohne Zögern andere Menschen. Er ist sogar bereit, Tina Liebe vorzugaukeln und sie damit in emotionale Abgründe zu stürzen. Das Drehbuch lenkt von diesen überaus negativen Eigenschaften Venables ab, indem es eine weitere Nebenfigur einführt, die aus noch niedrigeren Motiven (Geld) versucht, an die Briefe zu gelangen. Doch Venables Charakterproblem ist dadurch nicht aus der Welt. Es ist ein ziemlich geschickter Zug, den ganz und gar uncharismatischen Robert Cummings in dieser Rolle einzusetzen. Cummings lächelt stets ein wenig unsicher, seine Miene zeigt in der Regel keine klar bestimmbaren Emotionen, und er weiß auch oft nicht so recht, wohin mit seinen Gliedmaßen. Das alles führt dazu, dass man Venable als jemanden betrachtet, in dem eventuell doch noch mehr und anderes steckt als nur der Urheber eines kühl kalkulierten Betrugs – auch wenn er selbst davon vielleicht gar nichts ahnt. Nicht nur bei Tina wartet die Leidenschaft darauf, sich von fetischistischer Begierde in echte Liebe zu verwandeln.

Der Film leidet, wie gesagt, ein bisschen darunter, dass er sich sehr auf die Figur der Tina konzentriert, – vermutlich um Susan Hayward in eine Starposition zu rücken. Die Dekors sind sehr schön, insbesondere das labyrinthische alte Haus. Die Ausleuchtung der Szenen und einige fließende Kamerabewegungen (Hal Mohr) erzeugen eine morbige und manchmal traumartige Atmosphäre bei den im Haus spielenden Szenen. Dass Regisseur Martin Gabel, dessen einziger Ausflug in die Filmbranche hier offenbar vorliegt, an mehreren Stellen eine Off-Stimme einsetzt, um das Geschehen an die Erzählerperspektive von Venable zu binden, ist störend. Denn erstens wäre Venable ohnehin derjenige, dem der Zuschauer durch das Geschehen folgt, und zweitens büßt die Figur des Lewis Venable einen Teil ihrer Ambiguität ein, wenn man ihr eine sichere Position außerhalb des sichtbaren Geschehens zuweist.

Die DVD präsentiert den Film in einer mittelprächtigen Qualität. Ausgangsmaterial war offenbar eine Filmkopie, die immer wieder kleinere Kratzer und Verschmutzungen aufweist. An sehr dunklen und sehr hellen Partien des Bilds ist manchmal zu beobachten, dass Konturen verschwimmen. Neben der deutschen Sprachfassung ist die Originalversion verfügbar, Untertitel fehlen komplett. Als Extra gibt es auf der DVD ›seltenes Werbematerial‹, – aber nicht alles, was selten ist, ist deswegen auch schon sehens- oder erstrebenswert. Das eingeklebte Booklet bietet den schönen Essay von Thomas Willmann.

Insgesamt habe ich es nicht bereut, mir den Film angesehen zu haben. Aber er ist auch nicht eindrucksvoll genug, um ihn noch ein weiteres Mal zu sehen. Viele Elemente finden sich in ganz ähnlicher Form in anderen Filme jener Zeit, was auf einen Mangel an Originalität schließen lässt. Was die Hauptcharaktere angeht, scheint mir die Figur der Tina zu grell angelegt zu sein. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Ein Wort noch zum Text auf dem Backcover: Die Formulierung »die Gänsehaut zu Berge stehen lassen« ist mit Sicherheit der schönste Superlativ der Saison.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch sehr zufrieden, 9. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Dieser Artikel stand - gemeinsam mit einer anderen DVD - auf einem Wunschzettel zum letzten Weihnachtsfest. Mal davon abgesehen, daß der Film gut ankam, waren sowohl ich, als auch der Beschenkte gut bedient mit der Kaufabwicklung und dem Artikel selbst: Bild und Ton dieses Filmklassikers sind gut aufbereitet worden und die Lieferung des Artikels ging zügig. Bei diesem Kauf waren alle Beteiligten sehr zufrieden. Einer Weiterempfehlung steht also nichts im Wege.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Romantik ? Grusel ? Von allem etwas !, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Henry James eignet sich gut für Verfilmungen, wie schon "Die Erbin" mit Olivia de Havilland bewies.

Dieser Film hier von 1947 ist für mich irgendwo zwischen "Great Expectations" und "Rebecca" angesiedelt, aber viel gruseliger.
Schon die Musik zu Anfang mit dem Frauenchor lässt befürchten, die Toten würden sich aus ihren Gräbern erheben, angetan mit Leichentüchern.
Der Verleger Lewis Venable kommt in Venedig ins Haus der steinalten Juliana Bordereau und deren Nichte Tina.
Er will die Liebesbriefe eines amerikanischen Dichters namens Jeffrey Ashton in die Hände bekommen, der 1843 verschollen war.
Er und Juliana hatten eine Beziehung zueinander.
Er mietet sich gegen viel Geld in das Haus ein, was vor allem von Tina misstrauisch beäugt wird. Doch da die Frauen das Geld gut brauchen können, geschieht es.
Tina ist seltsam. Sie ist kühl, streng gewandet, das Haar hochgesteckt, wie eine Haushälterin oder Gouvernante. Ihre Schönheit ahnt man aber. Nach und nach kommt Lewis, der sich hier anders nennt, um seine wahre Absicht zu verschleiern, den Frauen auf die Spur. Tatsächlich geht es um eine uralte Liebesgeschichte ( Juliana ist schließlich schon 105 Jahre alt ).

Die Besetzung ist erste Klasse. Susan Hayward war noch nie so geheimnisvoll wie hier. Schön sowieso, aber ihr Spiel zwischen den Ebenen ist faszinierend, wo blieb die Oscar- Nominierung ?

Robert Cummings wächst mir immer mehr ans Herz.
Der Womanizer ( er war 5 x verheiratet ) ist nicht selten einer, der mit seiner Neugier gewisse Leute aufscheucht. Er hat diese aufmerksamen Augen, ein jungenhaftes Auftreten, die besten Manieren, man kann ihm nicht böse sein. Und hier muss er sich mit Tina gut stellen.
Man sah ihn u.a. in "Bei Anruf Mord" ( neben Kelly und Williams klar der Pluspunkt des Films )und in "Der Pilot und die Prinzessin".
Er durfte die schönsten Frauen im Arm halten ( u.a. Claudette Colbert, Olivia de Havilland ).

Agnes Moorehead ist hier nicht zu erkennen. Ist auch schwer hinter dem Make-Up für eine 105-Jährige.

Mit dabei Joan Loring als Dienstmädchen. Sie hatte für "Das Korn ist grün" neben Bette Davis eine Oscar-Nominierung erspielt.
Wirkte immer etwas schlicht und leicht verrückt, aber was für eine Wirkung. Süße kleine Joan.

Der Film sollte in keiner Sammlung fehlen. Wer es gruselig mag, es ist jedenfalls kein Film Noir
( da denkt man doch eher an Ladd, Lake, Bogart und Stanwyck ),sondern romantischer Grusel wie anfangs beschrieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Berauschend wie dunkler Samt, 20. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
"Und dein schönes Gesicht schwebte traumverloren wie Rosen im Wind".
Und traumverloren, schwebend, tauchen Sie lieber Interessent ein in melodramatische Schauerromantik.
Eine dunkle, geheimnisumwitterte Perle des sinisteren Gothikfilms, vollkommen in der breiten Öffentlichkeit unbekannt, beschert uns hier die "Film Noir"-Reihe.
Ein filmischer Geheimtipp, nach einem Roman von Henry James ("Turn of the Screw").
Wurde zwar die Roman Vorlage sehr abgewandelt, wurde der Film selbst von seiner formidablen Hauptdarstellerin Susan Hayward vollkommen unterschätzt, und war dies auch die einzige Regiearbeit von Martin Gabel, so ist sie doch erfreulicherweise nicht in der Versenkung verschwunden.
Hier nun liegt sie uns in guter Aufarbeitung mit detailliertem 12 seitigen Booklet über die Entstehungsgeschichte endlich vor.
"Briefe aus dem Jenseits" ist raunend, hypnotisch, funkelnd.
Schwebende sphärische Kamerafahrten, betörende Schwarz- Weiß Kontrastierungen, eine komplexe, tiefenpsychologische Geschichte, die sich nicht in ein Genre einordnen läßt sondern Sie wie ein magisch, geisterhafter Traum umfängt.
Versinken Sie in einer geheimnisvollen Tragödie über die Macht der Vergangennheit, unausweichliche Schuld, doppelte Identitäten, surreale Phantasmagorien.
Venedig, Synonym selbst schon für das vergangene, todesdüstere, schwermütig Bizarre ist einmal mehr Ort des Geschehens- und wieder einmal ist die Lagunenstadt eine morbide Kulisse für ein romantisch versponnenes Traumgespinst über Schönheit, Liebe, Sehnsucht, Vergänglichkeit.
Der Film beginnt mit einer langen Kamerafahrt auf ein Bücherregeal in dem ein einziges Buch fehlt.
" Wieviel schöne und schreckliche Geschichten schreibt das Leben", hören wir sinngemäß die Erzählerstimme des Protagonisten, und wir fühlen uns sofort erinnert an den vibrierend, unvergesslichen Anfang eines Films wie "Rebecca", an ein Interieur wie in "Geheimnisvolle Erbschaft".
"Briefe aus dem Jenseits" ist gerade mit diesen beiden artverwandt.
Der amerikanische Literaturagent Lewis Venable(Robert Cummings) stößt bei seinen Recherchen auf betörende, romantische Liebesbriefe des verschollenen Poeten Jeffrey Ashton.
Jahrzehnte ist es her, daß diese verfasst wurden. Die damalige Geliebte lebt, über 100jährig in einem alten Herrenhaus in der Lagunenstadt.
Die so lyrisch angebetete Juliana müsste noch viele unbekannte Liebesbriefe in ihrem Besitz haben und so macht sich der Literaturagent unter falschen Namen auf nach Venedig um Kontakt aufzunehmen.
Der Gedanke ein Geheimnis der Literaturgeschichte aufzudecken, mit der Veröffentlichung der intimen Briefe Geld zu machen ist seine einzige Motivation.
Doch aus dem hektischen New York angereist, umfängt ihn der Zauber der sterbenden Stadt wie ein Mantel, gleitet seine Gondel auf dem Wasser hin in eine verwirrende,entrückte Parallelwelt.
Juliana lebt einsam zurückgezogen in ihrem Gemach, versorgt durch ihre schöne Nichte Tina (Susan Hayward), und eine Haushälterin.
Lange bekommen wir von der Greisin nur Umrisse in dem riesigen Sessel zu sehen, klammern sich in Grossaufnahme knochige langgliedrige Finger in die Armlehnen, im flackernden Feuerschein des Kamins.
Nur den ihr gegenübersitzenden Lewis und seinen wechselnden Gesichtsausdruck, seine Reaktionen im Gespräch können wir erblicken, was das geheimnisvoll Unheimliche noch verstärkt.
Lewis wird aus dem hypnotischen Geflecht, welches ihn nun umgibt, wie in einen Strudel gesogen.
Trotz des grossen Mißtrauens, das ihm Tina entgegenbringt, wird er eine Unterkunft in dem prächtigen Haus erhalten.
Die Macht der Toten, der vergangenen Verbrechen, der Schuld, die Aura des Ortes und der Bewohner läßt ihn nicht los.
Tina scheint gefangen zu sein in einer unheilvollen Persönlichkeitsspaltung und des Nachts verschwimmen Realität und böser Alptraum zu einem gefährlichen Spiel der Identitäten.
Geisterhaft, feengleich umspielen die Szenen unwirkliche Gesänge, und wabernde Klangteppiche, die die Atmosphäre noch mehr verdichten.
Fluch der Vergangenheit, Ballast für die Lebenden. Am Ende siegt die Erlösung durch das Abstreifen der alten Fesseln hin zu neuer Hoffnung.
Ein Gemälde aus zwanghaften Obsessionen, hypnotischem Erschauern, Identität- und Zeitverschiebungen.
"Briefe aus dem Jenseits" ist ein dichtes, schleichendes Mysterium. Unvorhersehbar und packend.
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5.0 von 5 Sternen Briefe aus dem Jenseits, 12. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Der Film Briefe aus dem Jenseits ist zwar schwarz weiß, dafür ein sogenannter Film Noir. Nicht so gut gefällt mir daran, daß es manchmal ein paar langatmige Passagen gibt.
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5.0 von 5 Sternen super, 8. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Briefe aus dem Jenseits (DVD)
Ein schöner und grusliger Film noir. Die Schauspieler spielen ihre mysteriösen Rollen sehr autentisch. Kein obligatorischer Psychothriller, denn es gibt ein Happy End und das ist für mich die Hauptsache.
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Briefe aus dem Jenseits
Briefe aus dem Jenseits von Martin Gabel (DVD - 2012)
EUR 15,99
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