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4,7 von 5 Sternen
Psychedelic Pill
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hat man irgendwann beschlossen, Neil Young in sein Musik-Liebhaber-Herz zu schließen, ist man entweder über die Maßen leidensfähig oder sehr empfänglich für alle nur denkbaren Möglichkeiten der musikalischen Geräuscherzeugung. Ein neues Neil Young Album bedeutet seit Jahrzehnten für den Fan vor allem eines: er hat vorher keine Ahnung, was diesmal auf ihn zukommt. Will der Meister uns in den Arm nehmen und trösten oder mit Anlauf in den Hintern treten, will er entspannt Geschichten aus seinem (oder sonst wessen) Leben erzählen oder lebt er nur irgendeinen Egotrip aus. Immer ist alles möglich. Und viel!

Sein kreativer Output scheint ganz und gar unerschöpflich. Allein in den letzten 10 Jahren flogen neun reguläre Studio-Alben auf den Markt (plus einige wunderbare Perlen aus dem Live-Archiv) und wenn man die Platten - von dem einigermaßen geradlinigem "Are you passionate?" (2002) über das erzählende "Greendale" (2003), das entspannt zurückgelehnte, rein akustische "Prairie wind" (2005), dann das straight rockende und Aussagen orientierte "Living with war" (2006), das Sammelsurium liegen gebliebener, aufpolierter und aufbereiteter Schmuckstücke "Chrome dreams 2" (2007), gefolgt vom unerwartet groovenden Folk in the road" (2009) und dem an Düsternis und Versponnenheit kaum mehr steigerbaren "Le noise" (2010) und die erst Anfang dieses Jahres veranstaltete, herrlich rumpelnde Volksmusik-Veranstaltung namens "Americana" - sich noch einmal durch die Gehörgänge segeln lässt, wird einem deutlich, da war keine Wiederholung.

Und da ist "Psychedelic pill" dann jetzt doch einmal eine krachende Überraschung des alten Reiters auf seinem durchgeknallten Pferd. Mann legt das Doppel-Album ein oder auf und erlebt ein bei Neil Young höchst seltenes Gefühl bei einer neuen Platte: Es klingt wohlig vertraut! Wie ein alter Freund, den man ewig nicht gesehen und gehört hat und der nun endlich mal wieder vorbeischaut. Von der erste Sekunde ist dieses blinde Urvertrauen und Einverständnis wieder da, ohne Aufwärmphase, ohne Fremdeln und sich neu gewöhnen zu müssen. Das sind sie wieder, Neil Young und Crazy Horse, wie bei "Rust" und "Ragged glory", nur irgendwie noch besser, soweit man das im Rausch der ersten Begeisterung wirklich feststellen kann, auf keinen Fall schlechter!

Ausführlich durchanalysiert haben "Psychedelic pill" hier andere schon wunderbar, da muß ich mich nun nicht auch noch ausdünsten. Ich wollte mit dieser Rezension nur in die völlig verständlich ausgelöste Begeisterungs-Welle über das neue Album hineinspringen und etwas mitjubeln.

Ich freu mich darauf, mich an sein nächstes Album wieder erst gewöhnen zu müssen, aber es tat mal richtig gut zur Abwechslung ein neues Neil Young Album zuhören und doch vom ersten Takt an das Gefühl zu haben: hier warst du schon mal, hier wurde zwar gemalert, die Wand die hier mal stand ist auch weg, aber es riecht vertraut, die Diele knarrt immer noch und der Blick aus dem Fenster ist auch der selbe.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2012
Als ich im Alter von 13 Jahren meine erste Neil Young Kasette- Ragged Glory- von meinem Vater geschenkt bekommen hatte, sprang der Virus sofort auf mich über!
Lange Touren mit dem alten Moskwitsch meiner Eltern, Fenster runter und frei sein, das war damals mein Gefühl...

Nun bin ich über die 30ger Mitte und höre das neue Album und das Gefühl von 1990 ist zurück!
Für mich eine Zeitreise, bei der ich mich ärgere, dass der Moskwitsch mit Saisonkennzeichen in der Garage stehen bleiben muss...

Vom Sond erinnert mich die Platte sehr an Ragged Glory oder auch an ZUMA- Dangerbird!

Für mich ist das Album ein Meilenstein. Sie klingt sehr sauber, der fette extreme Garagensound steht nicht so sehr im Mittelpunkt, die Band wirkt sehr zart und sauber in ihrem Spiel!
Ers Recht, wenn ich bedenke, dass einige der Crazy Horses nächstes Jahr 70 werden! Für mich ist diese Album absolut empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2013
Es war einmal....
ein betagter Musiker der seine alten musikalischen
Weggefährten in sein Heimstudio einlud. Als sie alle
Ihre Instrumente angestöpselt hatten, zupfte der Gastgeber
auf seiner Akustischen ein Lied an, was er gerade
so im Sinn hatte und daraufhin stiegen die anderen Jungs einfach ein und es war wie früher
ein magischer elektrischer Moment und sie spielten und spielten und spielten.
Und wenn sie nicht gestorben sind jammen sie noch heute.
Das ist die psychedelische Pille , garantiert ohne Nebenwirkung :-)

Ja so in der Art kann ich mir das vorstellen wie
das 27minütige !!!! Drifting Back entstand.
Dies geschieht auf dem neuen Album von Neil Young & Crazy Horse
"Psychedeli Pill" . Sowas traut sich nur ein Neil.
Wer nicht vorher schon ausschaltet und sich diesen elektrischen
Erguss des treibenden Sound ergibt, verpasst einen weiteren
Meilenstein in Youngsches Schaffen.
"Twisted Road" macht Spaß, ein rockiges Cripple Creek Ferry.
Danach gleich die psychedelische Pille, ein durch den Flanger
gedrehter Song mit einem harten Riff a la Rocking in a free World.
Neil kann sich auf seine verrückten Pferde verlassen
Sie breiten den treibenden Soundteppich für seine Old Black aus,
ob bei "She's always Dance" , den 17minütigen "Ramada Inn"
"Born in Ontario" oder dem schnelleren und gigantischen
Longtrack "Walk Like a Giant". Ein Soundwand von Rückkupplungen
kommt hier auf dich zu und ist gleichzeitig rythmusvoll.
Einzig "For Love the Man" ist akustisch eine typische Neil Young Ballade.

Die Herren Sampedro, Talbot und Molina lassen es einfach Krachen.
Stimmlich auf den Höhepunkt.

Ein Album das ich so nicht mehr erwartet hatte, aber
Neil rockt mit seinen Pferden völlig losgelöst und frei
von der Leber weg. Sie haben einfach Spaß.

Am Schluss noch der Höhepunkt eines genialen Albums, "Psychedelic Pill"
in der reinen Urversion. Der Wahnsinn
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. November 2012
Der Rezensent ist weit davon entfernt, ein Afficionado zu sein, Neil Young habe ich immer verfolgt, ohne dabei jede Bewegung seiner Karriere mitzuvollziehen. Manchmal verliere ich ihn auch mal Jahre aus den Augen, dann kommt er mit etwas Neuem und ich bin erneut elektrifiziert. Vor allem die rockigen, mäandernd-freien Jamsessions mit Crazy Horse haben es mir seit jeher angetan. So war ich also voller Erwartung ob dieses Albums. Das Warten hat sich gelohnt. Seit "Sleeps with Angels" und dem Nachfolger "Mirror Ball", damals eingespielt mit den Recken von Pearl Jam, dürfte dies hier das erdigste, direkteste und rockigtse sein, was der Meister abgeliefert hat.

Majestätisch geht es los mit der über 20minütigen gitarrenlastigen Meditationsreise "Driftin' Back" (was hat er denn bloß gegen die digitalen Tonträger, der alte Neil - solches hätte er vor 25 Jahren eben nie auf ein Medium pressen können, leider...), über die süßen Zeilen in "Twisted Road", die davon künden, wie der Sänger "Walkin' with the devil on a twisted road/Listening to the Dead on the radio..." zu den Gitarrenkaskaden in "Walk Like a Giant" (und damit hat der Rezensent ganz dreist seine drei Favoriten in einem Reigen aus acht Stücken und einem Reprise genannt - aber Ausfälle sind hier definitiv nicht zu vermelden) hat man es hier ausnahmslos mit genau dem zu tun, was man von einem Neil Young/Crazy Horse-Album erwartet: Es wird gejammt, die Gitarren beschreiben weite Kreise, die Band gönnt sich so manchen Ausflug in entferntere Bereiche dessen, was die Songs hergeben. Es sind die Chöre da, und man hat immer das Gefühl, jeder Song könnte einen jetzt auch Stunden so weiter tragen, man könne sich ewig darin verlieren.

Young erzählt uns - kongenial zu seinem Buch "Ein Hippie Traum" - aus dem Leben und aus der Perspektive von einem, der dabei war, bei all den subkulturellen Revolutionen udn Revolutiönchen der vergangenen vierzig Jahre. Er läßt uns die Welt - auch spirituell - einmal mehr durch die Brille eines sich trotz allem immer noch zu den alten Idalen Bekennenden erblicken. Und trotz der oft so granteligen Art, man merkt die Zuneigung Youngs zu dieser Welt, diesem Leben, das er lebt (gelebt hat) und vor allem - und das möge bitte, bitte noch lange so bleiben - zu der Musik als Medium tiefster und ehrlichster Aussagekraft.

Mag sein, daß ich für Jahre wieder aus den Augen verliere, was der große, alte Mann macht, dieses Album wird auf lange Zeit meine Ohren und somit erst recht mein Herz erfreuen...
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2012
Zu solch' einer Äußerung lässt man sich schon mal gerne hinreißen, auch wenn es vielleicht nicht der geistig hellste Begeisterungsausruf ist. Darum: "Tschuldigung..."

"Helle" und absolut intelligent ist aber das hier, was Neil Young und seine absolut erfahrene geerdete Band "Grazy Horse" da vorlegen.

Für mich war dieser Mann schon immer einer "der Rock-Musiker" schlechthin, weil er:

Erstens: ...seit Jahrzehnten experimentiert, uns mit Wohlklängen einlullen kann und es gleichzeitig aber auch richtig roh "krachen" lassen kann, so, als sei er der eigentliche definitive Erfinder des "Grunge". Nur dass der ungeschliffene Gitarrensound bei Neil Young immer positiv klingt und nicht irgendwie depressiv,

Zweitens: ...sich seit ewiger Zeit für das Kulturgut "Musik" in jeder denkwürdigen Form einsetzt. Er ist nicht nur ein Künstler, sondern ein Streiter (!), ein Verfechter der guten Musik und des guten Klangs. Dieses Wirken ist in der heutigen Zeit megawichtig. Es müsste noch viel mehr "Neil Young's" geben, die der Verflachung der Musik durch die Industrie Paroli bieten und den Wahnsinn endlich stoppen, der uns in Form von saudummen Casting-Shows und Schrotthits mit bis zur Unkenntlichkeit komprimierten Klängen im Radio jeden Tag immer mehr in Besitz zu nehmen scheint,

Drittens: ...richtig schöne authentische holprige Rockmusik macht, dass es eine pure Freude ist.

"Psychedelic Pill" ist das beste Album seit "Sleep With Angels" (1994) und der Titel passt. Wo gibt es solche Pillen ? Ich werfe mir sofort eine ein, wenn damit solche Musik einhergeht und im Kopf bleibt.

Ich habe aus Kostengründen alle geplanten CD-Käufe zurückgestellt und diese CD erst einmal vorgezogen. Vollkommen zu recht, denn was da geboten wird, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was derzeit auf dem Markt mehr oder weniger herum "kreucht" anstatt "fleucht"... (Ausnahmen bestätigen die Regel: Mark Knopfler und Black Country Communion)

Die rohen und absolut authentischen Arrangements sind auf höchstem klanglichen Niveau. So als stünden "Grazy Horse" mitten im Wohnzimmer. Man ist geneigt, anstatt den Regler der Hifi-Anlage den imaginären Gitarrenverstärker im Raum zu suchen, um diesen aufzudrehen ! Überhaupt bleibt hier nur eine Empfehlung: Laut hören !

Neil Young hat im Laufe der Jahre immer für Überraschungen gesorgt und seine große musikalische Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Er spielte immer gerne Folk und Country mit Elektrogitarren im steten Wechsel mit "harter" Rockmusik. Die meisten kennen ihn durch sein bis heute wohl meistverkauftes Album "Harvest" mit dem Hit "Heart Of Gold", aber man kann und darf (!) ihn keinesfalls darauf reduzieren.

Hier auf "Psychedelic Pill" befinden sich gleich mehrere Highlights. Zuerst kann man in den Klangkosmos der Band Grazy Horse eintauchen, wenn man sich auf den Opener "Driftin' Back" einlässt. Zugegeben; starker Tobak, mit über 20 Minuten ungewöhnlich lang und vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber bitte: Tut's einfach ! Die Platte ist dermaßen genial, dass man wieder die Hoffnung hat, die Musikwelt ist noch nicht verloren !

Auch "Psychedelic Pill", der Titelsong, und "Twisted Road" sind einfach nur gut gemachte Songs, die stylistisch etwas "Driveby", "Western Hero" oder "Trans Am" von "Sleep With Angels" ähneln. Zudem sind "Ramada Inn" und "Walk Like A Giant" absolute extrem gute Ausnahme-Songs.

Einige reden vom Summer Of Love, der hier wiederbelebt wird, andere von "Zeitreise". Das Album transferiert aber tatsächlich die Musik der 60er und frühen 70er in die Gegenwart.

Wenn ich jetzt nicht alle auf dem Album befindlichen Lieder durchkaue hat das nur den einen Sinn, dass es immer subjektiv und schwierig ist, Musik in Worte zu fassen.
Hier auf diesem Werk ist sie einfach nur sehr gut, und jedes Wort wäre zuviel...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Dezember 2012
Neil Young und Crazy Horse wie ich sie kenne und liebe. Doppel-CD = doppeltes Glück. Endlos-Improvisationen mit scheppernden Klampfen und ordentlich Dampf auf den Boxen ... hey, hey - my, my für mindestens die nächsten 50 Jahre!!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2012
Dass ich das noch erleben darf dass Neil wieder in die Spur zurückfindet. Was sich mit LeNoise schon andeutete, mit Americana nur mit Coversongs noch verhalten fortsetzte wird mit Psychedelic Pill nun brachial bestätigt. Es kracht, scheppert und wummert aus den Boxen dass es eine wahre Pracht ist, und Neil singt wie vor 30 Jahren. Dieses Album ist so typisch Neil mit Crazy Horse wie es nur sein kann. Erinnerungen an die Alben Out of the Blue (die elektrische Seite), Ragged Glory, ArcWeld und an Songs wie Like a Hurricane und Cortez the Killer werden wach.
Ich möchte jetzt hier nicht auf einzelne Songs eingehen. Jeder Song auf dieser Doppel CD hat seine Daseinsberechtigung, seien es die kurzen 3 Minuten Songs, bis zu den überlangen 16 bzw. sogar 27 Minuten Songs. Die 27 Minuten von Driftin' Back z.B. vergehen wie im Flug, keine Minute ist zuviel. Gut dass ihm die alten Recken Sampedro, Talbot und Molina noch zur Seite stehen, das ist in dem Alter auch nicht mehr so ganz selbstverständlich. Fragt man sich nur warum er in den letzten Jahren soviele mittelmäßige Alben gemacht hat, die waren nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Es gab immer mal zwei oder drei gelungene Songs auf den Platten, aber auch vieles was mich nicht vom Hocker riss.
Fazit: Diese psychedelische Pille schluckt man gerne, aber Vorsicht, sie macht süchtig. Wenn die 88 Minuten rum sind möchte man sofort wieder von vorne anfangen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2013
In seiner Biografie "Ein Hippie-Traum" erwähnt Neil, dass er zum ersten Mal seit langer Zeit clean ist - also keinen Dope und keinen Alkohol. Er kann nicht einschätzen, ob er noch Songs schreiben kann.... Er kann es noch und die Mannen um CRAZY HORSE stimulieren ihn gewaltig. Ganze
9 Songs auf einer Doppel CD.
Der erste Song "DriftinŽBack", knapp über 27 Minuten lang reißt mich fast hypnotisch mit. Sollte so ein Song mal im Radio gespielt werden? Kaum zu glauben - aber der Song brennt sich in meine Festplatte des Schädels ein. "Psychedelic Pill" fällt dann knapp aus und überrascht mit einer leicht verfremdeten Gesangsstimme von Neil. Aber eigentlich gibt es bei Neil keine Überraschungen. Ich kann nur bemerken, gefällt es oder gefällt es mir nicht?!?!.
"Ramada Inn" fiept dann auch 16 Minuten lang in meine Gehörgänge. Der letzte Song auf CD 1 endet mit "Born in Ontario" - fast schon Countryrock.

CD 2 startet mit einem schönen Countryrock Song "Twisted Road". Mit "For the Love of Man" ist auch eine schöne Ballade dabei. "Walk like a Giant" hämmert dann wieder los. Der Song wieder immer wieder fast Refrainartig pfeifend begleitet. Danach ist Schluß mit einer Alternative Version von "Psychedelic Pill".

Ich habe mich schon ernsthaft gefragt: Was soll ich machen, wenn Neil keine Musik mehr veröffentlichen würde? Er gehört zu meinem Leben - auch wenn mir nicht alles gefällt. Aber diese Do-CD ist toll, incl. kleinem Songbook.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2013
was neil young & crazy horse hier machen, ist m.e. schlicht genial und ein meisterwerk. nach dem vortrefflichen album "le noise" mit lanois und dem sehr guten "americana" veröffentlicht der meister nun "psychedelic pill", eine doppel-cd mit crazy horse, die von beginn an bis zum ende fasziniert. "ramada inn" und "driftin' back" rauben einem schlicht den atem, fetzen, rockundrollen, dass die funken spritzen. so ein wunderbares album. neil young ist und bleibt unberechenbar und immer für ein meisterwerk gut.
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am 27. November 2012
Wer denkt, Neil Young wäre nun alt und abgerockt, bemerkt den Irrtum beim Hören dieser wirklich bemerkenswerten CD. Nicht nur, dass der Kerl frisch und jung klingt (wie war das mit 'Nomen est Omen'?), man hat einfach den Eindruck, er hat unbeeindruckt die Moden der Musikszene ausgesessen und als er merkte, dass nun die Zeit reif sei für ein neues Album (Jawoll, er ist schliesslich ein Kind der Vinyl-Ära), ist er ins Studio marschiert und hat fröhlich und meist analog seine Songs eingespielt. Schon das erste Stück 'Driftin back', welches über fast eine halbe Stunde geht, zeigt, wieviel er von der Kunst des Musikmachens versteht. Immerhin könnte eine deratig lange Nummer ja auch langatmig, künstlich aufgebläht oder einfach wichtigtuerisch daherkommen. Aber das tut sie nicht. Hier hat jeder Ton, jedes Riff, Schärfe und Bedeutung und es ist einfach spannend, zuzuhören, wie sich der Song über die Zeit entwickelt. Und obwohl man den Sound sofort in den Seventies verortet, klingt das Ganze traditionsbewußt und zeitgemäß zugleich.
Ich lasse mich nocht oft von einer Neuerscheinung spontan begeistern, aber gibt es für mich nur ein Urteil. Einmal Hören, zweimal Hören, öfter Hören: Diese Musik ist immer gut!
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