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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Ende der Hanse wird eingeläutet, 22. März 2013
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Die Kaufmannstochter Elise Lipperade aus Lübeck ist bereits früh verwitwet. Sie wohnt mit ihrem Sohn Hendrik bei ihrem Schwiegervater. Als unerwartet die wohlgehütete Bibel des Schwiegervaters aus London bei ihr eintrifft, sehen darin alle die Todesnachricht. Hendrik wäre jetzt Erbe des Kontors. Aber auch der Sekretär Northoff wittert seine Chance, das Geschäft zu übernehmen. Er droht Elise, sie zu heiraten oder ihrem Sohn Gewalt anzutun. Um das zu verhindern, macht sich die junge Mutter auf den Weg nach London, um selber nach ihrem Schwiegervater zu suchen. Vor Ort gerät sie direkt zwischen die Fronten der Hanse und des englischen Hofs um den Stalhof.

Parallel zu diesen Geschehnissen wird von einem Gemetzel auf Island berichtet, bei dem ein junger Engländer ums Leben kommt. Seinem Bruder bleibt nur noch eine alte Münze als Erinnerung. Der Kreis zu Elises Geschichte schließt sich, als Herman Wanmate selber in Seenot gerät und von ihr bei der Überfahrt nach London gerettet wird. Somit sind die Weichen zu einer Liebesgeschichte gestellt, die sich durch das ganze Buch zieht.

In Lena Falkenhagens vierten historischen Roman bildet der Hansisch-Englische Krieg die Kulisse für weitere Intrigen. 1468 wurden im Sund englische Schiffe beschlagnahmt, was König Edward IV. veranlasste, den Stalhof in London stürmen zu lassen. Dort legten die Schiffe der Hanse an, wurden ihre Ladung gelöscht und die Kaufleute trieben Handel. Der Übergriff der englischen Soldaten richtete ein regelrechtes Massaker an. Dieses historisch belegte Ereignis schildert die Autorin so plastisch, dass der Leser förmlich das Aneinanderschlagen der Schwertklingen hört. Auch das Flair der Städte Lübeck und London wird gekonnt eingefangen. Spannend wie ein Krimi zieht das Buch nun seine Leser in einen Bann. Eine Verschnaufpause erhält man nur, wenn es um den Erzählstrang um Elise und Herman geht. Natürlich wurden auch hier einige Wendungen eingebaut, sodass lange Zeit alle Möglichkeiten für den Ausgang offen sind.

"Die letzte Hanseatin" bietet spannende Unterhaltung. Das 15. Jahrhundert wurde mit der Hanse zwar schon oft als Hintergrund gewählt, der Disput zwischen ihr, England und Dänemark allerdings noch nicht. Deutlich werden die seinerzeit vorherrschenden politischen und sozialen Auffassungen dargestellt. Daher habe ich das erklärende Nachwort vermisst, indem ein kleiner Einblick in die tatsächlichen Gegebenheiten geboten wird. Eine Karte mit den damaligen Grenzverläufen und Schiffsrouten wäre auch ein nettes Extra gewesen. So muss der interessierte Leser andere Quellen bemühen. Das soll aber auch das einzige Manko sein. Das Buch ist auf alle Fälle ein Lesetipp.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Hanse, eine mutige Frau und eine politische Verschwörung, 24. Februar 2013
Lübeck 1468: Die junge Witwe Elise führt das Haus ihres Schwiegervaters, der einer der einflussreichsten Kaufmänner der Hanse ist. Doch eines Tages bekommt sie die Familienbibel ausgehändigt und die Feinde der Familie wollen dies als ein Zeichen des Todes von Hinrich Lipperade verstehen, der bereits seit einigen Monaten in London weilt. Doch Elise kann dies nicht glauben, sie macht sich auf den Weg nach London. Doch während der Überfahrt gerät sie zwischen die Fronten eines Kaperschiffs und seiner Beute. In letzter Minute kann Elises Mannschaft noch den Schiffbrüchigen Herman Wanmate retten. Elise nimmt sich seiner an und pflegt ihn gesund. Was Elise zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt ist, dass sie sich bereits mitten in einer politischen Verschwörung befindet.

Sehr gut gefallen hat mir der Plot, ich finde die Zeit der Hanse eine unglaublich spannende Zeit. Leider gab es kein Nachwort, sodass ich im Anschluss an das Buch nicht erfahren habe, was Realität war und welche Freiheiten sich die Autorin genommen hat. Erwähnenswert finde ich den mitreißenden Schreibstil der Autorin, es war für mich genau das richtige Buch zur richtigen Zeit, ich bin nur so durch die Seiten geflogen, es passierte einfach immer etwas und ich wollte einfach nur wissen wie es weitergeht. Besonders das Schicksal der Magd Inger hat mich gefesselt, von ihr hätte ich noch viel mehr lesen mögen.

Nachdem ich allerdings diesen Roman beendet hatte, musste ich mir erst einmal darüber klar werden, was ich eigentlich erwartet hatte und erst dann habe ich ihn mit anderen ähnlichen Romanen verglichen. Wenn man die Zusammenfassung liest, dann ist eigentlich klar, dass man einen spannenden Roman erwarten kann. Was mag hinter dieser politischen Verschwörung stecken? Und genau hier liegt die Krux. Was will ich darüber erfahren und in welchem Ausmaß und ich denke genau hier werden sich die Geister scheiden.

Meiner Meinung nach hätte diesem Roman ein bisschen mehr Gehalt gut getan, er hätte für mich noch gut 100 bis 150 Seiten dicker sein können. Ich hätte sehr gerne mehr über die Hanse erfahren, über ihre politische Macht, darüber wie sie funktioniert, was für Posten es gibt und welche Befugnisse sie haben. Schmerzlich vermisst habe ich ein Personenregister und ein Glossar, vielleicht wäre vieles auch hier schon klarer geworden.

Wer kein so großes Augenmerk auf den geschichtlichen Hintergrund legt und sich einfach nur von einer spannenden Geschichte mitreißen lassen möchte, ist hier genau richtig. Die Figuren beziehen in dem Roman klar Stellung, nur selten gibt es eine Überraschung. Elise ist vielleicht ein bisschen zu klischeehaft gezeichnet, aber auch das mag Geschmacksache sein.

Auch die Liebesgeschichte ist sehr vorhersehbar beschrieben, was aber bei den Romantikern unter uns sicher kein Minus ist. Ich persönlich habe Respekt vor dem, was Elise getan hat. Sie ist zweifelslos eine mutige Frau, auch wenn vielleicht in der Realität nicht alles so abgelaufen sein könnte, zeigt der Roman doch sehr eindrucksvoll, was man alles erreichen kann, wenn man nur will. Sehr schön fand ich den Epilog, denn er hält für den geneigten Leser noch eine weitere Weisheit bereit. Wenn man etwas zu klären oder nachzuholen hat, dann sollte man dies schleunigst tun, denn wer weiß wie lang man noch in der Lage ist Dinge aus der Welt zu räumen oder mit den Menschen, die einem am Herzen liegen, seinen Frieden zu machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Frau zwischen Krieg und Frieden, 13. März 2013
Von 
Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die junge Witwe Elise Lipperade wohnt in Lübeck Mitte des 15. Jahrhunderts. Sie führt den Haushalt ihres Schwiegervaters, solange dieser in Belangen der Hanse in London weilt. Als eines Tages die Familienbibel nach Lübeck gelangt und Elise überreicht wird, überschlagen sich die Ereignisse. Das schwer gehütete Buch von Hinrich Lipperade sorgt nicht zuletzt beim Sekretär zu Spekulationen über das Ableben des alten Lipperades. Elise glaubt nicht an den Tod ihres Schwiegervaters, sondern versucht nach London aufzubrechen und ihn zu suchen.

Während der Überfahrt gerät ihr Schiff jedoch zuerst in einen schweren Sturm, der das Schiff beschädigt und sie dann zwischen die Fronten eines Danziger Kaperschiffes und deren Beute treibt.

Am Tag nach dem Kampf entdeckt Elise den Schiffbrüchigen Herman Wanmate, den die Mannschaft aufnimmt und Elise gesund pflegt.

Doch was hat es mit Herman auf sich? Und lebt Elises Schwiegervater noch? Als Herman ohne Vorankündigung abreist, macht sich Elise erneut auf die Suche nach ihrem Schwiegervater und kauft dazu ein eigenes Schiff.

Der Epilog spielt ein wenig weiter in der Geschichte und weckt beim Leser Neugierde, wie es zu der Szene wohl kommen mag und was dahinter steckt. Immerhin wird Elise von dem Sekretär des Hauses ziemlich eindeutig bedroht und genötigt.

Danach teilt sich die Geschichte zunächst in zwei Erzählstränge auf. Zum einen lernt der Leser Elise und ihre Familie kennen, zum anderen findet sich der Leser unverhofft in einem Angriff auf den dänischen Gouverneur auf Island wieder.

Bis zur Errettung Herman Wanmate begleitet der Leser nur Elise Lipperade. Danach teilt sich immer wieder die Erzählung zwischen den beiden Protagonisten auf.
Elise und Herman kämpfen beide für den Fortbestand der Hanse, geraten jedoch in einen Strudel aus Intrigen und Verschwörungen, so dass sie am Ende um ihr beider Leben fürchten müssen.

Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil, der den Leser regelrecht an das Buch fesselt. Man erfährt einiges über die Hanse und die politischen Verwicklungen. Dabei wird gerade das politische sehr verständlich dem Leser nahegebracht und um die Geschichte von Elise und Hermann drumherum gesponnen.

Die fiktive Geschichte von Elise und Herman wird sehr plastisch in die historischen Gegebenheiten eingefügt. Doch bleiben die Protagonisten mit persönlich etwas zu blass. Der Schwerpunkt lag meiner Meinung nach wirklich auf den historischen und politischen Gegebenheiten.

Die Geschichte beinhaltet manche Wendung oder Überraschung. Auch an Kampfszenen mangelt es nicht. Sei es zu Wasser oder zu Land.

Der Spannungsbogen baut sich langsam auf und bleibt dann bis zum Ende hin stabil, wo ihn die Autorin dann langsam ausklingen lässt.

Ein Epilog zeigt dem Leser, wie es weiter gegangen ist mit der Familie Lipperade.

Vermisst habe ich hier einen Glossar, einen Personenregister und ein Nachwort der Autorin bzw. einen Hinweis auf den historischen Hintergrund.

Sprachlich ist das Buch in der heutigen Sprachgebung geschrieben und daher einfach und leicht lesbar.

Fazit:
Ein interessanter historischer Krimi zu dem Konflikt zwischen England und der Hanse.
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Die letzte Hanseatin: Historischer Roman
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