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am 28. Januar 2013
Wenn einer wie ich, der in den 70ern Teen war, heute nach neuen Musik-Inputs sucht, wird er neuerdings immer wieder positiv überrascht – von Namen wie Elbow, Grizzly Bear, Fleet Foxes, Iron & Wine, Devendra Banhart oder Bon Iver, um nur einige zu nennen – alles noch junge bis sehr junge Musiker, die mit ihren Stilen den Mainstream der letzten Jahre radikal hinter sich und die Zeitkluft zwischen den Innovationen der späten 60er, frühen 70er und denen der Gegenwart vergessen lassen. So jetzt auch Jake Bugg, ein 18jähriger Junge aus England, der wie ein Alter rockt und singt und mit seinem Debütalbum die UK-Charts stürmt, gleich mal auf Platz Eins. Und das sehr verdient, wie ich finde.
Noch hat er sich nicht ganz gefunden, der 18jährige, klingt manchmal ein bisschen wie Donovan, manchmal ein bisschen wie Mark Bolan, dann wieder ein wenig wie Art Garfunkel oder gar Bob Dylan – doch dabei bleibt er immer unverwechselbar er selbst, mit seiner unglaublich vollen, warmen, wandelbaren, modulierfähigen Ausnahmestimme, die, besonders in den langgedehnten I-Lauten, die er offenbar mag, noch sehr jungenhaft, dann aber, vor allem in den Balladen, plötzlich überraschend reif klingt, mit immer treffsicherer, irgendwie schon frühvollendeter Phrasierung – da hört man automatisch hin. Und erwartet schon jetzt mit Spannung, was von diesem Jungen noch alles kommen wird.
Seine Texte sind die eines 18jährigen, sind noch nicht die Lyrik eines Bob Dylan, - aber es sind seine, die die Gedanken, Wahrnehmungen und Empfindungen eines sensiblen jungen Mannes von heute authentisch wiedergeben, wodurch sie sich wohltuend von den ewig coolen Hiphop- und Rap-Ansagen der letzten Jahre wie auch von so manchen Flowerpower-Inhalten der 60er und 70er abheben. Hat er, der noch so jung ist, alle schon wirklich selber gelebt, fragt man sich manchmal – doch wie er sie interpretiert, seine Texte, so unglaublich gefühlvoll, zuweilen auch traurig-bitter, das läßt letztlich keinen Zweifel daran, dass er weiß, worum es geht, wenn er von Liebeskummer, Einsamkeit und Verlorenheit in der Welt, aber auch von Aufbruch und Veränderung singt. Und er tut es nicht nur mit früher Formvollendung, sondern auch mit einer Frische und Unbekümmertheit, die einen einfach mitreißt.
Er hat dazu gute Musiker an seiner Seite, die, im Rhythm&Blues, im straighten Rock und in der Ballade gleichermaßen zuhause, einen vollen, pointierten Sound hinzaubern und immer wieder mit ungewöhnlichen Arrangements und musikalischen Wendungen, vor allem aber mit eingängig-schönen, neuen Melodien überraschen. Manchmal höre ich da ein bisschen T.Rex heraus (nur besser), dann wieder Donovan, hin und wieder sogar ein bisschen Led Zeppelin – doch nie als Kopie, sondern immer als Farbe in eigenständigen Kreationen hochtalentierter heutiger Musiker. Und Balladen wie „Broken“ oder „Slide“ sind einfach mal sehr, sehr gelungene, anrührende Meisterwerke, die ich sofort und ohne weiteres in meine persönliche Best-List aller Zeiten aufnehmen kann.
Er wird hoffentlich und sicher weitermachen, dieser Jake Bugg. Und uns noch mehr verblüffen, wenn er sich erst vollständig gefunden hat. Und dazu hat er noch alle Zeit der Welt – er ist ja noch so jung...
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am 5. November 2012
Als ich `Lightning Bolt', den Eröffnungssong dieser Platte, zum ersten Mal hörte, musste ich an die frühen Songs von Bob Dylan denken. Manchmal erinnert einen der leicht ,näselnde' Gesangsstil sofort an Dylan, in anderen Stellen erinnert mich die Platte an Donovan oder die Kinks. Auch die Produktion der Platte ist im Stil der Sechziger abgemischt.

Nun, trotzdem ist diese Platte weder altmodisch noch ist sie neumodisch. Ich würde sie am ehesten einfach als zeitlos bezeichnen.

Unglaublich, wie ein junger Typ mit noch nicht mal 20 Jahren einen solchen exzellenten Mix aus Folk, Rock, Indie, Beat und Brit-Pop kreieren kann.
Die Songs pendeln immer irgendwo zwischen ruhigen Nummern und etwas rockigeren Nummern, welche hauptsächlich durch Bass und Schlagzeug dominiert werden.
Alle Lieder sind recht kurz, was den Songs wirklich zu Gute kommt. Mit einer Spieldauer von 2 oder 3 Minuten (OK, ,Broken' geht über 4 Minuten) haben diese kleinen Meisterwerke genau die richtige Länge, wirken kurzweilig und man kann sie gut voneinander ,unterscheiden' denn Bugg hat seine Platte sehr abwechslungsreich gestaltet.

Schön, dass der Brite mit dieser nicht-trendigen Platte auch erfolgreich ist. Abseits vom kompatiblen Einheitsbrei vieler aktueller Produktionen ist dies wirklich eine Musik-Perle geworden, einzigartig und wunderschön.
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am 1. November 2012
Als ich kürzlich das Lied Lightning Bolt in einem britischen Radiosender zum ersten Mal hörte, dachte ich, es handelt sich um einen „verlorenen“ Klassiker, den ich bislang nicht kannte. Dieser charakteristische Sound der akustischen Gitarre klang für mich irgendwie nach einem Song aus den 60ern. Doch von wegen 60er! Jake Bugg ist gerade mal 18 Jahre alt und veröffentlichte erst kürzlich sein erstes Album. Trotzdem klingen für mich manche Lieder auf seinem Album schon fast zeitlos-klassisch.

Viele Songs erinnern stark an Bob Dylan, die Beatles, Simon and Garfunkel oder sogar Johnny Cash, wie beim Song Trouble Town (das heißt natürlich nicht, dass man ihn gleich auf einer Stufe mit diesen Musikern stellen sollte). Doch die Einflüsse sind unverkennbar. Auch Einflüsse anderer Bands sind zu hören, wie z.B. in „Two Fingers“, das an Songs von Oasis erinnert. Insgesamt bedeutet das aber nicht, dass Jake Bugg versucht all diese Bands zu imitieren. Er findet trotz all dieser Einflüsse und Ähnlichkeiten zu anderen Bands doch seinen eigenen Sound – einen Mix aus Folk, Britpop und Country.

Meiner Meinung nach ist das Album von Jake Bugg eines der besten und erfrischendsten Debütalben, die ich kenne, abseits vom Mainstream-Einheitsbrei mit dem wir tagtäglich aus dem Radio beschallt werden. Jake Bugg trifft irgendwie genau meinen Musikgeschmack. Es gibt keinen schlechten oder langweiligen Song auf dem Album. Vielmehr hat man schon beim ersten Anhören das Gefühl, dass mit einem solchen Talent auch in Zukunft zu rechnen sein wird und dass er den Hype, der gerade in England um ihn ausgebrochen ist, überleben wird. Wie er es selbst in einer Textzeile beschreibt – „I got out, I'm alive and I'm here to stay”.
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am 28. März 2013
Ich bin Musikliebhaber, keine Frage. Aus dieser Liebe ist ein fantastisches Hobby erwachsen... Vinyl. Als ich das erste Mal von dem Künstler hörte, besorgte ich mir sofort die Platte.
Eine komplette Rezension möchte ich hier nicht abgeben, da zu dem Album schon so viel gesagt wurde. Ich kann auf jeden Fall unterstreichen, dass ich das Album liebe.
Wer auf authentische, sehr einfallsreiche und dadurch überraschende Texte steht wird voll auf seine Kosten kommen. Musikalisch ist das Debut mitreissend und manchmal sehr melancholisch. Teils haben die Stücke aber auch eine Chartverdächtige Eingängigkeit.
Natürlich konnte der junge Kerl die Musik nicht neu erfinden; deshalb ist es langweilig Vergleiche mit Bob Dylan, T.Rex, The Verve oder Oasis heranzuziehen; aber meiner Meinung nach ist Bugg dabei das reine variieren zu verlassen um seinen eigenen Stil zu verwirklichen. Allein aus diesem Grund wird dieses Album eine gute Wertanlage sein.
Ich habe inzwischen CD und Vinyl und ich kann mich einem Vorredner anschliessen und empfehle das Einlagern des analogen Tonträgers. Das Vinyl ist wirklich extrem empfindlich und wird zur Preisentwicklung seinen Teil beitragen.
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am 2. Oktober 2013
Solch eine Hammer CD. Die Musik ist einfach klasse, tolle Stimme, gute Geschichten.
Man ist von seiner Stimme angetan und immer wieder überrascht
Seine Band ist klasse besetzt und trägt seinen Sound.
Der meiner Meinung nach zeitlos ist und einfach nur schön. Danke für diese CD
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am 25. März 2013
Ich hatte in verschiedenen Zeitschriften über Jake Bugg gelesen, in denen er als neues Wunderkind der Musikbranche gefeiert wurde. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mir den Song Two Fingers auf YouTube angehört. Da mir dieser sehr gefallen hat, habe ich mir das Album runtergeladen.

Und auch das Album ist fantastisch. Sehr schöne Songs, mit sehr schönen Texten. Einziger Kritikpunkt: Manchmal ist mir Jake Bugg etwas zu jung für die Dinge über die er singt. So wirken die Songs manchmal etwas altklug. Aber das ist bei solch einem abwechslungsreichen und gut gemachten Album auf jedenfall zu verschmerzen.

Empfehlen würde ich das Album allen, die Fans von Bob Dylan, Oasis oder Ryan Adams sind oder einfach gute Singer-Songwriter Musik mögen.

Ich denke, dass ich das Album auch noch in ein paar Jahren hören werden und würde es mir in jedem Fall nochmal kaufen.
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am 10. Januar 2013
Natürlich ist man immer versucht Neues mit bereits Vorhandenem zu vergleichen. Aber letztendlich ist es völlig egal, zu welchem
Anteil der Junge von Dylan, Donovan, Don McLean oder wem auch immer beeinflußt wurde. Das Wunderbare ist, dass er ganz einfache, klare, ECHTE Musik macht.

In Zeiten von Casting-Wahnsinn und Asi-Fernsehen eine wahre Wohltat!
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am 10. Februar 2013
Hab mich Aufgrund einer Kritik im Musikexpress mit dem Thema beschäftigt. Gibt zum Glück schon viele Videos auf Youtube. Die Cd passt irgendwo zwischen Bob Dylan, Neil Young, Ryan Adams und anderen Grössen. Die einzelnen Titel sind sehr abwechslungsreich und gehen von schnelleren Titel wie Lighning Bolt und traumhaften Balladen wie Broken.
Jake Bugg hat eine sehr schöne, facettenreiche Stimme und begleitet sich selbst mit der Akustikgitarre. Instrumentierung ist sehr einfach. Gitarre, Schlagzeug und Bass. Schau Ihn mir jetzt noch live an. Bin sehr gespannt und hoffe, dass er sich treu bleibt.
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Eigentlich bin ich immer sehr vorsichtig, wenn im Rundfunk sowie im Internet über neue musikalische "Wunderkinder" berichtet wird. Noch vorsichtiger bin ich dann, wenn sich sogenannte "Experten" schließlich dazu erdreisten so gewagte Vergleiche (wie in diesem konkreten Fall) zu altehrwürdigen Legenden wie etwa Bob Dylan herzustellen. Ich kann nichts dafür, aber in mir breitet sich dann stets so ein undefinierbares Widerstrebens-Gefühl aus...

Als ich mich dann aber in einem ruhigen Moment aus reiner Neugierde dazu entschloss, mich einmal mit diesem neuen Wunderknaben namens Jake Bugg auseinanderzusetzen und "Lightning Bolt" auf mich hereinbrechen ließ, war ich auf eine derartige Wucht, die mich dabei überfuhr, allerdings in keinster Weise vorbereitet... Kurzum: Der innere Widerstand war im Nu gebrochen!
Alles - die ersten Gitarrenakkorde, der Sound und ja, die Stimme natürlich - wirklich alles schien so dylanesk wie His Bobness Himself in jüngsten Jahren zu sein. Als hätte man den Robert Zimmermann der frühen 60er mittels Zeitmaschine in die Gegenwart transformiert, um ihn mit heutigen technischen Möglichkeiten eins seiner frühen Alben einspielen zu lassen! (Ich denke da vorwiegend tatsächlich ans Debüt, wo Dylan allerdings hauptsächlich Coverversionen eingespielt hat - und das gänzlich ohne Begleitband.)

Freilich IST Jake Bugg nicht Bob Dylan - keine Frage! Da liegen (vor allem natürlich auch die Lyrics betreffend) dann schon noch kleinere Welten dazwischen, aber rein aus musikalischer Sicht gesehen kommt Jake B. seinem (vermutlichen) Idol schon recht nahe - die allerersten Dylan-Platten betreffend halt. So einen überzeugenden Blues - wie ihn halt eben nur abgebrühte Füchse darbieten können - bekommt Jake Bugg freilich (noch) nicht hin. Alles andere aber - sei es Folk in modernem Gewand, Country oder meinetwegen Indie- oder auch Alternative-Pop - ist durchwegs überzeugend dargeboten und verdient meines Erachtens auch wirklich neidlos Lob und Anerkennung. Natürlich sind zwischendurch auch mal ein paar eher ungewagte Schnulzen zu hören, die auf kurz oder lang aus dem musikhistorischen Langzeitgedächtnis der Allgemeinheit verschwinden werden - aufgrund der frischen Brise, die mit diesem Werk aber aufgewirbelt wurde, kann man solche "Filler" (obwohl das vielleicht sogar etwas zu hart formuliert ist) relativ leicht verschmerzen...
Man kann es dem jungen Mr. Bugg nicht einmal verübeln, dass manche seiner Songtitel (wie etwa "Ballad of Mr. Jones") gewiss nicht unabsichtlich stark an Dylan-Klassiker ("Ballad of A Thin Man") erinnern... So weit, wie es Mr. Dylan anno 1965 allerdings schon war, als er mit seinem elektrifizierten Folk-Rock-Album "Highway 65 Revisited" für Furore sorgte, ist der blutjunge Jake Bugg aber (mit Sicherheit) noch nicht... Es wäre aber auch widersinnig - selbst wenn die Vermarktungsmaschinerie genau diese Schiene fährt - jedes und alles mit dem großen und (im Alter wie's scheint) immer noch weiter wachsendem BOB DYLAN zu vergleichen!

Sagen wir mal so: Ein bombastischer Anfang ist einmal getan. Schwieriger dürfte es jetzt werden, ein entsprechendes Nachfolgewerk nachzulegen. Die Messlatte hat sich Jake Bugg mit diesem überraschend abgebrühten und gleichermaßen begeisternden Erstling jedenfalls fürs Erste jetzt selbst mal ganz schön hoch gelegt...
Ich wünsch's ihm wirklich von Herzen, dass er auch künftig noch mit ähnlichen Kalibern aufhorchen lässt!

Fazit: Jake Bugg ist ein sowohl kommerziell als auch künstlerisch beeindruckendes erstes Statement gelungen, das ihm gewiss den Weg für eine lange und erfolgreiche musikalische Laufbahn legen kann, sofern es ihm gelingen mag, weiterhin so tolle Songs von der Leine zu lassen...

Obwohl mich offengestanden nicht jeder Song so umhaut wie der zuvor schon angesprochene Opener "Lightning Bolt" (Anspieltipp - unbedingt mal anhören!), bin ich nach wie vor überrascht, begeistert und baff. Das ist das erste Mal seit langer Zeit, dass ein medial gehypter Frischling in der großen, gefährlichen, medial verklärten Musiklandschaft mich wirklich zu interessieren begonnen hat.
Jedenfalls werde ich den von nun an eingeschlagenen Weg mit großem Interesse weiterverfolgen...

Abschließend möchte ich noch unmissverständlich sagen, dass ich ein großer Bob-Dylan-Fan bin und trotz aller nostalgischen Verklärungsversuche und unangemessener Vergleiche eben (oder trotzdem) auch etwas mit Jake Buggs Musik anfangen kann!

Für mich die Neuentdeckung des Jahres (2012)!
Um der Ironie am Ende keinen Abbruch zu tun und den vielzitierten Kreis gewissermaßen vollständig abzurunden, sei noch gesagt, dass ich Bob Dylans "Tempest" (ungebrochen und völlig nüchtern betrachtet) übrigens für das beste Album des vergangenen Jahres halte!!

5 STERNE für Jake Bugg und seinen erfrischenden Erstling, womöglich mit der einen oder anderen enthaltenen Vorschusslorbeere ;)

Reinhören lohnt sich aber - auch für alle Zweifler und Skeptiker - in jedem Fall!!
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am 13. Februar 2013
"what the world needs now is another folksinger like I need a hole in my head" sangen mal Cracker Anfang der 90er. Ungefähr so lange ist auch her, dass wir mit Meisterwerken von der Insel quasi im Monatstakt verwöhnt wurden. Blur, Oasis, Pulp. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der wir diesen jungen Bugg wirklich gut gebrauchen können. Eine dunkle Zeit, in der Heino die Charts regiert, das Medium CD-Album stirbt und wir mit Casting-Eintagsfliegen gequält werden. Viele Vergleiche, die schon gezogen wurden passen bedingt: Bob Dylan, Donovan, Neil Young. Es ist halt ein klassisch instrumentiertes Singer-Songwriter-Album - sehr Sixties orientiert; auch in der Produktion. In ruhigeren Momenten wie "simple as this" denkt man gerne auch an die Everly Brothers. Ich erinnere mich an die LAs bzw. an Cast. Liegt auch an der ähnlichen Stimmlage. Genug der Vergleiche ... Jake Bugg gelang 2013 ein zeitloses Album, er sprengt ungern den 3-Minuten-Rahmen mit seinen Songs und man bleibt mit Freude und offenen Ohren von Song 1 bis 14 dabei. Die ewigen "früher war alles besser und dann kann ich mir gleich die Originale anhören"-Nörgler müssen mir erstmal ein paar Alben zeigen, die auch in den 60ern die Qualität durchgehend halten. Ja natürlich, gibt es viele, aber bei Lichte betrachtet, wird auch vieles verklärt. Jake Bugg hatte " a little help from his friends". Schwer zu beurteilen, wie hoch die Verdienste von Iain Archer (-> Snow Patrol) und Matt Prime sind, aber es bleibt der Eindruck, dass wir den Start einer Karriere miterleben dürfen. Er selbst will keine 50 Minuten Ruhm, sondern 50 Jahre. Ich wünsche es uns, und, dass ihn seine Kreativität nicht verlässt.
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