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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Eat or die...", 22. Januar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ravenous - Friss oder stirb (Horror Cult Uncut) (DVD)
...ist der letzte gesprochene Satz dieses ungewöhnlichen Films. Wer ihn sagst, spoilere ich nicht...

"Ravenous" ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 1999, der in Deutschland lange Zeit auf dem Index stand (bis zum Mai 2012). Schön, das jetzt so eine gute Veröffentlichung vorliegt, die neben einigem Bonus-Material gleich 3 Audio-Kommentare enthält.

Die Geschichte ist teilweise inspiriert durch die Ereignisse der Donner-Party, eine Geschichte von Siedlern, die sich im Jahr 1846 in den Bergen verliefen und laut Tagebuch-Aufzeichnungen nur durch Kannibalismus überleben konnten.

In "Ravenous" geht es um einen Colonel der zur gleichen Zeit als die Donner-Geschichte in die Sierra Nevada strafversetzt wird und mit einer Gruppe von relativ seltsamen Zeitgenossen dort lebt. Ein Fremder taucht auf und tischt eine Story rund um eine kannibalistische Gruppe auf, zu der er vorher gehörte. Dieser Geschichte wollen die Anwesenden auf den Grund gehen, denn es soll noch Überlebende geben, die in Gefahr sind. Dies entpuppt sich als Falle.

Der Film besticht durch die Mitwirkung etlicher bekannter und guter Darsteller: Robert Carlyle (The Beach, Trainspotting, Ganz oder gar nicht), Guy Pearce (Prometheus, The Road, The Proposition, Memento...), David Arquette (Scream 1 bis 4), Jeremy Davies (Lost, Justified, Manderley, Dogville), Jeffrey Jones (Deadwood) und einige Andere.

Die Musik von Michael Nyman und Damon Albarn (Blur, Gorillaz) ist interessant und gut, aber teilweise ist sie für den Film kontraproduktiv, da sie emotional häufiger mal nicht zu den Szenen passt. So klingt die Musik bei einer aufregenden Verfolgungsjagd im Wald viel zu fröhlich und nimmt dem Film somit das Horror-Element weg.

Der Film wird als Analogie auf den amerikanischen Imperialismus gesehen.

Trotz des harten Themas halten sich die Horror- bzw. Gore-Elemente in Grenzen. Leute die in dieser Richtung einen krassen Film erwarten, werden eher enttäuscht sein, während Zuschauer, die sich sonst keine Horrorfilme anschauen, an ein paar Stellen echt zu....ähm...knabbern haben werden. Die Schauwerte in dieser Richtung finden teilweise mehr im Kopf statt als auf der Leinwand oder dem TV-Bildschirm.

Der Film setzt mehr auf gute darstellerische Leistung, eine gute Dramaturgie, Bilder und Kamera-Arbeit sowie eine stringente Story, die gut funktioniert.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Na denn: Guten Hunger!, 1. November 2012
Von 
Fischermähn (Köln, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ravenous - Friss oder stirb (Horror Cult Uncut) (DVD)
Wirklich intelligente Filme sind rar gesät - bei "Horrorfilmen" dürfte es in Sachen Tiefgang gemeinhin noch weitaus schlimmer bestellt sein...

Was hier im Gewand eines Menschenfresserwesterns daherkommt, ist im eigentlichen Sinn eine bitterböse Parabel auf den US-Imperialismus bzw. Kapitalismus des Westens.

Gute Darsteller, gute Kamera, schöne Landschaften, abgrundtief schwarzhumorige Dialoge, Kannibalengrusel und eine kongeniale Filmmusik von Michael Nyman sorgen in Ravenous für ganz großes Kino.

Für die Riege der Horror- und Splatterfans dürften es zuwenig Schockmomente und explizite Gemetzel sein - für Liebhaber intelligenter Filme abseits des Mainstreams ist dieser Film aber mit Sicherheit ein wirklicher Leckerbissen - sofern man sich den Appetit nicht durch ein wenig Menscheneintopf verderben lässt...

... insofern:

Bon Appétit!
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5.0 von 5 Sternen klasse Film, 6. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ravenous - Friss oder stirb (Horror Cult Uncut) (DVD)
Ein klasse Film über Kanibalismus. Gelungene Mischung aus Horror und Psychothrill. dazu eine Filmmusik die klaustrophobisch ist . Für mich ein echter geheimtipp, dazu noch uncut.
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4.0 von 5 Sternen Spannend, 19. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein gelungener Film, der immer wieder, Fragen aufwirft, die am Ende beantwortet werden und dadurch alle Sinne anspricht. Nicht übermässig blurtünstig, sondern mal einer, der die grauen Zellen in Bewegung setzt.
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4.0 von 5 Sternen Gefällt mir!, 15. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ravenous - Friss oder stirb (Horror Cult Uncut) (DVD)
Was mir weniger gefällt ist das FSK18 Logo. Angesichts von Filmen wie Hostel oder SAW frage ich mich, was an diesem Film FSK18 sein soll? Die Blutmenge im Film findet sich ebenfalls in Fahrschullehrfilmen für Unfallprävention, die sich 16jährige im Fahrschultheorieunterricht mitunter ansehen müssen. Splatter und heftige Gewaltszenen gibt es in diesem Film ebenfalls nicht. Echt gruselig: ein paar Skelette hängen kopfüber in einer dunklen Felsenhöhle von der Decke. Wow. Ganz, ganz toll inszeniert und allemal FSK18 wert, liebe Bundesprüfstelle. Dennoch ist dieser Film wirklich toll. Warum? Weil auf dreiviertel der Filmlänge die Geschichte gut ist und Gewalt eine untergeordnete Rolle spielt. Indianermythos und Kannibalentum mischen sich in diesem Meisterwerk, untermalt von teilweise recht lustiger Musik, die die eine oder andere Handlung ad absurdum führt. Nicht gefallen hat mir einzig der wenig ausgegorene Schluß. Ich hatte leider den Eindruck, daß der Film "fertig werden" mußte und der Regisseur deshalb aus Mangel an Ideen und weil es wahrscheinlich "schnell gehen" mußte, ein eher fadenscheiniges als realistisches Ende gewählt hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Low Budget Perle - Geheimtipp, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ravenous - Friss oder stirb (Horror Cult Uncut) (DVD)
Antonia Birds „Ravenous“ ist ein feiner Low-Budget Horror Streifen aus den 90ern. Ein gelungener Mix aus Kannibalismus, Schrecken, schwarzem Humor und Philosophy Das Script von Ted Griffin ist wirklich erstaunlich und beschreibt einen Mix aus Uramerikanischer Legende und der Geschichte von Sawney Bean. Bean, seine Frau und seine Kinder wohnen in einer Höhle in Galloway, Schottland, während des 16. Jhd. Die Höhle liegt nahe eines Sees und die Familie lebt von Überfällen, Morden und den Leichnahmen der Opfer. Über einen Zeitraum von 25 Jahren fielen mehr als 1000 Menschen der Familie zu Opfer.

Guy Pearce glänzt in der Rolle des Lieutenant John Boyd und auch der Rest des Casts spielt solide. Gedreht wurde der Film in Tschechien und der Slowakai und die Landschaft unterstreicht wunderbar die Atmosphäre und die Spannung der Geschichte. Der Soundtrack von Damon Albarn (Blur) und Michael Nyman ist sehr gruselig und atmosphärisch. Der Film ist voller Gewalt, Blur und Schockmomenten. Genau das Richtige für Horrorfans! Höchst empfehlenwert!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cannibal Holocaust in bitterböser Western-Variante. Erschreckend und abstossend gut!, 11. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ravenous - Friss oder stirb (Horror Cult Uncut) (DVD)
Ein radikales, subversives Meisterwerk, das alle Genre-Schubladen sprengt.
Nietzsche wird diesem Film vorangestellt: "Wenn du dich mit Monstern befassen musst, pass auf das du nicht selbst zum Monster wirst" darunter das beinharte Gegenzitat aus dem Film :"Friss oder stirb".
Die vereinigten Staaten im Jahre 1845. Ein Land im Umbruch. Der erste Goldrausch und der Krieg mit Mexiko sind gerade vorüber.
Die dunklen Wolken des Sezessionskrieges noch nicht aufgezogen.
US- Kavallerist Boyd (Guy Pearce) erhält eine Auszeichnung für besondere Tapferkeit vor dem Feind.
Nur er allein weiss, das diese eigentlich ungerechtfertigt ist, er selbst nur noch ein gebrochener Mann, schwer traumatisiert im Angesicht von zahllosen Gemetzeln, und blutüberströmten Leichenbergen.
Mit makaberer Freude blickt die Kamera auf ein Festbankett, welches ihm zu Ehren ausgerichtet wurde.
Grossaufnahme von Fleischgerichten auf zahllosen Tellern, die alsbald gierig von dem versammelten Offizierkorps verköstigt werden.
Nur Boyd bekommt keinen Bissen herunter, muss sich nur beim Anblick von Fleisch und Knochen in hohem Bogen übergeben.
Aufgrund seiner nervlichen Angeschlagenheit wird er sehr bald in ein abgelegenes Regimentsfort in den tiefsten Bergen versetzt werden, wo er noch mit ganz anderen Formen der Fleischeslust konfrontiert werden wird.
Schon mit diesen Eingangsszenen macht sich ein so dermassen grosses Unbehagen beim Zuschauer breit, der ahnt; dies ist in seiner Kompromisslosigkeit und seiner perfekten Inszenierung mehr als ein gewöhnlicher Horrorfilm.
Dieser Film wird gnadenlos, kaltblütig sein.
Der Film ist mit seiner Vermengung verschiedener Genres Western, amerikanische Geschichte (tatsächlich beruht der Film auf wahren Begebenheiten), indianischem Aberglauben, Sozialkritik und üblen Splatterszenen ein Monument für sich und einmalig.
Für Cineasten ein Hochgenuss.
Viele diskussionswerte Fragen und Interpretationen wirft er auf. Ganz klar ist er beispielsweise ein beissender Kommentar auf den westlichen, sprich amerikanischen Imperialismus.
Denn wie in einer Szene süfisant bemerkt wird:" Wenn wir Menschenfleisch essen und daran Gefallen finden, die Menschen aussaugen, ihre Lebenskraft uns buchstäblich einverleiben, tun wir doch nur das was die westliche Welt im grossen Stil mit besiegten Völkern macht." Hier wird ganz offen bezug genommem zum Beispiel auf die gänzliche Ausrottung der indianischen Urvölker, den Kolonialismus und Eroberungs- und Vernichtungsdrang der sich so zivilisiert gebenden "weissen Rasse".
Der Mensch ist des Menschen Feind, bzw. hier wirklich Nahrung um das körperliche Verlangen zu stillen.
"Ravenous" bezieht seine Beklemmung nicht aus, wie üblicherweise mit dem Kannibalen- bzw. Zombie-Genre immer einhergehenden Eingeweide herausreissen und Fress-Orgien, sondern ist abgesehen von einigen, jedoch sehr den Magen strapazierenden Ekelszenen, viel hinterhältiger, perfider und damit um einiges schlimmer und nachhaltiger.
Unterschwellig und schockierend packt er den Zuschauer im Genick mit vielen kleinen, objektiv gesehen trügerisch harmlosen Sequenzen, Dialogen, Blicken die das unfassbare Grauen nicht direkt auf der Leinwand, sondern im Gehirn des Betrachters zu einem übelkeiterregenden dämonischen Puzzle zusammensetzen.
Das Entsetzen ensteht weniger durch gezeigte Blutszenen sondern durch die entlarvend dargestellte Ekelhaftigkeit des Homo sapiens an sich.
Der eben doch mehr von reissenden Bestien in sich trägt und alle Moralvorstellungen zu opfern bereit ist in bestimmten Situationen.
Ähnlich wie auch in dem Hooper Klassiker "Texas Chainsaw Massacre" oder Walter Hills "Die letzten Amerikaner" sind wenig wirkliche Gore-Szenen zu sehen.
Subtil und einfach nur schockierend beindruckend ist jeder Darsteller. Wobei Robert Carlyle einen mit seiner differenzierten Darstellung des zum Kannibalen mutierten Oberst ewig im Gedächtnis bleibt.
Hinter seiner schönen Offiziersuniform springt uns aus jeder Geste, jedem Blick der lauernde Horror entgegen.
Ohne eigene Schuld, aus einer Notsituation heraus überlebte er nur durch menschliches Fleisch, bekam aber immer mehr Lust und unstillbares Verlangen nach dieser Ernährungsweise.
Noch dazu wo er mit jedem verspeisten Körper auch die im Blut erhaltene Lebenskraft des Opfers in sich aufnimmt, damit fast imun gegen Krankheiten oder schwere Verwundungen wird.
Wie ein Alkoholoker nach der Flasche ist er dieser Sucht verfallen und kann sie nicht mehr bändigen. Eine schwelende Abhängigkeit. Dem Drang zu konsumieren opfert er alle menschlichen Moral- und Ethik Grundsätze.
Das Panorama des Films könnte auch "Der mit dem Wolf tanzt" entnommen sein.
Die hohen Berge, die Weite des Westens, die verschneite Einsamkeit, die karge Ödnis, die Siedlertrucks, das verkommene Fort. Einfach wunderschön, bombastische Aufnahmen.
Dazu die einzigartige Musik Michael Nymans, die das wehmütige, einsame Feeling eines Spätwesterns herausarbeitet.
Mystisch überhöht wird der Film durch immer wieder eingestreute Hinweise auf alte Indianer Mythen um den Geist des Wendigo.
Ein unerklärliches Phänomen, das von jedem Besitz nimmt der einmal Menschenfleisch gekostet hat.
Jedes Bild auch in seinen Farben umgeben von schleichender Düsternis, von auswegloser Atmosphäre. Kein Mainstream, bis zuletzt nicht vorhersehbar wie der Film sich bis zum Ende entwickelt.
Ein tabuloses entlarvendes Meisterwerk, an dem Nietzsche seine Freude gehabt hätte. Absolut furchteinflössend und beeindruckend. Besonders bemerkenswert überdies daß der Film, wie fast einzigartig im Horror-Genre von einer Frau gedreht wurde.
Fazit: unbedingte Kaufempfehlung!
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5.0 von 5 Sternen Spannung pur, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon etwas in die Jahre gekommen, aber dennoch extrem spannend und fesselnd, ohne abartig oder eklig zu wirken. Schade nur, dass es keinen zweiten Teil gibt.
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