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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Must-Read unter den Dystopien
"Pandemonium" ist der zweite Band der Amor-Trilogie von Lauren Oliver, die sich inhaltlich mit einer zukünftigen Dystopie befasst, bei der Liebe als Krankheit aufgefasst und durch einen Eingriff bei erreichen der Volljährigkeit geheilt wird. Nach dem ersten Band, "Delirium", hatte ich den zweiten Band sehnsüchtig erwartet und wurde nicht...
Vor 22 Monaten von Sarah O. veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Schwächer als der Vorgänger
Nachdem ich Delirium gelesen hatte, ging ich mit hohen Erwartungen an das zweite Buch heran - welche die Autorin leider nicht ganz erfüllen konnte.
Die vielen Rückblenden am Anfang haben mehrere Brüche in die Geschichte gebracht, was ich sehr schade fand. Außerdem kam die "Enthüllung" von Julian alles andere als überraschend -...
Vor 13 Monaten von mikayla87 veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Must-Read unter den Dystopien, 8. Dezember 2012
"Pandemonium" ist der zweite Band der Amor-Trilogie von Lauren Oliver, die sich inhaltlich mit einer zukünftigen Dystopie befasst, bei der Liebe als Krankheit aufgefasst und durch einen Eingriff bei erreichen der Volljährigkeit geheilt wird. Nach dem ersten Band, "Delirium", hatte ich den zweiten Band sehnsüchtig erwartet und wurde nicht enttäuscht.

Zum Inhalt: Lena schafft es zu den Invaliden in die Wildnis, doch Alex' Verlust belastet sie sehr. Trotzdem geht ihr Leben weiter und führt sie nach New York, wo sie unter falscher Identität lebt und für den Untergrund arbeitet. Ihr Ziel ist Julian, der Sohn eines der größten Befürworter des Eingriffs zur Heilung der Liebe, dessen eigener Eingriff bevorsteht, aber umstritten ist, da bei dem jahrelang schwerkranken Jungen die Gefahr besteht, dass er die Heilung nicht überlebt. Kurz vor dem Eingriff, bei einer Kundgebung der VDFA, der Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, der Julians Vater vorsteht, kommt es zu einem Aufstand anderer Invaliden und als Lena ihren Auftrag befolgt und Julian im Auge behält, gerät sie selbst in Gefahr...

"Pandemonium" ist ganz anders, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Ich hatte erwartet, dass die Handlung unmittelbar an Lenas Flucht aus Portland anschließen und sich vorerst mit ihrem Leben in der Wildnis befassen würde, eventuell auch mit dem Wunsch und dem Versuch Alex zu finden, als einziges spannenderes Element. Ein eher ruhigerer Zwischenteil bis zur erneuten Thematisierung der Dystopie und der Konfrontation mit den Staatsmächten also. Mit dem tatsächlichen Aufbau ihres Romans hat mich die Autorin dann aber sehr überrascht. Es gibt diese ruhigeren Elemente, in der Zeit, in der Lena lernt in der Wildnis zurecht zu kommen, um Alex trauert und sich an der Vorstellung festhält, dass er doch noch leben könnte, das "Damals", sie werden aber parallel zu einer Zeit mehrere Monate in der Zukunft erzählt, in der Lena längst für den Untergrund arbeitet und eine sehr spannende und gefährliche Phase durchlebt, das "Jetzt". Durch die Zweiteilung der Erzählung in "damals" und "jetzt" vermeidet die Autorin langatmigere, eintönigere Passagen während Lenas Trauerphase ohne diese emotionaleren Abschnitte aber vollkommen zu vernachlässigen. Die Handlung schaltet dauernd um zwischen Spannung und Gefühl und diese nicht-chronologische, abwechslungsreiche Erzählweise konnte mich direkt überzeugen.

Wie schon der erste lebt auch dieser zweite Band neben Action-reichen Abschnitten von sehr mitreißenden emotionalen Wendungen und einer überzeugenden Protagonistin, die sowohl willensstark wie auch manchmal hilfsbedürftig und schwach ist. Lena gehörte für mich schon nach dem ersten Band, nach "Pandemonium" aber nun endgültig, zu einem der tief gehensten, stimmigsten und am besten ausgearbeiteten Protagonisten, die aktuell im Jugendbuchbereich, speziell auch im Bereich der Dystopien, zu finden sind. Eine solch abwechslungsreiche und glaubwürdige Ich-Erzählerin macht einfach Freude - egal, ob sie ein wenig in ihrem Selbstmitleid versinkt oder sich zur führenden Kämpferin berappelt, man muss einfach mit ihr mitfiebern.

Überhaupt schafft es Lauren Oliver mit einer spürbaren Leichtigkeit eine sehr glaubwürdige Welt aufzubauen, mit meistens undurchsichtigen Verstrickungen, die sich zum Schluss überraschend, aber logisch zu einem stimmigen Gesamtbild entwirren lassen, die Spannung hoch zuhalten, und ihre Dystopie mit vielfältigen Charakteren auszuschmücken, zu denen hier neben Lena insbesondere Julian und die anderen Untergrundler gehören. Sprachlich wie atmosphärisch ist "Pandemonium" sehr stark, punktet besonders mit einer gewissen Bildhaftigkeit, emotionaler Tiefe und einigen dramatischen Wendungen. Sicherlich, kein Buch ist zu hundert Prozent perfekt, und so habe ich auch bei "Pandemonium" zumindest einen kleinen Kritikpunkt. Neben allen unerwarteten Wendungen und einer spannenden Handlungsführung gab es auch einige Dinge, die leicht vorherzusehen waren, Stellen, an denen man der Protagonistin ein paar Schritte voraus war, und Situationen, in denen das "Die-Welt-ist-ein-Dorf"-Gefühl aufgrund von "Zufällen" und überraschend "perfektem" Timing ein wenig zu präsent war. Das waren kleine Stolpersteine, die nichtsdestotrotz zwar da sind, aber in einer für mich tolerierbaren, nur gering ins Gewicht fallenden Form, denn meistens fügt sich die Handlung trotzdem glaubhaft zusammen.

Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung, die mich besonders durch den Aufbau überraschte. Abwechslungsreich, spannend, gefühlvoll. Mich hat schon "Delirium" sehr überzeugt und nach "Pandemonium" kann ich ziemlich sicher sagen, dass die "Amor"-Trilogie zu den aktuell besten Dystopien unter den Jugendbüchern zählt - wenn sie nicht, meiner Meinung nach, sogar die eindeutig beste ist. 5 Sterne, ein echtes Must-Read.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die neue Lena, 10. Januar 2013
Auch mit dem zweiten Band der Amor-Trilogie bin ich sehr zufrieden. Zufriedener als mit dem ersten Band sogar!
Alle meine Kritikpunkte zum ersten Band, zB. dass ich ein paar von Lenas Handlungen nicht nachvollziehen konnte bzw. die fehlende Action, wurden in diesem Band komplett aufgeholt. Auch auf dem Cover steht jetzt "Kampf" wo im ersten Band noch "Liebe" stand. Also: Macht euch auf Veränderungen gefasst!

Lena ist endlich erwachsen geworden, nachdem sie kurz vor dem Tod von der Widerständlerin Raven gefunden und gerettet wurde und nun ein hartes Leben in der Wildnis führt. Aber vor allem ist sie eins geworden - stärker. Sie leistet nun Widerstand gegen das System und glaubt nicht mehr an deren Lügen. Mehr noch: Nach ihrer Flucht über den Zaun, bei der sie ihre große Liebe Alex velor, hat sie sich dem Widerstand angeschlossen. Zusammen mit anderen Invaliden, Raven und Tack, kehrt sie in die kontrollierte Welt zurück, um einen Auftrag des Widerstandes auszuführen. Doch während einer Kundgebung kommt es zum großen Chaos... und das führt dazu, dass sie mit Julian, dem Sohn eines berühmten Heilmittel-Anhängers, entführt wird. Eigentlich sollte er alles verkörpern, was sie verabscheut. Seine Leute haben ihr Alex genommen. Seine Leute verabscheuen die Liebe. Doch in ihrer Gefangenschaft kommen die Beiden sich näher...

Wenn ihr mich fragen würdet, wer mir besser gefallen hat - Julian oder Alex - dann muss ich zugeben, dass Julian mich ziemlich schnell erobert hat. Schon am Anfang, als Lena ihn dabei beobachtet, wie er sich Bilder von fernen Orten ansieht, war mir klar, dass er nicht ansatzweise der ist, der er nach außen hin zu sein scheint. Und schon nach ein paar Tagen in der Gefangenschaft konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen.

Die größte Besonderheit des Buches sind wohl die "damals" und "jetzt"-Kapitel. Am Anfang fand ich das etwas verwirrend, aber das hat sich schnell gegeben. Jetzt halte ich das für eine gute Idee der Autorin: So werden sich die neue und die alte Lena gegenüber gestellt und einem wird die Entwicklung überhaupt klar. Langsam wird sie stärker, ist bereit zu kämpfen.

Fazit: Ein Buch der Veränderungen! Die Autorin hat es geschafft, nochmal alles aus Lena rauszuholen. Julian hat mir ebenfalls sehr gefallen, und zusammen mit dem Widerstand und der neuen Action schafft das Buch es: 5 Sterne für Pandemonium.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pandemonium - Lenas neues Leben: Kampf, Gefahr, Tod, 27. Oktober 2012
Von 
micra-cat (Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Der 2. Band der Amor-Trilogie erzählt von Lenas neuem Leben, das so ganz anders ist als im 1. Teil "Delirium". Ihre Flucht über den Zaun in die Freiheit ist zwar geglückt, doch dafür musste sie alles bisher gekannte hinter sich lassen. Der schmerzlichste Verlust jedoch war ihr Freund Alex, der sie überhaupt erst dazu gebracht hatte, Fluchtpläne zu schmieden. Er wurde von den Aufsehern niedergeschossen und Lena musste hilflos dabei zusehen. Auch sie wurde von Kugeln getroffen und nachdem sie sich halbtot allein durch die Wildnis geschleppt hat, dort von einer Gruppe junger Invaliden gefunden und gesundgepflegt. Doch das Leben in der Wildnis ist gefährlich und auch die Invaliden werden gejagt.

Endlich gibt es die lange erwartete Fortsetzung von Delirium und obwohl es schon länger her ist, dass ich den ersten Teil gelesen habe, konnte ich mich sofort wieder in die Geschichte hineinversetzen. Mir gefällt der lebendige Schreibstil von Lauren Oliver und auch Lenas Entwicklung und Wandlung von einem schüchternen angepasstem Mädchen zu einer mutigen Kämpfernatur beschreibt sie sehr glaubhaft und nicht so, dass es überzogen wirkt.

Der Anfang von Pandemonium ist noch etwas düster und ziemlich bedrückend: Probleme in der Schule, Alpträume, Sehnsucht nach Alex. Wo bei Band 1 auf dem Cover noch überall "Liebe" stand, heißt es jetzt "Kampf", wobei es für Lena hauptsächlich ein Kampf ums Überleben wird, der schon fast Panem-würdig ist. Denn Tod und Gefahr stecken in den Seiten.
Lauren Oliver hat hier wirklich ein rasantes Tempo vorgelegt. Dabei wechseln die Kapitel des Buchs ständig zwischen zwei verschiedenen Erzählperspektiven, der Zeit nach Lenas Flucht in die Wildnis und der Gegenwart in New York, wo sie sich der Widerstandsbewegung angeschlossen hat. Zwischen den beiden Geschichten liegt ein Zeitraum von mehreren Monaten und sie nähern sich immer mehr an bis zum fulminanten Showdown. Beide Teile sind so spannend, dass man zwischendurch kaum zum Durchatmen kommt.

In der Wildnis kämpft Lena mit ihren neuen Freunden zusammen gegen Tücken wie Hunger, Krankheit und Tod. Ähnliches widerfährt ihr aber auch später in der Zivilisation in New York als sie zusammen mit Julian Fineman, dem Vorsitzenden des Verbandes gegen ein Deliria-freies Amerika (VDFA) bei einer Kundgebung in die Gewalt von Entführern gerät. Julian ist der perfekte Sohn und Musterschüler und wirkt anfangs ziemlich steif. Er erinnert ein wenig an die "alte" angepasste Lena und hat auch Angst sich während der Gefangenschaft, in der die beiden in einer Zelle zusammen eingesperrt sind, mit Deliria zu infizieren. Wie die beiden sich nach anfänglicher gegenseitiger Abneigung langsam näher kommen, hat mir gefallen, obwohl ich ja Alex-Fan war und auch nicht glauben konnte, dass er tot sein soll. Doch ich muss zugeben, dass Julian mir im Laufe des Romans immer besser gefallen hat und die Leere, die durch Alex entstanden ist, gut ausfüllen konnte.

Leider endet auch dieser Teil wieder mit einem fiesen Cliffhanger und hat mich aufgewühlt, atemlos und etwas verwirrt zurückgelassen - eindeutig Pandemonium-infiziert!
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4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut wie der erste Teil, trotzdem fesselnd., 30. September 2014
// Worum es geht //

Die Lena von früher, die an den Eingriff und die Heilung von der Amor deliria nervosa geglaubt hat, gibt es nicht mehr. Das angepasste Mädchen, welches auf den Tag ihres Eingriffs gewartet hat, hat sie hinter dem Zaun zurückgelassen, über den sie gemeinsam mit Alex geklettert ist.
Sie schließt sich in der Wildnis dem Widerstand an und als sie durch einen Auftrag zurück in die Stadt gelangt, erwacht in ihr die kleine Hoffnung, dass Alex vielleicht noch am Leben ist, denn die Liebe zu ihm, brennt noch immer in ihr.

// Was ich davon halte //

Der zweite Teil der Amor - Trilogie hat mich nicht ganz so überzeugt wie der erste Teil, trotzdem habe ich das Buch schnell gelesen, denn der Schreibstil ist noch immer wundervoll. Durch den zweigeteilten Aufbau erfährt man im Teil "Damals", was Lena direkt nach der Flucht und ihrer Ankunft in der Wildnis erlebt hat, während man im Teil "Jetzt" ihren Auftrag und den Kampf gegen die VDFA, die Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika.
Als Lena allerdings auf Julian, den Sohn des Anführers der VDFA trifft und mit ihm gemeinsam eine spannende und sehr actionreiche Reihe an Erlebnissen teilt, weiß sie plötzlich nicht mehr ob die Gefühle für Alex noch da sind, oder ob sie sich längst in Julian verliebt hat.
Dieser Teil ist sehr viel mehr mit Action, Spannung und Kämpfen durchsetzt, was mir sehr gut gefallen hat. Der Kampf gegen die Heilung nimmt zu und man lernt verschiedene Seiten von Rebellen aber auch Verfechtern der Heilung kennen.
Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und es ist natürlich wieder spannend bis zum Ende, denn auch wie beim ersten Teil endet es mit einem riesigen Cliffhanger.

// Fazit //

Actiongeladener zweiter Teil, der es Wert ist gelesen zu werden. 4 / 5 Sterne für Pandemonium!
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5.0 von 5 Sternen Band 2 "Pandemonium" setzt noch einen drauf....Der Hammer!, 22. September 2014
Mit dem Auftakt "Delirium" wurde ich durch Autorin Lauren Oliver schon in die Welt von Lena katapultiert. In "Pandemonium" geht es weiter und die Dystopie zeigt Schicksale, Begegnungen, eine Liebe und Emotionen aus Hass, Schuld und Ungerechtigkeit, die den Leser nicht mehr los lassen.
Erschienen im Carlsen Verlag ([...])

Klapptext / Inhalt:
"Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe."

Handlung:
nach der Flucht aus Portland in die Wildnis...Lena ist erwachsen geworden, sie ist gereift und zu einer neuen Persönlichkeit herangewachsen. Nach der Rettung durch der Widerständlerin Raven, führt Lena nun ein hartes und selbstbestimmtes Leben in der Wildnis. Portland hat sie hinter sich gelassen. Doch vor allem ist Lena stärker geworden, ihr Wunsch und ihr Ziel nach Rebellion und dem Widerstand gegen das System ist ungebrochen, sie ist wissender und schlauer und kann all den Lügen und Intrigen keinen Glauben mehr schenken. Nach ihrer Flucht und dem schmerzlichen Verlust ihrer Liebe Alex, will sie kämpfen, sie ist entschlossen und hat sich einer Gruppe aus anderen Invalidenangeschlossen. Zusammen mit Retterin Raven und Tack, kehrt sie in die kontrollierte Welt zurück, um ihre Pflicht, ihre Bestimmung zu folgen. Doch noch während einer Demo kommt es zum großen Chaos... und das führt dazu, dass Lena und Julian, dem Sohn eines berühmten Heilmittel-Anhängers, verschwinden und entführt werden. Zwei, wie Feuer und Eis, Gegensätzlicher könnten Lena und Julian nicht sein...doch in ihrer Gefangenschaft kommen die Beiden sich näher...zu nahe.

Zum Schreibstil:
Lauren Oliver hat mich schon mit ihren anderen Büchern, und vor allem mit dem Auftakt zur Trilogie "Delirium" als Leserin gewonnen, ohne ihren einmaligen und besonderen Schreibstil wäre dieser dystopische Roman keine so intensive Geschichte geworden. Sie erzeugt Bilder, starke Gefühle, Entsetzen, Ungläubigkeit und Hoffnung. Aber vor allem verwöhnt sie den Romanliebhaber mit dem Gefühl, die Protagonisten zu packen und ihnen die Dinge zu erklären und sie zu lenken. Hier ist der Leser jedoch machtlos und muss sich auf der Welle des Schicksals mitgleiten lassen. Lauren Oliver schreibt sehr nahe, bringt leise Töne an, die laut und intensiv hallen. Ein sehr emotionales und verworrenes Konstrukt aus Schicksal, Liebe, Hoffnung, Leid und Wendung. Unerwartete Stärke und wachsene Persönlichkeiten. WOW, hier wird mit Emotionen geschickt verzaubert.
Autorin Lauren Oliver versteht es, intensive Charaktere zu formen, die den jugendlichen Alltag geschickt an die Leser wiedergeben.Vor allem die Gedanken von Lena, die stärker, reifer und selbstbestimmter geworden ist lassen den Leser nicht mehr los. Man teilt all die Emotionen und Schicksale mit ihr und ist in ihrer Welt gefangen. Es ist ein atembraubendes Buch mit einer sinnvollen und sehr sensiblen Botschaft, der Mittelband toppt sogar den bereits begeisternden Auftakt, denn hier gibt es zu all den Emotionen und Leiden eine Menge Rasanz und Tempo. Ganz nah erreicht sie die Leser, wenn sie aus der Sicht und den Augen von Lena den Leser direkt mit in ihr Tun und Handeln verwickelt und diesen direkt anspricht und möglicherweise sogar einige Gedanken vorweg nimmt.
Jugendromanautorin Lauren Oliver hat eine Thematik gewählt, die sehr nah und erschütternd geschrieben ist, jedoch auch für ungeahnte Wendung und Richtung sorgt. Zwar etwas fiktiv, aber keinesfalls realitätsfern. Die Autorin besitzt einen ganz besonders tollen, authentischen, mutigen, gewagten und ungefilterten Schreibstil, die Emotionen, Gedanken und Probleme der nicht alltäglichen Gefühle und Probleme zwischen Lena und ihrer Welt und ihrem Umfeld an den Leser zu bringen. Zu all dem paart sie eine wunderbar sacht aufflammende gegensätzliche und unmögliche neue Liebe. Trotz des schmerzlichen Verlusts von Alex gelingt es Julian in Lenas Herz zu dringen und dort etwas zu bewegen. Sooooo schön, bitte mehr davon..... Ich mag diese Art des Schreibens und konnte somit ganz nah mit den Charakteren miterleben, was in diesem bewegenden Buch auf mich wartete. Eine gelungene Gratwanderung, der dem Wunsch Jugendlicher aber auch Erwachsener gerecht wird.
Das Schriftbild ist angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Die Dialoge sind knackig, emotional und sehr authentisch dargelegt und können für so manchen Tiefgang sorgen.

Schauplätze:
Raus aus Portland, rein in die Wildnis und zurück zur Realität. Wir erleben Lena in ihrem Reifeprozess, im Umgang mit der Trauer um ihre große Liebe Alex, wir erleben Lena, wie sie entschlossener wird und mit den anderen Widerständlern eine Mission erfüllen will. Auf dem Weg in die normale Welt ereignet sich ein neues Schicksal und wir erleben eine turbulente Entführung von Julian und Lena.
Hier gibt die Autorin ein tolles Bild aus der ganz normalen alltäglichen Welt und den fiktiven Ebenen dieser Dystopie. Der Alltag der Protagonisten, aber auch die Familienverhältnisse, die Freizeitaktivitäten, die Partys, all die Dinge auf den Weg des Erwachsenwerdens, die unbarmherzliche und harte Wildnis, das Alleinsein, die Verschleppung... werden hier durch die Autorin nahe vor Augen geführt. Ich fühle mich mitten im Geschehen, habe bewegende Bilder im Kopf und ein Leseerlebnis mit allen Sinnen. In diesem bewegenden Roman stehen nicht ausschließlich die Kulissen und Schauplätze im Vordergrund, sondern glaskar die Charaktere, das große Gefühl und die Handlung. Bei den Schauplätzen beschränkt sich die Autorin Lauren Oliver auf ein Minimum, gibt aber dennoch so viel preis, um ein rundes Bild und eine gelungene Vorstellung zu schaffen, wie sich das Umfeld von Lena und Verbündeten verändert, wie sich Sichtweisen ändern und Prioritäten gestellt werden. Autorin L. Oliver lässt einige wenige Schauplätze dann sogar richtig lebendig werden und nimmt den Leser sogar mit in eine Zwischenwelt, die sich nahtlos in den Plot einfügt.

Charaktere:
Bei der Wahl der Charaktere zeichnet sich das große Können und das Talent der Autorin wieder einmal hervorragend ab. Schon in "Delirium" besticht die Autorin mit stark geprägten Persönlichkeiten, die wunderbar geformten Protagonisten sind das Herzstück des Romans und hier liegt auch der grandiose Schwerpunkt der Autorin in ihrer schriftstellerischen Arbeit. Hier punktet die Autorin auch in diesem Folgeband bei mir sehr. Sehr intensive Schritte erlebt hier die Hauptpotagonistin Lena, die schon im ersten Teil beeindrucken konnte. Sehr poetisch, melancholisch und nachdenklich erleben wir Leser eine Veränderung an dieser zunächst zarten Persönlichkeit, die nach ihrer Flucht aus Portland in der Wildnis zu einer starken jungen Erwachsenen ausreift. Allein die Gefühle für Julian, die so irrational und unwirklich erscheinen, lassen ihre Fassade erweichen und öffnen neue Türen. Auch all die anderen Rollen zeichnen ein sehr wichtiges, teil verstörendes Bild im Buch ab. Mich hat ganz besonders gefesselt, welche Gefühle Alexs Verlust und das Nahekommen von Julian in Lena weckt, wie diese Gefühle beschrieben werden, wie Lena Alex vermisst und Julian kaum akzeptieren kann und wie sehr sie mit sich selbst gegen sich selbst ankämpft...Hier hat die Autorin wirklich aus den Vollen geschöpft und Charaktere und Probleme der schon fast erwachsenen Jugend geschaffen. Gleich zu Beginn ermöglicht die Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten und bietet nahtlosen Übergang von Band 1 zu Band 2.

Meinung:
Was mich ganz besonders begeistert ist, dass mich endlich mal ein Mittelband voll überzeugt hat und sogar den Auftakt toppen konnte. Hier gibt es neben all den löblichen Aspekten und Facetten aus Band 1 noch einen Bonus aus Rasanz, Tempo und Spannung hoch zehn. WOW, was für ein fesselndes und bewegendes Buch, keinerlei Schwächen, große Begeisterung, absoluter Tiefgang. Suchtpotential!!! Ich fühlte mich wirklich mittendrin, das wahrscheinlich auch gerade deshalb, weil mich die Autorin durch Lenas Augen direkt anspricht und mich mit in ihre Gedanken nimmt. Eine Wucht!
Der Autorin gelingt es durch einen fließenden Übergang die Geschehnisse aus dem ersten Teil wieder in Erinnerung zu rufen und gleich mit einer neuen Story ein neues atemberaubendes Buch zu erschaffen.
Manches wirkte auf mich im Geschehen sehr beklemmend und ich musste beim Lesen häufig meinen Blickwinkel verstellen, das hat mir wirklich gut gefallen. Ein grandioser, aber sehr spezieller Roman. Ich bin nun infiziert, vom Buch, von der Reihe, und von Lauren Oliver! Keine Effekthascherei, einfach nur die Liebe zum Buch, dass ist das, was Lauren Oliver auszeichnet!

Die Autorin:
"Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn."

Zum Cover:
Das Cover spricht mich sehr an, es reiht sich auch hervorragend in die Trilogie ein, ein tolles Bild im Bücherregal. Ich mag den lateinischen Schriftzug und das halb ersichtliche Profil. Ein angenehmes Schriftbild und lockere und übersichtliche Kapiteleinteilung. Hochwertige Verarbeitung und hohe Qualität. Das Buch liegt sehr bequem in der Hand. Rundum gelungenes Konzept!

Fazit:
Der Folgeband der den Auftakt nochmals schlägt....wie genial muss dann erst der Abschluß der Trilogie sein? Lauren Oliver lässt hoffen....Absolute Leseempfehlung! Nicht nur für Jugendliche!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine tolle Fortsetzung!, 26. Juni 2014
Von 
Anja (Sundern (Sauerland), Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
In letzter Sekunde gelingt Lena die Flucht aus Portland, obwohl nunmehr ihr eigentlicher Kampf ums Überleben beginnt. Alex hat es nicht geschafft und sie selbst ist schwer verletzt. Kurz bevor sie das Bewusstsein verliert, wird sie von Raven, einer jungen Frau gefunden, die sie beschützt und aufpäppelt. Es dauert lange, bis Lena ihre Kräfte und ihren Mut zurück gewinnt. Von Trauer um Alex begleitet, versucht sie einen Weg zurück ins Leben zu finden. Und an der Seite von Raven begibt sie sich auf ihre erste gefährliche Mission für die Widerstandsbewegung. Sie soll den Sohn des VDFA-Forsitzenden Julian Fineman beobachten. Als es bei einer Kundgebung zu einer Katastrophe kommt, steckt Lena erneut in einem Kampf. Sie weiß nicht, wer Freund oder Feind ist. Nur das in Julien mehr steckt, als sie erwartet hat.

"Pandemonium" ist nach "Delirium" der zweite Teil der Amor-Trilogie aus der Feder von Lauren Oliver. Auch hier beweist die Schriftstellerin ihre Fähigkeiten. Sie führt den Leser in eine vollkommen andere Welt, die versucht ohne Liebe zu existieren.

Gleich zu Beginn wird deutlich, wie viel sich für Lena geändert hat. Aus ihrer Sicht werden die Ereignisse beschrieben und verdeutlichen ihre Erlebnisse und Emotionen sehr bildlich und gefühlvoll. Diese Hoffnungslosigkeit und Trauer, die zu Beginn Lenas Leben beherrschen, werden langsam durch Wut und Aggressionen vertrieben. Sie wird zu einer starken Persönlichkeit und kann sich als wahrer Gegner der Unterdrückung behaupten.
Die Geschichte setzt kurz nach dem Ende des ersten Teils ein, beschreibt dabei zeitgleich zwei Handlungsstränge. Zum einen erleben wir die Vergangenheit, in der Lena von Raven aufgenommen wird und nach und nach zu sich selbst zurück findet. Parallel dazu wird die Gegenwart beschrieben, in der Lena an der Seite von Julian ums Überleben kämpft.
Natürlich ist es von Vorteil, die Vorgeschichte zu kennen, jedoch ist es auch ohne Vorkenntnisse möglich, einen guten Zugang zur Erzählung zu finden.
Aber Achtung - es besteht Suchtgefahr!

Was zum ersten Buch "Delirium" anders ist, sind die Beschreibungen Lenas über ihr jetziges Leben und ihre Wut, die sie antreibt. Sie hat alles Naive abgelegt und wirkt nun erwachsener. Dennoch ist sie voller Gefühl und wird von ihrer Vergangenheit angetrieben. Für ihren Freund Alex, für ihre beste Freundin Hana und ihr Cousine Grace, will sie weiterleben und gewinnen.

Fazit: Ganz anders, dennoch genauso gut wie "Delirium" beschreibt diese Geschichte eine spannende und emotionsreiche Handlung, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Besonders zu Lena, die während der gesamten Erzählung im Mittelpunkt steht, fällt es leicht, einen guten Bezug aufzubauen. Die Worte der Autorin machen aus diesem Werk einen wahren Page-Turner, der einfach gelesen werden muss. Spannung von Anfang bis Ende ist garantiert! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Fortsetzung!, 27. Dezember 2012
Achtung, da es sich hier um die Fortsetzung von Delirium handelt, sind Spoiler möglich!
Es geht weiter mit Lena. Nachdem sie alles verloren zu haben scheint, wird sie in der „Wildnis“ zu einer bemerkenswerten, starken, jungen Frau.
Sie ist zielstrebig, bereit zu kämpfen und steht für sich und ihren Mitmenschen ein und schließt sich dem Widerstand an.
Weiterhin glaubt und hofft sie, dass Alex überlebt hat …
Als sie für den Widerstand einen jungen Mann beobachten soll, gerät sie in ein gefährliches Chaos für sich selbst und andere …
Gleich zu Beginn fiel mir nicht zuletzt dank der großartigen Betonung von Annina Braunmiller, die melancholische Stimmung in der Geschichte auf.
Lena ist härter geworden, mutiger und selbstbewusster. Jedoch hat man als Hörer oft das Gefühl, das sie andererseits auch gleichgültiger geworden ist. Die Schrecken aus Teil 1 haben ihr definitiv zugesetzt und mir gefiel es gut, dass somit die Protagonistin noch glaubwürdiger dargestellt wurde.
Ich habe regelrecht mitgelitten mit ihr, ihre Sehnsucht nach Alex und ihrer Mutter, die Erinnerungen an ihr altes Leben, den Versuch noch mal von vorne zu beginnen.
All dies machte die Fortsetzung nicht nur spannender, sondern auch bedrückender.
Die Sprecherin trifft wirklich stets die richtige Tonlage um die Geschichte „echt“ wirken zu lassen und vermittelt mit viel Feingefühl auch die Stimmungslage zwischen den Zeilen.
Oft erlebt man bei Trilogien ja das ausgerechnet der zweite Teil, der schwächste ist. Dies wiederum kann ich hier nicht bestätigen, mir gefiel er sogar besser als Delirium. Obwohl ich das Ende von Band 2 erahnte, bleibt es dennoch spannend und ein fieser Cliffhanger.
Dass es sich hier um die gekürzte Fassung handelt, hat mir weniger gestört. Im Gegenteil, es fiel mir gar nicht auf.
Fazit:
Die Fortsetzung kann sich definitiv sehen lassen. Sie ist bedrückend und spannend, weil sie Lenas weitere Entwicklung sehr authentisch vermittelt. Mir hat es sehr gut gefallen und ich bin tierisch gespannt drauf, wie Teil 3 ausgehen wird!
© Michaela Gutowsky
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen völlig anders als erwartet, 23. November 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lena ist die Flucht in die Wildnis gelungen, aber sie musste Alex zurücklassen. Jeder hält ihn für tot, auch Lena. Sie schließt sich dem Widerstand an und lässt ihr altes Leben zurück. Nach einiger Zeit kommt sie zurück in die Stadt und soll für den Widerstand Julian beobachten. Sein Vater ist der Gründer der VDFA - einer Bewegung, die den Eingriff gegen Delirum unterstützt. Als Julian eines Tages entführt wird, verfolgt Lena Julian und gerät ebenfalls in die Fänge der Entführer. In der Gefangenschaft kommen sich die beiden näher. Irgendwann fragt sich Lena wer hinter der Entführung steckt und ihr kommt einer schimmer Verdacht. Als den beiden dann die Flucht gelingt, kommen sie endlich hinter das Geheimnis der Entführung und Lena ist schockiert.

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler!
Das Hörbuch lässt mich stark gemischten Gefühlen zurück. Der 2. Teil unterscheidet sich sehr vom 1. Teil. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal das Jetzt, in Lena wieder in der Stadt ist und das Damals, in dem Lenas Erlebnisse in Wildnis geschildert werden. Das war am Anfang ehrlich gesagt etwas verwirrend. Lena hat sich durch die Ereignisse in der Wildnis völlig verändert. Sie ist erwachsener geworden und hat sich eine harte Schale zugelegt. Insgesamt ist dieser Teil wesentlich brutaler als der erste.
Wenn man die Inhaltsangabe so liest, könnte man meinen, dass es wieder um Alex und Lena geht, was überhaupt nicht der Fall ist. Lena hält Alex für tot und verliebt sich in Julian. Die Autorin schafft hier eine völlig neue Liebesgeschichte. Ganz ehrlich, gibt es nichts Neues mehr außer einer Dreiecksgeschichte? Fällt der Autorin nicht etwas anderes ein? Das fand ich sehr unbefriedigend. Ich verrate wohl nicht zuviel, dass ganz am Ende Alex wieder auftaucht, nachdem man gerade Julian ins Herz geschlossen hat. Das Ende dieser Dreiecksgeschichte kann für mich gar nicht gut ausgehen.
Julian ist ein sehr interessanter Charakter. Als Sohn eines sehr einflussreichen Mannes und Befürworter des Eingriffs gegen Delirium ist die Ausgangssituation für ihn und Lena sehr dramatisch und von Misstrauen geprägt. Je näher man ihn kennen lernt um so interessanter wird.
Das Ende ist einfach nur total gemein. Ich werde auf jeden Fall den 3. Teil noch lesen, weil ich einfach wissen muss wie es mit Lena, Julian und Alex ausgeht.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine "erwachsene" Fortsetzung mit Spannung, einer starken Charakterentwicklung und unvorhergesehenen Wendungen, 2. November 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zitat:
"Lena", wiederholt sie. [...] "Willkommen in der Wildnis."
(S. 20)

"Es gibt kein Vorher. Es gibt nur das Jetzt und was danach kommt."
(S. 26)

"Ich habe mal etwas über eine Pilzart gelesen, die in Bäumen wächst. Der Pilz dringt in die Gefäße ein, die Wasser und Nährstoffe von den Wurzeln in die Zweige transportieren. Er vernichtet sie nach und nach - er verdrängt sie. Bald transportiert der Pilz - und nur der Pilz - das Wasser, die chemischen Elemente und alles, was der Baum sonst noch zum Überleben braucht. Gleichzeitig zerstört er den Baum langsam von innen, bringt ihn nach und nach zum Absterben.

So funktioniert Hass. Er nährt dich und bringt dich gleichzeitig zum Absterben."
(S. 160)

Inhalt:
Damals: Lena hat die Flucht knapp überlebt. Sie wird von Raven, einer Widerständlerin, halbtot in der Wildnis aufgelesen und versorgt. Lena bleibt bei ihr und der Gruppe auf dem Stützpunkt.

Heute: Lena lebt in New York. Sie hat von der Widerstandsbewegung einen besonderen Auftrag erhalten. Sie beobachtet die Aktivitäten der VDFA, der Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika.
Dort trifft sie auf Julian, den Sohn des obersten VDFA-Chefs, dessen OP aufgrund Komplikationen schon sehr oft verschoben wurde.
Bei einer großen Kundgebung/Demonstration der VDFA wenige Tage später soll Lena Julian im Auge behalten und ihm in jedem Fall folgen. Als eine Gruppe "Schmarotzer", wilde Ungeheilte, die Versammlung mit Waffen stürmt, bricht Chaos aus. Julian wird von seinen Bodyguards weggebracht und Lena folgt ihnen. Doch im Untergrund von New York befinden sich mehr als nur leere U-Bahn-Schächte.
Die Mission trägt ungeahnte Konsequenzen mit sich: für die Widerstandsbewegung, für die VDFA und nicht zuletzt für Lena...

Meinung:
"Pandemonium" beginnt mit einem erstmal verwirrenden Kapitel "Jetzt". Lena schläft in der Schule ein und muss zur Schulleitung.
Erst das darauffolgende Kapitel "Damals" setzt am Ende von "Delirium" an und zeigt Lenas Kampf ums Überleben und die schier endlose Trauer um Alex.

Wobei wir bei der Besonderheit dieses Buches und dem größten Unterschied zu Band 1 wären: Die Kapitel "Damals" und "Jetzt" wechseln sich ab. Man spürt sofort, wie sehr sich Lena von damals bis heute entwickelt hat und man möchte wissen, wie es dazu kam. Häppchenweise serviert die Autorin in den Jetzt-Kapiteln Details, die Hand in Hand mit den ausgestalteten Situationen des "Damals" gehen und sich perfekt zu einem Gesamtbild über Lenas Entwicklung zusammenfügen.

Ich wollte die "Damals"-Kapitel am Anfang am liebsten überblättern. Wegen Lena. Denn sie war depressiv, traurig, jammrig, wollte aufgeben und hat alles nur schwarz gesehen. Sie wurde zwar in die Gemeinschaft integriert, bereut dies aber teilweise und wünscht sich zurück in die sichere Stadt. Doch mit der Zeit verändert sich ihr Bild von der "Wildnis" und deren Bewohnern. Sie findet Freunde und wird Teil der Widerstandsbewegung, für die sie den Auftrag, die VDFA zu beobachten, durchführt. Die neue Lena mit ihrer neuen Identität ist stärker, selbstbewusster, kämpferischer als die frühere Lena und dadurch gefielen mir diese Kapitel gleich von Beginn an viel besser. Sie trauert immer noch um Alex, versucht diese Gefühle aber so gut es geht zu verdrängen. Doch die "Deliria" lässt sich nicht ganz verbannen und so kommt es, wie es kommen musste: Je mehr Zeit sie mit Julian verbringt, desto stärker wird die Verbindung zu ihm... doch können zwei, die auf nicht unterschiedlicheren Seiten stehen, einander näherkommen?

Denn Julian Fineman ist der Sohn des VDFA-Vorsitzenden und verkörpert alle Ideale des Verbandes. Er ist das Aushängeschild und ein Muster an Sittsamkeit und Würde. Doch diese Fassade bröckelt bereits, als Lena ihn das erste Mal "privat" trifft. Zur Zweisamkeit verdonnert, fasst Julian Vertrauen zu Lena, die seines Wissens nach bereits "geheilt" ist und er öffnet sich ihr. Der Schock ist groß, als er dann von Lenas wahrer Identität und Vergangenheit erfährt. Aber auch er lernt, dass "Invalide" nicht gleich "Invalide" ist.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach und flüssig, für mich aber mit zu vielen blühenden Vergleichen ausgestattet. Insbesondere die düsteren Episoden aus Lenas Leben, in denen sie stetig im Nebel und der Dunkelheit versinkt. Doch dies ist vermutlich Geschmackssache.
Lena erzählt die Geschichte komplett in Ich-Perspektive im Präsens, auch die "Damals"-Kapitel.
Die Unterteilung des Plots in zwei Handlungsstränge waren für mich sehr gelungen und haben definitiv zur Spannungssteigerung beigetragen, denn die "Jetzt"-Kapitel enden oft mit Cliffhangern, die die Zeit bis zum nächsten Kapitel kaum ertragbar machten.

Der mieseste Cliffhanger überhaupt befindet sich aber wieder einmal am Ende des Buches. Auf der vorletzten Seite war ich noch zufrieden und beruhigt und freute mich auf einen harmonischen Abschluss und dann DAS!

Urteil:
"Pandemonium" stellt meiner Meinung nach seinen Vorgänger in den Schatten, der für mich zum großen Teil als Einführung in diese Welt fungierte. Triefte "Delirium" noch vor kitschiger Teenagerliebe, sind die "verbotenen" Gefühle in "Pandemonium" erwachsener und nachvollziehbarer. Gepaart mit einem außergewöhnlichen Aufbau und einem spannenden Plot, beschleunigt durch unvorhergesehene Wendungen und Verstrickungen hatte ich ein wirklich überdurchschnittliches Leseerlebnis. Geschmälert wurde dieser lediglich durch die für meinen Geschmack zu ausgestaltete Darstellung und den etwas trägen Einstieg. In Summe ergibt das sehr gute 4 Bücher für diesen zweiten Teil der Amor-Trilogie.

Es ist ein Must-Read für Fans spannender Dystopien, unerwarteter Wendungen, einer starken Charakter-Entwicklung und natürlich alle, die wissen wollen, wie es mit Lena weiter geht.

Die komplette Serie:
1. Delirium
2. Pandemonium
3. Requiem
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „So kommt sie zur Welt. Die neue Lena.“, 10. Februar 2013
Wahnsinn! Dieses Buch ist auf jeden Fall ein würdiger zweiter Teil. Ich konnte es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen- und wurde nicht enttäuscht. Pandemonium ist ein klasse Buch und eine super Fortsetzung.

Zu Beginn war ich etwas verwirrt, da bei diesem Buch abwechselnd vom „damals“ berichtet wird, also als Lena über die Mauer in die Wildnis abgehauen ist und sich ein Leben in der Wildnis aufbaut, und vom „jetzt“, in dem sie in einer Stadt auf geheime „Missionen“ geht.
Achtung! Hier gibt der Klappentext falsche Informationen, welcher eigentlich besagt, dass Lena nach Alex suchen will, da sie nicht an seinen Tod glaubt. Tatsächlich aber schließt sie langsam aber sicher mit dessen vermeintlichem Tod ab- und stürzt sich Hals über Kopf in ein neues Gefühlschaos. Die Autorin beschreibt wirklich authentisch das neue Leben von Lena. Die Entwicklung, die sie durchmacht, macht Spaß, zu verfolgen. Sie wird erwachsen und stark.

Wieder einmal überzeugt Lauren Oliver mit ihrem flüssigen Schreibstil, sodass man nicht in der Lage ist, das Buch aus der Hand zu legen. Zwar braucht man eine Weile, bis man sich an das oben beschriebene "damals" und "jetzt" gewöhnt, was aber wirklich eine super Idee ist! Beide „Parallel- Geschichten“ sind unheimlich spannend und am liebsten würde man beide gleichzeitig verfolgen.

Das Ende lässt mal wieder alles offen- und den Leser geschockt und aufgewühlt zurück.
Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen und sich wieder einmal von einer Welt des Widerstandes, der Hoffnung und Liebe verführen zu lassen.
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Pandemonium (Amor-Trilogie 2)
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