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67 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Pimp my Mittelalter,
Von Muschelkalk (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Drei Fernsehabende lang habe ich mich gefragt: Was ist das? Was bitteschön ist das? OK, einige Leute heißen so wie die Figuren in Ken Folletts Roman "Die Tore der Welt". Hin und wieder sagt auch mal jemand einen Satz, der so im Buch gesagt worden sein könnte (wenn auch nicht unbedingt von derselben Person). Hier enden die Gemeinsamkeiten zwischen Buch und Verfilmung aber auch schon. Am vierten Abend, als sich auf dem Bildschirm der "packendste Teil" (meine Fernsehzeitschrift) in Humbug und Nonsens auflöste, hatte ich endlich eine Erleuchtung. Das hier ist gar keine Romanverfilmung. Das hier ist eine Art kreatives Paralleluniversum, eine alternative Fiktion, ein 360minütiges Was-wäre-wenn-Spiel. Was wäre, wenn Petranilla eine pathologische Giftmörderin wäre? Was wäre, wenn Bruder Godwyn in Cousine Caris verknallt wäre? Was wäre, wenn Bruder Thomas...Aber nein, Spaß beiseite: Natürlich kann eine Verfilmung einer Romanvorlage nie hundertprozentig gerecht werden - einerseits, weil jeder Leser seine eigene Vorstellung von "seinen" Figuren hat, andererseits, weil Film und Buch eben unterschiedliche Medien sind und unterschiedliche Möglichkeiten haben. Es ist allerdings eine Sache, Handlung und Figuren für das Drehbuch zu straffen und zu verdichten, und eine ganz andere, eine Geschichte derartig zu verhunzen, dass sie schlicht und einfach keinen Sinn mehr ergibt - und zwar unabhängig davon, ob man das Buch kennt oder nicht. Ein harmloses Beispiel, stellvertretend für Dutzende von fragwürdigen und deutlich gravierendere Änderungen: Im Buch sind Merthin und Ralph Söhne von Sir Gerald, einem verarmten Ritter und entfernten Verwandten des Grafen von Shiring. Nachdem Sir Gerald seine Schulden bei der Priorei nicht bezahlen kann, verliert er sein Gut. Merthin, der schlau ist, aber nicht kämpfen kann, kommt bei einem Zimmermann in die Lehre, Ralph, der kämpfen, aber nicht denken kann, wird vom Grafen als Knappe aufgenommen und zum Ritter ausgebildet. In der Verfilmung sieht es hingegen so aus: Sir Gerald IST der Graf von Shiring und verliert Hab und Gut und Leben, weil er irgendjemanden verraten haben soll. Der neue Graf von Shiring - der den alten persönlich aufgehängt hat - erweist sich als richtiges Cleverle: Er nimmt Ralph zu sich, um ihn als Knappen und Ritter auszubilden. Schlau! Superschlau! Da hänge ich den Vater auf und lasse dem Sohn genau die Ausbildung zukommen, die er braucht, wenn er sich irgendwann mal bei mir dafür rächen möchte, dass ich ihm Vater und Titel geklaut habe. Darauf muss man erst mal kommen! Vielleicht würden all die entstellten Handlungsstränge für weniger Ärger sorgen, wenn man wenigstens den Eindruck hätte, dass das historische Drumherum einigermaßen stimmig dargestellt wird. Aber nein, unser gutes Mittelalter wartet mal wieder mit all den Klischees auf, für die wir es so sehr lieben: Dumme Männer haben keine Ahnung von Medizin. Sie würden eine offene Wunde mal eben mit einer Ladung Dung einreiben. Heilkundige Frauen haben hingegen durchaus Ahnung von Medizin. Die dummen Männer hassen sie deswegen und richten sie als Hexen hin. A propos Hinrichtungen, die werden folgendermaßen durchgeführt: "Also du wirst jetzt aufgehängt, du, und du auch - aber für dich habe ich eine gute Nachricht, dir werden nur die Beine gebrochen." (Was wir anschließend zeigen, damit auch wirklich jeder Zuschauer begreift, was für böse, böse Menschen das in bösen, bösen Zeiten waren). Die Pest ist übrigens eine schlimme Krankheit, die einen aber nicht daran hindert, nochmal schnell zu Fuß von Kingsbridge nach Shiring zu spazieren. Und zurück. Da ich nur die Fernsehversion kenne und nicht die DVD, kann ich nichts zu den Extras sagen, aber ich vermute, wenigstens dort wird das Geheimnis ewiger mittelalterlicher Jugend gelüftet. Ehrlich, diese Leute leben in kalten Burgen und zugigen Hütten, lange vor der Erfindung von NIVEA Creme 400 ml, und sie altern innerhalb von zwanzig Jahren nicht um einen einzigen Tag! Das ist so ungerecht! Wo wir schon bei ungerecht sind: König Edward der Dritte rotiert vermutlich gerade in seinem Grab. Was die Verfilmung mit dem armen Kerl macht, ist schlichtweg ohne Worte. Und das meine ich nicht nur wegen seiner schlimmen Frisur in den letzten beiden Teilen. Das bedauernswerteste Opfer der Verfilmung ist allerdings weder das Mittelalter noch Ken Folletts Romanpersonal, sondern das Bauwerk, dem beide Bücher ihren Erfolg verdanken: Die Kathedrale. Das Buch beginnt direkt dort, in der Nacht vor Allerheiligen. Es ist kalt, es ist dunkel, Gläubige aus der Stadt und dem Umland sind zum Gottesdienst zusammengekommen. Die Mönche veranstalten ein wenig Hokuspokus, um das einfache Volk mit der Macht Gottes zu beeindrucken, der Graf von Shiring verleiht der Veranstaltung Glanz, Sir Gerald will seine Geschäfte mit der Priorei abwickeln: Die Kathedrale ist das geworden, was sie in Prior Philipps Vision werden sollte, nämlich der geistliche, weltliche und wirtschaftliche Mittelpunkt der aufstrebenden Stadt. Und sie lebt weiter, sie muss ausgebessert, verschönert, erweitert werden. In der Verfilmung ist die Kathedrale - nichts. Sie ist da. Hin und wieder wird ein Gottesdienst abgehalten. Oder eine Trauung durchgeführt. Das war's. Weiß der Teufel, wozu man sie überhaupt gebaut hat. Und die Geschichte beginnt irgendwo auf der grünen Wiese. Fazit: Eine in jeder Beziehung enttäuschende Verfilmung, die die Stärken der Vorlage nicht im Ansatz durchscheinen lässt, sondern eine dramaturgisch aufgemotzte - und keineswegs bessere - Geschichte erzählt. Die Schauspieler können nicht mehr viel retten. Noch vor dem ersten Werbeblock hatte ich das dringende Bedürfnis, das Buch aus dem Regal zu nehmen und nachzulesen, wie Ken Follett sich die Sache wirklich gedacht hatte. Die Lektüre habe ich dann wiederum sehr genossen. Für diese Inspiration gibt es den zweiten Stern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Desaströses Ende,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Ich habe mir eben den letzten Teil der Tore der Welt "Verfilmung" angeschaut. Ich habe auch das Buch gelesen und fand es klasse. Nur was sich die Filmemacher hier geleistet haben, ist mehr als schwach. War im 1. bis zum 3. Teil das Buch wenigstens noch ein bisschen zu erkennen, haben sie im 4.Teil einen gänzlich neuen Film gedreht, denn (Achtung Spoiler) es gibt keine Schlacht um Kingsbridge, der König steht auch nicht im Mittelpunkt wie im Film, Carris und Merthin fanden auch erst zum Schluss richtig zueinander und eben viel romantischer auf der Spitze des Turms, Ralph wurde von Gwenda getötet usw. usw..Außerdem fehlt auch der Bau des Turms (Merthins Traum!) völlig. Überhaupt werden die meisten Handlungsstränge gekürzt oder einfach verändert (auch um die anderen Hauptpersonen wie Gwenda , Wulfric usw.). Der Film ist spannend und die Schauspieler sehr gut. Aber das als "Ken Follett's Tore der Welt zu bezeichnen, so wie SAT 1 es macht ist eine Frechheit. Als Film "nach Motiven von Ken Follett's Tore der Welt" ginge er noch durch. Natürlich müssen wie gesagt Kürzungen in Verfilmungen gemacht werden. Aber bitte nicht einen gänzlich neuen Film wie der 4. Teil. Deshalb nur 1 Punkt für diesen Murks. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Absolut schlimm,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Liebe Interessierte,geben Sie KEIN GELD für diesen Schrott aus. Ich kann mich den vielen Mitrezensenten nur anschließen: ein Historienfilm, mehr schlecht als recht umgesetzt, aber mit "Tore der Welt" von Ken Follett hat es nichts mehr zu tun. Wie konnte er dem nur zustimmen? Nun ja, was soll man anderes erwarten, wenn SAT 1 an der Produktion beteiligt war...es musste halt weniger anspruchsvoll und dafür reisserischer und blutiger und mit mehr Klischees wie ständigen Hexenverbrennungen usw umgesetzt werden. Dafür können schon auch mal Handlungen komplett fehlen, verändert werden, ganz zu schweigen von den neuen Charakteren, die länger leben als im Buch, erst am Schluss zusammen finden...ich lasse es, die Liste würde zu lang werden. Leute, kauft euch lieber "Der Name der Rose" und genießt eine tolle Mittelalter-Verfilmung. Und wer wissen will, was in "Tore der Welt" WIRKLICH passierte laut Ken Follett sollte sich das Buch kaufen oder das Hörbuch. Selten war ich so enttäuscht von einer filmischen Umsetzung. Den Stern immerhin für die Ausstattung (die auch manchmal nicht der Zeit entspricht) und den paar guten Schauspielern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
90 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Buch ist nur ansatzweise zu erkennen,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
OK, ein so umfassendes Werk lässt sich nicht in allen Einzelheiten verfilmen. Da muss man zwangsweise kürzen. Das ist ja auch ok, aber deshalb muss man nicht gleich eine komplett neue Story erfinden, in der(ACHTUNG SPOILER) Bruder Thomas schwul ist und sich dann auch noch als totgeglaubter König entpuppt. Und Ralph ist hier plötzlich der uneheliche Sohn von Petronilla und Graf Roland, der aber von Merthins Eltern großgezogen wurde. Autsch! Ich hab gedacht, ich bin im falschen Film. Das ist dann selbst für jene Leute zu viel, die das Buch noch nicht kennen. Philemon, der am Ende den Titel des Priors an sich reißt, hat man weggelassen, und dafür ist Godwyn dann zu allem Übel als halber Geisteskranker dargestellt, der am Ende von Caris mit einem Kreuz erschlagen wird. Die Mini-Serie endet plötzlich ganz abrupt nach der neu erfundenen Belagerung und Schlacht von Kingsbridge, und man fragt sich "Wie bitte, das war's jetzt?" Hier hätte man sich ein schöneres und längeres Happy End gewünscht. Das ist in der Hörspiel-Fassung wesentlich besser gelungen, denn da stehen Merthin und Caris auf dem Turm der Kathedrale und schauen über Kingsbridge. Außerdem nerven in der deutschen Synchro die falsche Aussprache der Namen von Merthin und Caris, aber das ist nur das kleinere Übel. Fazit: Die Anschaffung lohnt sich definitiv nicht. Die Handlung ist total überdreht, und das Orginal lässt sich nur in den Ansätzen erkennen. Ein Peter Jackson hätte das wesentlich besser gemacht. Von daher empfehle ich, lieber zum Buch oder zum 10-teiligen Hörspiel zu greifen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Unwürdige Verfilmung,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Während sich die ersten drei Teile noch in Grundzügen an das Buch hielten, hat der vierte mit diesem bis auf den Titel nichts mehr gemein:Thomas Langeley soll auf einmal König Edward II sein, Ralph und Merfin sind doch keine Brüder, sondern Ralph ist der Sohn von Petronella und Graf Roland, Phillipa bringt sich nach ihrer Heirat mit Ralph um, Edward II blast zum Angriff (!) auf Kingsbridge um seinen Vater zu töten. Machten die Änderungen in "Die Säulen der Erde" noch großteils Sinn (obwohl man sich auch hier am Schluss recht weit von der Vorlage entfernte), handelt es sich bei "Die Tore der Welt" um eine völlig neue, recht hanebücherne Story (englischer König will englische Stadt mit Armee angreifen um seinen Vater dort zu töten). Die Screentime wäre hier eindeutig besser genutzt gewesen, wenn man ausführlicher auf den Krieg in Frankreich (Schlacht am Fluss dauert keine Minute, Caris Reise durchs Kriegsgebiet recht schnell und lieblos) und vor allem die Pest (Atmosphäre im Buch genial bedrückend, im Film kommt und geht sie ohne beim Zuseher viele Emotionen zu wecken) eingegangen wäre. Auf Grund der Vorlage (eine eigene Kunst aus einem guten Buch einen schlechten Film zu machen), bin ich fast geneigt die Mindestpunktezahl zu geben. Da ich den Vierteiler aber jetzt nicht auf eine Stufe mit solchen "Meisterwerken" wie letztlich "Resident: Evil 5" stellen möchte und die ersten drei Teile zumindest "nett" waren, sagen wir halt 2 Sterne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
35 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
wirklich enttäuschend!,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Ja, ich weiß: umfassende und verwickelte Bücher zu verfilmen ist nicht einfach und daher wird oft gekürzt. Wenn das geschieht ohne das Grundgefühl für die Geschichte zu verlieren ist das ja auch Ok. Leider ist das in diesem Fall überhaupt nicht passiert!Hier wurde mit den Figuren und Geschichten aus dem Buch eine komplett neue Geschichte gestrickt. Dass Ken Follett unter diesen Film noch seinen Namen setzen ließ erstaunt mich wirklich. Man kann höchstens behaupten dieser Film wurde von dem Buch "Die Tore der Welt" inspiriert! Vermutlich ist das zu schwammig - also ein paar Beispiele (Achtung Spoiler): - Petranilla ist ja auch im Buch eine unsympatische, intregante Frau - aber im Film hört sie mit dem Morden nicht mehr auf (da werden erst Caris Mutter und Vater, Prior Anthony... zu Opfern) und überlebt sogar die Pest! - Der geheime Brief von Thomas Langley ist im Buch ja nur eine kleine Randgeschichte - hier ist es kein Brief sondern des Königs Siegel und Thomas ist in Wirklichkeit der König (da brauchte es für den Film wohl was reisserischeres!) - Die Königin und die Geschichte um den ermordeten König wird im Buch eher als Straßengespräch mal erwähnt - im Film ist die Geschichte als zweiter Erzählstrang recht üppig geworden (was völlig unnötig war) Mich stört einfach, dass häufig Charakteristika (und das Aussehen) der Figuren verändert wurden und neues, völlig unnögiges dazuerfunden wurde, was die Geschichte aber nicht besser macht. Im letzten der vier Teile ist dann fast nichts mehr wie im Buch (Belagerung der Stadt durch den König, ein irrer Godwyn, ein Ralph der sich als Petranillas Sohn rausstellt, der neue Kirchturm kommt überhaupt nicht vor). Am liebsten hätte ich ausgemacht! Es war einfach Haarsträubend! Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob mir der Film gefallen hätte, wenn ich das Buch nicht gekannt hätte: Nein, definitiv nicht! Dazu ist er einfach zu konfus! Es fehlen Zusammenhänge und es fehlt ein roter Faden. Nach der tollen Verfilmung von "Die Säulen der Erde" war ich wirklich enttäuscht. Den Stern gibt's von mir nur für die schöne Ausstattung. Fazit: wer das Buch liebt wird den Film hassen, wer es nicht kennt wird vermutlich nur verwirrt sein... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Thema verfehlt...,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Nachdem ich das Buch kenne und erst ganz aktuell wieder gelesen habe, war ich sehr neugierig auf die Verfilmung. Da die Filme häufig nicht an das Buch ran reichen, habe ich gleich von vorne weg meine Erwartungen etwas runter geschraubt. Leider nicht genug, es war katastrophal. Das war eine der schlechtesten Verfilmungen eines Buches, die ich je gesehen habe. Eine farblose/ fehlinterprettierte Darstellung vieler Charaktere und auch vieler Ereignisse. Ich fasse die wichtigsten Punkte mal zusammen, sonst wird mein Beitrag hier einfach zu lang:(Achtung Spoiler) - Philemon/Holger ist eine Schlüsselfigur und einer der fiesesten Intriganten im Buch. Wo ist Godwyns Handlanger, der für ihn spioniert, manipuliert und stiehlt? Er fehlt komplett bzw. wird er im Film als Soldat Holger mit durchaus positivem Charakter dargestellt, im Buch jedoch ist er ganz anders. Er ist Mönch und später sogar Prior. - Godwyn ist völlig falsch dargetellt. Ein gerissener, ehrgeiziger Mörder zudem krankhaft verliebt in seine Cousine. Ehrgeiz Prior zu werden hat er auch im Buch, doch er schafft es nur mit der Hilfe seiner Mutter und seines Schattens Philemon, die ihn ständig manipulieren und anstacheln. Er stirbt an der Pest in St. John-in-the-forest und wird nicht durch Caris umgebracht. - Petronilla ist erpicht darauf ihrem Sohn zu verhelfen Prior zu werden. Sie ist eine ziemlich gefühllose Frau, herrisch und berechnend. Doch sie ist keine Mörderin. Meine Güte im Film tötet sie ihre beiden Brüder, ihre Schwägerin und ihren Ex-Lover Graf Roland (der im Übrigen in Frankreich in der Schlacht fällt und nicht an der Pest stirbt). Und wo wir gerade bei Graf Roland sind. Ein Graf, der noch im Alter ist zu kämpfen, bleibt in England zurück und begleitet seinen König nicht in die Schlacht? Obwohl der schon so verzweifelt ist, dass er sogar schon Mörder begnadigt weil ihm die Kämpfer ausgehen??? Das ist unglaubwürdig. Petronilla stirbt übrigens ebenfalls an der Pest und vergiftet sich nicht selbst. - Caris war nie mit Elfric verheiratet. Ihre Schwester Alice fehlt komplett (die war nämlich mit Elfric verheiratet). Genauso Griselda, Elfrics Tochter, die ja im Prinzip mit Schuld daran hat, dass Merthins Lehrzeit vorzeitig beendet wird und er kein anerkanntes Mitglied der Gilde wird. - Ralph ist nicht Petronillas und Graf Rolands Sohn. Sondern tatsächlich Merthins Bruder. Und es gibt auch keinen so abgrundtiefen Hass zwischen den beiden Brüdern. Ganz im Gegenteil wird häufig erwähnt, dass sie sich zwar nicht leiden mögen, jedoch trotzdem noch brüderliche Gefühle die beiden verbindet. Merthin verät ihn zwar einmal, besteht aber darauf, dass sein Leben verschont wird und Ralph rettet Merthin bei dem Überfall der Kathedrale das Leben. (Der besagte Überfall, fehlt im Film auch komplett. Genauso wie Ralphs erste Frau Tilly, die er selbst umbringt weil sie ihm im Weg steht zu Lady Philippa und dem Titel des Grafen von Shiring.) Ralph stirbt auch tatsächlich wie im Film durch die Hand seines Sohnes, jedoch ist dieser schon erwachsen. - Auch die Liebesgeschichte zwischen Gwenda und Wulfric ist nicht ganz so romantisch verlaufen wie im Film. Tatsächlich ist Wulfric nämlich mit Annett verlobt und liebt diese auch abgöttisch. Gwenda jedoch hat es sich in den Kopf gesetzt Wulfric zu bekommen und nur durch ihre Hartnäckigkeit und Ralphs grausamen Hass auf Wulfric bekommt sie ihn auch. Als Ralph Wulfric nämlich sein Erbe verweigert, heiratet Annett einen anderen und ebnet Gwenda den Weg. Erst als Gwenda schwanger wird, heiratet Wulfric sie. Es ist eher eine beständige Liebe, die als Zweckgemeinschaft beginnt und nach 20 Ehejahren begreift Gwenda endlich auch, das Wulfric sie tatsächlich aufrichtig liebt und nichts mehr für Annett übrig hat. - Bruder Thomas ist weder schwul (ganz im Gegenteil hinterlässt er eine Frau und zwei Kinder, als er Mönch wird) noch ist er der tot geglaubte König. Er ist tatsächlich ein Ritter, der durch einen brisanten und geheimnissvollen Brief gezwungen ist, sein Leben zu schützen. Er vergräbt den besagten Brief (mit Merthins Hilfe) als Pfand für sein Leben. Er stirbt den Altertod und wird nicht von König Edward getötet. - Der Neubau des Kirchturms fehlt komplett, ebenso die beiden Hospitale, die Merthin für Caris baut. Und wo ist eigentlich Bischof Henri??? - Diesen Angriff auf Kingsebridge hat es auch nie gegeben im Buch. Und König Edward III und Königin Isabella spielen auch keine so wichtige Rolle, sie sind eher Randfiguren. Alles in allem ist ziemlich viel Handlung des Buches falsch. Frei erfundene Geschichten, die nichts mit dem Buch zu tun haben, wichtige Ereignisse, die ganz weg gelassen wurden usw. Ok, ich verstehe schon, das man das nicht 1:1 verfilmen kann um eine gewisse Dramatik und Spannung zu erhalten. Aber wenn man so viele Handlungsstränge verändern muss, sollte man sich überlegen ob man das ganze nicht lieber ganz bleiben lassen sollte, oder es als eigene Geschichte verfilmen will. Der Film an sich, ist schon spannend, voller Intrigen und voller Drama. Wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man dem Film durchaus was abgewinnen. Aber ich kenne das Buch und finde den Film übertrieben und am Thema vorbei. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Große Güte,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Ich gehöre wohl zu den wenigen Menschen, die das Buch nicht gelesen haben und kann den Film nur als solchen bewerten - und was da nach "Säulen der Erde" auf den armen Zuschauer losprasselte war aller Schmiere-Ehren wert: wie vom Reißbrett abgepinnt hastet das Werk von einer Soap-Peinlichkeit in die Nächste, hat man sich gerade klar gemacht wer denn wohl gerade im Bild ist und ob eine gewisse Zeit vergangen sein könnte, kann es durchaus sein, daß wiederum eingeführte Nebenpersonen gerade verstorben, ermordet, vergewaltigt, hingerichtet oder gar verschwunden sind. Der Böse ist richtig fies und keinem fallen Ungereimtheiten oder seltsame Todesfälle auf. Permanent schlägt hier billigste Soap-Opera zu. Nichts wird richtig eingeführt, kein Charakter ist es wert näher vorgestellt zu werden und erst beim Anpirschen zu den Franzosen nimmt sich der Film ein paar Minuten mehr Zeit. Wenn man bedenkt was hier so alles im Schnelldurchlauf an melodramatischen Murks auf einen niederprasselt, dürfte dies wohl die lustigste Soap Opera im Mittelalter darstellen, denn irgendwann kann man nur noch unweigerlich lächeln wenn Höhepunkt auf Höhepunkt folgt und dies im Cartoon-Schnelldurchlauf. Gegen die armen Darsteller möchte man nichts sagen, auch soetwas will schließlich ernsthaft gespielt sein und nach einiger Zeit wird sie wohl keiner mehr darauf ansprechen. War "Säulen der Erde" noch ganz ansehnlich, so bleiben hier nur Fragen übrig, denn Sinn ergibt das eigentlich nicht. Und was hat das alles eigentlich mit der Kirche zu tun???? Also dann doch lieber etwas gediegener - und schon erinnert man sich wieder an Produktionen wie Ulenspiegel, Wallenstein (mit Boysen), König der letzten Tage oder anderes. Fazit: wirrer Käse und reichlich Trash für Fans dieserart Unsinns.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Wo ist der schöne Roman geblieben?,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Ich bin sehr enttäuscht über die frei erfundene Interpretation des Buches .Wichtige Personen tauchen gar nicht auf ,Menschen leben weiter die eigentlich sterben und Schlachten werden geschlagen die es im Buch auch nicht gibt .Schade ,es ist bestimmt schwierig einen solchen Roman zu verfilmen ,aber ein fast völlig neues Drehbuch zu schreiben war nicht nötig .Wie gesagt schade .... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Ein schönes Buch grauenhaft verfilmt,
Rezension bezieht sich auf: Die Tore der Welt [4 DVDs] (DVD)
Eigentlich sollte man Buch und Film nicht miteinander vergleichen.Das kann man in diesem Fall auch nicht, da der Film nur sehr wenig mit der Vorlage zu tun hat. Abstriche können die Drehbuchautoren auf Grund von Komplexität von mir aus machen, aber komplette Figuren und Beziehungen zu verändern finde ich persönlich nicht gut, zumal die Qualität des Films dadurch unter zu inkonsequenten und unscharf gezeichneten Charakteren litt. Die komplizierte Liebesbeziehung zwischen Carris und Merthin kommt nicht zur Geltung, genauso wenig wie der Bruderkonflikt zwischen Merthin und Ralph. Und wo sind eigentlich der Brücken-, Turm- und Hospitalbau abgeblieben? Außerdem wurden bei der deutschen Synchronisation die gleichen Sprecher benutzt, wie schon bei "Säulen der Erde". So sind zum Beispiel Aliena und Carris von der gleichen Sprecherin synchronisiert worden. Kann man sich nicht frische Sprecher holen, schon allein weil die beiden Filme so nah aneinander liegen? Wer das Buch gelesen hat, wird bei dieser Verfilmung mit dem Kopf schütteln und wünschen, sie sich nicht angeschaut zu haben. Den einen Stern hat Carris sich aber mit ihren hübschen Kleidern verdient. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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