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Kundenrezensionen

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am 5. September 2013
In der BRIGITTE (ja, ab und zu blättere ich darin rum) habe ich von der Legende der Entstehung der Passagen-Trilogie gelesen. Justin Cronins Tochter fragte ihren Vater, warum er denn nicht eine Geschichte über ein Mädchen schreibt, dass die Welt rettet. Dann setzte er sich an den Schreibtisch und begann die Passagen-Trilogie zu schreiben. Der erste Band, DER ÜBERGANG (THE PASSAGE) wurde ein Riesenerfolg, die Filmrechte gingen schon lange vor Erscheinen für weit über eine Million Dollar an 20th Century Fox und Ridley Scott ist als Regisseur für die Verfilmung im Gespräch. Sogar in Deutschland gab es eine gebundene Ausgabe bei einem großen Verlag (Goldmann/Random House), was in diesem Genre eigentlich sonst nur Stephen King und Dean Koontz vorbehalten ist.

Im ersten Band wird auf über 1000 Seiten die Geschichte vom Untergang der Zivilisation erzählt, der durch einen Virus ausgelöst wird, der die Infizierten in vampirähnliche Wesen verwandelt und von dem Erstinfizierten (Zero) und den direkt von ihm infizierten (Die Zwölf) verbreitet wird. 93 Jahre später ist es Amy Harper Bellafonte, die auch irgendwie mit dem ominösen Virus infiziert ist, die zusammen mit einigen menschlichen Mitstreitern versucht, die bestehende Ordnung und die Macht von Zero und den Zwölf zu brechen. Das ist natürlich grob verkürzt und wird dem Inhalt von DER ÜBERGANG in keinster Weise gerecht, aber hier geht es ja auch um den zweiten Teil:

DIE ZWÖLF (THE TWELVE) kann man grob in drei verschiedene Zeitebenen unterteilen. Der Großteil des ersten Drittel des Buches spielt in der Zeit des Ausbruchs des Virus. Die Geschichte vom Direktor der Behörde (Horace Guilder), die verantwortlich für das Projekt Noah ist, das den Ausbruch hervorgerufen hat, und einiger der ersten Infizierten (u.a. Lawrence Grey) wird erzählt. Außerdem wird der verzweifelte Kampf der Menschen, die sich sowohl vor den Virals (wie die Infizierten genannt werden) als auch vor dem Militär schützen müssen, in Einzelschicksalen beschrieben. Danach wird kurz auf die Vorgeschichte von General Vorhees, den man aus DER ÜBERGANG kennt, und einen Virals-Angriff, der später im Buch noch von Bedeutung gewinnt, eingegangen. Die letzten zwei Drittel des über 800 Seiten starken Romans spielen fünf Jahre nach den Hauptgeschehnissen des ersten Bandes der Trilogie. Ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, sei gesagt, dass dort die Geschichte der meisten Pro- und Antagonisten aus dem ersten Band weitererzählt und natürlich auch die im ersten Drittel des Buches angefangenen Erzählstränge weitergeführt werden. Das Ende des Romans bietet für ein Trilogie-Mittelstück eine recht erfreuliche Auflösung. Trotzdem bleiben noch genug offene Fragen, die die Spannung auf den dritten Teil (THE CITY OF MIRRORS, voraussichtlicher US-Erscheinungstermin 2014) hoch halten.

Endzeit-Trilogien scheinen gerade in Mode zu sein. In dem von mir zuvor besprochenen zweiten Band der Newsflesh-Trilogie von Mira Grant oder in Z. A. Rechts Toten-Trilogie (vielleicht durch seinen frühen Tod nur ein Dreiteiler?) sind es durch einen Virus infizierte Zombies, die das Ende der Welt, wie wir sie kennen, hervorrufen; in Cronins Trilogie sind es Vampire (mehr oder weniger). Aber ein Trend ist schon zu erkennen. Der erste, leicht erkennbare, Unterschied zu den von mir erwähnten Zombie-Mehrteilern ist schon einmal der Umfang. Die beiden bisher erschienenen Bände sind ca. 1000 Seiten stark. Da kann sich Autor schon einmal austoben. Darum bietet auch DIE ZWÖLF einige Handlungsstränge, denen allen zu folgen, erstens nicht immer einfach ist, und zweitens sind auch nicht alle gleich interessant bzw. spannend. Darum haben mich einige Kapitel, die vielleicht wichtig für den Fortgang der Handlung waren, eher gelangweilt. Das hätte man entweder kürzer oder spannender machen können. Aber wahrscheinlich bleibt das bei einem Roman dieser Länge, der auch noch als Mittelteil eines noch längeren Gesamtwerks ausgelegt ist, gar nicht aus.

Aber was ich hier betreibe ist Meckern auf hohem Niveau. (Und damit meine ich ganz bestimmt nicht mein Meckern.) Über die Länge des Romans schafft es Cronin immer wieder Spannung aufzubauen. Schon der Prolog, in dem ein weit in der Zukunft spielendes Werk biblischen Charakters „zitiert“ wird, macht durch seine Anspielungen neugierig auf das , was da noch kommen mag und gibt im Endeffekt auch Hoffnung auf ein heilbringendes Ende der Trilogie. Diese Spannung wird den ganzen Roman über, mal mehr und mal weniger gehalten, so dass man gerne bis zum Ende dabei bleibt und mit den durch die Bank sympathischen Hauptfiguren mitfiebert.

Zum ganz großen Wurf fehlt in meinen Augen nicht viel. Durch die vielen Protagonisten verliert sich zwar manchmal die Struktur des Ganzen. Aber trotzdem werden die allermeisten Handlungsstränge zum Ende hin aufgelöst und das, obwohl noch ein dritter Band folgen wird. Cronin hat es geschafft, mich über so viele Seiten interessiert bei der Stange zu halten, mir einen befriedigenden Abschluss zu bieten und dabei trotzdem noch so viele mögliche Enden offen gelassen hat, dass ich den dritten Band der Trilogie kaum erwarten kann.

Fazit: Mittelstück einer groß angelegten Vampir-Dystopie-Trilogie. Freunde des Genres bekommen das, was sie erwarten. Es ist nicht die Neuerfindung des Rads, aber sehr, sehr gute Genre-Kost. Jeder, der sich denkt, warum schreibt Stephen King nicht mal wieder einen 1-A-Horror-Roman, sollte zu dieser Trilogie greifen. Zwar hat Cronin (noch) nicht die erzählerischen Qualitäten, die King gerade in letzter Zeit (zwar nicht unbedingt im Genre) wieder zeigt, aber er kommt dem schon ziemlich nahe. Nehmt euch die Zeit, lest erst den ersten Band (DER ÜBERGANG) und dann DIE ZWÖLF. So viel in dieser Qualität ist in letzter Zeit im Horror-Genre nicht erschienen.

Die Originalrezension befindet sich auf meinem Blog (siehe Profilname)
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am 10. Januar 2013
Schon zu Beginn löst Justin Cronin den Wiedereinstieg für Leser des „Übergangs“ und den Neueinstieg für Leser, die den Vorgänger nicht gelesen haben sollten, kreativ und gut. In Form einer „heiligen Schrift“ fasst Cronin die Ereignisse, die Amerika „heimgesucht“ haben und zum (fast) Aussterben der menschlichen Rasse dort geführt, zusammen. Ebenso zeigt er auf, was es mit den „Zwölf“ auf sich hat und in welcher Rolle die (ebenso fast) unsterbliche Amy mit ihren, im Vorläuferband neu gewonnenen, Freunden aus der "Kolonie" zu all dem steht.

„Virale“ nennt Cronin seine ganz eigene „Vampirart“, welche durch militärische Experimente an den zwölf „Urvätern“ nunmehr vor knapp 100 Jahren die fast absolute Herrschaft über Amerika gewonnen haben. In der Entwicklung zurückgeworfen kämpfen die wenigen menschlichen Enklaven um ihr Überleben und den Wiederaufbau in kleineren Gemeinschaften.

Doch Großes, Gefahrvolles, Mächtiges steht an, eine Wandlung in der Welt der Virale. Vorbereitet durch ganz besondere Helfer, die ebenfalls am unsterblichen Blut eines Virals partizipieren und eine neue Stadt erbaut haben, in der gewöhnliche Menschen in Lagerhaft und nur zu Arbeitszwecken (und hier und da als „Futter“) gehalten werden.

Doch einige der Freunde aus der Kolonie haben überlebt, eine sogar in dieser neuen Stadt. Schritt für Schritt finden sich die alten Weggefährten wieder zusammen und machen sich unter Gefahren durch zerstörte Natur und wildernde Virale auf, den Zwölfen, die nur noch Elf sind, die Stirn zu bieten.

Intensiv erzählt Cronin von dieser Queste und fast spielerisch gelingt es ihm, die endzeitliche Atmosphäre und die fast Aussichtslosigkeit des Kampfes gegen den völligen Untergang an den wenigen, kleinen Stellen der Hoffnung umso deutlicher und bedrohlicher zu spiegeln. Brutal ist der Kampf, blutströmend die Begegnungen mit Viralen, traumatisch für jene, die Überleben und ihre Toten zu beklagen haben, aber sich auch verzweifelt fragen, was mit den Verschwundenen geschehen ist.

Ereignisse, in denen einige der Protagonisten sich in eine Richtung entwickeln werden (gerade Amy betrifft das), die lange Zeit völlig unvorhersehbar im Raume mitschwingt. So auch bei Alicia, erst Kind, dann Frau, dann auch Viral oder doch beides zugleich? Was wird am Ende ihrer inneren Veränderung stehen?

Sowohl was die bildliche Beschreibung des untergegangenen Amerikas angeht, als auch, was konkrete Kampfsequenzen oder die Entwicklungen der Beziehungen der Protagonisten beider Seiten untereinander angeht, versteht es Cronin, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und ihn über das gesamte Buch hin nicht wieder auszulassen.

Mit Anklängen an Kings "The last Stand", was die Dezimierung der Menschen in einer apokalyptischen Welt durch militärisches Forschen ausgelöst angeht, an Tolkien, was die Gefährten und ihre gefahrvolle Reise zur neuen Stadt, dem Zentrum des Bösen angeht, mit Anklängen an Grundvampireigenarten, die doch ganz anders im Buch umgesetzt werden, lässt Cronin viel an Genretradition mit einfließen und komponiert doch eine ganz eigene Welt in seinem ganz eigenen Stil und Ausdruck.

Immer wieder gelingt es ihm zudem, offene Fragen an den Horizont zu malen, die den Leser begleitend beschäftigen. So allein schon der Versuch Michaels, auf einem Segelboot den Horizont zu erreichen. Denn es geht das Gerücht, dass der Rest der Welt auch 100 Jahre nach Auftreten der Virals noch existiert und nur Amerika durch Minen und Sperrgürtel quasi unter Quarantäne abgetrennt wurde.

Doch bevor zu solchen Ufern aufgebrochen werden könnte, stehen noch harte Aufgaben des Kampfes im tiefsten Winter an. Mit, für alle Beteiligten, höchst ungewissen Ausgang. Vor allem, wenn man sich an Cronins Eigenart aus „der Übergang“ erinnert, auch Sympathieträger hier und da nicht zu verschonen.

Allezeit durchdacht, spannend, mitreißend und emotional dicht zeigt Cronin in seiner epischen Trilogie auch im zweiten Band keine Schwächen. Eine hoch empfehlenswerte Lektüre für alle Liebhaber des Genres.
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am 2. April 2015
Ich bin nicht sehr gut in Rezessionen über Bücher zu schreiben und komplette zusammenfassungen darzulegen aber ich kann auf jeden sagen das mir beide : Der übergang und Die Zwölf so gut gefallen haben das ich diese nicht aus der Hand legen konnte und ich es kaum abwarten kann bis die Dritte Tripologie endlich raus kommt !
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am 17. Januar 2016
Ich weiss natürlich nicht, ob mir das Buch besser gefallen hätte, wenn ich es vor "Der Übergang" gelesen hätte. Aber so waren meine Erwartungen wohl zu hoch. Da Band 1 aber so spannend war, musste ich einfach weitermachen. Schlecht war es auch nicht, aber das innovative Element vermisst man hier deutlich. Es wurden nur die bereits bekannten Sachen weitergesponnen. Im Prinzip geht es um das Überleben der Menschheit, jedenfalls um den Rest, der noch übrig ist. Dazu kommen noch die Rückblenden ganz an den Anfang der Katastrophe, also an die Zeit, in der das "medizinische Experiment" gescheitert war. Das hilft natürlich, sich ein Gesamtbild zu machen.

Schade fand ich, dass der rote Faden fehlt. Es sind spannende Passagen dabei und es werden - wie soll ich sagen - zeitlich begrenzte Abenteuer beschrieben, die unsere Helden überstehen müssen, aber das klare Ziel hat mir persönlich gefehlt. Das Buch kommt einem ein bisschen wie ein Lückenbüsser zwischen Band 1 und 3 vor (wobei zu Band 3 kann ich noch nichts sagen). Hier jedenfalls kämpfen Gut gegen Böse gegeneinander, was einem irgendwie bekannt vorkommt. Das Ganze könnte auch in der Zeit des 30jährigen Krieges in Europa spielen oder im Wilden Westen des 19. Jhd. Teilweise spannend, teilweise langatmig, aber eben nichts Neues.

Fazit: Band 1 ("Der Übergang") sollte man unbedingt lesen, wenn man Spass an Fantasy-Geschichten hat. Den Band 2 ("Die Zwölf") halte ich nicht für notwendig, aber wenn man zum Beispiel während der Ferien genügend Zeit hat, dann ist es vielleicht als Zeitvertreib ok. Aber es gibt besseres.
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am 26. April 2014
Gelungene Fortsetzung von "Der Übergang".
Ich finde man muss den ersten Teil unbedingt gelesen haben,da man sonst nicht ganz mitkommt,
weil die Charaktere aus "Der Übergang" die Entscheidende Rolle spielen.
Diese finden sich im ständigen Wechsel der einzelnen Kapitel und man sollte doch die Vorgeschichte kennen.
Natürlich hat Justin Cronin auch neue Protagonisten eingebaut,aber trotzdem....
Während des Lesens habe ich oft gedacht "Was soll das denn jetzt?",warum switcht der Autor wieder auf Anfang,
ist doch längst alles gelaufen."
Klärt sich später aber auf und ergibt dann auch Sinn.
Ich fand den ersten Teil ein wenig besser,aber alles in allem ein gutes Buch.
Werde den dritten Band auf jeden Fall lesen und erwarte diesen sehnsüchtig.
Für alle die gerne etwas "länger lesen" und genügend Ausdauer mitbringen (so dick wie ein Telefonbuch).

Viel Spaß beim Lesen

Angelina
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am 11. September 2014
Nachdem mich "Der Übergang" in den Sessel drückte vor Spannung und Wohlgefallen, kann ich für den zweiten Teil der "Passage-Trilogie" leider nur noch drei Sterne vergeben. Die Handlungsstränge sind dieses mal teilweise undurchsichtig, oft überflüssig und nicht selten langweilig. Gegen Ende nimmt das Buch ganz deutlich an Fahrt auf, deshalb auch drei Sterne.

Mich beschlich beim Lesen oftmals das Gefühl, dass viele Geschichten "Lückenfüller" waren, damit Justin Cronin genügend Material für eine Trilogie hat.

Ich hoffe dennoch auf den 3. Teil, der mit Sicherheit wieder so spannend wird wie der 1.
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am 24. Juni 2016
***********SPOILERWARNUNG*********
Toll, wie es Cronin schafft, die liebgewonnenen Charaktere miteinander zu verknüpfen! Alicia, die coole Sau ist ja, neben der Familie Hollis, mein Darling, aber es kommt auch endlich Licht in "Die Zeit Davor". Wolgast, der Gute, und seine Frau, Grey, Carter und... Amy bringen den Leser schnell wieder auf Linie, falls seit dem Lesen von Band eins etwas Zeit vergangen ist und zwingen praktisch zum Weiterlesen. Peter, obwohl Hauptfigur und Michael, bleiben etwas blass, aber ich war bei keiner Stelle gelangweilt und das, obwohl ich beide Bände hintereinander verschlungen habe. Cronins Stil, vor allem die Gedankenwelt der Virals, ist faszinierend. Die amerikanische Menschheit nach der Apokalypse und die grandiose Darstellung des Zerfalls der Infrastruktur und der Städte sind wunderbar anschaulich zu beobachten. Mein frommer Wunsch für Teil 3: was tat die restliche Welt in diesen knapp hundert Jahren und vor allem: Zero, du letzter Drecksack, wird Alicia dich kriegen? Hoffentlich kommt bald der Oktober :-)
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am 21. Dezember 2014
Nachdem ich den 1.Teil vor 2 Jahren verschlungen habe, habe ich sehr hart auf den 2. gewartet, die Rezensionen gelesen und hatte schon fast ein bisschen Angst vor einer Enttäuschung. ABER NEIN!!! Auch diesmal habe ich zuerst nochmal den 1. und gleich danach den 2. Teil gelesen und ich glaube, ich war wieder traurig, weils schon zu Ende ist. Jetzt heißt es wieder warten, aber ich freue mich schon auf die 3. Runde!
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am 21. Februar 2014
Ich habe "den Übergang" in nur 2 Tagen verschlungen. Konnte kaum schlafen, weil ich endlich noch mal ein richtig spannendes Endzeit-Buch in den Fingern hatte! Ich habe es zufällig beim Stöbern im Buchladen entdeckt. Als ich dann "Die Zwölf" endlich anfangen konnte zu lesen, habe ich dies ebenfalls innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Auch hier schafft es Cronin seinen Leser in den Bann zu ziehen.
Das einzig negative an dem Buch ist die Leere, mit der es einen nach dem Lesen zurücklässt!!! Ich will den dritten Teil, SOFORT!!

Kaufen!
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Zitat:
„In ihren Augen erschienen die Sterne planlos verstreut, als würden sie jede Nacht von Neuem über den Himmel gesät.“
(S. 32)

„Alles war still wie auf einem Schlachtfeld nach einem furchtbaren Gefecht, überflutet von der gnadenlosen Sommersonne.“
(S. 64)

„Es war völlig windstill, als bringe die Luft es nicht über sich, sich zu bewegen. Das einzig Lebende waren die Vögel, Geier und Krähen, die am Himmel kreisten.“
(S. 152)

Inhalt:
Der Abwärtsstrudel, in den die Menschheit geraten ist, dreht sich immer schneller. Die letzten Bastionen der menschlichen Rasse drohen zu verschwinden. Das Unheil der Zwölf ist gnadenlos. Ursprünglich zum Nutzen der Menschheit gedacht, droht das missratene Experiment diese nun in aller Konsequenz zu vernichten. Auch die vermeintlichen Nutznießer können sich ihrer Unbezwingbarkeit nicht sicher sein.

Das einzige Heilmittel – Amy – verliert an Stärke. Wie lange kann sie noch widerstehen? Hat sie noch die Kraft, ihren Freunden beizustehen und Schlimmeres zu verhindern? Ein barbarischer Wettkampf beginnt…

Meinung:
Ich war ja bereits vom ersten Teil der Serie „Der Übergang“ sehr angetan. Keine Frage, dass der zweite Teil, da er ja schließlich schon erschienen war, sofort in mein Regal wandern musste. Natürlich konnte ich das Buch dort nicht lange stehen lassen. Die Komplexität und die gut durchdachten Handlungsstränge hatten es mir ja bereits schon im ersten Teil angetan.

Egal, wie gut ein erster Teil war, irgendwie hat man dann doch eine innere Barriere, wenn das Buch, das man lesen will, eine bestimmte Seitenzahl übersteigt. Auch wenn „Die Zwölf“ hier deutlich hinter seinem Vorgänger hinterherhinkt, muss man doch schon einen gewissen Lesewillen aufbringen, um sich an so ein Werk zu wagen. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich Herausforderungen liebe!

Bevor ich jemanden lange auf die Folter spannen will, nehme ich es gleich vorweg. Es hat sich sowas von gelohnt, dieses Buch wirklich nicht im Regal versauern zu lassen!

Hatte ich Bedenken, nicht mehr in die komplexe Handlung des ersten Bandes finden zu können, wurden diese von Justin Cronin eindrucksvoll zerstreut. Er hielt sich nicht mit allgemeinen Rückblicken oder Ähnlichem auf, nein, der Prolog war in Form einer biblischen Chronik aufgebaut, die mir die Ereignisse aus der Vorgeschichte äußerst vorstellbar vor Augen geführt haben. Eine wirklich gut umgesetzte Idee! Sofort war ich damit wieder mitten im Geschehen und musste nicht in halb vergessenen Erinnerungen kramen, um die Handlung zu verstehen.

Und damit hat mich der Autor auch gleich wieder von Beginn an in seine Geschichte ziehen können. Ohne langes Geplänkel legte Justin Cronin, wie es seine Art ist, wieder los und riss mich mit. Ich konnte eintauchen in diese hervorragend erzählte Geschichte, konnte mich verlieren und ein Teil des Ganzen werden.

Mit seinen Charakteren geht der Autor nicht wirklich zimperlich um. Nachdem ich einige Charaktere aus dem ersten Band wirklich ins Herz geschlossen hatte, ließ er einige davon für den weiteren Fortgang der Geschichte einfach sterben. Sang- und klanglos. Sofort war ich somit emotional berührt. Um diese Entwicklungen erstmal verarbeiten zu können, bedurfte es einiger Zeit. Ich versuchte mit steigender Seitenzahl, meine Bindung zu den Charakteren etwas distanzierter zu gestalten, was mir allerdings sehr schwer fiel. Zu gut und nah wurden diese beschrieben. Ich wollte einfach keine tiefere Beziehung aufbauen. Doch meine Versuche scheiterten kläglich.

Nachdem ich mich dann doch wieder einem Charakter sehr verbunden fühlte und auch ein gutes Gefühl hatte, hier wirklich nichts falsch gemacht zu haben, musste ich mich eines Besseren belehren lassen. Zwar musste ich mich von dieser starken Persönlichkeit nicht trennen, sprich, sie blieb am Leben. Aber was sie erleben musste, sprengte dennoch die Grenzen des menschlich Vorstellbaren. Trotzdem gehört mein Herz in diesem zweiten Band eindeutig IHR! Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne zu viel zu verraten.

Justin Cronin ist definitiv ein Meister seines Handwerks. Geschickt bindet er immer wieder neue Charaktere und Handlungen in seine Geschichte ein, deren Verstrickungen meist erst später einen Sinn ergeben, dennoch dermaßen fesselnd beschrieben werden, dass man sich kaum von den Seiten lösen kann.

Amy selbst tritt in diesem Band wiederum eher temporär in Erscheinung. Man bemerkt aber eindeutig eine große Entwicklung in ihr selbst. Einerseits wird sie vom Mädchen nun zur Frau. Andererseits scheint sie immer noch ihre Geheimnisse zu verbergen. Was jedoch für ein Potential in ihr steckt, muss allerdings jeder selbst erfahren. Ihr werdet es nicht bereuen!

Justin Cronin erzählt seine Geschichte wie bereits im ersten Teil in Vergangenheitsform und überlässt dabei verschiedenen Charakteren das Feld. Interessant ist hierbei jedoch, dass der Autor verschiedene Erzählstile nutzt. Bis hin zum ansatzweise auktorialen Erzählstil ist wirklich alles vorhanden. Das ist jedoch nicht alles. Er ließ mich die Geschichte außerdem in verschiedenen Zeiten erleben, sprich, man springt mitunter zwischen verschiedenen Zeiten der Handlung hin und her. Das mag einerseits verwirrend klingen. War es aber nicht, denn hierdurch habe ich die oftmals ersehnten Erklärungen erhalten. Und genau das macht die Reihe auch so interessant. Der Autor experimentiert mit einer Vielzahl von Darreichungsformen, die letztendlich jeden Leser ansprechen könnten.

Justin Cronin ließ mich in seine Welt eintauchen, erzählte mir so vorstellbar und realistisch seine Version, dass ich mich im Nachhinein frage, wie ich zukünftig ohne die mir liebgewonnenen Personen und Landschaften bis zum dritten Band auskommen kann. Dabei hatte ich nie das Gefühl, ausufernden Beschreibungen zu erliegen oder tatsächlich Längen zu verspüren. Alles, jedes einzelne Wort, ergab im weiteren Verlauf einen Sinn. Aus meiner Sicht ist Herrn Cronin hiermit etwas wirklich ganz Großes gelungen!

Nach einem großen Finale klingt die Geschichte vorerst beruhigend aus. Zufrieden mit dem vorläufigen Ende konnte ich das Buch nun schließen und freue mich umso mehr auf den abschließenden Teil dieser Trilogie. Abschließend kann ich nur sagen: Traut euch an dieses seitengewaltige Meisterwerk!

Urteil:
In „Die Zwölf“ erhielt ich Antworten auf viele meiner Fragen, musste erzwungen tatenlos so manche Entwicklung beobachten, fühlte und fieberte mit den Charakteren und hatte mit diesen sowohl komplexen als auch genial durchdachten Handlungen ein riesiges Lesevergnügen. Alles andere als 5 Bücher wäre ein absoluter Frevel an dieser einmaligen Geschichte!

Alle, die kein Blut sehen können, sollten die Finger von dieser Geschichte lassen! Für die anderen, die sich Herausforderungen stellen, Leiden ertragen können und mitgerissen werden wollen, führt kein Weg an dieser Reihe vorbei.

Die Serie:
1. Der Übergang
2. Die Zwölf
3. Originaltitel: The City of Mirrors
(voraussichtlicher Erscheinungstermin 2014)

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