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4.0 von 5 Sternen Wenn Sie Gewohnheiten verändern wollen, vermeiden Sei diese beiden Fehler.
Rauchen, abends faul auf der Couch herumhängen, Arbeiten aufschieben, zu viel Süßigkeiten, DSDS gucken, alle zehn Minuten auf Facebook schauen – die Liste schlechter Gewohnheiten ist lang. Und jeder hat mindestens eine oder mehrere.
Und fast alle Menschen würden sie gerne verändern. In der Theorie scheint das ja ganz einfach zu sein...
Veröffentlicht am 10. September 2012 von Roland Kopp-Wichmann

versus
24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was zum Teufel ist Wasser?
"Schwimmen zwei junge Fische daher und treffen auf einen älteren Fisch, der in die andere Richtung schwimmt, ihnen zunickt und sagt: 'Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?' Und die beiden jungen Fische schwimmen noch ein bisschen, bis der eine schließlich zum andern herübersieht und sagt: 'Was zum Teufel ist Wasser'?" (David Foster Wallace)

"Unser...
Veröffentlicht am 29. September 2012 von HeikeG


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130 von 147 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn Sie Gewohnheiten verändern wollen, vermeiden Sei diese beiden Fehler., 10. September 2012
Von 
Rauchen, abends faul auf der Couch herumhängen, Arbeiten aufschieben, zu viel Süßigkeiten, DSDS gucken, alle zehn Minuten auf Facebook schauen – die Liste schlechter Gewohnheiten ist lang. Und jeder hat mindestens eine oder mehrere.
Und fast alle Menschen würden sie gerne verändern. In der Theorie scheint das ja ganz einfach zu sein. Man hört einfach damit auf – und macht es anders. Hört also mit Rauchen auf, liest ein Buch oder macht Sport, erledigt unangenehme Dinge sofort, isst mehr Obst …

Sie wissen es: toller Plan – der fast nie funktioniert. Warum eigentlich nicht?

Warum hängen wir so an Gewohnheiten, mit denen wir unzufrieden sind? Die uns stören und für die wir immer auch einen Preis zahlen. Angst vor Krebs, pfeifender Atem beim Treppensteigen, Stress vor Terminen …
Schuld ist unser Gehirn.

Forscher stellten fest, dass vierzig Prozent unserer täglichen Handlungen keine bewussten Entscheidungen sind, sondern Gewohnheiten! Einfach, weil unser Gehirn eine faule Socke ist. Es sucht dauernd nach Möglichkeiten, sich weniger anzustrengen.

Und wenn wir zufällig ein Verhalten entwickelt haben, bei dem wir uns gut fühlen, versucht unser Gehirn sofort, daraus eine Gewohnheit zu machen. Denn dann muss es nicht neue Verhaltensmöglichkeiten suchen, muss nicht zwischen möglichen Alternativen entscheiden etc.. Statt dessen verfährt es nach Methode 08/15: “Das funktioniert, das machen wir jetzt immer so.”

Das ist natürlich unheimlich praktisch und erfüllt in vielen Fällen seinen guten Zweck. Wir überlegen morgens nicht, mit welchem Bein wir aufstehen wollen, ob wir heute wirklich unsere Zähne putzen wollen oder uns im Auto anschnallen wollen. Gute Gewohnheiten sind einfach praktisch.

Blöd ist es nur, wenn einige schlechte Gewohnheiten sich eingeschlichen haben. An denen hält unser Gehirn nämlich genauso fest wie an den guten. In beiden Fällen zeigt der Autor, geht das Gehirn in einem Dreierschritt vor:

1. Zuerst gibt es einen Auslösereiz.
Wir wollen aufstehen, wir stehen vor dem Spiegel, wir sitzen im Auto.
2. Dann kommt eine Routine.
Ein Bein ausfahren, Zahnbürste in den Mund, Griff zum Sicherheitsgurt.
3. Und zum Schluss kommt eine Belohnung.

Wir stehen senkrecht, der schlechte Morgengeschmack verschwindet, wir fühlen uns sicher im Straßenverkehr.
Dieser dritte Punkt ist sehr wichtig zum Verständnis unserer Gewohnheiten und warum es so schwierig ist, die schlechten zu verändern. Um eine lästige Gewohnheit zu verändern, ist es also erst einmal notwendig, herauszufinden, welche erwartete Belohnung dahinter steckt.

Die meisten Menschen, die etwas an ihren Gewohnheiten verändern wollen, wissen
1. nicht, wodurch ihr Verhalten ausgelöst wird.
Und 2. verstehen sie nicht, was genau die Belohnung ist, warum das „schlechte“ Verhalten für sie so gut ist.

Diese beiden "Fehler" machen viele, die eine ungute Gewohnheit verändern wollen. Dieser dritte Punkt ist sehr wichtig zum Verständnis unserer Gewohnheiten und warum es so schwierig ist, die schlechten zu verändern. Um eine lästige Gewohnheit zu verändern, ist es also erst einmal notwendig, herauszufinden, welche erwartete Belohnung dahinter steckt.
Diese erwarteten Belohnungen sind so mächtig, weil sie über die Ausschüttung von Botenstoffen wie Endorphin, Dopamin, Noradrelin und Serotonin dafür sorgen, dass wir uns sehr, sehr gut fühlen! Dagegen kommen wir mit dem rationalen Verstand kaum an!

Angenommen, Sie kommen abends mit einem Mordshunger nach Hause. Ihr ganzer Körper schreit: ESSSSENNNN!!!!! SOOOOOFFFOORRRTTT!
Natürlich wäre es eine schöne Belohnung für Ihr Ernährungsgewissen, wenn Sie jetzt erst eine Stunde die Tofu-Schnitzel in Soyasauce marinieren, den Brokkoli putzen und schon mal den Vollkornreis aufsetzen.
Die Belohnung bestünde darin, dass Sie nach 1 ' Stunden ein gesundes, ethisch einwandfreies Abendessen zu sich nehmen. Möglichst noch an einem nett gedeckten Tisch mit Kerzen.

Doch die Suche nach Belohnung ist oft stärker als die Vernunft. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Sie das Tiefühlfach aufreißen, die Fertigpizza in den Ofen schieben und nach 15 Minuten zufrieden grunzend vor dem Fernseher mampfen.
Das versteht Ihr Gehirn unter einer erwarteten Belohnung!

Gewohnheiten laufen also in diesem Dreierschritt ab:
1. Auslösereiz
2. Routine
3. Belohnung

Was triggert Ihr Verhalten?
Hier ist das Buch von Charles Duhigg sehr hilfreich. Um eine ungute Verhaltensroutine zu ändern, ist es enorm hilfreich, herauszufinden, welcher Auslösereiz am Anfang steht. Zum Glück gibt es da nicht Tausende, sondern Forscher haben herausgefunden, dass alle Auslösereize sich in fünf Kategorien aufteilen lassen:
• Standort
• Uhrzeit
• emotionaler Zustand
• andere Menschen
• unmittelbar vorangehende Handlung.

Betrachten wir diese fünf Kategorien mal genauer.

Standort
Der Ort, wo Sie sich gerade aufhalten, kann ein Auslösereiz für ein bestimmtes Verhalten sein.
Das erste, was ich zum Beispiel überprüfe, wenn ich in einem Hotel ankomme, ist die Qualität des Wlan-Netzes. Andere erkundigen sich sofort nach der besten Jogging-Strecke. Manche inspizieren zuerst die Minibar.
Welche Gewohnheit fällt Ihnen ein, die an einen bestimmten Ort ausgelöst wird?

Uhrzeit
Es ist erstaunlich, wie bestimmte Gewohnheiten an feste Zeiten gekoppelt sind. Menschen wachen zu einer bestimmten Uhrzeit auf, haben gegen 13 Uhr plötzlich Hunger oder verspüren etwa um 15 Uhr dreißig Lust auf einen Kaffee.
Wie ist das bei Ihnen?

Emotionaler Zustand
Gefühle wie Langeweile, Frust, Stress, Einsamkeit sind oft starke Auslöser für Verhaltensweisen, wo wir uns hinterher wundern – oder schämen – dass wir uns trotz bester Vorsätze wieder dazu haben hinreißen lassen.
Aus diesem Grund empfehlen Ernährungsberater, dass man nicht mit hungrigem Magen einkaufen soll. Oder nach einer Probefahrt mit dem tollen neuen Auto erst noch mal eine Nacht über die Kaufentscheidung schlafen soll.
Denn wir führen viele störende Verhaltensweisen aus, obwohl wir wissen, dass sie gefährlich, teuer, ungesund oder idiotisch sind – weil wir wissen, dass wir uns danach supergut fühlen. Jedenfalls eine Weile, nämlich solange der Endorphinrausch anhält. Doch nach jedem Rausch folgt der Kater und wir wundern uns, wer all die Zigaretten in unserem Aschenbecher deponiert hat.
Welcher emotionale Zustand verführt Sie zu einer schlechten Gewohnheit?

Andere Menschen
Der Kontakt mit anderen Menschen ist psychisch ansteckend, je nachdem, mit welchen Menschen wir uns umgeben.
Das ist eigentlich der ultimative Abnehmtrick! Ein dicker Mensch müsste sich nur mit schlanken Menschen befreunden und würde mit der Zeit Gewicht verlieren. Theoretisch zumindest. Denn er würde mit der Zeit die Gewohnheiten seiner schlanken Bekannten übernehmen: mit ihnen joggen, Kalorienwerte auswendig lernen, entdecken, dass man nicht nur bei McDonalds satt werden kann usw.
Zu was werden Sie durch andere Menschen verführt?

Unmittelbar vorangehende Handlungen
Das, was wir gerade tun, ist oft ein Auslösereiz für eine folgende Routine.
Bei manchen Menschen ist das die Zigarette nach dem Sex. Oder zum Espresso nach dem Essen. Oder das Aufschlagen der Morgenzeitung.
Die jeweiligen Handlungen haben eigentlich nichts miteinander zu tun und sind „eigentlich“ in sich schon belohnend genug. Aber irgendwann hat man mal entdeckt, dass sich dadurch das Wohlbehagen noch ein bisschen steigern lässt – und schwupss kann daraus eine Gewohnheit entstehen, auf die man glaubt, schwer verzichten zu können.

Alles schön und gut.
Aber wie verändert man nun solche unguten Gewohnheiten?
Das ist immer noch nicht leicht, aber wenn Sie wissen, wodurch Ihr Verhalten ausgelöst wird und welche Belohnung Ihr Gehirn (oder Sie) dadurch erwarten, können Sie sich in einem ruhigen Moment Veränderungsstrategien überlegen und ausprobieren.
Ohne dieses Wissen über das, was da genau in Ihnen vorgeht, reagieren Sie in bestimmten Situationen wie ein Pavlovscher Hund.

Probieren Sie’s doch jetzt mal aus.

Nehmen Sie ein Verhalten, das Sie stört und das Sie gerne ändern möchten und untersuchen Sie es genau, durch was es ausgelöst wird:

• Wann genau tun Sie es? Zu welcher Uhrzeit würden Sie es nicht tun?
• An welchem Ort machen Sie es? Wo würden Sie es nicht tun?
• Wie fühlen Sie sich kurz bevor Sie sich so verhalten?
• Sind Menschen dabei beteiligt? In welcher Weise?
• Was tun Sie genau vor dem ungeliebten Verhalten?

Am besten kommen Sie sich selbst auf die Schliche, wenn Sie über die Antworten nicht einfach nachdenken, sondern diese in einem Zustand der „inneren Achtsamkeit“ auf sich wirken lassen. Also die Augen schließen und beobachten, was Ihnen dazu einfällt.
Denn mit Hilfe der Achtsamkeit kommen Sie in Kontakt mit Ihrem Unbewussten und darüber kriegen Sie oftmals andere Informationen als über das rationale Nachdenken. Und wenn Sie den Auslösereiz kennen, für den Sie anfällig sind, können Sie wahrscheinlich etwas dagegen tun.

Mein Fazit:
Die Veränderung von bestimmten eingefleischten Gewohnheiten ist nicht leicht. Sie wissen jetzt warum: Ihr Gehirn ist schuld. Es will am liebsten immer Energie sparen, auf Autopilot schalten und hat clevere Routinen gefunden, wie Sie mit minimalem Aufwand größtmögliche Belohnungen kassieren.
Der Autor beschreibt auch, wie in Unternehmen Gewohnheiten Platz greifen und dort verändert werden. Außerdem geht ein Kapitel darüber, wie Marktforscher unsere Kaufgewohnheiten ausspähen und dann in der Ladengestaltung und in der Werbung nutzen. Das ist interessant zu lesen, aber nicht wirklich neu. Das Buch liest sich gut, ist aber an manchen Stellen etwas mit langen Fallgeschichten aufgebläht.

Am meisten profitiert man von den Teilen, die ich oben beschrieben habe, nämlich der Veränderung eigener Gewohnheiten. Da liefert es wirklich einen sehr guten Ansatz, der allerdings Nachdenken und Ausdauer erfordert.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was zum Teufel ist Wasser?, 29. September 2012
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
"Schwimmen zwei junge Fische daher und treffen auf einen älteren Fisch, der in die andere Richtung schwimmt, ihnen zunickt und sagt: 'Morgen, Jungs. Wie ist das Wasser?' Und die beiden jungen Fische schwimmen noch ein bisschen, bis der eine schließlich zum andern herübersieht und sagt: 'Was zum Teufel ist Wasser'?" (David Foster Wallace)

"Unser ganzes Leben setzt sich, soweit es eine bestimmte Form hat, aus einer Anzahl von Gewohnheiten zusammen", schrieb 1892 der US-amerikanische Psychologe und Philosoph William James. Wir mögen zwar der Ansicht sein, dass die meisten Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen, sich wie das Resultat sorgfältiger Abwägungsprozesse anfühlen, aber hier erliegen wir einem Trugschluss. Über 40% unserer täglichen Handlungen geruhen eben nicht auf bewussten Entscheidungen, sondern sind Gewohnheiten. Diese "prägen unser Leben viel stärker, als wir uns bewusst sind - tatsächlich sind so wirkmächtig, dass sie unser Gehirn dazu bringen, unter Ausschluss von allem anderen, sogar des gesunden Menschenverstandes, an ihnen festzuhalten."

Charles Duhigg, der als Wirtschaftsredakteur und investigativer Journalist für die New York Times arbeitet, hat sich genau dieser Sache angenommen. Sein Buch, dass sich in drei Teile gliedert, hangelt sich konsequent an einem roten Faden entlang, einer zentralen These: dass sich Gewohnheiten (die zumeist einen fahlen Beigeschmack haben wie zum Beispiel das Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, Nägel kauen etc.) ändern lassen, wenn wir verstehen, wie sie funktionieren. Dabei stützt er sich auf Hunderte von wissenschaftlichen Studien, auf Interviews mit über dreihundert Wissenschaftlern und Führungskräften, und auf Forschungen, die von Dutzenden Unternehmen durchgeführt wurden. Der erste Teil konzentriert sich auf die Frage, wie sich Gewohnheiten in unserem Leben bilden. Er befasst sich mit den neuronalen Grundlagen, mit der Frage, wie man sich neue Gewohnheiten aneignet und bestehende verändert. Im zweiten Teil beschäftigt sich Duhigg mit den Gewohnheiten erfolgreicher Unternehmen und Organisationen, im dritten Teil mit denen von Gesellschaften.

"Gewohnheiten, so sagen Wissenschaftler, entstehen, weil das Gehirn ständig nach Wegen sucht, um sich weniger anzustrengen. Sich selbst überlassen, versucht das Gehirn praktische jede Routine in eine Gewohnheit zu verwandeln, weil Gewohnheiten unserem Geist erlauben, häufiger herunterzufahren.", so Duhigg. Der Autor beschreibt umfassend diesen dreiteiligen neuronalen Prozess, der aus einem Auslöser, der das Gehirn auffordert, in einen automatischen Modus umzuschalten, und ihm sagt, welche Gewohnheiten es aktivieren soll, einer darauffolgenden Routine, die körperlicher, mentaler oder emotionaler Natur sein kann und letztendlich einer Belohnung besteht, die unserem Gehirn hilft, zu entscheiden, ob es sich lohnt, sich diese Schleife für die Zukunft zu merken. Auslösereiz und Belohnung werden dabei immer enger miteinander verschränkt, bis ein starkes Gefühl der Antizipation und des Verlangens entsteht. Und am Ende bildet sich ein schlecht zu lösender Automatisierungsprozess - die Gewohnheit - aus.

Auf über 300 Seiten erläutert Duhigg dies an zahlreichen Fallbeispielen. Und genau dabei liegt die Krux des Buches. Weniger ist manchmal mehr, fällt einem beim seinen zum Teil ausufernden Beschreibungen ein. Der Autor springt von einem Beispiel zum nächsten, um hernach wieder von vorn zu beginnen. Beinahe minutiös hält er sich an seinen Praxisbeispielen auf, verfolgt jeden Erfolg oder Misserfolg seiner betrachteten Probanden und reizt dies schier unerschöpflich aus. Dies tut dem Buch keinen Gefallen, sondern zieht es nur mühsam in die Länge. Die Quintessenz seines Werkes, dass nämlich Gewohnheiten, auch wenn wir sie in unserer Psyche fest verankert haben, durchaus ignoriert, verändert oder ersetzt werden können, wenn auch mit zuweilen immenser Anstrengung und Willenskraft, geht dabei fast unter. Eines ist jedoch klar und hier darf noch einmal William James aus seinem Meisterwerk "The Principles of Psychology" zitiert werden: Wasser "höhlt für sich selbst einen Kanal aus, der immer breiter und tiefer wird; und wenn es, nachdem es zwischenzeitlich versiegt ist, erneut fließt, folgt es dem Weg, den es sich selbst zuvor bahnte." Also: Schwimmen Sie endlich los!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn man an Veränderung glaubt, 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach dieser Lektüre ist eines auf jeden Fall klar: es gibt KEIN Patentrezept zur
Änderung der eigenen (unguten) Gewohnheiten. - Wäre ja auch zu schön gewesen. ;-)
Dass es mitunter harte Arbeit, Zeit und Geduld fordert, um an wirklich eingefahrenen
Verhaltensweisen etwas zu verändern, ist mir jetzt ebenfalls bewusst.

Leider ist dieses Buch so aufgebaut, dass hauptsächlich Beispiele von Gewohnheiten
verschiedenster Menschen, Firmen, Unternehmen, Gruppen, Vereine, etc. geschildert
und beschrieben werden. - Das war mir alles oft zu viel, zu ausführlich und zu
detailreich, dass es mich dann schon gelangweilt hat. Für mich waren manche
Ausführungen eben einfach überflüssig. Viel mehr hätte ich gerne über das Problem
der Gewohnheits>änderung< selbst gelesen. - Nur das war leider nicht. Lediglich
ganz zum Schluss auf ein paar wenigen Seiten wurde dann so eine Art "Schlüssel"
bzw. "Vorlage" zur Gewohnheitsänderung präsentiert. - Im Vergleich zum Seitenumfang
des Buches, aber leider sehr wenig.

Dieses Zitat hat es dann doch auch noch geschafft, mir intensivere Gedanken zu
machen: "Wenn man an Veränderung glaubt - wenn man dies zu einer Gewohnheit
macht -, wird die Veränderung real. Das ist die eigentliche Macht der Gewohnheit: die
Einsicht, dass unsere Gewohnheiten nur das sind, was wir aus ihnen machen."

Alles in allem habe ich mir aber trotzdem doch etwas mehr (zum
Thema "Gewohnheits-Problemlösung") erwartet. Deswegen "nur" 3 Sterne.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnheiten und was man mit ihnen machen kann, 14. November 2012
Von 
RockBrasiliano (Costa Banana) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Gewohnheiten und Routinen sind die (meist eher unscheinbare) Macht im Alltag.
Wer die Gewohnheiten der Menschen kennt und sie zu nutzen weiß, kann seine Mitmenschen beherrschen.
Das wird einem erst richtig klar, wenn man dieses spannende Buch zur Hand nimmt, das Erkenntnisse der Neurowissenschaften mit wirtschaftswissenschaftlichen Erwägungen verknüpft und auch den Alltag nicht außen vor lässt.
Das Hirn sucht sich immer Wege ein bisschen "Sprit zu sparen" und hält deshalb gerne Ausschau nach Gelegenheiten, um in Routinen zu verfallen. Das kann lästig sein, wenn man z.B. aus Gewohnheit irgendwelche Türen abschließt und seinen Mitbewohner aussperrt, obwohl man ja in einem anderen Teil des Hirns weiß, dass er seinen Schlüssel nicht dabei hat und später kommt, kann aber auch Leben retten, wenn man sich z.B. beim Autofahren nicht alles jedesmal neu überlegen muss. Gewohnheiten sind aber auch Dinge wie Rauchen, Trinken, Süßigkeiten und dergleichen mehr. Da geht es vor allem um Belohnungen und das ist ein ganz wichtiger Aspekt im Buch.
Ich fand "Die Macht der Gewohnheit" insgesamt sehr spannend zu lesen, muss aber zugeben, dass mich die Langatmigkeit einiger Wirtschafts- und Sportbeispiele doch manchmal bewogen hat ein bisschen vorzublättern, auch verfällt das Buch an manchen Stellen in einen medizinischen Detailreichtum, der vielleicht auch nicht für jeden interessant ist. Sonst hat mir die Lektüre aber wichtige Impulse gegeben, um Gewohnheiten und Co mit anderen Augen zu sehen und einmal nach versteckten Belohnungen zu schauen.
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4.0 von 5 Sternen Bunte Sammlung, spannend erzählt, 11. Dezember 2014
Wer zu diesem Buch greift, erwartet vermutlich, einiges über die psychologischen Hintergründe von Gewohnheiten zu erfahren, vielleicht den einen oder anderen Tipp, eine (schlechte) Gewohnheit loszuwerden oder eine (gute) Gewohnheit anzunehmen.
Diese Erwartung erfüllt das Buch nicht wirklich. Was landläufig unter Gewohnheit verstanden wird, streift Duhigg nur am Anfang des Buches. Aber er ist ein sagenhafter Geschichtenerzähler. Egal, ob es um Marketingfachleute geht, denen es zunächst nicht gelingt, ein innovatives Produkt zur Geruchsbeseitigung (Febreze) am Markt zu platzieren, um die Organisationsstrukturen von Starbucks oder Alcoa, oder um die Überwindung der Rassentrennung in Montgomery, Alabama: Trotz des nicht gerade geringen Umfangs von über 350 Seiten (Anhänge nicht mitgezählt) wird das Buch nie langweilig.
Dabei ist das wissenschaftliche Eis, auf dem Duhigg sich bewegt, äussert dünn. Hinter der von ihm immer wieder angeführten "Gewohnheitsschleife" (Reiz - Routine - Belohnung) steckt nicht viel mehr als das uralte Pawlow'sche Prinzip, und ob die ohnehin schon dünne Theorie auch zu den Fallbeispielen passt, in oft mehr als fraglich. In vielen Beispielen drängt sich der Eindruck auf, der Begriff der Gewohnheit sei im Nachhinein mit der Brechstange hineininterpretiert worden, zumindest wird er weit gefasst und stellenweise arg überstrapaziert. Wenn es um Firmen oder gesamtgesellschaftliche Veränderungen geht, würde man eher von Organisationspsychologie oder Soziologie sprechen.
Während ich das Buch gelesen habe, fühlte ich mich gut informiert und gut unterhalten. Dennoch sehe ich jetzt, wo ich es ausgelesen habe, keine klare Linie: Das Buch ist einfach eine Sammlung von aufschlussreichen, unterhaltsamen Geschichten aus Psychologie, Wirtschaft und Gesellschaft. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was ich persönlich daraus mitnehme: Ich werde mir eine Flasche Febreze kaufen.
Volle Punktzahl für das Lesevergnügen, aber Abstriche für die Stichhaltigkeit der Argumentation.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnheiten und wie wir sie ändern können, 17. Juni 2014
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun (Kindle Edition)
Der Autor Charles Duhigg ist Journalist bei der New York Times und fasst in diesem Buch aktuelle psychologische Erkenntnisse zusammen. Wie bei solchen amerikanischen Selbsthilfebüchern üblich, ist es spannend geschrieben und überfordert nicht intellektuell. Durch die ungewöhnliche Fragestellung gelingt es dem Autor, durchaus neue Ideen zu vermitteln, auch wenn manche Beispiele bereits von anderen Autoren bekannt sind. (Etwa die minderjährige Kundin des Supermarkts Target, bei denen der Computer von Target die Schwangerschaft früher erkannte als der Vater der Jugendlichen).

Das Buch ist in drei Teile gegliedert:
die Gewohnheiten von Individuen
…von Organisationen
…von Gesellschaften

Dabei werden kunterbunt Beispiele aus der US-Army, der Bürgerrechtsbewegung, Starbucks und Kirchen mit der Botschaft verrührt. Die Beispiele aus dem US-amerikanischen Sport dürften für die meisten Leser in Deutschland unverständlich sein.

Die Botschaft des Autors lautet, wir könnten unsere eigenen Gewohnheiten formen. Etwa, indem wir uns eine gesündere Lebensweise antrainieren, oder eine bestimmte Reaktion bei Provokationen oder im Sport üben. Dafür gibt er genaue Anleitungen, die einen überzeugenden Eindruck machen.

Lesenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas langatmig, 7. Juni 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich fand den Text manchmal sehr langatmig und zu wissenschaftlich. Insbesondere das Kapitel mit den Ausführungen über American Football ist für einen europäischen Leser kaum verständlich, weil er nicht mit den Regeln und taktischen Züge dieser Sportart vertraut ist und deshalb Schwierigkeiten mit der Argumentation hat. Ich würde das Buch nicht wieder kaufen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 29. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zur Selbstanalyse und zum staunenden Lernen ein hervorragend geschriebenes Buch.
Habe einige sehr wichtige Erkenntnisse über meine und die Gewohnheiten der Mitmenschen besser einschätzen gelernt.
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5.0 von 5 Sternen Entspricht dem Titel - und inspiriert an sich selbst zu arbeiten!, 21. September 2014
Gewohnheiten bestimmen unser Leben.
Diese Tatsache wird in diesem Buch, hier zum Punkt gebracht.

In verschiedensten Bereichen des Lebens, zeigt dieses Buch wie Gewohnheiten funktionieren.
Ob nun mit Gehirnschäden, im Radio, beim Arbeiten, in unserer Gesellschaft, in Krankenhäusern und ihrer hierarchischen Strukturen bis zur Zahnpasta, hier werden alle Bereiche behandelt.

Zum Anfang des Buches wird das Prinzip von Gewohnheiten erklärt.
Sehr viel wird danach mit weiteren Veranschaulichungen gearbeitet.
Nur wenig wird dem selbstständigen Arbeiten (und Anwendungen) mit Gewohnheiten eingegangen.

Aber der Titel des Buches bleibt seinem Inhalt Treu und zeigt weiter auf wie viel „Macht“ die Routine besitzt.
Dieses Buch regt einen definitiv an, um sich selbst daran zu machen, sich neue Gewohnheiten anzueignen.
Inspirierend, und veranschaulicht wunderbar, was Gewohnheiten ausrichten können!

Angenehm geschrieben, sehr gute Quellen und gute Ausarbeitung.
Sehr empfehlenswert und hat für mich 5/5 Sternen verdient.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gutes Buch, 31. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für alle, die wissen wollen, warum sie die Gewohnheiten haben, ist das Buch sehr zu empfehlen.
Ich hatte einige AHA-Erlebnisse und bin jetzt in manchen Dingen schlauer bzw achtsamer.
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