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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das nackte Leben
Dear Life, das "nackte Leben", also das Leben in seiner Quintessenz, ist nicht nur der Titel der vierzehnten und letzten Kurzgeschichte, sondern auch das Leitmotiv des ganzen Buches. Es ist ein Leben, geprägt von den Entbehrungen der kanadischen Provinz in der Zeit während und nach dem zweiten Weltkrieg, in einem aus heutiger Sicht unerträglich miefigen...
Vor 10 Monaten von Felix Richter veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist der Nobelpreis gerechtfertigt?
Das ist, für mich, die Frage. Das Buch ist leicht zu lesen, die Sprache einfach, es regt die Phantasie an, vieles bleibt zuerst angedeutet, wird dann im Laufe der Geschichte klar. Der Titel "Dear Life" verrät nichts über den Inhalt, am Schluss passt er dann zum ganzen Buch. So wie jede einzelne Geschichte sich jeweils erst am Schluss erschliesst...
Vor 9 Monaten von Ruth veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das nackte Leben, 9. Dezember 2013
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dear Life, das "nackte Leben", also das Leben in seiner Quintessenz, ist nicht nur der Titel der vierzehnten und letzten Kurzgeschichte, sondern auch das Leitmotiv des ganzen Buches. Es ist ein Leben, geprägt von den Entbehrungen der kanadischen Provinz in der Zeit während und nach dem zweiten Weltkrieg, in einem aus heutiger Sicht unerträglich miefigen religiös-konservativ-patriarchalischen Milieu (wobei ihre eigene Familie diesem Schema nicht entsprach).

Die Übersetzung des Titels der deutschen Ausgabe mit "Liebes Leben" mag dem Wortspiel geschuldet sein: Es wird tatsächlich geliebt, in dem Maße, in dem es die Umstände der Zeit zuließen, aber das ist es nicht, was die Geschichten verbindet. Es ist vielmehr der Kampf jedes einzelnen der Charaktere - fast immer Frauen - das Leben nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten, was in den meisten Fällen eigentlich nichts weiter heißt als die Offerten des Zufalls zu nutzen, oft rücksichtslos und egoistisch, aber gerade deshalb zutiefst menschlich.

Es sind Geschichten mit meist offenem Ende, bei denen man trotzdem stets das Gefühl hat, dass nichts mehr zu erzählen ist. Was folgen könnte, wäre wohl zu banal und alltäglich, wie eben meistens im Leben. Das ist das schöne, ballastfreie an Kurzgeschichten: Es wird sich auf das Wesentliche konzentriert.

Die Sammlung ist in zwei Teile gegliedert. Die ersten zehn Geschichten sind Fiktion, in der sich die Qualitäten zeigen, die Alice Munro wohl den Nobelpreis eingetragen haben. Hier gelingt es ihr, von Beginn an eine extrem dichte Atmosphäre zu entwickeln. Der Leser wird mitgenommen und schlüpft unweigerlich in die Rolle der Protagonisten, seien es Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, auch im manchmal sehr fremden Milieu von alleinherrschenden Familienvorständen und unterwürfigen Ehefrauen. Und man ahnt auch, mit welch unbändiger Energie sich Alice Munro am eigenen Schopf aus dem heimatlichen Provinzsumpf gezogen haben muss.

Dagegen fallen, wie ich finde, die vier letzten Geschichten deutlich ab, das gilt vor allem für die letzte, ausgerechnet "Dear Life". Es sind Erinnerungen aus ihrer eigenen Kindheit, und es ist nach ihrem Bekunden das Erste und Letzte - und Ehrlichste - was sie über ihr eigenes Leben zu sagen hat. Vielleicht hat sich zwischen den Zeilen manches verborgen, aber ich hatte das Gefühl, in den ersten zehn Geschichten viel mehr über die Alice Munro erfahren zu haben, und über das Land und die Zeit, die sie geprägt haben.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alice Munro pur..., 25. November 2013
Von 
Felix-ine (ca. 2 km von der schönen und grünen Uni-Stadt Oldenburg (Germany) entfernt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alice Munro war bis vor einiger Zeit vielen ihrer Fans ein Begriff. Als die Autorin dieses Jahr den Literaturnobelpreis bekam wurde sie weltberühmt.
Das von mir gelesene "Dear Life" ist bereits seit Herbst 2012 im Handel und wird nun ab Dezember 2013 auch in Deutschland unter dem Titel "Liebes Leben: 14 Erzählungen" herauskommen.

14 neue Kurzgeschichten hat die Autorin darin geschrieben und sie wird sehr persönlich darin. Tiefgründig finde ich besonders die letzten vier Geschichten dieses Buches. Sie schreibt über diese: "Sie formieren eine seperate Einheit, eine die sich autobiografisch anfühlt, aber den Fakten nach nicht immer ist". Alice Munro hat einen Schreibstil, der leicht zu lesen und die Bezeichnung Kurzgeschichten treffend ist, auch hat sie einen ihr bekannten, eigenen Schreibstil. Sie beginnt oft an einer unerwarteten Stelle, anschließend wird chronologisch rückwärts oder vorwärts geschrieben und die Geschichten haben zudem häufig einen offenen Schluß.
Auch sind ihre Protagonisten meistens Frauen, die sie in allen Facetten ihrer vielfältigen Weiblichkeit schildert. So beginnt sie ihre erste Geschichte mit der jungen Frau Greta, die neben ihrem recht farblosen Mann Wünsche und Sehnsüchte hat, die er nicht erkennt. Sie ist Poetin und verfasst Gedichte, von ihrer Famlilie als belanglos abgetan. Greta schickt ihre verfassten Gedichte an das Magazin "The Echo Answer", von denen zwei veröffentlicht werden. Somit nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Die Autorin schreibt herrlich lebensnah!

Viele ihrer Geschichten spielen in ihrer kanadischen Heimat und geben dem Leser eine besondere Nähe zu Alice Munro. Die Autorin schafft es den Leser mit den Charakteren ihrer Protagonisten zu verbinden und zu berühren. Ihre Geschichten sind für mich wie aus dem Leben geschrieben, realitätsnah, sentimental und tiefgründig, lesen sich schnell und machen nachdenklich.
Ein Buch das lohnt zu lesen!

Sie hat als Schriftstellerin folgende Auszeichnungen erhalten:
"Alice Munro is the author of twelve previous collections of stories - the most recent of which are Runaway, The View from Castle Rock, and Too Much Happiness - as well as a novel, Lives of Girls and Women. Among the many awards und prizes she has received are three Governor General's Literary Awards and two Giller Prices in Canada; the Rea Award; the Lannan Literary Award; the National Book Critics Cirkle Award; and the Man Booker International Prize. Her stories have appeared in The New Yorker, The Atlantic, The Paris Review, and other publications, and her collections have been translated into thirteen languages".

Alice Munro ist 1931 in Ontario geboren und gehört zu den inzwischen bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Mit ihren umfangreichen erzählerischen Werken ist sie Bestsellerautorin in ihrem Heimatland Kanada und der gesamten angelsächsischen Welt. 2013 erhielt Alice Munro den "Literatur-Nobelpreis".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist der Nobelpreis gerechtfertigt?, 15. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dear Life (Kindle Edition)
Das ist, für mich, die Frage. Das Buch ist leicht zu lesen, die Sprache einfach, es regt die Phantasie an, vieles bleibt zuerst angedeutet, wird dann im Laufe der Geschichte klar. Der Titel "Dear Life" verrät nichts über den Inhalt, am Schluss passt er dann zum ganzen Buch. So wie jede einzelne Geschichte sich jeweils erst am Schluss erschliesst. Aber einen Nobelpreis dafür zu vergeben - ich weiss nicht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Probably Not Munro's Best, 12. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Dear Life (Taschenbuch)
Dear Life is divided into two parts. The first one consists of ten short stories, the second of four autobiographical pieces. I’ll only review the short stories. As far as I can remember, all of them are set in Canada, many in the 20th century. Of course, Alice Munro knows her trade. She understands how to set the scene and how to transfer atmosphere.

In Dear Life, Alice Munro’s characters often seem to share similarities. The oppressed woman, the confused man and sometimes a child to tell us all about their problems. What struck me most, was how Mrs. Munro told stories from a child’s perspective. Especially in “Gravel”. You really think you are a child experiencing what the narrator experienced.

Unfortunately, technique isn’t everything. Don’t get me wrong, “To Reach Japan” was perfect! I also enjoyed “Amundsen” and “In Sight Of The Lake”. But the remaining seven short stories didn’t do the trick. They were okay, but I really expected more than just “okay”. While “To Reach Japan” was captivating and left me thinking, “Dolly” for example, left me indifferent.

As Alice Munro has won the Nobel Prize, I’m sure there are better short story collections out there. If life is like it is shown in Dear Life, it’s mostly dull, gray and tedious.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leichte Lektüre nach harter Arbeit, 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dear Life (Kindle Edition)
Nette Feierabendlektüre, nicht besonders anspruchsvoll, aber gute Unterhaltung. Wer zwischendurch einmal etwas Leichtes lesen will, ist da genau richtig. Nichts für Literaturfreaks.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wär' sie doch zum Psychologen gegangen..., 14. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich will kluge Analysen, intelligente Muster gezeigt und gangbare Lösungswege offenbart bekommen; in eine Geschichte gebettet, verpackt durch eine fesselnde, präzise, reichhaltige Sprache, welche Weisheiten nicht abstrakt, sondern griffig, gleichsam aber verlustlos begründet. Das ist schwierig. Das ist Nobelpreisanspruch.

Munros Geschichten lesen sich wie ein Selbsthilfegruppen-Besuch: viel Selbstbeschreibung, wenig wörtliche Rede anderer Figuren und daran gemessen wenig Handlung. Dabei erzählen sie nichts Lehrreiches und das nicht einmal spannend. Schon der Titel sagt genau so viel aus wie jede Story: nichts. Die deutsche Übersetzung des Titels ist ja wenigstens zweideutig.
Analytisch ist es nicht, atmosphärisch schon: langweilig. In ihren Grundaussagen unterscheiden sich die einzelnen Geschichten nicht.
Es gibt Leser, den Dear Life gefällt. Ich las in den obigen Rezessionen sinngemäß „lebensnahe Beschreibung“ oder „Leben und seine Probleme“. Das ist mir aber nicht genug. Die Deskriptive alleine reicht mir nicht, da kann ich auch einfach vor die Tür gehen, Menschen im wirklichen Leben kennenlernen, dafür brauche ich keine Buch-Parallelwelt. Gerade die Fiktion wäre doch geeignet mehr Essenz zu verpacken. Das macht Munro nicht – reale Lebensgeschichten haben da oftmals mehr zu sagen. Hier kann Munro nicht mithalten, selbst wenn man mit „intellektuellem Zugang“ auf „zwischenzeilige, metaphysische Ebenen“ bedacht, wohlwollend wünschenswerte, aber dennoch einzufügen versäumte Essenzen in dieses Werk hineininterpretieren möchte. Da gehe ich lieber vor die Tür.

Irgendwo las ich, dass Munro aus Langeweile zu schreiben begann, weil es nichts Besonderes auf dem Land für Frauen zu tun gab. Das merkt man auch. Daher sind nicht nur die letzten Kapitel autobiographisch. Insgesamt liest sich Dear Life wie ein Monolog vor einem Psychologen. Und zu diesem hätte sie auch gehen sollen, statt dieses Buch zu schreiben. Oder zumindest den Psychologen zu Wort kommen lassen. Nur der ist sicherlich eingeschlafen. Deswegen: Immerhin noch 1 Stern von mir, weil das Taschenbuch günstiger ist als Schlaftabletten. Dear Life hat also beste Voraussetzungen ein Schullektüre-Klassiker zu werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzgeschichten als Meisterwerk der Weltliteratur, 14. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dear Life (Taschenbuch)
Sehr gutes Buch, hervorragend geschrieben. In den Dialogen wird die lokal gesprochene Sprache verwendet, wodurch die einzelnen Geschichten eine packende Realität erhalten, sehr authentisch wirken. Die Komposition der einzelnen Kurzgeschichten, der einzelnen Kapitel sowie die des ganzen Buches ist meisterhaft. Der Inhalt ist der Mensch mit all seinen guten und weniger guten Eigenschaften und Neigungen. Der Ablauf der Ereignisse springt oft von alltäglichen plötzlich und unerwartet zu dramatischen Situationen, die unter die Haut gehen. Der Leser kommt in eine Spannung, er muss weiter lesen, weil er wissen will, wie das noch ausgeht. Ein höchst wertvolles, sehr empfehlenswertes Buch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen dear life promises more than the the catches of her lifeI feel as k of depth.'o, 22. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dear Life (Kindle Edition)
Personal, but too erratic not always as deep as Munro pretends implicitly to be. I like most the passage: what would be too heavy for fiction was reality in real life.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dear Life by Alice Munro, 30. Oktober 2013
Von 
Grace Dencker (Lübeck, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dear Life (Kindle Edition)
Alice Munro stories hardly need recommending. Although her stories are almost all set in Canada, they are immediately understandable in their "familiar" constructions, even when incidents might be specifically Canadian or Western.
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3.0 von 5 Sternen ..., 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dear Life enthält 14 Kurzgeschichten. Alle Stories spielen in Kanada, meist in ländlichen Gegenden. Munro's Hauptcharaktere, alle weiblich, erleben Krisen und müssen über diese Hinwegkommen.

Die Kurzgeschichten waren alle sehr interessant und die meisten auch gut, jedoch hat mich diese Sammlung nicht so sehr gepackt wie "Runaway".
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Dear Life
Dear Life von Alice Munro
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