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TOP 100 REZENSENTam 30. Mai 2014
Ein wenig Science-Fiction und etwas mehr Auftragskiller-Drama.
Die Science-Fiction Elemente übersieht man manchmal, weil sie nur das Umfeld darstellen (Städte, Fahrzeuge, Drugz) und erst beim zweiten Ansehen fielen mir die vielen liebevollen Details auf.
Joseph Gordon-Levitt spielt hervorragend den jungen Bruce Willis als Joseph Simmons, das wird besonders deutlich in den Szenen, in denen sie sich direkt gegenüber sitzen.

Richtig spannend ist die allgegenwärtige Frage "was ändert meine Entscheidung in der Zukunft" (vgl. "Butterfly Effect") und dies wird (manchmal erschreckend) im gleichen Augenblick dargestellt, weil durch die "Loops" Gegenwart und Zukunft direkt interagieren können.
Typisch für US-Filme ist natürlich, dass immer etwas Cowboy in die Protagonisten gemischt wird und die Zukunft an manchen Stellen eher an die 70er erinnert. Das wird sicher einige nerven, ist aber wohl nicht vermeidbar.
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am 3. September 2015
Im Jahre 2070+ kann jeder Mord zurückverfolgt werden. Da aber Zeitreisen möglich sind, können die Menschen in die Vergangenheit geschickt werden, wo sie von Auftragskillern – Looper genannt - eliminiert werden. In der fernen Zukunft regiert der "Regenmacher", der nach ca. 30 Jahren jeden Auftragskiller in die Vergangenheit schickt, um ihn töten zu lassen. Als ein Looper namens Joe eines Tages sein älteres Ich erschießen muss und nur einen Moment lang zögert, gelingt dem älteren Joe die Flucht. Letzterer plant, den "Regenmacher" zu töten, solange er noch ein Kind ist. Der jüngere Joe will seinem älteren Ich bei der Farmerin Sara auflauern, um ihn zu erledigen, weil er hofft, dadurch vom Kartell verschont zu werden.

Der Science-Fiction-Thriller "Looper" wartet nicht mit fliegenden Autos, futuristischer Architektur oder ungewöhnlicher Zukunftskleidung auf, sondern legt viel mehr Gewicht auf die Figuren und die etwas komplexe, aber relativ gut nachvollziehbare Handlung. Dass der Film in Deutschland erst ab 16 freigegeben wurde, wundert einen nicht, wenn man Szenen sieht, in denen die Finger eines Menschen nach und nach verschwinden, oder ein anderer mehrere Meter über dem Boden in der Luft schwebt und Blut verströmt, und genauso, dass das Thema Kindermord zum Gegenstand des Protagonisten wird.

Die durchgehende Spannung verdankt der Film meiner Meinung nach nicht nur den interessanten Einfällen wie Telekinese als nächster menschlicher Evolutionsschritt und der Action, die natürlich nicht zu kurz kommt. (An dieser Stelle seien das geradezu unheimliche Kind und die beeindruckenden Bild- und Tonaufnahmen erwähnt.) Vor allem die mehrschichtigen Hauptfiguren und die moralischen und philosophischen Fragen machen "Looper" echt interessant. So hasst z.B. der ältere Joe, der von Bruce Willis gespielt wird, seinen jüngeren Doppelgänger (Joseph Gordon-Levitt), weil dieser hauptsächlich an sich denkt und den Drogen verfallen ist. Dass aber beide keine Stereotype bedienen, sondern Charaktertiefe haben, wird spätestens im Verlauf des Films klar.

Es gibt zahlreiche Überraschungsmomente, und eines davon ist eindeutig der Schluss.
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am 19. Februar 2013
"Looper" ist ein recht ordentlicher und interessanter Sci-Fi-Thriller, welcher den Sprung aufs hohe Treppchen aber nicht schafft. Das Werk ist etwas komplex angelegt und in der Erzählform durchaus eigenwillig. Das Thema ist interessant, die Grundidee wirklich gut und die Ausgangslage macht definitiv Lust auf mehr. Die Story verläuft eher gemächlich und nicht immer schlüssig. Vor Logiklöchern und Ungereimtheiten bleibt man nicht verschont, wobei das beim Thema Zeitreise aber auch immer so eine Sache ist. Die Action ist passend, sie wird eher sparsam eingesetzt und die Spannung bleibt leider immer wieder mal auf der Strecke. Optisch ist das Ganze gelungen, auch wenn der Film in dieser Hinsicht nichts Besonderes ist, und man verzichtet hier auch weitestgehend auf einen richtig futuristischen Auftritt. Das Duo Willis und Levitt agiert solide, Emily Blunt dagegen bleibt etwas blass. Der heimliche Star des Films ist jedoch der kleine Junge Pierce Gagnon, welcher hier richtig auftrumpft und mit seinem Schauspiel den ein oder anderen Schock auslöst.

"Looper" ist interessant und funktioniert stellenweise auch ganz gut. Vollends packen vermag der Film aber nicht und man hätte hier mehr daraus machen können.

6 von 10
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am 26. Februar 2014
Here we go loopty loo
Here we go loopty li
Here we go loopty loo
All on a Saturday night
All on a Saturday night
All on a Saturday night

In the year 2042, Joe (Joseph Gordon-Levitt) has a unique profession as a “Looper”; he dispatches people from the future for the mob. After thirty years on the job a Looper is retired by being sent back 30 years in time to himself for the purpose of being dispatched. Older Joe (Bruce Willis) is fine with this until an inappropriate shot dispatches the love of his life. So now he must go back and correct the system by removing the person who made this shot possible.

Will he succeed yes or no? In either case what will be the outcome? Will younger Joe cow-down to his wishes or learn something from this experience? We watch this presentation and wonder what we would do if we were either Joe. We too must make decisions in life and this movie may help us or not in making those decisions. In any case it’s worth watching this movie at least a couple of times.

The story is really about relationships and choices. It is not really a sci-fi story about time travel. The time thing is just one dimension to help show the outcome of the choices we make.

The presentation even though having lots of action does not contain a lot of gratuitous gore. It also does not rely on a lot of CGI. There may be a tad too much background music but not enough to distract from the presentation.

There is a big logic flaw. I cannot go into detail without placing a spoiler. But the trigger that created the antagonist could not have happened the first time around in the loop. You not let this distract you from the purpose of the movie.

If you’re watching the streaming version then you’re going to miss the voiceover commentaries which in this case are just as good as the original presentation and give you an insight as to what they were trying to accomplish. Naturally I saw this in Blu-ray which is now old hat and does not change the story at all but does add to the viewing experience.
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am 7. Oktober 2012
Ich konnte mir unter dem Film zunächst überhaupt nichts vorstellen.

2044: Ein Mann steht im Feld, schaut auf seine Uhr. Vor ihm auf einer Plane erscheint aus dem Nichts ein Mann, der festgebunden ist und einen Sack über dem Kopf trägt und von ihm kaltblütig umgelegt wird. Die Leiche wirft er in die Müllverbrennung nachdem er Silberbarren von ihr abgezogen hat. Diese surreale Bilderreihenfolge wird von dem Täter Joe (Joseph Gordon-Levitt) schließlich erklärt, dass in 30 Jahren Zeitreisen kein Problem mehr darstellen, aber verboten sind. Es wird fünf Kartelle geben, die ihre Opfer in die Vergangenheit schicken, damit sie die Looper, die Killer, ausschalten können.

Irgendwann können die Täter jedoch ihre Taten nicht ausführen und so knallen sie sich manchmal selbst ab, haben aber noch eine 30jährige gute Lebenszeit vor sich. Schließlich taucht in der Zukunft der Regenmacher auf, der alle Kartelle unter sich vereint - im Alleingang und alle Looper ausschalten möchte.

Soviel zur Ausgangssituation. Der Film ist meiner Ansicht nach sowohl grandios als auch ärgerlich. Grandios, weil eine relative alte Grundidee von SF-Filmen, nämlich Zeitreisen, hier einmal anders dargestellt wird (obwohl man bei Bruce Willis hier teilweise auch an "12 Monkeys" erinnert wird. Außerdem spielt Joseph Gordon-Levitt hier die jüngere Version von Bruce Willis äußerst glaubwürdig. Im Übrigens kann man ihm auch das Aussehen seines Alter Egos durchaus abnehmen. Bruce Willis taucht hier übrigens eher selten auf, hat teilweise starke Momente (z. B. die Szene mit dem Kind, ich will keine Einzelheiten aufführen um das Vergnügen nicht zu versauen, aber die Szene hat es in sich und ich hätte nicht gedacht, dass ein Film dazu den Mut aufbringt, das konsequent durchzuführen), aber teilweise auch schwache Momente. Sprich: Bruce Willis macht, was er am besten kann: Massenweise Leute über den Haufen knallen ohne selbst eine Schramme (oder nahzu) abzubekommen. Die Motivation der "Helden" ist teilweise nachvollziehbar. Sie hinterlässt aber auch in dem übergeordneten Nebeneffekt folgende Frage: Was würde jemand machen, der die Möglichkeit hat, einen Übermenschen, der in der Zukunft äußerst üble "Säuberungsaktionen" durchführt schon im Kindesalter auszuschalten, wo man es noch könnte und kann man es überhaupt?

Leider wird der SF-interessierte Zuschauer am Ende des Films sich wieder - wie bei Zeitreisefragen üblich - den Kopf zermatern wie viele Paradoxa der Film in sich hatte. Äußerst intensiv spielt Pierce Gagnon in einer diabolischen Damian-artigen Rolle. Ich möchte nicht allzu viel über das Ende verraten, aber ich hatte mich die ganze Zeit gefragt, wie die das hinbekommen wollen, dass die Sache rund wird und nicht selten hatte man selbst bei dem Charakter den Wunsch die Type selbst auszuschalten...

Alles im allen: Rundum gelungen. Etwas weniger klischeehafter Bruce Willis, aber die Darstellung des jungen Alter Egos, die Handlung und auch die Zukunft an sich ist gut gestaltet. Von wegen Raumschiffe, alles super. Man hatte das Gefühl, dass es keine Ordnungsbehörden oder Polizei gibt. Man konnte einfach so Leute über den Haufen schießen, ein Großteil der Bevölkerung ist obdachlos oder gilt als Landstreicher, Drogen sind an der Tagesordnung, die selben alten Fahrzeuge mit dem Versuch, den Tank irgendwie umzubauen, Straßenzüge sehen aus wie nach Endzeitstimmung.
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am 22. Juni 2016
Also ich muss sagen der Anfang war nicht so toll aber es wurde immer spannender am Anfang hätte er nur 1 Stern von mir bekommen aber dann 4 Sterne ich finde man sollte den Film anschauen
Mit Joseph Gordon-Levitt, Bruce Willis & Emily Blunt
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am 10. Januar 2016
Man kann ihn schon EINMAL schauen. Unterhaltsam fand ich ihn bis zum Ende.
Nachdem ich das Ende gesehen hab, dachte ich mir dann allerdings ... ich will meine Zeit wieder haben.

Der Film stellt Regeln auf, nach denen die Zeitreisen funktionieren und hält sich dann in wichtigen Passagen selber nicht daran. Das ist sehr frustrierend und daher für mich ein schlechter, aber teilweise unterhaltsamer Film.
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am 23. Juni 2016
Haben mehr erwartet. Trailer klang echt gut - der Film war leider eine Enttäuschung. Aufgebaute Spannung konnte nicht aufrecht erhalten werden.
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am 27. Dezember 2014
Die Story ist so gut, dass ich mir das als Serie wünsche! Ich finde diesen Film zu kurz für diesen Inhalt. Statdessen haben die daraus einen unterhaltsamen, interessanten relativ einfach zu verstehenden kurz und knackigen genre-mix Film gemacht. Eine wirklich schöne Bildsprache mit so einigen gestalterischen "Zitaten": Der Film ist eine Art Cocktail, sehr lecker aber!

Ich sehe nirgends igendwelche Logikfehler. Außer die allgemeinen logischen Herausforderungen, die eine Annahme einer Zeitreise halt so stellt, gibt es keine "Logikfehler". Man erwartet, dass man annimmt, Zeitreisen wären möglich. Mehr verlangt der Film erstmal nicht.

Bevor man negative Kritik schreibt, sollte man vielleicht sicher sein, dass man den Film auch tatsächlich verstanden hat :D
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am 26. Februar 2013
Joe ist ein Looper und entsorgt als solcher für seine Auftraggeber aus der Zukunft ohne Nachfragen jeden, der ihm per Zeitreise vor seine Flinte gesetzt wird. Vom so verdienten Silber lebt er in einer Welt, in der die Schere zwischen Arm und Reich extremer denn je ist ein angenehmes Leben und spart, um sich eines Tages in Frankreich niederlassen zu können, wo er sich ein erfüllteres Leben erhofft – wie genau das aussehen soll scheint er selber nicht so genau zu wissen. Als er eines Tages seinen „Loop schließen“, also Alter Ego aus der Zukunft verschwinden lassen soll, versagt er und sein Leben gerät aus den Fugen, denn – nur so viel möchte ich verraten – dieser ist nicht zum Sterben dort, sondern macht dem jungen Joe das Leben schwer, indem er versucht seine Zukunft zu ändern.

Rian Johnson macht mit Looper vieles anders als seine Genrekollegen: Statt mit Dauerfeuer und Effektregen wird eine einfache Prämisse intelligent ausgestaltet und mit kreativen und glaubwürdigen Überlegungen zum Thema Zeitreisen in einer düsteren Zukunft verankert. Es wird auf aufgesetzt wirkende Erklärungen verzichtet, es gibt keine Flashbacks, die den Zuschauer mit der Lupe auf eine Wendung hinweisen oder anders gesagt: Man muss mitdenken! Das ist Fluch und Segen zugleich, denn zum einen hasse ich es das Gefühl zu haben, eine Szene sei nur dazu da, mir etwas zu erklären, was ich mir schon selber gedacht habe. Zum anderen ist Looper zwischendurch so komplex, dass ich mit dem Entwirren des Gesehenen nicht ganz hinterher gekommen bin. So springt die Story zum Beispiel auch ein Mal in das Leben des alten Joes aus der Zukunft und zeigt wie er seinerzeit seinen Loop geschlossen hat, bevor er 30 Jahre später in der Geschichte unseres jungen Joes wieder auftaucht – darauf muss man erstmal kommen!

Die düstere Atmosphäre von Kansas im Jahr 2044 wird durch die Schauplätze und zum Beispiel durch die allesamt aus der heutigen Zeit stammenden aber mit Solarzellen nachgerüsteten Autos glaubhaft eingefangen, ich hätte mir aber gewünscht noch etwas mehr darüber zu erfahren, wie die Welt die wurde, die sie ist. Gleiches gilt für die Figur der Rainmakers, deren Taten zwar erwähnt werden aber die Motivation des alten Joes etwas dünn erscheinen lässt. Sie bleibt jedoch nicht unreflektiert, denn Bruce Willis‘ Schauspiel und die Inszenierung betonen den Konflikt zwischen der Notwendigkeit von „Old Joes“ Handeln und allgemeiner Moral – über den Verlauf des Films fand ich mich mal auf der Seite des jungen und mal auf der des alten Joe wieder.
Actionszenen sind seltener als der Trailer erahnen lässt aber schön in Szene gesetzt und ziemlich kompromisslos was Gewalt angeht.

Die finale Wendung ist gelungen und hat mich wirklich überrascht, nach der letzten Szene machte sich aber zunächst leichte Ernüchterung breit, weil ich gehofft hatte das Ende würde noch einmal den ganzen Film auf den Kopf stellen, wie es einst Inception so toll hinbekommen hat. Das i-Tüpfelchen fehlt also, dennoch ein super Film für alle, die gerne mitdenken und nach dem Schauen gerne mit den „Mitguckern“ diskutieren.

Wer sich für die Bild- und Tonqualität der BluRay interessiert: Bildrauschen ist mir in keiner Szene besonders aufgefallen, ich habe aber schon schärfere BluRays gesehen - gerade die Panoramaaufnahmen auf der Farm sind etwas unscharf. Der Ton hingegen ist super - es rumst und wumst ordentlich!

P.S.: Wer möchte kann sich natürlich an Unstimmigkeiten bezüglich Zeitreise und Co. aufhängen und behaupten der Film sei unlogisch, aber das gilt ja für den Großteil der Filme, die je gemacht wurden. Wer sich im Internet umschaut wird einige sehr aufschlussreiche Interviews mit dem Regisseur finden, in denen er erklärt nach welchen Regeln er den Film und die Zeitreisenlogik aufgebaut hat – ein völlig legitimer Schritt, wie ich finde, denn letztendlich weiß ja niemand genau wie es funktioniert.
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