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am 28. September 2013
Die exklusive Sammlerbox Hamburg damals 1945-1995" vereint 50 Jahre Hamburger Stadtgeschichte auf sechs DVDs so umfassend wie noch nie. In einer redaktionellen Kooperation von NDR Fernsehen, Studio Hamburg und Hamburger Abendblatt ist eine bewegte Zeitchronik zwischen Ende des zweiten Weltkrieges und Anfang der Wiedervereinigung entstanden, sicher einige der spannendsten Jahrzehnte in der über 1000-jährigen Stadtgeschichte. Unter dem Motto Zeitgeist - Ereignisse - Erinnerungen" sind bei den insgesamt zehn Stunden Gesamtspielzeit auch zwei bisher unveröffentlichte Folgen enthalten. Geboten wird mehr als ein nostalgischer Rückblick. Im NDR-Archiv wurden auch ganz besondere Geschichten der Stadt und ihrer Bewohner entdeckt. So liegen oft Freude und Leid dicht beieinander. Neben den vielen anonymen fleißigen Hamburgern, die etwa nach dem Krieg tatkräftig am Wiederaufbau ihrer stolzen Heimatstadt mitgewirkt haben, sind auch viele prominente Zeitzeugen zu sehen und hören, die diese Jahre erlebt und mitgeprägt haben, darunter Loki Schmidt, Chris Howland oder Uwe Seeler. Durch diese hautnahen Eindrücke wird das halbe Jahrhundert Stadtgeschichte lebendig und greifbar, als wäre alles gestern erst geschehen.
Die ersten Nachkriegsjahre waren auch in der Hansestadt geprägt von Trümmern, Wohnungsnot, Hunger und Elend. Mit eindrucksvollem historischem Filmmaterial, teilweise erstmalig in dieser Produktion zu sehen, zeichnet Autor und Regisseur Christian Mangels ein eindrucksvolles Bild der frühen Nachkriegszeit. In Hamburg blieben nur 20 Prozent aller Wohnungen unzerstört, etwa 45.000 Menschen wurden Opfer des verheerenden Luftkriegs. Schwarzmarkt und Demontage, Kohlenklau und Carepakete sind die typischen Begleiterscheinungen dieser Zeit. Unter britischer Besatzung erfolgt der politische Neuanfang. Demokratische Parteien und Gewerkschaften werden zugelassen, die britische Militärbehörde genehmigt die Herausgabe einer freien Presse, und mit dem NWDR entsteht der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Das ist ein Grund dafür, dass Hamburg bis heute die führende Medienstadt in Deutschland ist. Mit Währungsreform, Marshallplan und Wirtschaftswunder sind die entbehrungsreichen Jahre dann endlich vorbei. Die historischen Filmbeiträge schildern auch das Leben ganz normaler Menschen. Der Alltag einer Straßenbahnschaffnerin, die Einsätze der ersten Funkstreifenwagen oder der Besuch in einem Kindergarten sind ebenso Thema wie Schallplattenaufnahmen des NWDR-Tanzorchesters. Ferner gibt es Einblicke in die Filmproduktion beim späteren Studio Hamburg und der Zuschauer erlebt, wie die Stadt an der Elbe sich als Reiseziel präsentiert. Mit viel Fleiß bauen sich die Hamburger aus den Trümmern des Krieges eine neue, moderne Metropole. Diese Zeit ist die Ära von Peter Frankenfeld und Gustaf Gründgens, die Stadt erlebt Staatsbesuche von Soraya und Nehru sowie spektakuläre Auftritte von Bill Haley und Lionel Hampton und den Protest gegen die Atombewaffnung.
In den 1960er Jahren ist die Metropole im Umbruch und die Wirtschaft blüht bei Vollbeschäftigung. Moderne Hochhäuser wie das neue Polizeipräsidium am Berliner Tor oder das Unilever-Hochhaus am Dammtorwall entstehen, alte Gebäude und Viertel müssen dafür weichen. Irene Koss führt als eine der bekanntesten Fernsehansagerinnen Deutschlands durch das TV-Programm, Studio Hamburg wird gegründet und NDR 2 geht auf Sendung. Ostermärsche und die Spiegel"-Affäre sorgen für gesellschaftliche Kontroversen. Die schreckliche Sturmflut von 1962 ist eine große Herausforderung besonders für den damaligen Innensenator Helmut Schmidt. Die noch kaum bekannten Beatles" beleben die U-Musikszene im neu eröffneten Star-Club, später wecken Studentenproteste und Staatsbesuche des Schah und der britischen Königin Elisabeth II. die Aufmerksamkeit der Chronisten. Im Hamburger Hafen wird 1968 das erste Vollcontainerschiff abgefertigt. Das beginnende Containerzeitalter verändert Arbeitsabläufe und Arbeitsbedingungen an den Kais grundlegend.
In den 1970er Jahren prägen Udo Lindenberg und die Rentnerband einen neuen Musikstil. Moderne Architektonik wandelt das Stadtbild, das Congress Centrum Hamburg (CCH) und die Alsterschwimmhalle setzen Akzente, unter der Binnenalster werden U- und S-Bahn-Gleise verlegt und die Köhlbrandbrücke wird gebaut. Die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) beschert Hamburg 1973 ein Blütenmeer und lockt Touristen aus aller Welt an die Elbe. Aber auch an weniger Erfreuliches wird erinnert, denn Bombenanschläge, Großfahndungen, Polizistenmord, Verhaftungen und der Baader-Meinhof-Terrorismus erschüttern auch Hamburg. 1974 gibt es im Volksparkstadion den historischen Sieg der DDR gegen die BRD während der Fußball-WM. Neue Großprojekte verändern die Verkehrsinfrastruktur. Der neue Elbtunnel und der Elbe-Seiten-Kanal werden freigegeben, und bei Maschen öffnet der größte Rangierbahnhof Europas. Wehmütig verabschieden sich die Hamburger von der Straßenbahn. Weitere Schlagzeilen machen Anti-Atomkraft-Proteste in Brokdorf, Sturmflut 1976 und Schneekatastrophe im Winter 1979.
Die 1980er Jahren präsentieren einen modern umgestalteten Rathausmarkt und viele neue Einkaufspassagen. Mit der Grün-Alternativen Liste" zieht eine neue Partei ins Rathaus ein. Großveranstaltungen wie der Evangelische Kirchentag oder Massendemonstrationen gegen Atomraketen mobilisieren Hunderttausende. Krisen erschüttern die Hamburger Morgenpost, den Wohnungsbaukonzern Neue Heimat oder die Werftindustrie. Der Hamburger Sportverein ist auf dem Höhepunkt seines Erfolges, er gewinnt den Europacup der Landesmeister und wird wiederholt Deutscher Meister. Aber auch weniger Erfreuliches wie Häuserbesetzungen in der Hafenstraße erwecken bundesweite Aufmerksamkeit. Die AIDS-Seuche bedroht das Sex-Geschäft in St. Pauli. Kurz nach der Feier des 800. Hafengeburtstages öffnet sich die DDR-Grenze mit den oft gezeigten bewegenden Begegnungen. In den 1990er Jahren gibt es Erinnerungen an die Feier zur deutschen Einheit vor dem Rathaus, Proteste gegen den Golfkrieg, Auseinandersetzungen um den Mercado-Bau" in Ottensen, die Neubauten des Verlagshauses von Gruner & Jahr und des Flughafen-Terminals sowie die Wahl der ersten Bischöfin in der evangelisch-lutherischen Kirche.
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Hamburg Damals 1945-1995 - 50 Jahre Stadtgeschichte

Seit dem Jahr 2002 zeigt die beachtenswerte Dokumentationsreihe "Hamburg Damals", ebenso faszinierend wie lebendig dargestellt, nordisch geprägte Zeitgeschichte im Wandel der Zeit über Jahrzehnte.
In der Vergangenheit wurden bereits einige DVDs mit Episoden der Reihe in verschiedensten Aufmachungen verlegt. Erstmals kommen, mit der nun hier vorliegenden und in einer Zusammenarbeit des "Hamburger Abendblatt" mit dem "Studio Hamburg Enterprises" an den Start gebrachten Edition, alle zehn der zwischen 2002 bis 2010 erstmals im TV gezeigten Folgen der Reihe, in einer exklusiven DVD-Box zur Veröffentlichung.

Dabei bietet die Dokumentationsreihe "Hamburg Damals", von den sechs DVDs bei dieser Veröffentlichung, vielmehr wie nur eine nostalgisch geprägte Reise mit einem Blick zurück in vergangene Zeiten. Buchstäblich lässt die Reihe das Lebens-und Zeitgefühl von insgesamt fünfzig Jahren Hamburger Stadtgeschichte, mit all seinen zahlreichen Facetten, auferstehen und holt es hin in die eigenen vier Wände.

In ebenso fesselnder wie auch informativer und dabei stets höchst unterhaltender Art werden die Geschehnisse wie auch Entwicklungen Hamburgs, beginnend nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, bis hin in das Jahr 1995, in bewegenden Bild- und Tondokumenten gezeigt.
Zum Teil kommen dabei erstmals im Rahmen dieser Reihe gezeigte Aufnahmen zur Ansicht. Das Ganze bietet in seiner Berichterstattung nicht nur politisch prägnante Punkte der Geschichte, sondern vermittelt auch das ganz private Lebensgefühl und den Alltag der Menschen und Gäste Hamburgs.

Neben Aufnahmen aus den Archiven des Norddeutschen Rundfunks kommen auch zahlreiche Prominente und das Antlitz Hamburgs mit prägende und auszeichnende Zeitzeugen zu Wort. Namen wie die von Udo Lindenberg, Jan Fedder, Loki Schmidt oder auch Uwe Seeler und Klaus von Dohnanyi können hier und an dieser Stelle nur stellvertretend für die vielen in dieser Reihe zu Wort kommenden genannt werden. Mir gefiel dabei besonders, dass diese Kommentare stets sehr persönliche Erlebnisse und Erinnerungen wiedergaben und sich dadurch gut in das Gesamtkonzept der Reihe einfügen, ohne deren Kurzweiligkeit und Fluss zu unterbrechen.

Jetzt in dieser Rezension alle der von den sechs DVDs gezeigten Ereignisse der dokumentierten fünfzig Jahre Stadtgeschichte detailliert aufzuführen, ist einfach unmöglich. Selbst beim Ansehen der einzelnen DVDs war ich überrascht über die Vielfalt und der trotz zumeist knackiger Kürze ins Detail gehenden Berichterstattung der einzelnen Beiträge. Es ist erstaunlich, wie viel man inzwischen schon wieder von dem vergessen hat, was einst so viele Menschen beschäftigte und oft die Gemüter erregte.

Die hier vorliegende Veröffentlichung schafft es aber nicht nur mit deren von den DVDs zu erlebenden Inhalten zu überzeugen, sondern ist auch in ihrer Aufmachung ein wahrer Hingucker. Die insgesamt sechs DVDs finden sich jeweils zu zweit, leicht versetzt übereinander liegend, in drei Klarsichteinlegern eines Digipacks. Dieser ist in seiner Aufmachung und Gestaltung, mit deren blätterbaren Inlets, ähnlich einem Buch aufgemacht. Auf den Rückseiten bzw. Gegenüber der Einleger finden sich, aufgelistet in Textform, die in den Beiträgen einer jeden DVD gezeigten jeweiligen Themen und Ereignisse des entsprechenden Jahres. Zur Aufbewahrung des Digipack gibt es einen sehr stabilen und in seiner Gestaltung stimmig passenden Pappschuber auf Hartpapierbasis ohne FSK-Hinweis.

Die Gesamtlaufzeit aller sechs DVDs wird auf dem Cover mit in etwa 600 Minuten angeführt. Schön ist, dass man für die DVD-Veröffentlichung das Original-Format der Filmbeiträge beibehalten hat und hier nichts beschnitten oder künstlich aufgezoomt wurde. So zeigt sich das Bild dann auch größtenteils, bis auf wenige Ausnahmen, im 4:3 Seitenformat. Die Qualität ist entsprechend dem Produktionsdatum und damaligen technischen Möglichkeiten, passend den jeweiligen filmischen Beiträgen.

Die mit einigen Animationen und zu hörender Hintergrundmusik gestalteten DVD-Menüs sind übersichtlich und einfach bedienbar gestaltet. Neben der Möglichkeit, alle der pro DVD bis zu zehn Jahresfolgen auf einmal über "Alles Abspielen" zur Wiedergabe zu bringen, können auch einzelne Folgen direkt angewählt und gestartet werden. Sehr gelungen finde ich dabei, dass nach der Auswahl einer einzelnen Jahresfolge, in einem weiteren Menü alle in dieser Episode zu sehenden Beiträge in Textform aufgezeigt und auf Wunsch direkt zur Wiedergabe gestartet werden können. Die DVD-Menüs zeigen sich so stets wunderbar übersichtlich.

Tonbewertung:

Größtenteils ist in den Dokumentationen der stets deutsche Originalton der einzelnen Beiträge und Sendungen im Format Dolby digital 2.0 zu hören. Die Verständlichkeit ist dabei stets gegeben und es fallen nur hin und wieder einige kleinere und kaum erwähnenswerte altersbedingte technische Unzulänglichkeiten auf. Sehr gelungen empfinde ich, dass der Originalton Hauptbestandteil in den Episoden bleibt und dieser nicht durch nachträglich bei der DVD-Erstellung hinzugefügte Anmerkungen und Kommentare überlagert wird. So fügen sich die ergänzenden Wortbeiträge von Sprechern wie zb. Jürgen Holdorf oder auch Stella Jürgensen, angenehm harmonisch mit in das Ganze ein. Untertitel für Hörgeschädigte oder auch Gehörlose werden nicht von den DVDs der vorliegenden Box angeboten.

Gesamteindruck:

Die Annahme der hier von Christian Mangels, dem Macher der Reihe ausgesprochenen Einladung hin zu einer Zeitreise über fünfzig Jahre Stadtgeschichte Hamburgs, zeigt sich für den Zuschauer als äußerst lohnend und beeindruckend. Zehn Stunden ebenso faszinierend wie fesselnd und informativ aufgezeigte Geschichte einer Stadt und norddeutschen Ära von 1945 bis hin in das Jahr 1995. Eine insgesamt grandiose Dokumentionsreihe mit dem spürbaren und erlebbaren Zeitgeist und Gefühls jener Jahrzehnte, von der großen Politik bis hin in den Lebensalltag seiner Menschen. Eine ohne Einschränkungen zu empfehlende Veröffentlichung des "Hamburger Abendblatt" mit dem "Studio Hamburg Enterprises".
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am 11. Juni 2014
Endlich eine Doku, die die Geschichte Hamburgs von 45 bis 95 im modernen Gewand erlebbar macht. Endlich auch im 16:9 Format!
Ich habe, glaube ich, alle Dokus über Hamburg gesehen, aber das hier ist Spitze!
So sieht eine moderne Doku aus, Unbedingt kaufen, besser geht es nicht!
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am 28. März 2013
Gute Geschenk-Idee,
Hamburg sehr interessant zusammengefasst, Zeitgeschichte pur, wer sich für Hamburg und mehr interessiert,
Interessante Zusammenfassung, gern zum Weiterempfehlen
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am 22. August 2015
Interessante Geschichte der Stadt Hamburg in den 50 Jahren nach Beendigung des Kriegs. Empfehlenswert als Erinnerung für all die, die diese Zeit mitbekommen haben, aber auch für diejenigen, denen Hamburg gefällt und die, die mehr über die Historie erfahren möchten.
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am 29. Februar 2016
Eine Dokumentation die alle Bereiche des heutigen Lebens abdekt: Politik, Wirtschaft, Technik, Kunst, Kultur, Mode, Film, Musik, Sport, Architektur ect. Sie gibt jedem Jahrzehnt ein eigenes Gesicht und ist so, wie eine Dokumentation über die Jahrzente sein sollte.
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