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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit viel Liebe zur Musik ausgewählt!, 10. September 2012
Von 
Caliban (Süddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ravel - The Complete Edition (Audio CD)
Nicht wenige Leser dieser Zeilen werden bereits eine Ravel-Sammlung besitzen. Mir ging es vor dem Kauf nicht anders. Doch hatte ich weder die Lieder noch die CD mit den drei Rom-Kantaten. Gemessen am ursprünglich hier geforderten Preis, der mittlerweile wohl noch etwas gestiegen ist, war die Sammlung allein schon aus dieser vordergründigen Sicht einladend. Insgesamt besticht sie durch ein sehr hohes Niveau und gibt zumindest das mir bekannte Werk Ravels lückenlos wieder:

CD 1: Die frühen Klavierwerke und der Tombeau de Couperin mit Thibaudet. Thibaudet ist für mich d e r moderne Ravelpianist, was sich auch vorliegend bei der Interpretation der Jeux d*'Eau oder bei der Sonatine von 1905 bewahrheitet. Ich hätte gerne auch das gesamte Klavierwerk in seiner Interpretation genommen. Aber zum Charakter der vorliegenden Werkauswahl zählt wohl, dass verschiedene Künstler mit klassischen Aufnahmen zum Zug kommen.

CD 2: Die Valses nobles mit Argerich, die Miroirs mit Pierre-Laurenz Aimard und der Gaspard de la nuit mit Pogorelich. Gerade den überaus virtuosen Gaspard de la Nuit gibt es ironischerweise auch in einer schönen Aufnahme mit Argerich und einer in Frankreich sehr beliebten mit Aimard. Dass hier Pogorelich ausgesucht wurde, hat dennoch seinen Sinn, weil er eine der virtuos brillantesten, klanglich schönsten und in den beiden letzten Bildern auch dämonischsten Interpretationen vorlegt. Die Valses sind bei Argerich ebenfalls sehr gut aufgehoben; die teilweise massiven Akkorde geht sie mit großem Schwung und nie grob an. Aimard kommt mit den Miroirs fast ein wenig zu kurz. In der Alborado del gracioso kann er jedoch seine außergewöhnliche Anschlagskultur demonstrieren.

CD 3: Hier finden sich Werke für 4 Hände und für 2 Klaviere, ua. Ma Mère l'Oye (Pascal & Dénise Rogé) und Rapsodie Espagnole (Vladimir und Vovka Ashkenazy). Auch ein Arrangement der Nocturne von Debussy für zwei Klaviere, das ich nicht kannte, aber interessant die Stimmen des Originals herausarbeitet findet sich hier.

CD 4: Werke für Violine und Klavier wie etwa die Violinsonate und die Tzigane mit Chantal Juillet und Pascal Rogé sowie die Cello-Sonate mit Truls Mori und Rogé

CD 5: Das Streichquartett von 1903 in der Interpretation des Melos-Quartetts ist ein echter Höhepunkt der gesamten Edition. Hören Sie nur in den ersten Satz hinein und Sie werden wissen, was ich meine. Das Werk verkörpert bereits den vollen Ravel-Stil der mittleren Zeit und wird hier in seltener Wärme und viel Sinn für den zurückgenommenen, sanft musikalischen Tonfall gegeben. Dies gilt auch für das ebenso berückende Klaviertrio mit dem Beaus Arts Trio.

CD 6: Hier beginnt das Liedwerk. Für mich persönlich stellen diese Werke den Höhepunkt dieser Edition dar. Denn sie decken den ganze Ravelstil ab. Die 3 poèmes de Malarmés gibt es hier mit einer kammermusikalischen Begleitung (Nash-Ensemble); auf einer späteren CD folgt die Orchesterfassung. Die Werke sind einer sehr sensitiven Fin-de-Siècle-Stimmung gehalten und insoweit von berückender Schönheit. Die Interpretation von Felicity Palmer ist schlicht umwerfend. Dann aber folgen Lieder im kindliche naiven und volksliedhaften Ton (Histoire Naturelles, 5 mélodies populaires grecques usw.) ebenfalls mit Felicity Palmer. Schließlich ist auch Cecilia Bartoli mit den Mélodies hebraiques und den chants populaires zu hören (begleitet von Myung Wun Chung).

CD 7 bringt viele Einzellieder mit Klavierbegleitung. Es handelt sich um ältere Aufnahmen mit Souzay, aber auch neuere Interpretationen.

CD 8 beinhaltet Orchesterlieder wie die Shehrazade (mit Ouvertüre). Hier kommen die 3 poèmes de Mallarmé wieder, diesmal mit Suzanne Danco (ebenfalls klasse). Und eine prächtige Zugabe stellen die Trois Chansons mit dem Monteverdi Choir unter Gardiner dar.

CD 9: Daphnis et Chloé mit Dutoit, sicher eine der schönsten Aufnahmen des Werks

CD 10: Das Klavierkonzert in G-Dur mit Argerich (aber hier gibt es natürlich auch Michelangeli) und das Klavier für die linke Hand mit Beroff. Den Tombeau de Couperin und die Valses nobles et sentimantels mit Abbado (sehr schön).

CD 11: Orchsterwerke mit Dutoit: Bolero, Alborado, Ma Mère l'Oye, Barque und Rapsodie espagnole. Dutoit und das Symphonieorchester Montréal haben hier Maßstäbe gesetzt.

CD 12/13: Die beiden Opern L'enfant et les sortilèges und L'heure espagnole mit Maazel. Beide Einspielungen, der nicht sofort zugänglichen, aber absolut lohnenswerten Werke gelten als klassische Referenz. Eine gelungene Alternative stellen die beiden Einspielungen mit Previn - hier L'enfant Ma mere l'oye / L'Enfant et les Sortileges - dar. Besonders lobenswert: Die Texte befinden sich im Booklet!

CD 14: Das Schmankerl für mich persönlich: die drei Rom-Kantaten von Ravel. Diese Platte hatte ich bei ihrem Erscheinen verpasst; sie wurde mittlerweile für Liebhaberpreise über dem Gesamtpreis der vorliegenden Edition gehandelt. Die Werke sind in einem an Wagner erinnernden Stil gehalten und verblüffen durch einen opernhaften, teilweise an Puccini gemahnenden Stil. Alle drei Werke sind hörenswert und auch hier finden sich die Librettotexte im Booklet.

Insgesamt eine hervorragende Auswahl.
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5.0 von 5 Sternen "Die größte Kraft auf der Welt ist das Pianissimo." (Maurice Ravel,, 29. Januar 2009
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Best Of - The Best Of Ravel (Audio CD)
Maurice Ravel (1875-1937) trug in der Pariser Musikwelt mit seinen gefälligen, präzisen, aber höchst eigenständigen Kompositionen dazu bei, der französischen Musik den Weg ins 20. Jahrhundert zu ebnen.

Um einen ersten Eindruck von diesem Künstler zu erhalten empfiehlt es sich die vorliegende CD zu hören. Dem Begleittext sind die Interpreten nicht zu entnehmen, was dem Hörgenuss allerdings keinen Abbruch tut. Die Klangqualität ist gut. Die Interpretation der Stücke stellt mich mehr als zufrieden.

Bolero ist wohl sein bekanntestes Orchesterwerk. Dem Bolero liegt eine einzige Melodie zugrunde, die sich in zwei Teile gliedert und durch ein ausgedehntes Crescendo immer wieder wiederholt. Die einzige Veränderung besteht im Umfang der Besetzung und in wechselnden Klangfarben des Orchesters. Sogar der Begleitrhythmus und die Tonart ändern sich nicht. Es ist ein Experiment über das Anwachsen von Spannung. Ein faszinierendes Werk von sonderbar hypnotischer Wirkung.
Der 4. Satz der "Rhapsodie espagnole" ist ein sehr lebendiger Satz. "Feria" ist ein spanisches Straßenfest. Der Satz beginnt ruhig. Harfe und Piccolo, eine ästhetische Kombination, kündigen ein federleichtes rhythmisches Schwingen an. Dies führt weiter zu einer Fanfare aus Tonrepetitionen. Dann baut sich ein großer Höhepunkt auf, der mit viel Schlagzeug und schwerem Blech verstärkt wird. Eine sorglose Tanzmelodie unterbricht diese Stimmung. Sie wirkt besonders temperamentvoll, wenn sie in den schmetternden Hörnern zu hören ist.

Wieder wächst die Aktivität, die Dynamik schwillt an, bis der Tutti - Höhepunkt wiederkehrt.

Diesmal sinkt er in sich zusammen, die feiernden Leute scheinen sich zu verstreuen. Plötzlich erklingt der Kontrabass eine Figur, bei der man meint, ein betrunkener würde über die Szene torkeln.. Die Seufzer der Violinen scheinen seinen Kater musikalisch zu illustrieren. Ein mitfühlendes Englischhorn tröstet ihn mit einer weiteren matten Melodie.

Nun kehren die Stimmung und das viertönige Motiv des Prélude wieder. Doch längst sind auch die Nachtschwärmer wiedergekehrt. Sie werden in den Streichern angekündigt und singen ihre inzwischen vertrauten Lieder. Es folgt ein noch heftigerer Höhepunkt, der den insgesamt freundlichen Charakter des Satzes zu sprengen droht. Ein abschließender Wirbelwind bringt die "Rhapsodie espagnole" zu einem ungestümen, faszinierenden Ende.
Beeindruckende Klänge.

Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Empfehlenswert.
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6 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ravel pur, 24. November 2003
Von 
Marian (Stuttgart Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Best Of - The Best Of Ravel (Audio CD)
Ravel pur: Erleben sie Maurice Ravels schönste Stücke.
Wunderbar in Szene gestzt von verschiedenen Künstlern.
Diese Aufnahme ist eine der besten die ich kenne.
nicht nur für Ravel Liebhaber ist diese CD ein Muss, auch jeder andere wird sie gern haben.
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