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Kundenrezensionen

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am 10. Januar 2013
Muse sind ein exzellentes Trio nach vergleichbarem man sich auf langwierige Suche begeben müsste. Besonders Matthew Bellamy zeichnet den Sound der Briten mit seiner endlos charismatischen und vielschichtigen Stimme. Muse wussten von Beginn an immer darum das Korsett nicht zu eng zu schnüren und die volle Bandbreite von treibenden Grooves, traurig balladeskem Gefilde, Dynamik und Virtuosität über mehrstimmige Höchstleistung bis hin zu Philharmonie-getränkten Streicher-Klavier-Kompositionen auszuschöpfen. Stets mit einzigartigen Klangflächen, interessanten Arrangements und der Gabe exzellent auf eine ganz eigene Weise zu klingen. Man möchte sagen speziell, doch nicht im negativen Sinne – gewöhnungsbedürftig ja, ohne Frage -, nein vielmehr wurde von Sekunde null an beinahe ungestüm (aber erfolgreich wie man sieht) mit Wert auf das Originelle gearbeitet. Die Briten haben ihren eigenen Sound kreiert und haben und sich von Rundling zu Rundling nicht auf der Stelle gedreht sondern konsequente Veränderung und Flexibilität versprüht. Schlechten Wiedererkennungswert vermochte man ihnen dennoch nie zu attestieren.

Genug des Lobgesangs, kommen wir zu der neuen Langrille: "The 2nd Law".
Bei aller Finesse, Musikkunst und Brillanz. Dieser Entwicklung möchte man es (natürlich meiner Meinung nach) verbieten sich "Weiterentwicklung" zu nennen. Selbstredend: Neue Sounds, neues Klangbild, neue Abwechslung, neuer kreativer Musikgeist und der Wiedererkennungswert bleibt dennoch erhalten. Doch würde man Bellamys Organ nicht auch als "Muse" erkennen wenn seine Stimmgewalt sich neuerdings über die Klänge des Reggaes erstrecken würde? Hier sind es indessen eben zu groß aufgetragene Symphonie-Passagen und Elektrosounds in aller Vielzahl.
Was mich bei "Black Holes And Revelations" und "The Resistance" noch auf wundersame Weise wahrlich überraschend vom Hocker hauen konnte endet mit diesem Album für mich persönlich bei einem Muse-Kosmos welcher sich als Irrgarten entblößt. Kritik geht mir allerdings mitnichten allein wegen dieser kompletten Elektro-Kitschsound-Neustrukturierung über die Lippen sondern vielmehr weil sich das Trio hier leider schwer tut die Dauerbenutzung (es sind inzwischen nicht mehr nur Einsprengsel) dieser neuartigen Elemente in ihren Sound zu integrieren.

Beispiel "Follow Me". Sehr typische Eröffnung für einen Muse-Song, ein echtes Schmankerl für die Ohren, beim Refrain angelangt dröhnt jedoch ein seltsam Dubstep-lastiger Electro-Beat aus den Boxen. Jetzt auch noch Dubstep auf "The 2nd Law"? Grundsätzlich spricht das nicht gegen meinen Geschmack (im Gegenteil, ich mache selber Electro-Musik), aber es erweist sich in dieser Kombination als unpassend. Ebenso "Madness". Die Gesamtgesangliche Leistung kann hier einmal mehr positiv unterstrichen werden (ausgenommen dem Fremdscham erzeugenden "Ma-ma-ma-ma-ma-ma-ma", welches auf den Titel hinsprechen soll), auch das Songwriting ist angenehm balladesk und ansprechend, negativ polarisierend und Vorzeigesong ist "Madness" für mich weil einzig ein paar ungewohnt dämliche Pop-Ideen und der elektrische Kommerzdrang unangemessen auf den Sound wirken. Tolle Ansätze sind generell häufig vorhanden, vermögen es allerdings trauriger weise selten sich richtig zu entfalten.
Einzig "Animals" (treibend aber angenehm ruhig) und "Big Freeze" (quasi der Bahnbrecher der Scheibe) betrachte ich als wirklich hörenswert. Bevor ich hier mit zu vielen Unkenrufen geschockt habe möchte ich außerdem gerne betonen, dass ich stets in Referenz zu den Vorgängeralben rede.

Im Fazit fällt das neue Werk von Muse schreckhaft enttäuschend ab, wobei die Messlatte qualitativ auch anspruchsvoll hoch gelegen war. Technisch streben Muse selbstredend abermals hohes Niveau an, wobei auf "The 2nd Law" die wirklich interessanten und rhythmisch "coolen" Drum-Parts vergeblich auf sich warten lassen. Sperrigkeit ist inzwischen (sehr poppige Ausrichtung) nicht mal mehr als Gewohnheitsplacebo wahrnehmbar, womit sich das Trio selbst etwas würzigem beraubt hat.

Geschmäcker sind verschieden und so sollte die geneigte Hörerschaft sich dennoch nicht abwenden sondern mal ein Ohr riskieren. Dies aus negativer Sicht umso mehr empfohlen denn dies ist definitiv nicht "das eine" Muse-Album welches ohne Bedenken bestellt werden kann. Wer mit dem bisherigen Material der Gruppe nicht warm werden konnte kann hingegen eventuell hier zugreifen. So oder so ist eine Hörprobe unschädlich (wobei "Madness" ohnehin wahrscheinlich an niemandem vorbeigegangen ist, Fernsehen etc.). Frischen Hörern möchte ich hier noch gerne an vorherigen Alben besonders "The Resistance" und "Absolution" ans Herz legen.

6/20 Punkten
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TOP 500 REZENSENTam 10. Oktober 2012
Ja - Muse klingen grössenwahnsinnig, und wer sich damit schwer tut, oder wer auch Queen deswegen nicht aushält der sollte von Muse Platten grundsätzlich die Hände lassen. Wer aber der Meinung ist, das Rock auch große Oper sein kann, Pathos beinhalten darf und soll und wer auf den ganz großen Sound steht, der wird vor allem mit ,The 2nd Law` seine Freude haben (wohl aber auch mit den 3 Vorgänger-Alben).

Sie machen auch auf ihrem 6ten Longplayer keinen Hehl aus ihrer Queen Heldenverehrung, aber das ist OK; erstens weil Matthew Bellamy den Stimmumfang und die vokalistischen skills besitzt um in Mercury's Fusstapfen zu treten, zweitens weil Sie trotz der stimmungsmäßigen Ähnlichkeit einen eigenen Sound besitzen und drittens weil Sie eigenständige und neue Songs komponieren. Das was man sich von Queen mit ,The Cosmos Rocks` so erhofft hatte (aber eh nie wirklich daran glaubte) schaffen Sie hier mit Leichtigkeit - opulente symphonische Rocksongs die stilistische auch immer über den Tellerrand hinausblicken.

Schon der opener beeindruckt: mit ,Supremacy` gelingt ihnen ein archetypischer und rockender Bond Song - und an dieser Aufgabe sind ja in den letzten Jahren sowohl Chris Cornell als auch Jack White mit Alicia Keys gescheitert (Madonna sowieso). Das sehnsuchtsvolle ,Madness` mit seinem dezenten Dance-Groove ist dann zwar ,nur` Electro-Pop, aber welche Synth-Pop Epigonen des neuen Jahrhunderts können schon mit einer so guten Melodie aufwarten?

Das auf einem trockenen Funk Rhythmus reitende ,Panic Station` ist dennoch ein Rocksong und einer der am schnellsten ins Ohr gehende dieser Scheibe. Der Sologitarrenteil langweilt nicht mit herumgefudle, sondern ist perfekt in den track hieingepasst.

Die kurze ,Prelude` klingt dann wie ein gute Score track aus einem - ja da ist er wieder - Bond-Film und ist die Einleitung zur großen Oper ,Survival` (inkl. Opern Background Vocals) die dann in großen dramatischen Rock ausbricht - gegen Ende ist da sogar etwas Metal dabei. Da ist viel Pathos drin, aber diese Komposition braucht das auch.

Auch ,Follow Me` hat eine dramatische Melodie ist aber wie ein tanzlastiger Electro-Pop track arrangiert, den man sich so auch von den Killers vorstellen könnte und deswegen ist er - trotz der Ohrwurmqualitäten - eigentlich der schwächste song dieses Albums, nur: fast alle anderen Vertreter dieses Genres würden sich wohl die Finger nach so einem song lecken.

Verspielter Rhythmus und eine subtilere etwas düstere Emotionalität kennzeichnen dann ,Animals` bevor es nochmals in Richtung Queen abgeht: ,Explorers` macht den besten pianogetragenen Queen Balladen alle Ehre - ein wunderschönes, sehr zartes Stück, unaufdringlich und einfühlsam gesungen und mit geschmackvollen Streichern untermalt (Mercury hätte bei so einem track sicher sein Falsett zum Einsatz gebracht, aber es tut gut, dass Bellamy es hier eben nicht tut). Danach wird's nochmal tanzbar, denn ,Big Freeze` wird von einem rockigen Gitarren Funk-Lick getragen; das klingt U2 nicht unähnlich - als die noch in der Lage waren ordentliche Songs zu schreiben. Ganz schön hier - wie Sie es sogar bei diesem straighten track schaffen durch laute und leise Passagen Spannung und Dynamik zu erzeugen.

Bassist Wolstenholme steuert mit ,Save Me` und ,Liquid State` dann nicht nur 2 songs bei, sondern übernimmt auch gleich die Lead Vocals. Diese tracks kommen zwar nicht ganz an die Qualität der Bellamy Kompositionen heran, fügen sich aber gut in den Rest der Scheibe ein und ,Liquid State` rockt ziemlich (mit einem etwas anderen Klangbild könnte man dabei fast an die Manics denken).

Den Abschluss bildet die 2teilige 2nd Law Suite und da lassen Muse dann auch mal die Elektronik ordentlich in den Vordergrund treten, ohne dabei aber auf's rocken zu vergessen. Ziemlich bombastisch und klassisch mit Streichern und Chören beginnend mutiert ,Unsustainable` fast zu einem Industrial track und man kann sich das eigentlich nahtlos an Trent Reznor's Soundtrack zu ,The Girl With The Dragon Tattoo` anhören. ,Isolated System` steigert sich auf einem Piano-Lick Loop aufgebaut, über Streicher und House Beat, bis dann das Klavier wieder alleine steht, und das ganze in der zweiten Hälfte nochmals mit anderem Arrangement wiederholt wird.

,The 2nd Law` ist ein rückwärtsgewandtes modernes Pop-Rock Album, das - im Vergleich mit dem Frühwerk der Band - nicht einmal mehr versucht Prog zu sein, aber das muss es auch nicht, denn es ist majestätisch und erhaben - man muss halt nur bereit sein sich auf die große Oper einzulassen. Dann aber wird man feststellen - beeindruckender waren Muse bisher noch nie. Ein kurzes Wort zum Klang noch: hier unbedingt das Vinyl kaufen - das geht um Klassen besser, als die komprimierte CD Ausgabe bei der man sich bei der Trennung der Instrumente tw. echt schwer tut. Und diese Musik verlangt einen möglichst guten Klang.
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am 28. November 2012
Ja, was soll man dazu sagen...3 Jahre drauf gewartet...und nun das! Das war zumindest der erste Höreindruck des neuen Musealbums.
Aber wie immer bei Muse muss man sich erstmal etwas reinhören...Fazit:
Nicht das beste Muse-Album aber es ist unverkennbar Muse! Und sie entwickeln sich nunmal weiter.....Immer noch sehr frische und abwechslungsreiche Musik - das ist das was Muse eben ausmacht. Nur fehlt diesmal irgendwie der Druck...einige Songs kommen gar zu einfach daher. Ein richtiger Kracher fehlt irgendwie. Manchen Songs hört man auch einfach nicht den Aufwand der getrieben wurde (siehe Making of..)an. Und gerade das, worüber sich so viele im Vorfeld aufgeregt habe, nämlich das es zu Club -und Dublastig wäre, das macht das Album hörenswert .Diesmal hat sich ja Cris auch mit zwei eigenen Songs eingebracht , find ich persönlich recht gut gelungen und würde auch gern mehr davon hören. Ansonsten ist nur zu sagen...bis zum nächsten mal...
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am 15. November 2012
Bevor ich das Album bestellte, hatte ich schon in ein paar der neuen Songs reingehört und war mir nicht ganz sicher, ob es mir gefällt, weil es anfangs so sehr anders als das Gewohnte von Muse klang. Aber da Muse für mich eine der großartigsten Bands sind, habe ich mich dafür entschieden, mir auch dieses Album anzuschaffen und als ich es einige Male gehört hatte, war ich begeistert :) Die Band hat ein bisschn stärker mit Synthesizern/Dupstep experimentiert und meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt und passend in die Songs eingebaut. Interessant fand ich auch, dass sich in zwei Songs der Bassist als Sänger versuchte. Auch er hat eine gute Stimme, allerdings ist Matt natürlich unüberbietbar :P
Muse sind und bleiben einfach unglaublich! :) Wer also auf diese mächtige und kunstvolle Musik steht, sollte sich The 2nd Law unbedingt anschaffen ;)
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am 26. November 2012
In den vergangenen Wochen fiel mir natürlich immer wieder auf, wie sehr doch die neue Muse-Platte auf Dubstep reduziert wurde. Als ich dazu kam, sie neulich zu kaufen, und durchzuhören, habe ich mich über diese Aussage doch sehr gewundert: es ist natürlich ein neues STilmittel, dass die experimentierfreudige BAnd gelegentlich zum Einsatz bringt auf the 2nd law. Aber wie bei früheren Experimenten auch, der Muse-Sound bleibt erhalten. Natürlich nur für die jenigen, die den Sound der Band nicht immer noch auf die Symmetry reduzieren. Für die muss natürlich die Parole lauten: Finger weg. Zu bunt, zu abwechslungsreich, zu vielschichtig. Oder auch gerne zu Popig, und stellenweise zu elektronisch wenn das mehr zusagt. ABer wer keinen Dubstep mag, der kann ein paar wenige Tracks auf der Platte skippen und wird beim Rest der Songs mit gutem Rock- bis Poprocksound belohnt.

Was für mich den Muse-Faktor ausmacht sind: abwechslungsreiche Rythmen, tolle und unverkennbar der Band zuzuordnende Melodien, vor allem in den Gesangslinien, kritische und intelligente Texte, gefühlvolle Momente in denen man versinken kann und ab und zu ein wenig kratzbürstige Ausbrüche. Letztere sind das Einzige, was in den letzten Jahren ein wenig auf der Strecke blieb, sie sind aber ansatzweise immer noch vorhanden. Allein schon der Opener des neuen Albums weiß das zu nutzen, und man bekommt stellenweise immer wieder reinrassige satte Rocksongs vorgelegt, wenn man der 2nd Law eine Chance gibt. Der Muse-Sound bleibt also für mich in Takt, denn alles andere ist im Übermaß vorhanden. Die DubstepAusflüge knüpfen eben nahtlos an die frühren rythmischen Schllenker an, mit denen die BAnd ihre Songs zu weilen anreichert. Von daher finde ich sie stimmig.

Die letzten beiden fast instrumentalen und extrem elektronischen STücke, in denen der Text nur aus gesprochenen Sampels besteht, sind tatsächlich die Songs die am meisten als "fremdartig"hervorstechen, die aber auch die kritischsten des Albums sind. Schöner kann man das gesellschaftliche und ökonomische Grundproblem der modernen Gesellschaft nicht zusammenfassen. Also selbst in diesen fast-instrumentals bleibt immer noch eine ordentliche Packung Muse erhalten.

Auf die weiteren Stücke will ich im einzelnen gar nicht eingehen. Es sei nur so viel gesagt: die beschworene Abwechslung wird groß geschrieben. Die Platte auf die Singles zu reduzieren und im Vorfeld den Verlust jeglichen rockigen Charakters anzunehmen, auch aufgrund von zahlreichen total irregeleiteten Rezensionen in Online-Magazinen und im Radio, wäre ein herber Verlust für Rockfans.Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Aber Gerade solche objektivierbaren Dinge, wie die Frage, in wie vielen Songs denn nun eigentlich Dubstep vorkommt und die Feststellung, dass das ja unterm Strich gar nicht so viele sind... das sollte nicht zu viel verlangt sein. Anstatt dessen steigert man die Auflage durch die Verknüpfung von Muse mit Dubstep und fertig ist der Lack. Man fragt sich, ob die Platte von diesen Leuten auch mal gehört wurde.

Von mir klare Kaufempfehlung für alle, die inteligenten abwechslungsreichen Rock mit Tendenz zum Über-den-Tellerrand-schaun lieben , und die Bombast in bester Tradition von Queen bewahrt sehn wollen.
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am 20. November 2012
Tja, was soll ich sagen, wo fang ich an....
Damit ihr ein Bild davon bekommt warum ich das schreibe, sag ich Euch zuerst, dass ich FAN von Origin Of Symmetrie und Absolution bin. Ich habe mir die Platte mehrmals angehört, um zwanghaft gefallen daran zu finden... okay, es hat irgendwie geklappt... ABER...

Ich fasse mich kurz, dass Wichtigste:
- das Album wirkt tatsächlich wie 50% aus MUSE und zu 50% aus einer neuen Band, die elektronische Handywerbungsmusik macht, bestes Beispiel: Follow Me, tolle Melodie, aber absolut elektronisch mit David Guetta artigem mega abgeschnittenen bombast Effekten... oder anderen handyliedern die dauernd im Fernsehen laufen
- das Album hat wirklich nur sehr sehr wenige Stücke, wo mal eine E-Gitarre den Rock ausmacht. Ich glaube in gerade mal drei Songs sticht sie heraus. Es ist zu 70% elektronischer "Rock", Zielgruppe Mainstream Pop.
- Der alte "alternative" MUSE-Stil, kommt eigentlich nur bei Animals heraus. Dort erinnert die spielende Gitarre an die alten Zeiten.
- Panic Station ist absolut der peinlichste Song überhaupt von MUSE. Ich habe mir sehr sehr sehr schwer getan, den Song irgendwo zu mögen... Nun hat es bisschen funktioniert, ich lächle wenigstens dazu... Er erinnert an Prince oder Michael Jackson. Peinlich...
- Big Freeze war auch ne harte Nuss..... da versuchen sie irgendwie U2 nach zumachen... Hört sich schleimig an. Passt auch nicht ins Albumkonzept.

Fazit:
Ich vergebe 2 Sterne für die positiven MUSE-Momente des Albums, und 1 Stern für das gut produzierte Mainstream-Pop-Album.
Ja, ich mag trotzdem das Album. Allerdings NICHT in Hinsicht auf MUSE "alternativer Rock", sondern auf Hinsicht der gut produzierten Pop-Songs. Würden die Songs im Radio laufen, würde ich sie relativ gut finden. Ja.
ABER das ich damit meine Lieblingsband MUSE (die mal vor Blackholes alternativen Rock gemacht haben) verliere, hat mich ziemlich enttäuscht. Es ist nicht MUSE wie sie es mal waren.
Das müssen wir leider akzeptieren liebe old school MUSE Fans...
Manch einer würde jetzt sagen "sie haben sich weiter entwickelt... bla bla bla" Absoluter Quatsch. Ich sage: Sie haben sich NICHT weiterentwickelt, sondern sie haben sich VERÄNDERT. Sie haben seit Blackholes den Stil immer mehr geändert. Und das stört natürlich den Fan, aber viele Neue kommen somit nun zu MUSE hinzu... und Diese sind mehrzähliger als die Jenigen aus der Independet Ecke.
Leider leider.
Hoffnung besteht dennoch: Nächstes Jahr läuft der Warner Music Vertrag aus... Vielleicht kommen sie wieder Back To The Roots?! Matt sagte etwas von einer Akustik Tour... vielleicht.... vielleicht auch nicht. Wäre klasse!

Eine Frage stelle ich mir noch: Wie will MUSE (wohlgemerkt damals geilste Live-Band der Welt) mit der neuen Tour so genial auf der Bühne abrocken, wenn doch alles nur noch elektronischer Keyboardmüll ist??? Man hört ja auf dem Studioalbum kaum noch die E-Gitarre raus....
Wenn sich auf der Bühne alles künstlich und wie auf dem Album anhört, dann brauch ich auch nicht auf ein Livekonzert gehen...
Ich jedenfalls habe meine Konzertkarten für Hamburg am 15.Dez wieder verkauft.
Schade MUSE, ich hatte euch damals so gern... *heul*
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am 9. November 2012
Monatelang hatte ich mich nach neuem Muse-Material verzehrt, nachdem ich vom Vorgänger-Album “The Resistance” eher semi-begeistert gewesen war. Endlich neue Lieder, die bekannt durchgeknallten Gitarrenriffs von Bellamy, die epischen Sounds. Und dann war es also soweit: “The 2nd Law” erstrahlte in meinem Musikplayer, mit verheißungsvollem Cover und einer ordentlichen Anzahl von insgesamt 13 Liedern.

Kopfhörer auf die Ohren gesetzt, kurze Info an die Kids gegeben (“Mami ist jetzt mal weg. Also, technisch gesehen bin ich ja noch da, aber praktisch gesehen nicht. Also bitte an Papi wenden, falls euch die Haare brennen oder ihr euch die Finger mit Sekundenkleber an der Kloschüssel festgeklebt habt. Hab euch lieb.”) und die Lautstärke angepasst, und los ging's.

Nach etwas über 50 Minuten Extrembeschallung legte ich die Kopfhörer bei Seite, schaltete den PC aus, und ging eine Zigarette rauchen. Muss ich mehr sagen?

Das Album ist gut. Wirklich gut. Verdammt gut sogar. Es ist anders. Manche würden sagen “zeitgemäßer”, andere vielleicht doch eher “poppiger”. Ich für meinen Teil mag das Album, weil es eine konsequente Weiterentwicklung der letzten Jahre perfekt auf den Punkt bringt.
Im Vorfeld las ich viel Kritik über genau diesen Punkt bei Muses “2nd Law”-’Album. Zu Queen-lastig, hieß es da. Zu viel Twillight-Sound, zu viel Bono-Gesang. Nichts von diesen Aussagen kann ich persönlich gelten lassen. Für mich sind die Einflüsse zur Entstehung des Albums nachvollziehbar (an dieser Stelle kurz mal eine tiefe Verbeugung vor U2 und ein standesgemäßer Kniefall für Queen und den unsterblichen, ewigen Freddy Mercury), aber nicht so penetrant umgesetzt, als dass man Muse als solches nicht mehr erkennen würde. Ich mag die Ironie mancher Lieder, die Tiefe anderer, den Beat einiger und vor allem die Tatsache, dass diesmal auch Chris (Bassist der Band) zum Mikro gegriffen hat um zwei seiner eigenen Songs zum Besten zu geben. Sehr gut!

“The 2nd Law” besticht durch Vielfalt, durch zahlreiche Facetten, durch Kreativität, durch Tiefsinn, durch musikalisches Talent und durch Epik, die Muse zweifelsfrei in ihren Liedern gezielt zum Ausdruck bringt. Das Album zu hören ist ein bisschen so, als würde man einen sehr guten Freund nach langer Zeit zum ersten Mal wieder sehen und sich denken “Hej, der hat sich gut entwickelt”. Anders als vorher, aber deshalb nicht schlechter. Und das ist auch mein abschließendes Fazit für das sechste Album der Brit-Rocker. Einmal mehr ist ihnen ein echter Clou gelungen, den man entweder lieben oder hassen kann. Ich für meinen Teil tue definitiv Ersteres und empfehle das Album uneingeschränkt weiter.
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am 2. Oktober 2014
Ich bin auf Muse durch die Olympia Performance von Survival aufmerksam geworden, habe mir gleich mal das Album geholt. Verwundert musste ich feststellen, dass Survival sogar noch zu den schwächeren Songs dieses Album gehört....
Supremacy ist einfach episch...Madness eine Mischung aus George Michael und Queen plus Dubstep (kann ja nur gut sein)....Panic Station ein abgedrehter Dance Track...das sind meine persönlichen Highlights. Die einzigen beiden Songs die ich gar nicht mag sind Big Freeze (klingt irgendwie kitschig) und Save me (fängt gut an, doch der Refrain ist grauenhaft.) Insgesamt jedoch ein tolles Album.
Ich habe mir auch bereits alle anderen Muse Alben zugelegt, die ebenfalls super sind, besonders Absolution.
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am 12. September 2013
Wer Muse kauft, bekommt auch Muse. Diese Band hat es durch die letzten drei oder vier Alben geschafft, sich eine eigene Kategorie im Bereich Rock zu erarbeiten. Nach jedem Album (Resistance, Black Holes.. etc.) habe ich mich gefragt, wie das noch zu toppen sei - und doch haben sie mich nie enttäuscht.
Klar, die bisweilen eingesetzte (und an sich gut passende) Falsett-Stimme muss man mögen, aber auch wenn man nicht unbedingt darauf steht: durchhalten! Fans von anspruchsvoller, perfekt inszenierter, bombastischer, interessanter, überraschender und innovativer Rockmusik kommen hier voll auf ihre Kosten. Kaum eine andere Band versteht es, eingängige (fast poppige) Songstrukturen und Riffs dermaßen fett zu verarbeiten und dermaßen gekonnt eine Prise Progressivität einzustreuen, dass die Platten einfach nicht langweilig werden wollen, sondern vielmehr mit jedem Durchgang wachsen und wachsen.
Die DVD der höherwertigen Edition ist m.E. vielleicht nur für Fans WIRKLICH interessant; sie bietet allerdings einen (für mich) sehr interessanten Einblick in die Entstehung des Albums und lässt auch einige Gastmusiker zu ihrem wohlverdienten visuellen Auftritt kommen. Auch bekommt man hier einen Eindruck über die - neben der unbestreitbaren Kreativität der Band - notwendige Perfektion in der Sammlung der einzelnen Songfragmente, die auf dem Album zu einem Gesamtkunstwerk komponiert werden. Die DVD-Spielzeit ist (mit ca. 40 Minuten) eher kurz, bringt dafür aber einige interessante Aspekte auf den Punkt und langweilt nicht mit ellenlangen und unnötigen Passagen.

Absoluter Kauftipp!!
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am 11. November 2012
Es war mal wieder so weit, ein neues Muse Album.
Man kommt sich als Eingeweihter etwas seltsam dabei vor, das der Rest der Welt scheinbar immer noch nicht gemerkt hat, was für eine Ausnahmeband da in England herangewachen ist. Müssten die Straßen nicht voll sein mit Leuten, die sich dieses Album ergattern wollen? Tumultartige Verammlungen vor den Plattenläden? Ok, die Welt hat sich gedreht und man kauft seine Musik jetzt Online. Ich ja auch. Amazon wird es schon richten und mich so schnell wie möglich an das neue Album bringen.

Muse! Vergleiche mit den Beatles gab es genug, meiner Meinung nach liegt da zuviel Zeit dazwischen um tatsächlich vergleichen zu können. Was bleibt ist die Gewissheit einer neuen Generation Band, die Ihrer Zeit weit vorraus ist. Denn tatsächlich ist man sogar als Fan beim ersten hören des neuen Albums etwas irritiert. Ihr Stempel ist klar zu hören, aber man fragt sich, was die Jungs davon wohl als nächstes in die charts bringen wollen und wie? Wenn ich es als Fan schon nicht sofort verstehe, wie soll es dann der Rest der Welt? Aber es scheint in diesem Fall wirklich so zu sein, das sich Muse nicht dem herrschenden Musikgeschmack der Welt anpasst, sondern das die Welt gefühlte 2-6 Monate nach Muse erst reif ist für diese Musik. Beeindruckend!

Produkt ist empfehlenswert, softcover mit extra DVD für einen angemessenen Preis, einzig der FSK Sticker auf dem Cover nervt, lässt sich nur schwer entfernen.
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