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112 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das Schöne ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
… und manchmal auch das Nervige - an uns Musikfreunden ist die Tatsache, dass unsere Geschmäcker nicht homogen ist. Es gibt immer solche und solche. Anhand von Bands wie Muse lässt sich das hervorragend aufzeigen. Da gibt es jene, die die drei Engländer seit jeher grausam finden, was meist mit der schwelgerischen Traurigkeit der Musik, der musikalischen Maßlosigkeit und Matthew Bellamys Falsettstimme zusammenhängt. Andere lieben sie aus exakt demselben Grund. Muse polarisiert. Und „The 2nd law“ bleibt wie gehabt eine musikalische Wundertüte. Die Band geht unbeirrbar ihren eigenen Weg weiter und vermischt Stile und Ideen. Vielleicht ist es noch viel zu früh, das Album zu beurteilen, aber ich möchte wie so oft meine ersten Eindrücke teilen.SUPREMACY beamt den erfahrenen Fan sofort in sein vertrautes Universum. Ein Eröffnungssong wie man sich ihn wünscht, larger than life mit seinen Chören, den Streichern, dem kernigen Riff, dem theatralischen Solo und den Tempowechseln. Led Zep‘s Kashmir im James Bond 007 Gewand. Herrlich! Spannend ist natürlich die Frage, wo ein solcher Song einen Nicht-Muse-Erfahrenen hinbeamt. Aber ich denke, dass ist eine zu theoretische Nerd Diskussion …. ;-). MADNESS ist dann direkt eine ganz andere Geschichte und glücklicherweise ja schon als Single veröffentlicht gewesen. Glücklicherweise, weil er vielleicht doch etwas Eingewöhnung benötigt. Der Song entspricht auch der dubiosen Vorankündigung und beginnt mit einem Dub Beat, der dann schnell nach Queen Ende der 80er klingt, um in der Melodie Richtung George Michaels "Faith" zu schwenken. Autsch! Da kann einem schon schummrig werden, der Song setzt sich aber schnell fest, brillant, Muse halt. Bei der Veröffentlichung von der ersten Single SURVIVAL sagten Muse, sie hätten etwas Heisses und Aufregendes gemacht und den Tiger losgelassen. Mit MADNESS setzen sie dem Tiger Püschelohren und eine Sonnenbrille auf. Cool, unerwartet und wie gesagt, brillant! PANIC STATION wird bei den älteren Fans, die die 80er miterlebt haben, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sofort die Buchstaben INXS auftauchen lassen. White Funk, und zwar sehr funky, das hatten wir glaube ich noch nicht bei Muse bis dato. Sehr kurz, sehr knackig. Auf jeden Fall dann dem Song etwas vorsichtiger nähern, vor allen, wenn Du zu jung bist, unm INXS zu kennen. PRELUDE kann man getrost überspringen, ist nur eben dies. SURVIVAL war als Single ja schon bekannt. Muse leben ihre Verehrung zu Queen aus, in voller Breite. Erstaunlich immer wieder, dass das so gut funktioniert. Der Song funktioniert natürlich auch noch im Kontext der gesamten Platte. FOLLOW ME …. Drei Worte nur, Oh mein Gott! Zu Beginn erinnert der Song mit seinem Synthigesummse noch ein wenig an das hochgeschätzte „Take a Bow“, im Refrain geht’s dann aber voll in die Eurodisco. Ich bin auch nach mehrmaligen Hören immer noch etwas ambivalent. Das könnte ein bischen zu viel des Guten sein. ANIMALS gibt zum ersten Mal etwas Luft zum Durchatmen. Der Song ist einfach aufgebaut, die Gitarren perlen fast schon ein Popsong. Er bietet aber ein sehr willkommene Abwechselung, wenn man die Platte in der Reihenfolge hört (und nicht rumshuffelt ;-) Erst gegen Ende wird es etwas unruhig. EXPLORERS beginnt mit einem schönen Klavier- und Glockenspielintro. „Free me, free me from this world, I don’t belong here“ schmachtet Matt, die Streicher schwellen behutsam an. Der Song bleibt hübsch, aber auch unspektakulär. BIG FREEZE zieht dann den Hut vor dem Gitarrenspiel von the Edge, der Song ist aber kein billiger U2 Abklatsch und wird mit dem typischen Muse Chorus ziemlich sicher zu einem Live Highlight. SAVE ME gehört zu den „einfachsten“ Songs des Albums, eine sehr schöne Ballade ohne große Hektik und Breaks. Bassist Chris darf singen, bevor ihr Euch wundert was da passiert. Stimmlich erinnert er sehr an Herrn Wilson (Porcupine Tree u.a.). Außerhalb des Albums gehört würde man wahrscheinlich gar nicht auf Muse tippen, sondern bspw. auf eine der ruhigeren Midtempo Songs von Porcupine Tree, oder einfach eine schöne Softrock Nummer. Kaum ist der letzte Song abgeklungen, sägt LIQUID STATE im wahrsten Sinne des Wortes los. Wieder mit Chris am Mikro. Der Song ist kurz und knackig, sehr rockig und fast schon grungig an manchen Stellen. Es folgt dann nur noch ein würdiges Ende, die beiden Parts von THE 2ND LAW, einer kleinen Rockoper bzw. einem Hörspiel. Part 1 (UNSUSTAINABILITY) skizziert das Chaos, musikalisch und textlich, wühlt mit seinen Nachrichtenpassagen und den Chaos von verschiedenen Sounds auf. Part 2 (ISOLATED SYSTEM) löst dieses Chaos durch seine schlichte Schönheit dann wieder auf und lässt das Album ausklingen. Und damit ist das Album schon wieder vorbei nach 55 Minuten. Beim ersten Durchlauf brauchte ich eine kleine Pause, weil das doch recht viele Eindrücke waren. Bei den nächsten Durchläufen habe ich immer wieder sofort von vorne angefangen. Es ist im Prinzip wie bei jedem Muse Album, zumindest den drei letzten. Es gibt viel zu entdecken und dafür sollte man sich Zeit lassen. Man muss allerdings wie immer ein wenig die Tür zur Realität und seinen „normalen“ Hörgewohnheiten schließen und sich in Ruhe zurückziehen. Wenn man das macht, dann wird man auch „2nd Law“ zu schätzen wissen. Wenn man das nicht kann oder will, sollte man auch von „2nd Law“ die Finger lassen. Eine paar nicht so brillante Songs sind wie immer auch dabei, aber ebenso auch viele Highlights. Und ob das nun 4 oder 5 Sterne sind, Himmel, keine Ahnung, ich komme gerade erst wieder in der Realität an … ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Auf MUSE ist verlass!!!,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Als eingefleischter Muse-Fan ist das so eine Sache... Schon als der Trailer mit dem Track "Unsustainable" auf Youtube veröffentlicht wurde, brodelte es heftig in der Gerüchteküche. Macht Muse jetzt Dubstep? Soll der Trailer irreführen, möglicherweise polarisieren?Als dann die erste Single "Madness" veröffentlicht wurde, befürchtete ich bereits das schlimmste. Muse MACHT Dubstep. Nichtsdestotrotz habe ich mir das Album bestellt. Wenn es sich um ein Dubstepalbum gehandelt hätte, hätte sich das Album wenigstens optisch gut in meiner Sammlung geschlagen... Aber Muse hatte andere Pläne. Hier meine Rezension: S u p r e m a c y: Genial, erinnert etwas an 007 und zwar an einen verdammt Guten. Die Mischung aus groovigen Gitarren und Bassriffs in Verbindung mit den Streichern und Blechbläsern ist einzigartig und die Marschmusik im Verse verleiht dem Stück eine dynamischere Note. - Fans kommen hier voll auf ihre Kosten - Trotz neuer Klänge. M a d n e s s: Ziemlich einfach gehalten, Dubstep Elemente, für Fans und Kenner des "Muse-Sounds" eine Herausforderung. Mein persönliches Highlicht war der Schlussteil des Liedes (ca. ab dem Solo= der eine unglaubliche Atmosphäre erzeugt. - Gewöhnungsbedürftig aber gut. P a n i c S t a t i o n: Ein leichter funkiger Song. Muse hat experimentiert und einen Sound geschaffen den man so noch NIE von Ihnen gehört hat. Wer Funk mag, ist hier genau richtig. Die Melodie geht beim einen Ohr rein und beim anderen nicht mehr raus. Für mich einer der besten Songs / wenn nicht der beste Song des Albums. - Ohrwurm pur P r e l u d e: Orchestral, schön anzuhören. Passt. S u r v i v a l: Erinnert etwas an Queen. Musikalisch clever und ausgereift, wie man Muse eben kennt. Einziges Manko: der Text. Das ist man von Muse garnicht gewohnt. Oberflächlicher und schwacher Text 100% auf die Olympiade abgestimmt. Schade denn das Lied ist wirklich gut. Aber wer würde ein deutsches Lied mit folgendem Text hören? : "Rennen, es ist ein rennen und ich werde gewinnen Ja ich werde gewinnen ich werde niemals verlieren" - Sorry Muse... Olympia schön und gut, aber das Lied hätte nicht aufs Album gemüsst. F o l l o w M e: Seeehr angenehmer Kontrast zu Survival. Textlich sehr stark und emotional. Der Dubstep kehrt zurück, macht sich aber ganz gut. - Emotional A n i m a l s: Ein weiteres Highlight. Die Melodie des E-Piano ist fast schon hypnotisierend, gegen Ende nimmt das Lied auch noch einmal fahrt auf. Die Message die Muse hier rüberbringt ist zudem genial. Sehr politisch und kritisch. Die Aufnahmen der Aktionäre in der Wall Street am Schluss hören sich wirklich nach Tiergeschrei an. Passt perfekt zum Thema - Politisch. Kritisch. Musikalisch hervorragend. E x p l o r e r s: Als ich den Anfang hörte musste ich sofort an die alte B-Seite "Shine" von Muse denken. Die Stimmung ist in diesen beiden Liedern ziemlich ähnlich. Eine schöne Ballade. - Einfach anhören und in fremde Galaxien reisen. B i g F r e e z e: Wieder Funk Elemente, das Stück steigert sich zum Ende hin und ist ein schöner Kontrast zu Explorers. Muse hat sich bei der Anordnung der Lieder wirklich Gedanken gemacht. Altbekannte Synthie-Sounds und schrille Gitarrenparts zaubern jedem Fan ein Lächeln ins Gesicht. - Neu und doch irgendwie bekannt. S a v e M e: Der Bassist Chris zum ersten mal als Hauptstimme! Wenn man die Geschichte mit Chris' Alkoholabhängigkeit im Hinterkopf hat, wird man sogar nochmehr mitgerissen. Einfach Respekt für diesen emotionalen, anders klingenden und tollen Song von Chris Wolstenholme! - Danke Chris. L i q u i d S t a t e: Noch einmal Chris! Der mit Abstand heftigste Track des Albums, coole Riffs, cooler Sound, gute Stimme. Kann zwar nicht ganz mit Matts Stimme mithalten, doch als Songwriter hat sich Chris bewiesen! - Zeit zum Losrocken! U n s u s t a i n a b l e + I s o l a t e d S y s t e m: Netter Abschluss. Vor allem des apokalytisch anmutende Unsustainable bringt die Message des Albums gut rüber. Isolated System wirkt durch die repetitive Melodie hypnotisierend und versetzt einen fast schon in Trance. Sehr schön! Nach anfänglichen Zweifeln kann ich also nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Muse enttäuscht einen eben nie. Wer jedoch zu engstirnig denkt und vielleicht nicht offen für Neues ist, (oder Dubstep und Funk generell ablehnt) fährt mit den alten Alben evtl. besser. Danke fürs Lesen! (: Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
83 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Trauerstimmung...,
Von Sidra (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Ich habe selten das Bedürfnis bei Alben eine Rezension zu schreiben da sich über Geschmack eigentlich nicht streiten lässt.Dennoch muss ich das jetzt mal los werden sonst macht es Poff und ich platze vor Frust. Ich bin Muse-Fan seit der ersten Stunde und diese Band hat eine Monopolstellung auf meiner Playerlist und ist in den Top 100 mit mehr als 80 Songs vertreten. Ich habe nichts gegen Veränderung und Neuerungen. Nein… ganz im Gegenteil. Auf den letzten Alben haben sie mich sogar schwer begeistert und mitgezogen. The 2end Law wurde von mir mit großer Spannung erwartet. Als Survival released wurde konnte ich nicht viel mit anfangen aber ich habe auch nicht die Erwartungshaltung das mir jedes Lied gefallen muss. Waren bisher immer mindestens fünf bis sechs Lieder dabei die mich vom Stuhl fegen konnten. Also gewartet und gehofft! Nach dem Dubstep lastig anmutenden Teaser dachte ich auch immer noch positiv beschwingt an eine nette Stil-Ergänzung. Als Madness released wurde war ich sogar vollkommen von meinen Sorgen befreit, da sich alle neuen musikalischen Elemente stimmig anhörten und darüber hinaus Matt Bellamy weder an Stimmgewalt noch musikalischem Genie verloren hatte. So schien es zumindest… Jetzt befindet sich das gute Stück in meinem CD-Regal. Mehr als zwanzigmal durchgehört. Leider nicht aus purer Begeisterung. Mehr aus dem Willen (oder Verzweiflung) jedem einzelnen Lied etwas Gutes abgewinnen zu wollen und die Tiefe darin zu begreifen, die sich meinen Ohren nicht darbieten will. Ich höre dass es Muse sind. Immer wieder blitzen sie auf. Man denkt „Da sind sie!“ und im nächsten Moment wird man wieder von flachen Mainstream Rhythmen, stilistischen Leihgaben anderer Bands und kitschig anmutenden Stimm Anwandlungen Matt Bellamys ins hier und jetzt geschmissen. Die ganzen Neuerungen wären mir schnuppe wenn das was eine Band ausmacht dabei erhalten geblieben wäre. Ihr ganz spezieller Klang. Ich brauche weder Queen 2.0 noch Skrillex 2.0... Muse 2.0 wäre mir lieber! Musik die einen mitreißt, begeistert, thematisch wie musikalisch abholt und einfach fetzt. Ich wünschte ich könnte auch dieses Mal auf dem positiven Pool der Polarisierung sitzen und mich an dem Album erfreuen. Ich mag niemand die Freude daran nehmen. Wirklich… freut euch wenn ihr es gut finden könnt! Auf der bösen Seite der Macht macht es grad nicht viel Spass! Einen Stern für Madness. Die anderen werden konfisziert bis ihr wieder Ihr selbst seid. ---------------------------------------------------------- Aus gegebenem Anlass noch mal für alle 5-Sterne-Befürworter und ganz speziell die "Wie kann man seiner Lieblingsband nur EINEN STERN geben!"-Meinungsträger: Was mir auf die Nerven geht: Leute die sich wegen Kritik anderer auf ihren musikalischen Schlips getreten fühlen. Mal ehrlich. Wer dem Album hier fünf Sterne geben will soll es doch bitte machen. Anscheinend hält die Platte für Euch das parat was Ihr von Muse hören wollt. Und das ist prima! Echt... ich würde gerne tauschen. Mal logisch gedacht: Nur weil man Muse mag, heißt es nicht gleich das man dieselben Lieder mögen muss wie Fan A,B oder C. Wer wie ich Map Of The Problematique, MK Ultra oder Resistance zu seinen Lieblingsliedern zählt darf auch als echter Hardcore-Muse Fan bei Lieder wie Guiding Light oder I Belong to You den Skip Button drücken. Jeder pickt sich das raus was ihm gefällt. That's it! Leider ist die Ernte bei diesem Album ein einziges Lied. Ein Einziges. Nach drei Jahren Vorfreude Spannung und Ungeduld trifft es ein 'enttäuscht und verzweifelt' wohl besser als trotzig oder eingeschnappt. Mir tut es tatsächlich weh meiner Lieblingsband für ein Album nur einen Stern geben zu müssen. Da ich jetzt nicht auf eine Audienz mit Muse hoffe um kund zu tun das mich die Entwicklung traurig macht kann ich mich als enttäuschter Fan nicht viel anders 'wehren' als mit nur einem Stern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Mehr Pop als Rock...,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Audio CD)
Ich bin kein Gegner von Veränderungen, ich bin lediglich kein Freund von Popmusik. Muse haben auf "Black Holes and Revelations" sowie "The Resistance" bereits vielfältige Genres gut abgedeckt (positiv hervorzuheben ist sicherlich das elektronisch treibende Meisterwerk "Map of the Problematique"). Auch wenn sich seit "Absolution" immer mehr Popsongs eingeschlichen haben, konnte man Muse nach "BHAR" und mit ein wenig Augenzwinkern nach "The Resistance" noch als alternative und experimentierfreudige Rockband bezeichnen.The 2nd law ist das erste Muse Album, bei dem die Popsongs überwiegen. Wer Songs wie "Starlight", "Undisclosed Desires", "Time is running out", "Resistance" oder "Guiding Light" zu seinen Favoriten zählt, dem kann ich "The 2nd law" nur wärmsten empfehlen. Ich freue mich für Euch. Leider kann ich mich (als wirklich exzessiven Muse Fan seit Origin of Symmetry *stolz- und verliebtguck*) nicht mit diesem Album anfreunden. Muse ist nun also eine Popband, bei der gelegentlich noch alte Stärken aufflackern, die einem Liebhaber wie mir ein Funken Hoffnung lassen, dass nach dem kommerziellen Erfolg von T2L mit dem nächsten Album eine Besinnung auf die alternativen/progressiven Wurzeln erfolgt. (Diese Hoffnung hatte ich allerdings auch schon nach The Resistance) Zum Album: 1. Supremacy (5/5) Supremacy reiht sich nahtlos ein in die ungebrochene Serie saustarker Openern (Sunburn, New Born, Apocalpyse please, Take A Bow, Uprising). Ein drückendes Riff, sphärisch gesungene Strophen, ein chilliges Solo mit schön jauligem Gesang und ein echter Bellamy im Refrain. Höhepunkt ist aus meiner Sicht der sich gut aufbauende Übergang zum Refrain bei 4:18, bei dem Bass, Streifer und Gesang zum epischen Ende ansetzen. 2. Madness (3/5) Das Matt Bellamy dies als "probably the best song I've ever written" bezeichnet, bringt mein Muse Fundament gehörig ins Wackeln. Der Song ist gar nicht so schlecht und ich habe mich schon oft beim "Ma-Ma-Ma-Ma-Ma ..." Singen erwischt. Aber nach einigen Malen reicht es dann eigentlich auch. 3. Panic Station (3/5) Funky und Grooovy. "Uuuuuuuuuuuh 1-2-3-4 fire's in your eyes" - das macht schon Spaß und die Gitarre hat gute Momente. Alles in allem nutzt sich der Song jedoch recht schnell ab, insbesondere wegen der vielen Wiederholungen am Ende. 4./5. Prelude/Survical (4/5) Gerade eben so vier Sterne. Das Prelude ist hübsch und der Übergang zu Survival gelungen. Die Lyrics finde ich ein wenig platt, aber das kann man verkraften. Herausragend finde ich die Gitarrenarbeit in diesem Song, insbesondere der Part von 3:06-3:53 macht richtig Spaß. Der Rest ist mir persönlich dann ein wenig zu gezwungen episch, ähnlich wie bei United States of Eurasia. Muse kann deutlich authentischer episch sein. 6. Follow me (1/5) Diese Popdance-Nummer bringt mich fast zum Heulen. "Follloooooooow me, you can follllooooow me". So schön wie die Aussage für seinen Sohn (der Song ist ihm gewidmet) hier ist, so schwer zu ertragen ist der musikalische Output für das ansatzweise musikalisch anspruchsvolle Ohr. "Follow me" wird wohl die nächste Single. Ich befürchte das Schlimmste. 7. Animals (5/5) Zwischen den beiden Tiefpunkten des Albums kommt glücklicherweise der zweite der beiden 5-Sterne Songs: Animals. Der 5/4 Drumbeat verleiht dem Song einen angenehmen Fluß, Text und Vocals sind super und dazu gibt es noch eines der besten Gitarrensoli von Matt Bellamy überhaupt. Das ist Muse! 8. Explorers (1/5) Nachdem ich in den einschlägigen Muse Foren gelesen habe, dass dieser Song ein "Grower" sein soll, habe ich mir wirklich Mühe gegeben. Aber jedes Mal wenn Matt mit Engelszungen "Free me, freeeee mee, freeee me from this world" singt, muss ich an das Wort "cheesy" denken, dass die Engländer so gerne für schnulzige Songs verwenden. 9. Big Freeze (2/5) Ein fröhlicher, ganz anständiger, aber einfacher Popsong. Aber bitte, der Drum Beat - das ist doch ein wenig dünn. 10. Save Me (2/5) Chris Wolstenholme's erster eigener Song. Ein Hilfeschrei aus der Alkoholsucht. Diese Ballade ist gar nicht so übel, aber es klingt halt überhaupt nicht nach Muse und ist doch ein wenig eintönig. 11. Liquid State (3/5) Ebenfalls von Chris, glücklicherweise deutlich rockiger. Riff und Gesang gefallen mir gut. Solider Rocksong. Kein Brenner. 12. The 2nd Law: Unsustainable (4/5) Das gute Streicher-Intro und die perfekt passende Einspielung der Nachrichtensprecherin leiten gekonnt über in einen ziemlich dicken Dubstep-Part. Noch besser wird es jedoch nach dem Refrain, wenn Matt aus seiner Gitarre wunderbar schräge Töne rausquetscht und dann in dieser unnachahmlichen Manier jault. Zu diesem Zeitpunkt bin ich auf vollem 5-Sterne Kurs. Leider leider leider entwickelt sich der Song dann nicht weiter, sondern der Dubstep-Refrain wird 1 zu 1 wiederholt. Das ist ziemlich uninspiriert und lässt mich in der Erwartung eines epischen Höhepunkts leider unbefriedigt zurück. 13. The 2nd Law: Isolated System (4/5) Diese ruhige und doch treibende Kombination aus Elektrobeat und Klavier gefällt mir sehr gut - ein perfekter Song für einsame nächtliche Autobahnfahrten. Ein ungewöhnlicher Abschluss, instrumental, aber doch sehr gelungen. Fazit: Die sehr unterschiedlichen Songs, sowohl qualitativ und genretechnischal, verhindern einen sauberen Flow des Albums. Auch wenn das hier alles schrecklich negativ klingt: ich lieb Muse trotzdem! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gewohnter Rockbombast mit neuen Einflüssen,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Rückblende, wir schreiben das Jahr 2002: Zum ersten Mal höre ich ein Livekonzert der damals noch recht unbekannten Band Muse. Eine Band, die ich vorher nur sehr grob kannte. Das was ich sehe, zieht mich sofort in seinen Bann. Die Leidenschaft und Energie, gepaart mit großer Virtuosität, fasziniert mich in einem Maße wie es zuvor kaum eine Band geschafft hat. Ihr damaliges Album "Origin of Symmetry" wird für mich zum vielleicht besten Album des Jahrzehnts. Heute, zehn Jahre später, sehen wir eine etwas andere Band, eine Band die sich verändert hat, aber im Kern immer noch Muse geblieben ist. Nun, was hat sich geändert?Vieles, neben einigen neuen stilistischen Einflüssen hat sich vor allem die Stimmung der Lieder verändert. Die düsteren, verzweifelten, wütenden, vertrackten Songs sind Liedern gewichen, die im Grundton positiver, weniger fatalistisch sind, ohne ganz den Blick von den dunkleren Seiten der Menschheit abzuwenden. Ein Lied wie "Madness" wäre auf früheren Muse-Alben kaum zu hören gewesen. Die Botschaft des Songs (I need to love...) wird hier, etwas museuntypisch, sehr direkt präsentiert, nicht mehr so subtil wie früher. Das mag auch am Lebenswandel des Sängers liegen, der in Sachen Liebe wohl endlich das gefunden hat wonach er gesucht hat. Liebe war zwar nie das Hauptthema von Muse, aber hier kann man zumindest ein bisschen den persönlichen Reifeprozess der Band erkennen. Mir ist bewusst, dass viele Fans sich das "alte" Muse zurückwünschen und dem großflächigen "Stadionrock" spätestens seit "The Resistance" skeptisch gegenüberstehen. Doch man sollte jeder Band die künstlerische Freiheit zugestehen sich in die Richtung zu entwickeln in die sie gehen möchte. Und Muse ist nie stagniert oder in einem Sound stecken geblieben. Sie gehören nach wie vor zu den innovativsten, kreativsten und originellsten Rockbands unserer Zeit. Welche Band kommt schon auf die Idee Klassik mit Dubsteb zu vermischen? Ich gebe zu, es scheint so als würde Muse gelegentlich über das Ziel hinausschießen (das platte Lieblingsargument der Kritiker), doch wäre Muse nicht so wie sie sind, wären sie vielleicht nur eine langweilige Band unter vielen. Muse geht an die Grenzen, mehr Bombast, Verrücktheit (im positiven Sinne) und künstlerische Verspieltheit geht kaum. Hier und da hört man Zitate von anderen Bands (allen voran Queen), aber es ist nie so als würden sie einfach nur etwas kopieren. Es entsteht immer etwas eigenständiges, das in erster Linie von der großartigen Stimme Matthew Bellamys getragen wird. Immer wenn man glaubt er hätte mit seiner Stimme die Grenze des Machbaren erreicht, setzt er noch einen drauf. Das hört man allen voran an seinem Falsettgesang im genialen Opener "Supremacy", ein Song der in seiner komplexen Struktur tatsächlich an früher erinnert. Aber das Album birgt auch untypische Momente, so etwa im Song "Panic Station", das mit seinem Funkrock zunächst so gar nicht zu Muse zu passen scheint, aber nach mehrmaligem Hören durchaus gefällt. Untypisch oder ungewohnt ist auch die Stimme des Bassisten Chris Wolstenholme, der auf zwei Songs zu hören ist (Save Me, Liquid State). Für mich sind das eher die Schwachpunkte des Albums. Seine Stimme klingt zwar melodisch und durchaus gefällig, aber im Vergleich mit Matthew Bellamy kommt er nicht ansatzweise an dessen stimmliche Vielfalt heran und die Songs klingen für Muse-Verhältnisse einfach zu gewöhnlich. Weitere Schwachpunkte sehe ich allerdings nicht. Das Highlight aus meiner Sicht ist "Explorers". Ja, hier kann man geteilter Meinung sein, aber dieser Song ist einfach so schön und wunderbar aufgebaut, dass ich mich frage ob Queen diesen Song auch so gut hinbekommen hätte. Auf jeden Fall ist das einer der schönsten Songs seit "Unintended". Wer eher auf die wütenden Songs à la "Hysteria" steht, wird mit diesem Album vielleicht etwas enttäuscht sein. "The 2nd. Law" ist viel weniger Hardrocklastig als "Absolution" beispielsweise. Trotzdem kommt die Gitarre nicht zu kurz und es sind einige wirklich tolle Gitarrensoli drauf ("BIg Freeze", "Survival"). Am besten gefällt mir das Gitarrenspiel bei "Animals", welches zwar kein prägnantes Gitarrensolo bietet, sich mit seinen virtuos gespielten Riffs aber wunderbar ins Songkonzept einbettet. Insgesamt gesehen ist "The 2nd. Law" zwar nicht das Karrieremeisterwerk von Muse und im Gesamtkontext vielleicht sogar das "schwächste" Album von Muse (was aber nur daran liegt, dass die Messlatte sehr sehr hoch ist), doch es ist ein weiteres Album das Unterhaltung auf höchstem Niveau bietet und zu keiner Zeit langweilig ist. Muse mögen so populär sein wie noch nie, aber mainstreamlastig sind sie auf keinen Fall. Vielleicht wird es irgendwann nötig sein zu den Wurzeln zurückzukehren, aber wer neuen Einflüssen offen gegenübersteht und kein "Origin of Symmetry 1-5" wünscht, müsste auch dieses Album lieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Muse wachsen im Fünf-Viertel-Takt über sich hinaus.....,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Ja, das Album wurde von der Band als sehr variationsreich angekündigt, und ja, es ist anders als alles Bisherige - wie könnte das auch sonst sein bei dieser Band. Aber "anders" heißt diesmal, dass 'The 2nd Law' das perfekte Resultat ist von einer Neuerfindung, die auf Albewährtes zurückgreift. Gleich der erste Song, "Supremacy", ist wie ein Hieb ins Gesicht all derer, die schon seit "The Resistance" darüber lamentieren, dass die Band aus Devon ihre frühere Spritzigkeit und Originalität verloren hätte: Der energiegeladene Song vereint die Origin-of-symmetry-Ära mit der Post-Resistance-Zeit und ist damit ein perfekter Einstieg ins Album - und ganz nebenbei hätte er auch noch das Zeug zu DEM Bond-Song schlechthin... Auch andere Songs sind einfach nur genial, etwa "Animals", das mit seinem hinkenden Fünfvierteltakt formal genau das Schiefe des darin angeprangerten Inhalts widerspiegelt, nämlich des geradezu animalischen Hungers der Menschen nach stetig wachsendem Reichtum, nach Macht und Gewinn, oder auch "Explorers", eine melancholische Reflexion über die Zerstörung unseres Planeten und die fundamentale Heimatlosigkeit, die einen angesichts dessen bisweilen heimsucht. Das Album, das so zornig beginnt, endet mit nachdenklichen Tönen à la Philip Glass, und genau in diesem außergewöhnlich großen Spektrum unterschiedlicher Stimmungen - man vergleiche nur "Panic Station" und "Madness"! - liegt seine Kraft. "The 2nd Law" ist ein höchst gesellschaftskritisches und für Muse auch ungewöhnlich persönliches Konzeptalbum, das seinesgleichen sucht in der schal gewordenen aktuellen Musikszene.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Madness,
Von
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Ich war ein Muse-Fan der allerersten Stunde. War. Leider. Ich sah die Jungs erstmals Ende der Neunziger auf einem Festival und sah Großes auf mich zukommen. Ich wurde nicht enttäuscht: Nach dem tollen Debüt lieferten sie mit dem zweiten Album ein gigantisches Machwerk aus Klangwänden, Verzerrungen und genialen Melodien ab. Songs wie "New Born" oder "Citizen Erased" werden immer in meiner TOP 50 stehen. Auch die weiteren Alben begeisterten mich mit Lautsprecherbelastungsproben wie "Hysteria" oder dem epischen "Knights of Cydonia". Schon bei "Black Holes..." erkannte ich damals eine stärker werdende Veränderung in den Konzepten und war in positiver Art und Weise sehr gespannt auf die Zukunft meiner Muse.Dann kam "The Resistance" und ich war zunächst erstaunt, danach enttäuscht. Immer mehr Elektro-Schnick-Schnack und überkandidelte Spinnereien zerstörten die typischen Strukuren, die sonst übliche Aggression wich einer affektierten Überheblichkeit. Bestätigt wurde mir der Imagewechsel auf einem Konzert der "Resistance"-Tour: Boybandgehabe und Effekthascherei durch eine pompöse Bühnenshow auf der einen Seite und ein Bravo-Hits-Publikum auf der anderen. Manche Bands wollen halt um jeden Preis in den Mainstream. Um jeden. Das Ende war abzusehen und ließ nicht lange auf sich warten. "The 2nd Law" kaufte ich mir - legal - als günstigen Download, für einen Albenliebhaber wie mich schon ein Statement. Meine Vorahnung war gerechtfertigt, mich empfing der wahrgewordene Drogentraum eines pupertären Popstars. Keine Substanz, keine tollen Gitarrenriffs, keine in Erinnerung bleibenden Klangwelten. Muse verlieren sich mit diesem Album in sich selbst, sie habe ihre Musikerseele zugunsten eines Egoshootings verkauft. Hauptverantwortlich dafür sehe ich in erster Linie Matthew Bellamy, der seinen Größenwahnsinn nun ohne Hemmungen auslebt. Schade eigentlich, er hätte einer der ganz Großen werden können. Nun sorgt er aber dafür, dass Muse für mich Geschichte sind und ich von ihnen nur noch in der Vergangenheit reden und denken werde. Leider. Alles, was jetzt noch kommen wird, kann mit dem Titel des Albumhits umrissen werden: Madness. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Muse bringt es mit jeder neuen CD auf den Punkt,
Von DTP- Smile (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Zum Glück ist Musik Geschmacksache, sonst würden alle das Gleiche hören. Als MUSE Fan geht man sicherlich ein wenig unkritischer mit neuen Songs "seiner" Band um. Aber: m.E. hat MUSE das gewohnt hohe Niveau auch beim neuen Album halten können. Ich finde das Album sehr gut, auch, weil manche Songs sich erst nach mehrmaligen Hören erschließen. Für mich immer ein gutes Zeichen, da die Erstbegeisterung beim Hören mancher Rock- und Popsongs so schnell verfliegt, wie sie gekommen ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gelungene Weiterentwicklung,
Von Pejco "Addicted" (Plaidt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition CD+DVD im Softpack) (Audio CD)
Monatelang hatte ich mich nach neuem Muse-Material verzehrt, nachdem ich vom Vorgänger-Album “The Resistance” eher semi-begeistert gewesen war. Endlich neue Lieder, die bekannt durchgeknallten Gitarrenriffs von Bellamy, die epischen Sounds. Und dann war es also soweit: “The 2nd Law” erstrahlte in meinem Musikplayer, mit verheißungsvollem Cover und einer ordentlichen Anzahl von insgesamt 13 Liedern.Kopfhörer auf die Ohren gesetzt, kurze Info an die Kids gegeben (“Mami ist jetzt mal weg. Also, technisch gesehen bin ich ja noch da, aber praktisch gesehen nicht. Also bitte an Papi wenden, falls euch die Haare brennen oder ihr euch die Finger mit Sekundenkleber an der Kloschüssel festgeklebt habt. Hab euch lieb.”) und die Lautstärke angepasst, und los ging's. Nach etwas über 50 Minuten Extrembeschallung legte ich die Kopfhörer bei Seite, schaltete den PC aus, und ging eine Zigarette rauchen. Muss ich mehr sagen? Das Album ist gut. Wirklich gut. Verdammt gut sogar. Es ist anders. Manche würden sagen “zeitgemäßer”, andere vielleicht doch eher “poppiger”. Ich für meinen Teil mag das Album, weil es eine konsequente Weiterentwicklung der letzten Jahre perfekt auf den Punkt bringt. Im Vorfeld las ich viel Kritik über genau diesen Punkt bei Muses “2nd Law”-’Album. Zu Queen-lastig, hieß es da. Zu viel Twillight-Sound, zu viel Bono-Gesang. Nichts von diesen Aussagen kann ich persönlich gelten lassen. Für mich sind die Einflüsse zur Entstehung des Albums nachvollziehbar (an dieser Stelle kurz mal eine tiefe Verbeugung vor U2 und ein standesgemäßer Kniefall für Queen und den unsterblichen, ewigen Freddy Mercury), aber nicht so penetrant umgesetzt, als dass man Muse als solches nicht mehr erkennen würde. Ich mag die Ironie mancher Lieder, die Tiefe anderer, den Beat einiger und vor allem die Tatsache, dass diesmal auch Chris (Bassist der Band) zum Mikro gegriffen hat um zwei seiner eigenen Songs zum Besten zu geben. Sehr gut! “The 2nd Law” besticht durch Vielfalt, durch zahlreiche Facetten, durch Kreativität, durch Tiefsinn, durch musikalisches Talent und durch Epik, die Muse zweifelsfrei in ihren Liedern gezielt zum Ausdruck bringt. Das Album zu hören ist ein bisschen so, als würde man einen sehr guten Freund nach langer Zeit zum ersten Mal wieder sehen und sich denken “Hej, der hat sich gut entwickelt”. Anders als vorher, aber deshalb nicht schlechter. Und das ist auch mein abschließendes Fazit für das sechste Album der Brit-Rocker. Einmal mehr ist ihnen ein echter Clou gelungen, den man entweder lieben oder hassen kann. Ich für meinen Teil tue definitiv Ersteres und empfehle das Album uneingeschränkt weiter. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Übergröße,
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Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Limited Edition in Softpack) (Audio CD)
Zum Fan hat es bei Muse nie gereicht – zu salbungsvoll, zu indie, zu prog, irgendwas kam immer dazwischen. Mittlerweile ist man jedoch froh, sich den Alben der Engländer derart unvoreingenommen nähern zu können, denn anders als der eingeschworene Anhang muss man sich nicht mit Bauchschmerzen und Erwartungsängsten herumplagen wenn es darum geht, Matt Bellamy wieder ein Stück seines Weges zwischen Wahnsinn und Weltherrschaft zu begleiten. Spätestens seit 2006 und dem Album „Black Holes And Revelations“ bastelt das Trio in regelmäßigem Dreijahresabstand an einer Art monströsem Universalrock und mit „2nd Law“ scheint ihnen wieder ein mächtiger Schritt hin zur ganzheitlichen Formel der Glückseligkeit gelungen zu sein. Muse präsentieren sich einmal mehr als die Meister der Nivellierung, hier zählen kein U und kein E, kein Pop und kein Metal, nicht Klassik und nicht Rock, sie machen nicht einfach alles gleich, sondern heben es auf ihr Niveau und verbauen es mit viel Aufwand in diese wuchernden, wilden Ungetüme.Dass sich die Anfeindungen trotz Wahnwitz und Spleen in Grenzen halten, hat gleich mehrere Gründe: Sie sind auf sympathische Art nervös, das haben die drei oft genug betont, ein jedes Mal hoffen sie inständig, dass sich das Abenteuer noch wer zumuten will. Zum zweiten: Sie sind verdammt konsequent. Keine Ausnahmen, kein Herantasten, keine halben Sachen – hier möchte man, ganz stadiontauglich, rufen: „Siehst Du, [Brandon] Flowers, so wird das gemacht, so wird...“ Wenn also Rockoper, dann massiv, dann werden Chöre geschichtet, bis nichts mehr über- und nebeneinander paßt („Survival“), wenn Maschinenmusik, dann mit gewaltigstem Gestampf und vollkommener Synthetik („Unsustainable“, „Isolated System“), wenn Plüsch, dann bitte XXL („Explorers“). Wichtigster Punkt – man kommt nicht drumherum: Muse erweisen sich als die einzig ernstzunehmenden Erben des Glamrockpops von Queen. Dabei geht es nicht darum, dass Bellamy den Mercury gibt, auch wenn seine Stimme zuweilen der des Ausnahmecharismatikers sehr nahe kommt. Es ist auch nicht so, dass ein kompletter Song von „2nd Law“ einem Queenstück zuzuordnen wäre. Aber man erwischt sich ständig, Bruchstücke und Sequenzen zu vergleichen, Erinnerungen docken an und das nicht zu knapp – voilá: Madness vs. I Want To Break Free, Panic Station vs. Another One Bites The Dust, Survival vs. Bicycle Race, Follow Me vs. Who Wants To Live Forever, Explorers vs. Love Of My Life, die Reihe ließe sich nach Belieben fortsetzen. Es ist, zurück zur Platte, ein riesenhafter Brocken geworden, ein karnevalistisches Durcheinander. Schon der Einstieg mit „Supremacy“ hat alles, vom Brachialriff über ein gleißendes Gitarrensolo bis zur kompletten Orchesterbesetzung. „Madness“ ist als erste Single ein wahrer Killertrack, dem sich zur Mitte (s.o.) Brian May anzuschließen scheint, „Panic Station“ gibt sich so funky wie INXS in ihren besten Zeiten, bei „Follow Me“ pulsieren Song und Hörerherz im Gleichklang und für „Big Breeze“ nehmen die Jungs das Breitwandkino von U2 auf die Schippe. Dass Tempo und Anspruch nicht durchzuhalten sind, scheint schlüssig – „Save Me“ und „Liquid State“ fallen gegen die Vorgänger etwas ab, aber nur, um den bombastischen Schlußakkord der Doppelnummer „Unsustainable“ und „Isolated System“ einzuläuten. Der gelingt dann wieder gewohnt spannend, düster, das Stroboskop blitzt und flimmert – Drama, Baby! Künstlich? Kitschig? Popcornpop? Klar, die geballte Ladung. Soll keiner sagen, Muse wären ihm ‚zu sehr Mainstream‘ – das Formatradio, das sich an solche Titel wagt, muss in Deutschland noch erfunden werden. Nein, die richtige Frage kann nur lauten:„Und wann hatten Sie zuletzt so viel Spaß?“ Eben. mapambulo:blog Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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The 2nd Law [Explicit] von Muse
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