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5.0 von 5 Sternen Das Schöne ...
… und manchmal auch das Nervige - an uns Musikfreunden ist die Tatsache, dass unsere Geschmäcker nicht homogen sind. Es gibt immer solche und solche. Anhand von Bands wie Muse lässt sich das hervorragend aufzeigen. Da gibt es jene, die die drei Engländer seit jeher grausam finden, was meist mit der schwelgerischen Traurigkeit der Musik, der...
Veröffentlicht am 28. September 2012 von ROTT

versus
93 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Trauerstimmung...
Ich habe selten das Bedürfnis bei Alben eine Rezension zu schreiben da sich über Geschmack eigentlich nicht streiten lässt.
Dennoch muss ich das jetzt mal los werden sonst macht es Poff und ich platze vor Frust.

Ich bin Muse-Fan seit der ersten Stunde und diese Band hat eine Monopolstellung auf meiner Playerlist und ist in den Top 100 mit...
Veröffentlicht am 3. Oktober 2012 von Sidra


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129 von 146 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schöne ..., 28. September 2012
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
… und manchmal auch das Nervige - an uns Musikfreunden ist die Tatsache, dass unsere Geschmäcker nicht homogen sind. Es gibt immer solche und solche. Anhand von Bands wie Muse lässt sich das hervorragend aufzeigen. Da gibt es jene, die die drei Engländer seit jeher grausam finden, was meist mit der schwelgerischen Traurigkeit der Musik, der musikalischen Maßlosigkeit und Matthew Bellamys Falsettstimme zusammenhängt. Andere lieben sie aus exakt demselben Grund. Muse polarisiert. Und „The 2nd law“ bleibt wie gehabt eine musikalische Wundertüte. Die Band geht unbeirrbar ihren eigenen Weg weiter und vermischt Stile und Ideen. Vielleicht ist es noch viel zu früh, das Album zu beurteilen, aber ich möchte wie so oft meine ersten Eindrücke teilen.

SUPREMACY beamt den erfahrenen Fan sofort in sein vertrautes Universum. Ein Eröffnungssong wie man sich ihn wünscht, larger than life mit seinen Chören, den Streichern, dem kernigen Riff, dem theatralischen Solo und den Tempowechseln. Led Zep‘s Kashmir im James Bond 007 Gewand. Herrlich! Spannend ist natürlich die Frage, wo ein solcher Song einen Nicht-Muse-Erfahrenen hinbeamt. Aber ich denke, dass ist eine zu theoretische Nerd Diskussion …. ;-).

MADNESS ist dann direkt eine ganz andere Geschichte und glücklicherweise ja schon als Single veröffentlicht gewesen. Glücklicherweise, weil er vielleicht doch etwas Eingewöhnung benötigt. Der Song entspricht auch der dubiosen Vorankündigung und beginnt mit einem Dub Beat, der dann schnell nach Queen Ende der 80er klingt, um in der Melodie Richtung George Michaels "Faith" zu schwenken. Autsch! Da kann einem schon schummrig werden, der Song setzt sich aber schnell fest, brillant, Muse halt. Bei der Veröffentlichung von der ersten Single SURVIVAL sagten Muse, sie hätten etwas Heisses und Aufregendes gemacht und den Tiger losgelassen. Mit MADNESS setzen sie dem Tiger Püschelohren und eine Sonnenbrille auf. Cool, unerwartet und wie gesagt, brillant!

PANIC STATION wird bei den älteren Fans, die die 80er miterlebt haben, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sofort die Buchstaben INXS auftauchen lassen. White Funk, und zwar sehr funky, das hatten wir glaube ich noch nicht bei Muse bis dato. Sehr kurz, sehr knackig. Auf jeden Fall dann dem Song etwas vorsichtiger nähern, vor allen, wenn Du zu jung bist, unm INXS zu kennen.

PRELUDE kann man getrost überspringen, ist nur eben dies.

SURVIVAL war als Single ja schon bekannt. Muse leben ihre Verehrung zu Queen aus, in voller Breite. Erstaunlich immer wieder, dass das so gut funktioniert. Der Song funktioniert natürlich auch noch im Kontext der gesamten Platte.

FOLLOW ME …. Drei Worte nur, Oh mein Gott! Zu Beginn erinnert der Song mit seinem Synthigesummse noch ein wenig an das hochgeschätzte „Take a Bow“, im Refrain geht’s dann aber voll in die Eurodisco. Ich bin auch nach mehrmaligen Hören immer noch etwas ambivalent. Das könnte ein bischen zu viel des Guten sein.

ANIMALS gibt zum ersten Mal etwas Luft zum Durchatmen. Der Song ist einfach aufgebaut, die Gitarren perlen fast schon ein Popsong. Er bietet aber ein sehr willkommene Abwechselung, wenn man die Platte in der Reihenfolge hört (und nicht rumshuffelt ;-) Erst gegen Ende wird es etwas unruhig.

EXPLORERS beginnt mit einem schönen Klavier- und Glockenspielintro. „Free me, free me from this world, I don’t belong here“ schmachtet Matt, die Streicher schwellen behutsam an. Der Song bleibt hübsch, aber auch unspektakulär.

BIG FREEZE zieht dann den Hut vor dem Gitarrenspiel von the Edge, der Song ist aber kein billiger U2 Abklatsch und wird mit dem typischen Muse Chorus ziemlich sicher zu einem Live Highlight.

SAVE ME gehört zu den „einfachsten“ Songs des Albums, eine sehr schöne Ballade ohne große Hektik und Breaks. Bassist Chris darf singen, bevor ihr Euch wundert was da passiert. Stimmlich erinnert er sehr an Herrn Wilson (Porcupine Tree u.a.). Außerhalb des Albums gehört würde man wahrscheinlich gar nicht auf Muse tippen, sondern bspw. auf eine der ruhigeren Midtempo Songs von Porcupine Tree, oder einfach eine schöne Softrock Nummer.

Kaum ist der letzte Song abgeklungen, sägt LIQUID STATE im wahrsten Sinne des Wortes los. Wieder mit Chris am Mikro. Der Song ist kurz und knackig, sehr rockig und fast schon grungig an manchen Stellen.

Es folgt dann nur noch ein würdiges Ende, die beiden Parts von THE 2ND LAW, einer kleinen Rockoper bzw. einem Hörspiel. Part 1 (UNSUSTAINABILITY) skizziert das Chaos, musikalisch und textlich, wühlt mit seinen Nachrichtenpassagen und den Chaos von verschiedenen Sounds auf. Part 2 (ISOLATED SYSTEM) löst dieses Chaos durch seine schlichte Schönheit dann wieder auf und lässt das Album ausklingen.

Und damit ist das Album schon wieder vorbei nach 55 Minuten. Beim ersten Durchlauf brauchte ich eine kleine Pause, weil das doch recht viele Eindrücke waren. Bei den nächsten Durchläufen habe ich immer wieder sofort von vorne angefangen. Es ist im Prinzip wie bei jedem Muse Album, zumindest den drei letzten. Es gibt viel zu entdecken und dafür sollte man sich Zeit lassen. Man muss allerdings wie immer ein wenig die Tür zur Realität und seinen „normalen“ Hörgewohnheiten schließen und sich in Ruhe zurückziehen. Wenn man das macht, dann wird man auch „2nd Law“ zu schätzen wissen. Wenn man das nicht kann oder will, sollte man auch von „2nd Law“ die Finger lassen. Eine paar nicht so brillante Songs sind wie immer auch dabei, aber ebenso auch viele Highlights. Und ob das nun 4 oder 5 Sterne sind, Himmel, keine Ahnung, ich komme gerade erst wieder in der Realität an … ;-)
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43 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf MUSE ist verlass!!!, 30. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als eingefleischter Muse-Fan ist das so eine Sache... Schon als der Trailer mit dem Track "Unsustainable" auf Youtube veröffentlicht wurde, brodelte es heftig in der Gerüchteküche. Macht Muse jetzt Dubstep? Soll der Trailer irreführen, möglicherweise polarisieren?
Als dann die erste Single "Madness" veröffentlicht wurde, befürchtete ich bereits das schlimmste. Muse MACHT Dubstep. Nichtsdestotrotz habe ich mir das Album bestellt. Wenn es sich um ein Dubstepalbum gehandelt hätte, hätte sich das Album wenigstens optisch gut in meiner Sammlung geschlagen... Aber Muse hatte andere Pläne.

Hier meine Rezension:

S u p r e m a c y: Genial, erinnert etwas an 007 und zwar an einen verdammt Guten. Die Mischung aus groovigen Gitarren und Bassriffs in Verbindung mit den Streichern und Blechbläsern ist einzigartig und die Marschmusik im Verse verleiht dem Stück eine dynamischere Note.
- Fans kommen hier voll auf ihre Kosten - Trotz neuer Klänge.

M a d n e s s: Ziemlich einfach gehalten, Dubstep Elemente, für Fans und Kenner des "Muse-Sounds" eine Herausforderung. Mein persönliches Highlicht war der Schlussteil des Liedes (ca. ab dem Solo= der eine unglaubliche Atmosphäre erzeugt.
- Gewöhnungsbedürftig aber gut.

P a n i c S t a t i o n: Ein leichter funkiger Song. Muse hat experimentiert und einen Sound geschaffen den man so noch NIE von Ihnen gehört hat. Wer Funk mag, ist hier genau richtig. Die Melodie geht beim einen Ohr rein und beim anderen nicht mehr raus. Für mich einer der besten Songs / wenn nicht der beste Song des Albums.
- Ohrwurm pur

P r e l u d e: Orchestral, schön anzuhören. Passt.

S u r v i v a l: Erinnert etwas an Queen. Musikalisch clever und ausgereift, wie man Muse eben kennt. Einziges Manko: der Text. Das ist man von Muse garnicht gewohnt. Oberflächlicher und schwacher Text 100% auf die Olympiade abgestimmt. Schade denn das Lied ist wirklich gut. Aber wer würde ein deutsches Lied mit folgendem Text hören? :
"Rennen, es ist ein rennen
und ich werde gewinnen
Ja ich werde gewinnen
ich werde niemals verlieren"
- Sorry Muse... Olympia schön und gut, aber das Lied hätte nicht aufs Album gemüsst.

F o l l o w M e: Seeehr angenehmer Kontrast zu Survival. Textlich sehr stark und emotional. Der Dubstep kehrt zurück, macht sich aber ganz gut.
- Emotional

A n i m a l s: Ein weiteres Highlight. Die Melodie des E-Piano ist fast schon hypnotisierend, gegen Ende nimmt das Lied auch noch einmal fahrt auf. Die Message die Muse hier rüberbringt ist zudem genial. Sehr politisch und kritisch. Die Aufnahmen der Aktionäre in der Wall Street am Schluss hören sich wirklich nach Tiergeschrei an. Passt perfekt zum Thema
- Politisch. Kritisch. Musikalisch hervorragend.

E x p l o r e r s: Als ich den Anfang hörte musste ich sofort an die alte B-Seite "Shine" von Muse denken. Die Stimmung ist in diesen beiden Liedern ziemlich ähnlich. Eine schöne Ballade.
- Einfach anhören und in fremde Galaxien reisen.

B i g F r e e z e: Wieder Funk Elemente, das Stück steigert sich zum Ende hin und ist ein schöner Kontrast zu Explorers. Muse hat sich bei der Anordnung der Lieder wirklich Gedanken gemacht. Altbekannte Synthie-Sounds und schrille Gitarrenparts zaubern jedem Fan ein Lächeln ins Gesicht.
- Neu und doch irgendwie bekannt.

S a v e M e: Der Bassist Chris zum ersten mal als Hauptstimme! Wenn man die Geschichte mit Chris' Alkoholabhängigkeit im Hinterkopf hat, wird man sogar nochmehr mitgerissen. Einfach Respekt für diesen emotionalen, anders klingenden und tollen Song von Chris Wolstenholme!
- Danke Chris.

L i q u i d S t a t e: Noch einmal Chris! Der mit Abstand heftigste Track des Albums, coole Riffs, cooler Sound, gute Stimme. Kann zwar nicht ganz mit Matts Stimme mithalten, doch als Songwriter hat sich Chris bewiesen!
- Zeit zum Losrocken!

U n s u s t a i n a b l e + I s o l a t e d S y s t e m: Netter Abschluss. Vor allem des apokalytisch anmutende Unsustainable bringt die Message des Albums gut rüber. Isolated System wirkt durch die repetitive Melodie hypnotisierend und versetzt einen fast schon in Trance. Sehr schön!

Nach anfänglichen Zweifeln kann ich also nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Muse enttäuscht einen eben nie. Wer jedoch zu engstirnig denkt und vielleicht nicht offen für Neues ist, (oder Dubstep und Funk generell ablehnt) fährt mit den alten Alben evtl. besser.

Danke fürs Lesen! (:
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93 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Trauerstimmung..., 3. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe selten das Bedürfnis bei Alben eine Rezension zu schreiben da sich über Geschmack eigentlich nicht streiten lässt.
Dennoch muss ich das jetzt mal los werden sonst macht es Poff und ich platze vor Frust.

Ich bin Muse-Fan seit der ersten Stunde und diese Band hat eine Monopolstellung auf meiner Playerlist und ist in den Top 100 mit mehr als 80 Songs vertreten. Ich habe nichts gegen Veränderung und Neuerungen. Nein… ganz im Gegenteil. Auf den letzten Alben haben sie mich sogar schwer begeistert und mitgezogen.

The 2end Law wurde von mir mit großer Spannung erwartet.
Als Survival released wurde konnte ich nicht viel mit anfangen aber ich habe auch nicht die Erwartungshaltung das mir jedes Lied gefallen muss. Waren bisher immer mindestens fünf bis sechs Lieder dabei die mich vom Stuhl fegen konnten. Also gewartet und gehofft! Nach dem Dubstep lastig anmutenden Teaser dachte ich auch immer noch positiv beschwingt an eine nette Stil-Ergänzung. Als Madness released wurde war ich sogar vollkommen von meinen Sorgen befreit, da sich alle neuen musikalischen Elemente stimmig anhörten und darüber hinaus Matt Bellamy weder an Stimmgewalt noch musikalischem Genie verloren hatte. So schien es zumindest…

Jetzt befindet sich das gute Stück in meinem CD-Regal. Mehr als zwanzigmal durchgehört. Leider nicht aus purer Begeisterung. Mehr aus dem Willen (oder Verzweiflung) jedem einzelnen Lied etwas Gutes abgewinnen zu wollen und die Tiefe darin zu begreifen, die sich meinen Ohren nicht darbieten will. Ich höre dass es Muse sind. Immer wieder blitzen sie auf. Man denkt „Da sind sie!“ und im nächsten Moment wird man wieder von flachen Mainstream Rhythmen, stilistischen Leihgaben anderer Bands und kitschig anmutenden Stimm Anwandlungen Matt Bellamys ins hier und jetzt geschmissen. Die ganzen Neuerungen wären mir schnuppe wenn das was eine Band ausmacht dabei erhalten geblieben wäre. Ihr ganz spezieller Klang. Ich brauche weder Queen 2.0 noch Skrillex 2.0... Muse 2.0 wäre mir lieber! Musik die einen mitreißt, begeistert, thematisch wie musikalisch abholt und einfach fetzt.

Ich wünschte ich könnte auch dieses Mal auf dem positiven Pool der Polarisierung sitzen und mich an dem Album erfreuen. Ich mag niemand die Freude daran nehmen. Wirklich… freut euch wenn ihr es gut finden könnt! Auf der bösen Seite der Macht macht es grad nicht viel Spass!

Einen Stern für Madness.
Die anderen werden konfisziert bis ihr wieder Ihr selbst seid.

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Aus gegebenem Anlass noch mal für alle 5-Sterne-Befürworter und ganz speziell die
"Wie kann man seiner Lieblingsband nur EINEN STERN geben!"-Meinungsträger:

Was mir auf die Nerven geht: Leute die sich wegen Kritik anderer auf ihren musikalischen Schlips getreten fühlen. Mal ehrlich. Wer dem Album hier fünf Sterne geben will soll es doch bitte machen. Anscheinend hält die Platte für Euch das parat was Ihr von Muse hören wollt. Und das ist prima! Echt... ich würde gerne tauschen.

Mal logisch gedacht: Nur weil man Muse mag, heißt es nicht gleich das man dieselben Lieder mögen muss wie Fan A,B oder C. Wer wie ich Map Of The Problematique, MK Ultra oder Resistance zu seinen Lieblingsliedern zählt darf auch als echter Hardcore-Muse Fan bei Lieder wie Guiding Light oder I Belong to You den Skip Button drücken. Jeder pickt sich das raus was ihm gefällt. That's it!

Leider ist die Ernte bei diesem Album ein einziges Lied. Ein Einziges. Nach drei Jahren Vorfreude Spannung und Ungeduld trifft es ein 'enttäuscht und verzweifelt' wohl besser als trotzig oder eingeschnappt. Mir tut es tatsächlich weh meiner Lieblingsband für ein Album nur einen Stern geben zu müssen. Da ich jetzt nicht auf eine Audienz mit Muse hoffe um kund zu tun das mich die Entwicklung traurig macht kann ich mich als enttäuschter Fan nicht viel anders 'wehren' als mit nur einem Stern.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muse wachsen im Fünf-Viertel-Takt über sich hinaus....., 10. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, das Album wurde von der Band als sehr variationsreich angekündigt, und ja, es ist anders als alles Bisherige - wie könnte das auch sonst sein bei dieser Band. Aber "anders" heißt diesmal, dass 'The 2nd Law' das perfekte Resultat ist von einer Neuerfindung, die auf Albewährtes zurückgreift. Gleich der erste Song, "Supremacy", ist wie ein Hieb ins Gesicht all derer, die schon seit "The Resistance" darüber lamentieren, dass die Band aus Devon ihre frühere Spritzigkeit und Originalität verloren hätte: Der energiegeladene Song vereint die Origin-of-symmetry-Ära mit der Post-Resistance-Zeit und ist damit ein perfekter Einstieg ins Album - und ganz nebenbei hätte er auch noch das Zeug zu DEM Bond-Song schlechthin... Auch andere Songs sind einfach nur genial, etwa "Animals", das mit seinem hinkenden Fünfvierteltakt formal genau das Schiefe des darin angeprangerten Inhalts widerspiegelt, nämlich des geradezu animalischen Hungers der Menschen nach stetig wachsendem Reichtum, nach Macht und Gewinn, oder auch "Explorers", eine melancholische Reflexion über die Zerstörung unseres Planeten und die fundamentale Heimatlosigkeit, die einen angesichts dessen bisweilen heimsucht. Das Album, das so zornig beginnt, endet mit nachdenklichen Tönen à la Philip Glass, und genau in diesem außergewöhnlich großen Spektrum unterschiedlicher Stimmungen - man vergleiche nur "Panic Station" und "Madness"! - liegt seine Kraft. "The 2nd Law" ist ein höchst gesellschaftskritisches und für Muse auch ungewöhnlich persönliches Konzeptalbum, das seinesgleichen sucht in der schal gewordenen aktuellen Musikszene.
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4.0 von 5 Sternen Hohe Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, 9. November 2012
Ja ich muss zugeben ich hab mir schon auch ein bisschen mehr erwartet als ich die ersten Schnipsel von Unsustainable gehört habe. Es ist auch klar, dass die Kreativität nicht unerschöpfbar (da haben sich die Jungs schon gut gehalten - es soll ja auch nicht immer alles gleich klingen) ist und auch Alternative Bands ein bisschen Mainstream machen "müssen" um die Verkäufe und Bekanntheit anzukurbeln.
Die beiden 2nd Law Title-Tracks finde ich einfach genial und typisch Muse. Das Intro von Unsustainable mit den Streichern und das theatralische "Jaulen" von Matt...wahnsinn. Den Rest kann man so etwa zur Hälfte auch meistens noch mit Muse identifizieren, aber der Rest ist einfach nur "Füllmaterial". Es ist nicht unerträglich aber eben sehr mainstream-poppig und erinnert teilweise an 80'er und 90'er Pop. Die letzte CD (The Resistance) war schon recht Pop-lastig, aber der Kuchen kann eben nicht nur aus Rosinen bestehen ;). In dem Geschäft muss man es auch mal vielen Recht machen und sie wollen ja auch noch ne Weile Scheiben verkaufen. Der Trend zum Mainstream-Wischwasch ist früher oder später bei allen großartigen Bands und Künstlern (Placebo, Garbage, Bryan Adams, Queen, ...)festzustellen oder sie verschwinden einfach und es gibt keine neuen Sachen mehr.
Ich finde mich also mit dieser Entwicklung ab und hoffe das die Rosinen nicht stetig kleiner und weniger werden sonst schmeckt der Kuchen auch nicht mehr.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muse, 5. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den Interpreten habe ich kürzlich bei meiner Tochter gehört und gesehen. Ich war, trotz meines alters (57) absolut begeistert und konnte mir nicht erklären, dass ich bislang Muse nicht wissentlich gekannt habe! Tolles Erlebnis, himmlische Musik!
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24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Übergröße, 28. September 2012
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Zum Fan hat es bei Muse nie gereicht – zu salbungsvoll, zu indie, zu prog, irgendwas kam immer dazwischen. Mittlerweile ist man jedoch froh, sich den Alben der Engländer derart unvoreingenommen nähern zu können, denn anders als der eingeschworene Anhang muss man sich nicht mit Bauchschmerzen und Erwartungsängsten herumplagen wenn es darum geht, Matt Bellamy wieder ein Stück seines Weges zwischen Wahnsinn und Weltherrschaft zu begleiten. Spätestens seit 2006 und dem Album „Black Holes And Revelations“ bastelt das Trio in regelmäßigem Dreijahresabstand an einer Art monströsem Universalrock und mit „2nd Law“ scheint ihnen wieder ein mächtiger Schritt hin zur ganzheitlichen Formel der Glückseligkeit gelungen zu sein. Muse präsentieren sich einmal mehr als die Meister der Nivellierung, hier zählen kein U und kein E, kein Pop und kein Metal, nicht Klassik und nicht Rock, sie machen nicht einfach alles gleich, sondern heben es auf ihr Niveau und verbauen es mit viel Aufwand in diese wuchernden, wilden Ungetüme.

Dass sich die Anfeindungen trotz Wahnwitz und Spleen in Grenzen halten, hat gleich mehrere Gründe: Sie sind auf sympathische Art nervös, das haben die drei oft genug betont, ein jedes Mal hoffen sie inständig, dass sich das Abenteuer noch wer zumuten will. Zum zweiten: Sie sind verdammt konsequent. Keine Ausnahmen, kein Herantasten, keine halben Sachen – hier möchte man, ganz stadiontauglich, rufen: „Siehst Du, [Brandon] Flowers, so wird das gemacht, so wird...“ Wenn also Rockoper, dann massiv, dann werden Chöre geschichtet, bis nichts mehr über- und nebeneinander paßt („Survival“), wenn Maschinenmusik, dann mit gewaltigstem Gestampf und vollkommener Synthetik („Unsustainable“, „Isolated System“), wenn Plüsch, dann bitte XXL („Explorers“).

Wichtigster Punkt – man kommt nicht drumherum: Muse erweisen sich als die einzig ernstzunehmenden Erben des Glamrockpops von Queen. Dabei geht es nicht darum, dass Bellamy den Mercury gibt, auch wenn seine Stimme zuweilen der des Ausnahmecharismatikers sehr nahe kommt. Es ist auch nicht so, dass ein kompletter Song von „2nd Law“ einem Queenstück zuzuordnen wäre. Aber man erwischt sich ständig, Bruchstücke und Sequenzen zu vergleichen, Erinnerungen docken an und das nicht zu knapp – voilá: Madness vs. I Want To Break Free, Panic Station vs. Another One Bites The Dust, Survival vs. Bicycle Race, Follow Me vs. Who Wants To Live Forever, Explorers vs. Love Of My Life, die Reihe ließe sich nach Belieben fortsetzen.

Es ist, zurück zur Platte, ein riesenhafter Brocken geworden, ein karnevalistisches Durcheinander. Schon der Einstieg mit „Supremacy“ hat alles, vom Brachialriff über ein gleißendes Gitarrensolo bis zur kompletten Orchesterbesetzung. „Madness“ ist als erste Single ein wahrer Killertrack, dem sich zur Mitte (s.o.) Brian May anzuschließen scheint, „Panic Station“ gibt sich so funky wie INXS in ihren besten Zeiten, bei „Follow Me“ pulsieren Song und Hörerherz im Gleichklang und für „Big Breeze“ nehmen die Jungs das Breitwandkino von U2 auf die Schippe. Dass Tempo und Anspruch nicht durchzuhalten sind, scheint schlüssig – „Save Me“ und „Liquid State“ fallen gegen die Vorgänger etwas ab, aber nur, um den bombastischen Schlußakkord der Doppelnummer „Unsustainable“ und „Isolated System“ einzuläuten. Der gelingt dann wieder gewohnt spannend, düster, das Stroboskop blitzt und flimmert – Drama, Baby! Künstlich? Kitschig? Popcornpop? Klar, die geballte Ladung. Soll keiner sagen, Muse wären ihm ‚zu sehr Mainstream‘ – das Formatradio, das sich an solche Titel wagt, muss in Deutschland noch erfunden werden. Nein, die richtige Frage kann nur lauten:„Und wann hatten Sie zuletzt so viel Spaß?“ Eben. mapambulo:blog
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein "neuartiges" und befremdliches Muse, 10. Januar 2013
Von 
V. Mayr "Metalhead" (Breitscheidt (Ww)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law (Audio CD)
Muse sind ein exzellentes Trio nach vergleichbarem man sich auf langwierige Suche begeben müsste. Besonders Matthew Bellamy zeichnet den Sound der Briten mit seiner endlos charismatischen und vielschichtigen Stimme. Muse wussten von Beginn an immer darum das Korsett nicht zu eng zu schnüren und die volle Bandbreite von treibenden Grooves, traurig balladeskem Gefilde, Dynamik und Virtuosität über mehrstimmige Höchstleistung bis hin zu Philharmonie-getränkten Streicher-Klavier-Kompositionen auszuschöpfen. Stets mit einzigartigen Klangflächen, interessanten Arrangements und der Gabe exzellent auf eine ganz eigene Weise zu klingen. Man möchte sagen speziell, doch nicht im negativen Sinne – gewöhnungsbedürftig ja, ohne Frage -, nein vielmehr wurde von Sekunde null an beinahe ungestüm (aber erfolgreich wie man sieht) mit Wert auf das Originelle gearbeitet. Die Briten haben ihren eigenen Sound kreiert und haben und sich von Rundling zu Rundling nicht auf der Stelle gedreht sondern konsequente Veränderung und Flexibilität versprüht. Schlechten Wiedererkennungswert vermochte man ihnen dennoch nie zu attestieren.

Genug des Lobgesangs, kommen wir zu der neuen Langrille: "The 2nd Law".
Bei aller Finesse, Musikkunst und Brillanz. Dieser Entwicklung möchte man es (natürlich meiner Meinung nach) verbieten sich "Weiterentwicklung" zu nennen. Selbstredend: Neue Sounds, neues Klangbild, neue Abwechslung, neuer kreativer Musikgeist und der Wiedererkennungswert bleibt dennoch erhalten. Doch würde man Bellamys Organ nicht auch als "Muse" erkennen wenn seine Stimmgewalt sich neuerdings über die Klänge des Reggaes erstrecken würde? Hier sind es indessen eben zu groß aufgetragene Symphonie-Passagen und Elektrosounds in aller Vielzahl.
Was mich bei "Black Holes And Revelations" und "The Resistance" noch auf wundersame Weise wahrlich überraschend vom Hocker hauen konnte endet mit diesem Album für mich persönlich bei einem Muse-Kosmos welcher sich als Irrgarten entblößt. Kritik geht mir allerdings mitnichten allein wegen dieser kompletten Elektro-Kitschsound-Neustrukturierung über die Lippen sondern vielmehr weil sich das Trio hier leider schwer tut die Dauerbenutzung (es sind inzwischen nicht mehr nur Einsprengsel) dieser neuartigen Elemente in ihren Sound zu integrieren.

Beispiel "Follow Me". Sehr typische Eröffnung für einen Muse-Song, ein echtes Schmankerl für die Ohren, beim Refrain angelangt dröhnt jedoch ein seltsam Dubstep-lastiger Electro-Beat aus den Boxen. Jetzt auch noch Dubstep auf "The 2nd Law"? Grundsätzlich spricht das nicht gegen meinen Geschmack (im Gegenteil, ich mache selber Electro-Musik), aber es erweist sich in dieser Kombination als unpassend. Ebenso "Madness". Die Gesamtgesangliche Leistung kann hier einmal mehr positiv unterstrichen werden (ausgenommen dem Fremdscham erzeugenden "Ma-ma-ma-ma-ma-ma-ma", welches auf den Titel hinsprechen soll), auch das Songwriting ist angenehm balladesk und ansprechend, negativ polarisierend und Vorzeigesong ist "Madness" für mich weil einzig ein paar ungewohnt dämliche Pop-Ideen und der elektrische Kommerzdrang unangemessen auf den Sound wirken. Tolle Ansätze sind generell häufig vorhanden, vermögen es allerdings trauriger weise selten sich richtig zu entfalten.
Einzig "Animals" (treibend aber angenehm ruhig) und "Big Freeze" (quasi der Bahnbrecher der Scheibe) betrachte ich als wirklich hörenswert. Bevor ich hier mit zu vielen Unkenrufen geschockt habe möchte ich außerdem gerne betonen, dass ich stets in Referenz zu den Vorgängeralben rede.

Im Fazit fällt das neue Werk von Muse schreckhaft enttäuschend ab, wobei die Messlatte qualitativ auch anspruchsvoll hoch gelegen war. Technisch streben Muse selbstredend abermals hohes Niveau an, wobei auf "The 2nd Law" die wirklich interessanten und rhythmisch "coolen" Drum-Parts vergeblich auf sich warten lassen. Sperrigkeit ist inzwischen (sehr poppige Ausrichtung) nicht mal mehr als Gewohnheitsplacebo wahrnehmbar, womit sich das Trio selbst etwas würzigem beraubt hat.

Geschmäcker sind verschieden und so sollte die geneigte Hörerschaft sich dennoch nicht abwenden sondern mal ein Ohr riskieren. Dies aus negativer Sicht umso mehr empfohlen denn dies ist definitiv nicht "das eine" Muse-Album welches ohne Bedenken bestellt werden kann. Wer mit dem bisherigen Material der Gruppe nicht warm werden konnte kann hingegen eventuell hier zugreifen. So oder so ist eine Hörprobe unschädlich (wobei "Madness" ohnehin wahrscheinlich an niemandem vorbeigegangen ist, Fernsehen etc.). Frischen Hörern möchte ich hier noch gerne an vorherigen Alben besonders "The Resistance" und "Absolution" ans Herz legen.

6/20 Punkten
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückwärtsgewandt modern, 10. Oktober 2012
Von 
V-Lee (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The 2nd Law [Vinyl LP] (Vinyl)
Ja - Muse klingen grössenwahnsinnig, und wer sich damit schwer tut, oder wer auch Queen deswegen nicht aushält der sollte von Muse Platten grundsätzlich die Hände lassen. Wer aber der Meinung ist, das Rock auch große Oper sein kann, Pathos beinhalten darf und soll und wer auf den ganz großen Sound steht, der wird vor allem mit ,The 2nd Law` seine Freude haben (wohl aber auch mit den 3 Vorgänger-Alben).

Sie machen auch auf ihrem 6ten Longplayer keinen Hehl aus ihrer Queen Heldenverehrung, aber das ist OK; erstens weil Matthew Bellamy den Stimmumfang und die vokalistischen skills besitzt um in Mercury's Fusstapfen zu treten, zweitens weil Sie trotz der stimmungsmäßigen Ähnlichkeit einen eigenen Sound besitzen und drittens weil Sie eigenständige und neue Songs komponieren. Das was man sich von Queen mit ,The Cosmos Rocks` so erhofft hatte (aber eh nie wirklich daran glaubte) schaffen Sie hier mit Leichtigkeit - opulente symphonische Rocksongs die stilistische auch immer über den Tellerrand hinausblicken.

Schon der opener beeindruckt: mit ,Supremacy` gelingt ihnen ein archetypischer und rockender Bond Song - und an dieser Aufgabe sind ja in den letzten Jahren sowohl Chris Cornell als auch Jack White mit Alicia Keys gescheitert (Madonna sowieso). Das sehnsuchtsvolle ,Madness` mit seinem dezenten Dance-Groove ist dann zwar ,nur` Electro-Pop, aber welche Synth-Pop Epigonen des neuen Jahrhunderts können schon mit einer so guten Melodie aufwarten?

Das auf einem trockenen Funk Rhythmus reitende ,Panic Station` ist dennoch ein Rocksong und einer der am schnellsten ins Ohr gehende dieser Scheibe. Der Sologitarrenteil langweilt nicht mit herumgefudle, sondern ist perfekt in den track hieingepasst.

Die kurze ,Prelude` klingt dann wie ein gute Score track aus einem - ja da ist er wieder - Bond-Film und ist die Einleitung zur großen Oper ,Survival` (inkl. Opern Background Vocals) die dann in großen dramatischen Rock ausbricht - gegen Ende ist da sogar etwas Metal dabei. Da ist viel Pathos drin, aber diese Komposition braucht das auch.

Auch ,Follow Me` hat eine dramatische Melodie ist aber wie ein tanzlastiger Electro-Pop track arrangiert, den man sich so auch von den Killers vorstellen könnte und deswegen ist er - trotz der Ohrwurmqualitäten - eigentlich der schwächste song dieses Albums, nur: fast alle anderen Vertreter dieses Genres würden sich wohl die Finger nach so einem song lecken.

Verspielter Rhythmus und eine subtilere etwas düstere Emotionalität kennzeichnen dann ,Animals` bevor es nochmals in Richtung Queen abgeht: ,Explorers` macht den besten pianogetragenen Queen Balladen alle Ehre - ein wunderschönes, sehr zartes Stück, unaufdringlich und einfühlsam gesungen und mit geschmackvollen Streichern untermalt (Mercury hätte bei so einem track sicher sein Falsett zum Einsatz gebracht, aber es tut gut, dass Bellamy es hier eben nicht tut). Danach wird's nochmal tanzbar, denn ,Big Freeze` wird von einem rockigen Gitarren Funk-Lick getragen; das klingt U2 nicht unähnlich - als die noch in der Lage waren ordentliche Songs zu schreiben. Ganz schön hier - wie Sie es sogar bei diesem straighten track schaffen durch laute und leise Passagen Spannung und Dynamik zu erzeugen.

Bassist Wolstenholme steuert mit ,Save Me` und ,Liquid State` dann nicht nur 2 songs bei, sondern übernimmt auch gleich die Lead Vocals. Diese tracks kommen zwar nicht ganz an die Qualität der Bellamy Kompositionen heran, fügen sich aber gut in den Rest der Scheibe ein und ,Liquid State` rockt ziemlich (mit einem etwas anderen Klangbild könnte man dabei fast an die Manics denken).

Den Abschluss bildet die 2teilige 2nd Law Suite und da lassen Muse dann auch mal die Elektronik ordentlich in den Vordergrund treten, ohne dabei aber auf's rocken zu vergessen. Ziemlich bombastisch und klassisch mit Streichern und Chören beginnend mutiert ,Unsustainable` fast zu einem Industrial track und man kann sich das eigentlich nahtlos an Trent Reznor's Soundtrack zu ,The Girl With The Dragon Tattoo` anhören. ,Isolated System` steigert sich auf einem Piano-Lick Loop aufgebaut, über Streicher und House Beat, bis dann das Klavier wieder alleine steht, und das ganze in der zweiten Hälfte nochmals mit anderem Arrangement wiederholt wird.

,The 2nd Law` ist ein rückwärtsgewandtes modernes Pop-Rock Album, das - im Vergleich mit dem Frühwerk der Band - nicht einmal mehr versucht Prog zu sein, aber das muss es auch nicht, denn es ist majestätisch und erhaben - man muss halt nur bereit sein sich auf die große Oper einzulassen. Dann aber wird man feststellen - beeindruckender waren Muse bisher noch nie. Ein kurzes Wort zum Klang noch: hier unbedingt das Vinyl kaufen - das geht um Klassen besser, als die komprimierte CD Ausgabe bei der man sich bei der Trennung der Instrumente tw. echt schwer tut. Und diese Musik verlangt einen möglichst guten Klang.
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5.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig seicht...., 28. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ja, was soll man dazu sagen...3 Jahre drauf gewartet...und nun das! Das war zumindest der erste Höreindruck des neuen Musealbums.
Aber wie immer bei Muse muss man sich erstmal etwas reinhören...Fazit:
Nicht das beste Muse-Album aber es ist unverkennbar Muse! Und sie entwickeln sich nunmal weiter.....Immer noch sehr frische und abwechslungsreiche Musik - das ist das was Muse eben ausmacht. Nur fehlt diesmal irgendwie der Druck...einige Songs kommen gar zu einfach daher. Ein richtiger Kracher fehlt irgendwie. Manchen Songs hört man auch einfach nicht den Aufwand der getrieben wurde (siehe Making of..)an. Und gerade das, worüber sich so viele im Vorfeld aufgeregt habe, nämlich das es zu Club -und Dublastig wäre, das macht das Album hörenswert .Diesmal hat sich ja Cris auch mit zwei eigenen Songs eingebracht , find ich persönlich recht gut gelungen und würde auch gern mehr davon hören. Ansonsten ist nur zu sagen...bis zum nächsten mal...
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