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104 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustig, schockierend, politisch...
Können Romane den gesellschaftlich-politischen Diskurs einer Nation beeinflussen? Es ist zumindest eine bemerkenswerte Übereinstimmung, dass Barack Obamas Ankündigung, sich in den USA für die Homo-Ehe einzusetzen zu wollen, nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung von John Irvings neuem Roman "In einer Person" erfolgte. Am Ende seiner Tage...
Veröffentlicht am 20. September 2012 von Michael Dienstbier

versus
57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unstrukturiert, zäh, enttäuschend!
Als eingefleischter Irving-Leser kaufe ich jede seiner Neuerscheinungen, sobald sie in den Regalen der Buchhandlungen steht. Seine Bücher habe ich alle mehrmals gelesen, die deutsche Version, aber auch das Original! Ich liebe seinen Schreibstil, seine Geschichten, seine Fähigkeiten, den Leser zu fesseln.
Nun zu seiner neuesten Kreation:
Ich bin...
Vor 22 Monaten von Annemie veröffentlicht


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104 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustig, schockierend, politisch..., 20. September 2012
Von 
Michael Dienstbier "Privatrezensent ohne fina... (Bochum) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
Können Romane den gesellschaftlich-politischen Diskurs einer Nation beeinflussen? Es ist zumindest eine bemerkenswerte Übereinstimmung, dass Barack Obamas Ankündigung, sich in den USA für die Homo-Ehe einzusetzen zu wollen, nahezu zeitgleich mit der Veröffentlichung von John Irvings neuem Roman "In einer Person" erfolgte. Am Ende seiner Tage stehend beschreibt Billy, der Ich-Erzähler des Romans, von seinem Leben und Lieben als Bisexueller, der in den prüden fünfziger und sechziger Jahren seine Vorliebe für beide Geschlechter entdeckte und lernte, gegen die dominierenden gesellschaftlichen Konventionen sein Leben zu leben. Dieses sexuelle Erwachen stellt jedoch erst den Beginn einer langen Reise dar, die den Leser bis in die heutige Gegenwart führt.

John Irving beweist einmal mehr, dass er einer der letzten großen klassischen Geschichtenerzähler der USA ist. Mit viel Humor und einigen unvergesslichen Charakteren beschreibt er im ersten Teil des Romans die aufkeimende sexuelle Lust seines Protagonisten. Unnachahmlich dargestellt ist dabei die Nacht seiner Defloration mit der rätselhaften Miss Frost, der heimlichen Heldin des Buches, in der mit so viel Witz die Gefühlswelt Billys ausgelotet wird, dass diese Passage eigentlich ihren Platz in den diversen Aufklärungsbüchern verdient hätte.

Die, trotz aller Schwierigkeiten, stets heitere Atmosphäre von Billys Jugendjahren ändert sich schlagartig mit dem Beginn des Aids-Zeitalters zu Beginn der achtziger Jahre. Wohl nie zuvor sind in einem Roman die drastischen Auswirkungen von Aids auf Betroffene und Angehörige so brutal und schonungslos beschrieben worden wie hier. Als Billy erfährt, dass Tom Atkins, seine Liebe aus Schulzeiten, im Sterben liegt, besucht er ihn und seine Familie, um ihn in seinen letzten Stunden zu begleiten. Was er antrifft, erschüttert Billy bis ins Mark: "How was it possible, in a single expression, to convey a fear of both the unknown and the known?" ( 320) denkt er beim Anblick des sterbenden Atkins. Dies zwingt auch Billy dazu, sich mit seinen eigenen Ängsten auseinander zu setzen: "I wasn't afraid of dying; I was afraid of feeling guilty, forever, because I wasn't dying" (326).

Fazit: Neben der zentralen Thematik finden sich in "In einer Person" auch die für Irving typischen Elemente wie abwesende Väter, Ringen und Bären, wenn auch diesmal nur in Form eines Namens einer Bar. Irving zeigt sich in seinem neuen Roman in Topform und bezieht, bezüglich dieses in den USA so kontrovers diskutierten Themas, klar Stellung. Wem er im November seine Stimme geben wird, dürfte wohl klar sein.
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreissender Roman über Toleranz, 3. Oktober 2012
Von 
Andreas Camino (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
John Irvings neuer Roman hat mich von der ersten Seite mitgerissen. Bei seinen letzten zwei Werken fiel mir der Einstieg schwerer und ich fand, dass er ein wenig seine Leichtigkeit verloren hatte. Dieser neue Roman ist wieder typisch für ihn: eine Lebensgeschichte, absurd, irrwitzig, traurig, ernsthaft und trotz der irreal wirkenden Szenen nachvollziehbar und nachdenklich. Die für ihn so charakteristischen Elemente wie das Ringen, die Bären, die Beschreibung der Adoleszenz findet man auch hier wieder, teilweise auch versteckt in Andeutungen. Irving war nie vorsichtig bzgl. der Verwendung von Umgangssprache und der Beschreibung von sexuellen Szenen. Durch das gewählte Thema tritt dies in diesem Roman stärker als sonst heraus. Wer in dieser Beziehung empfindlich ist und seine bisherigen Romane grenzwertig empfand, sollte hier vorsichtig sein.
Bill Dean, später Abbot, ist der Held der Geschichte. Geschildert wird seine Lebensgeschichte, beginnend in jungen Jahren. Wie Irving kürzlich in einem Interview angegeben hat, ist für ihn gerade diese Zeit besonders prägend und spannend für die Entwicklung seiner Helden. Bills Schulzeit, sein Umfeld, die Mitschüler, nachhaltige Begegnungen mit einer Bibliothekarin (Miss Frost), Erfahrungen in einer Theatergruppe, seine Zeit in Wien, Rückkehr, alte Freunde, Sexualität, das Aids-Zeitalter und die Gegenwart sind die wichtigen Stationen des Romans. Schon früh merkt Bill, dass er sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt und dies sowie die Toleranz der Heterosexuellen wie auch der Schwulen Gesellschaft sind ein wiederkehrendes Thema und der große Konflikt, dem er sich ausgesetzt sieht. Ich finde, gerade bei diesem Buch den Titel besonders sprechend und viel vorwegnehmend. Dem Roman vorausgestellt hat Irving zusätzlich das Shakespeare Zitat "So spiele ich in einer Person viele Menschen, und keiner ist zufrieden". Wenn dies nicht schon von Richard II. auf jeden Menschen in seiner Rolle im privaten, beruflichen und sonstigen Umfeld übertragbar ist, so passt es exakt auf Bill, seine Rollen im Theater, sein Leben in Romanen, die er liest und schreibt und auf die Zerrissenheit seiner sexuellen Orientierung. Der Roman selbst spielt zwischen Theaterstücken und Literatur, die Realität in der Geschichte wird gespiegelt und vorwärts getrieben durch Fielding, Dickens, die Brontë Schwestern, Ibsen und Shakespeare. Sie bieten dem Helden das passende Gegenstück und zeigen wiederum wie sehr Irving die Literatur und die Aktualität vieler Werke einschätzt. Gerade zu Beginn und wegweisend für die Geschichte fand ich die Aussagen zu Dickens "Große Erwartungen" und die Zitate aus Shakespeares "Der Sturm". In dem Zusammenhang lohnt es sich definitiv zumindest die Handlung der beiden Werke kurz quer zu lesen. Ebenfalls zu Beginn des Romans, teilweise im Dialog mit der Bibliothekarin, denkt Bill darüber nach, wie es ist "für die falsche Person zu schwärmen". Dies ist meiner Meinung nach treffend aus der kindlichen, jugendlichen Sicht beschrieben und fasst die ganze Tragik der Geschichte und die späteren Fragen zur Toleranz zusammen. Schon damals bekommt der Held zwei Antworten auf diese Frage: es gibt keine falschen Personen und es gibt sie doch.
John Irving schreibt realistisch, man kann sich in seine vielschichtigen und interessanten Charaktere hineinversetzen. Sein absurder Humor, die nachdenklichen Passagen und der Fluss der Geschichte haben mich intensiv gefesselt. Es ist ein Roman, der einem lange nachhängt, dessen Personen leben und etwas zu sagen haben. Gerade der Held Bill lebt, er denkt und er entwickelt sich, er leidet, lernt viel - gerade über die Rollen der Menschen in der Welt und deren Geheimnisse. Er schaut hinter die Fassaden und erkennt Verzweiflung und die Kunst, den richtigen Weg zu finden. Gerade diese kleinen, ernsthaften Szenen, analysieren schonungslos die Ängste von jungen Menschen und die Schonungslosigkeit und Toleranz der Anderen.
Die Geschichte ist zeitweise brutal und abstoßend, sie ist traurig und voller Kraftausdrücke, aber sie ist ehrlich. Sie bewegt, unterhält und lässt einen über vieles nachdenken. Nicht immer konnte ich alle Handlungen/Entscheidungen für mich persönlich nachvollziehen, aber alles wirkte real und glaubhaft. Die Frage der Toleranz und der Menschlichkeit lässt mich nicht los und das hat mich besonders beeindruckt.

Fazit: Ein typischer Irving-Roman, skurril, lustig und ernsthaft zugleich, der die Fragen der Toleranz in Bezug auf den bisexuellen Helden thematisiert. Wer sich nicht an teilweise extensiven Beschreibungen sexueller Praktiken und sehr offener Sprache stört, kann in einer beeindruckenden und gut unterhaltenden Geschichte versinken und eine kunstvoll konstruierte Geschichte genießen, die oft unter die Haut geht.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen bisexuell, transsexuell, homosexuell..., 6. Oktober 2012
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
Schon beim letzten Roman Letzte Nacht in Twisted River, den ich als langatmig und viel zu weitläufig erlebt habe, war ich hin und hergerissen. Wenn man dann den Folgeroman liest, geht man wohl in die Überprüfung, ob der Autor gleich bleibt, sich ändert, oder ob überhaupt Irving "mein Autor" ist, die klare Antwort leider nein. Auch "In einer Person", musste ich wieder die gleiche Erfahrung machen, wobei auffällt, dass angestammte Irving Leser auf ältere Werke wie Owen Meany, oder auch Gottes Werk und Teufels Beitrag verweisen. Bis zur zähen Leseermüdung, tritt Irving hier das Thema der Bisexualität, des Schwulseins, der Geschlechtsumwandlung aus, dass man Gefahr läuft, davon irgendwann nur noch gesättigt zu sein, trotz gut geschriebener Passagen über den gesamten Bogen ist mir dieses Buch dann doch davon zu überfrachtet. Wirklich gut unterhalten, oder zum Nachdenken oder reflektieren angeregt, habe ich leider nur phasenweise erlebt.

Im Mittelpunkt des Romans, steht der Ich-Erzähler und Hauptprotagonist William Abbot, genannt "Billy", den wir bereits schon etwas ab dem 15.Lebensjahr begleiten, wir sind in den fünfziger Jahren, Billy, der mit seiner wechselnden Anziehung sowohl zu Frauen, als auch zu Männern innerlich mit sich am ringen ist. Dazu kommen Protagonisten, etwa einer Miss Frost, Bibliothekarin, die erst im Laufe der Geschichte, sich als eine "she-male" herausstellt. Überhaupt tauchen hier viele Personen auf, die sich in das gegengeschlechtliche wie hineinzuversetzen scheinen, Männer finden Anreiz an Frauenkleidern, Frauen entpuppen sich als Frauen "mit Eiern" und pubertierende Jungs hier im Fall von "Gee", die gerade dabei ist, ein Mädchen zu werden...Es liegt einem förmlich auf der Zunge, den Autor zu fragen: "Are you Mr William Abbott Mr Irving?" Überhaupt wirkt das Buch so, als ob das Leben Irvings Pate gestanden hätte, (wenn man alleine schon das geschilderte Schriftsteller-Leben nimmt oder die zitierten Stellen bekannter Werke wie etwa "Grosse Erwartungen" von Dickens nimmt) oder schon wie eine Autobiographie verfasst wurde...Irving geht mit dem Leser durch einen Zeitrahmen bis in die heutige Zeit, also gut 50 Jahre, Zeitsprünge die wir hier vorfinden inklusive.

Geschrieben ist es lustig, stellenweise richtig gut zu lesen, zweideutig, ernsthaft, berührend, konfrontierend, lüstern, brutal, traurig, nachdenklich, wir finden hier wirkliche brillierende Passagen bis dahin, dass sich ganze Story irgendwann ausläuft und beginnt, das Interesse beim Leser kaum noch zu halten, ab Seite 650 fand ich das Ganze irgendwann gesättigt und ausgetreten. Irving erzählt Lebensverläufe bis hin zum Tod, von Freunden, Freundschaften die ursprünglich im Knabeninternat, wo u.a. am Schultheater Shakespeare aufgeführt wurde, wo Liebschaften entstanden, sowohl zu Mädchen als auch zu Jungen, wo die homosexuellen Schilderungen in gewisser Weise stärker gewichtet sind oder vorkommen. Die Protagonisten "Kittredge" und "Miss Frost" dürften sicherlich einer der stärksten Charaktere in diesem Roman sein. Miss Frost die einst 1935 Kapitän der Ringermannschaft (unbesiegt) war und selbst 73-jährig kämpfend stirbt, hatte auf Billy grossen Einfluss. Und dann ist da noch jener gemeine "Kittredge", in den er sich verliebt, ihn jedoch provozierend und gemein behandelt, Anziehung und Abstossung geben sich zumindest hier Klinke in die Hand...

Der Roman beginnt mit folgender Passage: "Ich möchte damit anfangen, von Miss Frost zu erzählen. Auch wenn ich immer sage, ich sei Schriftsteller geworden, weil ich im prägenden Alter von fünfzehn einen bestimmten Dickens-Roman las, war ich in Wahrheit jünger, denn als ich das erste Mal Miss Frost begegnete und mir vorstellte, Sex mit ihr zu haben, bedeutete dieser Augenblick meines sexuellen Erwachens zugleich die Sturzgeburt meiner Phantasie. Was wir begehren, prägt uns. Ein flüchtiger Moment verstohlenen Begehrens, und ich wollte Schriftsteller werden und Sex mit Miss Frost haben - nicht unbedingt in dieser Reihenfolge." In gewisser Weise, beschreibt Irving hier schon den roten Faden, der das kommende ganze Buch bestimmen wird.

Am Ende des Buches sagt Billy zu Kittredges Sohn: "Mein lieber Junge, bitte stecke mich nicht in eine Schublade. Ordne mich nirgends ein, bevor du mich überhaupt kennst!", hatte Miss Frost zu mir gesagt; ich habe es nie vergessen. Ist es denn ein Wunder, dass ich genau das zu dem jungen Kittredge sagte, dem arroganten Sohn meines alten Widersachers, meiner verbotenen Liebe?

Insofern könnte man diesen Roman dahin zuordnen, mehr Akzeptanz den nicht "normalen Formen" von Sexualität gegenüber aufzubringen und dass wir uns im Grunde keine Urteile erlauben können, wenn wir nicht im Geringsten diese Menschen je kennengelernt haben. Eine sexuelle Identitätssuche, die sich eine urteilsfreie Möglichkeit wünscht. Irving erzählt die Zeit, als Aids aufkommt, wie die Menschen damit umgehen und auch wie sie davon betroffen sind. Selbst so manche Todesstunde beginnt Irving hier zu zeichnen, wo Momente von Rückblenden und aufflammende Erinnerungen nochmal aufsteigen, in eine Zeit die die Menschen damals oftmals mit "verbotenen Lieben" geprägt hat, mit all ihrem Ringen, ihrer sexuellen Entwicklung, ihrem Interesse an Literatur und Theater, an der Sportart Ringen und dem was einstige Freundschaften damals ausmachte..

Übrigens ist das Erfolgsrezept eines John Irving recht einfach: Man schildere zuerst die Charaktere, mache sie sympathisch, bis der Leser anfängt die Figuren oder eben den Hauptprotagonisten zu mögen. Hat er den Leser dann endlich soweit führt Irving seine Protagonisten in Situationen, die der Leser im Grunde nicht will und er sich um ihn sorgt. Natürlich immer so, dass der Leser mehr weiss und die Zukunft sehen kann, als seine Figuren. Sie wissen im Grunde nie, was auf sie zukommt, während der Leser längst so manchen Verlauf und Geschehen voraus ahnt....offensichtlich dürfen wir davon bereits im nächsten Roman davon kosten, der in Mexiko handeln wird...
(Kleiner Nachtrag am 18.11.2012)

John Irving gibt am 11.11.2012 im Schauspielhaus in Zürich eine Lesung.

Bewertung: 3,5 Sterne.

Tipp: Sehenswert, die DVD: John Irving und wie er die Welt sieht
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unstrukturiert, zäh, enttäuschend!, 30. November 2012
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
Als eingefleischter Irving-Leser kaufe ich jede seiner Neuerscheinungen, sobald sie in den Regalen der Buchhandlungen steht. Seine Bücher habe ich alle mehrmals gelesen, die deutsche Version, aber auch das Original! Ich liebe seinen Schreibstil, seine Geschichten, seine Fähigkeiten, den Leser zu fesseln.
Nun zu seiner neuesten Kreation:
Ich bin wütend. Wütend, weil ich selten ein so schlechtes Buch gelesen habe! Bei dieser Lektüre handelt es sich m.E. um eine willkürliche Aneinanderreihung von Szenen, die mit etwas gutem Willen sicherlich zu einer wunderbar miteinander verknüpften Geschichte hätten werden können – typisch Irving eben. Leider fehlt genau dieser wichtige Schritt. So bekam ich sehr bald das Gefühl, es hier mit Irving's Skizzenbuch zu tun zu haben.
Mehr als einmal habe ich mich gefragt: Hat der Lektor das Manuskript überhaupt gelesen oder verläßt man sich beim Verlag inzwischen – von Dollarzeichen geblendet – auf seinen Bestsellerautoren?
Daß Irving schon immer sehr sexuell fixiert geschrieben hat, ist jedem seiner treuen Leser klar. Aber obwohl ich bezüglich der Homo-Szene oder Transsexuellen eher emotionslos bin, wurde mir irgendwann alles zu viel. Plötzlich mutiert jeder in diesem Buch zum Homosexuellen, nimmt Hormone und ist transsexuell. Das wirkt überladen und überzeugt nicht.
Welche Rolle spielen seine Charaktere? Was ist das eigentlich mit Kittredge? Was mit seiner Mutter? Beide werden völlig überstilisiert und gehen irgendwann sang- und klanglos im Chaos der übrigen „Handlungssuche“ unter. Kittredge's Sohn? Erscheint 2 Minuten im Theater und verschwindet, ohne etwas Signifikantes getan oder gesagt zu haben. Tom Atkins, Tom Atkin's Sohn? Gee? Allesamt sind sie Protagonisten, die eine tiefgehende, interessante Geschichte erzählen KÖNNTEN, die aber nach einigen hundert Seiten als farblose Randfiguren dastehen. Wenn aber alle farblose Randfiguren sind, wo ist dann der Hauptdarsteller? Auch Bill füllt diese Rolle nicht aus. Leider.
Bill's Vater? Seine Existenz, die Unwissenheit, was damals passierte, steht permanent im Raum, um dann in ebenfalls wenigen Seiten nach einem Madrid-Besuch, der dem Leser wie eine 5-Minuten-Audienz erscheint, abgehakt zu werden.
Fazit: Irving kann in diesem Buch nicht überzeugen, seine Charaktere stechen mit nichts hervor, seine Geschichte springt unkontrolliert von einer Kurzszene zur nächsten, er dreht Schleifen, deutet „Auflösungen“ an (die Europareise mit Atkins, Kittredge, sein Vater), die er nicht liefert. Das Buch wimmelt von Wiederholungen, ist zäh, man wartet auf eine Handlung, die nicht kommt. Und das Hunderte Seiten lang.
Nach „Letzte Nacht in Twisted River“ hatte ich wirklich Sorge, daß dies sein Abschiedswerk sein könnte, da er so wunderbar alle seine Bücher in diesem einen verknüpft hatte. Nun würde ich wünschen, er hätte in diesem Moment den Bleistift tatsächlich weggelegt!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sie und Er, Er und Sie, 31. Dezember 2012
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
In seinem neuen Roman hat sich John Irving erneut an ein gewagtes Thema gemacht - Klischees nicht zu knapp über ganz Neuengland verstreut, grenzenlos überzeichnet, dennoch sehr einfühlsam; Erzählt wird die Lebensgeschichte William Abbotts - Bill - vormals William Francis Dean, nach seinem Vater, der dann plötzlich dabei erwischt wurde, als er eine andere Person geküsst hatte, aber das ist eine andere Story. Bill hat bereits als Junge und Teenager immer für die falschen geschwärmt und sich sowohl für Frauen als auch für Männer interessiert. Im Neuengland der Fünfziger- und Sechzigerjahre war gegen die Prüderie und Verklemmtheit der Landsleute kein Kraut gewachsen. Vor allem seine Mutter hatte ein Problem mit Bills sexueller Orientierung, aber auch Tante Muriel, der er die Große-BrüstePhobie verdankte und seine bigotte Großmutter Nana Viktoria waren nicht mit Toleranz gesegnet. Da kommen die Männer der Familie Marshall-Abbott besser weg, allen voran Großvater Harry, der in seinem Laientheater Zeit seines Lebens nur Frauenrollen darstellte und Richard Abbott, Bills Stiefvater, der als Lehrer an die Favorite River Academy gekommen war, um Shakespeare zu unterrichten und auf die Bühne zu bringen.

Weitere Größen in einer Person: die Bibliothekarin Miss Frost, ihr gewaltiger Körperbau und die kleinen Brüste, Williams beste Freundin Elaine und ihre Mutter Mrs. Hadley, Kittredges Mutter, Kittredge selbts (der Widersacher) und jede Menge andere Ringer, Bären (wenn auch nur am Rande), Ballsäle, viele homosexuelle Freunde, Wegbegleiter, Freundinnen, Transsexuelle, Bisexuelle, Heterosexuelle und andere Neuengländer, William Shakespeare, Charles Dickens, Thomas Hardy uva!

Die Geschichte tingelt durch Williams Kindheit in den 40ern, seine ersten sexuellen Erfahrungen in den 50ern und seine Selbstfindung in den 60ern. Doch seinen Höhepunkt erreicht der Roman in den sehr einfühlsamen aber auch direkten, ungeschönten Beschreibung der vielen Krankheitsverläufe und Todesfälle seiner Freunde, die sich mit dem HIV-Virus infiziert hatten und daran gestorben waren, der verächtlichen Reaktion der Gesellschaft, die Frage nach der Schuld am eigenen Sterben und jene, wer wohl im nächsten Jahr auf die Liste hinzugefügt werden würde.

- Ja, die spezifische Anzahl Homosexueller auf diesem kleinen Fleckchen in Neuengland ist beachtlich, und die bislang nicht bestätigte aber hierzulande häufige Vererbung der Homosexualitöt überaus kurios, auch die Konfektionsgröße von Frauenkleidern in den Bekleidungsgeschäften musste im Schnitt drei, vier Nummern großer sein - schließlich waren sie alle Ringer, nicht gerade klein und auch nicht schmächtig!

- Auch William Abotts Charakter erscheint genau wie die ganze Geschichte leicht unfertig und hätte gegen etwas Feinschliff nichts zu erwidern.

- Und Irvings früher meisterlichen Nebencharaktere erscheinen dem Meister zu entgleiten und werden blasser, je länger der Roman fortdauert. Vor allem die Mutter-Vater-Tragödie hätte mehr Raum verdient.

- Darüber hinaus tauchen unbeschreiblich viele Brüste auf - große und kleine, Penisse, Brustbehaarungen, Schenkel, Lippen Sex mit Frauen, Sex mit Männern und die Verbalisierung des Unterschieds zwischen beidem - und damit nicht genug! ...

... Trotzdem habe ich den Roman ausgesprochen gern gelesen. Er war kurzweilig, schrill, humorvoll, amüsant und doch auch sehr traurig, mitfühlend und oftmals hilflos, gewagt, stark überzeichnet und tolerant zugleich!

Mir hat's gefallen und ich hab's verschlungen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Can't think (write) straight - ein sehr verquerer Irivng, aber nicht ohne Mut und Potential, 2. Mai 2013
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
"Dein Gedächtnis ist ein Monstrum; du vergisst - es vergisst nicht. Es packt Erinnerungen einfach weg; es bewahrt Erinnerungen für dich auf, oder es verbirgt sie vor dir. Dein Gedächtnis erweckt nach eigenem Ermessen Erinnerungen wieder zum Leben. Du bist der Ansicht, du hättest ein Gedächtnis, doch dein Gedächtnis hat dich."

Wenn es etwas gibt, wofür der amerikanische Autor John Irving unterbewusst bekannt ist, dann sind es die Eigenheiten und vielen unaufgeblasenen, aber betonten Kleinigkeiten (wozu ja auch oft einzelne begrenzte Erinnerungen gehören), die er in seinen Büchern oft als Ausschmückungen und kontinuierliche Facetten seiner Figuren und Handlungen einbaut und die seine Figuren oftmals sehr menschlich machen.

Es ist dies, was ich an seinen Romanen besonders schätzte, dass sie nicht attitüdenhaft sind, sondern stets nah am Leben - mit den Klischees, dem Offensichtlichen und Hintergründigen, Sukzessiven, den Wiederholungen, Überraschungen und Unwägbarkeiten, die es ausmachen. Seinen Figuren widerfährt nicht die Form des Romans oder eine fixe Handlung - sie leben tatsächlich, so scheint es, ihr Leben und der Roman fängt es auf/ein.

"In einer Person" wirkt wie die Rohfassung eines sehr viel größeren, nur ausschnittsweise verfassten Romans - und gerade deswegen hat es sehr viel von einer Lebensschilderung. Auch charakteristisch für den Roman sind viele Abweichungen und eher unerklärliche Abschnitte und Szenen, die nicht wirklich die Handlung vorantreiben, sondern den Leser mehr darin zurückwerfen. Und ich glaube, dass ist eine der Sachen um die es bei diesem Buch, nicht nur erzähltechnisch, geht: um die Inszenierung von Rückschau, Erinnerung und das sich dabei gleichzeitigen manifestierende Bekenntnis, dem Niederschreiben der Memoiren gleich, was sich beides auf sehr komplexe Weise miteinander vermischt.

Zugegeben: Irving hat ein sehr zwistiges Thema für diesen Roman gewählt: Homo-, Trans- und Bisexualität; alles drei auf einmal und nicht zu knapp, was oft ein bisschen so wirkt, als gäbe es wenig bis nichts über Heterosexualität zu schreiben und mit diesem wichigen Randthema etwas zu breiträumig auftritt, was der Intensität dann doch oft schadet, weil es darin fast schon wieder zur Allgemeinheit ausgewalzt wird; ob es letztendlich der Intention von Irving dient sei dahingestellt. Doch die klare Konsequenz mit der sich Irving des Themas annimmt (ohne Aggressivität, aber auch ohne Pardon) ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Während wir erwachsen werden müssen wir lernen (wir können nur hoffen, dass wir es tun, denn es ist die vielleicht wichtigste Lektion, die wir tief verinnerlichen müssen), dass die Welt nicht Schwarz und Weiß ist, auch wenn sie uns oft so vorkommt (es ist dieser Widerspruch, den wir manchmal vielleicht noch mehr verstehen lernen müssen, als die schlichte Tatsache dahinter). Irving, der vielleicht beste Erzähler Amerikas (nicht der beste Romancier - da haben ihm Franzen und Roth, vielleicht sogar noch ein zwei andere, selbst in seinen besten Romanen ein paar Dinge voraus), kann gerade dieses Erwachsenwerden oder einfach das "Werden" allgemein, so gut erfassen und zur Romanfigur/-geschichte ausbilden wie kein anderer sonst. Ich muss zugegeben, und vielleicht stehe ich da allein, dass mir das über viele Schwächen des Romans hinweghilft; Schwächen, welche das Buch eindeutig (und meinerseits unbestritten) besitzt, wie zum Beispiel die allzu starke Fixierung auf das Thema, das (wie bereits anderweitig angedeutet) spätestens im Mittelteil/Ende nicht mal mehr bestimmend, sondern fast schon monopolistisch rüberkommt - oder die dünn gesäten Momente, in denen der Leser (egal welcher sexuellen Konfession er angehört) wirklich in den Text "einsteigen" kann und nicht nur der Schilderung des Lebens von Irvings Hauptfigur auf den bloßen Füßen der erzählenden Frequenz folgt.
Es ist dies sicherlich auch ein Merkmal Irvings, dass er niemals abschweift, es geht ihm immer um seine Figuren, er weicht keine Sekunde von ihrer Seite, keine Sekunde von ihnen ab.

"in dem Moment, wenn man etwas erlebt, hat man keinen großen Überblick über die Dinge." Wie viele Sätze in diesem Buch ein tolles und den Roman selbst wieder ein wenig mitdefinierendes Zitat. Doch natürlich machen lauter gute Sätze, ein bisschen Shakespeare, Rilke, Ibsen und offene Behandlung beinahe sämtlicher sexueller Ausrichtungen und sowie eine Kleinstadt in Vermont noch keinen großen Roman. Was also macht ihn dann doch letztendlich so lesenswert, dass man sich in Teilen und ihm ganzen nach der Lektüre schwer einem kleinen nostalgischen Urteil entziehen kann und sei es nur: wieder echt gut.

Teilweise habe ich die Frage schon im Text beantwortet, doch es wird wohl nicht reichen, wenn ich am Ende noch sage: Weil es ein Irving ist? Aber ich fürchte genau das ist es. Einen Roman von 700 Seiten zu schreiben ist vielleicht nicht schwer, aber einen Roman zu schreiben, der sich selbst treu bleibt, das ist immer wieder eine große Leistung - und Irving hat es hier zum 13x geschafft. Man kann diese Bücher zur Hand nehmen und sich sofort in der Atmosphäre und Dimension ihrer konzentrierten, vielschichtigen Lebensläufe verlieren. Nicht anderes lesen wir bei Irving: Lebensläufe - und was wir dabei hauptsächlich mitbekommen sind Lorcas berüchtigte "Spuren/vom Sand/der Uhren", sind die Dinge, die das Leben der Person, die Irving entwirft, bestimmen. Was anderes sollte ihnen passieren, als das was ihnen passiert?; was passiert Menschen denn anderes, als ihre Lebensgeschichte, die oft nun mal unter einem bestimmen Stern steht – einen Stern, den Irving jedes Mal neu definiert? Darin ist und bleibt er ein großer Erzähler: Romane sind seine Art das Leben immer wieder aus einem bestimmen Blickwinkel und deren Entwicklung, unter Einbezug von Geschichte, liebgewonnenen Wendungen und üblichen Widerfahrnissen zu durchleuchten und zu erfahren und von dieser Erfahrung zu erzählen, sie präsent zu machen in unseren Köpfen.

Nun mögen viele sagen, dass das sicherlich glaubwürdig und gut ist, es aber nicht eben lesenswert halten. Das ist eine Frage des Standpunktes und der eigenen Vorlieben, die ich nicht zur Debatte stellen will, weil dort sowohl die Kritik sowie auch die Befürwortung nur minimale Verschiebungen bewirken können und ich sie dahingehend respektiere. Aber für alle Unentschlossenen bleibt zu sagen: Wer doch einmal das Gefühl haben will von einem ganzen Leben erzählt zu bekommen, dass unter diesem und jenem Aspekt gelebt wurde: das Irving-Universum wartet auf Sie und setzt sich auch in diesem 13, zugegebenermaßen leicht kruden Teil, fort als ewige Rekapitulation von dem, was Lebensläufe, was Geschichte, was Beziehungen, was Leben bedeutet - dabei und im Nachhinein.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Traurigstes Kapitel von John Irving, 4. März 2013
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
Es ist so traurig. Da wartet man lange Zeit auf das nächste Buch seines Lieblingserzählers und dann das.
Ein stümperhaftes Werk, langweilig, redundant und bei vielen Themen völlig überzogen. Nach 300 Seiten nervigen und immer wieder gleichen Ausführungen über die Inszenierung von Shakespeare und Ibsen durch provinzielle Kleindarsteller und dem nicht wirklich nachfühlbaren Coming out eines Bisexuellen habe ich mich gefragt: Was will mir der Dichter damit sagen und wann geht die Geschichte endlich los. Diese Fragen stelle ich mir auch jetzt noch. Mittlerweile bin ich am unrühmlichen Ende angelangt. Ich habe mich in alter Verbundenheit zu Irving durch das Buch gequält, in der Hoffnung, es möge sich am Ende doch noch alles zum Guten wenden mit dieser Story. Aber leider ... Statt besser wurde es zum Ende hin immer Schlimmer: Teilgeschichten wurden angerissen und nicht weiterverfolgt oder sie dümpelten lustlos aus, wurden nicht verwoben oder hektisch einem unlogischen Ende zugeführt.
Bedauerlich auch: Ich konnte nicht einmal lachen, nicht mal schmunzeln. Ansonsten ist Irving immer eine sicherere Bank für skurrile Situationskomik.
Fazit: Dieses Buch macht keinen Spaß, im Gegenteil.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einer der schlechteren Irvings..., 12. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Gebundene Ausgabe)
...aber obwohl er mit vielen seiner großartigen Werke nicht mithalten kann, hat er von mir auf jeden Fall noch 3 Sterne verdient.

Wenn die Handlung auch teilweise recht abstrus ist (warum müssen nur alle schwul sein oder Frauenkleider tragen, fragt man sich) bietet das Buch einfach durch Irvings Schreibstil viel Lesegenuss.

Ich würde aber allen Irving-Einsteigern empfehlen, sich erstmal der (meiner Meinung nach) besseren Werke dieses Autors anzunehmen.

Hier meine persönliche Irving-Hitliste:
1.: Gottes Werk und Teufels Beitrag / Owen Meany 3.: Garp und wie er die Welt sah / Die wilde Geschichte vom Wassertrinker 5.: Das Hotel New Hampshire 6.: Witwe für ein Jahr 7.: Letzte Nacht in Twisted River 8.: Die vierte Hand 9.: Zirkuskind 10.: Bis ich dich finde 11.: Rettungsversuch für Piggy Sneed 12.: In einer Person 13.: Eine Mittelgewichts-Ehe 14.: Lasst die Bären los!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irving wird noch besser, 15. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Kindle Edition)
Ich fand bereits seine Klassiker sehr gut (Gottes Werk, Hotel New Hampshire, ...) und hätte gedacht, es geht so weiter: immer mal wieder ein alter Ringer oder Boxer und ein Österreicher. Aber dieses Buch ist grandios! Ein wunderbares Plädoyer für sexuelle Freiheit, die Unbeschwertheit und doch unendliche Kompliziertheit der Jugend bei dem Versuch seinen Weg zu finden. Großartig!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, 28. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer Person (Kindle Edition)
Wieso dieses Buch so viel auf Ablehnung trifft, verstehe ich nicht. Gut, das Grundthema: "Umgang mit seiner Bisexualität" ist jetzt vielleicht nicht jedermanns Sache, aber das Buch ist weit entfernt von pornographischer Darstellung. Ich folgte dem Erzähler gerne in seinem Leben mit all seinen Wendungen. Für mich schafft es Irving immer wieder genial aufs Neue, den Leser auf all seine "Ausflüge" mitzunehmen. Es ist erstaunlich, wie er eine kleine Andeutung macht und dann in dieser einen kleinen Nebenstrang seiner Geschichte verfolgt. Sehr unterhaltsam, hab mich immer wieder gefreut, wenn ich weiterlesen konnte.
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In einer Person
In einer Person von John Irving
EUR 11,99
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