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5.0 von 5 Sternen Klassiker zwischen Rhythm and Blues, Folk und Rock 'n' Roll, 12. April 2014
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Live-Bye Bye Blues (Audio CD)
"If I don't love you baby
Grits ain't grocery,
Eggs ain't poultry,
and Mona Lisa was a man."
(Songtext)

Mit der Veröffentlichung ihres fünften - nach einem Jazz-Standard der 1930er Jahre benannten - Albums "Bye Bye Blues" ging die "The Blues Band" 1983, vier Jahre nach ihrer Gründung wieder auseinander.

Die Mehrzahl der insgesamt 21 Songs wurde bei einem Konzert aufgenommen, welches im Dezember 1982 im Londoner Music Club "The Venue" stattgefunden hatte. Für jene Ohren, die bereits das legendäre "Live at Rockpalast (CD+Dvd)" der Gruppe miterlebt hatten, kommt der eine oder andere Ton vielleicht etwas ungewohnt daher, was jedoch das Hörerlebnis in keiner Weise zu schmälern vermag. Den Anfang macht wie immer der von den Bandmitgliedern Paul Jones, Tom McGuiness und dem dessen Mitstreiter bei McGuiness Flint, dem Keyboarder Lou Stonebridge, geschriebene Begrüßungssong "Come on in". Ebenfalls von Mc Guiness und Stonebridge stammt das schwungvolle, vom Slidegitarristen Dave Kelly gesungene "Hey, Hey little Girl". Beim anschließenden "Death Letter", einem Standard der Slideguitarlegende Eddie James 'Son' House, Jr. (1902 – 1988), zeigt Kelly was er mit Bottleneck drauf hat, während ihn Jones mit seinem virtuosen Harmonicaspiel begleitet.

Ebenfalls ein Klassiker ist "Grits Ain't Groceries" (nicht Girls!), das ursprünglich als "All Around the World" von Titus Turner (1933 -1984) geschrieben und 1969 in der Version von James Milton Campbell, Jr. (1934 - 2005) zu einem Soulhit geworden war. "Flatfoot Sam" war hingegen eine bereits 1957 von von Clara Wills und Stan Lewis komponierte Rockabillynummer, die in ihren zahlreichen Coverversionen recht lahm geklungen hatte, bis die Blues Band darau sein fetziges Rock- and Roll-Spektakel machte, zu dem auch ein phänomenales Harmonica-Solo gehört, das Paul Jones bis hin zum Kinderlied "Hänschen Klein" und wieder zurück improvisieren lässt. (Im Jahre 2005 orientierte sich Brian Setzer offenbar bei seiner Interpretation des Songs an der Version der Blues Band.) Das auf Tampa Red (1904 - 1981) alias, Hudson Woodbridge, alias Whittaker zurückgehende "I Get Evil" wird als "Don't You Lie to Me" von Joanne Kelly (1944 -1990), der Schwester Daves gesungen und vom Boogie-Woogie Piano des Ex-Rolling Stones Mitgliedes Ian Stewart (1938 – 1985) begleitet. Als echte Bluesnummer und fast zu lahm im Hinblick auf die anderen Songs kommt hingegen das langsame, von Paul Jones geschriebene und vorgetragene "Can't hold on". Anschließend revanchiert sich Kelly mit seinem besser gelungenen "It Might As Well Be Me". Anschließend folgende mit Chuck Berrys "Nadine", das auch dessen gewohnte Akkorde vorweisen kann und Luther Dixons forsch intonierten Bluessong "Big Boss Man" aus dem Jahre 1960 zwei weitere Klassiker, bevor mit Bob Dylans "Maggie's Farm" (das hier der damaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher gewidmet wurde) einer der Höhepunkte erreicht wird. Auch Roy Heads 1965er Hit "Treat Her Right", der sich 1991 auch im irisch-britischen Musikfilm "The Commitments [UK Import]" wiederfinden sollte, gibt dem Quintett genau Raum zum Austoben. Den McGuiness/Stonbridge-Song"„Find yourself another fool" könnte man als Antwort auf Jones' "I don't know", eine Hommage an die launische weibliche Unentschlossenheit, aufassen, die jedoch leider nicht auf dem Album vertreten ist.

Die Interpretation von "Someday Baby" des Bluesgitarirsten, Sänger und Komponisten Sleepy John Estes (1904 – 1977), die von zahlreichen Großen, darunter auch von John Lee Hooker, Chuck Berry, Eric Clapton, den Animals pp. Gecovert worden war, gehört zu den stärksten Stücken des Albums. Auch das von Kelly als "Countryblues" avisierte "Rolling Log" und Jones' "Greenstuff" erscheinen als wären sie bereits Klassiker gewesen, entstammen jedoch alleine der Genialität der Blues Band. Das bereits 1957 von Stanley Lewis geschriebene "Boom Boom (Out Go The Lights)" hatte nicht zuletzt durch Paul Jones, der es in der legendären 6. Rockpalast-Nacht in radebrechenden deutsch mit "AUS GEHEN DIE LICHTEN" angekündigt hatte, eine besondere Popularität. "Last Night" mit dem begehrten Sessionmusiker Mark Feltham, der von unzähligen Bluesmusikern gecoverte, hier von Joanne Kelly vorgetragene Standard "Baby What You Want Me To Do" und schließlich Willie Dixons "Spoonful" aus dem Jahre 1960, welches unter Mitwirkung von Alexis Korner, des "Vaters des Weißen Blues", eingespielt wurde, sind abschließend noch drei echte Raritäten.

Fünf Amazonsterne für eine zeitlose Zusammenstellung, die auch drei Jahrzehnte nach ihrer ersten Veröffentlichung nichts an ihrem Drive verloren hat. Glücklicherweise sollte sich "The Blues Band" nur ein Jahr nach ihrer Trennung wieder zusammenfinden und noch weitere 16 Alben veröffentlichen und noch bis zum heutigen Tage durch die Lande touren!
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5.0 von 5 Sternen Die Blues Band in Bestform, 25. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live-Bye Bye Blues (Audio CD)
Hier sind die 5 Recken mal wieder in bestform zu hören. Mit den Gastsängern, vor allem Phil May von den Pretty Things, und Sängerinnen ein schönes und abwechslungsreiches Konzert einer Band, die wohl nie alt wird.
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Live-Bye Bye Blues
Live-Bye Bye Blues von the Blues Band (Audio CD - 2012)
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