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4.0 von 5 Sternen Mit dem Notizblock durch Amerika...
... und Sal Paradise(Sam Riley) schreibt alles auf. Walter Salles hat es gewagt, DEN "Roman einer ganzen Generation" auf die Leinwand zu bringen. Klar, dass die Reaktionen auf dieses Werk ziemlich unterschiedlich ausfallen. Ich will ehrlich sein: -On the road- spricht nicht von "meiner" Generation. Während mir Schriftsteller wie Bukowski, Brautigan oder Fante immer...
Vor 22 Monaten von Thomas Knackstedt veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Künstlerisch wertvoll - nicht für jeden etwas
Ein sehr interessanter und künstlerisch wertvoller Film. Hat Kultstatus - wie Easy Rider.

Es wird das Leben von jungen Amerikanern gezeigt, die völlig ziellos und ständig bekifft durchs Land rasen. Über die sexuelle Freiheit, die hier beschrieben wird, sollte jeder selbst urteilen.

Der Film ist zweifelsohne gut gemacht, allerdings...
Vor 8 Tagen von GroHase veröffentlicht


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit dem Notizblock durch Amerika..., 18. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
... und Sal Paradise(Sam Riley) schreibt alles auf. Walter Salles hat es gewagt, DEN "Roman einer ganzen Generation" auf die Leinwand zu bringen. Klar, dass die Reaktionen auf dieses Werk ziemlich unterschiedlich ausfallen. Ich will ehrlich sein: -On the road- spricht nicht von "meiner" Generation. Während mir Schriftsteller wie Bukowski, Brautigan oder Fante immer wieder die ein oder andere "Erleuchtung" verpassten, konnte ich mit Jack Keroaucs Meisterwerk nie all zu viel anfangen. Das lag mit Sicherheit jedoch nicht an der Qualität von Kerouacs Arbeit, sondern eher an dem Umstand, dass ich der angesprochenen "Beatgeneration" schlichtweg nicht angehöre. -On the road- wurde bereits 1957 veröffentlicht. Die Wichtigkeit von Kerouacs Roman schmälert das nicht, denn: Er hat einiges bewegt.

Der Schriftsteller Sal Paradise lernt in New York Dean(Garett Hedlund) kennen. Dean brennt im Leben wie eine Fackel. Er befriedigt Marylou(Kristen Stewart) und Camille(Kirsten Dunst) sozusagen im "Wechselschichtdienst", während er nebenbei auf Jazzparties Drogen wirft und versucht alle möglichen Laster in den 24 Stunden des Tages unterzubringen. Sal und Dean reagieren heftig aufeinander. Die beiden Männer mögen noch so unterschiedlich sein, sie verstehen sich prächtig. Sal lässt sich von Dean dazu inspirieren sich auf eine Reise durchs Land zu machen. Mit dem Rucksack ist er unterwegs. Er lernt Terry(Alice Braga) kennen und arbeitet mit ihr auf den Baumwollfeldern. Aber es zieht ihn zurück nach New York. Dort trifft er wieder auf Dean. Zusammen mit ihm zieht es ihn nach New Orleans, Kalifornien, Denver und wieder zurück nach New York. Dabei lebt Dean sein Leben exzessiv aus und Sal schreibt alles auf. In Mexiko stürzen die Männer sich in einen wahren Drogen- und Sexrausch. Aber irgendwann ist der Lack vom "großen feiern" ab. Die Wege von Dean und Sal trennen sich...

-On the road- ist mit über zwei Stunden Spielzeit lang geraten. Langweilig ist der Film jedoch nicht. Salles lässt zum einen die fantastischen Bilder Amerikas wirken und zum anderen die junge, starke Besetzungsliste agieren. Garett Hedlund ist als "lebensbesessener" Dean einzigartig gut. Sam Riley spielt seinen Sal Paradise auf Augenhöhe. Die hervorragende Kristen Stewart ist allein in einer Tanzszene mit Garett Hedlund verlockender und begehrenswerter als in allen Twilight Verfilmungen zusammen.

Es dauert ziemlich lange, bis Salles am Ende die "Moral von der Geschichte" aus dem Sack lässt. Bis dahin dürfen wird Zeuge eines Rausches quer durch die Staaten und darüber hinaus werden. Salles schafft es, die Aktivitäten seiner Akteure ohne jede Wertung zu präsentieren. Dabei hat er es wirklich gut geschafft, dieses Leben auf der Überholspur zu dokumentieren. Sal Paradis' Erzählerstimme bringt uns immer wieder auf den Stand der Dinge.

Wenn sie Kerouacs Roman kennen und schätzen, sollten sie sich den Fim in jedem Fall anschauen. Wenn sie diesebezüglich zu den "unwissenden" Lesern gehören, kann es nicht schaden, sich mit Kerouacs Werk auch im Medium Film auseinanderzusetzen. Der Roadtrip durch die Jahre 1947 bis 1951 ist, meines Erachtens, in jedem Fall sehenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Literaturverfilmung, 14. August 2013
Von 
Benjamin Klein "bvonklein" (Gevelsberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
Eine erstaunlich originalgetreue Verfilmung des Stoffes, sehr gut besetzt und ohne neumodische Elemente, die einen moderneren Anstrich verleihen sollen, wie beispielsweise beim Großen Gatsby, den ich übrigens auch sehr gelungen fand. Hier wird allerdings vielmehr versucht, die Atmosphäre des Romans recht detailgenau einzufangen, was meiner Meinung nach hervorragend geglückt ist!

Die Geschichte um den Schriftsteller Sal, der mit dem durchgeknallten Adrenalinjunkie und modernen Outlaw Dean in den späten vierziger Jahren in einem Rausch aus Alkohol, Benzedrin, Pot und Sex durch Amerika trampt und dabei allerlei Abenteuer erlebt, ist stark autobiografisch und die Figuren entsprechen den Begründern der Beat Generation, bestehend aus Jack Kerouac (Sal Paradies), Allen Ginsberg (Carlo Marx) und William s. Burroughs (Old Bull Lee) um nur mal die bekanntesten Namen zu nennen.

Wer mit diesen Namen nichts anfangen kann und auch das Buch nicht gelesen hat, könnte vielleicht keine gute Zeit mit dem Film haben, denn einen wirklichen roten Faden oder eine ausgefeilte Story gibt es nicht. Auch verzichtet der Streifen auf das in Hollywood bevorzugte Tempo, sondern nimmt sich Zeit für seine Figuren und die Landschaft in Amerika, ohne dabei zu langweilen. Man könnte die Geschichte als ein erwachsenes Tom Sawyer und Huckleberry Finn bezeichnen und ich las irgendwo, dass Mark Twains Werk tatsächlich Einfluss gehabt haben soll.

Fazit: Wer die Beat Generation mag und die Romanvorlage mochte, wird mit diesem Film glücklich. Die Darsteller sind gut gewählt und sehen den Originalen ziemlich ähnlich, die Landschaftsaufnahmen sind gelungen, der Be-Bop Soundtrack ist sehr authentisch. Es gab wenig Kürzungen, dass finde ich gut, auch wenn der Film dadurch ein paar Längen hat und die Suche nach sich selbst, der nächsten Frau, dem nächsten Rausch und der nächsten Party halt ist, wie das wirkliche Leben. Es passiert nicht wirklich etwas aber doch unheimlich viel.

Wer diesen Film wegen Kristin Steward erwerben möchte und einen konventionellen Unterhaltungsfilm, vielleicht sogar seichte Romantik erwartet, sollte besser die Finger von diesem Werk lassen. In einigen Rezensionen wurde gar Action erwartet und weil On the Road nunmal kein Actionfilm ist, mit einer ein Stern Bewertung gestraft. Auch wurde von einigen wohl ein von Timbaland oder Jay Z produzierter Soundtrack vorausgesetzt. Da frage ich mich allerdings, warum sich diese Leute nicht mal etwas informieren, bevor sie sich einen Film anschauen...

Ich vergebe mal die volle Punktzahl für die überraschend gute Umsetzung dieses als unverfilmbar geltenden Romans. Für alle, die sich für die Bild und Tonqualität des Datenträgers interessieren: Bild ist gut und Ton auch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen Film..., 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
muss man einfach gesehen haben. Man treibt irgendwann förmlich mit den Schauspielern mit und lässt sich durch die Leichtigkeit, aber auch die tiefen Empfindungen einfach mitreißen. Gerade Kristen Stewart zeigt hier nicht nur viel Haut, sondern auch ein wahrlich großes schauspielerisches Talent das auch abseits der Twilight-Saga Bestand hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Künstlerisch wertvoll - nicht für jeden etwas, 14. Dezember 2014
Ein sehr interessanter und künstlerisch wertvoller Film. Hat Kultstatus - wie Easy Rider.

Es wird das Leben von jungen Amerikanern gezeigt, die völlig ziellos und ständig bekifft durchs Land rasen. Über die sexuelle Freiheit, die hier beschrieben wird, sollte jeder selbst urteilen.

Der Film ist zweifelsohne gut gemacht, allerdings sollte man keine wirkliche Handlung erwarten. Wer Stunts, Action und Effekten überdrüssig ist, findet hier eine besondere Art der Unterhaltung. Ob man mit Hilfe des Films die Moral des Lebens findet - naja.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein schwacher Film von Walter Salles, 23. Mai 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
brennen..brennen....heißt es irgendwann einmal im Film. Leider "brennt" der Film nicht richtig.
Schöne Bilder, tolle Kameraaufnahmen, trösten leider nicht über eine äußerst schwache Story hinweg. Man könnte den Film in 2 Sätzen zusammenpacken. Jugendliche toben sich in Drugs,Beats und Alkohol aus. Einer bleibt übrig der andere stürzt ab.
Dies alles wird in langen 2 Stunden erzählt. Im Vergleich zum deutlich besseren Motorcycles(Die Reise des jungen Che) Film von Salles, tut sich der Regisseur hier sehr schwer überhaupt halbwegs die Zuschauer nicht zu langweilen. Irgendwann ist die xte Party,xte Raserei nur noch Klischee. Einzelne Szenen müssen gegen Ende immer drastischer gezeigt werden, was ein Zeichen einer dürftigen Story ist-eben pure Hilflosigkeit. Erst andeutungsweise die Suche nach einem Vater als Kommastelle soll dann retten was im ganzen Film verloren geht.
Da gibts im Filmgeschäft deutlich besseres und Salles verschwendet sein großes Talent.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch gut umgesetzt, 1. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
Endlich mal eine solche Literaturverfilmung, die wirklich gut umgesetzt wurde. Die Story kommt immernoch gut rüber. Schön gemachte Bilder und nur im San Fransisco Kapitel wurden Teile stark verkürzt, die der Leser des Buches vermisst. Sehenswert sowohl für Leute, die das Buch gelesen haben, als auch für andere.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hatte mehr erwartet, 23. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
Bin etwas enttäuscht. Hatte mehr davon erwartet, zumal es hieß, das Viggo Mortensen dabei
ist und ich weiß, das er ein super Schauspieler ist, der in dem Film vielleicht 20 min zu sehen ist
und mir die Charakteren der beiden Jungen und auch Kristen Stewart auf die Nerven gehen.
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So nahe am Buch wie es geht, 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
Walter Salles hat sich getraut, was eigentlich nicht machbar war: Jack Kerouacs Lebensgeschichte zu verfilmen.
Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Buch, welches als unmöglich zu verfilmen galt. Warum? Kerouac schrieb das Buch nicht als Buch, sondern als endlose Schriftrolle, ohne Absätze, ohne Gliederung, einfach frei schnautze, so wie es passiert ist. Über die Zeit wurden die Namen und Städte geändert, doch genau so sah sein Leben aus.

Als glücklose Schriftsteller trifft Sal Paradise (Jack Kerouac) eines Tages auf Dean Moriarty (Neal Cassidy) und seine Frau Marylou (LuAnne). Mit ihnen und einigen Freunden fährt er von da an Kreuz und Quer druch die Staaten und nach Mexiko. Der Dreh- und Angelpunkt ist Dean, dessen wilde Art, ständig auf der Suche nach der nächsten Ablenkung von der Langeweile, von einem Chaos in das nächste führt. So wird Sal in San Fransico einfach mal mit MaryLou stehen gelassen, weil Dean zurück zur seiner neuen Frau Camille und dem Kind möchte. Es werden Autos geklaut, Drogen genommen und ein Exzess nach dem anderen zelebiert.

Was Salles hier sehr gut gelungen ist, ist die melancholische Seite dieser Reise. Da ich auf dem Filmfest München die original Fassung schauen durfte, kann ich nur empfehlen, diesen Film in englisch zu schauen. Garrett Hedlung schafft es, von einer Sekunde zur anderen das zu vermitteln, das Dean ausmacht, und mit einem Satz einen zu Tränen zu rühren. Herausragend in seiner Rolle muss man Tom Sturridge erwähnen: also Carlo Marx spielt er seinen Charakter mit glaubhaftigem Tiefgang, ins besondere im Bezug auf seine Beziehung mit Dean. Kristen Stewart und ihre viel diskutierten Brüste spielen hier keine so große Rolle, wie man meinen mag. Auch wenn die Rolle von MaryLou nicht das Zentrale ist (es geht hier um Sal und Dean),so spielt sie hier doch sehr überzeugend.
Perfekt besetzt sind die Rollen von Old Bull Lee (Viggo Mortensen) und seiner Frau (Amy Adams): beide spielen die Charaktere wie im Buch geschrieben. Kirsten Dunst hat meine sichtweise auf Camille verändert. Meine innere Stimme hatte diesem Charakter im Buch einen hysterischen Ton verliehen, doch Frau Dunst spielt sie als warmherzige, verzweifelte, doch starke Frau.

Wer das Buch gelesen hat, und ich empfehle die original Version, der wird vielleicht wie ich viele Einstellungen und Sätze wieder erkennen. Das Drehbuch ist sehr nahe am Buch angelehnt, viele Szenen glaubt man schon mal gesehen zu haben (im Kopf). Was von manchen als einfaches Road-Movie abgestempelt wurde, ist für mich eine gelungene Adaption von Material, was gar nicht so einfach umzusetzen ist. Mit Mut von Regisseur und Schauspielern entpuppt sich dieser Film doch, für mich, als Oscar-Material.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht wirklich schlecht, aber vollkommen uninteressant, 15. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
Eines gleich vorweg: Ich habe das Buch nicht gelesen, kann mich daher nur auf den Film beziehen wenn ich sage: On the Road ist kein Meisterwerk.
Im Grunde dreht sich der Film um eine Gruppe junger Herumtreiber im Amerika der 40er Jahre. Diese retten sich mit Alkohol und Sex über den Tag während sie abwechselnd "tiefsinnige" Monologe über das Leben und ihren Weltschmerz führen. Dabei fahren sie durch das Land und schlafen abwechselnd mit Kristen Steward. Auf ihren Reisen geschieht selten etwas interessantes, eine wirkliche Entwicklung ist bei den Figuren auch nicht zu erkennen, eigentlich plätschert der Film ohne weitere Relevanz vor sich hin.

Ich habe mir von diesem Film irgend eine Botschaft, einen tieferen Sinn oder wenigstens eine gute Idee erhofft; doch hier habe ich nichts in dieser Richtung gefunden.

Sicher werden mir jetzt viele wiedersprechen, eventuell muss man auch das Buch kennen um hier glücklich zu werden, aber mich hat der Film einfach nur gelangweilt.

Wenn mir jemand in den Kommentaren erklären möchte, was genau ich hier verpasst habe, eventuell auch mit Bezug auf das Buch, würde ich mich freuen, irgendwoher müssen ja die guten Kritiken kommen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fahrt in die Ödnis, 27. März 2013
Von 
Dude - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: On the Road - Unterwegs (DVD)
Sal Paradise (Sam Riley) und Dean Moriarty (Garrett Hedlund) sind Zeugen der Beat-Generation der Fünfziger. Nach dem Tod seines Vaters lernt der junge Schriftsteller Sal den Ex-Knacki und lebenshungrigen Dean kennen, der ihn von seiner Trauer und der Arbeit an seinem Roman ablenkt und mit ihm zu einem langen Trip nach Westen aufbricht. Der Roadtrip durch die USA entwickelt sich zu einem Sex- und Drogentrip. Man trifft neue Weggefährten und alte Bekannte.
Zwischendurch hält Sal die Ereignisse auf Papier fest.
Deans große Lieben Marylou (Kirsten Stewart) und Camille (Kirsten Dunst) sind Bestandteil der Reise, bleiben aber letztendlich am Wegesrand zurück...

Das Ganze basiert basiert auf Jack Kerouacs autobiografischem Roman "On the Road" ("Unterwegs"), der sich in den 60ern zu einem Kult-Besteller entwickelte, der Beat- und Hippiebewegung inspirierte.
Jack Kerouacs Alter Ego ist Sal.
Der Autor verstarb früh im Alter von 49 Jahren aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums.

Sein Roman galt bislang als unverfilmbar, das hat jedoch Produzent Francis Ford Coppola, der offenbar schon lange die Filmrechte besaß, nicht davon abgehalten, mit Hilfe des brasilianischen Regisseurs Walter Salles ("The Motorcycle Diaries") einen massentauglichen Versuch zu wagen.

Nach Ansicht der meisten Fans des Buches ist dieser Versuch gescheitert, ich selbt kann mir zum Buch kein Urteil anmaßen, da ich es nicht kenne.
Ich respektiere jedoch ausdrücklich Werke, die den Zeitgeist einer Generation eingefangen haben.

Daher bezieht sich meine Rezension ausdrücklich nur auf den Film, der ja im Wesentlichen dadurch für Aufsehen sorgte, dass Kristen Stewart hier einige (völlig unspektakuläre) Nacktszenen hat.

Das Projekt war sicherlich ambitioniert, dafür spricht schon die Riege bekannter Schauspieler, zu denen auch Viggo Mortensen und Steve Buscemi zählen.

Kameramann Eric Gautier, der in "Into The Wild" großartige Bilder lieferte, agiert hier deutlich zurückhaltender, farblich halten hier staubig-braune Farbtöne
Einzug, offenbar eine Hommage an die Fünfziger.

Bei einem Roadmovie ist der Weg das Ziel, doch hier führt der Weg ziellos hin- und her und wieder zurück, man hat den Eindruck, hier dreht sich alles im Kreis.

134 Filmminuten können wie im Fluge vergehen, sie können aber auch zäh dahinschleichen - wie im vorliegenden Film.
Passieren tut eigentlich nichts, das Ganze ist statisch, planlos, man fährt im Hudson nach Denver, man bricht wieder auf, fährt wieder nach New York, man bricht auf, fährt zurück und alles beginnt von vorn...
Dazwischen passiert nicht viel, die Begegnungen und Personen sind uninteressant, die Bilder aus dem Hudson und vom Wegesrand scheinen einem H&M-Werbespot ent-
sprungen.
Der Plot bietet auch den Schauspielern nicht viel Entfaltungsmöglichkeiten, Kristen Stewart, Kirsten Dunst, auch Sam Riley und Garrett Hedlund bleiben blaß,
lassen den Betrachter kalt, eine emotionale Bindung baut sich nicht auf.
Es wird posiert, nicht mit Leidenschaft geschauspielert.

Die Zitate aus Kerouacs Buch wirken deplaziert und nicht authentisch.
Der Autor soll das Buch wie im Rausch ohne großartige Interpunktion heruntergeschrieben haben, eine entsprechende Remineszenz findet sich am Schluss des
Filmes in Form einer langen Papierrolle, die der Autor für die Schreibmaschine verwendet haben soll, um ansatzlos weiterschreiben zu können.

Was bleibt nun am Ende?

Eine 134 Minuten lange, nicht endenwollende, wie eine Dauerwerbesendung mit Jazzscore und Poesiezitaten wirkende Odyssee in's Nirgendwo, die gähnende Langeweile verbreitet.
Der Impuls, zwischendurch abzuschalten, wird übermächtig.

Jedoch wird die Lust geweckt, das Buch zu lesen, um hier einen Vergleich zu haben, was da gewesen sein muss - und was nun daraus geworden ist.
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