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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildgewaltige und brutale filmische Umsetzung von Winslows Zeit des Zorns
Wer das relativ kurze, ungewöhnlich aufgebaute Buch Winslows, der auch hier mit Worten eher geizt als sie verschüttet, vorab kennt, schätzt die filmische Umsetzung durch Stone umso höher ein. Bereits die Kinofassung empfand ich als durch und durch gelungen, grandiose Bilder, gelungen in Szene(n) gesetzte Akteure, eine vom Plot aus betrachtet weitgehend...
Vor 16 Monaten von Rhyskant veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endstation Sehnsucht
Ich weiß nicht was Oliver Stone vor hatte.

Savages heißt wild, gleichzeitig wird die Story auf über 2 Stunden 20 aufgeblasen.
Das konnte nicht klappen und hat es nicht.
Zu viele Längen, zu viele unnötige Nebenäste der Handlung bremsen ständig die wilde Fahrt.
Das reißen gelegentliche ultrabrutale Szenen...
Veröffentlicht am 22. März 2013 von Jupiter III


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bildgewaltige und brutale filmische Umsetzung von Winslows Zeit des Zorns, 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Savages - Extended Version [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer das relativ kurze, ungewöhnlich aufgebaute Buch Winslows, der auch hier mit Worten eher geizt als sie verschüttet, vorab kennt, schätzt die filmische Umsetzung durch Stone umso höher ein. Bereits die Kinofassung empfand ich als durch und durch gelungen, grandiose Bilder, gelungen in Szene(n) gesetzte Akteure, eine vom Plot aus betrachtet weitgehend der Schriftvorlage folgende, durch nachdenkenswerte Dialoge ergänzte Handlung. Die längere BR-Version verschafft, worauf andere Rezensenten bereits hingewiesen haben, manchen Akteuren noch mehr Schärfentiefe. Wenn Stone auch Botschaften vermitteln will, dann für mich crime does pay und verteidige das Deine brutal mit dem Schwert, wenn es bedroht ist.

Dieses sich um Drogengeschäfte rankende Drama langweilt nie, ist auch eher an keiner Stelle unrealistisch, was allerdings dann auch bei einer Gesamtbetrachtung erschrecken mag.

Für mich Spitzenkino und uneingeschränkt die Höchstwertung...der einzige Abstrich bei US-Produktion ist diese scheinheilige Zensur...dem Zuschauer dürfen mit Kettensäge abgetrennte Köpfe und aufgespiesste Torsos zugemutet werden...aber zum erotischen Vorspiel mit dem nackten Bensteigt Ophelia mit Sommerkleidchen und Slip bekleidet in die Edelwanne...nur ein Beispiel...anyway!
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95 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen entfaltet nur in der Unrated Fassung seine volle Kraft, 5. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Savages (DVD)
Ich habe mir SAVAGES ohne große Vorkenntnisse über den Film angeschaut, einzig bekannt war die Story. Je weniger man über den Film weiß, desto besser ist es. Keine detailierten Filminfos lesen, keine Kritiken zum Film, nichts...dann funktioniert der Film am besten.
Absolute PFLICHT bei SAVAGES ist es, den Film in der UNRATED Fassung zu schauen. Erst in dieser Version entfaltet der Film seine volle Kraft. Nein, UNRATED heißt in diesem Fall zum Glück NICHT mehr Gewalt, sondern viel mehr Tiefe. Es sind reine Dialogszenen, die in der UNRATED enthalten sind, aber es macht den Film um einiges besser. Trotz der langen Laufzeit langweilt der Film überhaupt nicht. Es ist wirklich schon ewig her, wo ich so sehr auf ein Finale hingefiebert habe...und selbst das 'scheinbare' Ende kommt ganz anders. SAVAGES ist KEIN Unterhaltungsfilm, kein Film für einen Popcorn Abend. Ich habe selten einen Film gesehen, der auf der einen Seite ruhige, nachdenkliche Szenen hat und auf der anderen Seite blutige, krasse, brutale Szenen bietet (vergleichbar mit DRIVE mit Ryan Gosling).
SAVAGES schaut man nicht nur einfach, man muß ihn 'mitdenken', 'mitfühlen', 'verstehen'...man muß sich intensiv in das Geschehen hineinversetzen...erst dann 'sieht' man SAVAGES. Eins an dem Film ist unverkennbar - die Handschrift Oliver Stones. Absolute Glanzleistung im Film bietet eindeutig Salma Hayek, die das "kühle, eiskalte" und gleichzeitig "zerbrechliche" super spielt. Ich muss gestehen, das ich Benicio Del Toro nicht besonders mag, aber er spielt die "fiese Drecksau" absolut genial und so cool wie noch kein anderer vor ihm.
Wer jetzt belustigt über meine Beschreibung lächelt, dem wird SAVAGES nicht zusagen und ihn als "lahmen Actionfilm", "billigen Drogenfilm" etc. bezeichnen. Alle anderen, die wissen, was ich meine, werden einen genialen Rausch erleben und einer der interessantesten Filme nach langer Zeit sehen.

Ganz Wichtig: Unrated Fassung schauen!!!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser (oder viel eher schöner?) als die Kinofassung!, 5. Dezember 2013
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Savages - Extended Version [Blu-ray] (Blu-ray)
--- Inhalt ---

Zwei Freunde (Taylor Kitsch aus JOHN CARTER und Aaron Johnson), die sich seit der Highschool kennen, bauen zusammen im sonnigen Kalifornien ein Marihuanaimperium auf. Chon und Ben teilen nicht nur ihr Geld oder ihre Leidenschaft für Hasch ganz brüderlich, sondern auch ihre Frau: die wunderschöne Ophelia, kurz O (perfekt besetzt: GOSSIP GIRLs Blake Lively).
Eines Tages wird das mexikanische Baja-Kartell, dessen Kopf von Salma Hayek verkörpert wird, auf das Schaffen der Männer aufmerksam und schlägt einen Deal vor. Man ist an ihrem Geheimnis der Anbaukünste und ihr weltweites Netzwerk von 15 Millionen Kunden interessiert. Allerdings wollen sich Ben und Chon nicht auf den Deal einlassen.
Über diese Zurückweisung reagiert die mexikanische Untergrundorganisation ziemlich ungehalten. Die Mittelsmänner (unter anderem Benicio Del Toro als sehr fieses Exemplar seiner Gattung) entführen Ophelia, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen...

--- Kritik ---

Auf gut Deutsch bedeutet der Titel SAVAGES "die Wilden". Diese Unbezähmbarkeit wird mit äußerster Schönheit in Szene gesetzt. Die Helden sehen natürlich danach aus, als seien sie für die nächste Werbekampagne für Calvin-Klein-Unterwäsche gebucht worden und der traumhaft schöne Drehort Kalifornien, dessen Wahl man wohl dem Autor der Buchvorlage Don Winslow zu verdanken hat, trägt ebenfalls zu diesem Eindruck bei. Sommer, Sonne, Strand, Schönlinge und Sex (davon gewiss nicht zu wenig!) werden mit einigen Kamerafiltern, zum Beispiel mittels Schwarzweißsequenzen, vom namhaften Regisseur Oliver Stone in Szene gesetzt. Selbst die klein dosierten Gewaltszenen, die wohl ausschlaggebend für die deftige 18er-Plakette waren, besitzen diese auf hübsch getrimmte Musikvideooptik. So exzessiv ist man in der Kinofassung übrigens nicht ausgeufert! Die alte Filmversion, die rund zehn Minuten kürzer ist, wurde nämlich noch ab sechzehn Jahren freigegeben.
Bei der ganzen optisch ansprechenden Aufmachung verliert man sich zwangsläufig im Detail, weswegen SAVAGES manchen Zuschauer langatmig erscheinen könnte. Wenn man sich daran jedoch nicht stört, sich an den tollen Bildern und ähnlichen Ästhetikthrillern wie etwa INTO THE BLUE erfreut, dann ist man mit SAVAGES bestens bedient. Zum Finale hin gibt es sogar eine Überraschung zu vermelden, die an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten wird.
Aus marketingtechnischen Gründen wurde John Travolta anscheinend als Hauptfigur aufs Cover gedruckt. Sein Part fällt aber doch eher bescheiden aus, ähnlich wie Al Pacino in THE SON OF NO ONE oder Michael Douglas in HAYWIRE.

--- Zur Blu-ray ---

Null Bildrauschen, knallige Farben und ein hoher Schärfegrad, der viele Details, zum Beispiel in den hübschen Gesichtern, erkennen lässt: Genau so möchte man diesen "schönen" Film sehen! Ein plastischer Eindruck ist generell gegeben, er könnte stellenweise aber stärker ausfallen.
Tonal lässt die Blu-ray kaum Wünsche offen, wenn es um die englische Originalspur geht. Diese Sprache wurde mit HD-Ton in DTS-HD MA 5.1 versehen, der mit einer hohen Dynamik aufwartet. Deutsch hat währenddessen allerhöchstens DVD-Niveau in komprimiertem DTS Surround 5.1. Da wäre eindeutig mehr drin gewesen.
Die Extras bieten zusammengenommen ziemlich genau 50 Minuten Zusatzmaterial rund um den Film. Eine gute Viertelstunde machen die neun entfallenen Szenen aus (die, die es nicht in die Extended Version geschafft haben), den Rest nimmt ein fünfteiliges Making-Of ein, alles in gestochen scharfem High Definition.
Als kleines Bonbon kann man das Wendecover ansehen, auf dem Taylor Kitschs Kopf löblicherweise von dem FSK-Logo befreit wurde.

--- Fazit ---

Alle Fans von ununterbrochener Action werden von SAVAGES vielleicht enttäuscht sein. Oliver Stone schildert die Ereignisse mit gemächlicher Geschwindigkeit und zieht den Spannungsbogen nur ab und zu straff. Vielmehr überzeugt dieser Thriller durch seine schönen Bilder und guten Darsteller, wobei gesagt werden muss, dass schonungslose Gewaltexzesse nicht komplett ausbleiben.
Die Blu-ray gibt dem Käufer im Großen und Ganzen das, was man von HD-Auflösung erwartet. Nur der deutsche Ton hätte besser aufbereitet sein können - vier Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung abseits des Mainstreams, 10. Dezember 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Savages - Extended Version [Blu-ray] (Blu-ray)
In dem ungekürzt zweieinhalbstündigem Werk (Extended Version) geht es um die große Liebe zweier Marihuana-Bauern zu einem Mädchen. Vielschichtig und zunehmend spannend wird erzählt, wie sich ein mexikanisches Drogenkartell in den Vertriebsbereich der beiden überaus erfolgreichen Anbau-Experten drängt, ihre gemeinsame große Liebe kidnappt und sie damit unter Druck setzt.

Die beiden THC-Jünger, der eine ein Softie, der von alternativen Energien und Unterstützung der dritten Welt träumt, der andere ein im Afghanistan-Krieg gestählter Ex-Soldat, der vor Gewalt nicht zurückschreckt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Will der Eine sich sofort aus dem Geschäft zurückziehen, möchte der Andere kämpfen. Genau aus diesen Gegensätzen zieht der Film unter der Regie von Oliver Stone seinen Reiz. Denn die beiden sind sich nicht einig, wie mit dem Tijuana-Kartell umzugehen ist. Einig sind sie sich nur, ihre Freundin zurückhaben zu wollen. Und so entspinnt sich ein langes, überaus abwechslungsreiches, mitunter grausames und blutrünstiges Tauziehen zwischen den Parteien.

Wer Spannung abseits des Mainstreams sucht und über gelegentliche Längen hinwegsieht, kommt bei diesem Film voll auf seine Kosten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endstation Sehnsucht, 22. März 2013
Von 
Jupiter III - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Savages - Extended Version [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich weiß nicht was Oliver Stone vor hatte.

Savages heißt wild, gleichzeitig wird die Story auf über 2 Stunden 20 aufgeblasen.
Das konnte nicht klappen und hat es nicht.
Zu viele Längen, zu viele unnötige Nebenäste der Handlung bremsen ständig die wilde Fahrt.
Das reißen gelegentliche ultrabrutale Szenen nicht heraus, im Gegenteil.

Vielleicht sollte es eine harte, zeitgemäße, amerikanische Antwort in Hollywoodgröße auf
Bube, Dame, König, Gras [Blu-ray] sein.
Richtig geklappt hat es nicht, wenn die Schauspieler durchaus sehenswert sind,
eine sehr engagierte Darstellung abliefern und die musikalische Untermalung
sehr stimmig ist.

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Blu-ray ordentlich detailliertes Bild
mit traumhaften Farben hat und auch der Ton, wenn er gefordert wird,
alle Surroundregister zieht.

Aber am Film ändert das nicht viel. Leider.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Harter Krimi mit Botschaft, 11. März 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Savages (DVD)
In Krimiklassikern wie ‚The French Connection’ oder ‚Miami Vice’ dominierten noch Klischeevorstellungen vom Drogenhandel, waren die Drogenhändler ruchlose Schurken, Gangster und Ganoven, und diverse infantile Krimis in TV und Literatur propagieren diese Vorstellung auch heute noch! Dennoch haben diese Vorstellungen sich im neuen Jahrtausend deutlich gewandelt:Dokumentationen wie ‚Cocaine Cowboys’ und besonders innovative TV-Serien wie ‚Weeds’, ‚Breaking Bad’ oder auch ‚Justified’ propagierten, verstärkt durch Finanz- und Wirtschaftskrise, die Kleinbürger als die neuen Drogenhändler, machten klar, dass der Drogenhandel selbst jenen die Chance zu Aufstieg, Reichtum und Ansehen oder wenigstens zum Erwerb des Lebensunterhalts bot, die sonst auf magere staatliche Sozialleistungen angewiesen wären oder bestenfalls einen Job als Tellerwäscher bekommen hätten.
Auch Oliver Stone's ‚Savages’ propagiert ungeniert diese neuen Möglichkeiten, ist ‚Savages’ kein Film für Drogenbeauftragte, Vertreter der Obrigkeit oder Pädagogen, enthält sich ‚Savages’ jedes moralischen Kommentars.

‚Savages’ ist kein weiteres hohles Mainstream-Action-Abenteuer, das überstrapazierte Verfolgungsjagden und Schießereien aneinanderreiht:Wie von Oliver Stone gewohnt, hat auch ‚Savages’ neben einer echten Handlung ein gerüttelt Maß an Kritik parat:’Savage’ zeigt wie der moderne American Way Of Life sich inzwischen auf Geld, Gier, Gewalt und Drogen reduziert und eins zum anderen führt, weil einige Beteiligte nie genug kriegen, aber die moderne amerikanische Gesellschaft kaum brauchbare Alternativen liefert:Würden die beiden Protagonisten nicht ihre Fähigkeiten zur Produktion und zum Verkauf von Drogen nutzen, würde wohl nur ein öder Job in irgendeiner Burger-Bude oder irgendein anderer Versagerjob auf sie warten. Auch andere Beteiligte ziehen persönlichen oder finanziellen Nutzen aus dem Drogenhandel, sei es der Justizbeamte, der mit dem Bestechungsgeld aus dem Drogenhandel die Behandlung seiner kranken Frau bezahlen kann, oder andere, die das Marihuana zu medizinischen Zwecken nutzen. All dies inszeniert Regiesseur Oliver Stone in kurzen, aber eindeutigen Szenen. Und es braucht auch nicht viel Phantasie, um bei den brutalen mexikanischen Drogenschiebern des Films Parallelen zu den modernen Großunternehmern, Finanzjongleuren und Global Playern zu erkennen, unter denen die modernen Staaten und Gesellschaften zu leiden haben.

‚Savages’ ist kein selbstgefällig-infantiles ‚Keine Macht den Drogen’-Betroffenheitsdrama, sondern ein Stück aus dem echten Leben, das im Amerika der Moderne nur noch die Wahl läßt zwischen einem legalen Dasein in irgendeinem Versagerjob oder dem Leben in der Illegalität mit hohen Gewinnen und hohen Riskiken, mit viel Freiheit und viel Freizeit. Legal und ehrlich sind eben nur hohle Worte, wenn das Geld nicht reicht, um die Rechnungen zu bezahlen und um das Leben und das Dach überm Kopf zu finanzieren.
Mit sicherer Hand inszeniert Oliver Stone seine beiden Protagonisten als moderne Unternehmer und Desperados, die mit ihrem Produkt einfach den Gesetzen eines freien, globalen Marktes samt Nachfrage und Angebot unterworfen sind - Gesetze und Verbote sind in ‚Savages’ eher nebensächlich. Wenn der von John Travolta portraitierte Justizbeamte darauf hinweist, dass in der Finanzwelt Leute zugange sind, die deutlich Schlimmeres verbrochen haben, wird klar, dass der Drogenhandel nur deshalb fragwürdig erscheint, weil die Obrigkeit Handel und Konsum dieses Produkts verbietet, während gleichzeitig der Konsum anderer Güter, die ebenfalls schädlich sein können, erlaubt ist.

Oliver Stone's ‚Savages’ hat jene Härte, die die letzten ‚James Bond’-Filme oder sogar die letzten beiden Filme von Quentin Tarantino gern gehabt hätten, aber leider viel zu unentschlossen inszeniert waren. ‚Savages’ propagiert dabei Gewalt und Action nicht zum plakativen Selbstzweck, sondern zeigt diese auf realistisch-häßliche Weise, wird die Action nicht auf dieses aus modernen Produktionen gewohnte Kindergeburtstags-Niveau mit Werbefilmästhetik reduziert.

‚Savages’ liefert auch keine Klischeecharaktere, sondern macht dort weiter, wo ‚Traffic - Macht des Kartells’ und ‚Blow’ enden. Und Benicio del Toro wirkt, als würde er seinen Charakter aus dem (letzten wirklich guten) ‚James Bond’-Abenteuer ‚Lizenz zum töten’ in ‚Savages’ wiederaufnehmen. Auch Salma Hayek ist in ‚Savages’ als Kartellchefin endlich mal wieder große Klasse!

Was mich jedoch etwas nervt, sind die Hauptdarsteller:Die beiden Schauspieler sehen aus, als wären sie von irgendeinem kalifornischen Strand weg engagiert worden und in einem Film eingesetzt worden, der für Zuschauer gemacht wird, die tatsächlich glauben, alle Amerikaner würden so aussehen (Weil die amerikanische Bevölkerung ja keinerlei Probleme mit Übergewicht u.ä. hat …). Wer schon mal eine Dokumentaion über das amerikanische Militär und die Navy SEALs gesehen hat, dem dürfte auch klar sein, dass Taylor Kitsch nun wirklich nicht nach einem Navy SEAL aussieht. Und warum zwei erfolgreiche Unternehmer sich mit solch einer blonden Strandbarbie mit bescheidenen intellektuellen Fähigkeiten abgeben sollten, ist doch auch recht irrational …
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Salma Hayek als Cleopatra-Drogenqueen,Travolta als korrupter Bulle, Del Toro als Sadist mit Toupet, es gibt langweiligere Filme, 7. November 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Savages (DVD)
FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Oliver Stone Filme sind Pflicht, denkt man nur an Klassiker wie PLATOON, WALL STREET oder auch NATURAL BORN KILLERS (NBK). Nicht immer werden seine Filme auch von allen geliebt. Die Romanverfilmung SAVAGES wird dieses Schicksal auch erfahren. Aber nicht wegen der Darstellung der Brutalität wie in NBK, sondern eher wg. diversen Mängeln im Drehbuch, der letztlich relativ konservativen Umsetzung und einer nicht nötigen Überlänge. Allerdings unterhält dieser bunte und konsequent harte Drogenthriller aufgrund der schon als Starbesetzung zu bezeichnenden Schauspielerriege durchaus und keine Minute ist langweilig.

SAVAGES beginnt mit einer verstörenden Szene die auf die weitere Handlung hinweist ohne Details zu verraten. Der Text aus dem off ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Dann ein Schwenk und es entfaltet sich die bunte und farbenprächtige Welt am Strand und man fühlt sich zu MIAMI VICE in die 80er zurückversetzt und es wirkt wie ein überlanger Videoclip. Das ist gar nicht mal negativ gemeint, sondern in bezug auf die hochwertige Optik und letztlich auch durchgehende Spannung die SAVAGES absolut verströmt.

Zum Inhalt des Film nur so viel (OHNE SPOILER!): Chon (Taylor Kitsch) und Ben (Aaron Taylor-Johnson) sind Freunde und betreiben Marihuana Aufzucht im großen Stil. Ihre Freundin O(phelia) (Blake Lively) liebt sie beide und alle genießen ihr Leben. Allerdings nur bis ein mexikanisches Kartell dem Team seine eigenen Vorstellungen einer guten Zusammenarbeit auf dem Drogensektor eröffnet……mit John Travolta, del Toro, Salma Hayek geht schon eine sehr erfahrene Truppe ins Rennen die SAVAGES gut tut.

Der Anfang ist durch diverse nicht ganz undeftige Erotik Szenen aufgepeppt die einen aber überraschenderweise wie auch viele Actionszenen des Films recht kalt lassen. Irgendwie fehlt das gewisse etwas und im Nachhinein wirkt das ganze zumindest für erfahrene Seher trotz der Brutalität oft recht mainstream-kompatibel und brav ohne besondere Wendungen oder komplexe Story. Man denkt an einigen Stellen an Selbstironie des Films die dort ggfs. gar nicht geplant war. Das Ende setzt dem Kritik-Fass die Krone auf.

Von einem Oliver Stone hätte ich zwar mehr erwartet, aber davon abgesehen unterhält der Film dennoch mehr als vieles was sonst in dieser Richtung in diesem Jahr rausgekommen ist. Stone versteht es nämlich durchaus prächtige und fast suggestive Bilder des südlichen Kaliforniens zum einen, aber auch verstörende Bilder ohne allzu viel Klischees des harten Drogen Business zum anderen zu präsentieren. Man sollte auf jeden Fall die FSK 18 Unrated Fassung mit allen Szenen zu genießen.

3,5/5 Joints....äh,....Sternen

PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: gutes (HD) Bild ohne für mich feststellbare Schwächen, satte Farben, gutes Schwarz, Filmkorn als Stilmittel
- TON: relativ frontlastig, gut verständlich, räumlich wo nötig, Blu-ray: "nur" in DTS 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: teilweise in HD: Featurettes, deleted scenes (B
- SONSTIGES: FSK 18 uncut, Wendecover ohne FSK Logo (ggfs. nur Teil der Erstauflage)
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5.0 von 5 Sternen Gute Adaption des Winslow-Kracher, 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Savages (DVD)
Schon das Buch hat mich aus den Socken gehauen, der Film trifft diese Atmospäre bis zur letzten Minute. Der Kontrast zwischen dem hellen, leichten Strandleben und dieser absoluten Gewalt der Drogenkartelle- man hat richtig Mitleid mit den 3 jungen Protagonisten- sie wollten doch nur kiffen und ein leichtes Leben führen. Aber wie so oft im Leben- wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Ideale Besetzung der BÖsen mit Benito del Torres, der göttlichen Salma Hayek und immer wieder der coole John Travolta.
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4.0 von 5 Sternen Cool aufgeführter Popcornthriller in schnieker Optik, 23. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Savages - Extended Version [Blu-ray] (Blu-ray)
Der hoch geschätzte Oliver Stone lässt es cineastisch mal eine Idee gemächlicher angehen. Normalerweise sind Stone - Filme sehr provokant im Detail und explosiv im Sujet wie die Klassiker 'Platoon`, ' Wall Street` oder 'Natural Born Killers`. Ebenso ist "Savages" kein starkes Ensemblestück wie 'An jedem verdammten Sonntag`. Die inhaltliche Fülle des Plots um einen Konkurrenzkampf im kalifornischen Grasdealer - Milieu zwischen zwei jungen Amerikanern, die aussehen wie surfende Beachvolleyballer, und einem mexikanischen Drogenkartell ist ziemlich dünn, doch dafür entschädigen nette Luxus - Fotografien, eine lässige Atmosphäre (kein Wunder, bei dem Wetter etc.) und John Travolta sowie Salma Hayek in bester Spiellaune (Tipp: Originalfassung ansehen). Der Extended Cut ist womöglich ein wenig lang, man merkt, an welchen Stellen durchaus Minuten hätten gespart werden können. Trotzdem: nicht schlecht.
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4.0 von 5 Sternen Verrückt und klasse, 31. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Savages (Amazon Instant Video)
Eine etwas abgedrehte Geschichte, die einem das typische Ganster-Dasein vermittelt. Sehr charmant und ordentlich erzählt. Hatte eine schöne Zeit mit dem Film und den Darstellern.
Der Streifen ist teilweise etwas abgedreht, zeigt aber trotzdem glaubwürdig wie es wohl so in gewissen Kreisen von Statten geht.
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Savages - Extended Version [Blu-ray]
Savages - Extended Version [Blu-ray] von Oliver Stone (Blu-ray - 2013)
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