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Kundenrezensionen

47
4,2 von 5 Sternen
Tess von d'Urbervilles: Eine reine Frau
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:8,99 €
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TOP 500 REZENSENTam 11. Juli 2013
Unter dem Titel "Tess of the d’Urbervilles. A Pure Woman Faithfully Presented" veröffentlichte Thomas Hardy im Jahr 1891 diesen Roman zum ersten Mal in seiner ursprünglichen Langform.

Es war nicht einfach für mich, meine moralischen Vorstellungen beiseite zu lassen und mich gänzlich auf die Viktorianische Zeit einzulassen. Hardy machte mir es mir leicht, ein Bild vom Alltagsleben seiner Protagonisten zu bekommen. Detailliert und realistisch schildert er die schwere Arbeit in der Landwirtschaft, den Stand der Technik und das Leben der Landbevölkerung. Tess beschreibt er zu Beginn als junges und lebenslustiges Mädchen, das mit ihren Freundinnen in den Frühling tanzt. Das Schicksal, Angel und Alec und Moralvorstellungen der damaligen Zeit stehen aber einer glücklichen Zukunft von Tess im Weg. Ausgangspunkt für Tess‘ tiefen Fall war nicht zuletzt die Lebensweise ihrer Eltern. Der Vater trank, die Mutter war ein einfältiges, kindliches Wesen. Beide machten nur so viel wie unbedingt nötig, um das Überleben der Familie zu sichern. Als sie dann von der noblen Abstammung der Durbeyfields erfuhren, sehen sie darin eine Möglichkeit, ihrem Elend zu entfliehen. Tess, die älteste Tochter sollte den reichen Verwandten Alec d‘Ubervilles heiraten. Tess wurde herausgeputzt und zu den vermeintlichen Verwandten geschickt. Alec fand auch Gefallen an dem jungen, frischen Mädchen, statt sie zu heiraten vergewaltigte er sie. Tess floh zurück ins Elternhaus, bekam ein Kind, das jedoch nur kurze Zeit lebte. Tess war ein gefallenes Mädchen, eine aussichtsreiche Heirat war undenkbar geworden. Daraufhin verließ sie ihr Dorf und fand eine Anstellung auf einem Hof in Talbothays, wo sie Angel Clare trifft, der ihr bereits bei dem am Anfang des Romans besagtem Frühlingfest auffiel und sie aber damals nicht beachtete. Ihr Gewissen verbietet es Tess seinen Heiratsantrag anzunehmen. Schließlich stimmt sie aber doch zu. Am Hochzeitstag gestehen sich beide ihre Vergangenheit ein. Angel, der Pfarrerssohn, verlässt Tess und geht nach Brasilien. Tess muss sich allein durchschlagen und trifft wieder auf Alec…

Thomas Hardy erzählt Tess‘ Geschichte aus der Sicht eines moralisierenden, allwissenden Erzählers. Dabei tritt besonders deutlich die Doppelmoral viktorianischer Zeit zutage. Was heute kaum noch einen Menschen peinlich berühren würde, führte Tess an den Rand des Abgrunds und ließ sie den letzten Schritt darüber hinaus selbst tun. Ihr Niedergang ist unaufhörlich und das Ende vorauszuerahnen. Dabei deutet Hardy stets nur an, vermeidet jede Schilderung mit sexuellem Hintergrund und überlässt dem Leser das Angedeutete zur Interpretation. Die Sprache des Romans wirkt mitunter schwülstig und etwas angestaubter, als ich dies bei einem vor gut 120 Jahren geschriebenen Roman erwarten durfte. Sowohl der Sprachstil und auch diese Andeutungen störten mich persönlich ein wenig. Da war ich aus anderen in diesem Zeitalter entstandenen Romanen anderes gewöhnt. Ich möchte keineswegs detailgetreue Schilderungen von Vergewaltigungen lesen, aber im moralischen Nebel möchte ich als Leserin auch nicht stehen gelassen werden.

Die männlichen Protagonisten, die Tess zunächst so verschieden sieht, gleichen sich in ihrem selbstgerechten Egoismus und ihrem Umgang mit Tess wie eineiige Zwillinge. Alec schmückt sich mit einem erkauften Titel. Angel scheinbar gebildet, ist gefangen in seinem enggewebten Netz moralischer Vorstellungen. Beide sind Männer, die für diese Zeit stehen und wurden von Hardy hervorragend in Szene gesetzt.

Der Roman trägt den Untertitel: ‘Eine reine Frau’. Dies ist der einzige Hinweis darauf, wie Thomas Hardy in Wirklichkeit über die Scheinmoral dachte und mit dem er versuchte, die Tragödie um Tess ins rechte Licht zu rücken.

„Tess“ habe ich sehr gern gelesen. Er vermittelte mir ein eindrucksvolles Bild vom Dasein der einfachen Landarbeiter im viktorianischen England. Trotzdem mir persönlich ein paar Kleinigkeiten nicht so gefielen, sehe ich den Stellenwert dieses Romans in der Weltliteratur und bin froh ihn gelesen zu haben. Gerne empfehle ich ihn weiter.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2013
Ich habe mir dieses Buch gekauft, um einmal in ein etwas anderes Genre als üblich einzutauchen. Ich stecke zwar noch am Anfang, dieses Buch hat mich aber jetzt bereits so gepackt, dass ich nicht mehr zu lesen aufhören möchte.
Jenen, die Shades of Grey aufgrund des Hypes gelesen haben aber ansonsten nicht zu Büchern greifen, würde ich es eher nicht empfehlen, da es sich doch schon um ältere Literatur handelt, und man sich erst an den damaligen Schreibstil gewöhnen muss - was für normalerweise "Nicht-Leser" schnell demotivierend sein kann.

Für alle Bücherwürmer aber ein sehr empfehlenswertes Buch!
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2012
Die Geschichte der Tess ist hinlänglich bekannt und ich möchte gar nicht weiter darauf eingehen. Ein großartig geschriebener Roman, der auch nach über 100 Jahren noch berührt und einen in seinen Bann zieht. Was wirklich sehr ärgerlich ist, ist der nicht zu entfernende Hinweis auf dem Buchcover "Lieblingsroman von Ana Steele in Shades of Grey" und die "Inhaltserklärung" auf der Rückseite, die sich ebenfalls auf Shades of Grey bezieht. Das hat diese großartige Geschichte sicherlich nicht verdient. Ich habe mich sehr darüber geärgert und werde mir deshalb eine andere Ausgabe kaufen.
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47 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2013
Muss ich zu dem Buch noch viel sagen? Eine wahrlich große Lektüre. Von der ersten Seite an war ich begeistert von Hardys detailreicher Darstellung der Personen und der Landschaft die sie umgibt. Sie schien förmlich lebendig zu werden. Auch von der Geschichte an sich war ich mehr als begeistert. Den direkten unvermittelten Einstieg, bei dem John Durbeyfield halb im Scherze von einem vorbeireitenden Pastor als 'Sir John' gegrüßt wird, der garnicht ahnt welches Elend er damit über die älteste Tochter 'Sir Johns' bringen sollte, musste ich nach Beendigung des Buches noch einmal lesen, um mich noch einmal von der Größe dieses Buches zu vergewissern. Das Buch hinterlässt einem definitiv mit einem Staunen, denn es hat in den über 100 Jahren die seit seines Erscheinens vergangen sind nichts an Faszination verloren. Noch faszinierender wird es wenn man sich die damilige Zeit vor Augen führt, und welch progressive Ansichten Hardy hier festgehalten hat.

Nun zu etwas anderem. Ich finde es eine Unverschämtheit, dass hier versucht wird Profit daraus zu schlagen, dass Tess mal kurz in 50 Shades of Grey erwähnt wird. Ich halte nichts von solcherlei Machenschaften und finde es einfach Schade, dass nun eine Horde von Gelegenheitslesern, für die 5o Shades... wohl das erste Buch seit Harry Potter ist, dass sie in die Hand nehmen, jetzt auf große Englische Literatur losgelassen wird. Dadurch kommen dann solche Rezensionen wie hier zu Stande, in denen behauptet wird, dieses Buch sei langweilig und es würde nichts passieren.

Wer Interesse daran hat sich mit klassicher Literatur zu befassen und Zeit mitbringt sich von wunderschönen Natur- und Personenbeschreibungen verzaubern zu lassen ist hier jedoch genau richtig.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2013
Der Anfang ist etwas mühsam, auch die Umgangssprache gewöhnungsbedürftig, aber spätestens ab der Mitte total fesselnd und mitreissend. Sehr genaue Beobachtung des Autoren, somit alles gut vorstellbar, obwohl es im 19. Jahrhundert spielt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2015
Die bei Anaconda erschienene TESS-Ausgabe ist gekürzt,
was man nur merkt, wenn man die TESS schon in den beiden vorher erschienenen Ausgaben bei dtv (Übersetzung: Helga Schulz) und Piper (Übersetzung: Paul Baudisch) oder gar im englischen Original gelesen hat.
Die im Anaconda Verlag erschienene Ausgabe von Thomas Hardy's Roman TESS OF THE D'URBERVILLES ist laut den Angaben von Amazon am 30.November 2013 erschienen. Zu meiner Überraschung (ja merkt denn sonst keiner sowas?) datieren die Rezensionen hierzu dann vom 11.07.2013 (Rezension Heike M.) und früher! Wahre Hexerei, daß Bücher, die noch gar nicht erschienen sind, schon besprochen werden? Nein, keine Hexerei, vielmehr wurden die Rezensionen offenbar von der TESS-Ausgabe des PIPER-Verlages (Übersetzung Paul Baudisch) übernommen, denn die Rezensionen zu dieser Ausgabe scheinen identisch mit den Rezensionen zur Anaconda-Ausgabe zu sein.
Zur vorliegenden, im Anaconda Verlag erschienenen Ausgabe ist desweiteren zu sagen, daß der Anaconda Verlag zwar eine schöne gebundene Ausgabe preiswert auf den Markt geschmissen hat, und daß der Verlag im Vorspann darauf hinweist, daß es sich um eine 'behutsame Überarbeitung' der 1895 in der Zeitschrift 'Aus fremden Zungen' veröffentlichten anonymen Übersetzung handelt. Eine Überarbeitung dieser nicht unzensierten Übersetzung von 1895 hätte sich der Anaconda Verlag sparen können, weil diese Übersetzung erstens eine sehr freie Übersetzung im Sinne einer freien Nacherzählung ist (Thomas Hardy nur noch homöopathisch, würde ich als Germanistin sagen) und zweitens, weil diese Übersetzung unvollständig ist, also gekürzt. Schließlich handelte es sich damals, 1895, um eine Familien- und Volksausgabe, die auch im Deutschen Reich den Vorstellungen der Sittenwächter von Kirche und Staat genügen mußte. In Volksausgaben durften damals keine sittenwidrigen Passagen enthalten sein, dies war damals den privat gedruckten 'Ausgaben nur für Gelehrte' vorbehalten. Es fehlen in der Anaconda-Ausgabe deshalb zwangsläufig zahlreiche kleinere und größere 'sittenwidrige' Passagen, die dem Rotstift der Moralapostel 1895 zum Opfer fallen mußten. Ganz besonders fehlt fast eine Seite der Schlüsselszene am Ende des Ersten Buches, der Szene also, in welcher TESS ihre Jungfräulichkeit verliert. Eine Romanausgabe, in welcher die Schlüsselszene unvollständig übersetzt worden ist, erfolgreich zu verkaufen ist eine wahre Glanzleistung des Verlages! Herzlichen Glückwunsch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2015
Ein grandioser Roman, und das nicht erst seit dem unsäglichen Bestseller "Shades of Grey". Und all jenen, die Hardys Geschichte langweilig und/oder langatmig finden, sei ins Stammbuch geschrieben: Bitte ein paar Nachhilfestunden in Literaturwissenschaft nehmen! Romane des 19. Jahhrunderts "ticken" nun mal zwangsläufig anders als die unserer Zeit. Punkt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. November 2013
Eine Hilfe mehr- die Welt zu erkennen!!!Dankeschön! Diese Sammlung macht mein Leben reicher! Warum soll ich hier noch weitere Worte verschwenden- das; was ich sagen wollte ist gesagt!
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am 27. September 2013
Ich habe das Buch fast in einem Atemzug gelesen. Die etwas altertümliche Ausdrucksweise passt zur Stimmung diese Buches. Die Protagonisten sind dennoch so lebendig, so präsent in dieser vergangenen Welt. Was die Moralvorstellungen der damaligen Gesellschaft in sensiblen Menschen doch anrichten konnten, ist schwer erträglich. Achtung, das Ende des Romans schmerzt so in der Seele, dass man dazu heulen kann.
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am 28. Februar 2015
Ein schöner Klassiker, der einem auch zum verzweifeln bringt. Öfter stellt man sich die Frage, warum, warum nur. Eine liebevolle Frauengestalt, die trotz mehrerer Schicksalschläge ihren Weg und die Liebe findet. Doch ist dies nicht das Ende der Geschichte ... wie es ausgeht, lest es ... auf jeden Fall hat Tess alles richtig gemacht und dafür bewundere und liebe ich sie.
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