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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berlin, Sehnsucht und Ferdinand
Ferdinand ist tot. Ferdinand war zu Lebzeiten Kater bei Klaus Hoffmann. Ich erinnere, dass Hoffmann vor Jahren (ich glaube bei der Insellieder-Tournee) in einer seiner Geschichten zwischen den Liedern von ihm erzählte. Er, Hoffmann, hatte sich ausgesperrt und ihm kam die kolossale Idee bei sich selbst einzubrechen. Ein offenes Kellerfenster schien der schadloseste...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2012 von Christian Günther

versus
4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Neues aus Berlin
Zum ersten mal sehe ich mich als alter Bewunderer von Klaus Hoffmann leider, leider veranlasst, eine CD mit nur drei Punkten zu bewerten: Da blutet einem schon das Herz, aber ich kann wirklich nicht anders. Klaus Hoffmann hat mich - insbesondere mit seinen letzten CDs (Spirit, Das süße Leben) zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Er hat es, auch wenn er...
Vor 24 Monaten von Max Walter veröffentlicht


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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berlin, Sehnsucht und Ferdinand, 6. Oktober 2012
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Ferdinand ist tot. Ferdinand war zu Lebzeiten Kater bei Klaus Hoffmann. Ich erinnere, dass Hoffmann vor Jahren (ich glaube bei der Insellieder-Tournee) in einer seiner Geschichten zwischen den Liedern von ihm erzählte. Er, Hoffmann, hatte sich ausgesperrt und ihm kam die kolossale Idee bei sich selbst einzubrechen. Ein offenes Kellerfenster schien der schadloseste Weg ins verriegelte eigene Heim und er beschloss sich durchzufädeln. Nicht wesentlich für den weiteren Verlauf der Ereignisse, doch die Situation verschärfend kam hinzu, dass es wie aus Kübeln goss. Als Hoffmann nun rücklings, Füße voran sich durch das eigne Kellerfenster geschmeidig gleiten lassen wollte, musste er feststellen, dass seine körperlichen Proportionen mit den Jahren wohl eine Veränderung erfahren hatten, die er bei Planung seines Vorhabens nicht bedachte. Er steckte fest. Während eben jener Ferdinand die Szenerie beobachtete.
Den Chef im Regen auf dem Rücken liegend halb im Haus, halb außerhalb zu sehen, war ein auch für Ferdinand nicht alltäglicher Anblick. Hoffmann konstatierte: Ich glaube das Tier hat gelacht!

Viel mehr weiß ich von Ferdinand nicht. Aber wenn sich jemand traut über sein gestorbenes Tier ein Lied zu schreiben - und es auch tut - es dann auch aufnimmt und veröffentlicht, dann Klaus Hoffmann.
Und ein solches Lied über ein gestorbenes Haustier emotional so aufrichtig und ehrlich anrührend zu formulieren und zu interpretieren, dass es den Hörer einiges an Kraft kostet nicht selbst ein paar Tränen zu verlieren - das kann nur Klaus Hoffmann.
Als das Lied verklang, dachte ich: Verdammt noch mal, es war eine Katze! - eine fremde Katze! Du bist ihr nie begegnet, hast nichts mit diesem Tier zu tun und nun sitzt du gestandener Kerl hier wie ein Schulmädchen, starrst auf das Foto im Booklet, hörst das Lied und hoffst, dass niemand den Raum betritt und merkt, dass deine Stimme nicht so fest wie üblich klingt und deine Augen etwas glasig sind...

Und eben das macht ihn groß und zieht sich einmal mehr und wie immer auch etwas anders und doch immer vertraut durch das gesamte neue Album "Berliner Sonntag".
Man muß nicht jedes Lied einzeln besprechen, das Album ist als ganzes Hoffmann in kaum mehr steigerbaren Dimensionen. Es ist immer Berlin (diesmal noch etwas mehr, als ohnehin und immer üblich), es ist immer immer immer diese Sehnsucht und es wird niemals langweilig. Ganz gewiss auch mit "Berliner Sonntag" nicht. Weil es echt ist. Weil Hoffmann nicht Emotionen gut verkäuflich kreiert, sondern weil er sie einfach raus läßt.

Die Platte ist insgesamt etwas grober als die fünf Alben seit "Melancholia" (2000). Das ist keine Wertung im Sinne von >besser oder schlechter<, sondern lediglich der auffälligste Unterschied. Ansonsten bleibt nur zu sagen, 15 wunderbare neue Lieder, unverzichtbare wie ich meine. Hoffmann kann nicht mehr besser werden, lediglich hier und da in Facetten anders. Und das tut er von Album zu Album. Seine Art Lieder entstehen zu lassen, sie mit seinen Stamm-Musikern umzusetzen, die Kraft seiner Wortbilder, all das hält ein konstant hohes Niveau.
Und wenn ein Lied Menschen zu Tränen rühren kann, ist es über jeden Zweifel erhaben. Mehr kann Musik nicht erreichen. Und Klaus Hoffmann erreicht das auf "Berliner Sonntag" keineswegs nur mit "Ferdinand". Ein großes Album mehr.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen herzens-warm und seelen-tief - wunderschön, 19. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Es ist die allererste Rezension, die ich schreibe, da dieses wunderschöne Album eine verdient hat!
Allein für FERDINAND lohnt sich der Kauf! Mir gehts wie offenbar mehreren Hörern: Auch mir schossen Tränen in die Augen beim Hören des Liedes über seinen verstorbenen Kater - vor allem bei den allerletzten zwei Zeilen, die Klaus Hoffmann mit so einer Innigkeit singt, die einem eine Gänsehaut verpasst! In seinen Konzerten gibts diese Momente öfter, dass man sich Tränchen wegwischen muß!
Um es mal mit den Worten von Neil Diamond zu sagen: "Musik ist dann gut, wenn du aufstehst und tanzt oder wenn du dich hinsetzt und weinst" Beides passiert bei Hoffmann - und zwar immer und immer wieder seit so vielen Jahren! Dafür liebe ich seine Musik, seine Konzerte und auch dieses Album "Berliner Sonntag", da er so ein wunderbarer Gegensatz ist zu der heutigen schnellen, meist rauhen Zeit. Klaus Hoffmanns Musik ist wie eine Umarmung, die mich tief in der Seele und im Herzen berühren kann - und das schafft heutzutage kaum noch ein Künstler!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berliner Sonntag - Klaus Hoffmann hat nichts verlernt, 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Sein Stil ist unverkennbar. Zeitlos schöne, ehrliche musikalische Perlen. Das ist bekannt und seine Fans danken es ihm. Auch mit seinem 43. Album gelingt es Klaus Hoffmann wiederum uns den eigenen Spiegel vorzuhalten. Melancholie, Liebe, Freude, Trauer, Glück sind seine thematischen Ingredienzen, die alles das ausmachen was für ihn so typisch ist. Musikalisch gesehen bin ich positiv überrascht, dass er bei Berliner Sonntag seinen hervorragenden Musikern mehr Platz gibt, was ich bei den letzten Produktionen ein bisschen vermisst habe. Der Sound, teilweise wieder typisch ”französisch-chanson” geprägt, wird mit jazzigen Einlagen zu einem musikalischen Konstrukt, das mit seinen Vorgängern durchaus konkurrieren kann. Mehr noch, Berliner Sonntag geht tief rein, textlich wie eh und je, besonders aber auch musikalisch dank der Luft zum Atmen, die seine Musiker geniessen. Mit Berliner Sonntag gelingt es Klaus Hoffmann wiederum ein ”gar nicht deutsches Album” an den Tag zu legen. Rhythmusbetont, jazzig, melodiös, wortgewandt eben ein musikalischer Hochgenuss, der dem französischen Chanson näher ist als der eingängigen Musikanten-Kost vieler seiner Kollegen. Freue mich auf die neue Tournee, die ja vielleicht bisschen mehr back to the roots geht, wo Klaus und seine Musiker sich auf der Spielwiese ihres erstklassigen Könnens austoben können.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klaus Hoffmann – Liedermacher oder Chansonnier oder was?, 6. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Die Franzosen haben es da leichter mit den Schubladen: Da gibt es den Chansonnier, den auteur-compositeur-interprète, den Dichter, der seine Texte vertont und vorträgt, und der deshalb ein hohes Ansehen genießt. Dem deutschen Begriff „Liedermacher“ hängt immer etwas leicht Negatives an, vermutlich wegen des wenig präzisen Verbs „machen“. Schnell wird dabei vergessen, daß das „machen“ des Künstlers eine handwerkliche Fähigkeit (im Sinne des griechischen Begriffs „techne“) voraussetzt, ja verlangt, der man durchaus Achtung zollen sollte. Klaus Hoffmann, der mit „Berliner Sonntag“ seine 43. CD veröffentlicht, ist beides. Wenn es überhaupt jemanden im deutschsprachigen Raum gibt, der etwas schreibt und singt, was sich als Chanson bezeichnen läßt, dann er. Seine neue CD ist wieder ein Beispiel dafür, auch wenn die Themen, die er besingt so neu nicht sind: Berlin, natürlich Berlin – die Liebe – die Fragen, wer ich bin – das Alter(n) – der Tod … Aber er setzt neue, seine ihm eigenen Akzente. Zwei Lieder haben mich besonders berührt: „Wenn ich’s hier schaff, schaff ich’s überall“, eine Fortsetzung des Kultliedes „Salambo“, in dem Klaus Hoffmann geradezu schmerzlich zwischen den Zeilen die Selbstzweifel des Künstlers besingt. Und „Ferdinand“. „Ferdinand“ ist ein Chanson von außergewöhnlicher Schönheit. Ein Lied über den Tod seines Katers. Ein Lied, in dem Endlichkeit des individuellen Daseins eindringlich bewußt gemacht wird, in dem Text und Musik symbiotisch zu einer wunderbaren Einheit verschmelzen. Klaus Hoffmann ist ein ein Chansonnier im französischen Sinne des Wortes.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder Hoffmann, immer wieder Berlin. Toll!, 27. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Seit vielen vielen Jahren höre ich die Platten von Klaus Hoffmann, versuche einzelne Lieder auf der Gitarre nachzuspielen und schätze seine Melodien und Texte.
Die neue Platte hält wieder, was sie verspricht. Wunderbare Melodien, toll instrumentiert und abwechslungsreich. Ein wunderbares Duett mit Reinhard Mey ist enthalten, Geschichten von früher, Gedanken über Berlin.

Im deutschen Rolling Stone (Ausgabe November) hat die Platte 4 von 5 Sterne bekommen - eine rare Auszeichnung für einen deutschen Künstler!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisches Meisterwerk, 15. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Vorab: Auch nach einer Woche intensiven Hörens ist Berliner Sonntag eine tolle, total schöne CD, für mich eine der besten der letzten 20 Jahre.
Textlich haben meine Vorkritiker hier auf Amazon schon viel richtig und ein paar Sachen falsch beschrieben.
Siegfried Schmidt-Joos bringt es genau auf den Punkt:
Klaus Hoffmann ist durch und durch Berliner, und er liebt seine Stadt, auch wenn es oft eine ambivalente Liebe zu sein scheint.
Berliner Sonntag kam mir schon beim ersten Hören vertraut vor, was nicht in erster Linie am eigenen Stil des Künstlers liegt,
sondern an, ich nenn es mal „Stimmungszitate“ aus der Popwelt, welche vielleicht nicht einmal in der Absicht der Musiker lagen.
Nach mehrmaligem Hören und stundenlangem Überlegen wusste ich, an was mich einzelne Lieder erinnern. Nach dem Auftakt von
„Bevor die anderen schlafen gehen“ kann man auf das Vorspiel des zweiten Liedes und auch im Song selber den Refrain von
„Song for whoever“ von den „The Beautifull South“ summen, ohne das es eine plumpe Kopie ist. Die Fortsetzung von „Salambo“,
das im Gypsy Swing gehaltene „ Wenn ich`s hier schaff…“ versetzt in die Stimmung von Vaya con Dio`s Nah neh nah.
Das leicht lockere „Maoam & Magdalene“ mit seinem Bossa Nova Feeling erinnert an Astrud Gilbert und Carlos Jobim.
Das Titelstück, "Berliner Sonntag", wird geprägt von der von Til Brönner gespielten Trompete, ein Juwel.
Leicht locker in Burt Bacharach-Stimmung versetzt das „Ich trag Dich immer mit mir rum“.
Hätte Dionne Warwick diesen Song in den 70/80igern mit englischem Text gesungen, es wäre vielleicht ein Top Ten Hit in Amerika geworden.
„Ich glaub noch dran“ featured erstmals die Münchener Symphoniker.
„Alles Beginner hier “ featured Micha Brandt und zeigt, was für ein guter Gitarrist(mit “eigenem“ Ton)hier am Werke ist.
Es folgt "Tutto l`Amore", ein etwas zu kurz geratenes Chanson mit wunderbaren Streichern.
Ferdinand, das Lied über seinen verstorbenen Kater, kam mir so vertraut vor, dass ich es zuerst für ein Cover gehalten habe.
Nach 3 Stunden intensiven Nachdenkens kam dann das „Klack“:
„Do that to me one more time“ von Captain & Tennille aus den 80igern weist eine leichte Ähnlichkeit in der Anfangsmelodie auf.
Die Melodie geht einem aber selbst nach nur einmaligem Hören nicht mehr aus dem Kopf.
Schon „Schenk mir diese Nacht“, das erste Duett von Klaus Hoffmann und Reinhard Mey war grandios, „Meine Zeit“ steht dem in nichts nach,
die beiden Stimmen harmonieren einfach perfekt, vielleicht wäre es mal an der Zeit, ein gemeinsames Album und eine gemeinsame Tour zu planen.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Berlin-Platte schlechthin, 14. Oktober 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Für viele Menschen ist seine 1978 veröffentlichte Berlin-LP "Was Fang Ich An In Dieser Stadt?" langjährige Wegbegleiterin, mit der man gut durch die Jahre kommen konnte. Immer wieder sang und spielte Klaus Hoffmann, aufgewachsen im Charlottenburger Kiez, in seinen Konzerten Songs von dieser Platte und bewies, dass auch er selbst diesem Album nach wie vor eine gewisse Wertschätzung entgegen bringt.

Inzwischen musikalisch hörbar gereift - und zudem mit der souveränen, abgeklärten Erfahrung eines inzwischen über 60jährigen "Bühnenmenschen" - knüpft seine neue "Berlin"-Platte an den "Spirit" der frühen Langspielplatte an. Gleich 15 Lieder, nicht wenige davon kaum drei Minuten lang, assoziieren oder thematisieren ganz direkt "Berlin", und wie vielen anderen Menschen ist natürlich auch Hoffmann die Ambivalenz von "Heimat", von "Zuhause", von Kommen und Gehen und Fernweh vertraut. Doch auch in jenen Momenten, in denen Hoffmann die unschönen Facetten dieser großen Stadt, die manches Mal zum "Abschiedsbrief" einlädt, andeutet oder klar benennt, ist sein Bekenntnis zu Berlin, wo schon so manche „Gaukler auf Zeit an der Schraube gedreht" haben, unüberhörbar. Nicht nur dann, wenn er wieder mal an der Schlüter- Ecke Kantstraße steht und an den Beginn seiner eigenen Karriere als Schauspieler und Musiker erinnert ("Wenn ich`s hier schaff, schaff ich`s überall", mit wunderbarer Reminiszenz an seinen alten "Salambo"-Hit).

Dieser Stadt, die er zugleich "immer zu provinziell und laut" fand und gleichwohl so grüßt "wie man grüßt, wenn man vor einer Liebe steht", erweist Hoffmann mit seinem "Berliner Sonntag" eine auch musikalisch hochwertige und zugleich allgemeingültige Hommage, die in jedem Touristenbüro, in jedem Berliner Hotel zum Verkauf ausliegen und zu Gehör gebracht werden sollte. Denn man sieht und erlebt diese Stadt mit diesen Liedern anders, erkennt zugleich vieles wieder und empfindet Hoffmanns Poesie als idealen Begleiter für Berlin-Aufenthalte und für das Leben dort.

Und wer endlich mal wieder ein Duett von ihm mit seinem Berliner „Bruder“ Reinhard Mey hören möchte, wird "Meine Zeit" besonders mögen. Hoffmann geht darin noch einmal weit zurück, erinnert an seine Reise nach Afghanistan - darüber schrieb er mit "Afghana" ja ein ganzes Buch - und gelangt zu der Erkenntnis, dass er "die Straße zu mir nach Haus wie ein verlorener Sohn" geht - und damit letztlich einverstanden zu sein scheint. Diese Stadt, in der er einst still sagte "Ich werde - Ich will" - trägt er offenbar "immer mit sich rum - wie ein "Miraculum". Ach, man möchte, wenn man diese Platte gehört hat, am liebsten gleich „Berlin“ buchen. Jedenfalls dann, wenn der große Hoffmann da gerade mal wieder einen Auftritt hat.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Neues aus Berlin, 28. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Zum ersten mal sehe ich mich als alter Bewunderer von Klaus Hoffmann leider, leider veranlasst, eine CD mit nur drei Punkten zu bewerten: Da blutet einem schon das Herz, aber ich kann wirklich nicht anders. Klaus Hoffmann hat mich - insbesondere mit seinen letzten CDs (Spirit, Das süße Leben) zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Er hat es, auch wenn er seine alten Themen immer gepflegt und beibehalten hat, immer wieder geschafft, sie mit neuen Gedanken aufzufrischen und in neuen musikalischen Gewändern zu präsentieren. Ihm ist es jedesmal gelungen, den schmalen Grad zwischen Romantik und Kitsch nie zu überschreiten. Er war stets der Texter und Sänger, der mich mit seinen Liedern, auch wenn ich nicht immer alles völlig verstanden habe, absolut gefangen genommen hat. Und jetzt seine neue CD! Schon das Cover zeigt einen Klaus Hoffmann, der den Betrachter irgendwie zweifelnd und unzufrieden ansieht - und dieses Bild scheint mir für die CD Programm zu sein. Mir ist zunächst aufgefallen, dass ich - nachdem ich die- relativ kurze - CD 6 oder 7mal gehört hatte, keines der Lieder wirklich im Gedächtnis war - weder vom Text noch von der Musik. Das ist mir bei meiner Hoffmann-CD erstmalig pasiert. Es hat mich auch nicht unbedingt gedrängt, die CD noch einmal zu hören - auch das ein völlig neues Hoffmann-Gefühl. Ja, und die Lieder im Einzelnen zeichnen sich teilweise durch Unauffälligkeit und ein absolutes "Kenn-ich-doch-schon-Gefühl" aus (Bevor die anderen schlafen gehn, Wenn ich dich wieder seh, Ich trag dich nimmer mit mir rum, Meine Zeit, Ein kleines Lied), teilweise -und das tut mir in der Seele weh, ist die Kitsch-Grenze für mich eindeutig überschritten (Tutto l'amore, Ferdinand). In "Wer hat gesagt" liegt Klaus Hoffmann nach meinem Empfinden erstmalig wirklich daneben: Er ist kein Rocksänger, da passt nichts zusammen. Gefallen haben mir, auch wenn ich insoweit nicht euphorisch bin: Wenn ich's hier schaff, schaff ich's überall, Maoam und Magdalene, Berliner Sonntag, Ich glaub noch dran, Hier bin ich zu Haus, Alles Beginner hier und Es hat Klack gemacht. In diesen Liedern sieht man, was Klaus Hoffmann ausmacht und dies hat mich dann mit seiner neuen CD auch wieder etwas versöhnt. Alles in allem war die CD ein zwiespältiges und eher unbefriedigendes Erlebnis, aber wie ich Klaus Hoffmann kenne, wird er in seinem nächsten Album seine Themen wieder ganz anders präsentieren und auch mich wieder begeistern.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffmann ist Hoffmann, ist Hoffmann, ist Hoffmann..., 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Im Grunde genommen bringt es die Amazon-Kurzbeschreibung auf den Punkt. "...Hoffmanns Lieder sind unverwechselbar. Man erkennt sie an der Melodie seines Gesangs ebenso wie an seiner Stimme...". Und an den Texten sollte man eigentlich noch hinzufügen. ;-)
Hoffmann mögen ist für mich wie Dylan mögen. Man kann ihn eigentlich nur verehren oder eben nicht! Aber selbst unter den Verehrern lässt sich vortrefflich über jedes Album/Lied diskutieren. Herrlich!!!!
Ich mag Berliner Sonntag. Jawohl!
Ich mag es wie Hoffmann den musikalischen Weg des letzten Albums weitergeht, jedoch eine Nuance Leichtigkeit in die neuen Kompositionen einfließen ließ.
Ich mag das verträumt, beschwichtigende "Ein kleines Lied"; das rockig, fordernde "Wer hat gesagt"; die verrauchte Blue-Note-Atmosphäre und Tiefe von "Es hat Klack gemacht"...
Tatsächlich könnte ich nahezu jeden Titel mit meinen Worten umschreiben. Mache ich aber nicht - möge besser jeder seine eigenen Assoziationen zu den neuen Liedern entdecken!
Gerne zitiere ich noch einmal die meiner Meinung nach passende Kurzbeschreibung: "...Er blickt zurück, greift auf und schaut nach vorn...".
Ja das tut er, der "eigenwillige Herr Hoffmann". Und damit trifft er, wie von einem anderem Rezensenten angedeutet nicht immer eines jeden Gusto. Es ist halt wie beim Dylan-Bob und das ist auch gut so!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Geschenk, 15. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Berliner Sonntag (Audio CD)
Hatte es meiner Mutter geschenkt, da sie ein großer Klaus Hoffmann-Fan ist.

Die Lieferung ging schnell und das Geschenk kam super an.

Für Klaus Hoffmann-Fans ein echtes Muss, die Lieder auf der CD sind toll.
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Berliner Sonntag
Berliner Sonntag von Klaus Hoffmann
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