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am 8. Dezember 2014
Otto Klemperer hatte schon immer ein besonderes Verhältnis zu dem Salzburger Meister, seine Einspielungen der Sinfonien mit dem Philharmonia Orchestra London sind von hohem interpretatorschen Rang, da Klemperer ähnlich wie ein Leibowitz die sich im 19.Jahrhundert und durch Dirigenten wie Böhm konsequent fortgeschrittene Romantisierung austrieb, er schuf einen ungeschönten einen wahren Mozart keinen rezipierten Komponisten. So wagte sich er auch an die Opern heran. Nach einer fulminanten Zauberflöte mit Lucia Popp als Königin der Nacht, kam er bei seinen "Wanderungen" im Mozart Land zum Don Giovanni, dem besten Wwerk des Komponisten und legte eine Einspielung des Don Giovannis vor, die alle anderen überagt, weil sie Mozarts Intentionen am nächsten kommt.Der Don Giovanni ist das portrait eines sadistischen Sexprotzes , ohne Rückischt auf die anderen Mitmenschen und die in der Feudalzeit aufkommenden Konventionen Was macht diese Einspielung so außergewöhnlich. Zu nächst einmal die Tempi. Klemperer wählt sehr langsame Tempi, Klemperer braucht 25 Minuten länger als andere Interpreten was zunächst einmal befremdet und überrascht, denn sonst war bei Mozart Klemperer nie bekannt für Langsamkeitsorgien, sondern seine Symphonieneinspielungen sind von einem fließenden Tempo gezeichnet. Was mich zu der Annahme geleitet , dass Klemperer mir als Hörer etwas zeigen will. Schon in der Ouvertüre klingt es so als ob Mozart von den Toten aufgestanden ist und wie ein Dämon bei Klemperer Besitz ergriffen hat.Klemperers Stärke war es , dass er die Komponisten bei ihm Inkuben sein konnten, dass er sich sklavisch den Komponisten unterwarf, dass er keine einzige interpretatorische Subjektivtät vollzog, Eine Dizsonanz bei Mozart klingt genauso wie eine Dizsonanz bei etwa Schönberg oder Stockahusen. Mozart hat genau so Disonanzen geschrieben wie eine HeavyMetal Band, die Glättung und Beschönigung dieses Komponisten wie sie fast alle tun ist nicht nur falsch, sondern gerade beim Don Giovanni total gegen die Musik gespielt ( vor allem Böhm, Luisi und Harding sind zu nenen) Dissonant und voller Härte sind also die D Moll Schläge realisiert. Kein anderer hat es getan den langsamen Teil mit so viel dramatik und Strenge gespielt, wie Klemperer, der Übergang zum Dur teil gelingt ihm nahezu perfekt, (Können die heutigen Dirigenten eigentlich Übergänge). Jedes Detail sitzt. Hat man den Mord an dem Komtur jemals so brutal als Mord auch gehört. Ist schon beim Duett Don Giovanni Zerlina jemals so eine Doppelbödigkeit vorhanden Klang die Champangerarie jemals so präzise, wurde die Polyrhythmik und PolyMetrik im Finale des ersten Akt so durchhörbar im Sinne Hanslicks zelibriert wurde jemals Masetto so brutal verprügelt, klang der Friedhof so dunkel so bedrohlich., das Festmal so opulent, die Komturszene so majstätisch. Was er in der Szene gemacht hat ist vielleicht das genialste, was jemals ein Dirigient auf Schallplatte gezaubert hatte. Man soll sicherlich mit Superlativen vorsichtig sein aber Klemperer setzt bei Mozart die Benchmark. Sängerisch ist auch Spitze dank des für mich besten Don Giovannis Nicolai Ghiaurov er ist der mit Abstand gewaltigste Don den es je auf Schallplatte gegeben hat. Er ist ein wahrhafter Wüstling ein Machtmensch der Renaissannce eine großartige Leistung :Berry ist Lepoerello, zurecht ist der Wiener Bariton der Interpret für den Diener des Herrn die Damenrige gut bis sehr gut. Über das exellente Orchester braucht man keine Worte zu verlieren
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am 6. Juni 2013
Mozart und Klemperer - ein romantisches Missverständnis, unverzärtelt mit seltsamen Eingriffen in die Partitur (Flöten-Oktavierung am Ende der Ouvertüre, Streichertremoli im Secco der Friedhofsszene). Christa Ludwig singt die authentische tiefe Fassung der nachkomponierten großen Elvira-Arie. Ghiaurov ein mefistofelischer Titelheld, der den Rahmen fast sprengt, ähnlich wie die steife Claire Watson. Gedda und Freni vorzüglich. Die Probenausschnitte ernüchtern, weil so gar nichts spürbar wird von dirigentischem Charisma. Aufnahmetechnisch teilweise durchhörbarer im Finale I. Akt mit den drei Bühnenorchestern als bei fast allen Konkurenzaufnahmen.
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Otto Klemperer (1885-1973) bringt man landläufig eigentlich mehr mit Beethoven, Brahms oder Mahler in Verbindung, aber der große Dirigent hat neben seinen glänzenden Mozart-Symphonien in den letzten Jahren seines aktiven Wirkens auch Mozarts Meisteropern in die Rillen gebannt. Aus ihnen ragen nach meinem Empfinden die Zauberflöte und dieser - etwas später entstandene - Don Giovanni hervor.
Ich kenne keine Don Giovanni-Gesamtaufnahme, die so düster und bezwingend klingt wie diese hier. Dirigentisch ein Meisterstück, an Dämonie und Dramatik kaum zu überbieten, ist sie sängerisch der Giulini-Aufnahme von 1959 zwar nicht ganz gewachsen (Ausnahme: Ghiaurov als finster-dämonischer Titelheld, der wie kein anderer in Klemperers Konzept hineinpaßt), aber die übrigen Protagonisten, darunter Franz Crass (Komtur), Nicolai Gedda (Ottavio), Christa Ludwig (Elvira), Walter Berry (Leporello) und Mirella Freni (Zerlina), genügen ebenfalls hohen Ansprüchen. Besonders beeindruckend die Friedhofszene und der Schlußakt. Eine aus dem Rahmen fallende, aber in jeder Hinsicht packende Aufnahme, ein Muß nicht nur für Klemperer-Verehrer. Besitzern der Einspielungen von Giulini und/oder Fricsay (oder von Fritz Busch, 1936) sei sie als hochinteressante Alternative ans Herz gelegt.
Carlo Maria Giulinis berühmte Aufnahme (EMI) kam übrigens unter kuriosen Umständen zustande: Ursprünglich war Otto Klemperer als Dirigent vorgesehen, und die Aufnahmearbeiten hatten sogar schon begonnen, da erkrankte Klemperer schwer und konnte die Arbeit nicht fortsetzen. So mußte kurzfristig Giulini die Aufgabe übernehmen. Erst sieben Jahre später konnte dann die hier vorliegende Aufnahme produziert werden, allerdings mit einem anderen Sängerensemble.
Klanglich ist gegen die Produktion von 1966 nichts einzuwenden, das beiliegende Textbuch ist recht ordentlich, bringt aber leider nicht die deutsche Übersetzung des Libretto. Als willkommenen Bonus gibt es noch eine vierte CD mit interessanten Ausschnitten von den Probearbeiten. Für Klemperer-Verehrer ein zusätzlicher Kaufanreiz.
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am 8. April 2015
Möglicherweise sollten diejenigen, die mit der Aufnahme auf CD ihre lieben Mühen haben, auf die EMI-Pressung umsatteln; mein Benz Micro LP-S zaubert absolute LIVE-Atmosphere und schier magische Präsenz. Muss aber nicht das LP-S sein - es gibt eine Reihe guter Tonabnehmer, mit der die 4 Platten zu einem absoluten Live-Genuss mit vollem dynamischen Umfang einer guten Schallplatten-Pressung geraten. Von Unstimmigkeiten oder gar Verzerrungen finde ich auf den Platten keine Spur - einfach sagenhaft gut. Kann ich nur empfehlen!
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TOP 500 REZENSENTam 29. September 2012
Im Gegensatz zu Otto Klemperers auch sehr langsamer, in ihrer Strenge und Ausdruckstiefe aber trotzdem mitreißenden Aufnahme der Zauberflöte gehört seine Einspielung des Don Giovanni von 1966 nicht zu meinen Favoriten:

Sicher - keiner hat die Höllenfahrt des Don Giovanni gewaltiger, monumentaler dirigiert als Klemperer, die Friedhofsszene düsterer und den Mord am Anfang brutaler. Aber das Drama beschränkt sich ja nicht auf diese drei Szenen. Das besondere am Don Giovanni ist ja gerade die Vielschichtigkeit. Mozart bezeichnet es nicht umsonst als "dramma giocoso," als "heiteres Drama." Ein wichtiger Asspekt ist der Kontrast zwischen der höfischen Steifheit (und erotischen Verklemmtheit) des Adels und der volkstümlichen Heiterkeit (und Verspieltheit) der Bauern, Grenzen, die der Don Giovanni als einziger überwindet, weil er sie ignoriert - Klemperer leider auch. Generell fehlen dieser Aufnahme Tempo, Leichtigkeit, Humor und vor allem Ironie - im Gegensatz zu der einige Jahre früher entstandenen Giulini-Einspielung, die nicht nur in dieser Hinsicht die Nase vorn hat.

Auch die Sänger können mich nicht durchgehend voll überzeugen:

Auf der Positivseite steht allerdings zunächst mit Walter Berry der m. E. beste Leporello des 20. Jahrhunderts in seiner besten Aufnahme der Rolle. Stimmlich und darstellerisch ist er für mich in seiner hintergründigen Bosheit unübertroffen. Ein ganz großer Trumpf ist auch die Donna Elvira von Christa Ludwig. Eine sehr verletzte und verletzliche Darstellung, ein echter Gegenentwurf zu Elisabeth Schwarzkopfs Exaltiertheit bei Giulini.

Knapp dahinter folgt Mirella Frenis Zerlina - kleine Schwierigkeiten mit tiefen Passagen und das fehlende Lächeln in der Stimme in der zweiten Arie verhindern eine absolute Spitzenleistung. Franz Crass singt den Komtur wunderschön - allerdings für den steinernen Gast besonders im Vergleich zu Ghiaurovs Don zu menschlich.

Das Paar Anna-Ottavio macht auch nur bedingt glücklich: Claire Watson erinnert im Timbre an die beste Donna Anna der 50er Jahre, Elisabeth Grümmer, die die EMI leider schon in der Giulini-Aufnahme übergangen hatte. Vielleicht war Grümmer dem Produzenten mit damals 54 Jahren für die Neuaufnahme schon zu alt. Leider klingt Watson nicht wesentlich jünger, hat einige Schärfen in der Höhe und leichte Intonationsprobleme. Eine gute, keine überragende Anna. Nicolai Gedda singt mir zu technisch und nicht ausdrucksvoll genug - dass er in der ersten Arie kurzatmig klingt, mag an Klemperers extrem langsamen Tempi liegen oder einer Indisposition.

Und Ghiaurov in der Titelrolle? Eine riesige Stimme, metallisch kernig im Timbre, höhensicher, gewaltig, insofern ideale Voraussetzungen für die Rolle. Leider ist Ghiaurov zumindest in dieser Aufnahme (vielleicht wegen der langsamen Tempi?) kaum erotisch oder verspielt. Ein Vergewaltiger, kein Verführer. Nur in der Romanze "Deh vieni alla finestra" und - natürlich - im Duett "Là cì darem la mano" gönnt sich Ghiaurov etwas zärtlichere Töne. Er hätte einer der ganz großen Don Giovannis des Jahrhunderts sein können wie Ezio Pinza oder Cesare Siepi, die ähnliche Stimmen hatten. Diese Möglichkeit verschenkt er etwas. Gerade in der Finalszene wünscht man sich im Vergleich zur weichen Stimme von Franz Crass, dass beide umgekehrt besetzt worden wären.

Insgesamt also gute Gesangsleistungen bei einem nicht schlüssigen Gesamtkonzept. Da ist die Giulini-Aufnahme insgesamt überlegen, zumal die Sänger dort nicht schlechter sind.

Das besondere an dieser Ausgabe ist die vierte CD mit Probenmitschnitten, die aber nur bedingt interessant sind - vieles geht in allgemeinem Gemurmel unter.
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