Kundenrezensionen


61 Rezensionen
5 Sterne:
 (41)
4 Sterne:
 (4)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombastischer Metal-Soundtrack
Dank des Livestreams, den die Wintersun-Jungens um Mastermind Jari Mäenpää seit 2 Tagen auf ihre Homepage gestellt haben - überragende Aktion, so wurde das Warten einfacher, danke dafür! - konnte ich mich in mittlerweile gefühlten 20 Durchläufen auf ein Album einlassen, das sämtliche Erwartungen übertrifft und einen nicht mehr...
Vor 18 Monaten von Sekumotze veröffentlicht

versus
86 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist nicht das erwartete Meisterwerk
Wenn bei ausschließlich überschwänglichen Rezensionen mal eine schlechtere dabei ist, wird einem oftmals direkt Rumgetrolle vorgeworfen bzw. dass es immer einen geben muss, der aus Prinzip eine schlechte Bewertung abgibt. Ich werde versuchen, meine Meinung so gut wie möglich zu begründen. Eine aus zwei Sätzen bestehende 5 Sterne-Wertung wie...
Vor 18 Monaten von metalheart666 veröffentlicht


‹ Zurück | 1 27 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

86 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es ist nicht das erwartete Meisterwerk, 19. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Wenn bei ausschließlich überschwänglichen Rezensionen mal eine schlechtere dabei ist, wird einem oftmals direkt Rumgetrolle vorgeworfen bzw. dass es immer einen geben muss, der aus Prinzip eine schlechte Bewertung abgibt. Ich werde versuchen, meine Meinung so gut wie möglich zu begründen. Eine aus zwei Sätzen bestehende 5 Sterne-Wertung wie „bestes Album aller Zeiten“ hat, denke ich, wesentlich weniger Aussagekraft.

Die Ausgangslage:
Ich liebe Wintersun und alle Alben, die Jari mit Ensiferum gemacht hat. Ich behaupte einfach mal, der Mann hat es drauf. Das erste Wintersun-Album gehört für mich zu den besten Alben überhaupt - und ja, ich besitze mehr als 5 CDs zuhause. Meine Erwartungshaltung war riesengroß. So groß, dass ich eigentlich nur enttäuscht werden konnte. Der Titel 'Album des Jahres' oder 'Glanzstück meiner Plattensammlung' stand eigentlich von vornherein schon fest. Ich habe es tunlichst vermieden vorab Samples o.ä. zu hören, um die CD ganz jungfräulich anzugehen. Als ich die CD in meinen Händen hielt, war ich doch ein wenig nervös. Nach der langen Wartezeit und dem überragenden Vorgänger war es einfach auch schwer abzuschätzen, was einen erwartet.
Darf / sollte man ein neues Album überhaupt mit dem Vorgänger vergleichen oder muss die CD als einzelnes betrachten werden? Ich denke, dass die Vorgängerscheiben immer im Hinterkopf behalten werden sollten, denn immerhin ist das ja der Stil der Band, den man zu schätzen und lieben gelernt hat. Viele Songs auf dem ersten Album haben direkt gezündet, andere wie "Beautiful Death" oder "Sadness and Hate" haben bei mir mehr Anläufe gebraucht. Es gibt auf dem Album so viele Songs, bei denen mich Kleinigkeiten, vielleicht nur wenige Riffs, Wörter oder Refrains immer wieder vom Hocker reißen, dass ich die Rewind-Taste drücke, um diese Parts noch einmal anzuhören. So etwas macht für mich einen guten Song aus. Und, das muss man Wintersun zugutehalten: Keine Band klingt so wie sie (zumindest Euphoreon versuchen es ein wenig). Bereits mit dem ersten Album haben sie ihren eigenen Stil begründet, den so sonst keiner spielt oder vielleicht spielen kann.
Also, Kopfhörer auf, Booklet in die Hand, Lautstärke hoch und los geht es….

Hier nun meine Eindrücke nach ca. 5 Durchläufen. Auf Punktewertungen der einzelnen Songs habe ich verzichtet:
1) Ich mag Intros. Sie bauen einen Spannungsbogen auf und man freut sich, wenn der Opener dann losknallt. "When Times Fades Away" ist asiatisch angehaucht und erinnert mich ein wenig an das Videospiel "Okami". Mir geht es mit über 4:00 min aber schon fast ein wenig zu lang. Ganz nett, aber kein Knaller.

2) Es geht nahtlos zum ersten Teil von "Sons Of Winter And Stars" („Rain of Stars“) über. Nach 32 Sekunden setzt endlich das erste typische Wintersun-Riff ein und es wird losgeballert - die Welt ist in Ordnung. Die Choreinschübe kommen richtig geil, der Gesang auch (schreit hier noch einer „Rise!“ mit?). Was für ein Anfang!
Nach 2:35 min geht es über zum 2. Teil „Surrounded By Darkness“. Und was soll ich sagen: Nach Wintersun klingt das für mich irgendwie nicht. Zu vertrackt, zu präsentes Keyboard, zu viel neue Nightwish (ich habe grundsätzlich gegen nichts von den dreien etwas). Es macht sich etwas Enttäuschung breit. Der Part mit „I’m flying through the darkness“ klingt dann wieder gar nicht mal so schlecht.
Ab ca. 7:00 min geht es über zum ruhigsten Teil „Journey Inside A Dream“. Ich kann mir nicht helfen: Es klingt relativ unspektakulär.
Kommt denn jetzt noch mal was? Ja, tut es im letzen Teil "Sons Of Winter And Stars" ab 8:49! Die Faust oder wahlweise Pommesgabel geht in den Himmel und es kann mitgegrölt werden! Natürlich muss ein Song das nicht immer bieten - aber das hat Wintersun für mich nun einmal auch ausgemacht auf dem ersten Album. Der Refrain (sofern man ihn so bezeichnen kann) hat mir jedenfalls schon mal einen deftigen Ohrwurm verpasst, den ich auf dem Fahrrad gepfiffen habe. Und bei 11:11 min wandert die Taste dann plötzlich immer wieder auf die Rewind-Taste: „Embrace the stars!“ Wie Jari das mit seiner unnachahmlichen, fast schon leidenden Stimme raushaut – der Hammer! Danach schwarzmetallisch-angehauchte Raserei. Geil! Zum Ende hin noch einmal der grandiose Chorus aus mehreren Kehlen gesungen. Das wird live ziemlich abgehen.
Die letzten 5 Minuten sind auf jeden Fall der mit Abstand beste Teil des gesamten Songs. Wenn er nur daraus bestanden hätte, wäre ich einfach glücklich gewesen. Das Problem des Gesamtsongs: Es klingt nicht so richtig aus einem Guss, sondern zusammengesetzt. Als ob man möglichst viele Ideen, Riffs etc. in einen Song packen möchte. Es gibt Songs wie "And Then There Was Silence" (Blind Guardian) oder "Thus With A Kiss I Die" (While Heaven Wept) die die 10 Minuten-Marke auch deutlich überschreiten und trotz Tempowechseln oder ohne klassische Strophe - Bridge - Refrain-Einteilung wesentlich geschlossener wirken. Irgendwie ist es nicht der erwartete Oberhammer.

3) Mit "Land Of Snow And Sorrow" folgt die Ballade des Albums, quasi das Äquivalent zu "Sleeping Stars" vom Debüt. Um es kurz zu machen: Grandios! Alleine so eine typische Textzeile wie im großartigen Refrain „And I fall asleep, I will dream the last dream. All I was is gone now and sorrow is all I feel“ - deswegen mag ich die Band so. Für mich momentan der beste Song des Albums!

4) Es folgt mit “Darkness And Frost” wieder ein ganz nettes Instrumental, mehr aber auch nicht. Hätte sich auch als Intro ganz gut gemacht. Rüstet sich da eine Armee zum Kampf? Wenn man ganz genau zuhört, klingt es so, als ob eine riesige Meute einen Schlachtruf von sich gibt. Vielleicht täusche ich mich auch. Und jetzt gibt es im nächsten Song voll auf die Zwölf mit was schnellem à la „Beyond The Dark Sun“ oder „Winter Madness“?

5) Nein. Es folgt der offizielle Abschluss in Form von "Time".
Hat sich mal jemand den Schrei und den verwaschenen Sound bei 1:26 angehört? Klingt fast wie Darkthrone zu ihren Black Metal-Rumpeltagen :). Und das meine ich positiv. Der Anfang ist aber sonst doch etwas behäbig. Es folgt so etwas wie eine Bridge mit „Time will go on and we are drifting away in the night”. Wenn Jari dann “and I know that you are forever gone” singt - Hammer, Hammer, Hammer! Danach folgt leider wieder (außer dem “TIME!”-Refrain) wieder etwas zu viel Gefrickel, bis es gesangstechnisch noch einmal die genannten, einfach großartigen Teile zu hören gibt. Es folgen dann 20 Sekunden, völlig unpassendes Klaviergeklimper, das übergeht in ein asiatisch klingendes Ende. Auch das leider nicht zum Rest des Songs passend, obwohl es sich ganz nett anhört. Aber das Problem dabei ist: Entweder klingt es nach den großen chinesischen Film-Epen wie „Tiger & Dragon“, „Hero“ etc. – oder eben nach China-Restaurant. Ich bin mir momentan noch nicht sicher, wofür ich mich entscheide.

6) So, Überraschung (?): Auf der CD-Hülle sind 5 Songs angegeben, aber im CD-Player erscheinen 6. Was könnte das wohl sein? Stille, um die Laufzeit etwas zu strecken? Mehr oder weniger. Es handelt sich um den (A Capella-vorgetragenen) Refrain von "Sons of Winter And Stars". Aber: Wenn man erst mal 1:51 min Stille zu hören bekommt, fühle ich mich ein wenig auf den Arm genommen. Damit wird ein Album doch nur künstlich in die Länge gestreckt. Dann 1:10 Gesang, dann noch einmal 35 sek Stille und zum Abschluss irgendein dämliches Rumgebrülle. Was soll das? Witzig sein? Das macht eher die Stimmung kaputt. Wenn ein Tankard-Album z.B. mit einen Rülpser abgeschlossen wird (nix gegen Tankard) - ok, das passt. Aber hier irgendeinen Studioquatsch - das muss nicht sein.

Mein Fazit:
Ein passendes Wort zur Musik von Wintersun wäre wahrscheinlich "Drama" mit Textzeilen wie "Time fades away and I fade away", ähnlich wie auf dem ersten Album "Life is just a beautiful death" oder "I give my life to you". Das war bisher auch für mich immer ein wichtiges Augenmerk der Texte: Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Kälte, gepaart mit irgendwie fröhlichen Melodien, Schönheit und ein wenig Hoffnung. So wie ein warmer Sonnenstrahl der namensgebenden Wintersonne (ja, das mag jetzt sicherlich ein wenig schwülstig klingen^^). Dies gelang Wintersun sowohl durch die Musik, als auch die Texte und den Gesang. Zumindest textlich knüpft das Album an das Debüt an. Musikalisch fehlen mir aber diese großen, schon fast emotionalen Momente. Auch wenn die Musik nicht unbedingt verglichen werden kann: Das Ganze erinnert mich an die letzten Alben von Nightwish. Die Lieder werden mit Orchesterspuren und Samples zugekleistert. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Wenn man das Gesamtpaket aus Musik und Cover-/Bookletgestaltung bewerten soll, so muss ich sagen, dass dieser Asienbezug mit Kleidung und dem 08/15-Chinafont doch etwas lieblos gestaltet wurde. Woran denkt ihr, wenn ihr an eine Wintersonne denkt? An Asien sicherlich nicht. Die Band wird sich da vielleicht etwas bei gedacht haben (oder vielleicht doch nicht?), aber ich sehe in den Lyrics keinerlei Bezug.

Zur Laufzeit: Zwar erscheint bald „Time II“, aber eine Spielzeit von 44 Minuten (letztlich sind es ja sogar nur knappe 40 Minuten, denn den letzten ‚Song‘ streiche ich mal raus), finde ich ehrlich gesagt zu wenig. Klar könnte man argumentieren ‚Qualität statt Quantität‘. Auch Instrumentals haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung, das will ich nicht bezweifeln. Aber wenn man diese 6 Minuten auch noch abzieht, bleibt nicht mehr viel. Das erinnert mich ein wenig an While Heaven Wepts Album „Vast Oceans Lachrymose“ mit zwei Instrumentals zum Schluss.

Manch einer mag die Rezension in einigen Punkten verbohrt sehen. Ich bin sicherlich kein Ewiggestriger und keiner der „früher war alles besser“-Fraktion, was im Falle einer jungen Band wie Wintersun ja auch wenig Sinn ergibt. Ich gebe zu - ich habe mir 'Wintersun II' (Album) gewünscht und nicht 'Wintersun 2.0' (Band), wie teilweise bereits zu lesen war. Das mag aus den Augen der Künstler sicherlich Stagnation bedeuten und es nicht zu überhören, dass sich Wintersun weiterentwickelt haben. Mir ist das ganze aber einfach zu progressiv, zu sehr verspielt, teilweise einfach zu überladen und zu viel Füllmaterial vorhanden (ihr kennt doch den Spruch 'No fillers, just killers'). Ich vermisse die Eingängigkeit des ersten Albums. Dort kann man jeden Song problemlos mitsingen, die Songstrukturen sind anspruchsvoll, aber trotzdem simpel. Negativ formuliert einfach etwas 'poppiger'.

Auch wenn ich hier Schelte beziehen werde, weil ich das Album nicht (wie ja sogar selbst erhofft) uneingeschränkt abfeiern kann: Wenn man die Produktion des Albums, die damit verbundenen technischen Probleme und die daraus resultierende lange Wartezeit einberechnet (manche dachten sicherlich, das Album kommt nie), kann man natürlich froh sein, dass das Album endlich erschienen ist. Und natürlich ist es produktionstechnisch auf einem sehr hohen Level mit einem vermutlich riesigen Aufwand, den man sich kaum vorstellen kann. Es klingt aber alles in allem einfach danach, als ob die Band mit diesem einen Album ihre ganzen Ideen auf einmal präsentieren wollte. Für mich leidet leider die Eingängigkeit der Songs ein wenig darunter.

Wenn das erste Album 5 Sterne verdient, kann „Time“ einfach nicht auf eine Stufe gestellt werden. Natürlich ist das, was Wintersun hier geschaffen haben, zum Großteil immer noch besser als der Rest und manche Bands würden dafür wahrscheinlich beide Hände opfern, um solche Songs zu schreiben. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch einfach zu groß. Mehr als 3 Sterne kann ich momentan nicht geben. 3,5 wäre sicherlich angebracht, für 4 Sterne reicht es einfach nicht. Dafür sind die Highlights einfach zu rar gesät. Vielleicht muss das Album wachsen und 50 Mal oder mehr gehört werden. Dann kann die Rezension natürlich angepasst werden.

Ich bedanke mich zum Abschluss fürs Lesen und entschuldige mich gleichzeitig für die Länge der Rezension, die wahrscheinlich eh kaum einer liest. Zumindest kann sich niemand beschweren, dass ich meine Meinung nicht begründet hätte. Ich bin trotz allem auf „Time II“ gespannt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombastischer Metal-Soundtrack, 19. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Dank des Livestreams, den die Wintersun-Jungens um Mastermind Jari Mäenpää seit 2 Tagen auf ihre Homepage gestellt haben - überragende Aktion, so wurde das Warten einfacher, danke dafür! - konnte ich mich in mittlerweile gefühlten 20 Durchläufen auf ein Album einlassen, das sämtliche Erwartungen übertrifft und einen nicht mehr losläßt!
Klar, es wurde ZEIT, dass Time1 endlich veröffentlicht wird, aber Leute, das ist schlicht der Hammer! Wir reden hier nicht mehr über eine x-beliebige Metalscheibe oder ein hingeixtes Konzeptalbum - was man hier geboten bekommt ist für mich viel mehr: ein bombastischer Metal-Soundtrack - zu einer ZEITreise auf die einen Wintersun mitnimmt - ob man will oder nicht! Hier die Chronologie:

1) When Time fades away: das Intro - in ein Rauschen wie in einer Winternacht mischen sich zu erst zart, dann lauterwerdend sanfte Zupfgitarren- und Keybordklänge. Das Ganze erhebt sich dann mehr zu Filmmusik und mündet in einem Finale, das bei mir jedes Mal Gänsehaut verursacht weil es einfach episch ist und man ideal vorbereitet wird auf...

2) Sons of Winter and Stars: der erste Longplayer fließt natürlich aus dem Intro über um dann in einem Sturm zu explodieren! Sofort lauter drehen! Hinhören, Genießen, Headbangen! Und v.a. beim ersten Mal (!) nicht irritieren lassen, es wirkt am Anfang ein bisserl schwierig zu greifen weil sehr komplex, was bei mehrmaligem lauten (!) Hören jedoch nur noch als hammer einzuordnen ist. Der 13-Minüter besteht insgesamt aus 4 Akten - (a) Rain of Stars ist der Opener, der mit fetten orchestralen Riffs und genialen Shouts besticht, danach folgt mit (b) Surrounded by Darkness sozusagen die erste Strophe, nein mehr, faktisch ein eigenständiges Lied, wo Jari zu Höchstform aufläuft um dann mit (c) Journey Inside a Dream eine ruhige Passage und seine fantastische Clean-Stimme auszupacken. Einfach Gänsehaut pur! Doch wer denkt dass das Lied jetzt langsam ausläuft der hat sich getäuscht: mit (d) Sons of Winter and Stars explodiert der sich langsam aufbauende Spannungsbogen wieder und was dann folgt ist ein wahrer Genuss an epischem Bombastmetal mit einer tollen Choreinlage am Ende (hier schließt sich der Kreis aus den Youtube-Veröffentlichungen im Vorfeld des Albums, hatte mich die ganze Zeit schon gefreut, wie sie diesen Männerchor wohl einbauen - geil!). Insgesamt ist Sons of Winter and Stars ein Potpourri aus einfach richtig geilem Metal - atemberraubend und nur noch schwer als Ohrwurm zu verdrängen!

3) Land of Snow and Sorrow: es folgt das neben den Instrumentals ruhigste Lied der Platte - doch auch hier werden tolle Melodien ausgepackt, die sich mit Jaris Cleangesang zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Der Anfang ist ruhig und wird durch eine leicht verzerrte Gitarre zerschnitten um dann die Grundmelodie des Liedes aufzubauen, erst soft dann heavy, eine verträumte Melodie die ebenfalls Ohrwurmcharakter hat. Doch das richtig Starke an diesem Lied sind die atmosphärischen Übergänge die von Jaris kraftvollem Gesang (wo nimmt dieser zarte Bursche nur diese Kraft her!?) einfach nur wirkungsvollst untermalt werden. Leichte Screams, tolle Refrains, himmlische Musik, Chöre, Gänsehaut - Insgesamt ebenfalls sehr stark!

4) Darkness and Frost: das vierte Lead der Platte ist erneut ein Instrumental. Doch wer jetzt gähnt dem sei gesagt, nicht irgendein Instrumental - das gehört einfach hier rein, leitet es doch in erneut toller Manier mit Zupfgitarren und orchestralen Elementen in den Titeltrack über der da heißt..

5) Time: ein herzzereißender Schrei durchbricht die klangvolle Bombasteinführung samt Instrumentalstimmung des Liedes - und spätestens jetzt weiß man, es ist ZEIT, die Luftgitarre auszupacken und mit Hingabe den Kopf zu bangen! Dieses Lied vereint für mich alles, wofür Wintersun steht, geile Musik, hammer Gesang, egal ob wie in den Strophen gescreamt oder im wundervollen Refrain clean vorgetragen, da bekomme ich jetzt schon wieder Gänsehaut. Dieser Refrain ist definitiv nicht mehr aus meinem Kopf zu verdrängen und leitet den nächsten Akt dieses Liedes ein in dem man nur noch auf eine gigantische Reise epischen Metals mitgenommen wird!

Der Longplayer wird wieder mit ruhigeren Elementen beschlossen und spätestens hier wird dem Zuhörer klar, dass es viel zu lange dauern wird bis dann endlich der zweite Akt dieses bombastischen ZEITreise-Soundtracks folgt. Doch bis dahin kann man sich mit 40 überragenden Minuten trösten - für mich eines der stärksten Alben der letzten Jahre - es wurde aber auch wirklich ZEIT :)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen in keinster Weise erfüllt und doch ein Meisterwerk, 19. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Time I (MP3-Download)
Tja mit der Bewertung dieses Albums tue ich mich persönlich sehr sehr schwer, war doch der 2004 erschienene Vorgänger (nicht nur) in meinen Augen eines der großartigsten Metal-Alben aller Zeiten.
Nun steht mit Time I endlich der lang ersehnte erste Teil des Nachfolgers (Time II wird ja im kommenden Jahr erscheinen) in den Händlerregalen und ist meiner Meinung nach unglaublich schwer einzuordnen.

Wer hier erwartet, dass Wintersun einfach die unendliche Genialität des Vorgängers (vor allem im Bezug auf die genialen Klänge gepaart mit dem enormen Tempo) aufgreifen und genau dort weitermachen, wo sie mit dem Erstling aufgehört haben, wird möglicherweise enttäuscht sein.
Nach dem ersten kurzen Durchhören des Albums, welches ich blind um 0:01 Uhr gekauft habe, habe ich den Kauf tatsächlich bereut, denn Time I hat nahezu garnichts mehr mit dem Vorgänger zu tun.
Mein Gedanke nach dem ersten Hören war: Fünf Lieder, eines davon ein Intro und eines eine Art Pause in der Mitte, 2 Lieder über 10 Minuten - was soll das bitte sein?

Nichtsdestotrotz reden wir bei Time I von nichts anderem, als einem weiteren Meisterwerk des melodischen Metal!

Das Album ist, was die melodische Untermalung angeht, ziemlich asiatisch angehaucht und präsentiert sich dadurch schon ganz anders, als der Vorgänger. Außerdem ist dies keine CD, von der man sich mal einzelne Titel auf eine Compilation zieht oder die Titel einfach mal wild durchmixt, denn von der 1. Sekunde bis zum Finale präsentiert sich Time I als Gesamtkunstwerk, bei dem jede einzelne Note exakt dort ist, wo Sie hingehört.

1. When Time fades away - hierbei handelt es sich um ein ruhiges und langsames Instrumental-Intro, welches durch seine mystische asiatsich/japanische Melodik einen hervorragenden Auftakt für alles bildet, was danach noch folgt. Ein rauschender Bach, starke Trommeln und eine herrliche Stimmung - Ein wirklich herrliches Stück, welches mit geschlossenen Augen zum Träumen einläd und nahtlos in das nächste Lied übergeht.

2. Sons of Winter and Stars - 13 Minuten und 31 Sekunden pure Epik, welche sich innerhalb des Liedes (!) in vier Akte unterteilt (Rain of Stars, Surrounded by Darkness, Journey Inside a Dream und Sons of Winter and Stars), welche sich komplett von einander unterscheiden und sich dennoch wunderbar in einem Titel vereinen. Von melodisch, über knallhart bis rasend schnell. Von klarem Gesang über erstklassige Screams bietet der Titel fast alles, was man sich vorstellen kann. Wirklich großartig!

3. Land of Snow and Sorrow - auf ein wirklich wunderschönes Intro (welches bei mir schon beim ersten Hören eine Gänsehaut verursacht hat) folgt ein kurzer, ruhiger Akustik-Part welcher dann in einen mit melodischem, unglaublich instensivem Gesang übergeht. Das Lied ist relativ langsam, weiß jedoch durch seine düstere und dennoch träumerische Atmosphäre zu gefallen - jede Sekunde der 8:22 Minuten ist wunderschön anzuhören.

4. Darkness and Frost - einer kurzer, instrumentaler Übergang zum nächsten Lied mit klarer Akustik-Gitarre, ein paar Effekten und starken Trommeln. Schön anzuhören und nahtloser Übergang ins nächste Lied

5. Time - Ähnlich wie bei Titel 2 des Album handelt es sich hier um ein sehr langes Lied, welches sich auch dafür geeignet hätte, 4-5 Lieder mit ca. 3 Minuten Laufzeit daraus zu machen. Das Lied beginnt melodisch und greift dabei die asiatische Thematik erneut auf, bis Jaris Gesang das nächste Kapitel und einen klaren, melodischen Refrain einläutet. Danach zieht das Tempo ordentlich an ohne dabei irgendwas von der Genialität einzubüßen. Das später folgende Gitarrensolo ist einfach nur herrlich. Das Outro driftet dann wieder in mystische, japanische Regionen ab und perfektioniert das Kunstwerk, wie es auch der letzte Pinselstrich eines Bildes vermag.

__________________________

Ich habe lange überlegt, ob ich dem Album 4 oder 5 Sterne geben soll - wie ja jeder wissen dürfte, sind 5 Sterne das Maximum, 4 Sterne werden dem Album aber absolut nicht gerecht. 5 Sind es allerdings eigentlich auch nicht, denn dann hätte das 2004er Erstlingswerk mindestens 7 Sterne verdient.
Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann dazu entschieden, Time I mit 5/5 Sternen zu bewerten, denn das Album zählt trotz seiner recht kurzen Laufzeit von knapp 44 Minuten und nur 5 Titeln zum dem Besten, was ich seit Jahren gehört habt.

Es hat, wie oben schon geschrieben, NICHTS mehr mit dem Vorgänger zu und ist etwas ganz eigenes und spezielles. Time I überzeugt mit einer selten erreichten Melodik und Schönheit, mal mit klaren und langsamen Passagen - mal mit Höllentempo und Brutalität und doch gibt es nie auch nur eine Sekunde, welche man überspringen wollen würde. Und das ist bei mir extrem selten.

Die Entscheidung, nur wenige aber dafür sehr lange Titel zu wählen gefällt mir besser, als ich vorher gedacht hätte. Oft hat man 2-3 gleichartige Strophen, hier entwickelt sich jedes Lied weiter, während es läuft.

Time I gehört in jede gut sortierte Metal-Sammlung.

Wer allerdings exakt das erwartet, was der Vorgänger geboten hat, KÖNNTE enttäuscht werden, denn das Album ist komplett anders. Aber nicht minder großartig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen RISE!, 19. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Time I (mit handsignierter Autogrammkarte - exklusiv bei Amazon.de) (Audio CD)
Keine lange Rezension, keine Song-für-Song Analyse - 5 Sterne sind einfach nicht ausreichend.Nach jahrelanger Durststrecke präsentiert Wintersun uns hier die absolute Symbiose aus Orchester, Metal & Folklore.

Eine 40-minütige epische Reise für die Sinne - auch wenn das Wort "episch" doch in letzter Zeit sehr häufig verwendet wird - nirgends trifft es mehr zu wie hier.

Als Freund harter, melodiöser, komplex arrangierter Songs eine wirkliche Offenbarung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist nicht das erwartete Meisterwerk ... Nein, es ist viel mehr!!, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Zumindest für mich ;)

Ich gebe zu, 8 Jahre sind eine lange Wartezeit, und wenn man den Vorgänger so liebt wie ich, dann erwartet man eine Fortsetzung, die alles andere in den Schatten stellt. Wie wird sie klingen? Kann man das überhaupt überbieten, wenigstens etwas Gleichwertiges schaffen? -> Enttäuschung eigentlich vorprogrammiert, oder?

Ich war nach dem ersten Hören von Time I auch etwas irritiert und überrascht, aber das legte sich schnell. Ich habe die CD seit Veröffentlichungsdatum und seit dem wirklich jeden Tag(!) mindestens einmal gehört. Sowas hatte ich bisher nur ein einzges Mal, und das war ... Richtig geraten, Wintersun!
Ich verstehe viele Fans, die enttäuscht sind! Aber selber Musiker, sieht man die Dinge vielleicht doch auch aus einem etwas anderen Blickwinkel. Natürlich liegt es an der langen Zeit zwischen den Veröffentlichungen. Ein Künstler verändert sich im Laufe der Jahre zwangsläufig. Kommt dann jedes Jahr eine neue Veröffentlichung, fällt es kaum auf, jede neue Platte ist etwas anders, aber meist ohne zu große Umgewöhnung für den Konsumenten. Hört man sich aber dann mal die 8. Platte im Vergleich zur ersten an, ist man meist überrascht, wie viel sich getan hat. Nun hat Jari eben gleich die 8. Platte anstelle der 2. auf die Welt los gelassen ... Und das war in meinen Augen genau das Richtige, denn es zeigt Jari auf dem aktuellen Stand seines Könnens und Schaffens! Warum soll er sich Jahre in der Entwicklung zurückversetzen, nur um diejenigen glücklich zu machen, die keine Veränderung wollen? Es gibt Bands, die leben davon, dass sie seit Jahrzehnten gleich klingen. Wer will schon AC/DC in einem anderen Klanggewand?? Die MÜSSEN so klingen, auf immer und ewig, und das Schöne ist, das werden sie auch ;) Wintersun gehört aber meiner Meinung nach nicht in diese Kategorie! Und wer sich die erste Platte mal etwas genauer angehört hat, der wird merken, dass die längeren Stücke schon ein bißchen in die Richtung gingen, die auf Time I zelebriert wird ;)

Was Time I in meinen Augen wirklich zum Meisterwerk macht: Die Platte überrascht auf ganzer Linie, bietet viele neue Elemente, die man nicht erwartet hätte und auch nach dem x-ten Durchlauf findet man noch ein Schmankerl, das einem bisher entgangen war! Da steckt so viel liebevolle Detailarbeit in jeder einzelnen Passage, wundervoll!! Nein, es ist wieder keine Platte zum Nebenbei durchnudeln, dafür gibt es auch genug andere Bands. Man muss sich darauf einlassen und sich Zeit nehmen, dann wirken auch die vielen Intros, die viele hier bemängeln. Die einzelnen Tracks bauen perfekt auf einander auf, im Grunde ist es ein einziger Song mit verschiedenen Teilen. Wer mal etwas genauer hin hört wird merken, dass viele Teile später wieder aufgegriffen und, natürlich leicht verändert, weitergeführt werden. Ein eher klassischer Musikstil, der vermutlich auch die meisten Hardcore-Metaller verwirren wird. Es wird eben nicht Strophe, Refrain, Strophe, Refrain aneinander gehängt. Und genau DAS macht die Platte für mich aus! Nebenbei gesagt, wer sich Wintersun letztens auch live einmal zu Gemüte führen konnte, dem wird sicher aufgefallen sein, wie gut sich die neuen Songs in das Gesamtkonzept einfügen. Zudem finde ich, dass sich Jari auch gesanglich noch einmal verbessert hat, gerade die clean gesungenen Passagen sind so verdammt gut, dass man sich wundert, woher dieser schlacksige Hungerhaken eigentlich so eine Stimmgewalt zaubert ... No Offense, Jari!! ;) Mich stört auch nicht, dass es kaum exzessive Solopassagen gibt (Wir wissen eh, dass Jari das drauf hat). Mir sind schöne Melodien immer lieber, als unnötiges "Gitarrengewichse". Auf der ersten Platte war das ok, passte zu den Songs und machte sie einzigartig, hier würde es den Fluss stören.

Ja, ich bewundere Jari, dass er entgegen der Strategie des Labels --- Das ja gern mal Bands verheizt, vertraglich "zwingt", jedes Jahr was neues rauszuhauen, egal, ob schon fertig oder nicht --- sich einfach die Zeit gelassen hat, ob nun gewollt oder nicht, das Album erst dann zu präsentieren, wenn es in seinen Augen so ist, wie es sein soll. Auf den ersten Blick vielleicht nicht "fanfreundlich", aber ein Musiker ist nun mal in erster Linie sich selbst verpflichtet. Wenn er nur den Fans zu liebe am laufenden Band Songs raushaut, die sie hören wollen, dann wird er am Ende keinen Spaß mehr haben, und das wird sich dann auch auf die Qualität der Songs übertragen.

Zur Aufmachung: Mir gefällt das Digipack, es sticht heraus, genau wie die Musik. Mich interessiert auch nicht, was die Jungs da an Klamotten tragen, auch wenn es in seiner Schlichtheit eigentlich einen schönen Kontrast ergibt ... Solange sie sich da nicht in Fellunterwäsche hinstellen ;) Dazu bietet die Bonus-DVD für alle, denen die Songs zu "weich" sind, einen Live-Mitschnitt der drei "Hauptsongs" aus dem Übungsstudio, der gitarrenlastiger ausfällt und in etwa dem entspricht, wie es auch auf der letzten Tour dargeboten wird. Der Rest ist für die meisten vermutlich weniger spannend, wobei mich der Einblick in die Arbeitsweise Jari's doch einige Male zum Schmunzeln gebracht hat ;) Zudem gibt er einen Eindruck davon, wie viel Arbeit sich der Junge mit dem Ausarbeiten gemacht hat!

Also, lasst Euch nicht beirren, Ihr dürft diese Platte vorbehaltlos genießen!! Ich tu's jedenfalls, weil ich froh darüber bin, das es kein Wintersun 2.0, sondern eben Time I geworden ist ;)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Metaller!, 20. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Zur Musik:

Was Jari Mäenpää und seine Männer hier geleistet haben ist wirklich wunderbar. In meinen Augen sind das nicht nur Songs, sondern Kompositionen. Hart, melodisch, poetisch und virtuos! Ich denke so kann man das Album am besten beschreiben.
Wenn man die Scheibe auflegt riecht man förmlich die kalte Luft und den Winter, man meint, man befände sich im Norden Europas!

Zur "Hülle":

Ich hab mir die Limited Edition inklusive DVD ins Haus geholt. Die beiden Scheiben befinden sich in eine Art Buch, welches Lyrics und Fotos der einzelnen Bandmitglieder enthält. Diese Aufmachung hat mir sehr gefallen.

Zur DVD:

*freu* Enthält hochwertige Studioaufnahmen! Ein Genuss den Musikern bei der Arbeit zuzusehen!
Zu viel möchte ich nicht verraten, ich kann es nur empfehlen sich dieses Werk ins Haus zu holen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute LP - "Gefällt mir" für die Musik, 12. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Als Vorwort ist wichtig zu erwähnen, dass ich hier im wesentlichen den Tonträger LP und nicht die Musik bewerte. Es dient (hoffentlich) als Entscheidungshilfe für all jene, die sich noch nicht sicher sind, ob Sie sich die LP leisten sollen oder nicht.

Zur Musik hab' ich hier schon viele Meinungen gelesen; sowohl negative als auch positive Kritiken, aber das ist Geschmackssache und muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er das "Wagnis" eingeht.
Auf alle Fälle hat Jaari mit Time I etwas komplett neues ausprobiert; mich hat's schon überzeugt, als ich mir den Stream angehört habe. Von mir bekommt das Album auf alle Fälle 5 Sterne, aber eigentlich will ich die LP beschreiben.

Erster Eindruck: Die Scheibe kommt im Gatefold. Selbiger ist (im Vergleich mit der letzten Ensiferum-Scheibe) wirklich ausgezeichnet gefertigt, die Kanten sind doppelt gefalzt, so wie man das von einem ordentlichen Plattencover erwartet.
Das Poster ist im Format DIN A2 (ca. 60 x 40 cm Hochformat) und... halt ein Poster, da gibt's meiner Meinung nach nicht viel falsch zu machen.

Die Scheibe ist in durchscheinendem blau (wie auf der Abbildung) und als ich sie mir mal rausgenommen hab, musste ich schon feststellen, dass sie tatsächlich schwerer in der Hand liegt als gewöhnliche LP's. Zum Vergleich: normale Platten wiegen zwischen 100 - 125 g, selten 150g, also den Unterschied merkt man.

An der Qualität der Pressung gibt es kaum was zu bemängeln. Das einzige was es zu bemerken gibt ist, dass, wahrscheinlich um wirklich alle Lieder auf die Scheibe zu bringen, die Rillen etwas enger zueinander geschrieben wurden und dadurch die Lautstärke geringfüg leiser ist, heißt: ich musste die Anlage um ca. 15% lauter aufdrehen um mir das Album anzuhören.

Ein Wort der Warnung für alle, mit alten Geräten: Ich benutze einen Plattenspieler mit direktantrieb älteren Jahrganges. Bedingt durch das hohe Gewicht der Platte kam es beim Abspielen einfach zu unschönen Verzerrungen obwohl die Drehgeschwindigkeit auf das Höchstmaß geregelt wurde. Aber das gute Stück "packt" diese Scheibe nicht mehr ganz und so kommt es zu einem etwas eiernden Klang mit einer recht interessanten Alternierung der Tonhöhe. Liegt aber nicht an der Scheibe sondern am Gerät.

Alles in allem kann ich Wintersun Time I auf LP für alle Traditionalisten wirklich weiterempfehlen (trotz fehlendem MP3-dowload-link). Ich bin auf alle Fälle sehr zufrieden damit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 11. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Vorneweg muss gesagt werden: Es ist, meiner Meinung nach, nicht mit ihrem Erstling vergleichbar, Jari hat sich weiterentwickelt, die Band hat sich weiterentwickelt.

Hört euch die Scheibe unvoreingenommen an, fällt nicht schon nach 2 bis 3 Durchläufen ein Urteil, denn es sind so viele Details versteckt, dass man selbst nach dem 10. Durchlauf noch neue Klänge und Melodien entdeckt und erst dann entfaltet sich die ganze Pracht von Time (I).
Ich meinerseits freue mich jedenfalls sehr auf den zweiten Teil des Albums (Die Veröffentlichungspolitik finde ich dennoch ziemlich daneben, so ein Meisterwerk in zwei Teile zu splitten, das jedoch ist wohl nicht auf Wintersun selbst zurückzuführen, sondern auf die netten Damen und Herren von NB).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zumindest lebt er noch :-), 21. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Als jahrelanger Jari Mäenpää Fan, sprich nicht nur Wintersun sondern auch Ensiferum und Immemorial, merkt man, dass er sich musikalisch einfach weiterentwickelt. Auch wenn im Hinterkopf immer Vergleiche umherschwirren, bewerte ich dieses als unabhängiges Produkt und vergebe die volle Sternenzahl.
Beim ersten Anhören von Time I war ich schon ein wenig enttäuscht. Nach einer so langen Wartezeit werden die Ansprüche automatisch höher angesetzt, jedoch hat die Wartezeit nichts mit der abgelieferten musikalischen Qualität des Albums zu tun. Fakt ist, dass man sich einfach kein Wintersun II erwarten darf. Dass auch ein ursprüngliches Album jetzt in Time I und Time II aufgeteilt wurde stört mich persönlich nicht. Bei Wintersun's geringer Frequenz der Albumauskopplung ist das finanziell zu verkraften. Man muss sich dieses Album schon öfters und in Ruhe anhören.
Des Weiteren sollte man sich Time I eher als einen Film vorstellen, den man sich mit dem Gehör anschaut. Mir kommt es so vor als ob die Lieder sehr aufbauend aufeinander sind und alles einfach ein Lied darstellt. Genau so, wie man sich nicht einzelne Szenen aus Filmen anschaut, empfinde ich es wenig sinnvoll einzelne Songs zu bewerten. Jari hat uns schon bewiesen, dass er nicht nur ein sehr guter Gitarrist ist. Demnach sind auch sehr wenige "Ich zerstör jetzt das Griffbrett-Soli" auf Time I. Generell wird die Gitarre eher in den Hintergrund gerückt und viel mehr mit anderen Klängen gearbeitet. Es passt aber hervorragend zusammen. Time I ist meiner Meinung nach eine sehr gut gelungene Synthese mehrerer Instrumente (vermutlich meistens Synthesizer) und Stile. Auf jeden Fall ist es abwechlungsreich.
Bin schon gespannt wie Teile aus Time I live rüberkommen werden...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Time I kein vollwertiges Album..., 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Ja, was habe ich mich auf die neue Wintersun gefreut...
Und meine Erwartungen wurden zumindest teilweise erfüllt. Die auf Time I enthaltenen Metalsongs sind wirklich erste Sahne, nur leider sind dies nur 3 Stück.
Ok der erste wirkliche Song, Sons of Winter and Stars, hat pralle 13:31min und geht von vorne bis hinten total in Ordnung, wahnsinns Nummer.
2. Song ist dann Land of Snow and Sorrow, auch klasse Nummer wie ich finde mit 8:22min und dann noch das Titelstück Time welches auch spitze ist, mit 11:45min, was man aber auf 9min kürzen kann da der Rest Outro ist.
Zusammen macht das gerade mal knapp 30min wirkliche Musik. Der Rest ist etwas asiatisch angehauchtes Intro- und Überleitungsgedudel. Sicher ganz nett und stimmig, wäre auch gar kein Problem wenn die Gesamtspielzeit passen würde, aber von gerade mal 40min dann noch 10min eigentlich belangloses, ist dann doch etwas wenig.
Die Krone setzt dem ganzen dann noch der Bonustrack auf. Erst 2 min Stille, dann noch mal 1min der "Bonus" und wieder 1min Stille... ein Schelm wer nun denkt man wollte die Laufzeit noch einmal künstlich strecken...

Meine Meinung dazu,
wäre das Album bei einer anderen Plattenfirma als Nuclear Blast erschienen, hätte es keinen Split in Time I&II gegeben, sondern ein Kracheralbum mit vielleicht 70min Spielzeit.
Da Nuclear Blast aber für seine vollkommen auf Kommerz getrimmte Veröffenlichungspolitik bekannt ist, hat man Jari Mäenpää sicher freundlich zu dem Split "überredet".
Für 3 geile Nummern gibt es also 3 Sterne und einen Dank an Nuclear Blast, die es mal wieder geschafft haben ihrem Ruf gerecht zu werden.
Schade, was hätte Time für ein Gesamtwerk werden können...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 27 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0x9f539d98)

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen