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181 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fotografieren macht wieder Freude.
Da der Bericht doch etwas länger geworden ist, als Lesehilfe, eine kleine Inhaltsübersicht:

1. Vorab
2. Was möchte diese Rezension (nicht)
3. Meine fotografische Vorgeschichte
4. Kaufentscheidung / Kriterien
5. Bedienung, Fotos, Kit-Objektiv
6. Ergänzungskäufe / Zubehör
7. Vergleich zur NEX7 (in...
Vor 9 Monaten von Amazonien veröffentlicht

versus
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Bilder, aber grausame Bedienung.
6 Monate hatte ich die NEX 6 benutzt. Dann sollte sie gegen eine Olympus E-P5 getauscht werden. Leider war sie im Video-Modus eine große Enttäuschung, so dass ich dann doch die NEX6 behalten habe. Mir ist Foto und Video 50/50 wichtig. Hier das Positive und Negative:

Positiv:
+ Macht fantastische Bilder
+ Focus Peaking bei Foto und Video...
Vor 6 Monaten von Mr. W veröffentlicht


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181 von 185 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fotografieren macht wieder Freude., 1. Juli 2013
Von 
Amazonien (Germany, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Da der Bericht doch etwas länger geworden ist, als Lesehilfe, eine kleine Inhaltsübersicht:

1. Vorab
2. Was möchte diese Rezension (nicht)
3. Meine fotografische Vorgeschichte
4. Kaufentscheidung / Kriterien
5. Bedienung, Fotos, Kit-Objektiv
6. Ergänzungskäufe / Zubehör
7. Vergleich zur NEX7 (in Stichpunkten)
8. Kritik
9. Ergänzung (kleiner Exkurs zum Thema Sensor-Verschmutzung/Reinigung)
10. Fazit
11. Schluss

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1. Vorab
Es gibt hier auf Amazon viele sehr gute Rezensionen zur NEX-6, welche die unterschiedlichsten Perspektiven zur Betrachtung dieser Kamera deutlich machen. Insbesondere möchte ich auf die sehr interessanten und aufschlussreichen Diskussionen in den Kommentaren einzelner Rezensionen hinweisen und empfehlen diese zu lesen. Die meisten Rezensionen und die erwähnten Diskussionen haben mir bei meiner persönlichen Kaufentscheidung sehr geholfen und viele Denk- und Rechercheanstöße zum Thema spiegellose Systemkameras gegeben.

2. Was möchte diese Rezension (nicht)
Da in der Produktbeschreibung von Amazon, in diversen Reviews oder ergänzend auf den Seiten des Herstellers alle technischen Spezifikationen genannt werden, möchte ich diese hier nicht erneut aufzählen. Weiter habe ich nicht vor bestimmte Diskussionen weiterzuführen (beispielsweise: Thema Bildsensorformat „MFT = Micro Four-Thirds" versus „APS-C“ oder „DSLR“ versus „spiegellose Systemkameras“). Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes System muss am Ende jeder selber treffen und wird aus vielen, meistens sehr unterschiedlichen, Aspekten heraus getroffen.
Auf Basis meiner ganz persönlichen Perspektive soll die folgende Rezension aber trotzdem (so hoffe ich) informativ und hilfreich bei der Entscheidung sein, ob diese Kamera für Sie vielleicht in Frage kommt.

3. Meine fotografische Vorgeschichte
Jahrelang, bis in die beginnenden 2000er Jahre, habe ich hobbymäßig mit einer analogen Spiegelreflexkamera (Praktika MTL5) und insgesamt drei Objektiven fotografiert. Entsprechend groß und schwer war die Ausrüstung. Ich habe gerne mal auch in schwarz-weiss oder mit hochempfindlichen Filmen „experimentiert“. Für bestimmte Outdoor-Aktivitäten hatte ich als Ersatz eine kleine, leichte analoge Kompakt-Kamera dabei. Mit dem Aufkommen der digitalen Fotografie war ich lange nicht von der neuen Technik und deren Möglichkeiten überzeugt. Mehrere Jahre fotografierte ich dann wenig bis gar nicht mit der SLR. Erst in 2006 kaufte ich meine erste digitale Kompaktkamera und freundete mich langsam mit der Technik an. Was mir jedoch von Anfang an nicht gefiel, waren die Bildqualität, das Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen und die mangelnden Einflussmöglichkeiten und Beschränktheit in Bezug auf bestimmte Einstell-Parameter.

4. Kaufentscheidung / Kriterien
Seit bestimmt 3 Jahren beschäftigte mich die Erkenntnis, dass ich eigentlich eine Veränderung wollte. Der „Leidensdruck“, das Bedürfnis nach (technisch) besseren Fotos und eigene Recherchen mündeten in 2012 bei der NEX7 von Sony. Nur - mit diesem Modell wurde meine Preisvorstellung deutlich übertroffen - wenn man dann noch bedenkt, dass neben der eigentlichen Kamera einige Ergänzungskäufe (Tasche, Speicherkarte, evtl. ein Zweitobjektiv etc.) nötig werden. Mit dem Erscheinen der NEX6 (teilweise neue, verbesserte Ausstattungsmerkmale ggü. NEX7, aber auch demgegenüber fehlende Ausstattungsmerkmale; jedoch preislich unterhalb der NEX7) entschied ich mich für die NEX-6 im Kit mit dem Objektiv SEL-P1650mm.

Zusammengefasst waren meine Vorgaben, aus der Vorgeschichte und meinen Bedürfnissen und Ansprüchen heraus, also folgende:
- möglichst kleine und leichte Ausrüstung
- Bildqualität
- APS-C Sensor (nach langem Abwägen ggü. MFT)
- EINE Kamera für ALLE Aktivitäten
- Vorteile im Schwach-Licht-Bereich
- Wahlmöglichkeit: komplett manuell einstellbar, Voll-Automatikmodus und diverse „Zwischen“-Modi
- neutrales, funktionales Design (kein Retro)
- Preisrahmen inkl. der Ergänzungskäufe/Zubehör (siehe weiter unten) maximal rd. 900€
Betonen möchte ich, dass mein Hauptfokus auf den Punkten „möglichst klein und leicht“ und „Bildqualität“ lag.

5. Bedienung, Fotos, Kit-Objektiv
Bei Anlieferung hatte der mitgelieferte Original-Akku noch einen Rest-Lade-Zustand von ca. 15%. Ergänzend hatte ich zusätzlich gleich einen der vorher beschafften Ersatzakkus (siehe unter Zubehör) vorgeladen. So konnte ich gleich loslegen, testen und probieren. Ich war am Anfang begeistert und bin es nach einigen Wochen der Nutzung immer noch.
Die Möglichkeiten eine Vielzahl an Einstellungen vornehmen zu können beeindruckt (und überfordert anfänglich zugleich). Nach einigem Probieren hat man jedoch schnell seine priorisierten Einstellungen parat und eine gewisse Routine stellt sich ein. Bei mir geht es eigentlich immer um zwei entscheidende Punkte: habe ich Zeit- oder habe keine Zeit ein Foto zu machen (weil die Fotografierei gerade auch bei Unternehmungen mit der Familie nicht „nerven“ oder stören soll). Habe ich also wenig Zeit, stelle ich hemmungslos auf den Automatikmodus „iAuto“ und das Tolle – auch hier habe ich noch diverse (schnell umzusetzende) Einflussmöglichkeiten, bsw. über den Punkt „Bildgestaltung“ kann man das „Defokussieren“ von Hintergründen verstärken. Habe ich viel Zeit zum Fotografieren, "weide" ich mich an der Vielzahl von Einstellmöglichkeiten…
Ich hätte nicht gedacht, welche Freude es machen kann, endlich wieder durch einen richtig guten und scharfen Sucher (OLED) zu fotografieren und manuell zu fokussieren. Inzwischen entstehen fast alle Fotos unter Nutzung des Suchers. Anfänglich irritierte mich das leichte "Flimmern" des Suchers, konnte aber durch die Korrektur mittels Dioptrien-Einstellrad behoben werden.
Die Kamera liegt durch ihre gesamte Ergonomie und im speziellen durch den dicken (und leicht gummierten) Griffwulst sehr gut in der Hand und lässt sich intuitiv bedienen. Alle Einstellräder und Tasten scheinen am richtigen Ort und nach einiger Zeit kann man annähernd "blind" die Einstellungen vornehmen. Insgesamt fühlt sich die Oberflächen-Haptik der Kamera sehr wertig an.

Natürlich war mir die oft geäußerte Kritik zu den Menüs bekannt. Vorbeugend habe ich hier vor dem Kauf dann lieber die ausführliche Bedienungsanleitung als pdf aus dem Netz geladen und „überflogen“ (das möchte ich übrigens gerne empfehlen). Das ist auf der einen Seite ganz nützlich aber auf der anderen Seite auch nicht wirklich hilfreich, wenn man die Kamera dann in den Händen hält (weil bei der Masse an Informationen bis dahin längst vieles wieder vergessen ist).
Die Kritikpunkte zu den Menüs sehe ich als berechtigt an: beispielsweise vermischen sich viele Einflussgrößen auf Fotos und Qualität, einmal in den eigentlichen Einstellungen zur Kamera (Setup) und dann ähnliche Einstellungen bei Farbe/Bild. Tipps zu vielen (Vor)einstellungen habe ich mir in einem Forum geholt („Systemkamera-Forum“ – hier übrigens auch für andere Hersteller und Systeme: Panasonic, Fuji, Samsung usw.)
Zusammenfassend: man kann mit der Kamera beide „Welten“ leben – schnelle unkomplizierte Fotos oder der filigrane „Kampf“ um die optimale Einstellung.
Und DAS Entscheidende: die Qualität der Fotos, vom technischen Aspekt her, stimmt mich sehr zufrieden.

Kit-Objektiv SEL-P1650
Die fotografischen Ergebnisse, die Schärfeleistung und das Handling stellen mich insgesamt zufrieden. Im Gegensatz zur sehr kompakten Bauweise im ausgeschalteten Zustand muss man wissen, dass sofort nach dem Einschalten der Kamera ein bewegliches Objektiv-Teil, quasi in die Betriebsgröße, herausfährt. Hierbei macht der herausfahrbare Teil und die Mechanik einen etwas "wackeligen" Eindruck (leicht beweglich). Weiter sind nach einigen Wochen am beweglichen Objektivteil (gerade noch so) wahrnehmbare Spuren vom Ein-/Ausfahren sichtbar.
Das dies Objektiv keinen Endpunkt und Optimalzustand in der Objektiventwicklung darstellt, wird allein durch die ("wackelige") Mechanik deutlich. Ich denke aber, dass auf Basis der Hauptaspekte wie Abbildungsleistung, Preis und Kompaktheit ein guter Kompromiss gefunden wurde. Für die Ansprüche eines Profi an das Objektiv seiner Zweitkamera wird es unter Umständen jedoch nicht gerecht werden.
Aus meiner Sicht, und insbesondere wenn man den geringen Aufpreis in Betracht zieht, ist es insgesamt ein gutes (Allround-)Kit-Objektiv, welches für viele Gelegenheiten einsetzbar ist und gute Ergebnisse liefert.
Als Ergänzung habe ich mir für bestimmte Gelegenheiten ein zweites, etwas lichtstärkeres, Objektiv zugelegt (Sigma Festbrennweite 30mm F2.8 EX, alte Version), welches ich gerne für Familienfeierlichkeiten oder Porträtaufnahmen nutze.

WLAN /Apps
Die Erweiterungsmöglichkeiten der Kamera über Apps via PlayMemories überzeugen mich nicht. Ich halte diese für einen reinen Marketingaspekt. Man hätte die paar Apps, welche es kostenpflichtig oder gratis zu laden gibt, auch ohne weiteres innerhalb der Firmware integrieren können.
Die problemlose Darstellung aufgenommener Fotos von der NEX über WLAN / DLNA auf dem heimischen Panasonic LED-TV dagegen finde ich sehr nützlich und hilfreich.

6. Ergänzungskäufe / Zubehör
Ich zähle hier einfach mal meine Ergänzungsanschaffungen zur NEX-6 auf. Angefangen vom Zweit-Objektiv, einem externen Ladegerät + Ersatzakkus bis hin zum Displayschutz. Alle aufgeführten Artikel sind zur NEX-6 kompatibel, passen oder funktionieren an- oder mit ihr. Siehe bitte meine dortigen Rezensionen. Die Ergänzungskäufe kosteten zum Zeitpunkt der Anschaffung in Summe rd. 290€:
- Objektiv Sigma, Festbrennweite 30mm f2,8 EX (alte Version)
- Tasche Hama-Seattle, Gr.90, Farbe navy, Innenmaße B: 7cm, H: 12cm, T: 6,5cm
- Externes Ladegerät plus 2x Ersatz-Akku
- Echtglas-Displayschutz
- SD-Karte: SanDisk-Extreme 32GB, Class10
- SD-Karte auf (Apple)-Lightning-Adapter
- Gehäuse- und Objektivrückdeckelset für Sony NEX Modelle
- Mini-Stativ Cullmann Magnesit-Copter
- Giottos Rocket - AirBlower
- Kinetronics Speckgrabber

7. Vergleich zur NEX7 (keine Vollständigkeit)
- NEX-6: 16 MP; NEX-7: 24MP
- NEX-6: Phasen-AF ja; NEX-7: Phasen-AF nein (AF = Autofokus)
- NEX-6: WLAN ja / Erweiterbarkeit mittels Apps ja; NEX-7: WLAN nein / keine Erweiterbarkeit
- NEX-6: kein externes Ladegerät (Ladeschale); NEX-7: inklusive externes Ladegerät
- Abweichendes Bedienkonzept bzgl. Einstellräder (gefällt mir persönlich bei NEX6 besser)
- Etwas abweichendes Design und Material des Gehäuses
- Neuer Multi-Interface-Steckschuh (Blitz) an der NEX-6
- Kitobjektiv: NEX-6 > SEL-P1650; NEX-7 > SEL-1855
- NEX-6 und NEX-7: beide kein Touchscreen
- Preisunterschied... ;-) in der einfachen Kit-Variante z.Zt. ca. 250€

8. Kritik
- Die (tatsächlich) unübersichtlichen Menüs.
- Mangelnde Beigaben, welche ich eigentlich als Standard voraussetzen würde, wie z.B. Gehäuse-/ und Objektivrückdeckel, externes Ladegerät oder einen Ersatzakku (Akku-Laufzeit ist vergleichsweise kurz, so dass hier eine Ersatzbeschaffung fast Pflicht ist).
- Ergänzung über Apps eigentlich überflüssig (s.o.), bzw. diese sollten bei dem Preis gleich integriert sein
- Verbesserungspotenzial beim Kit-Objektiv, welches etwas wackelig wirkt (s.o.).
- Der Punkt Kleinstpartikel/Verschmutzung auf dem Sensor ist bauartbedingt bei den spiegellosen Systemkameras ein größeres Thema als in anderen Kamera-Klassen.

9. Ergänzung (Exkurs zum Thema Sensor- Verschmutzung/Reinigung, 28.07.2013)
Nach einigen Wochen der Nutzung und ca. 1.500 Auslösungen ereilte mich mitten im Urlaub zufällig die Entdeckung, dass da auf den Fotos "Punkte" waren, welche dort nicht hingehören... Viel Licht (Sommer) und noch viel mehr Himmel (oben auf den Bergen) machten das Phänomen ab Blende 11 (wohlgemerkt auch im Automatikmodus) deutlich.
Ich hatte vorher von der Problematik "Schmutz / Staub / Kleinstpartikel auf dem Sensor bei spiegellosen Systemkameras" gehört und hatte gehofft, dass es mich schon nicht ereilen wird (jedenfalls nicht in diesem Maß wie ich jetzt erkennen musste).

Nach der ersten Sichtprüfung (noch im Urlaub) ohne Hilfsmittel (Lupe) war direkt auf dem Sensor erstmal nichts zu sehen. Die 3x hintereinander absolvierte integrierte Reinigungsfunktion der Kamera (per Ultraschall) erbrachte keine Besserung. (Achtung: Akku sollte gut gefüllt sein. Die Prozedur verbraucht enorm viel "Saft".)

Ich vermied in der Folge Einstellungen mit Blendenzahlen >11, ärgerte mich aber wenn die Automatik wieder Blende 11 oder höher wählte. Das Ganze ließ mir keine Ruhe: Ich machte Fotos von weißen Wänden bei extrem hoher Blendenzahl um das ganze Ausmaß zu sehen: mehrere kreisrunde Punkte in gleicher Größe über das ganze Foto verteilt. Übrigens: die Punkte sind bei entsprechender Blendenzahl (dank LiveView) natürlich auch im Sucher zu sehen. Die gleichmäßige Größe der Punkte ließen mich nun an einen Produktionsfehler denken.

Nach dem Urlaub wieder zu Hause, machte ich die Sichtprüfung auf dem Sensor mit einer beleuchteten einfachen Lupe und sah nun doch diverse Kleinstpartikel (Pollen?, Feinstaub?) verteilt über den Sensor. Nun war ich über die Erkenntnis eher beruhigt (weil kein Produktionsfehler der Kamera), aber es tat sich neuer Informationsbedarf auf: wie bekommt man den Sensor denn nun wieder sauber. Unmengen von Hinweisen und unterschiedlichster Anleitungen finden sich im Netz (bspw. auch im Systemkamera-Forum): "Airblower", "Q-Tip mit Isopropanol oder Methanol", "Swaps" in Sensorgrösse (Cropfaktor 1,6) usw.; Von alldem hat man (ausser vielleicht einem Q-Tip) natürlich nichts im Haus). Meine Erkenntnisse bei der Suche im Netz waren: ein extrem heikles Thema, weil es betrifft schließlich DAS Hauptbauteil einer Kamera, Nass- oder Trockenreinigung als Hauptprinzipien; Reinigung in Eigenregie oder durch ein Fachgeschäft (i.d.R. > 50€)....
Hmmmm was nun: Kamera zurückschicken oder ins Fachgeschäft geben? Mit dem nötigen Mut nahm ich ein Q-Tip in die Rechte und eine beleuchtete Lupe in die Linke und strich testweise mit dem Q-Tip über die Glasabdeckung des Sensors (man muss wissen: der eigentliche Sensor ist durch eine Glasabdeckung (Tiefpass- oder Infrarot-Sperrfilter) geschützt). Der größte "Problempunkt" war sofort verschwunden bzw. wurde vom Q-Tip aufgenommen. Nur... durch die Lupe sah man die ganzen Fasern am Q-Tip und ich hatte Angst, dass ich möglicherweise diese Fasern auf den Sensor bringe und dadurch alles noch schlimmer mache. Ich unterbrach die Reinigung erstmal (war froh, dass die Kleinstpartikel überhaupt zu entfernen waren) und bestellte dann einen Blasebalg (AirBlower von Giottos) und einen Spezialpinsel (Speckgrabber von Kinetronics). Nachdem die Sachen geliefert wurden setzte ich die Reinigung fort (bei Einsatz des AirBlowers: Kamera mit dem Sensor nach unten und gezielte Nachbearbeitung mit dem Speckgrabber) und bekam so den Sensor sauber. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, aber ich sehe in der, ggü. der Nassreinigung, weniger invasiven Trockenreinigung folgenden Vorteil: gezielte Entfernung der wirklich problematischen Kleinstpartikel versus einer Komplett-Reinigung beim Nassverfahren (mögliche Rückstände wie Schlieren etc.). Falls doch eine Nass-Reinigung nötig werden sollte, würde ich in jedem Fall auf Methanol (in einigen Apotheken erhältlich) zurückgreifen.

Was bleibt an Erkenntnissen und Fragestellungen aus dem Erlebten:
- Persönlich bin ich bei dem Thema (inzwischen) relativ entspannt und habe meine Strategie zur Reinigung entwickelt.
- Als Anwender ist man mit dem Thema völlig auf sich gestellt (keinerlei offizielle Hinweise von Seiten des Herstellers). Ich möchte nicht wissen, wieviele Kameras deswegen zurückgegangen sind oder Anwender sich ärgern hier die Reinigung in einem Fachgeschäft teuer bezahlen zu müssen. Man bedenke: Wahrscheinlich ließe sich so eine Kamera nicht verkaufen, wenn Sony empfehlen würde, jedes halbe Jahr den Kamera-Sensor prophylaktisch von einem Fachgeschäft teuer reinigen zu lassen. Andererseits ist mir auch klar, dass Sony offiziell wahrscheinlich keine Reinigungsempfehlungen geben wird (Schadenersatzklagen bei möglichen Schäden am Sensor durch die Reinigung). Sony empfielt nämlich neben der Nutzung der internen Reinigungsfunktion lediglich die (kontaktfreie) Sensor-Reinigung per Blasebalg.
- Bei Reisen würde ich wohl zukünftig die Reinigungs-Grundausstattung mitnehmen: kleine Lupe (beleuchtet), AirBlower, Reinigungswerkzeug (Speckgrabber)
- Jeder Käufer einer spiegellosen Systemkamera sollte sich schon VOR dem Erwerb mit dem Thema mögliche Sensorverschmutzung und dessen Reinigung auseinandersetzen.
- Interessieren würde mich, ob das Problem bei spiegellosen System-Kameras des Wettbewerbs zahlenmäßig gleichermaßen auftritt.

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10. Fazit
- Die Kamera macht sehr schöne Fotos. Punkt.
- Eine Kamera für unterschiedlichste Ansprüche in einer gelungenen Synthese aus Leistung, Flexibilität und Kompaktheit.
- Für den "Aufsteiger" aus der Kompaktkameraklasse sicher ein positiver "Quantensprung"; für den "Umsteiger" aus der DSLR-Klasse eine mögliche Alternative; für einen Fotografie-"Einsteiger" möglicherweise eine Überforderung was Funktionsumfang und Möglichkeiten der Kamera betrifft.
- Das Design ist aus meiner Sicht sehr gelungen. Neutral, schlicht und funktional.
- Ein komfortables Bedienkonzept - was Wahlräder, Knöpfe, Individualisierungsmöglichkeiten betrifft. Darüber hinaus sind manche Menüs jedoch nicht plausibel aufgebaut.
- Das Thema einer, bei spiegellosen Kameras, bauartbedingt häufiger auftretenden Sensorverschmutzung sollte den Interessenten vor dem Kauf bewusst sein.
- Beachten Sie bei der "Finanzplanung" vor dem Kauf der Kamera die möglichen Ergänzungskäufe.

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11. Zum Schluss
Und was mir das Wichtigste ist: durch die Kamera habe ich meine Liebe zur Fotografie wiederentdeckt.
Das Fotografieren macht wieder Freude, ob nun schnelle Bilder „aus der Hüfte“ im Automatik-Modus (und das Gute: selbst hier noch Einflussmöglichkeiten auf die Bildgestaltung, Stichwort „Defokussieren“) oder im manuellen Modus „etwas aufwendiger“ unterstützt durch solche Hilfsfunktionen wie bsw. Fokus-Peaking (Kantenanhebung).

Trotz der Menge an Text hoffe ich, dass meine Eingangs erwähnte Hoffnung - die Rezension und meine persönliche Perspektive sei vielleicht für den Einen oder Anderen informativ und hilfreich - erfüllt wurde.
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108 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Kamera, definitiv weiterzuempfehlen, 16. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Sony NEX-6YB Kompakte Systemkamera (16,1 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT-Display, Full HD, HDMI, WiFi) Kit inkl. SEL-P1650 und SEL-55210 Objektiv schwarz (Elektronik)
Hallo, ich steige aus dem Kompaktkamerabereich (Canon SX220 - siehe andere Rezension von mir) auf und ich hatte mir die NEX-6 im Doppelkit mit dem 16-50mm und dem 55-210mm direkt bei Sony bestellt.

Warum habe ich die NEX-6 gewählt?
1. Sony ist sehr innovativ in diesem Segment, obwohl sie verglichen mit Micro 4/3 noch reicht frisch sind. Aber EVF, 10fps, Apps, Fokus Peaking und Co. sprechen eine eindeutige Sprache! Dazu kommen grandiose Sensoren, auf die auch Olympus (OMD E-M5) oder Nikon (mehrere Cams) zurückgreifen! Wenn man bedenkt, was Canon mit der EOS-M nun als nahezu letzter im Systemkamerabereich präsentiert hat (kein EVF, schlechter Grip, geringe fps, langsamerer Autofokus), dann ist Sony auf einem guten Weg!
2. Ich wollte eine Kamera, die deutlich bessere Bilder und Handhabung als meine Kompaktkamera (Canon SX220) bietet, dabei flexibel einsetzbar und erweiterbar ist!
3. Die Kamera sollte nicht viel größer als meine Kompaktkamera sein, da ich keine Kamera zum rumliegen suche, sondern eine, die man sehr häufig mit dabei hat und sich an ihr keinen Bruch hebt ;-)
Als Alternativen hatte ich die Panasonic G3/G5 (schneller AF, guter Grip, aber kleinerer Sensor, geringere fps, schlechterer EVF und etwas zu groß), die Sony SLT A57 (zu groß) und die Canon 650D (zu groß, schlechterer Sensor als Vorgänger laut Tests!). Zusätzlich kam auch noch die NEX-5R in Frage, aber diese ist zur Zeit nur mit dem unhandlichen 18-55mm verfügbar und hat keinen Sucher. Deshalb hab ich die NEX-6 mit dem kompakten 16-50mm und dem 55-210mm genommen und habe sie nun seit etwa 1 Woche im Gebrauch).

Zuert meine positiven Eindrücke:
- dank ausgeprägtem Grip mit guter Texturierung selbst mit größeren Händen gut zu halten! (trotz der geringen Größe)
- viele Tasten und damit gut zu bedienen, besonders das Moduswahlrad und das daruntergelegene Rad sind sehr nützlich ... und das bei der Größe!
- mit dem 16-50mm angenehm kompakt! (passt selbst in eine etwas größere Jackentasche und ist somit zum regelmäßigen Mitnehmen ideal!)
- das klappbare Display ist ein Segen für verschiedenste Bereiche (zB Makroaufnahmen), ich will nie wieder eine Kamera ohne haben!
- 10fps maximale Serienbildgeschwindigkeit! --> sehr gut für viele Situationen, in denen zB viel Bewegung herrscht man das beste von vielen Bildern nutzen möchte ...
(was bietet die Konkurrenz? Fuji X-E1 6fps, Canon EOS-M 4,3fps, Panasonic G5 6fps, ... einzig die OMD E-M5 kann da mit 9fps mithalten, ist allerdings auch deutlich teurer)
- mit Fokus Peaking ist Sony der Konkurrenz gerade mit adaptierten Altgläsern einen großen Schritt voraus, ich hab es per Adapter ausprobiert und es ist extrem hilfreich
- tolle Bildqualität, ich empfehle dafür die RAW-Bilder zu verwenden, da sich so noch mehr aus den Bildern holen lässt!
- durch Apps und W-LAN Möglichkeiten, die andere Kameras in dem Segment nicht bieten! zB Fernsteuerung mit einem Android/iOS-Gerät (mit Tablet probiert) oder eine Timelapse-App und was noch kommt, wird sich zeigen ...
- mit den Phasen-AF-Punkten auf dem Sensor und den dafür geeigneten Objektiven (16-50mm und aktualisiertes 55-210mm) ist das Fokussieren angenehm schnell, eine Olmypus OMD E-M5 ist zwar schneller, aber verglichen mit den alten NEX-Modellen ist das ein ordentlicher Schritt voraus und für 99% der Aufgaben bietet da eine OMD E-M5 auch keine großen Vorteile.
- der elektronische Sucher ist wirklich klasse, er ist groß, genial positioniert (man drückt nicht die Nase gegen das Display), hat eine ordentliche Auflösung und im Gegensatz zu den optischen Suchern zeigt er mir zB auch noch ein Histogramm, eine Wasserwaage, meine Einstellungen und natürlich eine Live-Vorschau an!
- integrierter Blitz in diesem kleinen Gehäuse!
- Standard-Hotshoe ermöglicht endlich auch das direkte Verwenden von zB Canon-Blitzen oder was auch immer für den Hotshoe verfügbar ist :-)
- 1080/50p bietet kaum eine Kamera in diesem Preissegment!

Wie jede Kamera, hat aber auch die NEX-6 ein paar Nachteile, und zwar:
- 10fps sind zwar schön, allerdings lassen sich so auch nur 9-10 Bilder in Serie schießen, also hält dieser Modus nur für eine Sekunde! Das sollte man bedenken, gerade wenn man weiß, dass die NEX-7 ebenfalls ne Sekunde, aber dafür 24-Megapixel-Bilder schießt, hätte man schon ein paar Bilder mehr in Serie erwartet ... aber ok, die NEX-7 ist nochmal einen Zacken teurer, das darf man nicht vergessen!
- leider sind die beiden Räder (unterhalb des Moduswahlrad und um den OK-Knopf) in manchen Modi (A/S) nicht sinnvoll durchdacht ... zB verstellt man mit dem oberen im A-Modus die Blende, aber das um den OK-Knopf ist ohne Funktion?! Warum kann man nicht dort die Belichtungskorrektur oder irgendwas anderes mit machen?
- der Autofokus ist zwar schneller als bei bisherigen NEX-Modellen, aber eben nur bei bestimmten Objektiven und eben auch noch nicht so schnell wie zB die OM-D E-M5. Damit sind Sportaufnahmen zB eher nicht möglich, selbst wenn man sich denkt "cool, mit Phasen-Autofokus, jetzt geht auch Sport" ;-)
- Powerzoom an dem Pancake ist gewöhnungsbedürftig, wenn man gleichzeitig mit dem 55-210mm ein klar zu drehendes Objektiv besitzt, das 16-50er Pancake ist da eher wie eine Kompaktkamera zu bedienen
- leider kein Mikrofoneingang, wodurch Videoaufnahmen mit Ton sehr stark von den Bedinungen abhängen ... (dabei wär der Standard-Hotshoe doch ideal für externe Mikros gewesen :-/ )
- kompliziertes Menü (Standardeinstellungen wie Autofokus, ISO, Belichtung usw. findet sich unter lauter Verschiedenen Hauptmenüs, eigenartig, aber mit bisschen Übung findet man sich durch)
- leider keine Benutzereinstellungen, die man speichern könnte (zB eine für Nachtaufnahmen, eine für Sport, eine für ...), da bietet die Konkurrenz mehr!
- bisher noch nicht so die Kracher an Apps verfügbar, zB die zusätzlichen Bildeffekte haben andere Kameras wie die Sony RX100 schon standardmäßig, die App zum drehen/beschneiden ist verglichen mit jedem Bildbearbeitungsprogramm ein Witz, Multiframe Noisereduction haben viele Sonys ebenfalls standardmäßig drin, hier muss man 5 Euro zahlen!!! Einzig die Remote Control App und für Fans von Social Media auch die Direct Upload App sind deutliche Erweiterungen ... aber es sollen ja auch noch weitere wie Timelapse und Co. folgen ... also abwarten ;-)

Fazit:
Nach einer Woche nutzen konnte ich schon meine Eindrücke sammeln und die Kamera in verschiedenen Situationen ausprobieren. Insgesamt bietet mir die Kamera genau das, was ich haben wollte. Sie ist kompakt, hat eine deutlich bessere Bildqualität als meine Kompaktkamera, kostet um die 1000 Euro und ist einfach mal vollgepackt mit verschiedensten Features, von EVF über integrierten Sucher und W-LAN, bis hin zu Apps und klappbaren Display ist alles vorhanden. Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile bei weitem die wenigen, teils behebbaren Nachteile und deshalb verdient die NEX-6 von mir klare 5 Sterne. Ich werde aber auch meine Rezension überarbeiten, sollte sich meiner Meinung noch etwas gravierendes ändern!
Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen weiterhelfen, wenn ihr Fragen habt, einfach stellen ;-)

PS: Schließlich gehört es zu einer guten Rezension auch noch die Alternativen zu erwähnen. Meiner Meinung nach ist die NEX-6 durch ihre extreme Kompaktheit gepaart mit Features satt nur schwer mit anderen Kameras zu vergleichen. Da wären zB die Olympus-Kameras mit Sony Sensor, die OMD E-M5 und die E-PL5. Sie bieten eine ebefalls gut Bildqualität, dazu einen schnelleren Autofokus und einen besser aufgestellten Objektivpark (im Vgl zum NEX-System)! Allerdings haben beide gerade für größere Hände einen schlechteren Grip, die E-M5 ist außerdem 250 Euro teurer (mit Zusatzgriff weitere 200 Euro) und größer, die E-PL5 hat keinen Sucher und weniger Bedienelemente (Räder und Co.). Aber einen Blick wert sind sie auf jeden Fall ...
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72 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spiegelreflex adee, Spiegellos kommt., 8. November 2012
Der Beginn vom Ende der SLR-Ära

Die NEX 6 ist eine halbwegs erschwingliche, sehr robuste und schicke spiegellos-Kamera.

Bildqualität:
Die NEX 6 hat im RAW und JPG-Modus eine hervorragende Bildqualität und besitzt ein tolles Low-Light-Verhalten. Keine meiner APS C-Kameras ist so gut. (besitze bzw. besaß: SLT 65V, SLT 33, Nex 5, Alpha 700, Alpha 350). Die Bilder sind bis ISO 3200 wirklich noch brauchbar. Drüber hinaus wird Rauschen auf dem Bildschirm sichtbar, dann muss man nachhelfen oder man muss es akzeptieren. Letzteres fällt leicht, da das Rauschen lediglich ein sehr feines Helligkeitsrauschen ist und somit nicht so stark stört wie das Farbrauschen. Farbrauschen hinterlässt namlich normalerweise hässliche Flecken im Bild. Bei hohen ISO >= 6400 lohnt es sich aber dennoch, Bilder im RAW-Modus zu schießen und dann im RAW-Converter nachzubearbeiten. Dies bringt bessere Ergebnisse als die JPEG-Engine der Kamera.
Beim Ausdruck auf Tintenstrahler fällt Rauchen im übrigen deutlich weniger auf.
Die Auflösung reicht mit 16 MP allemal, da für ein Bild bei normalen Betrachtungsabstand (etwa doppelte Diagonale) bereits 5 MP genug sind. Schärfer sehen selbts gute Augen nicht. Somit bleibt noch Reserve, um das Bild zu beschneiden.
Bildqualität Kamera: 5 Sterne

Ausstattung:
Außer einem Touch-Bildschirm hat die Kamera alles an Bord inkl. Blitz und Sucher. Im Gegensatz zum restlichen Body, bei dem man das Gefühl hat, Nägel einschlagen zu können macht der Blitz einen etwas filigranen Eindruck, wenn er ausgeklappt ist. Bei den Funktionen möchte ich die Kantenanhebungsfunktion und die Fokusierlupe hervorheben, die manuelles Fokusieren erheblich erleichtern. Ich benutze die Kamera auch mit dem Adapter LAE1 an Alpha-SLR-Objektiven und muss dort manuell fokusieren. Ansonsten hat sie alle Sony-typischen Funktionen wie Panorama, HDR (mehrere Bilder unterschiedlicher Belichtung kombinieren um höheren Kontrastumfang abzudecken), Multiframe (Mehrere Bilder gleicher Belichtung um Rauschen zu reduzieren, funktioniert sehr gut) und diverse Motivprogramme.

Als Blitzschuh ist jetzt der neue ISO-Sony-Kombischuh angebracht, an dem normales ISO-Zubehör angeschlossen werden kann. Über eine zusätzliche Kontakleiste werden dann weitere Kamerafunktionen übertragen. Dazu sind ggfs. Adapter erforderlich. Diesen Strategiewandel finde ich persönliche schade: Beim alten Minolta-Blitzschuh ging das Auf- und Abstecken des Blitzes ratz fatz. Draufstecken und wegziehen. Gerade bei den kleinen Kameras wäre das richtig elegant. Beim ISO-Schuh muss ich immer mit der Feststellschraube rumfummeln. Besonders ärgerlich und eigentlich eine Unveschämtheit ist es von Sony, dass kein Adapter für die bisherigen Blitze beiliegt, zumal diese noch regulär verkauft werden. Der Adapter kostet dann noch mal 28,-- €.

Nachtrag: Mittlerweile erhielt ich über den Sony-Store auch den Blitzadapter ADP-MAA. Damit lassen sich tatsächlich alle meine alten Blitze aufstecken und mit voller Funktionalität verwenden. Man kann dann entscheiden, ob der Adapter auf der Kamera bleibt und der Blitz alleine oder die komplette Einheit abgenommen wird. Sofern der Blitz als Master verwendet werden kann, können damit andere Blitze ferngesteuert werden. Eine Wahl des Sendekanals geht nicht, es wird immer Kanal 1 verwendet. Ob die feinen Kontakte des Adapters alltags tauglich für Fotografen sind, mal sehen. Leider lässt sich über den kleinen internen Blitz keine Fernsteuerung durchführen. Dies geht bei den mit Blitz ausgestatten SLRs sehr wohl.

Der Sucher zeigt alle Infos an und ist, was Bildqualität und Auflösung angeht, hervorragend. Der Einblick ist aber nicht ganz so komfortabel wie bei meiner SLT 65. Im direkten Vergleich wirkt das Bild etwas kleiner und liegt eine wenig weiter hinten im Gehäuse. Er ist aber trotzdem super zu gebrauchen. Hervorragend ist auch der Bildschirm. Sehr helles Bild. Erstaunlich ist, dass man ihn noch bei extremen Schräganblick erkennen kann. Mit ausgestrecktem Arm über dem Kopf kann man das Bild noch ohne Ausklappen des Bildschirmes problemlos erkennen. Das entschädigt eine wenig dafür, dass der Bildschirm nur nach oben und unten aber nicht seitlich geklappt werden kann. Umdrehen für Selbstportraits z.B. geht nicht.

Der Autofukus ist wohl dank kombiniertem Fokus (Phasen- und Kontrastautofokus) erstaunlich schnell und steht meiner SLT 65 wenn überhaupt nur unmerklich nach.
Ausstattung: gerade mal 5 Sterne wegen des fehlenden Adapters. (die Sache mit dem Blitzschuh kann man ja auch genau anders sehen)

Bedienung und Bedienelemente:
Über zwei Drehräder, ein Modus-Drehrad, ein Funktion-Knopf und eine 4-Wege-Wippe lässt sich die Kamera eigentlich hervorragend bedienen. Die 4 Positionen der 4 Wege-Wippe beherbergen wie bei Kompaktkameras üblich Bildfolge, Belichtunsgkorrektur, ISO und Display-Einstellung. Über den Funktion Knopf können weiter 6 wählbare/programmierbare Funktionen auf dem Bildschirm/Sucher aufgerufen werden, mit der 4-Wege-Wippe wird die Funktion ausgewählt, mit einem der beiden Drehräder dann der Parameter verstellt. Der untere Softkey lässt sich programmieren. Somit stehen 12 Funktionen, die weitgehend individuell festgelegt werden können, mehr oder weniger im Dirketzugriff zur Verfügung, das sollte reichen. Das untere Drehrad ist m.E. aber etwas zu leichtgängig. Soweit so gut, die Kamera lässt sich damit wunderbar ähnlich einer Kompakten bedienen. Der Umstieg dürfte damit relativ einfach sein, was Sony wohl auch wollte.

Für (ehemalige) SLR-Nutzer bleibt aber noch Luft für Verbesserungen via Firmware-Update: Die zwei Drehräder werden leider nicht konsequent genutzt. Außer im manuellen Modus (ein Drehrad Blende eines Zeit) haben die Drehräder gleiche Funktion oder eins bleibt gar ohne Funktion. Beispiel P-Modus: das obere Drehrad führt den Programm-Shift durch, das untere ist ohne Funktion. Hier wäre es schön, wenn man wahlweise eine beliebige Funktion z.B. Belichtungskorrektur zuordnen könnte.

Auch hätte ich mir gewünscht, dass die 4-Wege-Wippe und die Softkeys genauso zu belegen sind wie bei der NEX 5. Dort kann man durch Betätigen des mittleren Softkeys über die Außenpositionen der 4-Wege-Wippe weitere Funktionen abrufen. Das ist zwar nicht nötig, da das Gleiche über die Funktion-Taste geht, aber wenn man mit beiden Kameras gleichzeitig arbeitet, wäre es schon schön, wenn die Bedienung auch gleich abläuft.

Endlich, endlich hat Sony es begriffen: Nicht nur das teuerste Modell kann nun eine Belichtungsreihe von mehr als 0,7 EV erstellen. Diese sonst übliche Kastration der preiswerteren Kameras hat Sony hier unterlassen. Sonst wäre die Kamera auch postwendend zurückgeschickt worden. Man kann nun bis Plus-Minus 3 Blenden einstellen. Ich wünsche mir hier ähnliche Firmwareupdates z.B. für meine SLT 65.

Die Geschwindigkeit der Kamera ist rasant. Zehn Bilder in einer Sekunde (aber nur mit Fokus und Belichtung auf dem ersten Bild)sind schon en Wort. Ansonsten geht es etwas langsamer ab, aber immer noch rasant. Diese rasante Geschwindigkeit ist vor allem bei der HDR und Multiframe-Rauschunterdrückung von Vorteil. Da der Pufferspeicher aber nur ca. 10 Bilder (RAW, JPEG mehr) speichert wäre es allerdings schön, wenn man die Geschwindigkeit auch noch reduzieren könnte, damit längere Szenen abgelichtet werden können. Auch das wäre per Firmware-Update möglich

Bedienung: fast 5 Sterne, da das Bedienkonzept fast vollständig und gut ist, aber noch nicht so richtig (zumindest für SLR-Nutzer) ausgereift scheint. Die Kritikpunkte stellen allerdings Jammern auf hohem Niveau dar. Umsteiger von Kompaktkameras würden Sie wahrscheinlich gar nicht bemerken.

Das Objektiv 16-50
Es ist Kompakt und hat extrem gute Abbildungsleistung, zumindest was die Schärfe angeht. Im RAW-Modus, also ohne elektronische Nachhilfe erreicht es eine bessere Schärfeleistung als mein Zeiss 16-80 auf der SLT 65 und ist in dieser Beziehung mit Abstand das beste Normalbereichszoomobjektiv, dass ich je hatte. Leider tritt bei 16mm eine recht heftige, spontane Vignettierung in den Bildecken auf (etwa die Größe der alten Fotoecken). Da muss man korrigieren oder man beschneidet das Bild auf 16.9, dann fällt die Vignettierung weg. Die Verzeichnung konnte ich leider noch nicht bewerten, die ersten Bilder zeigen aber eher unauffälliges Verhalten. Da man di letztere beiden Punkte aber ganz gut nachträglich korrigieren kann, haben diese für mich auch nicht die Bedeutung.
Trotz elekromotorischer Zoomverstellung hat man am Zoomring ein gutes Gefühl. Per Schalter lässt sich zudem eine leise Zoomfahrt mit konstanter Geschwindigkeit starten, für Video ist das ganz gut. Leider lasst sich die Geschwindigkeit nicht regeln, so dass ich dann ggfs. doch auf den Zoomring wieder zurückgreifen muss, wenn ich im Video schneller oder langsamer zoomen möchte.
Objektiv: 3 Sterne wegen der Vignettierung.

Fazit: Zweimal fast 5 Sterne und einmal 5 Sterne gibt insgesamt 5 Sterne für die Kamera. Das Objetiv, naja ich kann mit der Vignettierung leben, andere werden es wohl schnell vergessen. Was die Kamera angeht: Sony ist ja bekannt dafür, auf seine Kunden zu hören und auch nachträglich Verbesserungen durchzuführen. Bin mal auf die Firmware-Updates gespannt.
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49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Kiste mit riesiger Technik, 17. Dezember 2012
Von 
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Bislang hatte ich noch keinen Kontakt zu Sony-Kameras, als zufriedener Besitzer einer Konica-Minolta 7D weiss ich aber, dass dies der Urvater der Sony Alpha war. Offenbar ist die Technik nun so weit, dass man die Qualität von DSLRs fast im handlichen Format der gewohnten Taschenkameras anbieten kann. Man nehme den APS-C Sensor der Consumer-Spiegelreflexklasse, lasse Spiegel, Prisma und Mechanik weg und baue ein feines, leichtes Objektiv passend dazu. Schon hat man semiprofessionelle Technik im Format eines Stücks Kernseife.

Beispielfotos

Ich habe beim Ausprobieren diverse Fotos gemacht und stelle diese - und weitere, die noch kommen werden - bei flickr zur Verfügung. Da man bei amazon keine Links angeben kann, muss man sie unter meinem Namen bruderfranziskus dort suchen. (Vorher das Suchen-Feld auf "Personen" umstellen!)

Feeling:

Die Kamera fühlt sich schon beim Auspacken gut an. Das Material und die Verarbeitung sind erstklassig und sie liegt wirklich gut in der Hand. Aufgrund des größeren Objektivs, dessen Abmessungen natürlich dem größeren Sensor geschuldet sind, ist sie ein wenig schwerer, als z.B. eine Ixus, aber man hat offenbar einen Kompromiss gefunden, denn das mitgelieferte 18-50 SEL P1650 ist kleiner und leichter, als gewohnte DSLR-Klötze. Es ist ein handliches, griffiges Gerät mit einem dickeren Ende an der rechten Seite, das sehr gut zu umfassen ist und den Finger automatisch zum Auslöser führt, so als hätte man schon wochenlang damit gearbeitet.

Ausstattung

Das Display ist fantastisch, scharf, hell und hat eine hervorragende Farbwiedergabe. Es läßt sich um 90 Grad nach unten oder oben umklappen und ist so für viele schwierige Situationen eine echte Hilfe bei der Motivwahl. Wenn der Displayrahmen abgehoben wird, erkennt man erst, wie schmal der eigentliche Kamera-Body ist und muss den Ingenieuren Bewunderung zollen für ihre Kunst, derartig viel professionelle Technik dort untergebracht zu haben.
Z
Alternativ steht ein elektronischer Sucher zur Verfügung und im normalen Gebrauch ist es der Vorliebe des Benutzers überlassen, welche Sichtweise er benutzt. Der Sucher besitzt einen Näherungssensor und wenn man mit dem Auge herankommt, schaltet sich das Display aus und der elektronische Sucher ein. Bei extremen Lichtverhältnissen ist er sehr sinnvoll und ich ertappe mich dabei, dass ich ihn immer öfter verwende, weil ich glaube, Details besser zu erkennen. Hier muss man allerdings der alten, optischen Technik eine erheblich bessere Qualität zugestehen, die jedoch durch vielerlei Vorteile der Elektronik relativiert wird. Trotz der hohen Aufösung wird man bei dunklen Verhältnissen manchmal an das Bild eines Röhrenfersehers erinnert, bedingt durch die hohe elektronische Verstärkung, aber man muss auch sehen, dass dies keine Bildwiedergabe sein soll, sondern ein Einstellinstrument. Als solches leistet es vorzügliche Dienste.

Sowohl auf dem Display, wie im Sucher, werden ein Fülle von Informationen in Form von Zahlen oder Symbolen angezeigt. manchmal ist es ein bisschen "too much" und man sieht das Bild vor lauter Anzeigen nicht mehr. Gottseidank lassen sich mehrere Varianten einstellen, die sowohl dem Kontrollfreak, aber auch dem Puristen entgegenkommen.

Sehr versteckt findet man dann auch noch den eingebauten Blitz. Dieser läßt sich durch eine eigene (etwas kniffelige) Taste herauskatapultieren und entpuppt sich als daumennagelgroßes Kästchen an einer Scherenkonstruktion. Im ersten Moment ist man amüsiert, doch im praktischen Einsatz zeigt die kleine Lichtbombe eine erstaunliche Ausleuchtung, die man nicht für möglich gehalten hätte und zur Aufhellung und in kleinen Räumen brav ihren Dienst tut. Für mehr Leistung gibt es einen Zubehörschuh, der auch andere Zusätze wie z.B. externe Mikrofone aufnehmen kann.

Das NEX Systemobjektiv SEL P1650 hat einen integrierte Bildstabilisator und eine eigene Zoomtaste. Über einen Ring, der eigentlich ein Wippschalter ist, lassen sich Fokus oder Zoom bedienen. Dies ist abhängig von den eingestellten Parametern der Kamera. Im AF-Modus ist der Zoom aktiv, im MF-Modus die Schärfeneinstellung.

Bedienung

Im Gegensatz zur Nex-5 ist das Display nicht touchsensitiv. Dafür gibt es drei sog. Softkeys, d.h. Tasten, denen man individuell gewünschte Funktionen zuordnen kann. Eine Taste befindet sich neben dem Auslösefinger, zwei Tasten neben dem Display, deren Funktion dynamisch daneben angezeigt werden. Außerdem hat die Kamera ein bei vielen DSLRs übliches, drehbares Rad neben den Tasten, das auch als Kreuzschalter dient und den obligatorischen OK-Button beinhaltet. Und dann ist noch ein Drehregler unter dem üblichen Programmwählerrad oben rechts vorhanden.

So wundert es also nicht sonderlich, dass das Handbuch 250 Seiten umfasst. Selbstverständlich kann man einfach drauflosknipsen, denn der intelligente Automatikmodus kann auch alles alleine. Aber ein Studium ist sehr anzuraten, denn nur so erschließt sich die Fülle der Möglichkeiten, die diese Kamera bietet. Es gibt einige nette Effektprogramme, die im Handumdrehen HDR-Bilder erzeugen können, Hochkontrast-Schwarz-Weiß-Bilder machen, Portraits mit schöner Haut und noch viel mehr. Es gibt Programme, die automatisch gute Fotos im Dämmerlicht erzeugen können, sogar beim Schuß aus der freien Hand, indem eine Bildfolge abgefeuert wird. Es gibt eine Automatik, die den Dynamikumfang erhöht und auch zur Nutzung des Gesichtserkennungsmodus sollte man sich das entsprechende Kapitel zu Gemüte führen.

Man kann die vielen Varianten gar nicht alle beschreiben. Einige habe ich ausprobiert, wie die HDR-Effekte und die Hilfen im Dämmerlicht, die Panoramafunktion und andere. Es ist ein bisschen wie Weihnachten als Kind mit der neuen Eisenbahn spielen und es macht großen Spaß, weil auch alles wirklich funktioniert.

Doch auch den "ernsthaften" Fotografen wird einiges geboten. Natürlich gibt es alle üblichen Belichtungsautomatiken, ISO-Einstellungen von 100 bis 25600, verschiedene Varianten von Belichtungsreihen und automatische Bildverbesserung bei Langzeitbelichtungen. Alle Automatiken lassen sich auch abschalten oder z.T. variieren. Hier wird es allerdings etwas tricky, denn manchmal verträgt sich das eine nicht mit dem anderen und wird vom Minicomputer automatisch außer Betrieb gesetzt, was den Benutzer ab und zu ratlos nach Funktionen suchen läßt, die vorhin noch vorhanden waren. (Auch hier: Siehe Handbuch!)

Der Computer leistet übrigens noch mehr, als einfach mal eine Blende auszurechnen. In der Betriebsart "Manueller Focus" wird der mittlere Bildteil vergrößert dargestellt, sobald man an dem Objektivring dreht. Das ermöglicht eine hervorragende Einstellung, und nach 2 Sekunden schaltet sich die Ansicht von selbst wieder zurück. (Display und Sucher) Eine weitere Scharfstellhilfe ist die "Kantenanhebung". Hier werden harte Kanten im Bild gesucht und, sobald sie scharf eingestellt sind, mit einer farbigen Linie überlagert. Man kann Farbe und Dicke dieser Linie einstellen und sie sehr dezent machen, wenn man will. Das ist eine geniale Technik, die viel praktischer ist, als früher die Mikroprismenringe und die ich nach den wenigen Tagen bereits lieben gelernt habe. In den meisten Fällen, verbunden mit einem Systemobjektiv, ist der Automatik-Fokus aber die erste Wahl, denn der reagiert blitzschnell.

Wer gute alte Objektive hat, muss sie bei der NEX-6 nicht aufgeben. Es gibt für viele Bajonette Adapterringe, die das neue E-Bajonett der SONY mit Minolta, aber auch anderen Firmen verbindet. Ich habe mir ein preiswertes Exemplar für die Objektive meiner 7D dazugekauft und bin sehr zufrieden mit der massiven Kopplung und dem Ergebnis. Allerdings werden hier alle Objektivautomatiken außer Betrieb gesetzt! Man muss manuell scharfstellen und auch die Blende wählen, deren Wert man nur grob schätzen kann, da sie mangels Datenverbindung nicht im Sucher angezeigt wird.
In der Zeitautomatik funktionert zumindest noch die Belichtung der Kamera und auch die Kantenbetonung, sodass die Probleme minimiert werden. Jedoch verdunkelt die geschlossene Blende auch das Sucherbild. Für Minolta-Objektive bietet SONY eine Vollautomatik an, die allerdings auch ihren Preis hat.

Akku & Co

Der Akku soll für eine Menge von knapp 400 Bilder ausreichen. Dabei ist aber zu bedenken, dass sich die Kapazität durch den Gebrauch von Blitz, Sucher oder Videoaufnahme verringert. Man sollte auf jeden Fall einen Zweitakku nachordern. Standardmäßig wird über den Mini-USB-Anschluss aufgeladen. Dazu wird ein kleiner Umsetzer USB zu Netztstecker mitgeliefert. Praktischer, besonders bei mehreren Akkus ist zweifellos ein separates Ladegerät.
Als Speicherkarte lassen sich erfreulicherweise nicht nur Sony MemorySticks, sondern auch gebräuchlichere SDXC/SDHC benutzen. Diese muss in jedem Fall separat erworben werden.

Zur Bildqualität:

Der große Sensor zeigt seine Wirkung sehr deutlich. Die Fotos sind für mich qualitätsmäßig nicht von denen der 7D zu unterscheiden. Die intelligente Automatik nutzt den ISO-Bereich freizügig, oft bis zu 3200, was aber für den Hausgebrauch völlig in Ordnung ist. Will man wirklich Vorlagen für Poster erstellen, sollte man natürlich ein besonderes Augenmerk auf optimale Qualität bei der Aufnahme legen, aber für das 99%-Geschäft der Käufer: Papierbilder, Fotobücher, Internetbilder, Computer- und TV-Anzeigen, braucht man sich bis 1600 ISO gar keine Gedanken machen. Ich benutze meist keinen Blitz bei Partys oder Gesellschaftsfotos und hier ist die Kamera wirklich hervorragend einzusetzen. Bei entsprechend gemütlicher Stimmung, die sich im Licht widerspiegelt, sind auch die Bilder mit 3200 oder zur Not gar 6400 ISO noch akzeptabel. Das kleine Objektiv macht scharfe Fotos, die sich auch hervorragend nachbearbeiten lassen. Dies ist auch im RAW-Modus möglich.

Noch mehr

Fast nebenbei erstellt die Kamera auch hochauflösende Filme im HD Vollformat. Ich habe in der Woche, die ich mit der Erkundung verbracht habe, nur einen Versuch geschafft, dieser war aber schon sehr gelungen. Während des Filmens kann man auch das Zoom benutzen und der Ton wird stereophonisch aufgezeichnet.

Als ob das alles nicht schon genug wäre, kann das kleine Kästchen noch mehr High-Tech bieten. Ein eingebautes WLAN-Modul bietet die Möglichkeit, sich über das hauseigene Netzwerk mit dem Internet zu verbinden, um dort Apps herunterzuladen. Es kann sich mit dem lokalen PC verbinden und Fotos dorthin übertragen. Und es bietet eine WLAN-Verbindung für ein Smartphone oder ein iPad an, um Bilder dort anzusehen oder dorthin kopieren zu können. Sind zusätzliche Apps dort installiert, läßt sich die Kamera auch fernauslösen. Einzig das Prozedere zur Erstverbindung ist etwas verwirrend, weil man noch nicht weiß, dass man auf dem IPad eine neue WLAN-Verbindung wählen muss.

Fazit

Insgesamt, das merkt man dem enthusiastischen Bericht sicher an, hat diese Kamera mich wirklich begeistert. Es gibt nichts ernsthaftes, was ich daran bemängeln könnte und ich freue mich auf das Ausprobieren meiner diversen Objektive.

Es hat mich etwas Mühe gekostet, die vielen Funktionen zu verstehen und mir die Bedienung einzuprägen. Nach einer Woche weiß ich einiges, aber es hakelt ab und zu noch beim Suchen einer verlorengegangene Funktion. Ich würde das gerne kritisieren und um mehr Logik bei der Menüstruktur bitten, aber bei der Menge des Gebotenen sehe ich auch ein, dass Angebot und intuitive Bedienung nicht immer unter einen Hut zu bringen sind. Die Kamera ist es aber Wert, ein wenig Lehrzeit dafür aufzuwenden.

Kaufempfehlung? Ja, auf jeden Fall!

Nachtrag 18.1.13: Ich habe mir jetzt das Sony SEL50F18 dazu gekauft und meine Kaufempfehlung gilt nun um so mehr. Wer fürs erste auf das Zoom verzichten kann, sollte vielleicht gleich diese Kombination wählen. Die Bildqualitat ist meiner Meinung nach erheblich besser, als die des Kits, es gibt praktisch keine Verzeichnung und mit Blende 1.8 ergeben sich fur available Light geniale Möglichkeiten! Probierfotos habe ich im Original bei Flickr hochgeladen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompakte Kamera der Spitzenklasse, 20. Juni 2013
Auf der Suche nach einer handlichen Systemkamera, bin ich nach Ausprobieren etlicher Kameras und dem Lesen vieler Testberichte und Vergleiche bei dieser Kamera gelandet

Für ich war kaufentscheidend:

- Hohe Auflösung, tolle Fotosqualität
- Angenehme Haptik, schönes Design, wertige Verarbeitung
- SEHR SCHNELLE Auslösezeiten, die wirkliche Schnappschüsse erlauben.
- einfache Menusteuerung
- schnelles Teleobjektiv

Ich habe mir diverse Systemkamera angesehen, muss aber leider sagen, dass viele dieser Kameras nicht das halten konnten, was in den vielen Test im Internet
beschrieben wird. Ich weiss nicht welche Lobby-Kräfte hier wirken, aber wie kann es sein, dass ein und dasselbe Produkt in verschiedenen Test komplett unterschiedliche Ergebnisse hat?
Die Sony Nex 6 erfüllt all das was geschrieben wird. In die Hand genommen, ausprobiert und uneingeschränkt auch nach stundenlangen Tests immer wieder begeistert von der Funktionalität und der Qualität der Fotos.
Einfach klasse!!!
Man kann echte Schnappschüsse machen, kein Auslöser drücken und dann ein 1 Sek warten, bis die Kinder wieder 2 m weiter sind.
Kein 0,25 sec und das Bild ist im Kasten, brillant scharf und mit 1000%igen Farben, wie ich sie auf Fotos noch nicht gesehen habe!
Noch mehr war ich davon überrascht, dass Fotos bei Dämmerung oder Restlicht ohne Blitz in dieser Qualität überhaupt möglich sind!

Sicher es gibt Kameras die bei vergleichbaren Preisen sicher ähnlich gute Qualität liefern, doch keine unter allen gesichteten Kameras konnte diese Qualität bei dieser eher geringen Größe bieten!

Ausserdem sehr lobenswert ist die sehr übersichtliche, verständliche Menuführung. Aus Wunsch gibt die Kamera zu jeder Einstellungsänderung mir einem Satz Beschreibung kurze Info über die gewählte neue Funktion. Kein Wälzen von Handbüchern, das übrigens ohnehin nur ein paar Seiten dick ist.

Auch schön: Man kann per WiFi die fotos ans Smartphone etc schicken.

Ok, der Preis ist recht happig. Aber alles o.g. entschädigt, garantiert!

Also ganz klar 5 Sterne!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Kamera, 29. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
hier gibt es sehr gute und ausführliche Rezessionen mit allen Vor- und Nachteilen im Detail (die mir bei der Kaufentscheidung auch sehr geholfen haben). Deshalb in aller Kürze:
Habe mir die Nex 6LB als Nachfolger für meine Nex 5 geholt (versehentlich geschrottet) und alle kritischen Punkte wurden damit beseitigt:
- sehr guter Sucher - wenn auf eigene Augenstärke eingestellt ;-)
- lichtstarkes Display
- separater Blitzschuh für alle gängigen Blitze
- eingebauter Blitz subjektiv wesentlich lichtstärker als in der Nex 5 bei räumlichen Schnappschüssen (habe natürlich zusätzlich noch einen sehr lichtstarken separaten Bltz für größere Familienfeiern und Räumlichkeiten)
- schnelle Bereitschaft und Auslöser
- liegt besser in der Hand
- Fotos einwandfreie Qualität auch im Automodus
- sehr, sehr gute Filmaufnahmen (für mich mit entscheidend)

Empfehlenswert:
- 2. Akku und ext. Ladegerät
Akku verbraucht sich wirklich schnell (insbesondere am Anfang beim vielen ausprobieren, hatte ich aber bei der Nex 5 auch, wurde dann zeitnah mit einem Firmware-Update beseitigt - darauf hoffe ich auch hier !

Später mal ein ein besseres Objektiv steht noch auf meiner Wunschliste (siehe auch weitere Rezessionen), aktuell für meine Belange aber erst einmal völlig ausreichend.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Preis Leistung und Klasse Bilder, 16. Juli 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony NEX-6YB Kompakte Systemkamera (16,1 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) TFT-Display, Full HD, HDMI, WiFi) Kit inkl. SEL-P1650 und SEL-55210 Objektiv schwarz (Elektronik)
Habe die NEX-5 nun seit ca 3 Monaten im Einsatz und muss sagen dass die Kamera sehr gelungen ist. Ich benutze meine SLR (Nikon D90) seitdem nicht mehr da ich zu faul geworden bin sie mit mir herumzutragen und die NEX spitzen Bilder schiesst.

Die Linsen die mitkommen sind nicht schlecht aber das Weitwinkel (16-50) verzerrt im Makro doch im Randbereich sehr stark. Dies ist fuer mich kein Problem da man es mit Software sehr einfach entzerren kann aber koennte fuer manche User negativ auffallen.

Ich hatte urspruenglich die NEX-3, 5, 6 und 7 getestet und bin bei der 6 haengen geblieben. Gruende hierzu waren vor allem:
- Der Sucher ist bei starken Licht sehr hilfreich
- Der Blitz ist gut genug, ein Aufsteckblitz muss nicht mit herumgetragen werden
- Die groesser der Kamera und das Gewicht war fuer mich perfekt, liegt gut in der Hand, ist aber nicht klobig
- Das Selektorrad ist geschickt und bei kleineren Modellen nicht vorhanden
- Der Preis ist nicht so hoch wie der der NEX-7
- Die Farben kommen super zum vorschein, selbst ohne Polfilter / UV filter

Nachteil bisher:
- Das Display laesst sich nicht 180 Grad drehen sondern nur ca 45

Alles in Allem eine spitzen kamera.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kompakte APS-C -Kamera mit Mängeln, 30. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Nex-6 ist immer noch die kompakteste APS-C - Kamera mit 3-fach Zoom.
Das war für mich der ausschlaggebende Kaufgrund. Dass sich der Akku in der Kamera aufladen lässt, ist für mich ein Vorteil, da es mir die Mitnahme eines Ladegerätes erspart. Trotzdem hätte Sony eine Ladeschale beilegen können.
Als Tasche verwende ich die Hama Seattle Equipmenttasche Größe 90 navy in die die Nex-6 gerade eben inklusive Ladekabel hineinpasst.

Positiv:

+ sehr kompakt
+ sehr gute BQ
+ Focus-peaking bei manuellem Focus
+ schnelle Bildfolge bis 10 Bilder/sec. bei voller Auflösung
+ hochauflösendes LCD
+ LCD 90° nach oben und 45° nach unten schwenkbar
+ sehr guter EVF
+ eingebauter Blitz (lässt sich für indiektes Blitzen
mit dem Finger nach oben drücken)
+ Freihand HDR-Aufnahmen möglich
+ Schwenkpanorama möglich
+ Akku lässt sich in Kamera laden
+ Apps
+ Wlan

Negativ:

- Menüstruktur unübersichtlich
- Auto-ISO lässt sich nicht manuell begrenzen
- Keine Ladeschale mitgeliefert
- Keine Selbstauslöser/Fernbedienungsauslösung bei Belichtungsreihen möglich! (Wird im Menü dummerweise gegeneinander verriegelt)

Die Apps werden immer zahlreicher, so kann man neuerdings Fremdobjektive in der Kamera korrigieren (Vignettierung, CA, Verzerrung).

Bei der neuesten Version 2.0 der Smart-Fernbedienung kann man jetzt via Smartphone Blende, Belichtungszeit, ISO und Belichtungskorrektur verändern, sowie den Fokuspunkt via touch bestimmen. (Voraussetzung ist die neue Firmware 1.02)

Wer eine sehr kompakte Ausrüstung, bzw. eine "Immerdabei" sucht, und auf gute BQ, einen Sucher und eingebauten Blitz nicht verzichten möchte, ist mit der Nex-6 gut bedient.

.

*** NACHTRAG ZUR AKKULAUFZEIT ***

Im Netz habe ich folgendes gefunden:

"Sony has two charging states for a
battery: “Normal” and “Full”.
“Normal” is the state you have once the
charging light has gone out; “Full” is
what happens if you keep the battery
charging one hour after that."

Zu deutsch: wenn die Lade-LED ausgeht in der Ladezustand "Normal",
Wenn man ca. eine Stunde länger laden lässt ist der Zustand "Full".

Ich habe das mit meiner Nex-6 probiert:
Im Liveview-Modus und "Normal"-Ladung dauert es 2 Minuten bis der Ladestand von 100% auf 99% sinkt.
Nach "Full"- Ladung sinkt der Akkustand erst nach 20 Minuten! Liveview auf 99%.

Leider steht dieser nützliche Hinweis nicht in der Bedienungsanleitung.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolle Bildqualität bei kompakten Abmaßen, 17. März 2013
Hallo,
zunächst muss ich zugeben, dass ich Neueinsteiger bei Systemkameras bin. Ich tendierte zunächt zu den NEX 5er Modellen. Hab mich aber dann von diversen Ratschlägen überzeugen lassen, dass ein Sucher schon praktisch sei;-)Ich bin nur Hobbyfotograf und beschäftige mich auch erst wenige Monate intensiv mit Fotografie. Man hat zwar immer gerne mal geknipst, aber irgendwann wollte man mehr;-) Ich will hier keine umfassende Bewertung abgeben, sondern nur meine Sicht der Dinge beschreiben. Möglicherweise hilft das einigen Leuten da draußen!

Wie im Titel der Rezension bin ich von der Bildqualität der Kamera echt begeistert.Ich wollte schon immer mal ein wenig mehr aus den Bilder rausholen, als man mit einer sehr guten Kompaktkamera erreichen kann. Dennoch hatte ich seit jeher ein Problem mit den unglaublichen Abmaßen diverser Spiegelreflexmodelle...vom Gewicht ganz zu schweigen!
Nun haben sich Systemkameras ja entgültig auf dem Markt etabliert, der Objektivfuhrpark ist gewachsen und es gibt für die allermeisten Bereiche entsprechendes Material.

DIe NEX 6 ist ein echter Allrounder. Das Gerät ist so schön kompakt, dass es auch mal in eine Jackentasche passt. Meine Kameratasche ist nicht viel größer als die für unser Kompaktmodell. Das Gerät ist sogut wie immer dabei ohne groß aufzufallen. Wenn ich da meine Bekannten beobachte, die ihre DSLRs oft daheime lassen weil sie keine 1,5kg mit sich rumschleppen wollen...

Was ich besonders toll finde an der NEX 6:
- der Blitz: durch das halten mit dem Finger kann man wunderbar indirekt blitzen und so auf eine gute Raumausleuchtung kommen. Das frontale Anblitzen ist ja doch meist zu grell...und man hat Schatten im Bild. Der Blitz ist zwar echt klein und bei großen Räumen gelangt man schnell an Grenzen. Aber mit dem Blitz sticht man jede Kamera mit Frontalblitz aus!
- der Sucher ist genial! Ich war ja erst wenig überzeugt davon aber das ist schon echt nützlich, besonders wenn man im Winter bei Sonnenschein fotografieren will. Auf dem Display erkennt man dann nämlich gar nichts!! Die Darstellung im Sucher ist klar und man bekommt sämtliche Bildinhalte vom Display auch dort dargestellt.
- Wifi: zugegeben war das anfangs eine sinnlose Spielerei für die ich wenig Verwendung hatte. Mittlerweile gab es aber einige Situationen wo ich die Kamera z.b. mit dem Smartphone ausgelöst habe bei einem Gruppenfoto. Außerdem kann man seine Bildchen wunderbar auf Smartphones oder Tablets übertragen und z.b. die Fotos in die Dropbox hochladen (indirekt)
- Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen; zwar regelt die Kamera recht flott im Automatikmodus für die ISO auf die 3200 hoch, allerdings ist die Bildquali auch mit 3200 noch gut und das Rauschen so gering, dass man es auch gedruckten Fotos (z.B. 10x15cm) nicht erkennen kann. Da kann sich manch eine teurere Kamera eine Scheibe abschneiden!

negativ finde ich:
- Batterielebensdauer könnte besser sein, aber es gibt da Akkuanbieter für die Kamera die sehr gut funtkionieren, ein externes Ladesgerät mitliefert und somit die Nutzungsdauer der Kamera ohne Steckdose deutlich verlängern. Dabei habe ich keinerlei Unterschiede zwischen dem original und Unoriginal(Baxxter) feststellen. Der Originalakku lädt ebenfalls gut und vollständig in dem externen Ladegerät
- Objektivdeckel ist sehr klein und man muss schon Aufpassen wo man den hinlegt, dass er nicht für immer verschwindet. Ich hab einen Befestigungsclip von hama gekauft und so kann man den Deckel gut am Gurt befestigen.
- Video: die Quali ist zwar echt genial, aber mich störts sehr, dass die Zoomgeräusche des 1650ers bei ruhigen Szenen zu hören sind! Allerdings filme ich sehr wenig, daher ist das für mich kein Grund für einen Abzug von Sternen.

Ich habe folgendes Zubehör für meine NEX 6 gekauft und alles funktioniert bisher reibungslos:
Tasche: Tamrac Digital 3 ( Kamera passt mit SEL1650, Sigma 19 oder Sigma 30mm rein, wobei es mit dem 19er schon recht eng wird. In das Fach vorn dran hab ich einen kleine Peleusball und 2 Ersatzakkus und noch Platz frei)
Objektive: Sigma 19 mm und Sigma 30mm (alte Modelle)
Akkuset: Patronas Ladegerät, Baxxter Akku 2x
Speicherkarte: Sandisk Extreme pro 32gb (sicher reicht eine langsamere für die Kamera, aber ich habs gern wenn die Fotos nachher auch schnell auf dem Rechner landen!)
Schutzfolie: 3M Vikuiti Display Schutz Folie

Fazit: Die Bildqualität und Geschwindigkeit der Kamera begeistern mich immer wieder. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen( wo die meisten Kameras die Segel streichen) macht sie sehr gute Fotos. Der Blitz, der Sucher und das Kippdisplay sprechen eindeutig für diese Kamera. Wifi und die Apps sind eine sehr nette Dreingabe und runden das Bild ab (zugegeben ein kleiner Nerdfaktor;-)).
Ich bin begeistert und sehr froh, das ich meine Frau dazu überreden konnte! Demnächst werden wir uns noch ein SEL18200 zulegen, denn ein wenig mehr Brennweite wird in einien Situationen (Tierparks, Natur,...) schon gerne gebraucht.

Ich hoffe ich konnte ein klein wenig weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Dean
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf-/Umstieg von NEX-5(N) oder anderen ("kleineren") NEXen - lohnt er sich?, 2. Dezember 2012
Von 
Abacus "Frank" (Bodenseekreis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja (siehe Überschrift).

Ich bin von der NEX-5N auf- bzw. umgestiegen (habe im Sony-Shop gekauft, daher erscheint hier kein "von Amazon bestätigter Kauf") und beschränke mich in dieser Rezension auf die neuen Features der NEX-6, die es bei der NEX-5N noch nicht gab. Die grundsätzlich sehr solide Qualität der NEXen, sowohl was Bild- als auch Verarbeitungsqualität betrifft, ist bekannt. Hierauf gehe ich nicht weiter ein, das tun viele Andere reichlich, und die NEX-6 tanzt hier auch keineswegs aus der Reihe, sondern liegt in punkto Bildqualität gleichauf mit der NEX-5N. Beim wichtigsten Bewertungskriterium verändert sich also erst mal gar nichts, und das ist in diesem Falle gut so. :-)

Meine Motivationspunkte für den Auf- bzw. Umstieg waren (und das sind gleichzeitig die Vorteile der NEX-6, in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit, ganz subjektiv gesehen):

(++) Das kompakte 16-50 mm Zoom.
Klar, das hätte ich auch einzeln kaufen können, es funktioniert ja auch an der NEX-5N, aber das Bundle mit dem NEX-6-Body bietet einen echten Preisvorteil, und nur in Verbindung mit der NEX-6 funktioniert auch der Hybrid-AF (s.u.).
Etwas gewöhnungsbedürftig ist zwar der motorische Zoom des 16-50, aber Befürchtungen, dass der Motor zu langsam sein könnte oder eine Brennweitenverstellung nur in relativ großen Schritten erlaubt (wie man das von den meisten Kompaktkameras kennt), stellten sich als unbegründet heraus. Der motorische Zoom ist, wenn es sein muss, schnell, erlaubt aber auch eine sehr feine Einstellung der Brennweite. Sehr gut gemacht und (außer vielleicht hinsichtlich des Stromverbrauchs) kein Nachteil, finde ich.
Der größere Nachteil dieses Objektivs ist, dass es beim Einschalten der Kamera erst aus- und beim Abschalten wieder einfahren muss, was manchmal schnell geht, manchmal aber auch (aus welchem Grunde auch immer) die eine oder andere Gedenksekunde erfordert. Ein Kompromiss, den man angesichts der Kompaktheit (im inaktiven Zustand) wohl hinnehmen muss.

(++) Endlich Hardware-Knöpfe (Fn, AEL) und Drehringe (für die Programmwahl und -parameter).
Speziell den Drehring für die Programmwahl und die AEL-Taste habe ich bei der NEX-5N immer schmerzlich vermisst.
Die Programm-Parameter (z.B. Blende, Zeit, ...) stellt man nun mit dem Drehring unter dem Programmwahldrehring (nicht mehr mit dem Multifunktionsrad auf der Rückseite) ein, was ich ebenfalls als Vorteil empfinde, denn beim Multifunktionsrad bestand immer die Gefahr, es versehentlich zu drücken und so irgendeine Funktion (Belichtungskorrektur, Drive, ...) zu vestellen.
Die Fn-Taste ist ebenfalls neu, allerdings konnte man sich bei der NEX-5N bereits eine individuelle Sammlung von Funktionen auf die OK-Taste legen, was ebenfalls gut funktioniert hat.

(++) Der Hybrid-AF.
Er verspricht schnellere Reaktionsfähigkeit bei bewegten Motiven. Richtig Gelegenheit zum Ausprobieren hatte ich noch nicht, ggf. werde ich die Rezension später noch updaten.
Bei meinem Sony 18-200 konnte ich das für die Nutzung des Phasenerkennungs-AF notwendige Firmware-Update problemlos durchführen. Jetzt bin ich richtig froh, dass ich nicht das Tamron 18-200 gekauft habe (wobei ich zu dem Zeitpunkt, an dem ich das Sony 18-200 kaufte, noch gar keine Wahl hatte).

(++) Integrierter Blitz.
Ich nutze sehr häufig, insbesondere im Freien, den Blitz zum Aufhellen, z.B. bei Porträts im Gegenlicht. Daher habe ich den integrierten Blitz bei der NEX-5N schmerzlich vermisst. Der kleine Aufsatzblitz im Lieferumfang der NEX-5N war eine fummelige Geschichte und recht filigran, so dass man ihn eben nicht ständig aufgesetzt lassen wollte und dann häufig die Aufnahme doch ohne Blitz gemacht hat.
Aber Achtung, auch bei der NEX-6 mit angesetztem 18-200 (inkl. Gegenlichtblende) gibt es zumindest am kurzen Ende das Problem, dass der integrierte Blitz, obwohl er recht hoch ausfährt, durch das Objektiv abgeschattet wird. Mit dem 18-200 muss man wohl grundsätzlich zu einem externen Blitz greifen.

(+) Sucher.
Nutze ich zwar nicht häufig, aber manchmal ist er halt Gold wert (z.B. in praller Sonne oder wenn nicht alle Welt mitbekommen soll, was man gerade aufzunehmen beabsichtigt). Einen Vergleich zu anderen Kameras kann ich leider nicht anstellen, aber für sich betrachtet löst der elektronische Sucher der NEX-6 extrem fein auf und ist verzögerungsfrei, lässt also eigentlich keinen Wunsch offen, außer dass die Dioptrien-Anpassung etwas leichtgängiger (und bei angesetzter Augenmuschel leichter zugänglich) sein könnte.

(+) App-Fähigkeit.
Die Möglichkeit, auf der Kamera Apps für spezielle Zwecke zu installieren, ist ein neues Konzept und bietet einfach einzurichtende funktionelle Erweiterungen.
Nach der einmaligen Einrichtung eines Accounts für das Sony Entertainment Network und der etwas mühevollen Eingabe der Account-Daten auf der Kamera funktioniert der Download und die Installation von Apps einwandfrei.
Das Angebot ist (noch) sehr begrenzt, aber sehr praktisch finde ich schon mal die Fernbedienungs-App (funktioniert mit Android-Handy Samsung Galaxy S2 (ICS 4.0.4) und -Tablet Asus TF300T (JB 4.1.1) einwandfrei) sowie die Fotobearbeitungs-App, mit der man schon unterwegs, bevor man ein Foto gen Blog hochlädt oder sonstwie weitergibt, noch grobe Schnitzer ohne weitere Hilfsmittel kompensieren kann.
Diese beiden Apps sind kostenlos, andere kosten Geld (meist knapp 5 EUR). Darüber kann man sich aufregen, weil andere Hersteller hier deutlich großzügiger sind (z.B. sind die wirklich hervorragenden Apps des NAS-Herstellers Synology auf deren NAS-Systemen kostenlos nutzbar), muss man aber nicht, denn ehrlich gesagt kommt es, hat man mal fast 1000 Euro für eine Kamera ausgegeben, auf 5 Euro mehr oder weniger auch nicht mehr an.

(+) WLAN-Fähigkeit.
Neben der Tatsache, dass das WLAN eine Grundlage der App-Fähigkeit ist, ist die Kamera damit in der Lage, einzelne Fotos auf Smartphone oder Computer herunterzuladen, was sinnvoll ist, wenn man z.B. unterwegs was in den Blog oder auf Facebook posten will oder ein Foto an jemanden weitergeben möchte.
Die Kamera kann sich sowohl gegen einen Wireless Access Point oder Router im LAN verbinden (wenn man z.B. neue Apps herunterladen möchte) oder stellt selbst einen Wireless Access Point zur Verfügung (was unterwegs zum Übertragen von Fotos die Methode der Wahl ist). Das WLAN-Modul der Kamera hat freilich eine beschränkte Reichweite (mehr als ein paar Meter sollte man sich nicht vom AP/Router bzw. Client wegbewegen, sicher ein Zugeständnis an den Batterieverbrauch) und ist etwas "zäh", klappte aber während meiner ersten Versuche einwandfrei.

Neutral:

(+/-) Multi-Interface-Zubehörschuh.
Wieder ein neuer Zubehörschuh bei Sony, wenn auch dieses Mal endlich einigermaßén normiert. Der proprietäre und filigrane Zubehöranschluss der NEX-5N war ja mal völlig daneben, und auch der Auto-Lock-Zubehörschuh (den z.B. die NEX-7 hat) ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Nun endlich ein Zubehörschuh, der dem üblichen Blitzschuh ähnelt und mehr Kompatibilität mit Fremdzubehör verspricht. Sony-Zubehör für diesen neuen Schuh gibt's aber noch nicht wirklich (außer z.B. den sündhaft teuren Systemblitz HVL-F60M), hier ist entweder Warten angesagt, oder Zubehör mit Auto-Lock-Schuh (z.B. den Kompaktblitz HVLF20AM) über einen Adapterschuh anschließen.

(+/-) Body etwas größer als NEX-5N.
Dies ist nicht unbedingt ein Nachteil, im Verbund mit dem 18-200 sogar als Vorteil zu sehen, da der Body ein etwas besseres Gegengewicht zum relativ schweren Objektiv bildet.

Nachteile:

(-) Kein Touchscreen mehr.
War zwar bei der NEX-5N ganz praktisch, aber ehrlich gesagt, vermisse ich nichts (sicherlich auch weil keine meiner anderen Kameras einen Touchscreen hat).

(-) Der Video-Startknopf.
Er kann nun zwar kaum mehr versehentlich aktiviert werden (passierte bei der NEX-5N häufiger mal), dafür liegt er jetzt aber so ungünstig, dass von "schnell mal die Situation mitschneiden" kaum mehr die Rede sein kann. Klingt aber schlimmer, als es ist, letztlich braucht es wohl nur ein wenig Gewöhnung.

(-) Blitz neigt zur Überstrahlung.
Dieses Problem teilt sich die NEX-6 mit der NEX-5N und scheint ein Sony-allgemeines zu sein (meine RX100, die ich auch besitze, s.a. meine Rezension dieser Kamera, hat dasselbe Problem). Nach meiner Meinung ist die Blitzdosierung in nahezu allen Situationen zu stark, so dass alles überstrahlt und flach wirkt und Gesichter einfach nur bleich sind. Erst mit einer Blitzkorrektur von -1.0 bis -2.0 gehen geblitzte Bilder in Ordnung.

(--) Kein externes Ladegerät.
Die NEX-5N brachte noch ein normales Ladegerät mit, bei der NEX-6 muss man den Akku nun in der Kamera laden (wie schon bei der RX100). Da ich kein Freund davon bin, steht noch der Kauf eines externen Ladegeräts an. Auch wenn man nicht zum teueren Sony-Original greifen muss und für maximal 15,- Euro damit fertig ist, ist das in dieser Preisklasse einfach ein Armutszeugnis.

So, jetzt habe ich so oft von Auf-/Umstieg gesprochen, aber was ist es denn nun? Ein Aufstieg (d.h. vieles wird besser und ein bisschen erwachsener), oder doch nur ein Umstieg (d.h. vieles ist einfach nur anders, aber nicht notwendigerweise besser)? Die NEX-5N habe ich über ein Jahr gehabt und war mit ihr, insbesondere ihren Ergebnissen, im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Der NEX-6 merkt man ihre etwas professionellere Anmutung an vielen Kleinigkeiten an, von denen oben einige zur Sprache kamen, manche aber noch nicht erwähnt wurden, z.B. die deutlich bessere Haptik des Bodys, oder ordentliche Ringösen für den Kameragurt. Damit ist die NEX-6 wohl genau das, was Sony beabsichtigt, nämlich die Brücke zwischen NEX-5(N/R) und der (allerdings gleich viel teureren) NEX-7. Der Wechsel von "kleineren" NEXen ist vor allem aus Sicht der Bedienbarkeit ein klarer Aufstieg, die Ergebnisqualität bleibt (zumindest verglichen zur NEX-5N) gleich. Möge jeder selbst entscheiden, ob ihm das der Aufpreis wert ist.
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