Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren calendarGirl Prime Photos Sony Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen37
3,8 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:10,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 22. Oktober 2012
Seit ich "work hard, play hard" im Kino sah, warte ich darauf, ihn als DVD kaufen zu können, diesen Film müssen viele Menschen sehen. Er liefert die Antwort auf Phänomene unserer Zeit: Burnout, Vereinsamung, Unzufriedenheit, Sinnsuche, kurz - eine latent depressive Gesellschaft. Ästhetisch höchst anspruchsvoll zeigt der Film, wie weit die durch "Mega-Wachstumsmentalität" (Zitat Unilever-Chef) geprägte Konzern- und Beraterwelt inzwischen von universellen, menschlichen Werten wie Mitgefühl, Vertrauen, Verantwortung, Ehrlichkeit, Nächstenliebe, Freundlichkeit, Gewaltlosigkeit und Respekt entfernt ist.

Bei den Vertretern der selbsterklärten Wirtschaftselite schwingt Stolz mit, wenn sie sich im Beratersprech-Stil ihrer Methoden rühmen, mit denen sie das Humankapital auf Effizienz trimmen. Da wird von "non-territorialem Arbeitsplatz" oder "Hotelling" geschwärmt, was nichts anderes als Vereinzelung am Arbeitsplatz und völlige Bindungslosigkeit bedeuten. Darüber soll die Auflösung der Trennung zwischen privatem und beruflichem Umfeld hinwegtäuschen und an "Coffee-Points" wird Zugehörigkeit suggeriert. Es wird gezeigt, wie Mitarbeitern unter dem Deckmäntelchen "Teambuilding" systematisch die Würde genommen wird: Outdoor-Versuchslabore, in denen jeder auch im nicht-beruflichem Kontext nach Stärken und Schwächen sortiert wird. Würdelos auch die High-Potential-Vorstellungsgespräche, die Menschen in einer opportunistischen Armseligkeit zeigen, dass es einen vor dem Bildschirm gruselt. Das alles ist an Zynik kaum zu überbieten, doch dann hat die für "Change" zuständige Dame der Deutschen Post (McKinsey geführt) ihren Auftritt: Allen Ernstes spricht sie in die Kamera, dass man die neue Unternehmenskultur "in der DNA eines jeden Mitarbeiters implementieren" wolle. Fassungslos fragt man sich, wer ihr wohl ins Gehirn gesch... hat.

Doch man kann dieser kalt durchgestylten Parallelwelt auch etwas Positives abringen: Die Accentures, McKinseys, Bergers und Co beraten Unilever, Post, Nestle, Siemens usw., dh. sie bleiben (noch) unter sich und pflegen eine Art selbst-referenzierendes System. Die Überbotschaft des Films: Wer sich so unverhohlen zynisch über Mitarbeiter äußert, es jedoch in der Werbung menscheln lässt, dass es kracht, der wird auch keinerlei Skrupel haben, schädliche Produkte zu entwickeln. Dank des narzisstischen Brandings und allgegenwärtigen Marketings kann man sein Kaufvermeidungsverhalten prima neu organisieren: So bleibt es uns zu entscheiden, ob wir z.B. Produkte und mit ihnen die Megawachstums-Zynik eines Tütensuppenkonzerns kaufen - oder es sein lassen!
33 Kommentare|72 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juni 2013
Der Film zeigt ein sezierendes, erschreckendes und zugleich beklemmendes Spiegelbild dessen, was insbesondere große, namhafte Konzerne unter zeitgemäßer Personalführung verstehen. Die Bilder: kühl, z. T. elegant, fast ästhetisch - die Kameraführung ruhig und ohne jegliche Effekthascherei. Der Film kommt gänzlich ohne eine eigene Kommentierung oder Stimme aus dem Off aus. Die Bewertung erfolgt lediglich über einen sehr sparsam eingesetzten Audiotrack, der mit sanften Crescendi schriller Töne das Gefühl der Beklemmung verstärkt.
 
Die ersten Minuten des Films beginnen anregend, die Aufgabe klingt spannend: Es gilt, das neue Verwaltungsgebäude eines international agierenden Konzerns zu entwerfen. Wie gestalte ich den täglichen Arbeitsplatz möglichst angenehm, damit der Mitarbeiter in den Zustand des 'Flows' kommt und kaum mehr wahrnimmt, dass es sich bei seiner Tätigkeit um handfeste, gar anstrengende Arbeit handelt?
 
Das Ergebnis: Eine beliebige Architektur der gezeigten Gebäude, die im Riss genauso gut ein Parkhaus hätten abgeben könnten. Worthülsen selbstverliebter Architekten, die ihre knallbunten 'Kommunikationsinseln' in höchsten Tönen loben, welche später (nach Fertigstellung) kaum angenommen werden. Fabulierende HR Manager, die – würde man in derselben Form über sie sprechen, wie sie es von ihren Mitarbeitern tun – vermutlich tief erschrocken wären.
 
Der Anspruch des HR-Managers eines namhaften Beratungsunternehmens, auf das Wesentliche reduziert, lautet: Wie 'entpersonalisiere' ich den Arbeitsplatz, nehme dem Mitarbeiter seinen persönlichen Rückzugsbereich, mache ihn austauschbar? Kein territorialer Bezugspunkt mehr, keine Zugehörigkeit zu einer Gruppe, kein Bereich, kein Zuhause - keine Orientierung? Die zentrale Message: Machst Du den Job nicht, macht ihn morgen ein anderer. Und der Rest der Teams kriegt gar nicht mit, dass Du seit drei Wochen nicht mehr dazu gehörst.
 
Man sagt, Arbeit mache entweder Spaß oder krank. Wenn man vom affektierten Lachen einer Probandin im ebenfalls ausführlich abgelichteten Assessment Center absieht, fehlt das Lachen im Film (fast) gänzlich. Diese entseelte Architektur und dieser Umgang mit 'Human-Kapital' machen definitiv krank. Schon beim Betrachten des Films fallen einem nur negative Attribute ein. Er rüttelt nicht auf, sondern er verstört. Die Akteure seelenlos, die 'Opfer' willenlos – einzig ihrer Karriere ergeben.
 
Schnitt: Ein Hochseilgarten im Wald. Das Vogelgezwitscher wird unterbrochen vom unreifen Gefasel halbwüchsiger Möchtegern-Manager, die sich gegenseitig beschwören, ab sofort bestimmte Dinge im Job anders zu machen. Einfach nur peinlich. Dieselben Figuren in einer anderen Outdoor Szene: Dieses Mal kriechen sie mit Sichtschutz versehen blind durch unterirdische Holzkisten. Sie machen jedes noch so unsinnige Ritual gehorsam mit ('bitte benutzen Sie die Pfeife, bevor sie etwas sagen möchten'), um dann von den vor fünf Monitoren sitzenden Beobachtern heimlich niedergemacht zu werden ('X wartet auf Impulse', 'Y zeigt keinen Führungsanspruch'). Man kommt fast in’s Fremdschämen für jene Unternehmen, die sich in diesem Film haben ablichten lassen. Aber noch viel schlimmer: Vielleicht ist der eigene Konzern gar nicht so wesentlich anders.
 
Die Krönung gegen Ende der fast 90 Minuten ist der Vertriebsmitarbeiter eines namhaften Software-Anbieters: Mitarbeiter werden elektronisch archiviert, beurteilt, verwaltet, eingestuft, bewertet, bebildert und im Portfolio platziert: Hier die High Potentials, dort die Low Performer. Human Capital Management at it’s best. Datenschutz? 'Ach wissen Sie, dieses System haben schon viele Kunden von uns im Einsatz'. Wie beruhigend. Naja, vielleicht muss man die Mitbestimmung mit in’s Boot nehmen. Aber eigentlich nur in Deutschland.
 
Mir persönlich gruselt davor, eines Tages zu entdecken, dass ich (von außen betrachtet) genau ein solches Rädchen war, welches nur dem eigenen Fortkommen verhaftet (fast) alles mit sich geschehen ließ: Nur nicht aus der Norm fallen, alles willenlos mitmachen, was ein paar Etagen höher – weit weg vom operativen Geschäft – ausgedacht und entworfen wird. Wenn man in die leeren und teilnahmslosen Gesichter des Films sieht, erschrickt man regelrecht, was die selbstverliebten Unternehmenslenker aus ihren Mitarbeitern gemacht haben.
 
Da lobe ich mir die eher bodenständigen mittelständischen Unternehmen, bei denen nicht alles bis zum letzten Quadratmeter durchrationalisiert ist, bei dem aber jeder Einzelne weiß, was er persönlich jeden Tag zur Wertschöpfung beiträgt.
 
Fazit: Beeindruckendes Anschauungsmaterial mit einer beklemmenden Sammlung von Beispielen großer Konzerne, wie man es nicht machen sollte. Mein Tipp: Schauen Sie sich den Trailer an. Dann entscheiden Sie bitte, ob Sie sich wirklich die ganze Story antun wollen (und dann vermutlich erst einmal tief durchatmen müssen oder vielleicht einen Schnaps brauchen).
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Oktober 2012
Wie in der Überschrift ersichtlich empfehle ich diesen Film allen
Arbeitnehmern, die ihr Geld in größeren Firmen verdienen.

Mich hat die Dokumentation gepackt und nicht mehr losgelassen.
Ich war sozusagen die ganze Filmzeit im "Flow".

Es ist einfach nur noch haarsträubend, mit welchen Methoden
versucht wird, das letzte Quentchen Effizienz aus den Mitarbeitern
herauszuholen.

Die "Outdooraktivitäten" erinnerten mich z.B an militärische Experimente
aus den 50er Jahren. Dort wurde versucht, wie man Erlebtes möglichst
mit Hilfe des emotionalen Zentrums des Gehirns für immer abspeichert.
Natürlich nur die "wichtigen" und "dienlichen" Informationen, die für
die Arbeitswelt von Bedeutung sind.

Auch die Darstellung der Arbeit der Berateragenturen war äußerst aufschlussreich.
Überall der selbe Mist bei den großen Konzernen.
Das große Change Management und der Kulturelle Wandel wohin man blickt.
Werden die Berater dann nach klarem "Benefit" der Maßnahmen im Berufsalltag gefragt,
kommen oft nur die üblichen Allgemeinplätze und Schaumschlägerfloskeln zum Vorschein.

Es ist so, als ob diese Change Sichtweise von den Beratern als neue Religion ausgerufen wird.
Nach der Legitimation dieser Pseudovisionäre fragt wohl niemand. Würden nicht so viele
Unternehmen deren Meinung für bare Münze nehmen, wäre das alles nicht so schlimm.
Für den Arbeitnehmer ergibt sich nur das gewollte Bild der allgegenwärtigen Bedrohung.
Entweder man macht mit oder man ist für das Scheitern der Firma mitverantwortlich.

Dass die Mitarbeiter bis dahin aber derartig verbogen und in ihren persönlichen Rechten
subtil eingeschränkt werden, kommt wohl niemanden in den Sinn.
Im Worst Case hat man dann kaputte Menschen, die gar nicht mehr "performen".
Die Beraterfirmen dürfte dies nicht jucken. Dann macht man eben einen Change in eine
andere Richtung, Ende offen.

Was mir in dieser Doku am schmerzlichsten aufgefallen ist:

Die völlige Abwesenheit von Freude und echter Begeisterung. Die kommt bei
dieser Form der persönlichen Beeinflussung offenbar gar nicht mehr vor.

Es wirkt wie und ist ein tragisches Theater.
Für Hartgesottene und Eingeweihte aus der Branche wahrscheinlich eher eine Komödie.
0Kommentar|38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. November 2012
Der Film dokumentiert die Methoden modernen Personalmanagements im Unternehmen.

Es ist traurig, wozu das Personalwesen heute verkommen ist, denkt man nach diesem Film.

Z.B. nonterritorialer Arbeitsplatz", als Mitarbeiter bekommt man jeden Tag wieder einen anderen Arbeitsplatz zugewiesen (auch Hotelling) genannt. So wird verhindert, dass man sich allzu heimisch im Büro fühlen könnte oder dass sich gar vertrauensvolle Kontakte zu Kollegen aufbauen. Man sitzt jeden Tag woanders, mit anderen Leuten zusammen, quasi wie in der U-Bahn.
Wie praktisch: Wenn ein Kollege entlassen wird und nicht mehr ins Büro kommt, fällt das dann auch den anderen gar nicht so auf.

Oder eine Potentialanalyse, in der man viele teilweise sehr persönliche und übergriffige Fragen ad hoc beantworten muss, um nach diesem oberflächlichen Austausch zu hören, was gut und was schlecht (für das Unternehmen) an einem ist.

Oder ein Ausflug ins Grüne, der das Team zusammenschweißen soll, bei dem man Übungen absolvieren muss, die an Laborratten-Experimente erinnern. Zum Beispiel mit verbundenen Augen in einem unterirdischen Gang herumkrabbeln. Dabei wird man über Kamera beobachtet: Wie geht er mit dieser Aufgabe um?

Oder ein Change Management, das den idealen Mitarbeiter erschaffen will, indem es Leistungs- und ständigen Verbesserungswillen in seine DNA oder sein limbisches System einpflanzt. Es gruselt einem! Man denkt an Filme wie 1984 oder Momo. Ist es denn schon soweit?

Das alles nennt sich beschönigend Human Resources Management, aber nach dem Film weiß man: Das "Human" kann man getrost gedanklich streichen. Es geht hier eigentlich nicht mehr um Menschen, sondern nur noch um "Resources Management".
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2012
Unter dem Vorwand seine "Mitarbeiter" zu unterstützen, werden diese Kontrolliert, gesteuert und Messbar gemacht. Wie kann man Kreativität und maximale Leistung fordern, wenn die Umgebung der Firma Brechreiz verursacht. Die Arbeitsatmosphäre ist derart kühl, das einem beim Schauen des Films fröstelt.

Noch erschreckender finde ich aber das die Mitarbeiter dabei mitspielen. Vielleicht geht dem ein oder anderen nach Betrachtung dieses Films ja ein Lämpchen auf.
0Kommentar|14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2013
Wenn Leute in 100 Jahren verstehen wollen, wie sich der Wachstumswahnsinn des 21. Jahrhunderts bis zum Untergang fortfraß und stetig Überzeugungstäter gewann, müssen sie diesen Film anschaun. Grausig komisch.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieser Film versucht darzustellen, wie moderne Managementmethoden den Angestellten manipulieren, kontrollieren und idealerweise auch motivieren und persönlich zufrieden stellen. Natürlich ist er kritisch gemeint; aber die betroffenen Manager und Berater stehen zu ihren Methoden und haben sich gerade deshalb ja auch filmen lassen.
Positiv fällt auf, dass die Darstellung realitätsnah ist; aus Sicht von Arbeitern, Handwerkern, Freiberuflern sicherlich eine fremde Welt; aus Sicht manch anderer Menschen langweilig, da nichts Neues. Da alles unkommentiert stehen gelassen wird, darf sich am Ende der Zuschauer selbst überlegen, wie man die moderne Arbeitswelt anders organisieren könnte.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2013
Die neuen Formen der Arbeit werden anhand von Beispielen gut dargestellt. Der Film kommt ohne Bewertungen und Kommentare daher, die es auch nicht braucht. Ein sehr gelungene Dokumentation.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Mai 2014
Der Film ist eine Doku der Extraklasse, vorallem nur im O-Toenen. Er spiegelt die Realtiät in der modernen Arbeitswelt hervorragend wieder
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Februar 2013
Der Film zeigt, dass jedes Zeitalter sich seine eigenen Ausbeutungsmethoden schafft.
Sehr authentisch wirkt der Film dadurch, dass er sich weitestgehend aller Kommentierungen enthält und alle Seiten mit ihren eigenen Worten sprechen lässt.
Augen auf beim nächsten Teambuilding-Event!
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden